Interactive Brokers und Steuer: Anlage KAP

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56 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Cai Shen

Jein, ich weiss es nicht.

Da ausländische Kapitalerträge entstehen gebe ich das jedes Jahr an und das Finanzamt weist mich total scharfsinnig jedes Jahr auf die mögliche Vereinfachung durch Ausnutzung der Freibeträge hin, die jedoch grundsätzlich überschritten wurden.

So kann zumindest keiner kommen, ich hätte irgendeine Deklarationspflicht verletzt.
Ich glaube ja wirklich, meine Steuererklärung wird seit Jahren nur durchgewunken, obwohl dieses Jahr (von wem auch immer) ein Prüfvermerk drauf war.
Die meisten Finanzbeamten sehen in diesen kleinteiligen Vorschriften wahrscheinlich selbst nicht durch, ich kann es ihnen nicht verübeln.

 

Zitat

EStG §20 (8)

1Verluste aus Kapitalvermögen dürfen nicht mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach § 10d abgezogen werden. 2Die Verluste mindern jedoch die Einkünfte, die der Steuerpflichtige in den folgenden Veranlagungszeiträumen aus Kapitalvermögen erzielt. 3§ 10d Absatz 4 ist sinngemäß anzuwenden. Verluste aus Kapitalvermögen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 1 Satz 1, die aus der Veräußerung von Aktien entstehen, dürfen nur mit Gewinnen aus Kapitalvermögen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 1 Satz 1, die aus der Veräußerung von Aktien entstehen, ausgeglichen werden; die Sätze 2 und 3 gelten sinngemäß. 5Verluste aus Kapitalvermögen, die der Kapitalertragsteuer unterliegen, dürfen nur verrechnet werden oder mindern die Einkünfte, die der Steuerpflichtige in den folgenden Veranlagungszeiträumen aus Kapitalvermögen erzielt, wenn eine Bescheinigung im Sinne des § 43a Absatz 3 Satz 4 vorliegt.

 

Und aus einem parallelen Faden gleich noch das BMF Schreiben von 2016 zur Abgeltungssteuer, aus dem (irgendwo bei Punkt 35) hervorgeht, dass Optionsprämien zum Zeitpunkt der Eröffnung voll zu versteuern sind, wenn der Trade erst im Folgejahr geschlossen wird.
Das macht IB tatsächlich falsch bzw. nicht entsprechend deutscher Rechtsauffassung.
Der "realisierte Gewinn" bei Optionen stimmt nur dann, wenn Optionsshorts nur unterjährig gehandelt werden, also nicht über den Jahreswechsel gehalten werden.

2016-01-18-Einzelfragen-zur-abgeltungsteuer - BMF Schreiben.pdf

 

Zitat

Einkommensteuerrechtliche Behandlung des Stillhalters bei einer Kaufoption
25 Der Stillhalter erhält die Optionsprämie für seine Bindung und die Risiken, die er durch die Einräumung des Optionsrechts während der Optionsfrist eingeht. Die Optionsprämie stellt bei ihm ein Entgelt i. S. des § 20 Absatz 1 Nummer 11 EStG dar.
Werden Stillhalterprämien vereinnahmt, unterliegen diese in diesem Zeitpunkt dem Kapitaler-tragsteuerabzug i. S. des § 43 Absatz 1 Satz 1 Nummer 8 EStG. Schließt der Stillhalter ein Glattstellungsgeschäft ab, sind die gezahlten Prämien und die damit im Zusammenhang ange-fallenen Nebenkosten zum Zeitpunkt der Zahlung als negativer Kapitalertrag in den sog. Ver-lustverrechnungstopf i. S. des § 43a Absatz 3 Satz 2 EStG einzustellen.

 

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Geschrieben

Danke. Ja, das mit den sofort zu versteuernden Optionsprämien hatte ich gewusst. Deshalb dachte ich eigentlich ich verkaufe noch am Jahresende Aktien mit Verlust um das auszugleichen.

Erst schlau machen, dann handeln.

Naja, den Verlustvortrag gleiche ich dann dieses Jahr wieder aus. Hab noch paar schöne Positionen mit Gewinnen, die ich dafür nehmen werde.

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Geschrieben · bearbeitet von fairy

Mein Steuerbescheid ist da und ging ohne Anpassung durch bei Deklaration gemäß Beitrag #16

 

ausl. Aktienverlust wurde mit Aktiengewinn gem. Steuerbescheinigung von dt. Bank verrechnet und der Rest gesondert festgestellt (für Vorträge in Folgejahre).

 

Hatte die volle Bandbreite in 2017 dabei:

a) Aktiengewinne & Verluste (inkl. Leerverkäufe)

b) Anleihengewinne

c) Dividenden

d) Zinsen

e) Optionengewinne & Verluste

 

Alles dezidiert aufgestellt und ausgerechnet. Einzeltransaktionsübersichten und Ertragsberechnung wurden nach Einreichung des Bescheids gefordert.

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vor einer Stunde schrieb fairy:

nach Einreichung des Bescheids

das möcht ich auch können:

Selber meinen Steuerbescheid erstellen und dann nur noch beim FA einreichen

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Geschrieben · bearbeitet von fairy

vor 29 Minuten schrieb beamter97:

das möcht ich auch können:

Selber meinen Steuerbescheid erstellen und dann nur noch beim FA einreichen

sprachlich schlecht ausgedrückt,

 

(macht aber grds. jeder Unternehmer der z. B. Umsatzsteuer abführt ;))

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vor 2 Stunden schrieb fairy:

macht aber grds. jeder Unternehmer der z. B. Umsatzsteuer abführt

Da kommt der Begriff "Bescheid" aber auch nicht drin vor, sondern "Voranmeldung" bzw. "Erklärung"

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