Jump to content
BarbarossaII

Vergleich Rentenfaktor der gesetzlichen Rente vs. private Versicherungsverträge

Recommended Posts

s1lv3r
Posted
Am 23.5.2020 um 02:23 von stagflation:

Man kann sehr gut planen, welche Rente man bekommen wird.

 

Womit planst du denn konkret?

 

Wenn du nur mit dem heutigen Wert ohne jegliche Rentensteigerungen rechnen würdest, würdest du Stand jetzt ja erst einmal von einer grausamen Rendite ausgehen. Um zu berechnen, ob man "genug für das Rentenalter tut" wäre das ja m.M.n. irgendwie gänzlich ungeeignet. Also muss man für die GRV ja doch irgendeine angenommene aber nicht garantierte Rendite - ähnlich der 5% Projektion bei den privaten Rentenversicherungen - für die eigene Rentenplanung annehmen.

Share this post


Link to post
lacerator1984
Posted
vor 4 Minuten von s1lv3r:

 

Womit planst du denn konkret?

 

Wenn du nur mit dem heutigen Wert ohne jegliche Rentensteigerungen rechnen würdest, würdest du Stand jetzt ja erst einmal von einer grausamen Rendite ausgehen. Um zu berechnen, ob man "genug für das Rentenalter tut" wäre das ja m.M.n. irgendwie gänzlich ungeeignet. Also muss man für die GRV ja doch irgendeine angenommene aber nicht garantierte Rendite - ähnlich der 5% Projektion bei den privaten Rentenversicherungen - für die eigene Rentenplanung annehmen.

Ich hatte mir mal ein Excel-Sheet erstellt, wo ich meine Rente mit gewissen Szenarien berechnen kann. Das ist nicht hochwissenschaftlich, sondern eher eine Hilfe, um etwas besser planen zu können.

Die Prognosewerte ersetze ich immer wenn mein Bescheid von der GRV kommt.

 

Ich weiß natürlich auch, dass es bis zum Rentenbeginn noch diverse Änderungen geben wird, die natürlich heute schwer zu prognostizieren sind.

 

Auf diese Betrachtung bin ich mal gekommen als ein Makler mir mit dem Kriebel-Rechner und mit meinem Rentenbescheid eine Versorgungslücke berechnet hatte.

Share this post


Link to post
stagflation
Posted · Edited by stagflation
vor 2 Stunden von lacerator1984:

Ich hatte mir mal ein Excel-Sheet erstellt, wo ich meine Rente mit gewissen Szenarien berechnen kann. Das ist nicht hochwissenschaftlich, sondern eher eine Hilfe, um etwas besser planen zu können.

Die Prognosewerte ersetze ich immer wenn mein Bescheid von der GRV kommt.

 

Gute Idee! Das mache ich auch so. :)

 

vor 2 Stunden von s1lv3r:

Wenn du nur mit dem heutigen Wert ohne jegliche Rentensteigerungen rechnen würdest, würdest du Stand jetzt ja erst einmal von einer grausamen Rendite ausgehen. Um zu berechnen, ob man "genug für das Rentenalter tut" wäre das ja m.M.n. irgendwie gänzlich ungeeignet. Also muss man für die GRV ja doch irgendeine angenommene aber nicht garantierte Rendite - ähnlich der 5% Projektion bei den privaten Rentenversicherungen - für die eigene Rentenplanung annehmen.

 

Wenn man bei der GRV rechnet, fließen viele Rechengrößen ein, die exponentiell steigen:

  • Das Durchschnittsentgelt
  • Das eigene Einkommen
  • Der Rentenwert
  • Die Preise

In nullter Näherung kann man annehmen, dass die Rechengrößen ähnlich steigen werden - und dass sich deshalb die Steigerungen gegenseitig wegkürzen. Das vereinfacht das Rechnen. :)

 

Beispiel: nimm an, Du würdest heute in Rente gehen und Du bräuchtest heute 2.000 € im Monat, um gut leben zu können. Dann bräuchtest Du bei einem Rentenwert von 33 €  knapp 60 Rentenpunkte (ganz grob gerechnet. Bei einer genauen Rechnung kann und muss man natürlich noch Steuern, Krankenkassen- und Pflegeversicherung einrechnen, usw.).

 

In 20 Jahren werden die 2.000 € natürlich nicht mehr reichen, weil die Preise gestiegen sein werden. Aber dann werden auch Durchschnittsentgelt und Rentenwert entsprechend angewachsen sein - so dass Du wieder auf ungefähr 60 Rentenpunkte kommen wirst. Praktisch, oder?

 

Ich schrieb "nullte Näherung". Man kann natürlich versuchen, genauer zu rechnen. Aber dann muss man Annahmen zur weiteren Entwicklung der Rechnungsgrößen treffen. Und diese Annahmen können deutlich von der Realität abweichen. Es ist fraglich, ob man damit zu wesentlich besseren Ergebnissen kommt.

 

Viel wichtiger ist, dass man gut abschätzt, wie viel Geld man aus der Rentenversicherung bräuchte, wenn man heute in Rente gehen würde. Das ist der entscheidende Wert.

Share this post


Link to post
lacerator1984
Posted
vor 17 Minuten von stagflation:

 

Gute Idee! Das mache ich auch so. :)

 

 

Wenn man bei der GRV rechnet, fließen viele Rechengrößen ein, die exponentiell steigen:

  • Das Durchschnittsentgelt
  • Das eigene Einkommen
  • Der Rentenwert
  • Die Preise

In nullter Näherung kann man annehmen, dass die Rechengrößen ähnlich steigen werden - und dass sich deshalb die Steigerungen gegenseitig wegkürzen. Das vereinfacht das Rechnen. :)

 

Beispiel: nimm an, Du würdest heute in Rente gehen und Du bräuchtest heute 2.000 € im Monat, um gut leben zu können. Dann bräuchtest Du bei einem Rentenwert von 33 €  knapp 60 Rentenpunkte (ganz grob gerechnet. Bei einer genauen Rechnung kann und muss man natürlich noch Steuern, Krankenkassen- und Pflegeversicherung einrechnen, usw.).

 

In 20 Jahren werden die 2.000 € natürlich nicht mehr reichen, weil die Preise gestiegen sein werden. Aber dann werden auch Durchschnittsentgelt und Rentenwert entsprechend angewachsen sein - so dass Du wieder auf ungefähr 60 Rentenpunkte kommen wirst. Praktisch, oder?

 

Ich schrieb "nullte Näherung". Man kann natürlich versuchen, genauer zu rechnen. Aber dann muss man Annahmen zur weiteren Entwicklung der Rechnungsgrößen treffen. Und diese Annahmen können deutlich von der Realität abweichen. Es ist fraglich, ob man damit zu wesentlich besseren Ergebnissen kommt.

 

Viel wichtiger ist, dass man gut abschätzt, wie viel Geld man aus der Rentenversicherung bräuchte, wenn man heute in Rente gehen würde. Das ist der entscheidende Wert.

Ich habe ein Szenario, das ich auch im Wesentlichen nutze, bei dem der Rentenwert um 1% steigt, das Durchschnittsentgelt jedoch um 2% (so habe ich auch meine eigene Gehaltsentwicklung angesetzt, die ich aber bisher immer übertroffen habe). In den letzten Jahren haben sich die Werte immer etwas besser entwickelt als angenommen. Für die nächsten Jahre rechne ich persönlich aber nicht mehr damit.

 

Da ich sowieso mehr als 30 Jahre in die Zukunft projizieren muss, ist natürlich alles mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet.

 

Mich hatte damals die Rentenlücke berechnet mit dem Kriebel-Rechner sehr stutzig gemacht. Es war kein Wunder, dass ein exorbitanter Betrag raus kam. Er hatte mir (trotz genutzter 8% Dotierung der bAV zzgl. eigener Altverträge) noch einen Investitionsbedarf in einer Fondsversicherung von 600 € monatlich ausgerechnet. Das erste was ich korrigiert hatte, waren die Ausgaben für die Besparung der Rentenverträge (die kommen ja dann zur Auszahlung und werden nicht mehr bespart) und der Wegfall der BU. Alleine das machte mich schon ziemlich stutzig.

Share this post


Link to post
chirlu
Posted
vor 4 Stunden von lacerator1984:

Die Frage war, wie man rein statistisch zu diesem Betrag kommt, was hier einfließt, ggf. korrigiert oder angepasst wird, etc.

 

Ganz genau weiß ich es auch nicht. Prinzipiell sollte es aber das arithmetische Mittel der Verdienste (einschließlich Sonderzahlungen, nicht begrenzt auf den SV-pflichtigen Anteil) aller Arbeitnehmer sein, außer der „Ein-Euro-Jobber“; und für den Westen und den Osten jeweils getrennt.

 

Das Statistische Bundesamt merkt allgemein zur Verteilung noch an:

Zitat

Aus der Verdienststrukturerhebung 2014 ist bekannt, dass knapp 2 von 3 Vollzeitbeschäftigten (63%) weniger verdienen als den gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert; nur ein gutes Drittel (37%) hat höhere Bruttoverdienste. Dieses Drittel hat so hohe Verdienste, dass der Durchschnittswert für alle Beschäftigten "nach oben" gezogen wird.

 

vor 1 Stunde von stagflation:

In nullter Näherung kann man annehmen, dass die Rechengrößen ähnlich steigen werden - und dass sich deshalb die Steigerungen gegenseitig wegkürzen. Das vereinfacht das Rechnen. :)

 

So mache ich das auch, wenn ich den Wert meiner Rentenanwartschaften abschätze:

 

Share this post


Link to post
BarbarossaII
Posted · Edited by BarbarossaII

Guten Tag zusammen,

 

gibt es außer den

  • von chirlu in Post #6 in diesem Faden beschriebenen Sonderfällen   [bei mir: Schule schon genutzt; für die "ab 50 Zahlung" bin ich zu Jung]
  • von stagflation in Post #18 in diesem Faden beschriebenen Selbständigkeit   [bei mir: kann ich nicht nutzen, da abhängig Beschäftigt]

den Sonderfall, dass ein Arbeitnehmer freiwillige Beiträge zahlen kann?

 

[durch die Kurzarbeit werde ich dieses Jahr Gehaltseinbußen haben; Ausgleich durch private Sonderzahlung in Rentenkasse wär evtl. interessant]

 

Dort hatte ich nichts gefunden:

  https://www.ihre-vorsorge.de/rente/gesetzliche-rente/freiwillige-rentenversicherung-kann-sich-lohnen.html

  https://www.finanztip.de/gesetzliche-rentenversicherung/freiwillige-rentenversicherung/

Daher gehe ich davon aus, dass es nicht geht, da Arbeitnehmer normalerweise nichts zusätzlich einzahlen dürfen, wie s1lv3r in Post #5 in diesem Faden schrieb.

 

 

Danke & Gruß,

Barbarossa II

 

Share this post


Link to post
chirlu
Posted
vor 12 Minuten von BarbarossaII:

durch die Kurzarbeit werde ich dieses Jahr Gehaltseinbußen haben; Ausgleich durch private Sonderzahlung in Rentenkasse wär evtl. interessant

 

Für den Zeitraum der Kurzarbeit werden Beiträge gezahlt, die 80% des durch das Kurzarbeitergeld ersetzten Gehalts entsprechen. Die Einbußen sind also rententechnisch weniger groß als beim tatsächlichen Verdienst.

 

Die einzige Möglichkeit für zusätzliche Beiträge, die ich sehe: einen Nebenjob aufnehmen (aber keine kurzfristige Beschäftigung). Für die zweite Anstellung werden auch Rentenbeiträge kassiert.

Share this post


Link to post
Bolanger
Posted

 

vor 5 Stunden von stagflation:

In 20 Jahren werden die 2.000 € natürlich nicht mehr reichen, weil die Preise gestiegen sein werden. Aber dann werden auch Durchschnittsentgelt und Rentenwert entsprechend angewachsen sein - so dass Du wieder auf ungefähr 60 Rentenpunkte kommen wirst. Praktisch, oder?

 

Das halte ich bei einer isolierten Betrachtung meiner rente genau so. Diese Vereinfachung bringt nur dann nichts mehr, wenn man die Finanzen über die gesetzliche Rente hinaus betrachtet. Denn bei allen anderen Formen der Altersvorsorge werden entsprechende Renditen betrachtet. Wenn ich also wissen möchte, welchen Anteil an meinen Alterseinkünften z.B. eine privat abgeschlossene Rentenversicherung hat, dann muss ich zwangsläufig auch die Zahlung der GRV projizieren. 

Share this post


Link to post
stagflation
Posted
vor 5 Minuten von Bolanger:

Wenn ich also wissen möchte, welchen Anteil an meinen Alterseinkünften z.B. eine privat abgeschlossene Rentenversicherung hat, dann muss ich zwangsläufig auch die Zahlung der GRV projizieren. 

 

Ich würde auch hier versuchen, die Barwerte auszurechnen - dann kann man gut mit der GRV vergleichen. Für die Rechnung muss man halt zwei Annahmen treffen: jährliche Verzinsung und Inflationsrate.

 

Ich poste später oder morgen ein Beispiel.

Share this post


Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.