BU: wie finde ich überhaupt einen geeigneten Makler?

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Posted · Edited by melina

Hallo zusammen :)

 

HINTERGRUND: 
zum Berufseinstieg steht für mich der erstmalige BU-Abschluss an. 
Hierfür möchte ich Unterstützung in Anspruch nehmen, insbesondere was Gesundheitsfragen und Risikovoranfragen angeht. 
Um Versicherungsvertreter inkl. MLP & Co. möchte ich einen weiten Bogen machen. 
BVVB-Versicherungsberater habe ich mir überlegt, sind einfach ausfindig zu machen, aber habe das Gefühl, dass die womögliche Doppelausgabe (Beratung + gleiche Abschlusskosten) begrenzt Sinn macht?
Daher möchte ich Stand heute einen Versicherungsmakler beauftragen...  

 

FRAGE/PROBLEM:
allerdings weiß ich nicht, wie ich einen geeigneten Makler finde? 
Er sollte auf BU spezialisiert sein, Risikovoranfragen machen, "möglichst viele Versicherungen im Angebot haben" und natürlich seriös in meinem Interesse handeln. 
Entsprechender IHK-Eintrag unter vermittlerregister.info ist wohl notwendig, eignet sich aber nicht zur Suche. 
Ich suche in/um xy. Ist die räumliche Suche überhaupt sinnvoll? 
Google spuckt natürlich Ergebnisse* aus, aber ich finde alle Webseiten "abstoßend/misstrauenserregend" (bzw. ich weiß nicht mal, ob ich gutes Marketing als Zeichen von Seriösität oder Unseriösität werten würde). 
Freunde und Verwandte bringen mich auch nicht weiter. 
Wie soll ich an die Maklersuche herangehen, auf was soll ich achten?

 

 

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Ich würde nicht örtlich suchen, sondern nen guten Makler nehmen und die Abwicklung über Internet/Telefon machen. Hier im Forum gibt es ja ein paar Experten, da wirst Du nichts falsch machen.

 

Ansonsten brauchst du Glück, dass in deiner Nähe ein fähiger Makler ist.

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Mal zum Verständnis und aus Interesse: Was genau nützt "möglichst viele Versicherungen im Angebot zu haben"?

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vor 7 Stunden von polydeikes:

Mal zum Verständnis und aus Interesse: Was genau nützt "möglichst viele Versicherungen im Angebot zu haben"?

Kann verstehen, wenn man sagt "Versicherer A und B sind im Allgemeinen besonders empfehlenswert, vor allem Tarifstufe xy" (Pluspunkt), aber sich bei der Suche auschließlich darauf zu verlassen (hartes Filterkriterium) finde ich bedenklich. Suche sollte ja erstmal relativ breit starten; ob der vermeintliche Favorit auch für jeden Versicherungsnehmer und dessen Präferenzen/Bedürfnisse individuell der Favorit ist, würde ich nicht pauschal bejahen; ob man bei jedem Favoritentarif auch ein Angebot bekommt weiß man noch nicht und spätestens wenn man dort größere Ausschlüsse oder exorbitante Risikoaufschläge bekommt ist es eine Preis-Leistungs-Entscheidung, die auch Versicherer C wieder attraktiv machen kann.

 

"Möglichst viel" ist natürlich nicht wortwörtlich als mathematische Maximierung gedacht: klar beschränkt man sich auf den deutschen Markt und klar ist es sinnvoll, wenn der Makler offensichtliche schwarze Schafe raussortiert, aber ich behaupte mal, dass die Mehrheit der Schafe "grau" ist und man einen ausreichenden Marktüberblick haben sollte um deren Für und Wider abzuwägen. Wenn ein Makler (im übertriebenen Extremfall) behauptet nur Versicherer A hat weiße Schäfchen dann würde ich anzweifeln ob die Empfehlung für mich wirklich passend (und nicht nur: der passendste Tarif einer sehr kleinen Auswahl) ist. Und ich würde deutlich weniger sehen, wieso ich nicht gleich zu Versicherer A bzw. dessen Vertreter gehen soll [ja ja, Tarifwahl ist nicht alles - aber für mich als Kunden trotzdem relevant].

 

Und dass ein Makler, der nur A und B im Angebot hat, mir tatsächlich sagen würde, dass für mich C einfach mehr Sinn macht ... das bezweifle ich stark.

Vielleicht sollte ich doch erst zum Berater

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vor 38 Minuten von melina:

Und dass ein Makler, der nur A und B im Angebot hat, mir tatsächlich sagen würde, dass für mich C einfach mehr Sinn macht ... das bezweifle ich stark.

Vielleicht sollte ich doch erst zum Berater

... und woraus folgerst Du, dass ein Berater das Angebot des Versicherers  C überhaupt kennt? Weil er Berater ist .. oder sich so nenntn? Es gibt in ganz D ca. 350? +/- echte Versicherungsberater, andere geben sich hier tolle Fantasietitel wie (Honorarberater, Vermögensberater etc..)


Aber im Prinzip ist der angedachte  Ansatz richtig:
Erstmal zum "Berater" (die sich übrigens, sofern Sie qualifiziert sind und Ahnung vom Thema haben, definitiv nicht um eine BU-Beratung beim Privat Kunden prügeln - tun sie es doch, sollte man die richtigen Schüsse draus ziehen)
heisst: erstmal einen vierstelligen Betrag zahlen, um danach nochmal woanders Provision/Courtage abzudrücken.
 

Kannst auch gerne in einer Vorstufe zusätzlich nochmal ca. 80.- € für eine Beratung der VBZ zahlen (ich glaube, soviel nehmen die für einen Ausdruck aus der Morgen & Morgen Software).

Für jemanden, der "BU Versicherung raussuchen" zu seinem Hobby erklären mag, sicherlich ein spaßiger, unterhaltsamer Weg (ich weiß aus Erfahrung, dass es da sehr viel zu Lachen gibt) -
für jemanden der seine eigenen Opportunitätskosten mit einrechnen muss, wird es ein teures Spielchen.
BTW: gelegentlich ändern Versicherer auch Ihre Tarife.... heißt also: ggfls. nochmal zurück an den Start... drum prüfe, wer sich ewig bindet....usw..usw

 

Hat letzten Endes doch immer was mit Vertrauen in die Kompetenz des anderen zu tun.

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Posted · Edited by polydeikes

Zitat

Suche sollte ja erstmal relativ breit starten;

Zitat

b man bei jedem Favoritentarif auch ein Angebot bekommt weiß man noch nicht und spätestens wenn man dort größere Ausschlüsse oder exorbitante Risikoaufschläge bekommt ist es eine Preis-Leistungs-Entscheidung, die auch Versicherer C wieder attraktiv machen kann.

 

Der sicherste Weg ins Nirgendwo.

 

Den spezialisierten Makler unterscheidet vom Wald- und Wiesenmakler gerade eben, dass er nicht willkürlich in die Breite Risikovoranfragen ala "schaun ma mal" raushaut. Dabei kann nur Bullshit rauskommen. Der spezialisierte Makler weiß, welches gesundheitliches Risiko bei welcher Gesellschaft wie bewertet wird. Und selbst wenn es ob Grenzfällen nur um Tendenzen geht, dann sind auch die klar zu bestimmen.

 

Liegt schlicht und einfach schon mal daran, dass man die verbliebenen VR mit wirklich individueller Risikoprüfung an zwei Händen abzählen kann. Bereinigt man dann noch um individuelle Konstellation (Gesundheit, Beruf, Absicherungsziel etc.), verbleiben eigentlich nie mehr als 3-4 Gesellschaften übrig.

 

30 Gesellschaften anfragen, von denen dann 25 ihren Sachbearbeiter etwas in ihre Rückversicherersoftware eintippen lassen, am Ende kommt "Computer sagt nö" raus, das kann man sich sparen. Und es wäre ein sicheres Indiz dafür, dass es eben ein Wald- und Wiesenmakler ist. Der spezialisierte Makler hat sich über die Jahre Zugangswege zur Risikoprüfung aufgebaut. Nur so kann er Ergebnisse realisieren, die der Wald- und Wiesenmakler eben nicht hin bekommt.

 

Abgesehen davon können Makler jede beliebige Gesellschaft vermitteln. Wahlweise gegen Courtage oder Entgelt. Es ergibt nur überhaupt keinen Sinn. Somit kann effektiv "hat nur x Gesellschaften" generell nicht passieren. Tatsächlich lässt sich aber jede denkbare individuelle Situation am BU Markt mit maximal 8 Gesellschaften sauber darstellen, mehr braucht kein Mensch.

 

Kurzum: Wenn ich eine BU abschließen wollte und mir der Vermittler erzählen würde, dass er möglichst breit anfragen will, würde ich sofort die Beine in die Hand nehmen und laufen. Ist nämlich eines der sichersten Indizien für völlige Ahnungslosigkeit. Und darüber hinaus die Vorstufe von Vergleichssoftware unter Anleitung bedienen, fachlicher worst case.

 

 

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vor 2 Stunden von Peter Wolnitza:

Es gibt in ganz D ca. 350? +/- echte Versicherungsberater, andere geben sich hier tolle Fantasietitel wie (Honorarberater, Vermögensberater etc..)

(...)
heisst: erstmal einen vierstelligen Betrag zahlen, um danach nochmal woanders Provision/Courtage abzudrücken.

(...)

Hat letzten Endes doch immer was mit Vertrauen in die Kompetenz des anderen zu tun.

Wie gesagt: wenn überhaupt BVVB-Versicherungsberater. Wie gesagt: dass das ein teurer Luxus wär weiß ich. Wenn selbst die nicht kompetent wären, ja dann Gutnacht ... 

Aber ja, Vertrauen in den anderen ist es letzendlich. (wobei Kompetenzzweifel jetzt nicht an erster Stelle kämen)

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vor 2 Stunden von polydeikes:
Zitat

 

Der spezialisierte Makler weiß, welches gesundheitliches Risiko bei welcher Gesellschaft wie bewertet wird.

Bereinigt man dann noch um individuelle Konstellation (Gesundheit, Beruf, Absicherungsziel etc.), verbleiben eigentlich nie mehr als 3-4 Gesellschaften übrig.

 

 

Ja aber genau darum geht es mir doch??

Hab ja nie behauptet, dass ich 30 RiVos machen will. Sondern, dass ein Makler anreizkompatibel sagt "von den 30 Versicherern taugen 20, für die in Ihrem Fall relevanten Leistungs-/Klauselanforderungen kommen 10 in Frage, bei der Gesundheitshistorie sind die 5 passend. Von denen wär A leistungsmäßig der Favorit, aber falls das nix wird könnte C für Sie preis-leistungstechnisch eine gute Alternative sein".
Und nicht "Ich hab B und D, jetzt schauen wir mal was da am ehesten passt".

 

Zitat

Tatsächlich lässt sich aber jede denkbare individuelle Situation am BU Markt mit maximal 8 Gesellschaften sauber darstellen, mehr braucht kein Mensch.

Sind es immer in jedem Fall die selben 8?

(Interessehalber: Wären es für jeden 'guten' Makler die gleichen 8?)

 

sorry, hab das mit den Zitierungsformatierungen noch nicht so drauf ...

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Posted · Edited by polydeikes

Hängt vom Makler ab. Gute Makler haben meist nicht nur eine Spartenspezialisierung, sondern auch eine Zielgruppenfokussierung. Somit können Gesellschaften unterschiedlich relevant für das Alltagsgeschäft sein. 

 

Relevante Umsätze sind aber wiederum meist die Basis, um Sonderlocken in zum Beispiel der Risikoprüfung zu bekommen. 

 

Bei einem Makler mit Fokussierung auf Ärzte wird es anders aussehen, als bei bspw. Fokussierung auf MINT. Der nächste macht wiederum fast nur Studenten, usw. usf.... 

 

Kurzum: Der Eine kommt mit 2-3 Gesellschaften im Alltag hin, der Nächste braucht bspw. 5 und jemand ohne spezielle Zielgruppenfokussierung könnte derzeit mit 8 alle Eventualitäten bedienen. 

 

Im Eigenbestand habe ich lediglich 6 Gesellschaften, davon sind heute nur noch 4 wirklich relevant im Alltag. 

 

Aktuell relevante Gesellschaften zu benennen bringt gar nix. A) kennt hier niemand die individuelle Konstellation und B) ändert sich das regelmäßig

 

Die Auswahl regelt in der Praxis zu 99 % die Gesundheitshistorie. 

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tja und hast Du nun einen geeigneten Makler gefunden oder bist Du im Berufsleben auch so schwer von Begriff...

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Posted · Edited by stagflation

vor 16 Minuten von HaRaS1983:

oder bist Du im Berufsleben auch so schwer von Begriff...

 

Muss das sein?

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Entschuldigung aber ist halt manchmal echt hart. 

 

Wie im ETF Forum wegen, welcher ETF. 

 

 

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Ich finde den Thread durchaus berechtigt und weiß aus meinem persönlichen Umfeld das einige in derselben Situation sind. 

 

14 hours ago, Peter Wolnitza said:

Hat letzten Endes doch immer was mit Vertrauen in die Kompetenz des anderen zu tun.

Und das ist leider der Knackpunkt. Es gibt kaum objektive Kriterien nach denen man sich einen Makler oder Berater aussuchen kann. Letztendlich muss man der Person Vertrauen und sieht erst hinterher ob die Empfehlung sinnvoll war. Selbst Bewertungen auf Google oder sonstwo sind nichts wert, denn die vom Makler erbrachte Leistung kann eigentlich kein Laie bewerten.

 

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vor 9 Stunden von HaRaS1983:

oder bist Du im Berufsleben auch so schwer von Begriff...

?! ?!

Ich habe einfach noch nie irgendeine beratungsbedürftige Versicherung/Finanzprodukt abgeschlossen?!

Habe nichts dazu in der Forumssuche gefunden wie ich selbst grundsätzlich an die Vermittlersuche rangehe. Und das wird jetzt mit "Soll ich Langweiliger-Standard-ETF A oder B kaufen?" gleichgesetzt?! (ETF hab ich gekauft ohne WPF zu kennen - allein, sonst hätt ich ja Vermittlererfahrung)

Wenn man hier keine Frage stellen und dazu auf Nachfrage ein paar Gedanken äußern kann, dann brauch ich hier echt nicht sein!

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vor 9 Stunden von HaRaS1983:

Entschuldigung aber ist halt manchmal echt hart. 

 

Hart finde ich nur Deine Art mit berechtigten Fragen umzugehen.

Die Frage von @melina ist zunächst völlig berechtigt - es ist nur leider so, daß es keine befriedigende Antwort geben wird.

Nahezu alle Anbieter werden von sich behaupten, daß sie die geeigneten seien. Und selbst aus den Äußerungen einiger Teilnehmer, die selbst im Geschäft sind, geht hervor, daß auch nach deren Meinung ein großer Teil derjenigen, die im Markt auftreten, nicht geeignet sind.

 

Und auf das notwendige Vertrauen zu verweisen, hilft auch nicht wirklich weiter. Auf welcher Grundlage soll ein Kunde denn Vertrauen zu einem ihm bis dahin unbekannten Makler entwickeln?

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vor einer Stunde von Nachdenklich:

Und auf das notwendige Vertrauen zu verweisen, hilft auch nicht wirklich weiter. Auf welcher Grundlage soll ein Kunde denn Vertrauen zu einem ihm bis dahin unbekannten Makler entwickeln?

Nun ganz einfach:
Mein Opa hat immer gesagt, Vertrauen muss man sich verdienen.

Und so sehe ich das heute noch. Als Kunde kann ich von meinem Berater/Makler/Vertreter verlangen, dass er jede seiner Empfehlungen, jede seiner Aussagen für mich plausibel begründen und belegen kann.

Ein guter B/M/V wird seinen Kunden in die Lage versetzen, selber eine qualifizierte Entscheidung zu treffen. Natürlich geht das vorher durch einen Filter - hat @polydeikes völlig richtig geschildert.

(Würde wohl kaum ein Kunde überleben, wenn ich mit ihm 180 BU Tarife detailliert durchsprechen würde.) - es gibt nun mal Versicherer, die braucht man sich im BU Geschäft nicht genauer anzuschauen -

reine Zeitverschwendung (obwohl..als Berater, wenn im Hintergrund die Uhr läuft...könnte ein neues Geschäftsmodell werden...  180 Stunden Tarife besprechen und bewerten :P  )
Kann man aber relativ einfach ausselektieren mit zwei, drei Fragen:
- an welchen Stellen unterscheiden sich die Vertragsbedingungen der einzelnen Gesellschaften (wo hat A was anderes stehen als B?)
- welche Formulierung ist an der jeweiligen Stelle die beste Formulierung im Markt, die es derzeit zu kaufen gibt?

Da reduziert sich die Anzahl der Gesellschaften, die in die nähere Auswahl kommen schon mal recht deutlich.

Wenn jetzt der Interessent in die Lage versetzt wird, selber einzuschätzen, welche dieser Punkte für Ihn wichtiger sind als andere, ist der erste Schritt getan.

 

So entsteht m. E.  Vertrauen und nicht durch bunte Flyer und tolle Marketingsprüche. 

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Geh doch mit Sachverstand vor. Auch MLP etc. Hat seriöse Menschen, die eine Win Win Situation wünschen und somit eine lebenslange profitabel Beziehung. Das ist in jedem Beruf so, ich spreche da aus Erfahrung. In meiner Branche ist es oft, dass kurzfristig denkende nicht so erfolgreich sind wie die Win - Win orientierten. Wenn du denkst jeder will dich über das Ohr hauen, wirst du niemals das perfekte für dich finden. 

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vor 16 Minuten von Dividenden-Pirat:

Geh doch mit Sachverstand vor.

 

 

Das ist ja das Problem. In diesem Geschäft hat der Endkunde eben kaum Sachverstand.

 

Zitat

 

Auch MLP etc. Hat seriöse Menschen, die eine Win Win Situation wünschen und somit eine lebenslange profitabel Beziehung. Das ist in jedem Beruf so, ich spreche da aus Erfahrung.

 

Quatsch. Ich hab als Schüler ganz kurz in der Branche („Strukkibuden“) gearbeitet. Seriöse Menschen verlassen die Bude sehr schnell (wie ich) und Leute die eine Win Win Situation suchen werden rausgedrängt. Es geht ausschließlich um den kurzfristigen Profit. Systemimmanent*. Tut mir leid du hast offensichtlich in diesem Bereich keinerlei Erfahrung.

 

Zitat

 

In meiner Branche ist es oft, dass kurzfristig denkende nicht so erfolgreich sind wie die Win - Win orientierten. Wenn du denkst jeder will dich über das Ohr hauen, wirst du niemals das perfekte für dich finden. 

 

Wieso nicht?

 

 

* Geschäftsmodell von Strukkibuden:

Der Kunde ist uninformiert und naiv. Also in der Regel jung. Verkauf was nur irgendwie möglich ist und zwar mit der bestmöglichen Rendite. Was ist egal, denn:

 

Im besten Fall kommst der nächste Vertriebler in einigen wenigen Jahren wieder, wenn die Provisionen sicher sind. Der erklärt, wie sehr sich die Welt weitergedreht hat und verkauft was nur 

 irgendwie möglich ist und zwar mit der bestmöglichen Rendite. Was ist egal, denn, usw.

 

An der Stelle wäre es schlecht, wenn der neue Vertrag nicht in einigen Punkten dem Altvertrag überlegen wäre. Es lohnt sich ergo nicht einen zu passgenauen Vertrag zu schließen.

 

Im schlechten Fall hat man einen Kunden, der mittlerweile informiert ist - er erkennt, dass ihm Mist verkauft wurde und ist sauer. Keinen neuen Abschluss mehr.

 

Im unwahrscheinlichen Fall, dass der Kunde mittlerweile informiert ist, aber beim letzten Mal mit tollen Produkten versorgt wurde, gibt es ebenfalls keinen Abschluss. Hat sich also eher nicht gelohnt ihm was gutes zu verkaufen.

 

Jetzt könnte man einwenden, dass aber mit größeren zeitlichen Abständen wirklich neue Verträge sinnvoll sind, machen Makler ja auch. 

 

Ne. Weil der zweite Teil des Geschäftsmodells ist das Recruiting. Tatsächlich werden keine Vertriebler eingestellt, sondern Multiplikatoren. 

 

Du erinnerst dich an die Zielgruppe? Jung und uninformiert... wie erreicht man die am Besten? Mit Leuten aus dem Bekanntenkreis. Die sind vertrauenswürdig. Daher konnte ich als Schüler auch einsteigen. Müssen halt überzeugt von dem Mist sein den sie verticken sollen. Gott sei Dank werden ja junge und uninformierte Leute gesucht. Die echten Vertrieber schulen diese Multiplikatoren so, dass sie überzeugt sind was Gutes für den Bekanntenkreis zu tun. Nichts verkauft sich soooo gut wie wenn der „Verkäufer“ bekannt ist, von seinem Produkt absolut überzeugt ist und der „Kunde“ keinerlei Kompetenz hat, das Produkt zu bewerten.

 

Die Leistung der echten Vertriebler ist das bequatschen der Multiplikatoren, dass sie ihren Bekanntenkreis in akquirieren, weil sie überzeugt sind.

 

Es gibt drei Typen von Multiplikatoren:

 

Den Anständigen. Der schnallt recht schnell wie der Hase läuft und hört auf. Für dem seine Kunden lohnen sich langfristige Beziehungen nicht, denn es ist ein People Business. Die Beziehung besteht nicht zur Strukkibude, sondern zum Multiplikator.

 

Der Naive. Multiplikatoren verdienen sehr wohl gutes Geld. Genau so viel, dass es motiviert weiterzumachen. Der Rest geht an den Vertriebler der sie angelernt hat. Das Geld fließt aber nur so lange sie neue Kunden heranschaffen- also bis sie ihren Bekanntenkreis komplett akquiriert haben. Danach wird’s mau. Sie hören frustriert auf, Kaltakquise ist zäh und lohnt sich kaum im Verhältnis zum Aufwand. Für dem seine Kunden lohnen sich langfristige Beziehungen nicht, denn es ist ein People Business. Die Beziehung besteht nicht zur Strukkibude, sondern zum Multiplikator.

 

Der kommende Vertriebler. Er verkauft wirklich gut, hohe Conversion Rate. Er ist überzeugend und ist überzeugt. Wer könnte besser neue Multiplikatoren heranzüchten als er? Damit hat er aber keinen Endkunden Kontakt mehr, verdient aber mehr. Für dem seine Kunden lohnen sich langfristige Beziehungen nicht, denn es ist ein People Business. Die Beziehung besteht nicht zur Strukkibude, sondern zum Multiplikator.

 

Es gibt also institutionell tatsächlich keinen guten Grund für langfristig zufriedene Kunden. Multiplikatoren sind alle im guten Glauben das beste für den Kunden zu tun, Vertriebler zum Teil.

 

Wenn du reich werden willst: finde ein Produkt, dass jeder brauchen kann, wo aber kaum jemand die Kompetenz hat das Preis-Leistungsverhältnis zu beurteilen und wo Multiplikatoren ehrlich meinen was Gutes zu tun. Wenn du dann für den Bezug der Ware kaum Kapiteleinsatz brauchst, bist du so gut wie safe.

 

Sorry for Spoiler, @Carsten Maschmeyer.

 

 

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Die von melina gestellte Frage beschäftigt auch mich derzeit. Gibt es denn von eurer Seite konkrete Vorschläge? 

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