Cepha vor 23 Stunden Am 9.1.2026 um 16:11 von Wishmueller: Ein Haushaltsbuch zu führen ist m.E. immer eine gute Idee.... Ob es ganz so kleinteilig und cent-genau sein muss, ist dann eher eine "persönliche Geschmacksfrage". Wichtiger ist, es -in welcher Form auch immer- auch langfristig durchzuhalten. Seit Corona zahle ich das meiste mit EC-Karte und seitdem werte ich das alle 3 Monate kurz aus mit Excel. Aber nicht so ultradetailliert. Hab Positionen für "wohnen inkl. Nebenkosten", Depot/Sparen, Bargeld und Konsum. Über den Filter kann man sich dann noch einzelne Sachen anschauen, z.B. wieviel geb ich in der Kantine aus oder bei Amazon oder im Supermarkt o.ä... Das reicht mir so aus. Am effektivsten für mich war, jeden Monatsanfang die Sparquote ins Depot zu schieben. Aber das ist ja eine 08/15 Standardempfehlung, die wohl jeder kennt. Über diesen Wert kann ich mein spontanes Konsumverhalten steuern. Was nicht auf dem Girokonto ist, kann ich auch nicht ausgeben und das Tagesgeld anzugreifen mache ich nur nach extra Nachdenken. Meinen "sinnlosen" Konsum schätze ich so auf 1000€ im Monat, das war früher auch schon mal noch höher. Vielleicht tun es ja künftig auch 500€ im Monat. Bin gespannt... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini vor 23 Stunden vor einer Stunde von Cauchykriterium: "Der Staat" verteilt nur das als Rente, was er/sie/es über Beiträge reinbekommt (und zusätzlich aus Steuermitteln als "versicherungsfremde Leistungen" zuschießt). Wenn nicht mehr da ist, kann also auch nicht mehr verteilt werden, unabhängig davon, ob das in München oder Bautzen zum Leben reicht ... Genau das macht er nicht. Er gibt für die Rente weit mehr aus, als er einnimmt, Steuergelder sei Dank. Als Staat kann er das auch, es wird sich aber irgendwann rächen (dann sind die Politiker aber wahrscheinlich keine mehr). Genug Wirtschaftsweisen erklären das, wird aber ignoriert. Also scheint er doch eher zu glauben/wissen, daß die GRV reichen sollte für ein normales Leben ohne Luxus. Zumindest seine Pensionäre müssten gut über die Runden kommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 23 Stunden · bearbeitet vor 23 Stunden von Lazaros vor 14 Minuten von Bolanger: ... lernt es, dieses nicht sinnlos auszugeben Das muss aber jeder für sich selbst rausfinden. Sinnlose oder sinnvolle Ausgabe liegt im Auge des Betrachters, daher sollte man sich von niemanden bei der Einordnung reinreden lassen. vor 42 Minuten von Schlumich: Ich wundere mich, dass man mit so einem Thema 194 Seiten füllen kann, Ich nicht, weil jeder etwas dazu schreiben kann; auch ohne irgendeine Kompetenz kann man sich bei solchen Gefühlsthemen nicht blamieren. Auch die Wissenschaft (Cyril Northcote Parkinson) hat das schon beobachtet und untersucht: https://de.wikipedia.org/wiki/Parkinsonsche_Gesetze Zitat Gesetz der Trivialität: “The time spent on any item of the agenda will be in inverse proportion to the sum involved.” „Die auf einen Tagesordnungspunkt verwendete Zeit ist umgekehrt proportional zu den jeweiligen Kosten.“ Parkinson schildert die Sitzung eines Finanzausschusses, in der es um die Bewilligung der Gelder für einen Atomreaktor (10 Mio. $, Diskussionsdauer 2½ Minuten), einen Fahrradunterstand (2.350 $, 45 Minuten) und Kaffee für die Sitzungen eines anderen Ausschusses (monatlich 4,75 $, 1¼ Stunden) geht. Das bedeutet, dass in Diskussionen die einfachsten Themen am ausführlichsten diskutiert werden, da davon die meisten Teilnehmer etwas verstehen (The matters most debated in a deliberative body tend to be the minor ones where everybody understands the issues) – und nicht die Themen, die am wichtigsten sind.[2] Inkompetenz in wichtigen Sachfragen wird durch ausführliche Wortmeldungen zu trivialen Punkten kompensiert, wodurch es immer wieder zu verheerenden Fehlentscheidungen und Fehlallokation von Ressourcen komme. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 23 Stunden vor 22 Stunden von stagflation: "Reich wird man nicht durch das Geld, was man verdient, sondern durch das Geld, was man nicht nicht ausgibt". Der Satz klingt wie einer der vielen dämlichen Sprüche und Binsenweisheiten... Aber wenn man es sich näher anschaut, enthält er des Pudels Kern. Sparen wirkt halt doppelt. Wenn ich von 4000€ Einkommen 2000€ statt 1000€ spare habe ich zwei Effekte. 1. steigt mein Vermögen doppelt so schnell an, obwohl ich nur 1/3 weniger ausgebe 2. ich brauch in Zukunft auch nur noch 2/3 meines Vermögens für den gewohnten Lebensstandard. Der Effekt von 1/3 weniger ausgeben ist also 2 x 3/3 = dreimal schneller zur FI Dazu kommt noch für viele der zwang in der GRV. An der Rente selbr ändert sich ja nix. Wenn die also meinetwegen bei 1000€ im Monat liegt, dann fällt mein Bedarf an Geldstrom aus dem Depot in der Rente nicht von 3000€/Monat auf 2000€/Monat also auf 2/3, sondern von 2000€/Monat auf 1000€/Monat, also um die Hälfte. Der Effekt von 1/3 weniger Konsum bedeutet also eine 4-fach effizienteren / schnellere Aufbau des nötigen Vermögens. Faktor 4 bedeutet z.B. 10 Jahre statt 40 Jahre. Hätte ich halt besser schon deutlich früher drüber nachdenken sollen :-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 23 Stunden vor 12 Minuten von kublai: Du verwirrst mich immer, aber wie wir beide wissen, mag ich dich. Das Problem bei der Steuererklärung ist, das du mit der Unterschrift die Richtigkeit bestätigst und der Steuerberater selten haftbar gemacht werden kann. Somit trägst du das Risiko und deshalb kann es nicht schaden die Finanzen als Chefsache einzustufen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 23 Stunden · bearbeitet vor 23 Stunden von Cepha vor 18 Minuten von Lazaros: Auch die Wissenschaft (Cyril Northcote Parkinson) hat das schon beobachtet und untersucht: https://de.wikipedia.org/wiki/Parkinsonsche_Gesetze Wenn Dein Beitrag Sinn ergeben kann muss man davon ausgehen, dass Du die eigene finanzielle Unabhängigkeit in so einem Forum offenbar für ein unwichtiges Thema hältst, wo sich jeder Depp (also wir hier) dazu auslässt, interessiert mich natürlich schon brennend was Du dann für ein wirklich wichtiges Thema hälst, das einer Diskussion würdig wäre. Ich persönlich halte FI Strategien und Ideen nämlich für mich selber super wichtig, viel wichtiger als ETF A vs ATF B oder Aktie x vs Aktie y. Zum Glück ist das Problem im Gegensatz zu Ausschusssitzungen sehr einfach lösbar. Wer nicht mitdiskutieren will, hält sich einfach raus. Es passiert dadurch nichts tragisches. Easy peasy. vor einer Stunde von Schlumich: Der CashFlow in unserer Privatierphase deckt nicht zu 100% unsere Ausgaben. Das war mir aber von vorhinein klar. Also wird die Differenz dem Depot entnommen. Hierfür wurde eine Festgeldleiter über 6 Jahre aufgebaut, die die Zeit zwischen Eintritt Privatierphase und Eintritt in die KVdR überbrücken soll/sollte. Dieses jährlich freiwerdende Festgeld zusammen mit dem CashFlow reicht locker aus, um unseren Lebensstandard zu halten und sogar im Vergleich zum Erwerbsdasein noch zu steigern. Wir haben uns also nicht eingeschränkt, im Gegenteil. 1. natürlich hab ihr euch eingeschränkt. Du hast sehr, sehr gut verdient, das Geld aber nicht ausgegeben. Das ist für mich die Definition von "sich einschränken". 2. In welchem Lebensjahr rechnest Du mit dem Eintritt in die KVdR? Wie bist du heute versichert? Freiwillige GKV zum Höchstbetrag? Die Festgeldleiter deckt also die Kosten für GRV+GPV über 6 Jahre? Das wären ja jetzt keine so wirklich großen Summen, da genügt ja 5-stellig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller vor 22 Stunden Also mir hat der Faden hier in den letzten neun Monaten (seitdem ich wieder im WPF aktiv bin) viele interessante Aspekte der Geschichte vermittelt und einiges davon habe ich für meine FU sicherlich schon nutzen können..... .... und ich habe natürlich nicht die 100+X Seiten nachgelesen, die bereits vor meinem Re-Entry existierten.... Das haben solche "offenen Threads" (kenne ich auch aus anderen Foren/Thembereichen) so an sich, dass da jeder mitschwafeln kann und m.E. auch soll, so what. Dass thematisch Wiederholungen kommen oder sich die Diskussion manchmal auch "im Kreis dreht", wen stört's. Also mich nicht, war doch in etlichen "vermeintlich wichtigen" Meetings "damals im Job" nicht anders..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 22 Stunden vor 11 Minuten von Cepha: 1. natürlich hab ihr euch eingeschränkt. Du hast sehr, sehr gut verdient, das Geld aber nicht ausgegeben. Das ist für mich die Definition von "sich einschränken". Das ist aus meiner Sicht eine bescheidene Definition. Wieso muß man sein gesamtes Einkommen sofort ausgeben und alles andere ist Verzicht? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 22 Stunden · bearbeitet vor 22 Stunden von Cepha vor 11 Minuten von dev: Das ist aus meiner Sicht eine bescheidene Definition. Wieso muß man sein gesamtes Einkommen sofort ausgeben und alles andere ist Verzicht? Muss man nicht. Steht da auch nirgends. Weniger ausgeben als man kann ist sich einschränken. Ob man das als Verzicht empfindet ist individuell. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 22 Stunden vor 1 Minute von Cepha: Weniger ausgeben als man kann ist sich einschränken. Das sehe ich anders. Man baut nur seine Ausgaben langsamer aus, als sich die Einkünfte erhöhen. Das ist keine Einschränkung oder Verzicht, denn man war vor der Einkommenserhöhung schon zufrieden gewesen. Aber jeder mag sein Hamsterrad gestalten wie er will. ;-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kublai vor 22 Stunden vor 33 Minuten von dev: Das Problem bei der Steuererklärung ist, das du mit der Unterschrift die Richtigkeit bestätigst und der Steuerberater selten haftbar gemacht werden kann. Somit trägst du das Risiko und deshalb kann es nicht schaden die Finanzen als Chefsache einzustufen. Da weder ich noch meine Steuerberaterin irgendetwas illegales tun, sehe ich das Risiko als begrenzt an. Der Austausch ist aber interessant, auch wenn ich sie nicht immer erreichen kann. Das ist Bayern! Dort gelten strenge Regeln als sonst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 22 Stunden · bearbeitet vor 22 Stunden von dev vor 2 Minuten von kublai: Da weder ich noch meine Steuerberaterin irgendetwas illegales tun, sehe ich das Risiko als begrenzt an. Der Austausch ist aber interessant, auch wenn ich sie nicht immer erreichen kann. Das ist Bayern! Dort gelten strenge Regeln als sonst. Ich dachte an Fehler, denn Berater sind auch nur Menschen. ;-) Letztens mußte ich auch selbst beim FA aktiv werden, einfach weil mein Steuerbüro das Problem nicht verstanden hatte, das FA schon. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kublai vor 22 Stunden vor 10 Minuten von dev: Ich dachte an Fehler, denn Berater sind auch nur Menschen. ;-) Letztens mußte ich auch selbst beim FA aktiv werden, einfach weil mein Steuerbüro das Problem nicht verstanden hatte, das FA schon. Was? DU selber! Das geht gar nicht! p.s.:Aufgrund der allgemeinen Lage, spare ich mir auf deine früheren Bemerkungen, einzugehen.Denke selbst nach,Bruder. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 21 Stunden · bearbeitet vor 21 Stunden von dev vor 23 Minuten von kublai: Was? DU selber! Das geht gar nicht! Ich bin halt von Grund auf selbstständig ^^ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kublai vor 21 Stunden · bearbeitet vor 21 Stunden von kublai Erw vor 4 Minuten von dev: Bin halt von Grund auf selbstständig ^^ ja richtig, ich scheinbar nicht! ps: ich glaube das liegt an meiner Mutter. Witzigerweise, liegt die im Damen Clinch mit meiner SB. Grund Regel : Haltet euch da raus! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 21 Stunden vor 3 Stunden von Physics: An die Privatiers hier in der Runde. Wie war für Euch die Umstellung der Zeit des aktiven Einkommens (als Angestellter oder Selbständiger) hin zu passivem Einkommen (Rente und/oder Depot)? Eher im Hinblick der Einflussnahme auf das Einkommen, die in der aktiven Zeit ja höher ist. War das ein Thema? Rückblickend habe ich bestimmt nicht alles optimal gestaltet. Da hätte es Gestaltungsmöglichkeiten gegeben, das Vermögen noch etwas zu pampern. Krankheitsbedingt sind mir Optimierungsmöglichkeiten bei der Auszahlung der betrieblichen Pensionskasse durch die Lappen gegangen und ich habe auch nicht jedes Jahr die steuerfreien Umschichtungen im Zusammenhang mit der Günstigerprüfung genutzt als Privatier. So what? Das ganze war nicht auf Kante genäht und so ist alles gut wie es ist. Ich glaube gab es auch die sehr informative Seite vom Privatier noch nicht. Einen ziemlich detaillierten Plan hatte ich bezüglich meiner Einnahmen. Witwenrente, Miete, Kapitaleinkünfte (ewige Depotrente) und Kapitalverzehr eines kleinen Teils für die Überbrückung bis zur Altersrente. Soweit lief das alles gut. Mit der voll dynamischen Entnahme des langfristigen Kapitalstocks hat sich dank freundlichem Börsengott, das Depot real vergrößert statt zu schrumpfen. Tatsächlich war mein größtes Problem von "sparen" auf "ausgeben" umzuschalten. Das hat ein paar Jahre gedauert, bis ich das verinnerlicht hatte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller vor 20 Stunden vor 25 Minuten von Sapine: Tatsächlich war mein größtes Problem von "sparen" auf "ausgeben" umzuschalten. Das hat ein paar Jahre gedauert, bis ich das verinnerlicht hatte. Ja, das kann ich mir schon nach nur 18 Monaten allzu gut vorstellen, das kann in der Tat irgendwann zum "Problem" werden für den Fall dass es "besser läuft als geplant"..... Andererseits denke ich dann und sage mir selbst: wenn Du sonst gerade keine Probleme hast, geht es Dir doch vergleichsweise ganz gut...... .... wenn ich dann noch bedenke, dass ich selbst mit dem gut dotierten Job nicht anders bzw. ausgiebiger konsumiert habe als jetzt ohne, dann weiß ich halt: der Zeitpunkt des "Absprungs" war nicht schlecht gewählt. Ob ich diese Zeilen nach der nächsten 30%-Korrektur bzw. im nächsten Bärenmarkt noch mal genauso schreiben würde wie jetzt muss ich dann aber mal gucken..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kublai vor 20 Stunden vor 57 Minuten von Sapine: Tatsächlich war mein größtes Problem von "sparen" auf "ausgeben" umzuschalten. Das hat ein paar Jahre gedauert, bis ich das verinnerlicht hatte. Ja ein weiteres Luxus Problem, aber wahrscheinlich lösbar. Mich würden da einige davon interessieren. Der Gelsenkirchener Bank Raub hat Potential für weitere Hinweise Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
timk vor 19 Stunden vor 3 Stunden von Schlumich: Long Story short: Der Übergang in die Privatierphase war reibungslos, was bei uns vermutlich an vier wichtigen Punkten lag: 1) Ausreichend große Rücklagen, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden, 2) Das recht exakte Wissen, wieviel wir wirklich zum Leben brauchen, 3) Eine gute Übersicht, wieviel Geld auch als Privatier "reinkommt" und 4) Eine gute Planung wie die einzelnen Phasen zu gestalten und zu finanzieren sind. Und dieser Plan fängt nicht erst an, wenn ich meinem Chef die Kündigung auf den Tisch lege, sondern schon Jahre vorher. Das kann ich so unterschreiben. Ein paar Eigenheiten bei mir: 1) Es lag bei mir in der Erziehung, auf Geld zu achten und nicht sinnlos zu verpulvern. Ich hatte seit jeher eine hohe Sparquote, allerdings vor Jahrzehnten noch ohne festes Ziel wie Frührente. Die Sparrate allerdings nicht vom Mund abgespart. Gehalt über dem Durchschnitt, aber nicht Oberklasse. 1-3 x pro Jahr Urlaub gemacht, das war mir wichtiger als eine große Wohnung Immer darauf geachtet relativ günstig zu Wohnen Kostenfresser über die Jahre optimiert, nur Kleinigkeiten wie Internet, Handyverträge u.a., aber es summiert sich Da bislang immer in Großstädten gelebt, schon vor Jahrzehnten kein Auto mehr angeschafft (=enorme Einsparung) 2) Nicht kontinuierlich Buch geführt, aber doch immer Phasenweise. Insbesondere in den letzten Jahren, als der Plan gefasst wurde schon vor der Frührente auszusteigen. Angefangen Rentenpunkte zum Ausgleich von Abschlägen zu kaufen als der Gedanke reifte, in Frührente zu gehen. 3 / 4) Das Portfolio hatte gut performt und so begann die Rechnerei, ob ein Ausstieg noch füher möglich wäre. Entnahmestrategie war mir zu unsicher. Zur Coronazeit habe ich angefangen, mein Portfolio in günstige Dividendentitel umzuschichten und ein halbes Jahr vor dem Ausstieg noch einige Nicht-Dividendentitel liquidiert, um Cash (teils Festgeld) für die nächsten Jahre zu haben. Der Rest kommt über Dividenden rein. Bis zur Frührente werde ich ungefähr so viel Geld zum Leben haben wie bisher. Die Sparrate ist weggefallen. Mit Renteneintritt wird die Rente zum Leben reichen, der Rest ist "Luxus". Sollten Dividendentechnisch keine Katastrophen passieren, dann werde ich in der Rentenzeit mehr Geld zur Verfügung haben als während meines Berufslebens. Den Plan meines ersten Jahres als Privatier habe ich übererfüllt, d.h. ich war zu sparsam und habe Anfang Dezember den Überschuss reinvestiert. Irgendwie muss ich in meinem Kopf noch den Schalter auf Konsum umstellen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich vor 18 Stunden vor 4 Stunden von Cepha: 1. natürlich hab ihr euch eingeschränkt. Du hast sehr, sehr gut verdient, das Geld aber nicht ausgegeben. Das ist für mich die Definition von "sich einschränken". 2. In welchem Lebensjahr rechnest Du mit dem Eintritt in die KVdR? Wie bist du heute versichert? Freiwillige GKV zum Höchstbetrag? Die Festgeldleiter deckt also die Kosten für GRV+GPV über 6 Jahre? Das wären ja jetzt keine so wirklich großen Summen, da genügt ja 5-stellig. ad 1) nein, wir haben uns nicht eingeschränkt. ich "definiere" Einschränkung in diesem Zusammenhang eher so: Eine Einschränkung liegt vor, wenn ich vorhandene Angebote, Tätigkeiten oder Chancen im Lebensumfeld, die ich genrne wahrnehmen würde nicht oder nur stark begrenzt nutzen/machen kann und/oder wenn ich meir Dinge, die ich gerne hätte, nicht leisten kann oder leisten will. Weder das eine noch das andere trifft auf uns zu. Wie gesagt, wir leben sehr, sehr gut und dafür bin ich auch sehr dankbar. ad2) 63, freiwillig gesetzlich versichert. Die Festgeldleiter deckt - wenn nötig (!) - die Differenz, die zwischen unseren (jährlichen) Ausgaben und unserem jährlichen Cashflow besteht. vor einer Stunde von timk: Irgendwie muss ich in meinem Kopf noch den Schalter auf Konsum umstellen. Ja..... das war rückblickend vielleicht die einzige Herausforderung, als wir den Rubikon überschritten haben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli vor 18 Stunden vor 4 Stunden von Cepha: natürlich hab ihr euch eingeschränkt. Du hast sehr, sehr gut verdient, das Geld aber nicht ausgegeben. Das ist für mich die Definition von "sich einschränken". Also lebt Jeff Bezos eingeschränkt, wenn nicht sogar sehr eingeschränkt? Denn, wenn er Milliarden über hat, dann deutet das doch nur darauf hin, dass er das Geld nicht richtig ausgegeben hat. Das mag jetzt sicherlich ein sehr übertriebenes Beispiel sein, aber wo hörst Du auf mit "sich einschränken? - Mietwohnung vs. Eigentum? Eigentumswohnung vs. Haus? Reihenhaus vs. freistehendes EFH? - Fahrrad vs. Motorrad? Motorrad vs. Auto? Polo vs. C-Klasse? - Economy-Klasse vs. Premium-Economy vs. Business-Class vs. 1st Claas? Ich kann für mich sagen, dass viele geldintensive Hobbies wie Reise, Shoppen, Sauftouren die gesellschaftlich angesehen sind, mir nicht viel bringen, teilweise sogar massiv Stress auslösen. Also lasse ich ich und spare Geld und investiere es dann. Eingeschränkt bin ich dadurch definitiv nicht. Andersrum kam dann bei mir die Frage: Wenn ich soviel Geld spare kann ich dann nicht auch an der Arbeit sparen? Und schlussendlich war es so, dass die erwerbsmäßige Arbeit mich eingeschränkt, nicht aber der Konsumverzicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Frantek vor 17 Stunden vor 6 Stunden von Physics: An die Privatiers hier in der Runde. Wie war für Euch die Umstellung der Zeit des aktiven Einkommens (als Angestellter oder Selbständiger) hin zu passivem Einkommen (Rente und/oder Depot)? Eher im Hinblick der Einflussnahme auf das Einkommen, die in der aktiven Zeit ja höher ist. War das ein Thema? Der frühe Ausstieg war lange geplant und ich habe ca. 2 Jahre vorher angefangen, mir eine Exceltabelle mit den laufenden Ausgaben anzulegen. Als ich dann gesehen habe, dass die laufenden Ausgaben ohne Dividendeneinkünfte schon allein aus Mieteinkünften voll gedeckt waren und noch etwas übrigblieb, ging ich ganz entspannt in die Privatier-Phase über. Wir haben das vorher wie @Schlumich gehalten und nicht entsprechend nach unserem Einkommen gelebt. Konnten uns aber alles leisten, was wir „wollten“. Wenn man jahrelang zu den Spitzenverdienern gehört und mit den Ausgaben auf Niveau eines Gutverdieners schon „gut“ leben kann, finde ich das nicht verwerflich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 17 Stunden · bearbeitet vor 17 Stunden von LongtermInvestor vor 11 Minuten von Frantek: Der frühe Ausstieg war lange geplant und ich habe ca. 2 Jahre vorher angefangen, mir eine Exceltabelle mit den laufenden Ausgaben anzulegen. Als ich dann gesehen habe, dass die laufenden Ausgaben ohne Dividendeneinkünfte schon allein aus Mieteinkünften voll gedeckt waren und noch etwas übrigblieb, ging ich ganz entspannt in die Privatier-Phase über. Wir haben das vorher wie @Schlumich gehalten und nicht entsprechend nach unserem Einkommen gelebt. Konnten uns aber alles leisten, was wir „wollten“. Wenn man jahrelang zu den Spitzenverdienern gehört und mit den Ausgaben auf Niveau eines Gutverdieners schon „gut“ leben kann, finde ich das nicht verwerflich. Absolut nachvollziehbar. Diese Fälle sind aber auch keine wirkliche Herausforderung für FI-Überlegungen :-) und ohne Frage ist das Ausgabenniveau und Sparquote auf den Jahren vor FI schon entscheidend. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini vor 15 Stunden vor 8 Stunden von Schlumich: Ich wundere mich, dass man mit so einem Thema 194 Seiten füllen kann, ohne wirklich neue Dinge zu erörtern. Die Diskussion dreht sich im Kreis. Was wundert dich das? 1. Ist jedes Leben anders und jeder hat ein anderes Vermögen, andere Rentenansprüche, eine andere Lebenssituation (Ehepartner, Single, Kinder, keine Kinder), das kann man schlecht mit einem pauschalen Vorgehen abdecken. 2. Gibt es durch Cederburg und Co immer neue Berechnungen mit unterschiedlichen Ergebnissen. 3. Ist der eine Optimist, der auch mit einer moderaten Pleitequote leben kann, der andere Pessimist, der selbst in der Weltwirtschaftskrise gut leben wollte im Alter. 4. Der eine wünscht sein Vermögen aufzubrauchen, andere wollen es vererben (die with zero usw.). Keiner kennt den anderen genau und seine Situation, daher treffen unterschiedliche Ansätze aufeinander: Selbstständiger vs. Rentner vs. Pensionär. Im Endeffekt macht jeder es so, wie er es für richtig hält. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 13 Stunden vor 4 Stunden von Holgerli: Das mag jetzt sicherlich ein sehr übertriebenes Beispiel sein, aber wo hörst Du auf mit "sich einschränken? - Mietwohnung vs. Eigentum? Eigentumswohnung vs. Haus? Reihenhaus vs. freistehendes EFH? - Fahrrad vs. Motorrad? Motorrad vs. Auto? Polo vs. C-Klasse? - Economy-Klasse vs. Premium-Economy vs. Business-Class vs. 1st Claas? Ich schränke mich ein. Ich würde lieber im Penthouse für 2 Million wohnen als in meiner Wohnung Ich würde gerne mal mit dem Segelschiff in die Antarktis und einen Parabelflug machen, habe ich beides aus Kostengründen erstmal zurück gestellt Ich würde super gerne ins Weltall fliegen, kann mir das zu den heutigen Konditionen aber unmöglich leisten Selbst das Gewächshaus in meinem Schrebergarten ist ein Kompromiss. Ich hab eins für 1000€ gekauft statt für 5000€, das besser gewesen wäre. Im Zug fahre ich meist 2. Klasse, obwohl ich 1. Klasse angenehmer finde, usw, usf... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag