Lazaros gestern um 08:51 Uhr vor 32 Minuten von Bigwigster: Bei meinen Fonds geht es nicht um „Öko- und Fair-Krempel”, sondern schlicht um die messbare Verringerung der CO2-Kennzahl pro Umsatz bei gleichzeitiger Beibehaltung des Faktorexposures und nahezu identischer Diversifikation. Das hört sich für mich nach der eierlegenden Wollmilchsau an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GuyInborito gestern um 08:51 Uhr Vielen Dank für deine Antwort. Ich halte generell Abweichungen in jedweder Hinsicht für nennen wir es gewagt. Tatsächlich finde ich ESG und Klima und Öko Sachen noch deutlich gewagter als andere Faktoren. Manche Faktoren können funktionieren, müssen nicht. "Grün" als Faktor wird aber ziemlich sicher nicht funktionieren schon allein weil weite Teile der Welt nichts davon halten. Die meisten tun zwar so als wären sie ganz arg besorgt aber am Ende greifen doch nur viele gerne grüne Entwicklungshilfen ab oder sehen zu wie sich die Konkurrenz damit selbst zerlegt, allen voran wir in der EU. Von daher ja: ich finde "Grün" ist eine der schlimmsten Wetten die man eingehen kann, zumindest hinsichtlich einer rentablen Geldanlage, weil das eigentlich nur per Planwirtschaft erzwungen werden kann und in einer solchen sehe ich den Raum für Wachstum nicht. Ich mußte schon damals schmunzeln als das Grüne Wirtschaftswunder angekündigt wurde, erinnerst du dich? Ist bisher nicht sonderlich gut gelaufen, aber vielleicht kommt das ja noch und ich liege falsch. Wer weiß... Dass dir ein all world zu langweilig ist kann ich nachvollziehen, jedoch langweile ich mich lieber als Rendite liegen zu lassen. Andererseits wenn die Sparrate hoch genug ist kann man ja auch auf ein paar Zehntel Prozent verzichten und man kann dennoch im Alter gut leben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster gestern um 09:28 Uhr · bearbeitet gestern um 09:54 Uhr von Bigwigster vor einer Stunde von GuyInborito: Manche Faktoren können funktionieren, müssen nicht. "Grün" als Faktor wird aber ziemlich sicher nicht funktionieren Wenn du mit „funktionieren” eine höhere Rendite meinst, sollte man das von einem solchen Fonds nicht erwarten. Ich erwarte, dass der Global Core und der Global Core ESG langfristig gesehen die gleiche Rendite im Bereich von +/- 0,25 % p. a. erzielen und bin der Meinung, dass man aufgrund des Faktor-Exposures nicht sicher sein kann, welcher besser läuft. Im Gegensatz dazu können die ESG-Filter in anderen ESG-Fonds durchaus ein negatives Faktor-Exposure verursachen und damit auch eine niedrigere erwartete Rendite. vor einer Stunde von Lazaros: Das hört sich für mich nach der eierlegenden Wollmilchsau an. Für meine Zielsetzung ist das durchaus der Fall . Für jemanden, der strengere Filterkriterien anwenden möchte, um beispielsweise viele Unternehmen auszuschließen, die dann nicht im Fonds enthalten sein sollen, wäre das allerdings nichts. Er würde nur den Kopf schütteln über all das, was da noch alles kreucht und fleucht. Auch jemand, der möglichst über alle möglichen Unternehmen diversifiziert sein will, würde den Kopf schütteln, was da alles rausfliegt. Hier mal die Anzahl der Unternehmen als Beispiel: Global Core Equity Fund 7.604 Number of Companies Global Core Equity Lower Carbon ESG 5.490 Number of Companies (72% noch enthalten im Vergleich zum Global Core) MSCI World 1.319 Number of Companies MSCI World SRI 380 Number of Companies (29% noch enthalten im Vergleich zum MSCI World) DFA schmeißt halt die meisten Unternehmen nicht raus sondern gewichtet sie nur höher oder niedriger. Je nach persönlicher Zielsetzung kann das besser/oder schlechter sein. Als Fan von Diversifikation bin ich dann doch lieber bei DFA. Bei ESG Fonds wird es halt kompliziert, weil es kein klares richtig oder falsch gibt, sondern viel davon abhängt was man will und wie streng es umgesetzt werden soll. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Euronensammler gestern um 11:15 Uhr ESG ist eine Überzeugung. Darüber lässt sich schwerlich diskutieren - wie über Geschmack. Wenn ich mit meiner Schweigermutter in den ländlichen BIO-Läden einkaufen gehe, dann erfahre ich jedes mal einen Preisschock Es ist halt Überzeugung. Die einen kaufen Moor, die anderen ESG, die nächsten bleiben in der Kirche wegen ihres Beitrags zu Sozioalgemeinschaft, die nächsten spenden, viele gehen in BIO-Läden und was auch sonnst immer. Es gibt sicherlich auch "einfältige" Gutmenschen, aber ich nehme an, dass die WPF'ler nicht einfältig sind, sondern einer bewussten Einstellung folgen. Es ist eine Herausforderung an die eigene Akzeptanz, andere Grundeinstellungen zu akzeptieren, ohne sich in seiner eigenen Grundeinstellung in Frage gestellt zu fühlen. Meine persönliche Meinung: Vorsicht bei "sozialen/grünen" Themen! Die Solarpleiten der '00-er Jahre. Budgetierung des Gesundheitssektors. Sozialisierung von Kosten. Wenn jemand aus Überzeugung ESG macht, dann werde ich ihn nicht deswegen kritisieren, sondern folgen, beobachten und lernen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag