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dev - mein Depot

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Cef
Posted

Ich war gerade mal wieder in den Tiefen des Forums unterwegs: 

 

Wenn ganz offensichtlich meine Hinweise nicht gehört werden

(zB Folge 86 und 100 https://rationalreminder.ca/podcast-directory)

 

lohnt sich vielleicht das Lesen eines Threads,

den ich gerade mal wieder besucht habe:

Schinzilord

 

Insbesondere, aber nicht nur, die Einleitung in #1

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dev
Posted · Edited by dev

Quelle

vor 1 Stunde von Cef:

Ich war gerade mal wieder in den Tiefen des Forums unterwegs: 

 

Wenn ganz offensichtlich meine Hinweise nicht gehört werden

(zB Folge 86 und 100 https://rationalreminder.ca/podcast-directory)

 

lohnt sich vielleicht das Lesen eines Threads,

den ich gerade mal wieder besucht habe:

Schinzilord

 

Insbesondere, aber nicht nur, die Einleitung in #1

 

Zitat

Quelle

Diversifikation ist ein Schutz gegen Unwissenheit. Sie ist wenig sinnvoll, wenn man weiß was man tut.

Wenn man weiß, wie man Unternehmen analysiert und Unternehmen bewertet, ist es verrückt, 50 oder 40 oder 30 Aktien zu besitzen, weil es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht so viele wunderbare Unternehmen gibt, die für einen einzelnen Menschen verständlich sind.

Ein wunderbares Geschäft zu haben und dann sein Geld in Nummer 30 oder 35 auf der Attraktivitätsskala zu setzen statt mehr Geld in Nummer eins zu stecken, kommt Charlie und mir einfach als Wahnsinn vor.

Und eigentlich missachte ich Punkt 3 seit Jahren!

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Schwachzocker
Posted

Inwiefern schützt Diversifikation gegen Unwissenheit?

Ich betreibe selbst Diversifikation und bin noch immer unwissend. 

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dev
Posted
vor 17 Minuten von Schwachzocker:

Inwiefern schützt Diversifikation gegen Unwissenheit?

Ich betreibe selbst Diversifikation und bin noch immer unwissend. 

Genau darum.

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Cef
Posted · Edited by Cef

Lieber Dev,

ich schreibe deshalb in Deinem Thread, weil er für mich quasi 

eine Blaupause ist für die Anlagestruktur einiger Anleger, die mich gelegentlich um Rat fragen.

 

Deshalb also nochmal ein Versuch:

Ich möchte nochmals erläutern, warum Du (mMn !) sehr wahrscheinlich auf dem Holzweg bist, und nicht nur Du. 

 

Es wäre aber schön, wenn Du nicht umgehend alles wieder verwirfst, oft bereits nach Minuten, also ohne ds Du zB den verlinken Podcast (Dauer ca 1h) überhaupt anhören konntest, geschweige denn darüber in Ruhe nachdenken konntest.

 

Also erstmal Bestandsaufnahme: 

Du hast vor Jahren eine Aktie gründlich analysiert und bist zum Ergebnis gekommen das sie kaufenswert ist. Diese Aktie hat sich in den folgenden Jahren wirklich als Rakete gezeigt und Dir weit überdurchschnittliche Gewinne gebracht.

Daher hast Du auch nachgekauft und sie erheblich übergewichtet. Sixt Vz.

In den letzten zwei Jahren entwickelte sich die Aktie zwar nicht mehr so gut, aber Du hältst Ihr trotzdem die Treue. 

Letztlich weil Du nichts findest, was Dir besser/ lohnenswerter/ erfolgversprechender etc erscheint.

Soweit korrekt?

 

Bitte ggf korrigieren, danach mache ich weiter, wenn Du einverstanden bist. 

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Der T
Posted
vor 8 Stunden von Schwachzocker:

Inwiefern schützt Diversifikation gegen Unwissenheit?

Ich betreibe selbst Diversifikation und bin noch immer unwissend. 

Noch mal genau lesen...vielleicht (nach etwas nachdenken) verstehst Du die Aussage.

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dev
Posted · Edited by dev
vor 8 Stunden von Cef:

Also erstmal Bestandsaufnahme: 

Du hast vor Jahren eine Aktie gründlich analysiert und bist zum Ergebnis gekommen das sie kaufenswert ist. Diese Aktie hat sich in den folgenden Jahren wirklich als Rakete gezeigt und Dir weit überdurchschnittliche Gewinne gebracht.

Daher hast Du auch nachgekauft und sie erheblich übergewichtet. Sixt Vz.

In den letzten zwei Jahren entwickelte sich die Aktie zwar nicht mehr so gut, aber Du hältst Ihr trotzdem die Treue. 

Letztlich weil Du nichts findest, was Dir besser/ lohnenswerter/ erfolgversprechender etc erscheint.

Soweit korrekt?

 

Bitte ggf korrigieren, danach mache ich weiter, wenn Du einverstanden bist. 

Nein, deine Bestandsaufnahme ist nicht korrekt.

 

Die ersten paar Sixt Vz hatte ich 98 viel zu teuer gekauft (damals war ich noch so wie einige hier unterwegs).

Zur Jahrtausendwende hatte ich das Buch Buffettology gelesen und meine Strategie geprägt und nachhaltig beeinflußt.

 

2000 habe ich dann mehrmals aus meiner Analyse heraus, ins fallende Messer gegriffen, so das ich dann am Jahresende bei 22% Depotanteil angekommen war.

2001 ist Sixt noch preiswerter angeboten worden und ich hatte noch mal richtig zugegriffen ( +50 der Anteile ), somit lag ich am Jahresende bei 33% Depotanteil.

2008 habe ich den letzten Kauf veräußert ( Depotanteil 2007 70%, 2008 44%).

Somit habe ich nur noch die bis 2000 gekauften Aktien ( LIFO, weil der letzte Kauf den niedrigsten Kurs hatte ) und seit 2001 keine weiteren Nachkäufe.

 

Die Firma entwickelte sich in den letzten zwei Jahren sehr gut, 2019 war wieder ein ATH-Gewinn ( wenn man den Verkauf von DriveNoe 2018 ausklammert ).

 

Wenn wir mal übers Corona-Jahr hinaus schauen, dann sehe ich es als sehr wahrscheinlich an, das Sixt weiterhin gute Gewinnsteigerungen erwirtschaften wird, da ist es für mich völlig irrelevant, das andere ihre Aktien auf den Markt werfen.

 

Hier die Nettogewinnentwicklung:

17-06-_2020_07-20-31.jpg.3636aeeb88579e18c0a02c208cd0418b.jpg

 

Und hier die KGV-Entwicklung:

17-06-_2020_07-22-13.jpg.cb0910f05c2ab3a0d92a9cc391579b95.jpg

 

Wie man sieht, ist das KGV aktuell unter dem von 2000/2001.

Somit würde ich preiswerter verkaufen, als ich investiert habe, obwohl der Markt im Durchschnitt teurer sein soll als damals.

 

Solange das langfristige Gewinnwachstum, trotz Krisen nicht fällt oder das KGV außerhalb einer Krise nicht extrem hoch sein sollte, sehe ich keine Veranlassung meine Firmenanteil zu veräußern.

 

Kostolany beschrieb es mal sehr treffend:

Zitat

Mit der Wirtschaft und der Börse verhält es sich wie mit dem Mann und seinem Hund beim Spaziergang. Der Mann läuft langsam und gleichmäßig weiter. Der Hund läuft vor und zurück. Aber beide bewegen sich in die gleiche Richtung. Der Mann ist die Wirtschaft, der Hund die Börse.

Die meisten hier, konzentrieren sich auf den Hund, ich auf den Spaziergänger und ich freue mich, wenn dieser vorwärts kommt und mir von seinen Erfolgen xx% als Dividende überweist.

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Cef
Posted · Edited by Cef

Man kann also sagen, das Du seit ca 2000 eine durchgängige Strategie, angelehnt an Buffet hast?

Und Du bist seit damals so überzeugt vom Geschäftsmodell, der Unternehmensführung und von der Bewertung von Sixt, das Du letztlich deswegen stetig überdurchschnittlich hoch investiert geblieben bist?

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dev
Posted
vor 3 Minuten von Cef:

Man kann also sagen, das Du seit ca 2000 eine durchgängige Strategie, angelehnt an Buffet hast?

Und Du bist seit damals so überzeugt vom Geschäftsmodell, der Unternehmensführung und von der Bewertung von Sixt, das Du letztlich deswegen stetig überdurchschnittlich hoch investiert geblieben bist?

Ja, das würde ich so unterschreiben.

Allerdings hab ich auch noch die Dividenden schätzen gelernt, das ist so in diesem Buch nicht enthalten und die hatte ich damals auch noch als wi(n|t)zig gefunden.

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Cef
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Ok, noch zwei Fragen, dann muss ich los:

 

Warum hast Du 2008 verkauft?

Und wieso hast Du nicht x-beliebige Aktien verkauft sondern rechnest das als  LIFO?

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dev
Posted · Edited by dev
vor 15 Minuten von Cef:

Warum hast Du 2008 verkauft?

Damals hab ich mich mit so einem Klumpenrisiko nicht so wohl wie heute gefühlt.

Dennoch habe ich das seltene Ereignis genutzt, daß die St und die Vz den selben Kurs hatten, ich hab getauscht und dann habe ich den schnelleren Aufschwung der St genutzt, verkauft und dann aber in anderes investiert bzw. Kapital entnommen.

Zitat

Und wieso hast Du nicht x-beliebige Aktien verkauft sondern rechnest das als  LIFO?

Die aktuell gehaltenen Aktien hatten ein Kaufschnitt von 7,60, die letzten sind für 3 ins Depot gefallen - FIFO hätte den Schnitt gesenkt und würde alles noch besser aussehen lassen.

Desweiteren wollte ich meinen zu teuren Kauf weiterhin als Mahnung im Depot sehen, der war sehr sehr lange im Minus!


Aber selbst dieser Kauf ist bei 5,5% p.a. angekommen, aber der SDAX leigt bei 5,83%p.a. - schon immer etwas besser

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herbert_21
Posted · Edited by herbert_21

Was ich nicht verstehe, Cef, wenn es für dev eine erfolgreiche Strategie war und ist, was ist daran für dich so schwer zu akzeptieren?

 

Wenn du meinst, dass es ein Holzweg ist, und du nicht daran glaubst, muss es deswegen nicht für dev so sein. Mal davon abgesehen, dass man über beträchtlich Sitzfleisch verfügen muss, um eine derart langfristige Rendite einzufahren.

 

Es gibt nicht die "eine" Strategie die zum Erfolg führt. Und selbst Anhänger des marktneutralen Investierens mit maximaler Diversifikation würden nicht ausschließen, dass einzelne mit einem konzentrierten Portfolio mehr Erfolg haben. Weil die ganzen Theorien alles nur Wahrscheinlichkeiten sind, und eben keine "naturwissenschaftlichen" Gesetze. Man könnte es auch Glück oder, je nach Ansicht, auch das Glück des Tüchtigen nennen.

 

Meiner Erfahrung nach sind die Theoretiker sogar die schlechteren Investoren, aber das führt jetzt am Thema vorbei.

 

Aus dem verlinkten Thread von Schinzolord, Mr Jones schreibt:

Zitat

Das einzige Problem, das ich hierbei sehe ist folgendes: Wenn schon Nobelpreisträger und regalmeterlange wissenschaftliche Literatur es nicht schaffen die Damen und Herren Privatinvestoren zu überzeugen, dann schaffst du das auch nicht, egal, wie viele schöne Grafiken du bastelst.

Jedem das Seine!

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Cef
Posted · Edited by Cef

@herbert und @dev:

Absolut richtig, SIXT überzugewichten war eine bisher eine (sogar sehr) erfolgreiche Strategie.

Ich hab ebenfalls um die Jahrtausendwende so investiert, viele Titel analysiert und investiert, aber keiner lief so wie Sixt.

Glückwunsch. Und Dev bleibt immer auskunftsbereit und entspannt!

Auch keine Selbstverständlichkeit mehr im Forum.

 

Es geht uns allen ja darum, unser Geld möglichst (sicher und) rentabel anzulegen:

Zitat

„ ... denn ich würde Sixt veräußern wenn ich eine bessere langfristig rentierende Anlage finden würde.“

 

Wir sind uns sicher einig, das der Befund der Vergangenheit nicht automatisch der Befund in der Zukunft ist.

Wie definierst Du dann ex ante „langfristig rentierend“?

 

Und woran machst Du die erwartete Rentabilität Deiner Aktien-Auswahl in der Zukunft fest: Kurs? Dividende? Kurs+Dividende? 

Anders formuliert: Woran bewertest Du einmal (in der Zukunft), ob Deine Entscheidung heute richtig war?

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dev
Posted · Edited by dev
vor 1 Stunde von Cef:

Es geht uns allen ja darum, unser Geld möglichst (sicher und) rentabel anzulegen:

Sicherlich.

Zitat

Wir sind uns sicher einig, das der Befund der Vergangenheit nicht automatisch der Befund in der Zukunft ist.

Das ist auch korrekt, aber auch dir mal bei Ariva diverse Kompakte Jahresüberschüsse an.

Da gefällt mir Sixt erst einmal besser als die Dt.Bank - das kann sich natürlich ändern, aber wer hat schon eine Glaskugel.

Zitat

Wie definierst Du dann ex ante „langfristig rentierend“?

Am besten so weit wie möglich, denn um so länger der betrachtete Zeitraum, umso mehr Krisen wurden bewältigt.

Zitat

Und woran machst Du die erwartete Rentabilität Deiner Aktien-Auswahl in der Zukunft fest: Kurs? Dividende? Kurs+Dividende? 

Anders formuliert: Woran bewertest Du einmal (in der Zukunft), ob Deine Entscheidung heute richtig war?

Umsatzwachstum, Gewinnwachstum und das möglichst gleichmäßig steigend.

Das kann man sich dann über diverse Zeiträume auf eine Steigerung p.a. herunterbrechen und mit der Allgemeinheit vergleichen.

 

Und dann für die nächsten x Jahre wieder hoch ( Glaskugel ).

Das rundet man dann ordentlich ab.

Wenn die langfristige Rendite höher als der Markt ist, muß man sich Gedanken machen, ob das Busineß weiter laufen könnte.

( Kodak hat den Sprung in die digitale Fotografie verschlafen, RWE hat an Atomstrom festgehalten, obwohl RotGrün den Ausstieg beschlossen hatten, usw. )

 

Wenn man also bei 10% p.a. landet, ist man schon mal über den Schnitt von 7-8%p.a. - somit fallen schon mal einige weg.

Jetzt muß man natürlich schauen, ob sich das Investment vom Preis her lohnt!?

 

Jetzt schaut man, welche KGV-Range in der Vergangenheit bezahlt wurde und nimmt das niedrigste, um auf einen eventuellen Zielkurs in x Jahren zu kommen.

Und dann kann man sich seine Glaskugelrendite ausrechnen.

 

(( Glaskugelgewinn * niedrigstes KGV ) / aktuellen Kurs ) ^( 1/ Jahre )

Und genau hier fallen dann viele Firmen raus, meist die die gerade Hip sind.

 

Das ist natürlich alles Galskugel, aber wenn eine Firma über mehrere Jahrzehnte und diversen Krisen gut gewirtschaftet hat, ist es wahrscheinlicher das dies wieder so sein wird, als bei einer neuen Firma die das selbe versucht. ( Aber es gibt auch Ausnahmen, Suchmaschinen vs. Google )

 

Jetzt muß man jedes Jahr/Quartal nur noch schauen, ob die Glaskugelrendite des Jahresgewinns mit der realen Gewinnrendite übereinstimmt und gegebenenfalls neu rechnen oder gar rauswerfen.

Bei Gewinneinbrüchen, muß man schauen, "Ist das ein Einmalereignis" oder wird es Normalität.

 

Falls die Firma auch noch Dividende* ausschüttet, kommt das oben drauf, was auf langer Sicht einen erheblichen Beitrag zur Rendite werden kann.

Meist steigt die Dividende mit dem Gewinn und stellt somit ein gewissen Aufschüttungsanteil des Gewinns da.

 

@Cef ich bin nicht so ein sonderlich guter Schreiber, deshalb würde ich dir das Buch empfehlen, ist aber leider selten ein Schnäppchen, weil es seit 2000 nicht mehr gedruckt wird.

 

Und noch mal zur Dividende. Die sehe ich inzwischen als realisierte Kursgewinne ( exDiv-Kurs ), die mir keiner mehr nehmen kann, denn ein Aktienkurs kann auf minimal 0 fallen.

Aber wenn der Jahresgewinn um langfristig 10% p.a. steigt und davon xx% ausgeschüttet werden, steigt meine Dividende auch um 10% p.a. - somit hat man eine Wertanlage mit einer Anfangsdividendenrendite mit 10% p.a. steigend.

 

P.S. Und ganz wichtig, immer alle Unternehmenskennzahlen fürs Unternehmen und je Aktie berechnen, denn manche sehen schlecht aus, weil man einen Split vergessen hat und andere ganz toll, obwohl stetig die Anzahl der Aktien verwässert wurde oder das fast ein Schneeballsystem ist, weil die Kapitalerhöhung für die Dividende genutzt wird.

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Totti3004
Posted
vor 14 Stunden von Cef:

Ich möchte nochmals erläutern, warum Du (mMn !) sehr wahrscheinlich auf dem Holzweg bist, und nicht nur Du. 

Und was soll das bringen? Missionarischer Eifer? Langeweile?

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Cef
Posted · Edited by Cef
vor 1 Stunde von Totti3004:

Und was soll das bringen? Missionarischer Eifer? Langeweile?

Oh, wenn das hier im Forum nicht mehr ausreichend wäre würde es aber einsam werden.

 

Neinnein, keine Angst. Bei mir kommt in allen Beiträgen schon noch Arroganz und Narzissmus dazu.

Und bei Dir?

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Totti3004
Posted
vor 7 Stunden von Cef:

Und bei Dir?

Auch. War nur interessehalber. 

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Cef
Posted · Edited by Cef
vor 21 Stunden von dev:

 

Zitat

Wie definierst Du dann ex ante „langfristig rentierend“?

Am besten so weit wie möglich, denn um so länger der betrachtete Zeitraum, umso mehr Krisen wurden bewältigt.

Zitat

Und woran machst Du die erwartete Rentabilität Deiner Aktien-Auswahl in der Zukunft fest: Kurs? Dividende? Kurs+Dividende? 

Anders formuliert: Woran bewertest Du einmal (in der Zukunft), ob Deine Entscheidung heute richtig war?

Umsatzwachstum, Gewinnwachstum und das möglichst gleichmäßig steigend.

Das kann man sich dann über diverse Zeiträume auf eine Steigerung p.a. herunterbrechen und mit der Allgemeinheit vergleichen.

Und dann für die nächsten x Jahre wieder hoch ( Glaskugel ).

Das rundet man dann ordentlich ab.

Wenn die langfristige Rendite höher als der Markt ist, muß man sich Gedanken machen, ob...

...

Jetzt muß man natürlich schauen, ob sich das Investment vom Preis her lohnt!?

...

Jetzt schaut man, welche KGV-Range in der Vergangenheit bezahlt wurde und nimmt das niedrigste, ...

Und dann kann man sich seine Glaskugelrendite ausrechnen.

 

(( Glaskugelgewinn * niedrigstes KGV ) / aktuellen Kurs ) ^( 1/ Jahre )

Und genau hier fallen dann viele Firmen raus, meist die die gerade Hip sind.

 

Das ist natürlich alles Galskugel, aber wenn eine Firma über mehrere Jahrzehnte und diversen Krisen gut gewirtschaftet hat, ist es wahrscheinlicher das dies wieder so sein wird, als bei einer neuen Firma die das selbe versucht. ...

 

Jetzt muß man jedes Jahr/Quartal nur noch schauen, ob die Glaskugelrendite des Jahresgewinns mit der realen Gewinnrendite übereinstimmt und gegebenenfalls neu rechnen oder gar rauswerfen.

Bei Gewinneinbrüchen, muß man schauen, "Ist das ein Einmalereignis" oder wird es Normalität.

 

Falls die Firma auch noch Dividende* ausschüttet, kommt das oben drauf, was auf langer Sicht einen erheblichen Beitrag zur Rendite werden kann.

 

 

Ganz grob vereinfacht und zusammengefasst verwendest Du also in etwa die Daten die Ariva zur Verfügung stellt, verarbeitest sie auf diese Art und prognostizierst dies mit etwas Bauchgefühl & Glaskugel in die Zukunft.

 

Ich nehme an das Du Deine Allokation regelmäßig überprüfst, sagen wir mal jährlich oder bei konkreten Anlässen:Auf diese Art und Weise hast Du Dich seit langem für eine Übergewichtung von Sixt entschieden, und tust dies seit Jahren immer wieder neu?

vor 21 Stunden von dev:

 

@Cef ich bin nicht so ein sonderlich guter Schreiber, deshalb würde ich dir das Buch empfehlen, ist aber leider selten ein Schnäppchen, weil es seit 2000 nicht mehr gedruckt wird.

Keine Angst, ich hatte das Buch damals auch gelesen.

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dev
Posted · Edited by dev
vor 16 Minuten von Cef:

Ganz grob vereinfacht und zusammengefasst verwendest Du also in etwa die Daten die Ariva zur Verfügung stellt, verarbeitest sie auf diese Art und prognostizierst dies mit etwas Bauchgefühl & Glaskugel in die Zukunft.

Ariva ist nur eine Datenquelle und eine, welche ich hier verlinken kann.

Zitat

Ich nehme an das Du Deine Allokation regelmäßig überprüfst, sagen wir mal jährlich oder bei konkreten Anlässen:Auf diese Art und Weise hast Du Dich seit langem für eine Übergewichtung von Sixt entschieden, und tust dies seit Jahren immer wieder neu?

Ja, genau, wenn es neue Quartals- bzw. Jahresberichte gibt, schaue ich in meine Prognosetabelle und trage die erzielten Daten ein und überprüfe, ob die Kennzahlen von Sixt weiterhin im Soll liegen.

Wenn nicht, so wirds 2020 sein, warte ich aufs Folgejahr.

 

Somit entscheide ich mich mehrmals im Jahr, gegen ein Verkauf.

 

Bei der Schnellfilterung der BO-Daten, freue ich mich natürlich, wenn bei den Kaufkandidaten immer wieder mal die Sixt Vz auftauchen.

Zitat

Keine Angst, ich hatte das Buch damals auch gelesen.

Hmm, scheinbar hat es nicht den Eindruck wie bei mir hinterlassen.

Aber es kommt wahrscheinlich auch drauf an, was man vorher gelesen hat und welche Erkenntnisse man vorher gesammelt hat.

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Cef
Posted

Nun, initial hat mich das Buch ebenfalls beeinflusst.

Und noch eine ganze Anzahl weiterer Bücher davor und danach.

 

Ich habe mit fast den gleichen Parametern a la’ Ariva, mit Filtern  und der „Bauch-Glaskugel-Technik“  

versucht die Perlen zu finden und jahrelang auch ganz zufrieden vor mich hingewurstelt.

Auch die veröffentlichten Geschäftszahlen (Bilanzen) habe ich zT versucht zu lesen, bin aber fachfremd.

 

So oder ähnlich machen das hier im Forum viele.

 

Im Grunde war ich mit diesen wenigen, simplen Parametern und der Bauch-Glaskugel-Technik mal besser, mal schlechter als der Markt. Bei allerdings sehr hoher Volatilität.

Das Glück eine Fa. zu finden die sich nach der Auswahl und dem Kauf dann so entwickelt hat wie Sixt hatte ich nicht.

Und wegen der potentiellen Volatilität hätte ich sie dann wohl auch nicht übergewichtet.

 

Worauf führst Du zurück, das Du unter Deinen Kauf-Kriterien Sixt gefunden und gekauft hast?

Die Parameter, die Du verwendest, und die auch ich und andere verwenden, sind ja öffentlich zugängliche Daten.

Hast Du noch weitere besondere Qualifikationen?

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dev
Posted
vor 2 Minuten von Cef:

So oder ähnlich machen das hier im Forum viele.

Den Eindruck habe ich nicht, kann aber auch sein das die ETFler lauter sind.

vor 2 Minuten von Cef:

Im Grunde war ich mit diesen wenigen, simplen Parametern und der Bauch-Glaskugel-Technik mal besser, mal schlechter als der Markt. Bei allerdings sehr hoher Volatilität.

Das Glück eine Fa. zu finden die sich nach der Auswahl und dem Kauf dann so entwickelt hat wie Sixt hatte ich nicht.

Und wegen der potentiellen Volatilität hätte ich sie dann wohl auch nicht übergewichtet.

Ich habe die Vola einfach akzeptieren gelernt.

Wenn ich mir "überlege/errechne" das eine Firma in 10 Jahren ihren Gewinn auf x steigern wird, im Plan liegt und ich zu einem günstigen Kurs gekauft habe, wieso sollte mich ein Kursverfall nervös machen?

 

Somit hat die Vola den Vorteil, das man ab und zu, die erfolgreichen Investments preiswerter ins Depot legen kann.

 

vor 2 Minuten von Cef:

Worauf führst Du zurück, das Du unter Deinen Kauf-Kriterien Sixt gefunden und gekauft hast?

Die Parameter, die Du verwendest, und die auch ich und andere verwenden, sind ja öffentlich zugängliche Daten.

Ich glaube das finden wird überbewertet, das dabei bleiben ist wichtiger.

Sixt hab ich nicht gefunden, sondern ich hatte 2 Jahre vorher schon Sixt gekauft, als sichere Anlage*.

 

Damals hatte ich mit OS erfolgreich gezockt und sehr viel Gewinn gewonnen. Gewonnen, weil das aber auch ein Jahr war, in dem man fast nichts falsch machen konnte.

(*Sicherer? Jedenfalls sicherer als das was ich damals getan hatte.)

 

Somit hatte ich das Buch genutzt, um meine Aktien im Depot zu überprüfen.

Sixt hatte ich 98 viel zu teuer gekauft ( >20) und wußte damit, das es sehr lange dauern wird, bis dieser Kurs wieder erreicht wird - sofern die geschilderte Herangehensweise in Buffettology stimmen ( der Backtest mit diversen Aktien war ok ).

 

Aber dann habe ich mich entschlossen nachzukaufen, weil zu diesem Kurs, Sixt ein sehr gutes Investment sein könnte. Und ich hatte dann mehrmals nachgegriffen, obwohl ich einen hohen Buchverlust hatte.

vor 2 Minuten von Cef:

Hast Du noch weitere besondere Qualifikationen?

Nein, nicht für diesen Bereich.

Nur angelesen und meine Schlüsse draus gezogen.

 

Und Excel als genialen Taschenrechner genutzt :-D

 

 

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Cef
Posted · Edited by Cef

Damit sind wir an dem Punkt, um den es mir eigentlich geht.

 

Du hast streng genommen also nicht mehr Infos zu diesem Wert gehabt als andere.

Du führst den Erfolg, den Du mit Deiner Herangehensweise bisher hattest, maßgeblich auf Deine Strategie zurück. 

 

Tausende Privatanleger und Professionelle filtern und suchen mit zum Teil noch weit höherem Einsatz den Markt ab, 24/7.

Und viele bleiben auch über lange Zeit in ihren Werten drin

( da könnte man zB auch mal über das Thema Survivorship - Bias nachdenken).

Ich kenne zumindest niemanden, der so intensiv auf einen Wert gesetzt hat und damit Deinen Erfolg hatte.

 

Wenn Du also auch keinen Zugang zu noch mehr Daten und noch mehr Informationen hast:

Ist Dir mal die Idee gekommen, das beim Fehlen sonstiger Qualifikationen oder einer einzigartigen Strategie

vielleicht einfach auch Glück im Spiel sein könnte?

 

Nein, ich will keine Neiddebatte führen:

Daraus leiten sich dann nämlich eine Reihe von Gedanken ab.

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dev
Posted
vor 2 Minuten von Cef:

vielleicht einfach auch Glück im Spiel sein könnte?

Sicherlich ist Glück ein Bestandteil, aber auch die anderen drei der 4Gs - Gedanken, Geld, Glück und vor allem Geduld.

 

Weiter oben hast du geschrieben das sich Sixt die letzten Jahre nicht so gut entwickelt hätte, aber ich hab dir mitgeteilt das sie im letzten Jahr das beste ihrer Geschichte hatten.

Du hast den Kurs gemeint, ich den Firmengewinn.

 

Deine Herangehensweise haben die meisten, meine nur wenige und für die meisten ist meine unverständlich.

 

Ansonsten, ist meine Herangehensweise nicht besonderes, völlig normal wenn man sich an einer Firma ( egal ob über die Börse oder direkt ) beteiligen möchte.

Allerdings, sehe ich den aktuellen Kurs nur als Angebot zum kaufen oder verkaufen, aber nicht als "eingepreisten" Wert.

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RonHulk
Posted
3 hours ago, Cef said:

...

Du hast streng genommen also nicht mehr Infos zu diesem Wert gehabt als andere.

...

 

Wenn Du also auch keinen Zugang zu noch mehr Daten und noch mehr Informationen hast:

 

Da du dies jetzt mehrfach angesprochen hast, nur ein Punkt der meist vernachlässigt wird. Es kommt nicht nur darauf an Informationen zu bekommen, sondern diese auch aufzubereiten, zu verarbeiten und zu verwerten. D. h. Informationen können unterschiedlich interpretiert und somit auch zu anderen Entscheidungen führen. 

 

Aktuelles Beispiel gefällig?! Dann schaut mal rüber in den WDI-thread ...

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Mol_LE
Posted

Ich würde den Faden noch weiterspinnen und behaupte, dass es auch Informationen gibt, die allen zugänglich sind, aber nicht von allen genutzt werden können, auch wenn sie es wollten, weil sie die Chancen erkannt haben.

 

In meinem Depot schlummert auch so eine "Lieblingsaktie", die ich nur unter ganz gewissen Umständen wieder verkaufen würde. Allianz. Das ist für Außenstehende auch nicht so einfach zu verstehen. Die Aktie hat während der Dot.Com-Blase mal 400 € gekostet und ob sie diesen Wert jemals wieder erreicht, steht in den Sternen (um mal nicht die Glaskugel zu bemühen). Was also macht dieses Papier so besonders für mich?

 

Ich bin in einer volatilen Phase nach mehreren Käufen und Verkäufen im Frühjahr/Sommer 2002 letztlich am 31,07,2002 zum Kurs von 152,88 € eingestiegen und mal drin geblieben.

Wer damals schon mit der Börse zu tun hatte, wird sich sicher dran erinnern, dass dieser Crash sich verdammt lang bis ins Jahr 2003 zog. Am 24.04.2003 hat es dann auch die Allianz erwischt und eine Kapitalerhöhung war notwendig.

Zum Bezugsverhältnis von 15:7 wurde Altaktionären das Recht eingeräumt, junge Aktien für 38 € zu kaufen. Ich habe zwar keine belastbaren Quellen dafür, aber der Verdacht liegt nahe, dass keiner der Altaktionäre seine Bezugsrechte verkauft hat. Somit dürften also Leute, die vorher nicht in Allianz investiert waren, keine Aktien für 38 € erhalten haben. Die Information war also nutzlos für sie.

 

Durch den Kauf der jungen Aktien verringerte sich mein Einstandspreis auf 114,17 €.

 

2007 habe ich die (nun nicht mehr ganz so) jungen Aktien für 172,35 € verkauft. Ich weiß heute nicht mehr den genauen Grund dafür, wahrscheinlich wollte ich einfach die Position nicht zu groß werden lassen und mal Gewinne mitnehmen. Rückwirkend könnte ich jetzt natürlich lügen und sagen, dass ich die Finanzkrise geahnt habe. Ehrlich ist jedoch, dass hier auch eine Portion Glück im Spiel war.

 

Die Altaktien habe ich bis jetzt behalten, sie sind im Depot mit Altbestand gekennzeichnet und bei Verkauf steuerfrei. Seit 2010 steigt die Dividende jährlich an. In diesem Jahr gab es 9,60 € auf 114,17 € Einsatz.

 

Der Kurs interessiert mich bei diesem Papier schon lange nicht mehr. Ich habe damit schon mehr Geld verdient, als ich reingesteckt habe und bekomme jedes Jahr nach der HV ein Lächeln ins Gesicht.

Es müssten sich schon drastische Veränderungen der fundamentalen Daten (oder gesellschaftliche Umstände wie Kürzung der gesetzl. RV) ereignen, sonst wird diese Position eher vererbt als verkauft.

 

Langer Rede kurzer Sinn: Ich kann dev verstehen, dass er an Sixt festhält, so lange er davon überzeugt ist. Persönlich hätte ich die Position zwar auch nicht so groß werden lassen, aber das ist ja eine Frage der Alternativen. Wenn man kein findet, ist es eben so. Andere Leute stecken ihr ganzes Geld in ein Haus.

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