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EddisHerrchen

Vorstellung und mein ETF Depot

Empfohlene Beiträge

seraphuriel

Darf man fragen, was die 1,5 mio dieses Jahr vermutlich ausspucken in grober Hochrechnung bei diesem schön verteilten haufen?

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EddisHerrchen

Hallo @seraphuriel

 

es sind ja keine speziellen Dividenden ETF. Dh. die haben so 2% Dividendenrendite, nur die Bonds ETF sind etwas höher. 

Die Hochrechnung für dieses Jahr liegt so um die 32.500. (Brutto :boxed:). 

 

Gruß

EddisHerrchen

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Schlumich

Ganz raus aus Gold? Auch keine Investition in XetraGold oder EUWAX Gold 2, wo die Lagerung zu Hause entfallen würde. Dafür Erhöhung des HY Anleihenbereich. Spannend....

 

Was waren die Gründe, warum Du Gold damals ins Depot genommen hast? Siehst Du hier eine Änderung? Sehr spannend das alles zu beobachten.

 

Danke für die Updates.

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EddisHerrchen
· bearbeitet von EddisHerrchen

Hallo @Schlumich

 

das Gold war keine aktive Entscheidung die ich bewußt fürs Depot getroffen habe. Das waren Goldmünzen die mir mein Vater vererbt hat. Das Exposure mit der Lagerung zu Hause war mir mit den letztjährigen Wertsteigerungen schlicht zu heikel geworden. Es hatte schon einen leicht ausgleichenden Effekt zu den Aktien, aber mit rund 500 gr. war es schlicht zu wenig (2-3% Anteil). Ich hätte mich für den Seelenfrieden um ein Schließfach kümmern müssen und da ich nicht an den Stücken hänge war verkaufen sinnvoller. 

 

Ich könnte mir Gold als Anteil in der Allokation schon wieder vorstellen, allerdings nicht zu den aktuellen Preisen, dann auch in den Varianten wie von Dir angemerkt, wobei bei ING dann nur Euwax Gold2 funktioniert. 

 

Die Überlegung warum ich die in die Anleihe ETFs gesteckt habe war schlicht, das ich einerseits den Anleihenanteil hochfahren wollte, und andererseits damit auch einen gewissen Cashflow generiere für die nächste Zeit. Es steht ja im Raum, dass ich die nächsten 5 Jahre bis zur Rente ggf. als Privatier überbrücken werde. Wenn das klappt würde ich Cashbestand durch die Abfindung haben den ich abschmelzen kann und habe einen komfortablen Cashflow (monatlich rund 2500 Brutto übers Jahr gemittelt).

 

Gruß

EddisHerrchen

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EddisHerrchen

Hallo Zusammen,

 

erstmal Gutes neues Jahr wünsche ich Euch!:prost:

 

Nachdem ING jetzt auch die letzten Vanguard Ausschüttungen des vergangenen Jahres gebucht hat, ist Zeit für das letzte Quartal und ein Rückblick auf das vergangene Jahr. Der Jahresschluß hat am letzten Handelstag mein Depot gerade noch über die 1,6 Mio gehoben. Es war ein Jahr mit auf und ab, insbesondere der Zoll Schock im März war mal wieder nicht lustig. Aber es ist dann doch wieder relativ schnell nach oben gegangen, also ein durchwachsenes Jahr mit einer kleineren Performance als in den vergangenen Jahren.

 

Quartal 4/2025

Aber fangen wir erstmal mit dem letzten Quartal an. Das Quartal war recht langweilig, es sind nur die Sparpläne auf Emerging Markets Bonds und Aktien ETF gelaufen.

 

Gekauft wurden

Vanguard ESG Emerging Markets All Cap (Dist)                               906,x Stk        IE0001VXZTV7  über Sparplan

Vanguard USD Emerging Markets Govern. Bond UCITS ETF (Dist)   157,x Stk        IE00BZ163L38   über Sparplan

 

Ausschüttungen im Q4 waren 7469,72 Euro. Die Gesamtaufstellungen mache ich in der Jahresrückschau.

 

Jahresrückschau 2025:

 

Ausschüttungen wurden im Jahr insgesamt Brutto 31.764,25 Euro (monatlich 2647 €) generiert. Netto sind das 25.364,14 Euro was durchschnittlich monatlich 2113 Euro ergibt. Meine Prognose mit 32.500 habe ich nicht erreicht, dafür ist der Wechselkurs zu schlecht geworden und auch die letzten Ausschüttungen waren geringer als erwartet.

 

Ans Finanzamt abgeflossen sind Steuern von 6848 Euro.

 

Trotz noch laufender Teilzeit konnte ich dieses Jahr 59100 Euro in das Anlagedepot investieren. Außerdem wurde der Cash / GMF Bereich um 9000 Euro aufgestockt. Damit bin ich sehr zufrieden. Meine Teilzeit hat dann auch Ende 2025 ihr Ende gefunden und ich bin jetzt wieder Vollzeit aktiv.

 

Hier die Aufstellung der Depots im Vergleich von Jahresanfang 1.1.2025 zu Jahresende 31.12.2025:

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Anlagetechnisch war das Jahr relativ langweilig. Die im Jahr laufen die Sparpläne auf EM Aktien und EM Bonds sind weitergelaufen, es gab einen Einmaleffekt durch den Goldmünzenverkauf, der in den Bonds wieder reinvestiert wurde.

Gezeigt hat sich dieses Jahr, das die Performance von den nicht USA Etf gekommen sind. Asien, EM, Europa sind besser gelaufen. Das hat mit meinen BIP angelehnten Ansatz dieses Jahr mal positiv gewirkt. In den vergangen Jahren hab ich ja dadurch etwas Perfomance liegen lassen als Preis für die Diversifikation.

 

Meine aktuelle Aufteilung des Depotbestands

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Zum Jahresabschluß gehört natürlich auch die Rendite. Da weist mit PP aus:

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Link ist das Gesamtportfolio, rechts die Depots (ETF+Gold)

 

In Summe finde ich das ein gutes Ergebnis: Depotwert +198t€ in diesem Jahr. Gesamtportfolio +202t€.

 

Und damit zum Schluß: Ich freue mich auf das Jahr 2026 und folgende mit Euch!

Ich hoffe ihr hattet einen guten Einstieg in 2026.

 

Liebe Grüße

EddisHerrchen

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kariya_ANA

Danke für das Update. Gratulation zu dem tollen Ergebnis. Wäre es möglich, dass du aus PortfolioPerformance mal die Regionalverteilung deines Protfolios teilst? Danke

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EddisHerrchen

Hallo @kariya_ANA

 

kann ich.

 

Ich pflege allerdings nur die Regionen (MSCI) in PP, weise da aber die Vanguard(FTSE)-Anteile auch nach Ländern zu. (also Vanguard - DM - Südkorea -> MSCI - EM - Südkorea)

Nach Ländern stimmt die Zuteilung, Kategorien wie im MSCI, einfach weil die MSCI Systematik zuerst da war und ich danach erst mit den FTSE ETF nachgelegt habe.

Gepflegt ist auf den prozentualen Werten - ich mache die Pflege nur einmal im Jahr im Januar. (Datenquelle: Fondsinformation aus ExtraETF- Stand 12/2024 )

 

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Gruß 

EddisHerrchen

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Odeonon
· bearbeitet von Odeonon

Gratuliere zu dieser starken Entwicklung in deinem Portfolio, dessen durchdachte Aufteilung mir sehr gut gefällt. 
 

Zwei Fragen:

1. Ausschüttungen wurden reinvestiert oder anders verwendet?

 

2. Ausschütter anstatt Thesaurierer, um durch die Vorabpauschale keine Liquidität vorhalten zu müssen, sondern um die Steuern direkt aus den Ausschüttungen zahlen zu können?
 

Gruß und ein Frohes Neues Jahr!

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EddisHerrchen

Hallo @Odeonon

 

vielen Dank fürs Lob und für das Interesse.

 

Zu Deinen Fragen:

1) Ausschüttungen werden gesammelt und laufen in meine aktuellen Sparpläne rein. Ich nutze das Feature der ING zur Wiederanlage bewußt nicht mehr, um selbst zu steuern in welche ETF das Geld läuft. Die letzten beiden Jahre waren das je Monat ca 1300 Euro die regelmäßig reingeflossen sind. Bei zu hohen Stand lege ich einfach einen weiteren Sparplan an oder führe eine Einmalorder aus und reduziere den Cashpuffer.

 

2) Ausschütter sind zum Teil aus den Robos übernommen, und nach und nach habe ich umgestellt, falls ich an den ETF geschraubt habe. Ich bin kurz vor der Entnahmephase und generiere damit schon mal einen gewissen Cashflow den ich ggf. dann in der Übergangsphase zur Rente nutzen will.

Liquidität für Vorabpauschale war da keine Überlegung dabei. Das durch die Ausschüttungen zum Teil die Vorabpauschalen niedriger ausfallen ist ein netter Seiteneffekt den ich gerne mitnehme.

 

Gruß

EddisHerrchen

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kariya_ANA

Hast du Sorge vor einer möglichen Erhebung von Sozialabgaben auf deine Ausschüttungen bzw. wie würdest du damit umgehen? Eine einfache Umstellung auf Acc. dürfte auf Grund der hohen Kursgewinne der einzelnen ETF nicht so einfach sein, oder?

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Odeonon
vor 55 Minuten von EddisHerrchen:

Hallo @Odeonon

 

vielen Dank fürs Lob und für das Interesse.

 

Zu Deinen Fragen:

1) Ausschüttungen werden gesammelt und laufen in meine aktuellen Sparpläne rein. Ich nutze das Feature der ING zur Wiederanlage bewußt nicht mehr, um selbst zu steuern in welche ETF das Geld läuft. Die letzten beiden Jahre waren das je Monat ca 1300 Euro die regelmäßig reingeflossen sind. Bei zu hohen Stand lege ich einfach einen weiteren Sparplan an oder führe eine Einmalorder aus und reduziere den Cashpuffer.

 

2) Ausschütter sind zum Teil aus den Robos übernommen, und nach und nach habe ich umgestellt, falls ich an den ETF geschraubt habe. Ich bin kurz vor der Entnahmephase und generiere damit schon mal einen gewissen Cashflow den ich ggf. dann in der Übergangsphase zur Rente nutzen will.

Liquidität für Vorabpauschale war da keine Überlegung dabei. Das durch die Ausschüttungen zum Teil die Vorabpauschalen niedriger ausfallen ist ein netter Seiteneffekt den ich gerne mitnehme.

 

Gruß

EddisHerrchen

Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort!

Lg

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EddisHerrchen
· bearbeitet von EddisHerrchen
Fehler korrigiert

Hallo @kariya_ANA

 

entschuldige bitte die verspätete Antwort, ich hab deinen Post wohl übersehen. 

 

Aktuell fallen keine Krankenversicherungskosten an, da ich über den Job schon Maximalbeitrag zahle. Das ändert sich wenn ich in die Privatiersphase wechsle. Ja, ist dann so, das macht mir keine Sorge. In ca 5 Jahren geht es dann in Rente, und ab da in die KVdR. Zumindest akutell ist es ja noch so das Kapitalerträge dann nicht einberechnet werden. Ich werde sicher nicht auswandern müssen, sollte sich das ändern. 

 

Wechsel auf Thesaurierer würde deutliche Steuerzahlungen auslösen, das hast Du richtig erkannt. 

 

Gruß

EddisHerrchen

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EddisHerrchen

Hallo Zusammen, 

 

nein, noch kein vorgezogenes Quartalsupdate. B-) Aber es tut sich was bei mir: der Aufhebungsvertrag ist unterschrieben und wird dieses Jahr noch wirksam. Und ich brauche mal das Schwarmwissen hier, um noch ein paar Entscheidungen zu fundieren, die bald getroffen werden müssen. :help:

 

Jetzt geht es noch darum, das Thema Abfindung etwas zu optimieren oder zumindest keine groben Schnitzer zu machen. Stichworte sind bei mir aktuell Sonderzahlung in die GKV, Vorauszahlung Krankenkasse, Steuern, Fünftelregelung. Die Seiten vom Privatier habe ich gelesen, das hat mein Verständnis glaube ich schon sehr gut vorangebracht. Aber einen Punkt bekomme ich nicht so richtig griffig und ich hoffe auf Anregungen wie ich das rechnen und bewerten sollte. Und ich hoffe auf den einen oder andern Tip oder Erfahrungswert von den Privatiers unter Euch.

 

Was ich glaube bisher verstanden zu haben :

 

Sonderzahlung an die GRV

- Von der Abfindungszahlung kann eine Sonderzahlung an die GRV geleistet werden, um die Rentenabschläge bei vorzeitiger Inanspruchnahme (mit 63 statt 67, 14,4% Abzüge) auszugleichen. Überweist der Arbeitgeber diese direkt aus der Abfindungssumme sind 50% der geleisteten Zahlung steuer- und sozialabgabenfrei, die anderen 50% der Zahlung werden normal versteuert. Dies ist eine besondere Regel die für Abfindung bei Verlust des Arbeitsplatzes nutzbar ist.

Um die Höhe der möglichen Zahlung festzustellen stellt man einen Antrag zur Berechnung bei der GRV. Das habe ich gemacht, die Information liegt mir jetzt vor. Für einen vollständigen Ausgleich der 14,4% wäre eine Ausgleichszahlung von  etwas über 116 t€ notwendig. Die Ausgleichszahlung kann auch auf mehrere Jahre verteilt werden, bis zu Rentenantritt. 


Mit der Sonderzahlung erreiche ich also das
1) Die Abfindung um die 50% der steuerfreie Ausgleichszahlung reduziert wird. (max 58 t€ weniger zu versteuern) 
2) Die anderen 50% kann ich steuerlich absetzen, muß aber auch die "normal" abgeflossenen Rentenbeiträge beachten. Es gibt einen Höchstwert (um die 30 t€) bzw doppelt bei Verheirateten. Was darüber hinaus geleistet wird "verpufft" steuerlich in dem Jahr. 

 

Dilemma: Ich muß also jetzt irgendwie abwägen, ob ich die Zahlung in voller Höhe in diesem Jahr durchführe, damit ich einen möglichst hohen 50% Anteil steuerfrei realisiere, dafür verpufft aber ein Teil der zweiten 50% weil ich deutlich über die 30t€ maximal abzugsfähigen Altersvorsorgebetrag liege.

Die Alternative wäre teilweise auf den Vorteil der steuerfreien Realisierung zu verzichten und nur einen Teil der Gesamtsumme vom Arbeitgeber überweisen zu lassen. Ich könnte dann aber in den Folgejahren als Privatier weitere Zahlungen aus der dann versteuerten Abfindung leisten, die in den jeweiligen Jahren dann innerhalb der Vorsorgebetrags liegen und damit steuermindernd wirken.

 

Ich bin ja sicher nicht der erste der sich darüber Gedanken macht: wie habt ihr das gemacht, bzw wie habt ihr eure Entscheidung herbeigeführt? 
 

Vorauszahlung Krankenkasse (gesetzlich freiwillig versichert)
Da die Auszahlung der Abfindung noch in diesem Jahr erfolgt, gilt es das zu versteuernde Einkommen dieses Jahr möglichst klein zu bekommen. Ich war noch nicht bei meiner Krankenkasse - ich hatte aber hier im Forum auch gelesen das es möglich ist bis zu 3 Jahre vorauszuzahlen. Muß ich bei der GKV da etwas beachten?

Ist es richtig, das die Vorauszahlung für 3 Jahre komplett als Sonderausgaben das zu versteuernde Einkommen reduzieren? Dann würde ich versuchen hier das maximum Vorauszuzahlen.

 

Steuern + Fünftelungsregel

Die Abfindung wird in dem Jahr in dem sie fließt mit dem normalen Steuersatz abgerechnet und vom Arbeitgeber werden die Steuern abgeführt. 

Ich kann mir eine Rückerstattung im Folgejahr mit der Steuererklärung holen, weil die Fünftelungsregel hier schmerzlindernd anwendbar ist.

 

Ich habe verstanden, das mit der Fünftelungsregel so gerechnet wird:
Für das normale Jahreseinkommen wird die Steuer berechnet. (A)
Bei Anwendung der Fünftelungsregel wird das normale Jahreseinkommen + 1/5 der Abfindung (und zwar nur des zu versteuernden Teils) als Steuer berechnet. (B)
Die Differenz der zu zahlenden Steuer (B-A) dient dann als Basis für die Steuerberechnung in dem Jahr.
Die tatsächlich zu zahlende Steuerlast errechnet sich dann aus der Steuer für das normale Einkommen A + 5 mal den errechneten Differenzbetrag. (B-A) - Also: A+ 5* (B-A)

 

Die Differenz zwischen den ans Finanzamt geflossenen Steuern und der Berechnung nach Anwendung der Fünftelungregel bekomme ich nach erfolgter Steuererklärung im Folgejahr erstattet. Richtig?

 

Optimierung: Versuchen das diesjährige zu versteuernde Einkommen möglichst klein zu bekommen um den Hebel mit der Fünftelungsregel möglichst wirksam zu haben.

 

Hab ich da grobe Denkfehler drin? Gibt es Punkte die ihr aus Eurer Erfahrung heraus noch anbringen würdet, die ich noch nicht sehe?

Fehlt noch was an Infos an die ich gerade nicht gedacht habe? 

 

Ich freue mich auf Eure Tips und Erfahrungen.

 

Danke + Gruß

EddisHerrchen

 

 
 

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Castrock
· bearbeitet von Castrock

Hallo,

 

ich hoffe, du hast bei der GKV den Selbstzahler (Schlüssel 0111) geregelt, bevor du den AHV unterschrieben hast. Ansonsten wäre das eine gute Klausel für den Vertrag gewesen. Ansonsten jetzt höflich bei HR anfragen.


Und ja, du kannst den dreifachen Jahresbetrag des geschuldeten Beitrags vorauszahlen. Der Privatier erklärt das gut. Bitte mit dem aktuellen Beitrag rechnen und nicht mit dem, was ggf.  nach Beitragserhöhung wäre. Ich weiß adhoc allerdings nicht, ob es 3 Jahre x den aktuellen Monatsbeitrag betrifft oder 3x den dieses Jahr geschuldeten Jahresbeitrag betrifft. Macht einen Unterschied, wenn du unterjährig gehst und nicht weiter arbeitest. Ich hatte direkt eine neue Stelle, weiß es daher nicht. Bitte auch dran denken, dass ggf. der Dezembeitrag als Selbstzahler immer erst im Folgejahr geschuldet ist.

 

Fünftelregelung sollte so passen. Du kannst ja mit der SW der Wahl (WiSo Steuer etc.) simulieren.

 

Was ginge noch:

- Einmalzahlung in die bAV, siehe Privatier. Bitte genau durchrechnen mit den exakten Konditionen. 

- Vorsorgeaufwendungen wie Rürup bis zum Höchstbetrag. Habe damals einfach den Restbetrag bis knapp unter den Höchstbetrag eingezahlt. Lieber auch etwas Puffer lassen, um nicht knapp drüber zu liegen. Manche Finanzämter zicken sonst, siehe die Erfahrungen in den Kommentaren beim Privatier. Ist alles lösbar, kostet aber Nerven. bAV fällt nach meiner Erinnerung nicht darunter, bei GRV weiß ich es nicht. War zu jung dafür…

- bei der Kirche mit dem Steuerbescheid 2025 um einen Kirchensteuerteilerlass (50%) bitten, sofern du oder die Frau Kirchensteuer oder Kirchgeld zahlen. Ging bei mir problemlos durch.

- nochmal genau durchrechnen, ob es nicht besser wäre, die Zahlung ins nächste Jahr zu schieben. Falls das noch möglich ist. Meist ist das besser, wenn du da kein Einkommen mehr hast. Auch da hilft dir SW beim simulieren. Bei mir machte das einen großen Unterschied: die Förderquote bei den Sonderausgaben wäre von ca. 81% auf 105% gegangen, hätte ich nicht weitergearbeitet. Und das klingt bei dir auch so, als ginge da viel. Mehr Steuer wieder als du ausgibst. Glaubt man erst, wenn man es selber sieht. Der Privatier rechnet das ja auch gut vor. Falls du verschieben willst/kannst, lass dir ein genaues Datum für die Zahlung in den AHV schreiben („fällig am….Zahlung nicht vor…“). Eine zu frühe Zahlung wird sonst teuer.

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HHanseat
· bearbeitet von HHanseat

Der Privatier ist da schon die beste Informationsquelle, die ich gefunden habe. Du kannst mit dem Abfindungsrechner dort ein recht gutes Gefühl für die Effekte verschiedener Maßnahmen bekommen. Wenn ich mich recht erinnere, hatte der eine Lücke bei Kinderfreibeträgen, da etwas aufpassen.

 

Allgemeoin sollte man auch über spezialisierte Unterstützung nachdenken, durch den großen Hebel der Abfindungssumme haben kleine Optimierungen oder Fehler leicht fünfstellige Auswirkungen.

 

Ziel für die optimale Wirkung der Fünftelregelung sollte sein, das zu verteuernde Einkommen (dein A) nahe null zu bekommen. Negativ muss es nicht werden.  

 

Vorauszahlung Krankenversicherung ist da eine sehr gute Methode, da die Kosten eh in den nächsten drei Jahren anfallen und nur vorgezogen werden. Sicherheitshalber bei deiner GKV anfragen, ob und zu welchen Bedingungen die da mitmacht. Bei der PKV wird nicht alles angerechnet, nur die Basisversorgung (ca. 80%).

 

Sonderzahlung an die GRV dann als zweiten Hebel (das Geld ist dann erst mal weg, und als WPFler kann man vieleicht eine bessere Verzinsung als GRV bekommen) soweit nötig. Bei Bedarf kann man um den Jahreswechsel noch etwas herausholen, eine Einzahlung in den ersten Januartagen zählt für die GRV noch als Vorjahr, fürs Finanzamt aber shcon fürs neue Jahr; in manchen Fällen vielleicht nützlich. Sonderzahlung über den Arbeitgeber muss der auch unterstützen, ist das geklärt?

 

Sonderzahlung an bAV ist für GKV-Versicherte nicht sonderlich attraktiv, darauf fallen GKV-Beiträge an.

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EddisHerrchen

Danke @Castrock und @HHanseat für Eure Anregungen und Tips. Mir fällt auf das einige Information noch hilfreich wären die ich oben vergessen habe:

 

Ich (58) werde nicht mehr arbeiten, sondern die nächsten 5 Jahre ins Privatierleben wechseln bevor ich die Rente (mit 63 mit Abschlägen) beantragen kann. Ich habe auch nicht vor ALG zu nutzen, werde mich aber für einen Tag an- und gleich wieder abmelden um einen Bescheid zu bekommen um den Anspruch zu dokumentieren.

Alle relevanten Termine liegen in 2026. Kirchensteuer fällt nicht an. Beschäftigungsende des AHV ist Ende September, die Auszahlung erfolgt seitens des Arbeitgebers zwingend im Folgemonat, also im Oktober eine Verschiebung ins nächste Jahr war nicht verhandelbar. 

 

Ich habe aber auch noch eine unbezahlte Freistellung vereinbart um das Jahresgehalt niedrig zu halten und mit frühzeitigem Abgang schon einen freien Sommer zu geniesen.  Ich muß mich dafür ab Juni als Selbstzahler in der Krankenversicherung anmelden, und wollte in dem Rahmen dann auch die Vorauszahlung abstimmen und durchführen. Castrock, Selbstzahlerschlüssel beim Arbeitgeber habe ich nicht ausgemacht, vermute aber wegen der notwendigen eigenen Versicherung ab Juni macht das nichts. Richtig? 

vor 1 Stunde von Castrock:

Ich weiß adhoc allerdings nicht, ob es 3 Jahre x den aktuellen Monatsbeitrag betrifft oder 3x den dieses Jahr geschuldeten Jahresbeitrag betrifft. Macht einen Unterschied, wenn du unterjährig gehst und nicht weiter arbeitest.

Das ist ein wichtiger Punkt für mich, danke dafür. Das muß ich mit meiner Krankenkasse klären. Bei der Berechnung der Beiträge für die KV fallen dann auch die Kapitalerträge, und wenn ich das bisher richtig verstanden habe auch das Gehalt der Partnerin (zur Hälfte?) in die Beitragsrechnung mit rein? Dann sollte ich eh weiterhin an der oberen Grenze der Beitragssätze liegen.

 

HHanseat, Zur Sonderzahlung: Ja, der Arbeitgeber wird den Anteil von der Abfindung direkt an die GRV überweisen, ich muß nur festlegen wieviel. 

 

Meine Überlegung in Zahlen:

- 447 t€ Abfindung Brutto,

- 70 t€ Rest-Jahresgehalt, (Kapitalerträge von ca 35-40t€) .

Ich muß es noch richtig in WISO simulieren, aber prinzipiell hätte ich die gleichen Hebel gesehen wie HHanseat: mit der KV Vorauszahlung (30-35t€) reduziere ich das zu versteuernde Jahresgehalt auf 40-35t€. Ich neige auch dazu die GKV Zahlung auszuschöpfen, dh. ich würde die zu versteuernde Abfindung um die Hälfter der Zahlung reduzieren (447->389 bzw den Fünftelbetrag von 89->78 t€ reduzieren) und würde den Altersvorsorgebetrag mit bis zum Maximalbetrag auffüllen und in Kauf nehmen das ich da dieses Jahr über dem Maximalbetrag einzahle. Auch die Altersvorsorgezahlung reduziert ja das Jahresgehalt noch weiter. Ich schaffe es sicher nicht auf 0 aber doch auf einen niedrigen Stand.

 

Alles einzahlen in eine bAV oder Rürup werde ich nicht, einen Teil werde ich in den Cashbestand nehmen um davon die nächsten 5 Jahre zu verzehren, was darüber hinaus bleibt wird noch angelegt. 

Ich nehme mit, das ich die KV schnell kläre und da mehr Klarheit über die Zahlen zu bekommen.

 

erstmal vielen Dank für Euren Input

Gruß

EddisHerrchen

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HHanseat

Danke für die hilfreichen Ergänzungen! Bei einer so hohen Abfindung kommst Du in Bereiche, wo die Fünftelregel nicht mehr so stark wirkt. zvE OHNE Abfindung auf Null zu bringen ist immer noch sinnvoll, aber auf das Fünftel Abfindung zahlst du dann ja teilweise auch schon den Spitzensteuersatz. 

Wäre ggf. eine Zusammenveranlagung möglich und hilfreich?

Sind bei der GRV alle Beitragszeiten geklärt? Die GRV bietet kompetente kostenlose Beratung an, kann als zweite Meinung nicht schaden.

Ansonsten insgesamt sehr komfortable Gesamtsituation, gratuliere! Vielleicht komt es dann auf ein paar Euro auch gar nicht mehr an, und den Aufwand für die Agentur für Arbeit oder neue Verträge (Rürup o.ä.) kann man sich sparen. Oder man betreibt es als Hobby und berichtet hier ;-)

 

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Castrock

Freistellung für den Sommer klingt tiefenentspannt!

 

Für Details würde ich immer beim Privatier nachlesen, inklusive der Kommentare zu den Beiträgen. Da wird wirklich jeder Spezialfall hoch- und runterdiskutiert. Bei den Summen ist das gut investierte Zeit.

 

Nochmal zur Vorauszahlung bei der GKV: Du bist Beitragsschuldner als freiwillig Versicherter. Du kannst also vorauszahlen, wenn deine Krankenversicheurng das zulässt. Das solltest du erfragen, und im Zweifeslfall nochmal die Krankenkasse wechseln - sofern deine aktuelle Krankenkasse nicht mag.  Das gilt unabhängig davon, ob du Firmenzahler (Schlüssel 9111) oder Selbstzahler (0111) bist - Ist nur als Selbstzahler um Größenordnungen einfacher. Wenn du bald als Privatier auftrittst, ist das wohl tatsächlich irrelevant, ob du das beim AG noch umstellst. Bezüglich der Höhe: Es geht um das dreifache des auf den Veranlagungszeitraums entfallenden Beiträge - also, das, was in 2026 geschuldet ist. Details beim Privatier, Kapitel 10.2. Zum Beitrag: Ja, wenn die Frau nicht pflichtversichert ist, wird dieses Einkommen anteilig verbeitragt. Ebenso die Kapitalerträge.

 

Idealerweise bekommst das zu versteuernde Einkommen ohne Abfindung auf unter Null. Beim Vorsorgehöchstbetrag kannst du auch bei der Partnerin einzahlen, quasi als Diversizifierung. Je nachdem, wer den passenderen Vertrag oder Rentenstand hat.

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EddisHerrchen
· bearbeitet von EddisHerrchen

Hallo Zusammen,

 

wie immer mit etwas Versatz zum Monatsende sind jetzt auch die letzten Zahlungen bei ING eingetrudelt und die Abrechnungen liegen vor. Zeit also dem ersten Quartal nochmal Nachschau zu halten.

Irgendwie sind seit Trump die ersten Quartale etwas untypisch. Dieses Jahr hatte ich einen Anstieg im Depot von 100.000 Euro innerhalb der ersten sieben Wochen. Um danach durch den Kursverlust dank Irankonflikt unter den Jahres-Einstandskurs abzusacken. 

 

Zumindest die Dividenden fließen: 6770,50 Euro (brutto) im ersten Quartal. Auch hier wie im letzten Jahr: Vanguard hat den Paydate für seine ETFs auf den 2.4. gelegt. Damit fallen die März Ausschüttungen wieder in Q2 rein.

 

Gekauft wurden im Quartal

  53,x Vanguard ESG Emerging Markets All Cap (Dist)  über Sparplan

  318,x  Vanguard USD Emerging Markets Govern. Bond UCITS ETF (Dist) über Sparplan

 

Depotbestände zum 31.03. sind damit:

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Das ergibt die folgende Aufteilung

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Das neue Quartal und die Berichterstattung hier werden sich in diesem Jahr etwas ändern, ich wechsle ja jetzt von der Invest- in die Verbrauchsphase. So gehe ich ab Juni in Freistellung, mit Abfindung im Oktober. Dh. ich werde ca 4 Monate, hauptsächlich das Q3 erstmal aus eigenen Mitteln bestreiten, und daher den jetzt noch laufenden Cashflow erstmal auf dem Konto lassen. Dh. meine Sparpläne werden erstmal beendet. Wahrscheinlich wird im Herbst aus der Abfindung (Nach Abzug von Steuern, noch mehr Steuern, Krankenversicherung und Rentenausgleich .... :boxed:) heraus nochmal investiert, das mach ich aber erst wenn die Zahlen klar sind.

 

Auf jeden Fall will ich Euch hier etwas mitlesen lassen, wie das bei mir dann so hinhaut.

 

Am 5.7.2024 um 06:03 von Bast:

Ich hatte Dich missverstanden - mein Hinweis geht nur für die Auflistung. Für das "Bestand-Donut" habe ich auch keine Lösung gefunden. Du könntest das „Flächendiagramm“ unter Klassifizierungen verwenden. Optisch ist es jedoch weniger ansprechend. 

Hier hat das Portfolio Performance Team übrigens jetzt eine Lösung implementiert - es ist jetzt möglich ein Datum im Donut anzugeben, das habe ich gestern entdeckt. Vielen lieben Dank an @Bennerich und seine vielen Mitstreiter :wub: für die Weiterentwicklung und Pflege von PP.

 

Viele Grüße

Eddisherrchen

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Schlumich

Vielen Dank für das Update und alles, alles Gute für die Zukunft. Ich freue mich, wenn Du uns auf dem Laufenden hältst.

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