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Finanzielle Unabhängigkeit

Empfohlene Beiträge

HHanseat
vor 3 Minuten von W.Heisenberg:

Dürfen wir erfahren wie dein Vermögen angelegt ist?

Aktien-Depot etwa 2/3 vernünftig als ETF-Weltportfolio mit BIP-Ansatz und Value-Tilt, etwa 1/3 gegen den US-Tech-Klumpen (und für den Spieltrieb :rolleyes:) in Einzelaktien und Sektor-ETFs

55 Rentenpunkte (u.a. durch Sonderzahlung aus Abfindung),

Betriebliche Altersvorsorge ca 250 TEUR ab 60

Fairriester mit ca 40TEUR, den ich hoffentlich bald in ein besseres Produkt umschichten kann

 

abbezahltes Haus und (kleine) vermietete Wohnung, etwas physisches Edelmetall. Kein Krypto 

 

Ich habe kaum Anleihen o.ä., das war mir bisher mit Vorsteuerrenditen um die Inflationsrate nicht attraktiv genug. Andererseits finde ich die hohe Bewertung der Aktienmärkte inzwischen auch unheimlich und habe erste Positionen in Arero und Vanguard Life Strategy 60% umgeschichtet, so ganz zufrieden bin ich da aber noch nicht

Kuchen.png

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Wishmueller
vor 3 Stunden von Bolanger:

Was hat es denn mit den 4 Jahren auf sich?

Ein angemeldeter und dann wieder abgemeldeter ALG I Anspruch muss dann innerhalb von 4 Jahren wieder aktiviert werden. D.h. der jetzt festgestellte Anspruch bleibt dann noch 4 Jahre gültig.

 

vor 2 Stunden von Holgerli:

Hat es einen Grund warum Du das ALG nicht sofort mitgenommen hast? Im Prinzip hätte es doch nur Vorteile gebracht: 

Du solltest wenn ich "könnte ich dann auch unmittelbar vor der GRV noch ziehen" richtig verstehe ja schon über 58 Jahre alt sein. 

Das sollte dann für 24 Monate ALG und somit auch vom bezahlter GKV + GRV einhergehen. Also doppelt Geld gespart plus zusätzliche Rentenpunkte. 

 

Zum Zeitpunkt der Kündigung war ich sogar noch 56, hätte also eh nur 18 Monate abzüglich 3 Monate Sperre wg. Eigenkündigung bekommen. Der primäre Grund, das nicht sofort zu machen: Ich wollte es einfach nicht. Ich wollte einfach mal "meine Ruhe haben" und nicht das nächste Amt, das mir auf die Nüsse geht. Zumal, wenn man de facto gar keinen neuen Job will, erschien es mir auch irgendwie mühsam, mich da dann "durchzuschlawienern".... ;)

 

Wenn ich die 18 Monate (die 3 Monate Sperre entfällt dann) unmittelbar vor meine GRV mit Abschlägen lege,, dürfte ich kaum noch in "Erklärungsnot" kommen. 24 Monate bekomme ich allerdings auch jetzt, mittlerweile 58, nicht, da ich dafür eine andere Rahmenfrist nicht erfülle. Dafür hätte ich mit dem Job tatsächlich ein gutes Jahr länger durchhalten müssen....

 

Wie gesagt, man muss das nicht so machen, kann man anders machen..... mir war es das "wert", erstmal auf diese Ansprüche zu verzichten und zu gucken, wie sich das so anfühlt, "auf eigene Kosten" zu leben..... :)

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MarkyMark787

Ich ordne mich nun auch (wieder) der Kategorie Privatier zu. Bin jetzt 48 und hatte vor 10 Jahren schonmal ne kleinen Auszeit von 2 Jahren. Hatte mich dann aber doch wieder selbständig gemacht. Nun ist es endgültig und deutlich besser vorbereitet. Nicht nur bezogen auf die Finanzen, sondern auch auf das private Umfeld. Ich kann da nur jedem das Buch "How to retire" empfehlen. Viele interessante Themen mit denen man sich bestenfalls vorab schonmal beschäftigt.

 

Mein Depot besteht im Wesentlichen aus 70% FTSE All World und 30% Geldmarkt / kurzlaufenden EUR-Anleihen. Anfängliche Entnahmerate liegt bezogen auf die Ausgaben des letzten Jahres bei 2,6%.

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Physics
vor einer Stunde von MarkyMark787:

Ich ordne mich nun auch (wieder) der Kategorie Privatier zu. Bin jetzt 48 und hatte vor 10 Jahren schonmal ne kleinen Auszeit von 2 Jahren. Hatte mich dann aber doch wieder selbständig gemacht. Nun ist es endgültig und deutlich besser vorbereitet. 

Gibt es spezielle Punkte, die Du jemanden mitgeben kannst, der einige Jahre vor seinem Privatier sein steht?

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Lever-H
vor einer Stunde von MarkyMark787:

Ich kann da nur jedem das Buch "How to retire" empfehlen.

Wer es nicht im Zugriff hat, aber schonmal wissen will, was drin steht:

 

Zusammenfassung "How to Retire" (Christine Benz, 2024)

Christine Benz, Finanzdirektorin bei Morningstar, argumentiert in ihrem neuen Buch, dass der Ruhestand kein reines Rechenproblem ist. Sie unterteilt die Vorbereitung in vier Säulen:

 

1. Finanzen (Die Hardware):

The Bucket Strategy: Teile das Vermögen in drei Eimer:

  • Bucket 1 (Cash): Deckt 1–2 Jahre Lebenshaltungskosten (schützt vor Markteinbrüchen zu Beginn, dem "Sequence of Returns Risk").
  • Bucket 2 (Anleihen/Defensiv): Deckt Jahre 3–10.
  • Bucket 3 (Aktien/Wachstum): Für Jahr 11+.

Flexible Entnahme: Die starre 4%-Regel ist oft zu riskant. Sei bereit, in schlechten Börsenjahren weniger zu entnehmen (z. B. keine Inflationsanpassung).

Asset Location: Platziere Assets dort, wo sie steuerlich am effizientesten sind (in DE: Growth in die Privatebene/Buy&Hold, Trading in die GmbH).

 

2. Gesundheit (Die Basis):

Gesundheit ist das größte Asset. Ohne sie sind die Reisepläne wertlos.

Plane Kosten für Pflege und Gesundheit explizit ein. In den USA ist das Medicare, in DE ist es die PKV/GKV-Falle.

 

3. Beziehungen (Das Netzwerk):

Arbeit liefert oft 80% der sozialen Kontakte. Diese fallen an Tag X weg.

Man muss proaktiv vor dem Ruhestand Netzwerke außerhalb des Jobs aufbauen, sonst droht Isolation.

 

4. Sinn (Der "Purpose"):

Habe ein "Zu etwas hin", nicht nur ein "Von etwas weg".

Viele Frührentner fallen in ein Loch, weil die intellektuelle Herausforderung fehlt. 

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timk
vor 7 Stunden von Der Heini:

Entnahmerate, welches Alter aktuell? Oder warten alle bis 67 Jahre?

Aus welchen Gründen: 

Weil’s finanziell passt? Weil die Arbeit keinen Spaß mehr macht?

7 Jahre bis Frührente mit 63.

Gründe: Vielfältige Interessen außerhalb des Jobs. Konnte ich bislang nur selten ausleben und die Arbeitslast im Job wurde immer größer.

Keine Entnahmerate in dem Sinne. Teilweise Positionen aus dem Portfolio liquidiert, so dass für einige Jahre Cash (teils in Festgeld) vorhanden ist. Plus reine Dividendenstrategie.

Ausstieg keine Sekunde bereut. Überflüssige Zeit habe ich trotzdem keine :lol:

Mentale Herausforderung und äußerst ungewohnt ist das Gefühl kein regelmäßiges Einkommen zu haben.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 1 Stunde von HHanseat:

...und hatte letztlich die gleichen Ergebnisse geliefert, aber bei mehr Stress für weniger Geld.

Danke für die Erklärung, die es dann auch wirklich erklärt. Ich hätte es an Deiner Stelle, auch nicht anders gemacht. 

 

vor 1 Stunde von HHanseat:

Auf Sachbearbeiter-Ebene mit klaren Grenzen und ohne Aufstiegsambitionen habe ich das aber auch erfolgreich erlebt (zumindest Eindruck von außen), das war aber eher durch familiäre Verpflichtungen getrieben.

Ich bin auf Sachbearbeiter-Ebene und habe Null Ambitionen "aufzusteigen". 

Ich mache das jetzt seit ca. 1,5 Jahren. Ein Jahr lang hat das gut mit ein oder zwei Ausnahmen funktioniert. Seit August, eher weniger. Ich habe ab da zwar nicht wirklich 40 Stunden gearbeitet aber bin wieder deutlich über 30 und teilweise 35 Stunden.

2026 wird es zwangsweise wieder weniger weil der Betriebsrat Druck macht. Das könnte zumindest ein tiefenentspanntes 1. Halbjahr 2026 mit jeder Menge "Zwangs"-Urlaub. Zwang in Anführungsstrichen weil es auf meiner Seite nicht als Zwang angesehen wird. 

Wir werden sehen. 

 

vor 1 Stunde von W.Heisenberg:

Die Kosten werden immer höher (gefüllt höher als Inflation), jetzt mit Frau und später 2 Kinder wäre zu riskant 15-20 Jahre früher auszusteigen.

Mit Kindern ist das eine komplett andere Nummer. Da würde ich auch auf Sicherheit spielen. Nur habe ich im Prinzip nur um mich selber zu kümmern und zu versorgen. 

Da kann man Dinge mental auch ganz anders angehen.

 

vor einer Stunde von Wishmueller:

Der primäre Grund, das nicht sofort zu machen: Ich wollte es einfach nicht. Ich wollte einfach mal "meine Ruhe haben" und nicht das nächste Amt, das mir auf die Nüsse geht.

Ein sehr verständlicher Grund. 

 

vor einer Stunde von Wishmueller:

Wie gesagt, man muss das nicht so machen, kann man anders machen..... mir war es das "wert", erstmal auf diese Ansprüche zu verzichten und zu gucken, wie sich das so anfühlt, "auf eigene Kosten" zu leben..... :)

Auch ein sehr guter Grund. 

Kann beide Gründe verstehen. 

 

vor einer Stunde von Wishmueller:

Ein angemeldeter und dann wieder abgemeldeter ALG I Anspruch muss dann innerhalb von 4 Jahren wieder aktiviert werden. D.h. der jetzt festgestellte Anspruch bleibt dann noch 4 Jahre gültig.

Danke. Das ist ein sehr guter Tipp, den ich mir mal im Hinterkopf abgespeichert habe. Man weiss ja nie.

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MarkyMark787
vor 3 Stunden von Physics:

Gibt es spezielle Punkte, die Du jemanden mitgeben kannst, der einige Jahre vor seinem Privatier sein steht?

So einiges. Angefangen von der Vereinfachung des Portfolios vor der ich mich lange gedrückt habe bis zur gewissenhaften Aufstellung eines Einnahmen- und Ausgabenplans sind die Finanzen natürlich wichtig. Auch eine Kontenklärung bei der GRV mit Anerkennung von Schul- und Studienzeiten hat geholfen. Nun weiß ich genau wie viel, oder eher wie wenig Rente ich irgendwann bekomme und wie lange ich bis dahin überbrücken muss. Bei meinem ersten Ausstieg war das alles etwas zu optimistisch kalkuliert.

 

Hierbei sollte man auch die steuerliche Seite nicht außer Acht lassen. Bis Anfang 2020 hatte ich z.B. ein ausschließlich dividendenorientiertes Portfolio mit einer Ausschüttungsrendite von 4%. Auch wenn man sich von einmal eingeschlagenen Wegen ungern trennt, musste ich einsehen, dass sich der neue Weg lohnt. So habe ich den Coronacrash dann zur Umstellung genutzt. Aktuell liegt die Ausschüttungsrendite deutlich niedriger, eher so bei 1,5 bis 2%. Der Rest wird je nach Bedarf in guten Zeiten durch Verkäufe und in schlechten vom Geldmarkt entnommen. 

 

Ich habe mich in den letzten Jahren aber auch um Dinge gekümmert, die ich vorher gar nicht so auf dem Schirm hatte. Zum Beispiel mehr Hobbies und Freunde finden bzw. Beziehungen mit Menschen pflegen, mit denen ich gern meine Zeit verbringe. Ein bischen Zeit einplanen, in der man sinnvolles für die Gesellschaft tut und mit anderen Menschen in Kontakt kommt. Bei mir z.B. ehrenamtlich für die Tafel. Mit Partner, Familie und guten Freunden die Pläne besprechen. An der Stelle erkennt man dann auch recht schnell die echten Freunde und kann Neider oder Miesmacher aussortieren.

 

Ein anderes Thema ist die Versorgung. Ich bin jetzt noch relativ jung, aber es kann nicht schaden, sich frühzeitig für einen Wohnort zu entscheiden, an dem diese gut gewährleistet ist. Zum Glück passt das hier alles schon. Diverse Lebensmittelmärkte und die wichtigsten Ärzte 

sind fußläufig erreichbar. Das Thema wird natürlich wichtiger, je älter man wird. Vor allem hatte ich hier die Preissteigerungen der PKV unterschätzt. Dafür habe ich jetzt aber noch ein extra Polster angelegt ;-)

 

Insgesamt konzentriert man sich in erster Linie auf die finanziellen Aspekte, obwohl andere Dinge mindestens ebenso wichtig sind. Gute Planung ist daher für alle Bereiche unbedingt zu empfehlen.

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Der Heini

Danke an @Wishmueller, @HanseatHH, @timkund @MarkyMark787(hoffe habe keinen übersehen).

Finde es mehr als interessant und wichtig, von Praktikern zu lesen, und wie sie es finanziell grob angegangen sind. Wird also nicht auf die letzte Zehntel in der SWR optimiert, sondern auch einfach optimistisch angegangen. :thumbsup:

 

Hoffe, lese ab und zu noch mehr von euch, wie es euch die ersten Jahre so ergangen ist als Privatiers.

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Physics
vor 10 Stunden von MarkyMark787:

Insgesamt konzentriert man sich in erster Linie auf die finanziellen Aspekte, obwohl andere Dinge mindestens ebenso wichtig sind. Gute Planung ist daher für alle Bereiche unbedingt zu empfehlen.

Ich danke Dir für Deine Antwort. Ich bin zwar erst um die 50, plane aber, vielleicht mit 55 in Teilzeit zu wechseln und mit 60 ganz aufzuhören. Das ist zwar noch einige Jahre hin, aber ich beschäftige mich gerade mit der Planung dafür.

 

Dabei stelle ich fest, dass mein bisheriges Modell es gar nicht so leicht macht, Teilzeit und das vollständige Ausscheiden vernünftig zu kombinieren. Ich müsste wohl dazwischen wieder ein Jahr zu 100 % arbeiten, aber möchte ich das wirklich nach vier Jahren Teilzeit?

 

Spannend finde ich auch Deinen Punkt zu den sozialen Aspekten. Vielleicht ist es sinnvoller, früher in Teilzeit zu gehen und dafür erst später ganz aufzuhören. Mal sehen, wie sich das bei mir entwickelt.

 

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HHanseat
vor einer Stunde von Der Heini:

Wird also nicht auf die letzte Zehntel in der SWR optimiert, sondern auch einfach optimistisch angegangen. :thumbsup:

Kann ich für meinen Fall so bestätigen. In der Aufbauphase war mein Fokus auf der Steigerung des Einkommens, bei der Anlage ging es eher darum grob richtig zu liegen und grobe Fehler zu vermeiden. 

 

Ausgaben und Sparrate habe ich gar nicht genau getrackt, es passte halt stets und hatte noch Luft. Wir leben dabei nicht extrem sparsam, so dass im worst-case sicher Einsparpotential und vermutlich auch noch Zuverdienstmöglichkeiten bestünden. Seit meinem Ausstieg haben wir jetzt ein Haushaltsbuch gestartet, haben aber viele untypische Ausgaben gehabt, von daher bin ich noch etwas vorsichtig mit der Interpretation. 

 

Die Möglichkeit der Abfindung hat dann den Ausschlag für meinen Ausstiegszeitpunkt gegeben, ohne hätte ich wohl noch ein paar Jahre drangehängt (ohne festes Zieldatum oder Zielvermögen). Andererseits hätte sich aus Gesundheitsgründen vermutlich so oder so etwas ändern müssen.

 

Mein Depot ist auch über die Jahre gewachsen und sieht daher etwas wild aus, nun habe ich endlich die Zeit gefunden, es in Portfolio Performance abzubilden und etwas aufzuräumen. Ihc möchte es etwas einfacher aufstellen und Risiko reduzieren. 

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Bolanger

Ich finde es ab einem gewissen Lebensalter wichtig, sich grob Gedanken über mögliche Lebenswege zu machen. Ich glaube es ist äußerst schlecht, wenn man überraschend die Kündigung bekommt und sich vorher nicht zumindest grob überlegt hat, wie das weitere Leben dann aussehen sollte. Möchte man wieder einen Vollzeitjob? Ggf. in einem völlig anderen Bereich? Oder würde man das als Zwangseinstieg in den Ausstieg nutzen? Und so weiter.

 

Beim Lesen der letzten Beiträge ist mir z.B. gerade die Frage gekommen, in wie weit man Abfindungen und andere Einmalzahlungen des AG für die GRV nutzen kann. Abfindungen kann man einzahlen um Abschläge für einen früheren Renteneintritt auszugleichen. Das wird aber wohl nur klappen, wenn man nicht selbst schon diese Ausgleichszahlungen geleistet hat. Dann scheint es die Möglichkeit zu geben, Einmalzahlungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge in die GRV zu überführen. Klappt sowas bei der Betriebsrente, die bei einem Versicherer geführt wird? Und aus einem älteren Job gibt es eine Direktversicherung, die wahlweise verrentet wird oder eine Einmalzahlung liefert. Es gibt so viele Themen, in die man sich zumindest grob eingearbeitet haben sollte wenn man ein gewisses Alter erstmal erreicht hat.  

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HHanseat

Guter Punkt, so ab 50 ändert sich da einiges. Ich fand es ernüchternd, wie schnell man für den Arbeitgeber vom Erfahrungsträger zum loszuwerdendem Kostenfaktor werden kann. Da beruhigt es ungemein, wenn man einen finanziellen Puffer, Perspektiven und Optionen hat.

 

Das Zusammenspiel von Abfindung, Steuer, Krankenversicherung, ALG, BAV und Rente ist sehr komplex und durch andauernde Gesetzesänderungen auch dynamisch. Mir hat da der "Privatier" (und sein empfehlenswertes Buch) geholfen, das einigermaßen zu verstehen. Durch den hohen Hebel haben Entscheidungen leicht fünfstellige Eurobeträge als Konsequenz...

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
Am 7.1.2026 um 08:41 von Physics:

Ich danke Dir für Deine Antwort. Ich bin zwar erst um die 50, plane aber, vielleicht mit 55 in Teilzeit zu wechseln und mit 60 ganz aufzuhören. Das ist zwar noch einige Jahre hin, aber ich beschäftige mich gerade mit der Planung dafür.

 

Habt ihr keine Sorgen, dass der Gesetzgeber Eure Pläne durchkreuzen wird.

 

Ich traue mich drauf wetten, dass die Rente mut 63 (und Abschlägen) fallen wird, ich gehe auch davon aus, dass dei reguläre Rente mit 67 nicht kommen wird.

Dann gehe ich davon aus, dass auf Kapitalerträge in absehbarer Zukunft Sozialabgaben zu zahlen sein werden und ich fürchte für mich, dass die KVdR in Zukunft auch deutlich teurer werden wird.

 

Weiterhin gehe ich davon aus, dass das Äquivalenzprinzip bei der GRV fallen wird, die letzten zusätzlichen Rentenpunkte würden dann immer wertloser.

 

Ob der Gesetzgeber das Recht auf Teilzeit bestehen lässt ist eine weitere Ungewissheit, wenn die Wirtschaft auch künftig nicht in Schwung kommt. Aussagen wie z.B. von Kretschmer interpretiere ich als gewünschte Pflicht zur 40h+ Woche als Standardmodell.

 

Ich habe daher jetzt in 2026 mit ersten Schritten zur Teilzeit begonnen. Erst mal 10% weniger, ich will mich da langsam ran tasten (außerdem hoffe ich, so den Gewöhnungseffekt länger hinaus zögern zu können)

 

Die ersten Monate in 2026 ziehe ich um und hab grad zwei Wohnungen, in der ca. 2. Hälfte von 2026 plane ich dann mal eine Runde "Frugalismus" ausprobieren und schauen, wie sich das so anfühlt und ob mir das so Spaß macht.

 

Hab mir beim Wohnungskauf eine ganze Reihe Teilzeit und FIRE "Simulationen" in Excel durchprobiert und es es war für mich vor allem erstaunlich, welchen doch sehr großen Unterschied es in meinem Fall ausmacht, ob ich nur 500€ mehr oder weniger im Monat konsumiere. Das hatte ich unterschätzt.

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Mojo-cutter
vor 9 Minuten von Cepha:

Habt ihr keine Sorgen, dass der Gesetzgeber Eure Pläne durchkreuzen wird.

 

Ich traue mich drauf wetten, dass die Rente mut 63 (und Abschlägen) fallen wird, ich gehe auch davon aus, dass dei reguläre Rente mit 67 nicht kommen wird.

Dann gehe ich davon aus, dass auf Kapitalerträge in absehbarer Zukunft Sozialabgaben zu zahlen sein werden und ich fürchte für mich, dass die KVdR in Zukunft auch deutlich teurer werden wird.

 

Weiterhin gehe ich davon aus, dass das Äquivalenzprinzip bei der GRV fallen wird, die letzten zusätzlichen Rentenpunkte würden dann immer wertloser.

 

Ob der Gesetzgeber das Recht auf Teilzeit bestehen lässt ist eine weitere Ungewissheit, wenn die Wirtschaft auch künftig nicht in Schwung kommt. Aussagen wie z.B. von Kretschmer interpretiere ich als gewünschte Pflicht zur 40h+ Woche als Standardmodell.

Nein.
Das sind alles Zukunftsszenarien, die ich nicht beeinflussen kann. D.h. nicht, das ich negiere daß sie eintreten könnten. Ich kann mich nicht auf alle möglichen Szenarien vorbereiten, da ich sonst komplett gelähmt bin und keine Entscheidungen mehr treffen kann.

Ich halte es mit dem alten Sprichwort „Es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird“. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

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Der Heini
vor 16 Minuten von Cepha:

Habt ihr keine Sorgen, dass der Gesetzgeber Eure Pläne durchkreuzen wird.

Bzgl. GRV wird sich natürlich was ändern, hat es auch in der Vergangenheit schon getan.

Aber welche Alternativen hast du? Auch wenn du rein vom Anlagevermögen leben willst, hast du das SoRR. Das kann man sich so extrem ausmalen, daß selbst 2 Mio. nicht reichen, um davon zu leben.

Restrisiko (5-10%) lässt sich einfach nicht vermeiden.

Beruhigen sollte dich aber der Gedanke, daß da draußen viele mehr sind, die schlechter dastehen als die WPFler. Die können auch nicht alle verhungern.

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Physics
vor 23 Minuten von Cepha:

Habt ihr keine Sorgen, dass der Gesetzgeber Eure Pläne durchkreuzen wird.

Ja, das ist für mich der größte Hinderungsgrund. Je früher man den Ausstieg aus dem Berufsleben vollzieht, je mehr Unwägbarkeiten gibt es natürlich und nicht nur auf den Gesetzgeber bezogen. Aber die Gefahr ist eben auch, dass man dann viel und zu lange arbeitet, gesunde Jahre liegen lässt. Für diejenigen, die das gerne machen ist das dann kein Problem. Ich für mich, kann mir schöneres vorstellen. 

 

vor 9 Minuten von Mojo-cutter:

Ich kann mich nicht auf alle möglichen Szenarien vorbereiten, da ich sonst komplett gelähmt bin und keine Entscheidungen mehr treffen kann.

Ja, deshalb gilt es eine gute Blance zu finden. Ich muss erste Entscheidungen zum Glück erst in 2 Jahren treffen, wie es dann konkret weitergeht. 

 

Gerade mit Mitte bis Ende 50 sind die Entscheidungen bzgl. Ausstieg auch nicht mehr so einfach zurückzudrehen. Daher ist es natürlich gut, möglichst breit aufgestellt zu sein. 

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Norica
· bearbeitet von Norica
vor 4 Stunden von Cepha:

Habt ihr keine Sorgen, dass der Gesetzgeber Eure Pläne durchkreuzen wird.

Das der Gesetzgeber die Pläne durchkreuzen kann, halte ich für wahrscheinlich. Warum aber soll ich mir Sorgen machen? Sorgen sind komplett unnötig, übrig oder was auch immer. Keiner braucht Sorgen.

Solange er das aber noch nicht macht, kann und sollte ich mich darauf vorbereiten. Nichts anderes verstehe ich darunter, (finanzielle) Freiheit zu erreichen.

Darum verstehe ich die ganzen Rentenpunktekäufer und Förderungmitnehmer auch nicht. Das ist das Gegenteil von Freiheit, wenn man sein Geld dem Staat gibt im Gegenzug für ein Versprechen, das dieser jederzeit ändern kann.

Bei Bitcoin heißt es: Not Your Keys, Not Your Coins. Warum sollte das bei anderen Investments hier anders sein.

 

Nein, auch eine Wohnung oder ein Haus geben keine Sicherheiten @Cepha, selbst wenn das noch so optimiert gekauft wurde. Denn Immobilien sind immobil.

Das ist keine Wertung deiner Entscheidung, sondern nur meine derzeitige Ansicht. Bitte nicht falsch verstehen:prost:

 

 

SG

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Wishmueller
vor 5 Stunden von Cepha:

Habt ihr keine Sorgen, dass der Gesetzgeber Eure Pläne durchkreuzen wird.

 

vor 4 Stunden von Physics:

Je früher man den Ausstieg aus dem Berufsleben vollzieht, je mehr Unwägbarkeiten gibt es natürlich und nicht nur auf den Gesetzgeber bezogen. 

 

Ich denke, das ist die wesentliche Antwort bei dem Thema..... :thumbsup:

 

Es wird immer Veränderungen geben, nur passieren die halt nicht "über Nacht" und auch nicht so drastisch, dass eine Planung, die heute noch funktioniert, morgen dann gar nicht mehr funktioniert. So viel "Vertrauen" sollte man schon mitbringen, wenn nicht, wird man immer Gründe für "geht nicht" finden.

 

Ich habe letztes Jahr auch jede Menge "Rechenspiele" betrieben..... :-*.... ich hatte die Zeit und die Lust dazu..... das "Ergebnis" ist letztlich: je länger der Betrachtungszeitraum, desto größer die Unwägbarkeiten, auch abseits der Aktienrendite. Auf 30 oder 40 Jahre gerechnet nur ein halbes Prozent mehr oder weniger (sei es Rendite, Rentensteigerung oder Inflation) hat dramatische Auswirkungen auf die Reichweite bzw. Überlebenswahscheinlichkeit so eines Depots..... ;)

 

Von daher habe ich dann kalkulatorische Annahmen getroffen, die ich für realistisch defensiv erachte, so dass ich in meiner Planung genügend "Luft" habe, falls sich diese oder jene Parameter in Zukunft verändern. "Systemumstürze" oder "Weltuntergänge" sind da selbstverständlich nicht eingepreist, da ich immer sage: in so einem Falle hätten wir ganz andere Probleme als die Frage nach "finanzieller Freiheit". Ich hoffe und vertraue darauf, dass es zum "ganz großen Knall" in meiner Restlebenszeit nicht kommt..... falls doch, verweise ich auf meine Signatur.... :D

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W.Heisenberg
vor 5 Minuten von Wishmueller:

Es wird immer Veränderungen geben, nur passieren die halt nicht "über Nacht" und auch nicht so drastisch, dass eine Planung, die heute noch funktioniert, morgen dann gar nicht mehr funktioniert.

Da bin ich mir nicht sicher. Die Entscheidung der Regierung kann von heute auf morgen kommen: Sozialbeiträge auf Kapitalerträge, vielleicht mit nächsten oder übernächsten linken (falls so kommt) Regierung Vermögenssteuer und schon reicht es nicht aus als Privatier dauerhaft zu leben. Höhere Steuern auf Kapitalerträge, neue Solidaritätsbeiträge für Vermögende,  etc.

Linke wollten vor 5 Jahren 30% Vermögenssteuer ab (ich glaube) 1 Mio., es hat 2021 nicht viel gefehlt, dass Linke mit in der Regierung wären. Da SPD auch Vermögenssteuer wollte, wäre da sicher was gekommen.

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Sir Zock-a-lot

Manche Menschen werden nie finanziell unabhängig sein, egal wie viel Geld sie auch angehäuft haben mögen...:rolleyes:

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 2 Stunden von Norica:

Das ist das Gegenteil von Freiheit, wenn man sein Geld dem Staat gibt im Gegenzug für ein Versprechen, das dieser jederzeit ändern kann.

 

Das Problem ist aber, dass der Staat (oder die Gesellschaft) auf viel grundlegenderen Ebenen Versprechen gibt, die jeder Zeit nachträglich geändert oder widerrufen werden können. Was ist denn eine Firma? Das ist auch nur ein gesellschaftliches Konstrukt, welches vom Staat reguliert wird. Die zugrunde liegenden Versprechen kann man jeder Zeit ändern, was dazu führt, dass Anteile an diesem Konstrukt mehr oder weniger wert bzw. im Extremfall komplett wertlos werden. Das passiert sogar laufend, wenn Besteuerungsgrundlagen angepasst werden.

 

Im Endeffekt kann dir "der Staat" alles wegnehmen. Im Extremfall auch deine Freiheit, wenn er Bitcoin-Besitz unter Strafe stellt und du dann für 50 Jahre im Knast sitzt.

 

"Freiheit" ist daher eine Utopie, die es in dem Sinne gar nicht gibt und dementsprechend ist es auch kein Problem Rentenpunkte zu kaufen, Förderungen mitzunehmen oder sonst wie darauf zu vertrauen, dass die meisten der in der Vergangenheit abgegebenen gesellschaftlichen Versprechen auch eingehalten werden. Man wird dadurch kein bisschen weniger frei, weil man nie frei war.

 

Einzig blind darauf zu Vertrauen, dass einzelne Versprechen eingehalten werden und niemals der aktuellen Lage angepasst werden, wie z.B. sein Budget auf Kante nähen und dann baden zu gehen, sobald Sozialabgaben auf Kapitalerträge fällig werden, oder ausschließlich in die gesetzliche Rente einzuzahlen und zu hoffen, dass sich die Rahmenbedingungen hier nie verschlechtern, erscheint mir als töricht.

 

Es gilt auch hier "Nicht alle Eier in einen Korb legen!". Der kluge Anleger diversifiziert halt auf allen ihm möglichen Ebenen.

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Wishmueller
vor 8 Minuten von W.Heisenberg:

Da bin ich mir nicht sicher. 

Sicher bin ich mir auch nicht. Prognosen sind bekanntlich schwierig, sobald sie die Zukunft betreffen..... :D

 

Ich "vertraue" halt darauf, dass unser System "im Großen und Ganzen" noch eine Weile funktioniert.

vor 10 Minuten von W.Heisenberg:

Sozialbeiträge auf Kapitalerträge, vielleicht mit nächsten oder übernächsten linken (falls so kommt) Regierung Vermögenssteuer und schon reicht es nicht aus als Privatier dauerhaft zu leben. 

In dem Falle würde ich sagen: bisschen "arg knapp auf Kante" kalkuliert das "Privatiers-Dasein"..... ;)

 

Man kann nicht alle Unwägbarkeiten berücksichtigen. Einzelne sollte man verkraften und kompensieren können; Weltuntergänge..... aber das hatten wir schon.....

 

vor 7 Minuten von Sir Zock-a-lot:

Manche Menschen werden nie finanziell unabhängig sein, egal wie viel Geld sie auch angehäuft haben mögen...:rolleyes:

 

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Turmalin
vor 2 Stunden von Wishmueller:

 

In dem Falle würde ich sagen: bisschen "arg knapp auf Kante" kalkuliert das "Privatiers-Dasein"..... ;)

 

 

 

Ich weiß gar nicht, ob das wirklich so „knapp auf Kante“ kalkuliert ist. Wir hatten das Problem ja schon bei der Direktversicherung, deren Verbeitragung nach meiner Wahrnehmung ziemlich plötzlich beschlossen wurde. Und schon waren 20% ! des Kapitals weg, da Arbeitnehmer + Arbeitgeberanteil fällig werden. Das ist schon eine Hausnummer.

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Physics
· bearbeitet von Physics
vor 58 Minuten von Turmalin:

Ich weiß gar nicht, ob das wirklich so „knapp auf Kante“ kalkuliert ist. Wir hatten das Problem ja schon bei der Direktversicherung, deren Verbeitragung nach meiner Wahrnehmung ziemlich plötzlich beschlossen wurde. Und schon waren 20% ! des Kapitals weg, da Arbeitnehmer + Arbeitgeberanteil fällig werden. Das ist schon eine Hausnummer.

:vintage: Was mir erst letzte Woche aufgefallen ist und ich das Ding vermutlich stilllegen werde. Dazu noch bescheidene Fondsauswahl. Hoffe, dass die Steuerfreiheit bleibt, ebenso bei den älteren LV´s. Aber Risiko steigt auch hier.

 

Auch wenn es auch schmerzt, das wirft jetzt nichts um. 

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