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Randa-Michi

Strompreise: Wo geht die Reise hin? (cum Atomstrom)

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Caveman8:

Sofern die BKW-Besitzer die Abgabe ebenfalls zahlen müssen, komme ich damit klar. Im Gegenzug wäre es aber nett, die Netzentgelte im Arbeitspreis zu reduzieren. 

Dabei ist offen ob nur Solarstromeinspeiser mit oder auch ohne Vergütung gemeint ist. Mit einer perfekten Nulleinspeisung oder einer Inselanlage könnte man immer noch Vorteile haben.

vor 54 Minuten von oktavian:

Es könnten dynamische Netzentgelte kommen.

Zeitlich und Netzsegment bezogene Netzentgelte wären die gerechteste Lösung  Dafür fehlen aber die technischen Voraussetzung. Wir haben noch nicht mal Smart Meter. Die gewählte Lösung mit Datenübertragung per Mobilfunk ist teuer, nicht immer nutzbar und leicht störbar z.B. mit etwas Alufolie, Man kann sich jederzeit für ein pauschales statt dynamisches Netzentgelt entscheiden. Ich muss ein pauschales Netzentgelt nehmen, da ich durch mangelnde Netzabdeckung kein Funkmodul erhalten habe. Für Netzsegment bezogene Netzentgelte müßten man sehr viel mehr investieren. Das alles macht den Strom noch teurer. Die Netzbetreiber müssen und dürfen alle Kosten weitergeben. Es wird auch mit der Zeit nicht weniger, wir zahlen nur die Eigenkapitalverzinsung.

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krett
vor 10 Stunden von oktavian:

Ich erwarte das harte Lobbygegenwehr der Reichen. Könnte zumindest den Strompreis armer Mieter ohne Balkon etwas absenken.

Die würde erfolglos bleiben, weil alleine die Bundesnetzagentur entscheidet. Die Politik hat keinen Einfluss.

 

vor einer Stunde von Caveman8:

Sofern die BKW-Besitzer die Abgabe ebenfalls zahlen müssen, komme ich damit klar. Im Gegenzug wäre es aber nett, die Netzentgelte im Arbeitspreis zu reduzieren. 

BKW Besitzer zahlen nicht, wäre zu aufwendig und kleinteilig.

Werden dadurch die Netzentgelt entlastet? Ja. Wie groß der Effekt ist? Zusammen mit der neuen Netzabgabe für große Erzeuger (Windparks, Solarpark...) im best case vielleicht ein halber cent würde ich raten. Aber selbst wenn es so "viel" wird, wird es vermutlich durch die insgesamt steigenden Netzkosten wieder aufgefressen.

 

vor 42 Minuten von Bolanger:

Ärgerlich ist dabei eigentlich, dass der Bestandsschutz ausgehebelt wird. Wer vor vielen Jahren eine PV gebaut hat tat dies in der Annahme einer festen Einspeisevergütung ohne weitere Nachteile für die Dauer von 20 Jahren. 

Ich finde es fair und austariert (und ich habe selbst eine PV-Anlage). Ansonsten könnte man ja überhaupt keine Regelung anfassen oder ändern, weil immer irgendein "Bestandsschutz" oder Vertrauensschutz da ist.

 

Zitat

Bei der PV könnte ich mir Ausweichbewegungen vorstellen. Speicher sind inzwischen preiswert geworden. Dann baut man eine PV eben als Insel auf und füttert nur ab und an Netzstrom zu. Einspeisevergütung gibt es ab nächstem Jahr ohnehin nicht mehr. Dazu dann noch die erhöhten Netzgebühren, da lohnt sich eine PV mit Netzanschluss fast nicht mehr.

Das wird nicht gehen. Sobald eine PV Anlage da ist (über 2kW), steigen die Netzentgelte. Selbst wenn du 0 kWh einspeist. Du profitierst zu 100% wie alle anderen vom Netz, zahlst es aber kaum mit, wenn du so viel Strom selbst erzeugst und verbrauchst. Das wird damit korrigiert. 

Und so oder so, wird das alles erst ab 2029 wirksam.

 

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and

Wie sieht eigentlich die Argumentationsgrundlage von erhöhten Netzentgelten für Dach-PV Besitzern, die nicht einspeisen, aus?

 

Sagen wir darüber hinaus, die Besitzer von Dach-PV Anlagen sichern zu, dass die Einspeisung unter einem Prozent des jährlichen Strombezugs bzw. die Einspeisung im Rahmen einer gewöhnlichen BKW Anlage liegt.

Wie kann man der Gruppe dieser Dach-PV Besitzer nun argumentativ höhere Netzentgelte abverlangen?

 

 

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oktavian
vor 47 Minuten von reko:

Für Netzsegment bezogene Netzentgelte müßten man sehr viel mehr investieren. Das alles macht den Strom noch teurer.

Wir haben schon unterschiedliche Entgelte im Niederspannungsbereich. Davor mussten die Kunden vor Ort für den Anschluss dezentraler Erzeugungsablagen wie WEAs zahlen, die den Strom woanders hin liefern.

 

vor 52 Minuten von reko:

Dabei ist offen ob nur Solarstromeinspeiser mit oder auch ohne Vergütung gemeint ist.

Das wäre krass BKWs, die den Strom verschenkten und damit das EEG Konto entlasten, ebenso mit einer pauschalen Grundgebührerhöhung belasten zu wollen. Wer möchte das denn? Zudem stehen da die Verwaltungskosten in keinem Verhältnis.

 

vor 2 Minuten von krett:

Das wird nicht gehen. Sobald eine PV Anlage da ist (über 2kW), steigen die Netzentgelte.

Inselanlage musst du gar nicht melden. 

 

 

Fair fände ich zu schauen wie hoch die maximalen Lasten also Netzbezug war zu Zeiten in denen Strom knapp war und dann Grundgebühr bezogen auf diese Lasten + Gebühren in Relation zu den maximal mögliche Lasten. Warum sollte denn ein Mieter mit nichts an großen Lasten das gleiche an Grundgebühr zahlen wie ein EFH mit 2 EAutos, WP usw. Der kann das Netz gar nicht so stark belasten.

Immer Bedenken, dass die Grünen Wähler relativ reich sind und dann versteht man diese Gestaltungen besser.

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oktavian
vor 10 Minuten von and:

Wie kann man der Gruppe dieser Dach-PV Besitzer nun argumentativ höhere Netzentgelte abverlangen?

Weil sie das Netz im Winter stark belasten und zu wenig zahlen dafür. Die Kapazität diese Prosumer in deren Notfall versorgen zu können kostet viel Geld. Das ist nicht mit dem variablen Strompreis der Engpasszeiten abgedeckt.

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reko
vor 15 Minuten von and:

Wie kann man der Gruppe dieser Dach-PV Besitzer nun argumentativ höhere Netzentgelte abverlangen?

Da muß man nichts argumentieren. Man braucht nur eine Mehrheit im Parlament. Es wird bei jeder Regelung Gewinner und Verlierer geben.

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krett
vor 11 Minuten von and:

Wie sieht eigentlich die Argumentationsgrundlage von erhöhten Netzentgelten für Dach-PV Besitzern, die nicht einspeisen, aus?

Du missverstehst die Begründung. Es geht darum, das jeder Haushalt, der ans Stromnetz angeschlossen ist, von der 24/7/365 verfügbarkeit des Stromnetzes profitiert. Vollkommen übertriebene Annahme: Du hast eine PV Anlage und einen riesigen Speicher und brauchst nur an 2 tagen im Jahr überhaupt Strom aus dem Netz. Dann verursachst du fast genau so viele Netzkosten, wie dein Nachbar, der überhaupt keine PV-Anlage hat (weil das Stromnetz fast nur Fixkosten hat). Wer das Netz als 24/7/365 Backup nutzt, sollte dafür zahlen, das ist die Überlegung der Bundesnetzagentur.

 

vor 12 Minuten von oktavian:

Inselanlage musst du gar nicht melden. 

Das ist aber keine Ausweichreaktion. Das würde bedeuten ein Hausbesitzer mit PV-Anlage (oder einer der es werden will), koppelt sich physisch vom Stromnetz ab. Das ist für 99,99% der Haushalte kein gangbarer weg.

Eine PV-Anlage auf dem Dach ohne Einspeisung ist keine Inselanlage, solange das Haus ans Stromnetz angeschlossen ist (falls du das meintest.)

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reko
· bearbeitet von reko
vor 7 Minuten von krett:

Das ist aber keine Ausweichreaktion. Das würde bedeuten ein Hausbesitzer mit PV-Anlage (oder einer der es werden will), koppelt sich physisch vom Stromnetz ab. Das ist für 99,99% der Haushalte kein gangbarer weg.

Das sehe ich nicht so. Das kann jeder mit eigenen Haus (oder Verfügungsgewalt z.B. für ein Mietshaus) und ausreichend Solarfläche. Ich würde mein Haus oder Teile davon komplett aus einer Inselanlage mit Akku für mindestens einen Tag betreiben und im Winter oder bei Strommangel mechanisch (ev automatisiert) auf das öffentliche Netz umschalten.

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Holgerli
vor 2 Stunden von Bolanger:

Ärgerlich ist dabei eigentlich, dass der Bestandsschutz ausgehebelt wird. Wer vor vielen Jahren eine PV gebaut hat tat dies in der Annahme einer festen Einspeisevergütung ohne weitere Nachteile für die Dauer von 20 Jahren. 

Dieses Verhalten als Schmarotzertum abzukanzeln halte ich für falsch.

Dazu kommt, dass z.B. den Netzbereitern 6 oder 8% Rendite garantiert sind. AKW-Betreibern wurden Entschädigungen für das Choaos bei den AKW-Abschaltungen genehmigt. Mangelnde Planungssicherheit und so.

Ich würde mal hoffen, dass das eine Verfassungsklage gibt. Mitmachen würde ich da auf jeden Fall.

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krett
vor einer Stunde von Holgerli:

Dazu kommt, dass z.B. den Netzbereitern 6 oder 8% Rendite garantiert sind. AKW-Betreibern wurden Entschädigungen für das Choaos bei den AKW-Abschaltungen genehmigt. Mangelnde Planungssicherheit und so.

Ich würde mal hoffen, dass das eine Verfassungsklage gibt. Mitmachen würde ich da auf jeden Fall.

Ja, unsere Bundesregierung(en) betreiben seit 30 Jahren eine vollkommen planlose, unkoordinierte und kurzsichtige Energiepolitik. Dazu kommen, dass partikularinteressen unverhältnismäßig stark berücksichtigt werden. Das Ergebnis sind extrem hohe Strompreise.

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