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WiIngVest

Was passiert im Leistungsfall?

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liki90
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vor 10 Minuten von moonraker:

 

Der Makler arbeitet für Dich und in Deinem Interesse.

Danke für die Aufklärung. :)  Trotzdem wurde in diesem Thread zum ersten Mal ausführlich beschrieben, dass der Makler eben nichts mit dem Leistungsfall zu tun hat oder haben wollen kann. Er ist da, wenn der Vertrag unterzeichnet werden soll jede weitere Unterstützung ist Glückssache. 

 

Man kann sich eben nicht gegen alle Eventualitäten im Leben versichern und das Leben 100% akribisch durchplanen. Aber das ist vielleicht ein Problem der Mentalität. Ich werde das auf jeden Fall nie verstehen und bin immer wieder fasziniert, was für Angsthasen deutsche Männer sind. :D

 

 

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polydeikes
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*kopf tisch*

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WiIngVest
Posted
vor 12 Minuten von liki90:

der Makler eben nichts mit dem Leistungsfall zu tun hat oder haben wollen kann.

1) der Makler trägt aber viel zum Gelingen oder nicht Gelingen bei. 

2) ist doch gut, wenn er von Anfang an sagt, dass er da kein Experte ist. 

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liki90
Posted
vor 4 Minuten von WiIngVest:

1) der Makler trägt aber viel zum Gelingen oder nicht Gelingen bei. 

2) ist doch gut, wenn er von Anfang an sagt, dass er da kein Experte ist. 

Es wird über „den Makler“ geschrieben also beziehe ich mich in meinen Beiträgen auf den Durchschnittsmakler und auf keinen bestimmten hier im Forum. Ich bezweifle, dass es der Durchschnittsmakler so gut kann....Das ist doch wie in jedem anderen Beruf. Ob Makler, Putzfrau oder Vorstand. Jeder macht seinen Job wie er denkt, aber richtig gut sind die wenigsten. :rolleyes: 

 

 

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Invest86
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vor 8 Minuten von liki90:

Das ist doch wie in jedem anderen Beruf.

Genau, wenn ich mich auf eine Sache spezialisiert habe, dann verweise ich für andere Komplexe Themen auf einen Kollegen, so einfach ist das. 

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liki90
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vor 15 Minuten von Invest86:

Genau, wenn ich mich auf eine Sache spezialisiert habe, dann verweise ich für andere Komplexe Themen auf einen Kollegen, so einfach ist das. 

Genau. Habe ich verstanden, danke.

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WiIngVest
Posted

So, da wir dies nun hoffentlich geklärt haben, hoffe ich, dass wir noch meine Fragen geklärt kriegen:

Am 24.5.2020 um 12:52 von WiIngVest:

 

Wow, vielen Dank mal wieder für die sehr ausführliche Antwort.

Am 24.5.2020 um 12:02 von polydeikes:

zu 1) Vermittler sind im Leistungsfall wenig hilfreich. Liegt in der Natur der Sache und ist auch keine Vermittleraufgabe. BUs werden klassisch zwischen 25 und 30 abgeschlossen, in den letzten Jahren zunehmend jünger (Schüler, Azubis, Studenten). Heißt, rein statistisch hat der Vermittler 20 Jahre + x Ruhe, denn erst dann beginnt rein statistisch das Hochrisikoalter iS der BU-Leistungsanträge.

 

Was in der Praxis dazu führt, dass selbst Vermittler mit in Relation größerem BU-Bestand nicht so viele Leistungsfälle haben,1 - 3 pro Jahr. Die mir persönlich bekannte Kollegin (Einzelkämpfer) mit den meisten Leistungsanträgen hatte 42 BU-Leistungsfälle. Aber in 38 Jahren Berufstätigkeit.

 

Kurzum: Üblicherweise fehlt dem Vermittler schon allein die Praxis. Die bekommt man nicht mit 2-3 Leistungsfällen im Jahr. Entsprechend ist - egal was der Vermittler so werblich erzählt - dieser eher kein geeigneter Ansprechpartner im Leistungsfall. Ist ja auch gar nicht seine Aufgabe. Vergüten lassen darf er sich für die neu entstehende Arbeit auch nicht.

 

Wenn ich einen guten Vermittler habe, spielt der im Leistungsfall Taxifahrer. Meint, er holt den idR beunruhigten und verunsicherten Kunden erst einmal ab, sortiert die Story und hilft Fehler vorab zu vermeiden.

Große Vertriebs-/Vermittlerbuden werben in solchen Fällen damit, dass die eine eigene Abteilung haben, die ich in Schadenfällen darum kümmert. Wie ist deine Einschätzung hierzu?

 

Am 24.5.2020 um 12:02 von polydeikes:

2.1) Abgefragt wird unbegrenzt, grds. stehen nicht mehr als 10 Jahre vom Zeitpunkt des Leistungsantrags an zu, was die VVA Prüfung im Leistungsfall (durch bspw. Versicherungsberater) vorab auch sicherstellen sollte. (§ 304 SGB V - Abs. 1 Satz 1)

Also das bedeutet, dass die Versicherungen probieren die gesamte Akte zu kriegen, dies es aber nicht dürfen? Nur damit ich das genau verstehe: VN hat am 01.01.2010 den BU-Vertrag abgeschlossen und die VVA bestmöglich beantwortet. VN wird am 01.01.2020 BU und stellt einen Leistungsantrag. Welchen Zeitraum fragt der VR nun genau ab? 01.01.2000-01.01.2010 oder 01.01.2010-01.01.2020? Bzw. fragt der VR direkt bei den Ärzten an oder sagen die, dass du alle Unterlagen besorgen sollst?

Am 24.5.2020 um 12:02 von polydeikes:

Andere Anspruchsgrundlage und diverse Abwimmlungsversuche.

Auf wen beziehst du das hier? VR oder VN? Was ist mit Abwimmelungsversuche gemeint?

Am 24.5.2020 um 12:02 von polydeikes:

Der VR hat diese Probleme ob anderer Grundlage im Leistungsfall nicht.

Welches Problem und warum nicht?

 

Am 24.5.2020 um 12:02 von polydeikes:

Üblicher Ansatz für den VN, der zuvor fälschlich nur über SGB V abgefragt hat:

Zitat

Da mein Auskunftsersuchen nicht vollständig erfüllt wurde, stelle ich hiermit zusätzlich einen Antrag auf Auskunft über Sozialdaten gem. § 83 SGB X.
Falls Sie der Auffassung sind, dass § 83 SGB X von § 305 SGB V verdrängt wird, verweise ich auf die maßgebliche Entscheidung des BSG vom 02.11.2010, Az: B1 KR 12/10 R.

Kriegt man so mehr Daten von den GKV und der kassenärztlichen Vereinigung?

 

 

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Badurad
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vor 4 Stunden von liki90:

Ne, ist es auch nicht. :) Ich habe keine schlechte Meinung von Vertretern. Der Druck ist sicherlich auch nicht so hoch wie bei Maklern, da einige ein festes Gehalt bekommen und dann nicht nur auf Abschlüsse angewiesen sind.

Ähm, nein! (Außer in Grenzen bei der Debeka.)

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liki90
Posted
vor 5 Minuten von Badurad:

Ähm, nein! (Außer in Grenzen bei der Debeka.)

Ähm, doch. Es gibt nicht nur die Debeka mit angestelltem Außendienst.

 

vor einer Stunde von WiIngVest:

So, da wir dies nun hoffentlich geklärt haben, hoffe ich, dass wir noch meine Fragen geklärt kriegen:

:pro:

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Xeronas
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vor 3 Stunden von polydeikes:

*kopf tisch*

Wie wärs alternativ mit deiner geliebten Natursteinmauer? Eventuell effektiver :D

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polydeikes
Posted · Edited by polydeikes

Deine Sozialromantik ist schon sehr amüsant. Ein Fixum ist idR ins Verdienen zu bringen. Und das bei einer Debeka bspw. mit absurd niedrigen einmaligen Abgeltungen für Abschlüsse. Für 12-1800 Euro mtl. Fixum arbeiten, da weiß ich als Kunde, welchen Wert der Betroffene seiner Arbeitskraft zugesteht. Die Fahrten zum Kunden schön auf eigene Tasche ... Und fahren müssen die Jungs ja, als Vertreter MÜSSEN sie zum Kunden, auch wenn es nur um 10 Euro geht.

 

Andere Gesellschaften setzen Fixum nur als Köder ein, bspw. Allianz erste 3 Jahre und dazu noch einen abgewrackten Bestand. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

 

Eine Württembergische zahlt etwas mehr, 2-3k Brutto Fixum. Provi (stark kastriert) oben drauf. Wüsste ich auch, was ich davon halten würde, in Finanz- und Versicherungsangelegenheiten von jemandem beraten zu werden, der unter Durchschnittsentgelt GRV verdient.

 

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Infocollector
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vor 23 Minuten von polydeikes:

Wüsste ich auch, was ich davon halten würde, in Finanz- und Versicherungsangelegenheiten von jemandem beraten zu werden, der unter Durchschnittsentgelt GRV verdient.

Da das Brutto-Medianeinkommen in DE anno 2019 bei 2509 EUR lag (nicht zu verwechseln mit dem Äquivalenzeinkommen), liegt derjenige, der 3k Fixum verdient, schon im 50-60-Dezil. Für ein Grundgehalt, das durch Provisionen noch aufgestockt wird, ist das im Grunde schon mal gar nicht so schlecht.

Und ob derjenige, der als Versicherungsvertreter 8 - 10k brutto nach Hause nimmt, pauschal so viel besser berät als der hochmotivierte Jungspund, der sich hocharbeiten möchte, ist wohl auch nicht ohne Weiteres zu beurteilen. Tendenziell hat der einfach nur mehr Routine darin, der Kundschaft das Geld aus der Tasche zu lotsen.

Da hätte ich generell unabhängig vom Grundgehalt mehr Bedenken, überhaupt provisionsgetrieben "beraten" zu werden.

 

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polydeikes
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Steht dir doch frei, dich gegen Honorar oder Entgelt darüber beraten zu lassen, welche Folgen Durchschnittsentgelt GRV so verursacht. Dann verstehst du auch, warum ich mich NICHT von jemandem mit Durchschnittsentgelt GRV zu AV beraten lassen würde.

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WiIngVest
Posted

Ihr macht das doch absichtlich :dumb:

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liki90
Posted · Edited by liki90
vor 9 Stunden von polydeikes:

Deine Sozialromantik ist schon sehr amüsant. Ein Fixum ist idR ins Verdienen zu bringen. Und das bei einer Debeka bspw. mit absurd niedrigen einmaligen Abgeltungen für Abschlüsse. Für 12-1800 Euro mtl. Fixum arbeiten, da weiß ich als Kunde, welchen Wert der Betroffene seiner Arbeitskraft zugesteht. Die Fahrten zum Kunden schön auf eigene Tasche ... Und fahren müssen die Jungs ja, als Vertreter MÜSSEN sie zum Kunden, auch wenn es nur um 10 Euro geht.

 

Andere Gesellschaften setzen Fixum nur als Köder ein, bspw. Allianz erste 3 Jahre und dazu noch einen abgewrackten Bestand. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

 

Eine Württembergische zahlt etwas mehr, 2-3k Brutto Fixum. Provi (stark kastriert) oben drauf. Wüsste ich auch, was ich davon halten würde, in Finanz- und Versicherungsangelegenheiten von jemandem beraten zu werden, der unter Durchschnittsentgelt GRV verdient.

 

Es ist sicherlich nicht einfach. Es gibt (zumindest habe ich das so verstanden) verschiedene Vergütungsmodelle, tlw. wird auch der ständige Austausch und Kontakt zum Kunden zusätzlich honoriert, was ja sehr gut ist. Und nicht jeder erhält das gleiche Gehalt, da gibt es wie in jedem Bereich im Unternehmen Unterschiede. Dazu kommen auch noch alle Vorteile eines Angestelltenverhältnisses. 

 

Aber ja...ich kann mir gut vorstellen, dass man als Makler mehr drauf haben muss. Man ist selbstständig und dazu gehört idR mehr Mut als angestellt zu sein. 

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lacerator1984
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vor 6 Minuten von liki90:

Dazu kommen auch noch alle Vorteile eines Angestelltenverhältnisses. 

Und auch die Nachteile. Frag mal die Leute, die selbständig sind, wie schön Freiheit ist. :D

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Invest86
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vor 19 Minuten von lacerator1984:

Frag mal die Leute, die selbständig sind, wie schön Freiheit ist.

Freiheit ist schon was feines :thumbsup:

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Framal
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Naaaa, Freiheit allein reicht wohl nicht. Unabhängigkeit ist wichtig(er). 

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Badurad
Posted · Edited by Badurad
vor 1 Stunde von Invest86:

Freiheit ist schon was feines :thumbsup:

Selbständige freuen sich über Freiheit und Eigenverantwortung. Angestellte freuen sich darüber, dass andere ihnen die Verantwortung abnehmen. B-)

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liki90
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vor 27 Minuten von Badurad:

Selbständige freuen sich über Freiheit und Eigenverantwortung. Angestellte freuen sich darüber, dass andere ihnen die Verantwortung abnehmen. B-)

Die großen Chefs und Vorstände sagen doch immer, dass die Qualität ihrer Entscheidung von der Qualität der aufbereiteten Entscheidungsvorlagen direkt abhängt. Sprich, vlt. ist der große Chef dran, wenn etwas schiefläuft, selber wird man den Job aber auch los werden. 

 

Also gaanz so schlimm ist es nicht mit dem Verstecken als Angestellte(r). :D

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SM77
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Wieso sollte sollte man in einem Berufszweig, für dessen Zugang nicht viel mehr als eine Sachkundeprüfung verlangt wird, über Durchschnittsentgelt GRV verdienen? Immerhin sitzt er/sie warm und trocken. Für im Prinzip Ungelernte ist das doch großartig - wird nur noch getoppt von Immobilienmaklern und Youtube-Stars/Influencern.

 

 

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Invest86
Posted
vor 9 Minuten von SM77:

Wieso sollte sollte man in einem Berufszweig, für dessen Zugang nicht viel mehr als eine Sachkundeprüfung verlangt wird, über Durchschnittsentgelt GRV verdienen?

Na ja, weil der Makler für seine Beratung auch verantwortlich und haftbar ist. 

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liki90
Posted · Edited by liki90
vor 1 Stunde von SM77:

Wieso sollte sollte man in einem Berufszweig, für dessen Zugang nicht viel mehr als eine Sachkundeprüfung verlangt wird, über Durchschnittsentgelt GRV verdienen? Immerhin sitzt er/sie warm und trocken. Für im Prinzip Ungelernte ist das doch großartig - wird nur noch getoppt von Immobilienmaklern und Youtube-Stars/Influencern.

 

 

Macht eine längere Ausbildung wirklich so viel aus bzw. anders? Es gibt so viele Idioten mit Abschlüssen, die nichts drauf haben. Erfahrung und Liebe/Interesse für das Thema macht es glaube ich aus und dann darf die Beratung doch auch etwas kosten. 

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42long
Posted

Was passiert eigentlich wenn einem das Kind stirbt? Ist einer der Fälle, wo man mich wahrscheinlich wirklich abschreiben könnte und wo ich keine Kraft mehr finden könnte, noch weiter zu arbeiten. Sind diese Leute mehr oder weniger "automatisch" BU?

Ja, scheiß Thema für den Samstagabend, sry -_-

 

Servus

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Infocollector
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vor 14 Minuten von 42long:

Ja, scheiß Thema für den Samstagabend, sry -_-

Vor allem, weil heute erst Freitag ist.

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