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32 posts in this topic

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vor 3 Stunden schrieb Mentalmarkt:

 

"Gold" (insb. langfristig, insb. physisch) hält man als Versicherung oder gar nicht - jedenfalls nicht als Renditebringer.

  • 3%, also 60k, hätte ich nicht gerne physisch im Haus und würde mich dadurch eher weniger als mehr sicher fühlen, aber da ist jeder anders.
  • 60k, die man als 2kg in den Rucksack stecken kann, sind sicher eine kluge Versicherung gegen end-of-the-world [-without-civil-war] Szenarien. Sonst: weglassen.

 

Zu diesem Thema hatte ich letztes Wochenende eine interessante Diskussion mit einem Bekannten, der "Finanzberater-/verkäufer" ist und u.a. auch seinen Kunden Gold verkauft. Er meinte sinngemäß:

- Seine Kunden (die teilweise auch schon etwas älter sind und denen die Nachkriegszeit noch in Erinnerung ist) kaufen Gold als Versicherung für die Krise (die durchaus auch ein Krieg beinhalten könnte).

- Sie kaufen bei Ihm als physisches Gold damit nicht (wie bei der Bank) registriert wird, dass sie Gold besitzen (Stichwort Goldverbot)

- Sie kaufen zumindest am Anfang kleine Münzen oder Barren (1-10g) damit man in der Kriese auch zum Bauer gehen kann und dafür zwei Sack Kartoffel eintauschen kann. Der Bauer nimmt sicher gerne auch ein 100g Barren, aber rausgeben tut er sicher nicht und wer bezahlt schon gerne ein paar Tausend Euro für zwei Sack Kartoffeln;)

- Wenn dann ein gewisses Maß an "Kleingold" da ist dann kaufen die Kunden auch größere Einheiten für die Zeit nach der Kriese als Startkapital

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Sorry wenn ich den Thread hier nochmal rauskrame... 

 

@cha1n94 Für welchen MSCI World und welchen MSCI EM hast du dich letztlich entscheiden wenn ich fragen darf? Danke schonmal! 

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Am 17.2.2019 um 10:29 von cha1n94:

Hallo, ich habe vor Dezember 2017 einen Großteil meiner Cryptos verkauft und das letzte Jahr damit verbracht ein konservativeres Portfolio zu gestalten und versuche mein Mindset auf ein nachhaltiges Investmentverhalten zu ändern. Meine Informationen sind stark geprägt von Foren wie bogleheads und r/financialindependence. Nun gibt es in Deutschland keine 401ks oder IRAs und deswegen bin ich auf der Suche nach Tipps um mich für die deutschen Rahmenbedingung zu optimieren. Besonders bin ich an tipps interessiert wie ich mein Vermögen risikofrei nutzen kann (ich habe jetzt zum Beispiel jeweils 5000€ mit dem Wechsel zu Consorsbank und Targobank verdient. Da dies werte sind die ich eigentlich nur maximal 2 mal im Jahr rebalancen möchte, lohnt sich das). 

 

Hey! Auch von mir einmal Glückwunsch zu deinem Crypto-Timing.:)

 

Zur AA:

Gerade bei etwas größeren Anlagesummen, ergibt es immer weniger Sinn einfach eine Aktien-ETF + Tagesgeld/Kurzläufer Portfolio zu bauen. Natürlich sollten diese einen Anteil der gesamten AA ausmachen, aber es ist viel ausschlaggebender das Rendite/Risiko-Verhältnis durch die Hinzunahme anderer Anlageklassen zu verbessern.

 

Am 17.2.2019 um 10:29 von cha1n94:

Ich spiele ein wenig mit dem Gedanken mir professionelle Hilfe zu holen. Habe aber nicht das Gefühl die Kompetenz von Vermögensberater einschätzen zu können. Ich freue mich auf Feedback

 

Kann prinzipiell ein teil der Lösung sein, wenn dann aber natürlich echte unabhängige Beratung, also nix mit Provisionen.

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vor 2 Stunden von kafkaesk93:

 

Kann prinzipiell ein teil der Lösung sein, wenn dann aber natürlich echte unabhängige Beratung, also nix mit Provisionen.

Richtig. Ein Honorar Berater. Kosten etwa 150-300€ die Stunde und man sollte mit etwa 10 Stunden rechnen. Dann hat man aber zumeist eine auf die persönliche Situation zugeschnittene Variante.

 

Frage an TO

Du gibst die Chance auf Crypto sehr hoch an. Warum dann überhaupt Aktien wenn du dir so sicher bist? 

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On 21.4.2019 at 9:37 PM, sney said:

Sorry wenn ich den Thread hier nochmal rauskrame... 

 

@cha1n94 Für welchen MSCI World und welchen MSCI EM hast du dich letztlich entscheiden wenn ich fragen darf? Danke schonmal! 

Gerne, bei der Auswahl habe ich bei justetf geschaut welche ETFs es so gibt.

Meine Auswahlkriterien waren:

1. Nicht zu kleines Fondvermögen 

2. Nicht zu hohes TER

 

Mir ist zwar mittlerweile bewusst, dass ich den Trackingerror nicht wirklich berücksichtigt habe. Aber meine (amateurhafte) Annahme ist, dass der Trackingerror (genauso wie Future Returns) eher zufällig ist. Zumindestens aus meiner Perspektive. 
Weil ich mir dann immer noch unsicher war und ich eh über einen längeren Zeitraum investiert habe habe ich mich nicht für einen einzigen ETF entschieden. Die Kauf und Verkaufkosten spielen für mich nicht eine große Rolle, da ich pro ETF eine 5-6 stellige Summe investiert habe.  
Ich habe eher Thesauriesierend gewählt, da mein Vanguard FTSE World schon ausschüttend ist, aber eigentlich war mir das egal. 

 

Meine aktuellen ETFs:

MSCI World:

WKN LYX0YD; Lyxor Core MSCI World (DR) UCITS ETF     

WKN A1XB5U; Xtrackers MSCI World Index UCITS ETF 1C

 

MSCI EM:

WKN A12GVR; Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF 1C

WKN A2H9Q0; Amundi Index MSCI Emerging Markets UCITS ETF - EUR (D)

 

Bestimmt ist da noch einiges Optimierungspotenzial, aber ich habe für mich entschieden nicht jede letzte Rendite Nachkommastelle zu jagen. Für mich war es viel wichtiger den Mut zu haben trotz (vermeintlicher) Aktienblase die Strategie Time in the Market und nicht Timing the Market zu spielen. (Habe aber im Drop diesen Winter etwas nachgekauft:D). Psychologisch hat es mir geholfen mehrere ETFs zu kaufen, weil ich dann nicht den Druck hatte die "perfekte" Entscheidung zu treffen. 

 

20 hours ago, kafkaesk93 said:

 

Hey! Auch von mir einmal Glückwunsch zu deinem Crypto-Timing.:)

 

Zur AA:

Gerade bei etwas größeren Anlagesummen, ergibt es immer weniger Sinn einfach eine Aktien-ETF + Tagesgeld/Kurzläufer Portfolio zu bauen. Natürlich sollten diese einen Anteil der gesamten AA ausmachen, aber es ist viel ausschlaggebender das Rendite/Risiko-Verhältnis durch die Hinzunahme anderer Anlageklassen zu verbessern.

 

 

Kann prinzipiell ein teil der Lösung sein, wenn dann aber natürlich echte unabhängige Beratung, also nix mit Provisionen.

Danke! Das habe ich mir auch gedacht. Immobilien würde ich in Zukunft hinzunehmen wenn es Richtung Familienplanung geht. Aber das dauert noch ein bisschen.. Crypto als Anlageklasse ist mMn als ganz kleine AA sinnvoll. Würde aber jedem davon abraten, da es extrem schwer zu unterscheiden ist was eine Kryptowährung mit hohem Risiko ist und was mehr oder weniger ein Scam ist. 

 

18 hours ago, Bassinus said:

Du gibst die Chance auf Crypto sehr hoch an. Warum dann überhaupt Aktien wenn du dir so sicher bist? 

Eine sehr gute Frage. Darüber habe ich mir schon sehr viele Gedanken gemacht. 

 

Ich persönlich glaube immer noch daran dass Kryptowährungen einen Wert haben sollen. Aber warum im Detail würde hier den Rahmen sprengen. Aber mir ist auch bewusst, dass das Risiko immens ist. Die meisten hier im Forum würden die Chance dass Aktien langfristig steigen, aber trotzdem würden die meisten keine 100% AA für richtig empfinden, oder gar zu leveragen. Kryptowährungen haben das Risiko von hohem Drawdown (der mich in den Wahnsinn treiben würde) bis zu Totalausfall (vielleicht sind (meine) Kryptowährungen am Ende doch wertlos, ein Börsenhack und ich habe leider gerade meine Coins auf der Börse, und und und). 

Mir ist zudem bewusst, dass ich "gewonnen" habe. Ich möchte nicht irgendwann auf einer Yacht liegen, Lambos kaufen oder durch die Welt jetten. Warum mein Portfolio riskieren falls ich doch falsch liege. Aber da ich mir recht sicher bin investiere ich einen Teil, bei dem ich den Verlust verkraften kann, und nutze die günstige Marksituation

 

Lastly: Ich habe den Post vor zwei Monaten geschrieben. In diesem Zeitraum lag Bitcoin bei etwa 3600$. Meiner Einschätzung nach war dies der absolute Tiefstand. Deswegen habe ich sogar noch 30k nachgeschossen. Bei diesem Preis hielt ich es für sehr wahrscheinlich das Bitcoin sich zumindestens erholt für sehr hoch. Jetzt bei 5500$ ist für mich Bitcoin natürlich nicht mehr ganz so ein gutes Investment. 

 

Ich würde trotzdem keinem Empfehlen in Kryptowährungen zu investieren. Der Hauptgrund warum ich mich überhaupt traue 5-10% meines Portfolio in Kryptowährungen zu halten ist weil ich glaube, dass ich eine Exit Strategie habe (und deswegen nicht zu gierig werde) und glaube rechzeitig zu erkennen das Kryptowährungen komplett crashen. 

 

Wahrscheinlich liest sich das ganze recht wirr. Ich werde später heute noch mal einen Ausführlicheren Post zu meiner Anlagestrategie, und der Logik dahinter, schreiben. Dann können wir in ein paar Jahren auch schauen ob ich naiv war.

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vor 31 Minuten von cha1n94:

Bestimmt ist da noch einiges Optimierungspotenzial, aber ich habe für mich entschieden nicht jede letzte Rendite Nachkommastelle zu jagen. Für mich war es viel wichtiger den Mut zu haben trotz (vermeintlicher) Aktienblase die Strategie Time in the Market und nicht Timing the Market zu spielen. (Habe aber im Drop diesen Winter etwas nachgekauft:D).

Klingt alles sehr solide - auf einen Honorarberater kannst du glaube ich verzichten ;) 

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vor 9 Stunden von cha1n94:

Wahrscheinlich liest sich das ganze recht wirr. Ich werde später heute noch mal einen Ausführlicheren Post zu meiner Anlagestrategie, und der Logik dahinter, schreiben. Dann können wir in ein paar Jahren auch schauen ob ich naiv war.

Kannst ja im Musterdepot was machen :) würde mich interessieren.

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