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Onkel Baldrian

Wasserstoff

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Holgerli
vor 41 Minuten von reko:

Wasserstoff wird geliefert wenn Deutschand statt Kohle und Fracking LNG Wasserstoff nutzen würde. Wenn es Nachfrage gibt, dann wird auch das Angebot kommen.

Es gibt keine Nachfrage für Wasserstoff, der in 2025 mindestens 9,80 kostet.

Grüner Wasserstoff ist schlicht zu teuer. Für 2040 rechnet man mit Preisen von 7,40 Euro/kg.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 11 Minuten von Holgerli:

Es gibt keine Nachfrage für Wasserstoff, der in 2025 mindestens 9,80 kostet.

Grüner Wasserstoff ist schlicht zu teuer. Für 2040 rechnet man mit Preisen von 7,40 Euro/kg.

War das bei Solarzellen oder E-Autos ein Problem?

Die Preise für fossilarmen Wasserstoff werden drastisch fallen, wenn die Abnahmemenge eine industrielle Größenordnung erreicht.

Was ist die Alternative, weiter grauen Wasserstoff, graues Methanol, graues Ammoniak? 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 9 Minuten von reko:

War das bei Solarzellen oder E-Autos ein Problem?

Der Unterschied zwischen PV und BEVs auf der einen Seite und Wasserstoff auf der anderen Seite ist, dass sowohl PV und auch BEVs zuerst von privaten Enthusiasten getragen wurde, denen war Wirtschaftlichkeit bzw. der Preis leidlich egal. Das wird bei Wasserstoff aber nicht passieren. Da muss die Nachfrage von der Wirtschaft kommen. Und niemand wird 30ct je kWh Wasserstoff bezahlen, wenn er 1 kWh Gas für 4ct (Industriepreis) bekommt. 

Und gerade bei der jetzigen wirtschaftliche Situation wird es wohl in der Regierung niemanden geben, der das grüne Wasserstoffmärchen mit 80 bis 90% des aktuellen Wasserstoffpreises subventionieren will. 

So gesehen, kann ich der wirtschaftlichen Lage dann doch auch etwas gutes abgewinnen. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 3 Minuten von Holgerli:

sowohl PV und auch BEVs zuerst von privaten Enthusiasten getragen wurde, denen war Wirtschaftlichkeit bzw. der Preis leidlich egal

war es nicht, sonst hätte man nicht derart hoch subventionieren müssen. 

Ist Klimaschutz dann nur als Spielwiese für Enthusiasten  notwendig?

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Holgerli

Und dagegen hast Du Dich ja viel und oft hier im Forum ausgesprochen. 

Und jetzt willst Du das grüne Wasserstoffmärchen noch höher subventionieren?

Respekt für Deine argumentative "Flexibilität".

 

Aber wie gesagt: Wasserstoffsubventionen brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Die werden nicht kommen, schlicht weil wir es uns nicht leisten können. 

Es wird schon (zu) viel Geld in den Rettungsversuch der deutschen Automobilindustrie gepumpt werden müssen. Stichwort: "Technologieoffenheit". Hier hat das Wasserstoffmärchen ja dazu beigetragen, dass die komplette Industrie den Wandel zum BEV verpennt hat.

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 10 Stunden von Holgerli:

Und jetzt willst Du das grüne Wasserstoffmärchen noch höher subventionieren?

Nein, es geht um einen fairen Vergleich. Ich werde dabei sowieso nicht gefragt. Die Marktverzerrungen werden nur kurzfristig Erfolg haben. Langfristig wird man auf Wasserstoff/Derivate und die dafür notwendige Infrasstuktur nicht verzichten können. Es wird für die Gesellschaft nur etwas teurer.

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Holgerli
vor 1 Stunde von reko:

Nein, es geht um einen fairen Vergleich.

Um Was für einen "fairen Vergleich"?

 

Es geht hier um knallharte wirtschaftliche Interessen. 

Bei der Mobilität hat Wasserstoff, trotz  politischer Unterstützung verloren. Die kosten des politischen Irrlaufs der "Technlogieoffenheit" zahlt der Steuerzahler indirekt über höhere ALGI- und verringerte Gewerbesteuer-Einnahmen aufgrund von Entlassungen und Pleiten im Automobilsektor. Das hätte verhindert werden können, hätte man direkt auf BEVs gesetzt. Jetzt kommen halt die Chinesen. 

Im Industriestektor sieht es ja schon länger so aus, also der Umbau zur Wasserstoffwirtschaft sich verzögert. Großsspurige Ankündigungen von Ausbauten bis 2030 verschieben sich still und leise nach 2035 und 2040, auch weil andere (Erzeuger-)Länder diesen teuren Wahnsinn nicht mitmachen.

Ich als Steuerzahler hoffe hier einfach auf den Markt und dank der gesamtwirtschaftlichen Situation bin ich guter Dinger, dass diese Geldverschwendung nicht kommen wird, da sie nicht leistbar ist. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 39 Minuten von Holgerli:

Bei der Mobilität hat Wasserstoff, trotz  politischer Unterstützung verloren.

Weil die Unterstützung und die Lobbyinteressen für den Akku größer waren. Das stimmt aber auch nicht. Bei Schiffen hat der Akku verloren und Wasserstoffderivate gewonnen. Bei LKW, großen Maschinen und in weniger entwickelten Flächenstaaten ist das Rennen noch offen.

Ich habe es schon öfter gesagt: Das Auto ist für Wasserstoff ein Nebenschauplatz. Erst mal geht es darum jährlich 100 Millionen Tonnen Wasserstoff, 100 Millionen Tonnen Methanol und 180 Millionen Tonnen Ammoniak zu decabonisieren. Dann kommt der zusätzliche Bedarf aus dem Ersatz von Kohle, Öl und Gas. Dafür interessiert sich hier aber niemand, weil die aktuell einflußreiche Lobby daran nicht verdient.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 44 Minuten von reko:

Dafür interessiert sich hier aber niemand, weil die aktuell einflußreiche Lobby daran nicht verdient.

Da gebe ich Dir sogar Recht: Dank unserer "Gas"-Reiche, die ja gerade versucht die Energiewende weg von EEs zu Gas zu drehen, kommt auch der Wasserstoff unter die Räder. Und so sehr ich die Aktionen der "Gas"-Reiche missbillige, weil Gas (neben Kohle, die aber schon so tot ist, dass hier auch die Lobby nichts mehr machen kann) absolut keine Alternative ist, ist ein positiver Nebeneffekt, dass jede Bemühung Wasserstoff hoch zu subventionieren, auch abgewürgt wird.

 

Ich sage Dir was passieren wird: Die Regierung versucht nach 2012 und 2017 nun erneut die EEs zu Gunsten der fossilen Energien abzuwürgen. Das wird auch Wasserstoff abwürgen. Es werden wieder zehntausende Arbeitsplätze unnötig vernichtet aber im Gegensatz zu Wasserstoff werden die EEs wieder auf die Beine kommen. Das zum Bild zu Deutschland, da wo meine Steuergelder verschwendet werden. 

 

Und da außerhalb von Deutschland niemand in Europa großartig auf Wasserstoff setzt, ist auch Europa tot. 

Aufgrund der geänderten Gegebenheiten ist Wasserstoff auch in den USA tot. Hier gilt das Gleiche wie in Deutschland: EEs werden wiederkommen, Wasserstoff nicht. 

Naja und bei China bist Du selber der Beste Indikator: Wann war die letzte großartige Jubelmeldung aus China. Ich kann mich nicht erinnern.

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reko
· bearbeitet von reko

Die Wasserstoffmusterländer sind Japan und Korea.

2025/10/28 Japan Picks First Winners of $20Bn Hydrogen Subsidy Scheme for Green Steel and Clean Ammonia

2026/01/15 Japan awards US$6.8 billion in first international hydrogen CfD, signaling start of major procurement cycle .. JERA and Mitsui projects secure 35% of Japan's US$19.2 billion hydrogen support programme .. “Japan is now backing large-scale international supply chains rather than just domestic demonstrations"

 

 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 53 Minuten von reko:

Die Wasserstoffmusterländer sind Japan und Korea.

Also jetzt sind es Japan und Korea. (Vor-)Letztes Jahr war es noch China. Wird interessant, welche Länder es nächstes Jahr sind. 

 

Davon ganz abgesehen:

China: 1,2 Mrd Einwohner

Indien: 1,3 Mrd Einwohner

USA: 0,35 Mrd Einwohner

Europa: 0,75 Mrd Einwohner

Afrika: 1,6 Mrd Einwohner

===================

Gesamt: 5,2 Mrd Einwohner

 

vs. 

 

Japan: 0,13 Mrd Einwohner 

Korea: 0,05 Mrd Einwohner 

=====================

Gesamt: 0,18 Mrd Einwohner 

 

Ist eine Wette für mich auf Nischenländer. Im Rest der Welt stehen die Zeichen für Wasserstoff eher auf schlecht. 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Nette Balkendiagramme. Sehen beeindruckend aus. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick aber eher nicht. Wo sind denn die Werte für 2024 und 2025?

 

Also China hat 2023 500 MW an Elektrolyzer-Kapa zugebaut. Aber allein letztes Jahr wurden 425 GW (also 425.000 MW) an PV und Wind zugebaut. Das sind ein Faktor von 825!

 

Und Deine zweite Grafik: Exakt das was ich gesagt habe:

vor 3 Stunden von Holgerli:

Im Industriestektor sieht es ja schon länger so aus, also der Umbau zur Wasserstoffwirtschaft sich verzögert. Großsspurige Ankündigungen von Ausbauten bis 2030 verschieben sich still und leise nach 2035 und 2040, auch weil andere (Erzeuger-)Länder diesen teuren Wahnsinn nicht mitmachen.

 

Weil die Legende zeigt eindeutig: Nur blau ist "Operational". Und der blaue Balken bleibt gleich bis 2030.

Wasserstoff.thumb.jpg.e8df83593a68785e7932ed7dcefa59a3.jpg

 

Also kündigt China zwar immer mehr an (Announced, Approved, Concept, Feasibility und FID), real neue Kapazitäten (Operational) kommen nicht hinzu.

Und "Under Construction" ist wohl auch eher eine Luftnummer, wenn man sieht, dass sich da auch nichts tut. Wohl eher ein Spatenstich-Pressefoto gemacht und ganz schnell weg und hoffen, dass im Westen jemand das chinesische Wasserstoffmärchen glaubt. Ähnlich wie das Atomkraftwunderland-Märchen. 

 

Und wie bescheiden die Situation wirklich ist zeigt ja der verlinkte Artikel selber: Produktionsziel 2025: 710.000  Tonnen Wasserstoff:

Target.jpg.246a38227d9606779a80aac0225fdea6.jpg

 

 

Hört sich viel an, ist es aber nicht. Ein Wasserstoff-LKW kommt mit 1kg Wasserstoff max 15km (wenn man Optimist ist). Wir reden hier also von 9 Mio. LKW-Kilometer.

In Deutschland geht man von einer Jahresfahrleistung von  100.000 bis 150.000km im Fernverkehr aus. Das würde also für Deutschland für max. 90 LKWs reichen.

 

Also danke, dass Du so nett warst und meine Aussage bestätigt hast: Wasserstoff ist ein Rohrkrepierer auch in China! Die Musik spielt bei PV und Wind!

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