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tom79

Sparplan für 2.500 Euro monatlich - Anlagehorizont 15-20 Jahre

Empfohlene Beiträge

dev
vor 3 Minuten schrieb Tradeoff:

Wozu? Kann man liquide Wertpapiere nicht verkaufen, wenn man Geld braucht für Reperaturen am Haus?

Das finde ich auch, denn bei einem Geldüberschuß von 2.5k im Monat kann man relativ schnell Lücken schließen und braucht nicht so ein riesigen Notgroschen, denn dieser liegt mit 3% p.a. Inflations-Verlust rum, statt Rendite zu erwirtschaften.

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Gast231208
· bearbeitet von pillendreher
vor 1 Stunde schrieb Bassinus:

Von daher finde ich den Ansatz mit 40% Risikofrei gar nicht so unglaublich schlecht.

:thumbsup:

 

Danke für die Infos, da kommt ja einiges auf mich zu.

Was ist mit Renovierungen oder ggf Umbauten falls ihr körperlich nicht mehr so Mobil seid?  Bei mir 49+21  11 = 60 Jahre, dann sind's trotzdem noch 7 Jahre bis zur Rente.

Heizung - bei mir seit 1987 - bis jetzt läuft's , Glück gehabt

Dach - mindestens 40-50 Jahre sollte es schon halten.

 

Generell - für mich ist mein selbstbewohntes Haus Luxus und geht nicht in die Vermögensberechnung mit rein.

Wenn's hart auf hart kommt - letzter Notgroschen

 

@dev

Zitat

Das finde ich auch, denn bei einem Geldüberschuß von 2.5k im Monat kann man relativ schnell Lücken schließen und braucht nicht so ein riesigen Notgroschen, denn dieser liegt mit 3% p.a. Inflations-Verlust rum, statt Rendite zu erwirtschaften.

Für was brauche ich einen noch viel riesigeren Notgroschen? Markettiming - um die Gelegenheit beim Schopf zu packen und bei einem Megacrash dann Sixt Vz zu kaufen. :P

Lombard will ich nämlich dazu nicht verwenden und auf mein Haus auch keinen Kredit aufnehmen.

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tom79

Puh, so viele Antworten in der kurzen Zeit... Vielen Dank schon Mal an alle!

 

Wenn ich das richtig sehe ist der Tenor schon eher so dass unser Plan o.k. ist. Ja, ideal ist er sicher nicht, aber da wir wirklich keine Lust haben uns tagelang mit Finanzen rumzuschlagen scheint es ja wohl so in Ordnung zu sein.

 

Zur 15k Reserve:

Im Moment ist am Haus alles bis auf die Heizung frisch renoviert, selbst die Fassade wurde gerade gestrichen. Aufgrund der Heizung wollen wir aber schon die 15k Reserve haben.

Prinzipiell können wir ja aber auch mal 1-2 Monate die ETF Käufe bzw. Festgeldanlage aussetzen wenn ein größerer Posten ansteht. Es ist auch nicht so dass die 2500 Euro uns komplett blank legen, ich wollte nur nicht noch höher fest verplanen. Es kann aber durchaus sein dass auch mal 3k im Monat drin sind, da wir ja wie gesagt keine Miete oder Kredite abzahlen müssen.

 

Zu den Consorsbank Aktionen: War mir nicht so bewusst dass das nur Aktionen sind. Dann werde ich davon Abstand nehmen, möchte da nicht ständig neu nachschauen müssen. Letztlich sind die Gebühren zwar nicht gerade günstig, aber wohl überschaubar...

 

Ob ich letztlich 2 ETFs oder nur einen mit weniger EM nehme muss ich mir noch überlegen. Ich denke nicht dass das etwas sein sollte wo man sich monatelang Gedanken drüber macht. Denn letztlich kann ich das ja monatlich ändern. Wichtig ist mir jetzt erstmal dass wir loslegen damit das Geld nicht tot rumliegt.

Auch die 40% sicher, 60% Risiko sind wohl nicht so schlecht durchdacht wenn ich mir die Antworten so anschaue.

 

Zitat

Dein Haus bleibt dein größter Posten. Bei Geld beachte die jeweils gültigen Einlagesicherungen (derzeit 100.000€ bei den wichtigsten) und was wenn die Aktienkurse um 40% einbrechen? Haus extrem steigt? Fällt? 

Willst du die ETF dann verkaufen um die Lücke Rente-Ausgaben zu schließen? Oder soll es Erbmasse werden?

Einlagensicherung ist klar, da muss man dann halt irgendwann mal streuen. Wenn jetzt die Aktienkurse einbrechen ist mir das erstmal egal, wie gesagt brauchen wir das Geld ja momentan nicht. Was in 15 Jahren ist kann ja leider keiner sagen, von daher erstmal abwarten.

Das Haus kann gerne steigen, aber letztlich will ich ja irgendwo mietfrei wohnen. Von daher ändert das jetzt nicht wirklich viel, auch wenn es weniger wert wird. Ich sehe das Haus momentan nicht als Wertobjekt, ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen dass wir mietfrei wohnen und keinen Kredit abzahlen. Wobei es natürlich schon sein kann dass wir irgendwann in was kleineres umziehen (wenn die Kids mal aus dem Haus sind) und der Überschuss wieder reinvestiert werden kann.

 

Letztlich werden auch die ETF nur verkauft wenn wir einen Nutzen davon haben, sprich wenn genug da ist um früher in Rente zu gehen oder x Jahre lang weniger zu arbeiten. Ab dem Moment würden wir dann wohl auf nahezu 100% sicheres Kapital schwenken.

 

Ich danke allen für Ihre Zeit mir hier ein Stückchen Sicherheit zu geben!

 

Gruß Tom

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Walter White
· bearbeitet von Walter White
vor 18 Minuten schrieb tom79:

Wenn ich das richtig sehe ist der Tenor schon eher so dass unser Plan o.k. ist. Ja, ideal ist er sicher nicht, aber da wir wirklich keine Lust haben uns tagelang mit Finanzen rumzuschlagen scheint es ja wohl so in Ordnung zu sein.

 

Das ist vollkommen ok so, mach dir da keine Sorge. Und ich habe auch vor, deutlich vor dem 67 Lebensjahr aus dem Berufsleben auszuscheiden. Du solltest nur darüber nachdenken das es Sinn machen kann, frühzeitig Risiko heraus zu nehmen wie z.B. die ETF Anlage nur noch mit 50% oder noch weniger zu gewichten. Wenn ich vorhabe mit 60 in den Ruhestand zu gehen denke ich mit 55 schon daran, den Risiko Baustein runter zu fahren um den (eventuellen) Crash etwas abzufedern. Aber auch hier macht es jeder anders, je nach Risiko Empfinden.

 

Hier noch eine gute Bettlektüre.

 

Finanzcoach für den Ruhestand: Der persönliche Vermögensberater für Leute ab 50

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Bassinus
vor 5 Stunden schrieb pillendreher:

:thumbsup:

 

Danke für die Infos, da kommt ja einiges auf mich zu.

Was ist mit Renovierungen oder ggf Umbauten falls ihr körperlich nicht mehr so Mobil seid?  Bei mir 49+21  11 = 60 Jahre, dann sind's trotzdem noch 7 Jahre bis zur Rente.

Heizung - bei mir seit 1987 - bis jetzt läuft's , Glück gehabt

Dach - mindestens 40-50 Jahre sollte es schon halten.

 

Generell - für mich ist mein selbstbewohntes Haus Luxus und geht nicht in die Vermögensberechnung mit rein.

Wenn's 

 

@dev

Was hat Rente mit Mobilität zu tun? Wenn ein Schlaganfall hast ist der Rente das egal.

Heizung seit 1987... Ich höre schon die ersten Vertreter mit den Hufen scharen und dir jeden Augenblick vorrechnen wieviel Effizienz du gerade verheizt - und wann die Neuanschaffung besser wäre :D

Ja, ich habe gerechnet das die Immobilie jetzt 20Jahre alt ist, da er gutes Einkommen hat und das Haus gerade abbezahlt hatte laut Eingangspost. Also in 40 Jahren deckt sich dann unsre Einschätzung ja perfekt. 

 

Da geb ich dir zu 100% recht. Immobilie ist ein Luxusgut. Was die Leute für "eigene" Hütten bewohnen - würden sie niemals mieten. Und solange sie selbstgenutzt ist wäre der Wert auf dem freien Markt völlig egal. 

 

@TO Viel Erfolg. 

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tom79
· bearbeitet von tom79

Hi zusammen,

 

ich wollte mal einen Zwischenstand geben. 

 

Ich weiß nicht, ob das hier so üblich ist - aber ich dachte vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei seiner Entscheidung. Falls nicht gewünscht kann das Thema auch gerne von einem Mod geschlossen werden. Ich kann leider im Eingangspost keinen Hinweis setzen, dass der Thread alt ist und nur ein Fazit hinzugekommen ist.

 

Mittlerweile sind ziemlich genau 6 Jahre vergangen und es ist viel passiert.
Wir haben am ursprünglichen Plan mit ETFs ziemlich festgehalten. Teilweise war mehr Geld übrig, daher wurden auch Einzelaktien oder mal andere ETF gekauft.


Einzelaktien:
Munich Re 
SAP SE O.N. 
SERVICENOW INC. DL-,001 
Siemens AG 
Siemens Energy AG
Siemens Healthineers 
WIRECARD AG 

 

26.000€ investiert, aktueller Wert liegt bei 35.000
Ihr seht, auch Wirecard war leider dabei (-5000€). Aber da wir mehrere Einzelaktien gekauft haben wurde das ausgeglichen. Alle anderen sind teilweise deutlich! im Plus.
Wir werden die Aktien aber demnächst verkaufen (Stopps setzen) um die Gewinne auch zu realisieren. Irgendwie ist das nichts für uns :)


ETF:
X(IE)-MSCI EM.MKTS 1CDL --- ETF 
X(IE)-MSCI WO.HE.CA. 1CDL --- ETF 
X(IE)-MSCI WORLD 1C --- ETF 
X(IE)-MSCIACWLDSC 1C --- ETF 
AIS-AM.MSCI EM.MA.S. EOA --- ETF 
AM.MSCI ACWI SRI CPA A --- ETF 
IS MSCI EM U.ETF USD D --- ETF 
ISHSIII-CORE MSCI WLD DLA --- ETF 
VA.FTSE A.W.H.D.Y.UETFDLD --- ETF 
VANG.FTSE A.-WO.U.ETF DLD --- ETF 

 

122.000€ investiert, aktueller Wert liegt bei 174.000€. Ausschüttungen sind nicht berücksichtigt, die sind dann bei Tages/Festgeld zu finden.

 

Mitarbeiteraktien:
Ein Reinfall waren die Mitarbeiteraktien von mir - 15.000€ wurden hier leider vernichtet (Firma hat sich saniert, danach einen Split durchgeführt und ausgezahlt da die Anteile zu wenig wert waren)
Dafür laufen die Mitarbeiteraktien meiner Frau spitze: 55.000€ bisher eingezahlt, aktueller Wert ca. 120.000


Tages/Festgeld:
Wir sind leider immer noch Angsthasen, daher ist hier noch viel niedrig verzinstes Vermögen:
ca. 230.000€  

 

Gesamtvermögen:
- 600.000€ Immobilie (Nach wie vor das selbst genutzte Eigenheim )
- 330.000€ investiert
-  35.000€ PV Anlage (ich sehe das als Geldanlage)
- 230.000€ Fest/Tagesgeld

 

Fazit:
- Die Einzelaktien hätten wir uns sparen können
- Wir haben zu viel Festgeld, mehr Mut bei der Anlage hätte viele Erträge generiert
- Alles zu halten in der Corona Krise war eine super Entscheidung!

- Wenig Arbeit mit ETF (wie gewünscht)

- Die Rendite ist wie erwartet gut

 

In Summe sind wir sehr zufrieden.

Wir sind vor 6 Jahren mit 35.000€ Kapital gestartet und konnten durch konsequentes Sparen und investieren knapp 600.000€ daraus machen. Mit nun 46 Jahren ist das Rentenziel 55 bereits jetzt in greifbarer Nähe. 
Bei der schlechten Lage meiner Firma bin ich jedenfalls froh, so viel Vermögen angespart zu haben. Wir könnten alles abfangen, eigentlich kann uns nichts passieren.

 

Und ja, wir leben trotzdem sehr gut, sind aber generell sehr genügsam :) Uns ist aber durchaus bewusst, dass wir mit unserem Gehalt sehr privilegiert sind.


Wie geht es weiter:

Sparpläne laufen weiter, das ist klar. Aber wenn wir nun Festgeld reduzieren möchten, in was investiert man 200.000€ in unserer Lage?

Hat jemand von euch Tipps, wie wir in dieser verrückten Zeit (Trump, Bitcoin, Krieg, KI Blase) weitermachen sollen? Einfach umschichten in die ETF? Macht man sowas auf einmal oder über einen längeren Zeitraum?

 


Ich hoffe dem ein oder anderen hilft der Thread.

 

Viele Grüße,
Tom
 

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west263
vor 1 Minute von tom79:

WIRECARD AG 

Hast Du die tatsächlich immer noch? Wieso?

Was erwartest Du?

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tom79
vor 1 Minute von west263:

Hast Du die tatsächlich immer noch? Wieso?

Was erwartest Du?

Tatsächlich ist das reine Faulheit... Ich müsste mich dann mit der Verlustbescheinigung auseinandersetzen, bisher war das noch nicht notwendig. Wir haben bisher noch keine Aktien verkauft.

Aber danke für den Hinweis, ich sollte das mal angehen

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west263
vor 3 Minuten von tom79:

Tatsächlich ist das reine Faulheit... Ich müsste mich dann mit der Verlustbescheinigung auseinandersetzen,

Wenn die im gleichen Depot liegen nicht, weil dann könnte man diese Verluste direkt mit Gewinnen verrechnen.

Die Aktie oder zumindestens die Reste davon werden mittlerweile nur noch in Hamburg gehandelt.

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monstermania
Am 20.2.2026 um 18:00 von tom79:

Wie geht es weiter:

Sparpläne laufen weiter, das ist klar. Aber wenn wir nun Festgeld reduzieren möchten, in was investiert man 200.000€ in unserer Lage?

Hat jemand von euch Tipps, wie wir in dieser verrückten Zeit (Trump, Bitcoin, Krieg, KI Blase) weitermachen sollen? Einfach umschichten in die ETF? Macht man sowas auf einmal oder über einen längeren Zeitraum?


Ich hoffe dem ein oder anderen hilft der Thread.

Danke für das Update. Und ja, mir hilft Dein Update mir mal wieder zu zeigen, dass meine Entscheidung 2019 ausschließlich auf marktbreite Aktien-ETF zu setzen richtig war.
Ich sehe bei Euch/Dir einen bunten Zoo aus diversen ETF und Einzelaktien. Schon mal darüber nachgedacht mal die Renditen der einzelnen Investments zu ermitteln? Einfach damit man sich selbst mal handfest belegen kann, dass die Entscheidung für Themen ETF oder Einzelaktien auch rein rational (nackte Zahlen) keine gute Entscheidung war?

Und wie weiter machen in solch verrückten Zeiten? Ich fand seit 2019 die Zeiten schon verrückt genug (z.B. Corona, Ukraine-Krieg). Also aktuell eher nix was ich jetzt kritischer sehen würde als das was es schon früher gab. Ich mache jedenfalls genau so weiter wie schon seit 2019. Marktbreiter Aktien-ETF und einen Sicherheitsbaustein mit dem ich weiter gut schlafen kann. 

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
Am 20.2.2026 um 18:00 von tom79:

ich wollte mal einen Zwischenstand geben. 

Danke für das Update. Das ist nicht nur für Dich interessant. 

Zitat

Einzelaktien:
Munich Re 
SAP SE O.N. 
SERVICENOW INC. DL-,001 
Siemens AG 
Siemens Energy AG
Siemens Healthineers 
WIRECARD AG 

Zum Glück habt ihr auf dieser Spielwiese nur wenig Geld investiert und die Entscheidung, das aufzulösen macht durchaus Sinn. Bei der Reihenfolge ist es wichtig, mit dem Verkauf/Ausbuchung von Wirecard zu beginnen oder zumindest sie nicht erst am Schluss loszuwerden, denn Aktienverluste können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden. 

Am 20.2.2026 um 18:00 von tom79:

ETF:
X(IE)-MSCI EM.MKTS 1CDL --- ETF 
X(IE)-MSCI WO.HE.CA. 1CDL --- ETF 
X(IE)-MSCI WORLD 1C --- ETF 
X(IE)-MSCIACWLDSC 1C --- ETF 
AIS-AM.MSCI EM.MA.S. EOA --- ETF 
AM.MSCI ACWI SRI CPA A --- ETF 
IS MSCI EM U.ETF USD D --- ETF 
ISHSIII-CORE MSCI WLD DLA --- ETF 
VA.FTSE A.W.H.D.Y.UETFDLD --- ETF 
VANG.FTSE A.-WO.U.ETF DLD --- ETF 

Ich vermute mal die vergleichsweise groß Zahl von ETFs mit ähnlichem Anlageschwerpunkt ist dem Broker geschuldet, der immer wieder andere Produkte für den kostenfreien Erwerb anbietet? Wo laufen die aktuellen Sparraten hin? 

Zitat

122.000€ investiert, aktueller Wert liegt bei 174.000€. Ausschüttungen sind nicht berücksichtigt, die sind dann bei Tages/Festgeld zu finden.

Auf diese Art wird, der risikoarme Teil immer größer. Entweder ihr passt Eure Sparrate entsprechend an oder ihr macht die Wiederanlage im Aktienbereich.

Zitat

Mitarbeiteraktien:
Ein Reinfall waren die Mitarbeiteraktien von mir - 15.000€ wurden hier leider vernichtet (Firma hat sich saniert, danach einen Split durchgeführt und ausgezahlt da die Anteile zu wenig wert waren)
Dafür laufen die Mitarbeiteraktien meiner Frau spitze: 55.000€ bisher eingezahlt, aktueller Wert ca. 120.000

Wenn Dein Arbeitgeber eine eher wenig vielversprechende Entwicklung vermuten lässt, würde ich mich von allen Aktien trennen, bei denen eine eventuell vorgegebene Haltefrist abgelaufen ist. Aber auch bei Deiner Frau würde ich dazu tendieren, Anteile zu verkaufen, um ein hohes Klumpenrisiko zu vermeiden. 

Zitat

Tages/Festgeld:
Wir sind leider immer noch Angsthasen, daher ist hier noch viel niedrig verzinstes Vermögen:
ca. 230.000€  

Das liegt zweifellos auch an der Reinvestition von Ausschüttungen ausschließlich im risikoarmen Bereich. 

Zitat

Gesamtvermögen:
- 600.000€ Immobilie (Nach wie vor das selbst genutzte Eigenheim )
- 330.000€ investiert
-  35.000€ PV Anlage (ich sehe das als Geldanlage)
- 230.000€ Fest/Tagesgeld

 

Fazit:
- Die Einzelaktien hätten wir uns sparen können
- Wir haben zu viel Festgeld, mehr Mut bei der Anlage hätte viele Erträge generiert
- Alles zu halten in der Corona Krise war eine super Entscheidung!

- Wenig Arbeit mit ETF (wie gewünscht)

- Die Rendite ist wie erwartet gut

Es ist unglaublich wichtig, sich bereits vor dem Eintritt von Krisen Gedanken darüber zu machen, wie man sich verhalten soll. In der Krise ist es oft schwer, eine rationale Entscheidung zu treffen. 

Zitat

Mit nun 46 Jahren ist das Rentenziel 55 bereits jetzt in greifbarer Nähe. 
Bei der schlechten Lage meiner Firma bin ich jedenfalls froh, so viel Vermögen angespart zu haben. Wir könnten alles abfangen, eigentlich kann uns nichts passieren.

Einer der ganz großen Vorteile von konsequentem Sparen ist die Sicherheit und eine Form der wachsenden Unabhängigkeit vom Job. Firmen können den Bach runter gehen aber auch individuelle Erwerbsbiografien können sich erheblich ändern und dann ist man gewappnet. 

Zitat

Wie geht es weiter:

Sparpläne laufen weiter, das ist klar. Aber wenn wir nun Festgeld reduzieren möchten, in was investiert man 200.000€ in unserer Lage?

Hat jemand von euch Tipps, wie wir in dieser verrückten Zeit (Trump, Bitcoin, Krieg, KI Blase) weitermachen sollen? Einfach umschichten in die ETF? Macht man sowas auf einmal oder über einen längeren Zeitraum?

Eine der wesentlichen Fragen in Eurer jetzigen Situation ist es, wie lange es noch dauern soll, bis ihr beruflich kürzer tretet. Wollt ihr eine Teilzeitphase vorschalten oder irgendwann den Schritt gehen. Davon ist es abhängig, welchen Finanzbedarf ihr haben werdet und wann. 

 

Mal angenommen es sind noch zehn Jahre bis dahin, lohnt es sich auf jeden Fall noch den ETF Anteil zu erhöhen. Schließlich werdet ihr nicht das komplette Kapital an einem Tag benötigen, wodurch das Geld immer noch weit mehr als zehn Jahre wird arbeiten können. Wenn ihr schon früher aufhören wollt, verkürzt sich die Anlagedauer, weshalb ich in dem Fall, vielleicht nicht alles in Aktien stecken würde. Desto früher Eure beruflichen Einkünfte wegfallen, desto mehr Kapital werdet ihr in der Anfangsphase liquide vorhalten müssen. 

 

Was jetzt ansteht, ist sich ein komplettes Bild über Eure zukünftigen Einkünfte zu gewinnen. Kontenklärung bei der Rentenversicherung wäre ein Muss. Ein Blick auf Eure Betriebsrenten soweit vorhanden ist auch notwendig. Gibt es spezielle Programme bei Euren Arbeitgebern für den Ruhestand und wollt ihr die nutzen? Bei Eurer Planung müsst ihr verschiedene Phasen berücksichtigen. Die spätere Rentenlücke ist ein wichtiger Punkt, den ihr dauerhaft absichern solltet. Dann braucht ihr einen eher risikoarm angelegten Teil, der für die Dauer bis zum Rentenbeginn genutzt werden wird. Vielleicht gibt es auch eine Phase, in der ihr über Teilzeit euren laufenden Bedarf abdeckt, aber die Sparraten weitgehend wegfallen. Einfach frei denken und die Möglichkeiten abwägen und möglichst auch im Excel durchrechnen. Die Rechnungen müssen auch nicht völlig korrekt sein, es geht erst mal darum ein Gefühl dafür zu entwickeln was möglich ist.

 

Insofern lässt sich die einfache Frage nicht einfach beantworten. Dabei lege ich weniger Fokus auf die verrückten Zeiten, denn die Zeiten sind an der Börse immer wieder verrückt. Viel wichtiger ist Eure Planung, denn die liegt in Eurer Hand. 

 

Grundsätzlich würde ich kurz vor der Rente nur noch in ausschüttende ETFs investieren, weil der minimale Steuervorteil von thesaurierenden ETFs sich in der Entnahmephase in einen Nachteil umkehrt. Damit meine ich keine ausgesprochenen Dividenden ETFs, sondern einfach die ausschüttende Version Eures Anlageprodukts zu wählen (z.B. ausschüttender FTSE All World statt thesaurierend). Weiterhin sind breit aufgestellte ETFs wie die auf den MSCI ACWI IMI oder den FTSE All World gute Investments für Eure Zwecke. 

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