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Finanzielle Unabhängigkeit

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LongtermInvestor

wieso muss eigentlich jeder zweite Diskussion mit persönlichen "Befindlichkeiten" gefüllt werden.  Verstehe ich nicht.

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Schlumich
· bearbeitet von Schlumich
vor 35 Minuten von LongtermInvestor:

wieso muss eigentlich jeder zweite Diskussion mit persönlichen "Befindlichkeiten" gefüllt werden.  Verstehe ich nicht.

Hast Recht. Danke.

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
Am 13.1.2026 um 08:31 von dev:

Du hast das noch nie gelebt und somit schränkst du dich nicht ein, sondern hast Wünsche, welche oberhalb deines Einkommens liegen.

Teils. Teils. Manches ist nicht oberhalb meiner Einkommensmöglichkeiten, sondern nur oberhalb meines Budgets. Manches hab ich mir auch schon geleistet, das ist halt logischerweise nicht aufgelistet. manches kommt vielleicht später mal.

 

Geld über Jahrzehnte beiseite zu legen und auf Konsum zu verzichten ist halt notwendige für FIRE aus eigner Kraft.

 

Offenbar gibt es aber auch Leute, die sich wirklich ohne Ausnahme sofort alles leisten können, was sie gerne hätte und die auch nicht mal von unrealistischen Wünschen träumen. Da gehöre ich nicht dazu. Ich hätte  ggf. auch eine Verwendung für 1 Milliarde Euro.

 

"Brauchen" tu ich das zum guten Leben nicht.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 11 Minuten von Cepha:

.. Ich hätte  ggf. auch eine Verwendung für 1 Milliarde Euro.

Mit dieser Ansicht mußt du dich wohl täglich einschränken. ^^

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Cepha
Am 13.1.2026 um 10:46 von Bolanger:

Kann man diese Diskussion nicht komplett vermeiden wenn man annimmt, dass die Grundversorgung die allgemeinen Bedürfnisse deckt? Alles, was darüber hinaus geht sind persönliche Wünsche, die man individuell bewerten muss, Und das macht natürlich jeder anders.

Naja, bei firE gibt es ja den Teil vor der Rente.

Da muss man sich selber um die Grundversorgung kümmern.

Und für mich die ganz schwer kalkulierbare Komponenten der Kranken- und Pflegeversicherung.

 

Das ist schon heute bei mir die mit Abstand größte Konsumposition (ausgehen vom Bruttolohn) und ich habe da null Kontrolle darüber, die Ausgaben bestimmen hier andere.

 

Und dann ist die Frage, ob die Rente in 10, 20, 30 Jahren wirklich die Grundversorgung abdecken kann. Ich rechne/hoffe für mich mit 1000€ Nettorente + KV/PV durch Transferzahlungen, was einer signifikanten Rentenkürzung im Vergleich zu heute bedeutet andere halten das für abgrundtief pessimistisch / inakzeptabel. Als Mieter in München würde es die Grundversorgung heute schwerlich abdecken können. Da bliebe dann nur das WG-Zimmer.

vor 1 Minute von dev:

Mit dieser Ansicht ist mußt du dich wohl täglich einschränken. ^^

Was eben meine Kernaussage ist: Sich finanziell einzuschränken ist der Normalzustand. Das Niveau unterscheidet sich halt.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 9 Minuten von Cepha:

Was eben meine Kernaussage ist: Sich finanziell einzuschränken ist der Normalzustand. Das Niveau unterscheidet sich halt.

Mit seinem Einkommen auszukommen ist der Normalzustand und Luxus ist, wenn am Monatsende Geld übrig bleibt.

 

... was für ein Glück das mein Konsum- und Neidgen unterentwickelt ist.

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Cepha
vor 20 Stunden von Lazaros:

Die spannende Frage: Wieviel hätte man durch den jetzigen Nichtkauf in 30 Jahren mehr an Vermögen - theoretisch und praktisch?

 

Und da greift das Butterbrezen-Paradox.

Währen meiner Arbeitszeit kaufte ich mir täglich zur Kaffeepause eine Butterbreze beim Bäcker gegenüber - aktueller Preis 2€.

Eine Kollegin, wies mich daraufhin, dass wenn ich die Breze beim Discounter auf dem Weg zur Arbeit kaufe und mit Butter aus dem Kühlschrank selbst bestreiche, dadurch ca. 30€ mtl. sparen würde.

Wenn ich die 30€ monatlich in einen MSCI World stecke mit 7% langfristiger Rendite, wären das in 30 Jahren rund 35000€ mehr auf dem Konto. https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

 

Soweit die reine Rechnung.

In der Realität macht die Einsparung kleiner Dinge aber nichts aus. Das wurde in einigen Studien bewiesen, die aber statt mit Butterbrezen mit Starbucks-Kaffebechern rechnen.

Warum ist das so?

Weil mans nicht einspart, sondern idR für was anderes ausgibt.

 

Angenommen ich spare im Monat 1000€, indem ich die Summe am Monatsanfang aufs Depot packe.

 

Den Rest gebe ich dann halt aus. Wenn ich bei den Butterbrezen spare, greife ich halt öfter beim Räucherlachs im Supermarkt zu oder kaufe bei der nächsten Gelegenheit den teureren TV, wenn das Girokonto eh überquillt.

 

Funktionieren würde es (bei mir), wenn man durch Fertigbutterbrezenverzicht dann die Sparquote tatsächlich von 1000€ auf 1030€ erhöhen würde. Das dürfte eher unüblich sein, nehme ich an.

 

Umgekehrt ist das Sparen in diesen Fällen auch sehr einfach. Man entscheidet das einfach über die Sparquote am Monatsanfang. Der Rest ergibt sich dann schon. (natürlich nur in einem Bereich, indem Konsumverzichten noch möglich ist)

 

 

Gerade eben von dev:

Mit seinem Einkommen auszukommen ist der Normalzustand und Luxus ist, wenn am Monatsende Geld übrig bleibt.

 

... was für ein Glück das mein Konsumgen unterentwickelt ist.

Nein, das ist kein Luxus, sondern idR bewusster Konsumverzicht.

 

Der weitaus größte Teil der deutschen spart Geld von Einkommen  und verzichtet dafür auf Konsum im hier und jetzt.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 14 Minuten von Cepha:

Nein, das ist kein Luxus, sondern idR bewusster Konsumverzicht.

Nur weil Geld da ist, brauche ich noch lange keine neuen Güter.
Wenn ich Güter brauche, freue ich mich, das Geld da ist.

 

Bei dir scheint das genau umgedreht zu sein, denn du mußt am Monatsanfang Geld sparen.

 

Bei mir ist am Monatsende Geld übrig, einfach schon weil ich nur kaufe was ich brauche und nicht auf Vorrat was im Angebot sein soll.

Ich schau mir auch keine Angebote von Dingen an, welche ich nicht brauche - was ich nicht weis macht mich nicht heiß.

 

Ein Vorteil könnte sein, das wir, seit wir von zu Hause ausgezogen sind, kein TV haben und auch so, wenig Werbung konsumieren.
Die Kinder haben sehr früh gelernt, das man DVDs, Videos und Internet sehr zielgerichtet nutzen kann, dadurch wurden sie auch nicht durch Werbung versaut.

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Bolanger
vor 42 Minuten von dev:

Die Kinder haben sehr früh gelernt, das man DVDs, Videos und Internet sehr zielgerichtet nutzen kann, dadurch wurden sie auch nicht durch Werbung versaut.

das übernehmen dann die Peers, die Deinen Kindern schon zeigen, welche Klamotten man zu haben hat ;-)

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dev
vor 12 Minuten von Bolanger:

das übernehmen dann die Peers, die Deinen Kindern schon zeigen, welche Klamotten man zu haben hat ;-)

Zum Glück ist das an ihnen vorbei gegangen, sie machen teilweise ihre Klamotten selbst bzw. individualisieren diese und in was man selbst viel Zeit gesteckt hat, trägt man auch länger.

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Schwachzocker
vor einer Stunde von Cepha:
vor 22 Stunden von Lazaros:

Soweit die reine Rechnung.

In der Realität macht die Einsparung kleiner Dinge aber nichts aus. Das wurde in einigen Studien bewiesen, die aber statt mit Butterbrezen mit Starbucks-Kaffebechern rechnen.

Warum ist das so?

Weil mans nicht einspart, sondern idR für was anderes ausgibt...

 

So ist es! Es geht nicht um eine Butterbrezen oder um einen Kaffeebecher, sondern es geht um den Wunsch zu konsumieren.

Ich weiß genau, wieviel Geld ich im Monat oder in der Woche ausgebe. Und das wird halt auch weiterhin ausgegeben.

Stelle ich fest, dass ich etwas gespart und daher kurz vor Ultimo noch relativ viel Geld in der Tasche habe, dann freue ich mich und gebe es fröhlich aus.

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timk
· bearbeitet von timk

Einschränken ... verzichten ... träumen

 

Jeder hat anderes Vorstellungen wie es für einen selbst zu definieren ist. Das hat es für mich bedeutet und bedeutet es größtenteils auch weiterhin:

 

Einschränken

 

Einschränken geht für mich teilweise schon in Richtung "vom Mund absparen".

Es würde bedeuten im täglichen Leben günstigere Entscheidungen zu treffen. Hauptsächlich bei Lebensmitteln. Ich könnte das billigere Olivenöl, günstigeren Käse, billigeren Kaffee usw kaufen. Eine Zeitlang auf dem Heimweg fast täglich an einer schönen Location in ein Cafe gesetzt. Hätte ich einschränken können, aber Kleinigkeiten immer gegönnt. 

 

Verzichten

 

Verzichten bedeutet für mich, dass ich es mir leisten könnte / hätte leisten können, ich aber ganz bewußt darauf verzichtet habe. Oft verbunden mit der Fragestellung, ob es unbedingt sein muss. Verzichten betrifft in der Regel größere Ausgaben, wie Urlaub.

 

Verzichtet habe ich tatsächlich teilweise, um meine Sparquote zu halten. Das hat bedeutet, eine Hotelklasse niedriger tut es auch. War eher mit mehr Aufwand bei der Suche verbunden, um ein adäquates Hotel zu finden. Neben der Sparquote ist der innere Geiz, das Geld nicht sinnlos auszugeben, ein weiterer Antrieb.

Ein weiteres Beispiel ist eine Uhr. Ich habe mir immer mal wieder in Auslagen schöne Uhren angesehen, aber da hat sich schnell der Kopf gemeldet und gesagt, dass ich eine Uhr nicht brauche. Mein Smartphone ist seit Jahren meine Uhr.

Als die Entscheidung gefallen war Rentenpunkte zu kaufen, habe ich ganz bewußt öfters auf Urlaub verzichtet, War der jährliche Bonus mal wieder geringer, dann gab es nicht 3x Urlaub im Jahr, aber mindestens 1x.

Verzicht auf ein Auto. Irgendwann gab es mal die Entscheidung, dass ich es im täglichen Leben nicht wirklich benötige.

 

Träumen

 

Träume sind Dinge, die ich mir ohnehin nie leisten kann oder unter Anstrengung vielleicht einmalig. Ich halte Träume für wichtig, aber nicht rein materielle, abgehobene Träume wie die Villa, Privatjet, dickes Auto, 1st Class Flüge.

 

Ob und zu kann man sich vielleicht "kleinere" Träume erfüllen. So wie ich mir vor Jahren einen Langstrecken Business Class Flug im A380 mit Emirates gegönnt habe. War schon immer ein Traum, den ich mir erfüllen konnte. Finanzell noch machbar, aber aus rein finanzeller Sicht totaler Irrsinn. Ein besonderes Erlebnis, das aber nur besonders bleibt, weil es nicht der Regelfall ist. Sonst nutzt sich der Traum ab und verblasst.

Erreichbare Träume, die ich mir über die Jahre noch erfüllen werde, sind längere Fernreisen.

 

 

 

 

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Wishmueller
vor einer Stunde von timk:

Einschränken ... verzichten ... träumen

 

Schöner Beitrag, in dem ich mich teilweise wiederfinde..... auch wenn man das ja kaum zugeben mag...... :-*

 

vor einer Stunde von timk:

Neben der Sparquote ist der innere Geiz, das Geld nicht sinnlos auszugeben, ein weiterer Antrieb.

 

Das zum Beispiel trifft auf mich auch zu. Aber wer würde sich selber schon als "geizig" bezeichnen? Aber dieses Gefühl, bei Ausgaben zu überlegen "brauche ich das jetzt wirklich?" ist mir dann schon sehr vertraut. Kann ich leider nicht abstreiten..... 

 

vor einer Stunde von timk:

Ob und zu kann man sich vielleicht "kleinere" Träume erfüllen. So wie ich mir vor Jahren einen Langstrecken Business Class Flug im A380 mit Emirates gegönnt habe. (...) Ein besonderes Erlebnis, das aber nur besonders bleibt, weil es nicht der Regelfall ist. Sonst nutzt sich der Traum ab und verblasst.

 

Weiteres gutes und vertrautes Beispiel. Man spricht in diesem Zusammenhang ja auch von "Erinnerungsdividende", die eigentlich wertvoller ist als die Investition in materielle Dinge.

 

In den 1990er Jahren war ich im Fanclub einer Rockband, wir sind da dann hinterhergereist, teilweise 6-8 Konzerte in einem Jahr besucht. Heute kann ich mich an einzelne Orte oder Konzerte gar nicht mehr erinnern, nur noch an wenige Highlights..... ;)

 

Seitdem mir das bewusst ist, gehe ich nur noch sehr selektiv auf Konzerte, im besten Fall etwas, das ich vorher noch gar nicht gesehen haben. Dieses Jahr zum Beispiel erstmals im großen Saal der Elbphilharmonie, seit Jahren einer meiner "Träume". Gab bisher nur nicht den passenden Act (Klassik ist nicht so meines), aber dieses Jahr klappt es dann endlich. Und da spielt der Preis für "beste Plätze" auf einmal auch keine Rolle mehr..... :)

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Schwachzocker
vor 22 Minuten von Wishmueller:

Seitdem mir das bewusst ist, gehe ich nur noch sehr selektiv auf Konzerte, im besten Fall etwas, das ich vorher noch gar nicht gesehen haben. Dieses Jahr zum Beispiel erstmals im großen Saal der Elbphilharmonie...

Geniale Sparmaßnahme! Man schaut sich dasselbe Konzert nicht mehr 10-20mal an, sondern nur noch 3-4x. 

Ich denke, da musst Du Dir um Deine finanzielle Freiheit keine großen Sorgen machen.

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