Der Heini Donnerstag um 19:17 · bearbeitet Donnerstag um 19:17 von Der Heini vor 3 Stunden von s1lv3r: Freiheit" ist daher eine Utopie, die es in dem Sinne gar nicht gibt und dementsprechend ist es auch kein Problem Rentenpunkte zu kaufen, Förderungen mitzunehmen oder sonst wie darauf zu vertrauen, dass die meisten der in der Vergangenheit abgegebenen gesellschaftlichen Versprechen auch eingehalten werden. Auch wenn es mich nicht betrifft, aber es gibt doch derzeit viele Diskussionen zur Rente, die gibt es bei Aktien nicht. Steuern können bei beiden erhoben oder erhöht werden, da steckt man nicht drin. Aber bei den Rentenbeiträgen ist man voll auf den Staat angewiesen, da kann man nicht auf andere Dinge umverlagern, da man keinen Zugriff hat. Aktien könnte man ins Ausland verlagern, ob der Staat das völlig unterbinden kann, weiß man nicht genau. Kurz: Man ist bei eigenem Vermögen schon flexibler als bei der GRV. Ist wieder mal eine subjektive Einstellung, habe mich damals gegen den Staat und seine Unplanbarkeit entschieden und es bisher nicht bereut. Hoffen wir aufs Beste. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 08:59 · bearbeitet Freitag um 09:00 von Cepha vor 19 Stunden von Norica: Nein, auch eine Wohnung oder ein Haus geben keine Sicherheiten @Cepha, selbst wenn das noch so optimiert gekauft wurde. Denn Immobilien sind immobil. Das ist keine Wertung deiner Entscheidung, sondern nur meine derzeitige Ansicht. Bitte nicht falsch verstehen Unter Standardannahmen (also höchste Rendite an den Kapitalmärkten) wirft mich der Immobilienkauf finanziell merklich zurück. Da braucht man nix schön rechnen. Im Grunde ist meine Entscheidung damit gefallen, FIRE aufzugeben. Ich habe mich entschieden, mein Geld mehr im hier und jetzt zu nutzen und weniger darauf zu fokussieren, möglichst "früh" in meinen 50ern nicht mehr arbeiten zu müssen. Dafür waren drei Gründe ausschalggebend: 1. Ich wollte sowieso aus meiner jetzigen (billigen) Wohnung ausziehen aus Gründen, die nicht in meiner Macht liegen 2. Ich habe 2025 probeweise doppelten Urlaub (unbezhalt) genommen und für mich war das ein Augenöffner. Das war eine Verbesserung meiner Lebensqualität in jeder erdenklichen Hinsicht um Welten, bis hin zu massiver Verbesserung meines körperlichen Zustands. (Gewicht und Fitness). 2026 nehme ich jetzt Teilzeit und taste mich da ran. 3. Ich gehe davon aus, dass die Kosten für KV/PV massivst steigen werden und die Auszahlungen für die Renten in der heutigen Höhe nicht fortgestzt werden. Außerdem gehe ich davon aus, dass es für leute mit Vermögen erhebliche Zusatzabgeban geben wird. Vielleicht irre ich mich, aber in meiner Wahrnehmung in der deutschen Gesellschaft ist das Eigenheim heiliges Vermögen und Kapital an der Börse ist böser Kapitalismus, der umverteilt werden muss (etwas plakativ, aber ich denke es trifft den kern). Dazu die extrem unsichere Weltlage. Ich fühle mich wohler mit diversifiziertem Vermögen. Für die Zeit des "Renteneintritts" kann ich mir z.B. folgende durchschnittliche Geldströme gut vorstellen, nur so ganz grob: 40% Entnahmen aus einem Aktienlastigen Depot mit Beimischung von Anleihen und Gold (das wären heute so 400-500k Depotvermögen, mehr, falls die Steuern und Abgaben deutlich steigen) 30% gesetzliche Rente (ich rechne nur mit netto grob 1000€ in heutiger Kaufkraft für ~45 Rentenpunkte als Eckrentner + KV/GV, ich weiß, für viele ist das unvorstellbar pessimistisch. Wenn es besser läuft soll es mir auch recht sein, damit kalkulieren will ich nicht) 20% Einsparung durch Immobilienbesitz im Vergleich zur Miete (die habe ich ziemlich teuer erkauft) 10% sonstiges (bAV, festverzinsliche Anlagen, Verbrauch von "Cash"-Vermögen, etc) Wenn das so klappt würden mich einzelne Fehlannahmen z.B. bei Rentenhöhe, Depotentwicklung, Inflation, Mietmarkt etc. nicht schlimm treffen. Der Preis dafür ist, dass ich erstmal nicht finanziell unabhängig werden kann. Ich muss weiter arbeiten. Mein zweites Experiment für 2026 ist mal auszuprobieren, wie mir das Leben mit 2000€/Monat (ohne Miete) so zusagt. Bisher gebe ich so 3000€/Monat (mit Miete) aus und das ist ein finanziell gutes Leben für mich. Wenn das mit weniger klappt hätte das bei den o.g. Parametern ganz enorme Auswirkungen. Das ist ja nicht linear. --- Mit welchen Entwicklungen rechnet ihr bei den künftigen Kosten für KV/PV? Ich rechne da mit +4%/Jahr (bei allgemeiner Inflation von +2%/Jahr) und in langen Zeitreihen haut das schon rein. Aber mittelfristig erscheint mir das eher zu optimistisch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r Freitag um 10:29 vor einer Stunde von Cepha: Mein zweites Experiment für 2026 ist mal auszuprobieren, wie mir das Leben mit 2000€/Monat (ohne Miete) so zusagt. Bisher gebe ich so 3000€/Monat (mit Miete) aus und das ist ein finanziell gutes Leben für mich. Wenn das mit weniger klappt hätte das bei den o.g. Parametern ganz enorme Auswirkungen. Das ist ja nicht linear. Das mit dem Frugalismus ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite kann dem der nicht viel braucht und nicht viel hat weniger weggenommen werden (Steuerfreiheit des Existenzminimums und so), auf der anderen Seite ist naturgemäß der Puffer für nachteilige Entwicklungen mit einem Frugalismus-Budget natürlich sehr viel kleiner ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 11:19 · bearbeitet Freitag um 11:29 von Cepha Ich will ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie das mit weniger Geld ablaufen würde. Derzeit gebe ich so 3000€/Monat aus (davon entfallen künftig 500€ Hausgeld vs. Warmmiete) und habe auch immer mit 3000€/Monat für FIRE kalkuliert, aber ich kaufe halt auch sehr viel eigentlich unnötigen Kram, schlichtweg weil ich es kann. Das wird mir jetzt bei den Vorbereitungen auf dem Umzug und dem Aussortieren der Besitztümer nochmal intensiver bewusst, wieviel von dem, was ich so kaufe eigentlich so gut wie nie oder seit Jahren manchmal auch garnicht benutzt habe. Vielleicht kann ich da ja wirklich nochmal 500€/Monat einsparen, ohne es bei der Lebensqualität großartig zu merken. Mein künftiges Hausgeld ist 300€/Monat, ein wirklich minimalistisch-frugales Leben wäre da wohl so bei 1000€ im Monat, da bin ich mit dem Experiment 2000€ im Monat noch sehr weit davon entfernt. Luft nach unten ist immer :-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Freitag um 11:28 vor 2 Stunden von Cepha: m Grunde ist meine Entscheidung damit gefallen, FIRE aufzugeben. Ich habe mich entschieden, mein Geld mehr im hier und jetzt zu nutzen und weniger darauf zu fokussieren, möglichst "früh" in meinen 50ern nicht mehr arbeiten zu müssen. Hier‑und‑Jetzt‑Strategie kombiniert mit Vermögensaufbau halte ich für sinnvoll und zielführend. Viel Erfolg beim „Spending“! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Freitag um 14:34 · bearbeitet Freitag um 16:08 von Holgerli vor 4 Stunden von Cepha: ...aber ich kaufe halt auch sehr viel eigentlich unnötigen Kram, schlichtweg weil ich es kann. Darf ich Dir zu der Themenstellung zwei Filme empfehlen, die mir seinerzeit die Augen geöffnet haben? "My Stuff - Was brauchst du wirklich?" Gibt es bei Amazon in der Leihe für 3,99 Euro. Dauert 80 Minuten- Ich hatte ihn in schlechter Qualität und Auto-Übersetzung aber auch auf YT gefunden. Ist die reale Dokumentation eines Finnen, der über 100 Tage herausgefunden hat, was er an Zeug wirklich braucht. "Minimalismus: Weniger ist jetzt" Ist eine Netflix-Film mit 60 Minuten oder so. Ist von Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus. Die beiden kann man googeln. Sind sehr bekannt (zumindest in den USA). Hat mich dazu bewogen, intensiv über das Thema nachzudenken, meine halbe Wohnung auszumisten und meine Konsumausgaben um mindestens 50% zu senken (und die Waren vorher schon nicht hoch). Was mir geholfen hat war eine "Konsumliste". Da muss man dann wirklich 100%ig ehrlich sein. Da trage ich Ausgaben wirklich Centgenau ein: Erschreckend fand ich, wieviel Kohle für den oberen roten Kasten rausging, ohne das ich es wirklich genutzt habe. Die 5 Zeilen "Konsum 1 bis 5" sind für nicht näher spezifiziertes Zeug. Ich bin bisher mit 5 Zeilen ausgekommen, da auch hier habe ich kritisch hinterfragt was ich ausgebe Kann bei dir vollkommen anders sein. Nur so als Anregung, die bei mir funktioniert hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Freitag um 14:53 vor 3 Stunden von Cepha: Ich will ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie das mit weniger Geld ablaufen würde. Derzeit gebe ich so 3000€/Monat aus (davon entfallen künftig 500€ Hausgeld vs. Warmmiete) und habe auch immer mit 3000€/Monat für FIRE kalkuliert, aber ich kaufe halt auch sehr viel eigentlich unnötigen Kram, schlichtweg weil ich es kann. Eine vorübergehende Senkung der Konsumausgaben könnte ein falsches Bild geben, wenn Du einen Teil der Ausgaben einfach nur schiebst. Es ist wichtig, das selbstkritisch zu machen. vor 3 Stunden von LongtermInvestor: Hier‑und‑Jetzt‑Strategie kombiniert mit Vermögensaufbau halte ich für sinnvoll und zielführend. Viel Erfolg beim „Spending“! Das sehe ich genauso. Es muss die Mischung stimmen. Statt diesem "entweder" "oder" mehr auf das beste aus beiden Welten zielen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin Freitag um 15:04 vor 10 Minuten von Sapine: Eine vorübergehende Senkung der Konsumausgaben könnte ein falsches Bild geben, wenn Du einen Teil der Ausgaben einfach nur schiebst. Es ist wichtig, das selbstkritisch zu machen. Das habe ich auch sofort gedacht. Machst du das nur ein paar Monate, holst du einige Ausgaben sicher schnell nach. Es müsste schon ziemlich lang, 1 Jahr oder so sein. Ich würde mich nicht auf 2.000€ fixieren, sondern einfach versuchen Impulskäufe zu unterlassen, indem ich die Kaufidee nicht sofort umsetze. Und keine unnötigen Ausgaben wie mehrere Streamingangebote parallel, das geht auch gut nacheinander. Aber sich freiwillig zu sehr einzuschränken, so dass es weh tut, finde ich auch verkehrt. Glückwunsch zum Immokauf, das hätte ich auch so gemacht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Freitag um 15:11 vor 21 Minuten von Holgerli: Was mir geholfen hat war eine "Konsumliste". Da muss man dann wirklich 100%ig ehrlich sein. Da trage ich Ausgaben wirklich Centgenau ein: Ein Haushaltsbuch zu führen ist m.E. immer eine gute Idee.... Ob es ganz so kleinteilig und cent-genau sein muss, ist dann eher eine "persönliche Geschmacksfrage". Wichtiger ist, es -in welcher Form auch immer- auch langfristig durchzuhalten. Ich hab' vor 10 Jahren damit angefangen, nicht, weil das Geld knapp war (....oder ich schon von "finanzieller Freiheit" geträumt hätte....) sondern weil ich einfach wissen und festhalten wollte, wofür die Kohle weggeht. "Über" war damals schon jeden Monat was, das war also nicht der Grund. Arbeite mit dem 2015 selbgebastelten Template heute immer noch. Unterteile das in fixe Kosten (Daueraufträge Miete, KV, Sonstige Versicherungen, u.v.a.) und variable Kosten (Lebensmittel, E-Ziggi, Benzin, u.v.a.), für alle Posten gibt es ein Jahres- und Monats-Budget, dagegen laufen dann unterjährig die Ist-Werte und dann weiß ich am Monatsende immer, wo ich stehe. Funktioniert gut für mich. Da ich immer noch soweit es möglich ist "Barzahler" bin, muss ich ich diese Barbeträge halt "in Kladde" mitschreiben, um sie dann am Monatsende den Töpfen zuzuordnen. Also als Beispiel für gestern: 31 € Einkauf; 20 € Neo Sticks, 46 € Tanken. Da ich nur gerundete Euro manuell aufschreibe, gibt es beim Soll-Ist-Abgleich am Monatsende in Summe immer leichte Differenzen, so 3-5 Euro. Wenn die Differenz deutlich größer wird, habe ich beim mitschreiben mal was vergessen, kommt hin und wieder auch mal vor. Kommt dann in die Scheibenspalte "Sonstige".... Nur mal so als Beispiel. Wer überwiegend "mit Karte" zahlt, der kann das ja über csv-Import auch anders und eleganter lösen. Hatte das auch mal probiert, machte aufgrund meines hohen Cash-Anteils für mich dann aber keinen Sinn. vor 7 Minuten von Turmalin: Ich würde mich nicht auf 2.000€ fixieren, sondern einfach versuchen Impulskäufe zu unterlassen, indem ich die Kaufidee nicht sofort umsetze. Da gab' es doch im Netz mal den Tipp, seinem "Kaufimpuls" erst nach 3 Tagen nachzugeben, weil erst dann braucht man es wirklich..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ Freitag um 15:29 · bearbeitet Freitag um 15:33 von sedativ vor 58 Minuten von Holgerli: Was mir geholfen hat war eine "Konsumliste". Da muss man dann wirklich 100%ig ehrlich sein. Da trage ich Ausgaben wirklich Centgenau ein: Erschreckend fand ich, wieviel Kohle für den oberen roten Kasten rausging, ohne das ich es wirklich genutzt habe. Ein guter Weg! Die meisten Leute merken gar nicht, mit wieviel unnützem, teurem, hässlichem und schädlichem Müll sie Haus, Umwelt, Körper, Kopf und Konto belasten. Bei mir schlägt dein oberer Kasten mit exakt null Euro zu Buche. Tesla-, Lotto- und Conputerspielereien brauche ich auch nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nostradamus Freitag um 16:20 vor 1 Stunde von Holgerli: Erschreckend fand ich, wieviel Kohle für den oberen roten Kasten rausging, ohne das ich es wirklich genutzt habe. Der Klassiker bei solchen Abomodellen, vor allem, wenn man sich zum Jahresabo durchgerungen hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 18:52 vor 3 Stunden von Turmalin: Und keine unnötigen Ausgaben wie mehrere Streamingangebote parallel, das geht auch gut nacheinander. Ich habe schon mal kein einziges Streamingangebot. :-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica Freitag um 19:51 vor 5 Stunden von Holgerli: Darf ich Dir zu der Themenstellung zwei Filme empfehlen, die mir seinerzeit die Augen geöffnet haben? "My Stuff - Was brauchst du wirklich?" Gibt es bei Amazon in der Leihe für 3,99 Euro. Dauert 80 Minuten- Ich hatte ihn in schlechter Qualität und Auto-Übersetzung aber auch auf YT gefunden. Ist die reale Dokumentation eines Finnen, der über 100 Tage herausgefunden hat, was er an Zeug wirklich braucht. "Minimalismus: Weniger ist jetzt" Ist eine Netflix-Film mit 60 Minuten oder so. Ist von Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus. Die beiden kann man googeln. Sind sehr bekannt (zumindest in den USA). Hat mich dazu bewogen, intensiv über das Thema nachzudenken, meine halbe Wohnung auszumisten und meine Konsumausgaben um mindestens 50% zu senken (und die Waren vorher schon nicht hoch). Was mir geholfen hat war eine "Konsumliste". Da muss man dann wirklich 100%ig ehrlich sein. Da trage ich Ausgaben wirklich Centgenau ein: .... Also der Typ mit den 100 Tagen, dass finde ich viel zu wenig. Mach mal lieber 3-5 Jahre, dann ist es "drinnen" und geht nicht mehr so leicht weg. Eine Konsumliste (oder auch Haushaltsbuch) finde ich persönlich auch eine sehr gute Idee. Meine ist inzwischen Jahrzehnte lang und wäre noch länger, wenn ich mein altes AMIGA-Zeug noch hätte. Es ist gar nicht so das Vergleichen von Wochen, Monaten oder Jahren. Das Tun und das Wissen warum macht schon 50%. Aus der Liste von oben könnte ich fast alles streichen. Nicht weil ich es mir nicht leisten könnte oder zwanghaft spare, ich brauche es schlicht und einfach nicht. Trotzdem sammelt sich immer wieder ausreichend Zeug, von dem ich später denke, warum hast Du das gekauft? Es muss wohl jeder seinen persönlichen Weg finden, wie und ob er sein "Leben" trackt"... SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES Freitag um 20:04 Mein Bruder lebt sicherlich auch leicht frugal angehaucht, nur auf Rolex steht er. Aber die werden auch nicht weniger Wert, insofern kann man die eigentlich auch rausrechnen. Er hat sich ne Flowchart gemacht. Gan bekomme ich das nicht mehr hin, aber so nach dem Motto: Brauche ich das Wirklich und wieso gings bisher ohne -> Kann ich das gebraucht kaufen -> Kann ich es selber machen -> Gibts das bei lokalen Hersteller/Anbieter -> ... Was dann in der Regel dazu fuehrt, dass er weniger aber gute Sachen hat. Manchmal uebertreibt er es aber auch bissi, wenn er Kleinanzeigen abgrast. Aber prinzipiell stimme ich da ueberein, lieber weniger/gute Sachen. Was mir (vor langer Zeit) geholfen hat: - Ich hatte ne ganze Zeit lang in einer kleinen Butze in Muenchen gewohnt, jedes Teil, was neu angeschafft wurde hatte zur Folge, dass ein altes Teil gehen musste. Ging nicht anders. Da reisst man sich auch zusammen, weil man liebgewonnenes nicht abgeben will oder halt braucht. - War viel auf Reisen und habe "mein Leben" in einen Reisekoffer mit 30kg gepackt. Da optimiert man schon an alle Ecken und jedes Teil hat in der Regel mehrere Aufgaben. Zuhause lebt man natuerlich nicht aus dem Koffer, aber das Mindset macht Sinn. Man hat ja viel zu viele Staubfänger Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics Freitag um 20:11 Gerade eben von PEOPLES: Manchmal uebertreibt er es aber auch bissi, wenn er Kleinanzeigen abgrast. Die "Gefahr" besteht halt, das Geld gar nicht mehr auszugeben und zu Sparen um des Sparens willen. Das löst sich in den wenigsten Fällen später auf. Ist dann schwierig auch mal großzügig zu sein. Sei es bei Geschenken, Trinkgeld oder zu sich selbst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli gestern um 02:28 Uhr vor 6 Stunden von Norica: Also der Typ mit den 100 Tagen, dass finde ich viel zu wenig. Mach mal lieber 3-5 Jahre, dann ist es "drinnen" und geht nicht mehr so leicht weg. Vermutlich hast Du den Film gar nicht gesehen und nur nach meinem einen Satz beurteilt. Er hat in den hundert Tagen damit angefangen und die Reise begonnen. Der Film und der die Doku auf Netflix waren zwar nicht die Initialzündung für mich, hatten aber schon einen erheblichen Einfluss, dass sich seit 2020 mein Konsumverhalten sehr deutlich geändert habe. vor 6 Stunden von Norica: Aus der Liste von oben könnte ich fast alles streichen. Nicht weil ich es mir nicht leisten könnte oder zwanghaft spare, ich brauche es schlicht und einfach nicht. Ich habe ja nur die erste Spalte mit den Einträgen gezeigt. Die Monate sind in den folgenden Spalten abgetragen. Und in vielen Monaten steht bei vielen Punkten schlicht und ergreifend 0,00. Ich fand es halt für mich bloß gut, mal zu sehen wie viel Geld für so "Kleckerbeträge" insgesamt draufgeht. Weil 10 Euro hier, 12 Euro da, 15 Euro dort läppern sich halt auch. vor 6 Stunden von Norica: Trotzdem sammelt sich immer wieder ausreichend Zeug, von dem ich später denke, warum hast Du das gekauft? Genau, deswegen habe ich auch noch eine "Zählliste". Habe ich mal während Corona aus Langeweile gemacht. Ist sozusagen meine persönliche Inventurliste meines Haushaltes. vor 6 Stunden von Norica: Es muss wohl jeder seinen persönlichen Weg finden, wie und ob er sein "Leben" trackt"... Ja, das stimmt. Ich habe die Version vorgestellt, die für mich funktioniert hat und weiterhin funktioniert. vor 6 Stunden von PEOPLES: Er hat sich ne Flowchart gemacht. Gan bekomme ich das nicht mehr hin, aber so nach dem Motto: Brauche ich das Wirklich und wieso gings bisher ohne -> Kann ich das gebraucht kaufen -> Kann ich es selber machen -> Gibts das bei lokalen Hersteller/Anbieter -> ... Was dann in der Regel dazu fuehrt, dass er weniger aber gute Sachen hat. Manchmal uebertreibt er es aber auch bissi, wenn er Kleinanzeigen abgrast. Das ist ein cooles Konzept. Muss ich mir auch mal überlegen ob ich das so mache. Bezüglich Kleinanzeigen: Es gibt Sachen die man gut auf Kleinanzeigen kaufen kann. Als ich unser Haus flächendeckend mit Internet und WLAN ausgestattet habe, habe ich mit 6 Fritzboxen gekauft, die im Mesh sowohl WLAN als auch LAN-Ports zur Verfügung stellen. Jede hat mich unter 80 Euro gekostet und funktionieren tun die heute noch. Es macht auch Spass solche Projekte zu starten, unabhängig von der Ersparnis. vor 6 Stunden von Physics: Die "Gefahr" besteht halt, das Geld gar nicht mehr auszugeben und zu Sparen um des Sparens willen. Das löst sich in den wenigsten Fällen später auf. Ist dann schwierig auch mal großzügig zu sein. Sei es bei Geschenken, Trinkgeld oder zu sich selbst. Ich weiss nicht, ob die Gefahr so ausgeprägt ist. Sicherlich wird es fälle geben wo das dauerhaft so bleibt. Ich habe das am Anfang auch so gemacht, binnen 24 Monaten habe ich dann aber ein Feeling bekommen, was gut läuft und was übertrieben war und heute glaube ich, ist es, für mich persönlich, ein gut gutes Gesamtkonzept. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES gestern um 10:10 Uhr vor 13 Stunden von Physics: Die "Gefahr" besteht halt, das Geld gar nicht mehr auszugeben und zu Sparen um des Sparens willen. Das löst sich in den wenigsten Fällen später auf. Ist dann schwierig auch mal großzügig zu sein. Sei es bei Geschenken, Trinkgeld oder zu sich selbst. Gebe ich dir Recht, die Gefahr sehe ich, aber auch bei allen anderen, welche die Sparraten ganz nach vorne stellen. Er gibt das Geld fuer andere Sachen aus (Biometzger, etc) und wird wohl demnaechst in Teilzeit gehen, die abbezahlte Butze in Muenchen hilft da schon. So nen kleiner Spleen mit Kleinanzeigen bleibt allerdings, scheint so ne Art Hobby zu sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics gestern um 10:32 Uhr · bearbeitet gestern um 12:43 Uhr von Physics vor 2 Stunden von PEOPLES: So nen kleiner Spleen mit Kleinanzeigen bleibt allerdings, scheint so ne Art Hobby zu sein. Das kenn ich von mir selbst und das ist immer eine Gratwanderung (nachträglich korrigiert). Wir zumindest werden nie so richtig auf Verbrauchen umstellen können. Daher denke ich jetzt eher in Richtung vorzeitigen Ruhestand und Teilzeit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros gestern um 12:41 Uhr · bearbeitet gestern um 12:41 Uhr von Lazaros vor 2 Stunden von Physics: Das kenn ich von mir selbst und das ist immer eine Gradwanderung. Zitat https://www.dwds.de/wb/Gratwanderung Vorgehensweise, bei der schon ein kleiner Fehler [d] großes Unheil auslösen kann Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics gestern um 12:43 Uhr · bearbeitet gestern um 12:46 Uhr von Physics vor 4 Minuten von Lazaros: Danke für den Hinweis. Edit: Dialektischer Einfluss Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 gestern um 17:33 Uhr vor 15 Stunden von Holgerli: Der Film und der die Doku auf Netflix waren zwar nicht die Initialzündung für mich, hatten aber schon einen erheblichen Einfluss, dass sich seit 2020 mein Konsumverhalten sehr deutlich geändert habe. Aufgrund einer Dokumentation auf Netflix auf die Idee zu kommen Netflix zu kündigen, ist ein cooler Treppenwitz - danke dafür. Am 9.1.2026 um 11:29 von s1lv3r: Das mit dem Frugalismus ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite kann dem der nicht viel braucht und nicht viel hat weniger weggenommen werden (Steuerfreiheit des Existenzminimums und so), auf der anderen Seite ist naturgemäß der Puffer für nachteilige Entwicklungen mit einem Frugalismus-Budget natürlich sehr viel kleiner ... Ich verstehe Deine Aussage nicht. Mit Frugalismus spart man doch umso mehr also hat man doch einen recht großen Puffer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros gestern um 19:04 Uhr Meine Privatiers-Gedanken zu der zuletzt hier geführten Diskussion um "finanzielle Unabhängigkeit" durch extreme Sparsamkeit: Wer ständig seine Ausgaben nachrechnen muss, um überhaupt halbwegs über die Runden zu kommen, der ist als Privatier sicher nicht finanziell frei, sondern das Gegenteil. Das Leben dreht sich bei diesen Personen nur noch ums Geld und zwar viel mehr als bei den Menschen, die einem geregelten gut bezahlten Beruf nachgehen. Was für mich einen wahren Privatier ausmacht, ist in folgendem Artikel gut beschrieben: "Privatiers, Dilettanten, Müßiggänger" Von Axel Braig und Ulrich Renz https://www.arbeits-wahn.de/downloads/Ulrich_Renz_Privatiers_Dilettanten_Muessiggaenger.pdf Zitat Gleich zu Beginn unserer Reise treffen wir auf eine Gestalt, die heute kaum noch existiert: den Privatier. Dass der Privatier einstmals ein angesehenes, ja geehrtes Mitglied der Gesellschaft war, lässt sich anhand der Spuren rekonstruieren, die er hinterlassen hat, beispielsweise auf einer Gründungsurkunde der Bibliothek der Universität Tübingen: „Stipendienstiftung, errichtet 1881 von Friedrich Wilhelm Breitling, Privatier in Oberesslingen“. Erst mit dem Niedergang des Adels geriet der Privatier in Verruf und wurde fortan als Schmarotzer abgetan. Das demokratische 20. Jahrhundert mit seinen Fortschritts-, Volks- und Arbeiterparteien machte ihm dann endgültig den Garaus. So gründlich ist er außer Mode gekommen, dass heutzutage selbst Millionenerben oder Angehörige steinreicher Adelshäuser, die es nicht nötig hätten, einen Finger krumm zu machen, sich als Geschäftsleute ausgeben. Wo früher selbstbewusst das Wort Privatier auf der Visitenkarte oder dem Grabstein prangte, versteckt man sich heute hinter Tüchtigkeit suggerierenden Etiketten wie Geschäftsführender Vorstandsdirektor der Stiftung XY. Seltsamerweise geht jedoch noch heute ein Zauber von der Gestalt des Privatiers aus, ein ganz besonderes Flair. Vielleicht wirkt sie so faszinierend, weil sie gerade die Eigenschaft verkörpert, die unserer Zeit so offenkundig fehlt – eine Tugend, die der Historiker Iring Fetscher einmal die „adlig-feudale Fähigkeit zu kultivierter Muße“ genannt hat. Aber - was ist eigentlich ein Privatier? Natürlich denkt man beim Wort Privatier zuallererst an das, was er einmal war: den reichen Hochwohlgeborenen, den Edelmann mit Silberstock und Zylinder. Den Millionenerben, der seine Tage bei der Jagd vertändelt. Wenn wir uns hier für den Privatier stark machen, so meinen wir jedoch gerade diesen Typen nicht. Was wir meinen, ist seine moderne Reinkarnation. Unser Privatier definiert sich nicht über seinen Kontostand. Wir können ihn uns sehr wohl ohne dickes Scheckbuch vorstellen, als Sozialhilfeempfänger, Teilzeitjobber oder Arbeitslosen, warum nicht? Was ihn interessant macht, ist nicht seine materielle, sondern seine geistige Unabhängigkeit, die ihm erlaubt, das zu tun, wozu er sich berufen fühlt. Er geht so seinem Beruf im ursprünglichen Wortsinn nach, einem Beruf, der nichts mit einer vorgegebenen Karriere zu tun hat, sondern mit den eigenen Träumen. Der Privatier muss sich durch keine Position, Profession oder Possession auszeichnen. Er ist das Gegenbild zu der verkrampften Figur des Berufsmenschen, der sein Leben hergibt, um sich einen Platz in der Gesellschaft zu sichern, und dessen Selbstbewusstsein in erster Linie auf seiner Nützlichkeit als Leistungsträger fußt, auf seiner Potenz als Produzent oder Konsument. Der Privatier dagegen ist ein Mensch, der seine Identität und Rechtfertigung zuallererst aus seinem Mensch-Sein gewinnt, und auf dieser Basis das unternimmt, was für ihn wichtig und richtig ist. Wenn er aus Neigung oder Not eine Arbeit hat, bleibt sein eigentliches Sein davon ungerührt. Er lässt sich nicht von seiner Arbeit beherrschen, sondern sieht in ihr ein Werkzeug, mit dem er sich die materielle Basis seines Lebens schafft. Die Arbeit ist ihm Lebensmittel, aber nicht den Lebensmittelpunkt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Flughafen gestern um 19:55 Uhr vor 23 Stunden von Physics: Die "Gefahr" besteht halt, das Geld gar nicht mehr auszugeben und zu Sparen um des Sparens willen. Das löst sich in den wenigsten Fällen später auf. Ist dann schwierig auch mal großzügig zu sein. Sei es bei Geschenken, Trinkgeld oder zu sich selbst. Warum ist das gefährlich? Muss man zu sich und anderen großzügig sein? Oder reicht es, wenn man mit sich und anderen im Frieden lebt? Muss man die Großzügigkeit unbedingt in Geld messen? Irgendwie haben mich die Ratschläge und die Zeit, die mir andere Leute geschenkt haben, mehr beeindruckt, als ihr Geld. vor 1 Stunde von Peter23: Ich verstehe Deine Aussage nicht. Mit Frugalismus spart man doch umso mehr also hat man doch einen recht großen Puffer. War auch mein Gedanke. Der Puffer entsteht mit Frugalismus sogar doppelt. Einmal als Rücklagen und einmal als Differenz zwischen den aktuellen Lebenskosten und den maximal Möglichen. Meistens hat man wahrscheinlich beide Puffer, aber das muss nicht sein. Mein zweiter Puffer wurde vor ca. 2-3 Jahren geschlossen, die Inflation und steigende Ausgaben fürs zweite Kind haben die Ausgaben auf die Höhe des Arbeitseinkommens gehievt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller gestern um 21:27 Uhr vor 1 Stunde von Lazaros: Meine Privatiers-Gedanken zu der zuletzt hier geführten Diskussion um "finanzielle Unabhängigkeit" durch extreme Sparsamkeit: Wer ständig seine Ausgaben nachrechnen muss, um überhaupt halbwegs über die Runden zu kommen, der ist als Privatier sicher nicht finanziell frei, sondern das Gegenteil. Also es gibt auch nicht wenige, die selbst mit Job ständig ihre Ausgaben nachrechnen müssen. nur um über die Runden zu kommen..... Da fände ich persönlich das gleiche Szenario -nur ohne abhängige Beschäftigung- ja schon mal einen gewissen "Fortschritt"..... Ich habe schon mit (überdurchschnittlich bezahltem) Job keine "großen Ansprüche" gehabt, das hat sich ohne Job bisher nach 18 Monaten nicht verändert. Von daher passt das für mich so wie es jetzt ist. Letztlich definiert diese "finanzielle Freiheit" vermutlich jeder anders. Wer sagt, dass das erst der Fall ist, wenn man auch nicht mal mehr (nach)rechnen muss..... der braucht dann halt "etwas mehr".... Für mich der einzige Unterschied zu vorher: ein "geregeltes Einkommen" (in welcher Form auch immer) macht das "rechnen" generell bedeutend einfacher. Am Kapitalmarkt kauft man sich -trotz aller langfristigen statitischen Erfahrungen- eben ein gewisses Maß an Unsicherheit/Volatilität mit ein, die man ggfls. dann auch aushalten muss oder - wenn man das nicht kann - den sicheren Anteil erhöhen (was aber ggfls. die Reichweite entsprechend verkürzt). Viel mehr Unterschiede sehe ich da nicht. vor 2 Stunden von Lazaros: Das Leben dreht sich bei diesen Personen nur noch ums Geld und zwar viel mehr als bei den Menschen, die einem geregelten gut bezahlten Beruf nachgehen. In irgendeiner Forums-Signatur stand der schöne Satz: "Eine Stunde über Geld nachdenken bringt mehr als eine Stunde für Geld zu arbeiten." Fand ich sehr treffend formuliert. Ja, ich muss mir Gedanken machen, wie ich mich jetzt und in Zukunft ganz oder teilweise selbst finanziere, das ist richtig. Aber das ist defintiv kein "full time job".... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 23 Stunden · bearbeitet vor 23 Stunden von dev Wer am Monatsende/Jahresende weniger Ausgaben als Einnahmen hat, ohne etwas lebenswichtiges zu vermissen, ist meiner Meinung nach, finanziell Frei. Jeder baut sein Hamsterrad, für manche sind die anderen zu klein und für andere manche zu groß. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag