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Valueanalyst

Wie kauft ihr nach Valueansatz und welche Aktien sind günstig?

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Valueanalyst
Posted · Edited by Valueanalyst

Hallo zusammen,

so langsam zweifel ich an der Value Theorie und an den Fähigkeiten der Fondsmanager. Das beste Beispiel ist wohl der Templeton oder Nordea European Value, der nach dem Totalausverkauf mit -50% dann wahrscheoinlich umgeschichtet hat!?

Die Fehlallokation am Markt durch die Zinspolitik ist/war zwar enerom, doch irgenwann (ich hoffe ich erlebe dies noch) sollte man zurück zur Realtiät und den waren Werten finden. Wie wählt man günstige Aktien aus mit Kurspotential, wenn weiter Billiggeld fliest:

 

Bsp.: Der große Value-Hipp ist jetzt Amazon und Google und ich frage mich warum, denn genau die habe ich schon länger verkauft als sie mal vor längerem mal bei 2000 (Amazon) waren. Amazon EK-Quote liegt bei 25%, enorme Vielfachung im Kurs in kurzer Zeit und nun erkennen die Valuefonds den Wert mit Potential. Amazon wir immer schwerer zu händeln und was soll mit dem Marktwert denn noch passieren? Wachstum von der Größe und Marge geht auch nicht unendlich und gibt es keine besseren Werte wie auch Kroger oder Apple. Nach welchen Werten bewertet man/ihr günstige Value-Aktien? Nimmt nicht auch die, die richtig welche auf die Mütze bekommen haben?

 

- Shell hat 70% an Wert verloren, hat gutes Cash, EK-Quote 50% und dürfte langfristig wieder deutlich steigen, wenn sich der Ölmakt beruhigt hat

- MunichRE & Allianz, Ertragsstark und sicherer Hafen?

- BMW hat eine gute EBITDA Marge, hat viel verloren KBV liegt unter 1, EK-Quote, wegen der Dividenausschüttung aber recht mager

- HeidelbergerCement, hohes EBITDA, EK 50%, KBV unter 1, Baubranche dürfte weiterhin gut laufen

- RWE: Einnahmen sind staatlich gesichert, gute Kennzahlen, hohe Marge

 

Sind das alles Schrottaktien mit guten Kennzahlen, die man als recht stabil mit Kurspotential sehen könnte, aber die Frage ist, ob diese Kennzahlen mit einer positiven Marktprognose (sofern man dran glaubt) nicht alleine ausreichen.
Welche Aktien sind denn günstig????

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Bärenbulle
Posted · Edited by Bärenbulle

Ich wüßte wo man suchen kann (Österreich):

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vor 28 Minuten von Bärenbulle:

Ich glaub ich bilde Europa mit dem ATX ab. :narr: Die Bewertung ist zz. echt genial. Man beachte vor allem den Price/Cash Flow::wub:

 

Bild1.thumb.jpg.3917ba750dbee66fd8eb702389cb88bd.jpg

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Sovereign
Posted · Edited by Sovereign
vor 12 Stunden von Valueanalyst:

Nach welchen Werten bewertet man/ihr günstige Value-Aktien?

was bedeutet für Dich genau Value ?

 

Ich unterscheide zwischen Wachstumswerten (Growth, z.B. Amazon ,it sehr hohem KGV), Qualitätsaktien (Quality, z.B. Nestle KBV = 6), schwankungsarme Titel (Low Volatility), soliden Substanzwerten (Value, KGV < 10 + KBV (price to book) < 1)

 

Und das ist erst der Anfang der Diskussion ...

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Bärenbulle
Posted · Edited by Bärenbulle

Hier ist man wie immer bearish, außer für Value. Ich sehe das aber insbesondere mit den EM Value Aktien genauso und habe die stark übergewichtet. Wobei auch SC Value und EU Value sehr interessant sind:

 

Bild1.thumb.jpg.4eb82bcb2d7670bc6d3a4ba22daedfaf.jpg

 

@Souvereign: Unter Value wird normalerweise immer eine zum Kurs günstige Verhältniskennzahl bezeichnet z.B. PE, PS, PB, DY usw. Die bekanntesten Studien kommen von Fama&French die den KBV (PB) verwendet haben. Am geeignetsten um den Value-Faktor zu beschreiben sind in absteigender Reihenfolge:

1) KBV

2) KUV

3) KCV

4) KGV

5) DR

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Valueanalyst
Posted · Edited by Valueanalyst

Die fünf Faktoren spiele eine maßgelbliche Rolle und genau deshalb frage ich mich warum bei solchen Ansätzen die aktiv geführte Fonds so grausam abschneiden!? Sind die Manager alle unfähig? Alleine betrachtet sagen die Werte nicht viel aus:

- KBV: sollte bei mir unter 1 sein: Hier könnte man das Unternehmen zum Buchwert erstehen die i.d.R. deutlich höher sidn, aber wenn nichts investiert wurde bringt das alleine nichts

- KGV / EBITDA: Sollte bei mir unter 5 oder 10 sein, wenn man auch nur über Gewinne letztlich Geld verdienen und investieren kann. Wichtig ist hier ein langfristig sicherer KGV mit der Frage woher sie kommen. Diese sollten stabil sein!

 

Was nütze einem eine tolle Cashquote, wenn man nicht weiß wohin mit dem Geld and man investiert in fragwürdige Projekte oder rechnet damit, dass es immer so weiter geht. Amazon kann mweiner Meinung nach nicht immer so weiter machen, das wird aber unterstellt. Tesla bzw. ist weder im Vergleich noch nennenswert innativ noch stecken sie vel in die Entwicklung udn die Konkurrenz schläft nicht. Letztlich muss man den richtigen Riehcer haben wo sich ein Trend hinentwickelt, deshalb investiere ich gerne lieber in solide  langweilige Unternehmen mit einer kontinuierlichen Marge und Fortschreibung nach der Bewertung der oben genannten Kennzahlen.

 

Fragen:

1.) Gibt es eine Seite/Anbieter, wo man über die Kennzahleneingrenzung erstmal Firmen (auch kleiner) abfragen und eingrenzen kann die man sich genauer anschaut?
2.) Was haltet ihr von den obern genannten Werten Shell, MunichRE & Allianz, BMW, Heidelberger Cement und RWE

3.) Welche Valuefonds sind wirklich gut bzw. haben im Vergleich zum Tiefststand (Fonds/Index MSCI,DAX,S&P,DJ) seit 2008 nicht nur verdoppelt, sondern wie die Indexfonds auch mal vermehrfacht. Selbst die Aktien von Warren Buffet hat sich verdreifacht und dümpelte vorher jahrelang rum!?

 

 

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Gewinnrendite
Posted
Am 26.4.2020 um 15:21 von Valueanalyst:

Die fünf Faktoren spiele eine maßgelbliche Rolle und genau deshalb frage ich mich warum bei solchen Ansätzen die aktiv geführte Fonds so grausam abschneiden!? Sind die Manager alle unfähig?

Zum Thema Fonds: Ich denke (offene) Aktienfonds können allgemein nicht richtig funktionieren weil die Manager neben dem eigentlichen Investmentprozess auch immer Mittelzu- und Abflüsse im Auge behalten müssen. Im Prinzip sind die sogar wichtiger als der Erfolg der Investmentstrategie, denn ein Fonds mit schlechter Performance aber hohen Mittelzuflüssen kann super überleben während Mittelabflüsse immer schädlich für den Fonds sind und somit das Management unter Druck setzen.

 

Das führt dann oft dazu dass die Strategie nicht auf Performance sondern auf Risikovermeidung optimiert wird und dazu dass Aufwand für Marketing betrieben wird. Beides Maßnahmen die zwar die Existenz des Fonds sichern, aber den Investoren nichts bringen.

 

Anders sieht es bei Beteiligungsgesellschaften aus (wie bei dem von dir erwähnten Berkshire): Hier kann kein Kapital entzogen werden, da die Aktien nicht an die Gesellschaft zurückgegeben werden können. Daher kann das Management sich ganz auf die langfristige Performance konzentrieren. Deshalb haben Beteiligungsgesellschaften im Gegensatz zu Fonds zumindest eine realistische Chance den Markt langfristig zu schlagen. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch schlechte Beteiligungsgesellschaften gibt. Das wäre aber Thema für einenneuen Thread.

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Bit
Posted
Am 26.4.2020 um 15:21 von Valueanalyst:

  Amazon kann mweiner Meinung nach nicht immer so weiter machen, das wird aber unterstellt.

 

 

nicht immer aber die nächsten jahre gehts sicherlich noch rauf. vllt nicht so arg steil aber defitiv noch rauf bis wirklich der letzte bemerkt hat das onlineshopping angenehmer ist als in der überfüllten stadt nach einem parkplatz zu suchen. ich möchte nicht sagen ob das gut oder schlecht ist bzw werten sondern denke nur das wirklich jeder dies wenigstens bemerken wird.

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Gewinnrendite
Posted
vor 1 Stunde von Bit:

nicht immer aber die nächsten jahre gehts sicherlich noch rauf. vllt nicht so arg steil aber defitiv noch rauf bis wirklich der letzte bemerkt hat das onlineshopping angenehmer ist als in der überfüllten stadt nach einem parkplatz zu suchen. ich möchte nicht sagen ob das gut oder schlecht ist bzw werten sondern denke nur das wirklich jeder dies wenigstens bemerken wird.

Anderseits hat Amazon soweit ich das sehe ein 2019er KGV von ca. 100. Das heißt um den Kurs zu rechtfertigen müssen die Gewinne nicht nur weiter steigen sondern sich mittelfristig verfünffachen (wenn man von einem "normalen" KGV von 20 ausgeht). Wenn die Gewinne weniger stark wachsen kann es passieren dass der Kurs einbricht obwohl es der Firma gut geht.

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dev
Posted
vor 23 Minuten von Gewinnrendite:

Anderseits hat Amazon soweit ich das sehe ein 2019er KGV von ca. 100. Das heißt um den Kurs zu rechtfertigen müssen die Gewinne nicht nur weiter steigen sondern sich mittelfristig verfünffachen (wenn man von einem "normalen" KGV von 20 ausgeht). Wenn die Gewinne weniger stark wachsen kann es passieren dass der Kurs einbricht obwohl es der Firma gut geht.

Das sehe ich auch irgendwann kommen, das das KGV fällt.

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Chips
Posted
Am 22.4.2020 um 22:17 von Valueanalyst:

Amazon EK-Quote liegt bei 25%, enorme Vielfachung im Kurs in kurzer Zeit und nun erkennen die Valuefonds den Wert mit Potential. Amazon wir immer schwerer zu händeln und was soll mit dem Marktwert denn noch passieren? Wachstum von der Größe und Marge geht auch nicht unendlich 

Ja,es geht nicht unendlich weiter, aber aktuell wächst Amazons Umsatz eben >25%. Was den Aktionären letztlich bleibt ist der Free Cashflow, mit dem man Schulden bedient, Dividenden bezahlt, Aktien zurück kauft, Investitionen tätigt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 25%, was aber daran liegt, dass Amazon eben viele Waren und Dienstleistungen eben noch ausliefern muss, auf der anderen Seite der Bilanz noch viele Zahlungen von Kunden ausstehen. Das Gleiche gilt für Zulieferer.  Relevanter sind die Langzeitschulden. 

Amazons FCF liegt bei 21Mrd., die Langzeitschulden bei 23Mrd.. Das ist ein Topwert, Amazon quasi schuldenfrei. Der FCF ist viel aussagekräftiger bei Amazon(und doppelt  und wird relativ zum Umsatz eher noch schneller steigen und der Umsatz wächst wie gesagt mit >25%. FCF zum Kurs liegt dann auch nur halb so hoch wie das KGV. Das rechtfertigt nun mal die hohe Bewertung. 

 

Amazon ist aber eindeutig Growth und nicht Value. 

Am 22.4.2020 um 22:17 von Valueanalyst:

- Shell hat 70% an Wert verloren, hat gutes Cash, EK-Quote 50% und dürfte langfristig wieder deutlich steigen, wenn sich der Ölmakt beruhigt hat

- MunichRE & Allianz, Ertragsstark und sicherer Hafen?

- BMW hat eine gute EBITDA Marge, hat viel verloren KBV liegt unter 1, EK-Quote, wegen der Dividenausschüttung aber recht mager

- HeidelbergerCement, hohes EBITDA, EK 50%, KBV unter 1, Baubranche dürfte weiterhin gut laufen

- RWE: Einnahmen sind staatlich gesichert, gute Kennzahlen, hohe Marge

 

Sind das alles Schrottaktien mit guten Kennzahlen, die man als recht stabil mit Kurspotential sehen könnte, aber die Frage ist, ob diese Kennzahlen mit einer positiven Marktprognose (sofern man dran glaubt) nicht alleine ausreichen.
Welche Aktien sind denn günstig????

Allianz und Munich Re kann man halten, aber die Wachstumsraten sind eben begrenzt. Eine Allianz hat heute etwa 50% mehr Umsatz als vor 20 Jahren. Nestle, Unilever etc. haben zwar ihre Umsatzmarge verbessert, aber es gibt es eben praktisch kein Umsatzwachstum. Die liefern aber eine sichere Dividendenrendite und guten FCF. 

 

BMW bzw. die Autobauer haben seit Jahren keinen positiven FCF. Langzeitschulden liegen relativ zum Umsatz oder Bilanzsumme bei etwa 2/3 oder 1/3, bei Amazon weniger als 1/10. Aber mit was soll BMW Schulden zurückbezahlen? Deren viele Investitionen lassen zwar auch das Eigenkapital steigen, aber wenn deren Fabriken immer mehr Autos ausspucken, die immer weniger kaufen wollen (und BMW versucht wirklich Vieles, um den Umsatz hoch erscheinen zu lassen), was sind die Fabriken dann noch wert? Das wiederum rechtfertigt das niedrige KGV der Autobauer. Als ich angefangen hab in Einzelaktien zu investieren, hieß es "Finger weg von Autobauern und Airlines", hab beide gekauft (Stichwort niedriges KGV und so), waren meine schlechtesten Investments. 

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