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RuffySuperstar

Fragen zu Optionen

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RuffySuperstar

Moin,

ich habe ein paar Fragen zu Optionen bzw. zu Optonsscheinen. Es kann sein, dass ich das Thema Optionen noch nicht so ganz durchblickt habe. Wahrscheinlich sind es Anfängerfragen, aber ich wäre sehr dankbar, wenn mir das jemand erklären könnte.

 

Ich habe verstanden, dass Optionen der amerikanischen und der europäischen Art gibt. Aber was ich mich frage ist, wenn man eine Option, ich weiß nicht ob man das so nennt, verkauft bzw. einlöst was passiert dann? Wird die Option bzw. der Optionsschein verkauft oder wird dann das worauf die Option lautet ausgeführt? Falls die Option oder der Schein verkauft wird, kann ihn dann jemand anderes kaufen?

 

Ich interessiere mich für Optionen auf Indizes. Z.b der Dax . Wenn ich eine Option habe vorausgesetzt ich gehe long auf den Dax. Sowit ich das verstanden habe ist im Dax jeder Punkt 5€ wert. Wenn der Dax angenommen 14 000 beträgt und die Option ab 14 250 losgeht, und der Dax dann bei 14 300 liegt. Dann habe ich ja 50 Punkte „plus“ und 5€ Gewinn, heißt das bei Ausüben der Option würde ich dann 250€ bekommen? Und gibt es da einen Unterschied ob die Option eine europäische oder eine amerikanische ist? An der Stelle habe ich nur verstanden, dass eine amerikanische Option jederzeit ausführbar ist und eine europäische nur zu einem bestimmten Enddatum, heißt das dann ich könnte im Fall der europäischen die gar nicht ausüben, wenn das Datum nicht eingetroffen ist?

 

Eine letzte Sache zu dem Thema ist, ich würde gerne Optionen handeln und nicht Optionsscheine. Optionen auf Aktien und Indizes wie z.b. Dax und Nikkei. Könnt ihr da einen Broker empfehlen bei dem das möglich ist sowohl am amerikanischen Markt zu handeln, als auch an der Osaka Stock exchange zum beispiel? Ich hatte die Targobank im Blick, ist die gut?

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etherial

Du kannst Optionen

- Verkaufen/Schreiben: Du hast dann eine Short Option und bekommst den Preis

- Kaufen: Du hast dann eine Long Option und zahlst den Preis

 

Wenn du eine Long-Option hast, kannst du sie

- Einlösen - dann bekommst du einen Barausgleich oder das Underlying je nachdem wie die Option beglichen wird

- Verkaufen - dann bekommst du den Verkaufserlös, und die Long-Option hat dann jemand anders

 

Wenn du eine Short-Option hast, kannst du sie

- Rückkaufen/Glattstellen - dann zahlst du den aktuellen Preis

- Behalten: Wen sie ausgeübt wird musst du das Underlying/den Barausgleich liefern

 

Optionsscheine funktionieren ähnlich - nur gibt es keine Short-Optionsscheine.

 

Europäisch bedeutet, dass du sie erst am Ende der Laufzeit ausüben kannst, Amerikanisch jederzeit. Verkaufen/Glattstellen kannst du aber jederzeit. Normalerweise ist verkaufen auch rentabler.

 

Keine Ahnung ob man bei der Targobank Optionen handeln kann, aber allgemein sind deutsche Online-Broker extrem teuer diesbezüglich. Ich vermute, dass Onvista-Bank noch der günstigste unter den deutschen Anbietern ist. Üblicherweise verwenden die Leute hier aber einen Interactive-Brokers-Reseller oder Degiro (beide deutlich günstiger, aber steuerlich etwas kniffelig).

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DST
· bearbeitet von DST

Optionen werden wie Aktien an Börsen gehandelt. Optionsscheine werden von Banken/Brokern emittiert und sind in den USA (aus meines Erachtens guten Gründen) verboten. Wenn du Indexoptionen handelst bezieht sich die Ausübung der Option meist auf den Geldwert des Underlyings (Cash Settlement). Wenn du ETF-Optionen handelst beziehst sie sich meist auf den ETF selbst (Physical Settlement). Beide Optionen können auch über europäische Börsen (meist Eurex) über deutsche Banken/Broker gehandelt werden. Das Problem ist jedoch, dass die Optionen im Vergleich zu den in den USA gehandelten ziemlich illiquide sind und mit höheren Transaktionskosten verbunden sind. Daher bleibt eigentlich nur IB oder IB-Reseller als "Option", aber die haben wiederum den Nachteil, dass sie Steuern nicht automatisch abführen.

 

Fazit: Der Handel mit Optionen in Deutschland ist ein Trauerspiel, das den Banken und Brokern aber durch aus Recht ist, weil sie so mehr an fragwürdigen Produkten verdienen können.

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monopolyspieler
vor einer Stunde von etherial:

Keine Ahnung ob man bei der Targobank Optionen handeln kann, aber allgemein sind deutsche Online-Broker extrem teuer diesbezüglich. Ich vermute, dass Onvista-Bank noch der günstigste unter den deutschen Anbietern ist. Üblicherweise verwenden die Leute hier aber einen Interactive-Brokers-Reseller oder Degiro (beide deutlich günstiger, aber steuerlich etwas kniffelig).

Targobank kann nur Optionsscheine/Zertifikate.

Von den anderen Brokern, bei denen sich Optionen handeln lassen, hat jeder so seine Vor- und Nachteile.

comdirect = nur telefonische Orders

Onvista= keine Weeklys, covered Calls schreiben ist eher Steinzeit und covered Calls eindecken macht man einmal und dann nie wieder

Consorsbank= Weeklys nur von ausgesuchten Werten handelbar -je nach Underlying kann es günstiger sein, als bei Onvista;)

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DST
vor 53 Minuten von monopolyspieler:

Targobank kann nur Optionsscheine/Zertifikate.

Von den anderen Brokern, bei denen sich Optionen handeln lassen, hat jeder so seine Vor- und Nachteile.

comdirect = nur telefonische Orders

Onvista= keine Weeklys, covered Calls schreiben ist eher Steinzeit und covered Calls eindecken macht man einmal und dann nie wieder

Consorsbank= Weeklys nur von ausgesuchten Werten handelbar -je nach Underlying kann es günstiger sein, als bei Onvista;)

Wie ich schon sagte... Ein Trauerspiel ;) 

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Peter23
vor 4 Stunden von DST:

Fazit: Der Handel mit Optionen in Deutschland ist ein Trauerspiel, das den Banken und Brokern aber durch aus Recht ist, weil sie so mehr an fragwürdigen Produkten verdienen können.

Sehr gut zusammengefasst! Ich kann nur zustimmen.

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RuffySuperstar

Auf jeden Fall danke euch allen für die Erklärungen, mir ist das Thema jetzt durchaus bewusster geworden.

Gibt es denn einen guten Broker an dem an amerikanischen Börsen die Optionen dann kaufen könnte, wenn sie hier in Deutschland nicht so gut angeboten werden?  Wäre dass dann der Interactive Brokers?

Ich dachte wenn ich bei einer Bank bin bei der ich an Auslandsbörsen handeln kann, dann könnte ich auch auf die Produkte von andern Ländern zugreifen.

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uang
Am 4.2.2021 um 21:06 von RuffySuperstar:

Wäre dass dann der Interactive Brokers?

Ja. Ich würde mal vermuten dass > 90% der privaten deutschen Optionshändler über IB handeln.

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Kwazulu

Kann man Optionskontrakte übertragen oder muss man diese vorher glattstellen und beim neuen kostengünstigeren Broker neu beginnen?

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Norica
· bearbeitet von Norica
vor 55 Minuten von Kwazulu:

Kann man Optionskontrakte übertragen oder muss man diese vorher glattstellen und beim neuen kostengünstigeren Broker neu beginnen?

Kann nicht sagen, ob sie zwischen Brokern übertragen werden können. Zumindest zwischen Depots beim gleichen Broker geht es, also warum nicht auch zu einem anderen.

Allerdings würde ich dringend davon abraten, denn während der Übertragung kannst Du die nicht handeln und müsstest im ungünstigsten Fall weitere Positionen zum hedgen aufmachen.

Einfacher ist dann doch, den Kontrakt zu schließen und einen Augenblick später beim neuen Broker erneut zu öffnen. Diese Sicherheit wäre mir die Transaktionskosten, falls eine Übertragung überhaupt ginge, dann doch wert;)

 

 

 

 

 

LG

 

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Allesverwerter

Wann ist nach  Börsengängen der Optionshandel an der EUREX möglich? Wer entscheidet das dann?

 

Kommt das z.B. mit der SDAX-Mitgliedschaft?

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SlowHand7
Am 27.3.2021 um 19:40 von Kwazulu:

Kann man Optionskontrakte übertragen oder muss man diese vorher glattstellen und beim neuen kostengünstigeren Broker neu beginnen?

Zwischen Commerzbank, Comdirect und Onvista soll das angeblich möglich sein.

Das habe ich natürlich nie probiert. Wozu auch?

Die arbeiten alle noch mit Papier und Fax und vermutlich dauert so ein Übertrag mindestens eine Woche wo man dann nicht handeln kann.

Vollkommen sinnlos.

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Allesverwerter
Am 31.8.2023 um 16:45 von Allesverwerter:

Wann ist nach  Börsengängen der Optionshandel an der EUREX möglich? Wer entscheidet das dann?

 

Kommt das z.B. mit der SDAX-Mitgliedschaft?

push :-)

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B.Axelrod

Aus meiner Erinnerung heraus dauert das einige Tage. 

Aber eher entscheidender wird sein, wann darauf Dein Broker den Handel freigibt.

 

Die können auch mal schlafen- bei Novartis musste ich Interactive nach über einer Woche erst darauf aufmerksam machen, das der Handel

nach der Abspaltung von Sandoz wieder unter dem alten Tickersymbol aufgenommen wurde.

Die Optionsketten waren darauf am Folgetag wieder online.

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Allesverwerter

Die Eurex bietet keine Optionen auf IONOS

Es liegt (noch) nicht nur am Broker.

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Allesverwerter

Nochmal eine Frage zu IONOS / IOS bei Interactive Brokers.

 

Es gibt zwar immer noch keine Optionen, aber "Optionsscheine"

Was bedeutet bei IOS JUN 20 '24 22,5 Call (DG,0.1)@FWB  das "(DG,0.1)" ?

 

Ich dachte, das Bezugsverhältnis ist 10 Scheine zu einer Aktien, das passt aber nicht zur Margin-Anzeige. 

Oder ver/kaufe ich hier auch Kontrakte/Pakete?

 

Konkrete Frage: Wenn ich einen Call auf 100 Aktien gehaltene Aktien verkaufen möchte, welche Anzahl muss ich in der Ordermaske Optionsscheine eingeben?

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B.Axelrod
vor 17 Minuten von Allesverwerter:

Ich dachte, das Bezugsverhältnis ist 10 Scheine zu einer Aktien, das passt aber nicht zur Margin-Anzeige. 

Oder ver/kaufe ich hier auch Kontrakte/Pakete?

Ein Schein = 0,1 Aktie . Ist für mich stimmig. Bei einem Verhältnis 100 Scheine =1 Aktie wird 0,01 angezeigt.

vor 20 Minuten von Allesverwerter:

Konkrete Frage: Wenn ich einen Call auf 100 Aktien gehaltene Aktien verkaufen möchte, welche Anzahl muss ich in der Ordermaske Optionsscheine eingeben?

Das geht nur mit Optionen- nicht mit Scheinen- falls Du covered CALLs meinst.

Hätte eine solche die Option ein Bezugsverhältnis von 100, könnte man eine Option verkaufen.

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Allesverwerter

IB suggeriert auf der Ordermaske, ich könne die Scheine auch leerverkaufen - die Fehlermeldung kommt erst zum Schluss. 

Schade, ich dachte, ich komme so zu ein paar ZusatzEuros :D

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B.Axelrod
· bearbeitet von B.Axelrod

Zu Deinem Glück geht das nicht.

Beim Leerverkauf dieses Scheins würdest Du nur Geld verdienen, wenn die Aktie deutlich sinkt, da sonst die Kosten (Zinsen, zweimal Spread, Erstattung des Zeitwert-Verlustes) eines Leerverkaufs

den Gewinn übersteigen dürften.

Wenn der Aktienkurs unverändert bleibt, wäre der dem Verleiher zu erstattende Zeitwert-Verlust am 22.5. bei 0,049 Euro. Du hast aber auch 0,5 Cent Spread, die Du zweimal zahlst.

https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner#DE000DW0EGH2&d0=2024-04-22&d1=2024-05-22&d2=2024-05-22&d3=2024-05-22&i0=3.907&i1=3.907&i2=3.907&i3=3.907&p0=19.66&p1=19.66&p2=18.66&p3=17.66&v0=36.5&v1=36.5&v2=36.5&v3=36.5

Wenn Aktie von 19,66 auf 17.66 -also ~10% am 22.5. gefallen ist, würdest Du an dem Tag so in etwa bei +/- Null rauskommen.

Sinkt die Aktie auf 16,66, hättest Du je Schein am 22.5. 0,1 Cent verdient.- Hurra.:w00t:

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