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Themack

bav-Vertrag Allianz: Kosten verringern, z.B. durch Laufzeit 62LJ?

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Themack

Hallo,

 

zu dem (in deutschen Kleinunternehmen anscheinend verbreiteten) bav-Angebot der Allianz ("friss oder stirb" bzw. wähle zwischen Geschmacksvarianten Perspektive bzw. KomfortDynamik):

Ungeachtet der grundsätzlichen Prüfung, ob sich das Ganze überhaupt lohnt - stellt sich die Frage, wie man ggf. zumindest die Kosten beeinflussen kann. 

 

Bei heutigen Arbeitsbiographien dürfte es ja relativ häufig vorkommen, dass bav-Verträge nicht "durchgehalten" werden, sondern irgendwann beitragsfrei gestellt und/oder auf einen anderen Anbieter übertragen werden. 

Um die Kosten zu drücken, denke ich daher zuerst an die Vertragslaufzeit - für Neuverträge ist da wohl die Untergrenze Lebensalter 62.

 

1. In den Allianz-Angeboten (für Renteneintritt 67) wird breit hervorgehoben, man könne bis auf 62 vorziehen oder bis 75 aufschieben.

Macht es dann nicht direkt Sinn (vor allem kostenseitig), den Vertrag auf 62 abzuschließen (statt der üblicherweise angebotenen 67)? 

Grundsätzlich scheint auch bei Abschluss auf Lebensalter 62 ein flexibler Aufschub bis 75 möglich - man muss sich halt vor dem 62 LJ für eine Verschiebung entscheiden und nicht erst zwischen 62 und 67.

 

2. Drückt es die Kosten, erstmal auf die Dynamik zu verzichten, mit 284,- p.M. abzuschließen und erst später für die Dynamik zu entscheiden? Oder gänzlich auf eine automatische Dynamik verzichten und jährlich "manuell" auf 4% der BBG zu erhöhen?

 

3. Gibt es sonstige Gestaltungsoptionen, die den Abschlusskostenblock etwas dämpfen (á la 5 EUR-Trick der DWS RRP)? 

 

Viele Grüße,

TheMack

 

 

 

 

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tyr
vor 31 Minuten von Themack:

3. Gibt es sonstige Gestaltungsoptionen, die den Abschlusskostenblock etwas dämpfen (á la 5 EUR-Trick der DWS RRP)? 

Gibt es. In Schicht 2 einfach Riestern statt bAV zu besparen. Dann steht dir der gesamte freie Markt der neu abschließbaren Riesterverträge zur Verfügung und nicht nur das Angebot deines AG. Und du kannst so oft den AG wechseln, wie du willst und bleibst unabhängig bei deinem Riestervertrag. Riesterverträge gibt es kostengünstig als Nettotarife auf Honorarbasis beim Makler oder bei Direktversicherern.

 

Wenn die Fördergrenze ausgeschöpft ist kannst du in Schicht 3 weiter ungefördert für AV sparen und die Besteuerung über Schicht 3 RV in die Auszahlungsphase schieben.

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Themack

Danke Dir für den Hinweis auf die anderen Lösungen.
Es geht mir hier lediglich um die generellen Gestaltungsoptionen für die angebotenen Allianz-Verträge unter der Annahme, es solle einer abgeschlossen werden.

Und da sah mir eine Plan-Laufzeit bis LJ 62 erstmal vielversprechend aus.


Die Prüfung, ob grundsätzlich sinnvoll für die eigene Lebens/Steuer/AV/AG-Zuschuss-Situation, muss jeder individuell vornehmen und wollte ich hier gar nicht aufmachen ;)

 

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tyr
vor 32 Minuten von Themack:

Die Prüfung, ob grundsätzlich sinnvoll für die eigene Lebens/Steuer/AV/AG-Zuschuss-Situation, muss jeder individuell vornehmen und wollte ich hier gar nicht aufmachen ;)

Das ist grundsätzlich unabhängig von der Förderkonstellation, reine Konzeptfrage.
 

Wenn man versucht die Beschränkungen von bAV anzugehen sollten die Möglichkeiten in derselben Schicht 2 mit Riesterverträgen verglichen werden. Wenn es deutlich günstigere und gleichzeitig bessere Riesterverträge im Vergleich zum bAV-Angebot gibt und die bAV-Beschränkungen dabei entfallen warum dann noch versuchen, die bAV-Beschränkungen zu dehnen?

 

Schicht 2: nachgelagerte Besteuerung: Riester und bAV.
 

Es gibt gute und interessante bAV-Angebote und bAV-Angebote, die man nicht ablehnen sollte wie komplett AG-finanzierte bAV. Aber nicht jedes AN-finanziertes Angebot mit mittelmäßigen oder schlechten Verträgen und AG-Zuschuss nur auf Minimalniveau SV-Ersparnis ist sinnvoll.

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HalloAktie

Denke nicht, dass man durch früheren Renteneintritt nennenswert Kosten reduzieren kann. Die Anbieter kalkulieren doch nicht nur die Ansparphase durch, sondern auch die Auszahlphase. Die können schon rechnen...

Die entscheidenden Fragestellungen für mich wären die Höhe des AG-Zuschuss und ob ich bei der Firma mein Leben lang bleiben möchte. Dann im zweiten Schritt, ob ich in einer unabsehbar langen Niedrigzinsphase meine Altersvorsorge staatsanleihenbasiert aufziehen will und ob ich im Zeitalter der Honorarverträge wirklich bei der Allianz abschließen muss. Mein Arbeitgeber hat mir offen von einer BAV abgeraten, obwohl er Provision hätte kassieren können.

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intInvest
vor 3 Minuten von HalloAktie:

Denke nicht, dass man durch früheren Renteneintritt nennenswert Kosten reduzieren kann.

Hier gehts hauptsächlich um die Abschlusskosten, diese werden ja berechnet aus "allen Einzahlung" und davon ein gewisser Prozentsatz. Wenn du jetzt mit 5 Jahren weniger Beiträgen rechnest, reduziert sich da schon bissl etwas.

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HalloAktie
Gerade eben von intInvest:

Hier gehts hauptsächlich um die Abschlusskosten

Ok, das kann ich nachvollziehen. Mea culpa. Habe das gedanklich irgendwie nicht als Kostenreduktion des Vertrags gefasst, da die Allianz mein Geld ja gar nicht bekommt.

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lacerator1984
· bearbeitet von lacerator1984

Direkte Abschlusskosten (ohne Amortisationskosten) betragen i.d.R. 2,5% der Beitragssumme, maximiert auf 35 Jahre Laufzeit. Es kann natürlich (gerade bei bAV) reduzierte Kostensätze geben.

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tyr
vor 34 Minuten von lacerator1984:

Direkte Abschlusskosten (ohne Amortisationskosten) betragen i.d.R. 2,5% der Beitragssumme, maximiert auf 35 Jahre Laufzeit. Es kann natürlich (gerade bei bAV) reduzierte Kostensätze geben.

Es gibt nun Riesterverträge in ebenso Schicht 2 nachgelagerter Besteuerung und mit besseren Vertragsbedingungen als bei der Allianz, zu niedrigeren Kosten und mit vergleichbarem Anlagemodell wie die Allianzverträge.

 

Warum sollte man sich dann für Entgeltumwandlung in den bAV-Vertrag entscheiden? Man kann jeden Euro Bruttoeinkommen nur einmal in einen Vertrag zur zusätzlichen AV einzahlen.

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Bolanger

Ich stand vor wenigen jahren vor der gleichen Entscheidung.

 

Der AG finanzierte mit einem "hohen zweistelligen Betrag" die BAV komplett selbst. Die Frage, ob ich das Angebot annehme oder verfallen lasse stellte sich damit nicht. Auch in einem schlechten Tarif bleibt später mehr hängen als ganz ohne BAV. Aufgrund meiner persönlichen Situation habe ich mich gegen eine zusätzliche Gehaltsumwandlung entschieden.

 

Zur Auswahl hat mir der AG ebenfalls die beiden Allianz-Möglichkeiten gestellt mit dem Hinweis, dass ich auch selbst eine andere Versicherung frei auswählen könne oder eine bestehende vom vorherigen AG mit eben diesem Betrag bezuschusst würde. Ich habe mir dann über meinen privaten Versicherungsmakler ein paar Angebote geben lassen, bei denen sich das Ergebnis überraschend wenig vom Angebot der Allianz unterschieden hat. Also gab es zwei Gründe, das Allianz-Angebot anzunehmen: Wie viel Zeit möchte ich aufwänden, um ein paar EUR mehr rauszuholen? Möchte ich direkt schon beim Job-Einstieg beim neuen Arbeitgeber als sonderbarer Neuling mit Sonderwünschen auffallen?

 

ich vermute, dass der TE in einer ähnlichen Situation stekct und daher nur versucht, ein bisschen Tweaking der Allianz-bedingungen durchzuführen. Aber auch da würde ich mir die Frage stellen, ob das Tweaking für ein paar cent weniger Abschlussgebühren nicht doch den eigenen Ruf beim neuen AG noch vor Antritt der Stelle beschädigt. 

 

 

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Themack
vor 2 Stunden von Bolanger:

ich vermute, dass der TE in einer ähnlichen Situation stekct und daher nur versucht, ein bisschen Tweaking der Allianz-bedingungen durchzuführen. Aber auch da würde ich mir die Frage stellen, ob das Tweaking für ein paar cent weniger Abschlussgebühren nicht doch den eigenen Ruf beim neuen AG noch vor Antritt der Stelle beschädigt. 

 

 

Bolangers Beschreibung trifft es ganz gut.

 

Das Tweaking läuft direkt mit dem Allianzverkäufer.

Ich wollte schauen, ob mit einfachen Stellschrauben (Laufzeit, Dynamik bei Vertragsbeginn/später vereinbaren/jährlich manuell anpassen) nicht doch etwas mehr als "ein paar cent" Kostenbelastung aus dem Vertrag zu holen ist.

 

Da ich im bav-Bereich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit vermute, dass Verträge nicht wie bei Abschluss geplant "durchlaufen", sollten Kostensenkungen bzw. -verschiebungen in die Zukunft noch stärker ins Gewicht fallen. 

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Schwaben-Sparer
· bearbeitet von Schwaben-Sparer
Am 8.3.2021 um 18:47 von Themack:

Hallo,

 

zu dem (in deutschen Kleinunternehmen anscheinend verbreiteten) bav-Angebot der Allianz ("friss oder stirb" bzw. wähle zwischen Geschmacksvarianten Perspektive bzw. KomfortDynamik):

Ungeachtet der grundsätzlichen Prüfung, ob sich das Ganze überhaupt lohnt - stellt sich die Frage, wie man ggf. zumindest die Kosten beeinflussen kann. 

 

Bei heutigen Arbeitsbiographien dürfte es ja relativ häufig vorkommen, dass bav-Verträge nicht "durchgehalten" werden, sondern irgendwann beitragsfrei gestellt und/oder auf einen anderen Anbieter übertragen werden. 

Um die Kosten zu drücken, denke ich daher zuerst an die Vertragslaufzeit - für Neuverträge ist da wohl die Untergrenze Lebensalter 62.

 

1. In den Allianz-Angeboten (für Renteneintritt 67) wird breit hervorgehoben, man könne bis auf 62 vorziehen oder bis 75 aufschieben.

Macht es dann nicht direkt Sinn (vor allem kostenseitig), den Vertrag auf 62 abzuschließen (statt der üblicherweise angebotenen 67)? 

Grundsätzlich scheint auch bei Abschluss auf Lebensalter 62 ein flexibler Aufschub bis 75 möglich - man muss sich halt vor dem 62 LJ für eine Verschiebung entscheiden und nicht erst zwischen 62 und 67.

 

2. Drückt es die Kosten, erstmal auf die Dynamik zu verzichten, mit 284,- p.M. abzuschließen und erst später für die Dynamik zu entscheiden? Oder gänzlich auf eine automatische Dynamik verzichten und jährlich "manuell" auf 4% der BBG zu erhöhen?

 

3. Gibt es sonstige Gestaltungsoptionen, die den Abschlusskostenblock etwas dämpfen (á la 5 EUR-Trick der DWS RRP)? 

 

Viele Grüße,

TheMack

Ich denke Du gehst das schon richtig an. Mit Abschluss bis 62 statt 67 solltest Du erstmal Abschlusskosten in Höhe 5 x Jahresbeitrag x Abschlusskostensatz sparen. Und minimaler Beitrag + Zuzahlungen sollte dich auch besser stellen, als gleich einen hohen Beitrag zu vereinbaren. Ein Dynamik würde ich auch nicht vereinbaren.
 

Du zahlst allerdings auf jede Zuzahlung Abschlusskosten und auf den flexiblen Aufschub dann auch, aber sicher ist das trotzdem wesentlich besser es so zu gestalten.

 

Am besten liest Du Dir den Kostenausweis in den Versicherungsinformationen und die Bedingungen genau durch bzw. lässt Dir mehrere Angebote erstellen und vergleichst das dann.

 

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tyr
· bearbeitet von tyr
vor 9 Stunden von Schwaben-Sparer:

Ich denke Du gehst das schon richtig an. Mit Abschluss bis 62 statt 67 solltest Du erstmal Abschlusskosten in Höhe 5 x Jahresbeitrag x Abschlusskostensatz sparen. Und minimaler Beitrag + Zuzahlungen sollte dich auch besser stellen, als gleich einen hohen Beitrag zu vereinbaren.

Oder man tritt einen Schritt zurück, geht es richtig an und schließt einen Nettotarif mit fixem Einmalhonorar ab, ohne prozentual laufende Abschlusskosten, die von den Beiträgen abgezogen werden (oder Direktversicherer mit niedrigen AK). Dann muss man nebenbei auch keine Kunststückchen am Versicherungsendalter vollführen und kann deutlich bessere Versicherungsbedingungen als bei der Allianz bekommen.

 

Einzige Ausnahme: wenn wie von @Bolanger der AG 100% der baV-Beiträge selber zahlt. Dann einfach annehmen und gut. Eigene Entgeltumwandlung + nur SV-Erstattung vom AG sollte man niemals in solche Murksverträge wie beim TE laufen lassen.

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