No.Skill 17. Januar · bearbeitet 17. Januar von No.Skill vor 3 Stunden von Cepha: Daher verfolge ich das Thema etwas. Ohne dass es meine Meinung ist oder ich Quellen nennen kann. Hatte mit meinem Papa (1953 geb.) immer wieder diskutiert über das Thema und er meinte: Deutschland wäre im Zweifel in der Lage, binnen kürzester Zeit (3 Jahre?) nukleare Waffen herzustellen. Sie würden quasi zerlegt in Teilen bereitliegen. Keine Ahnung, ob das wirklich stimmt. Mein alter Herr hatte leider oft recht, daher habe ich es mal zur Kenntnis genommen. Ja, Deutschland könnte technisch innerhalb von etwa 1–3 Jahren eine funktionsfähige Atomwaffe bauen – wenn es die politische Entscheidung treffen würde und alle rechtlichen, finanziellen und diplomatischen Bremsen lösen dürfte. Hier die realistische Einschätzung (Stand 2026): Grüße No.Skill Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill 24. Januar · bearbeitet 24. Januar von No.Skill Institut in Bayern Forscher entwickeln Mini-Atomreaktor für den Mond Ein Kernreaktor auf dem Mond - was nach Science-Fiction klingt, wird in Garching bei München tatsächlich erforscht. Solche Mini-Atomreaktoren sollen zukünftige bemannte Raumbasen auf dem Mond mit Energie versorgen. Kilopower-Reaktor Grüße No.Skill Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill Donnerstag um 13:54 Doch keine Renaissance: Nutzung von Atomkraft stagniert weltweit @reko @Holgerli Kurze Zusammenfassung des Artikels (FR.de, Stand Januar 2026): Die erhoffte **Renaissance der Atomkraft** bleibt aus – die weltweite Nutzung **stagniert** weiterhin. - Anfang 2025 waren **404 Kernkraftwerke** am Netz (5 weniger als 2024), installierte Kapazität stabil bei **369 GW**. - Nur **4 neue Reaktoren** (4,4 GW) gingen ans Netz: 2 in China, je 1 in Indien und Russland. - Gleichzeitig wurden **7 Anlagen** (2,8 GW) stillgelegt, u. a. alle in Taiwan (kompletter Atomausstieg) und drei in Belgien. - In der **EU** sank die Zahl der Reaktoren unter 100 (nun 98). - Aktuell werden **66 Reaktoren** in 11 Ländern gebaut, **36 davon in China** – nirgendwo sonst (bes. nicht in Amerika) gibt es nennenswerte Neubauprojekte. - Prognose: Ohne massiven Zubau oder Laufzeitverlängerungen sinkt der Atomstromanteil bis 2030 weiter. Zitat BASE-Präsident Kühn: „Die prognostizierte Renaissance der Atomkraft bleibt aus; der Anteil sinkt seit Jahrzehnten.“ Währenddessen baut China allein bei Solar 2025 bereits **275 GW** neu – mehr als das Hundertfache der neuen Atomleistung weltweit. Grüße No.Skill Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Donnerstag um 16:07 · bearbeitet Donnerstag um 17:08 von reko vor 3 Stunden von No.Skill: Doch keine Renaissance: Nutzung von Atomkraft stagniert weltweit ".. so der Branchenreport WNISR (World Nuclear Industry Status Report)" Dass der eine politische Zielsetzung hat ist bekannt. Es gibt zuverlässigere Quellen. Insbesondere ignoriert die Schlagzeile den aktuellen Cash Flow. "(4,4 GW) gingen ans Netz .. (2,8 GW) stillgelegt" Also weniger Kernkraftwerke mit mehr Nennleistung und mehr Stromerzeugung. Klar, man wird die Laufzeit der kleinen Versuchsreaktoren der 60er Jahre nicht verlängern und dafür größere und weniger neue Reaktoren bauen. Google KI: Zitat Entgegen der Schlagzeile, die eine Stagnation nahelegt, deuten aktuelle Daten für das Jahr 2024 auf eine differenziertere Entwicklung hin. Während der prozentuale Anteil am globalen Strommix aufgrund der rasant steigenden Gesamtnachfrage leicht sinkt, erreichte die absolute Stromerzeugung aus Kernkraft im Jahr 2024 mit 2.667 TWh einen neuen historischen Höchststand. 2025/09 Record-breaking year for nuclear electricity generation Ich habe bereits weiter oben damit gerechnet, dass M. Schneider sich das zurecht biegt. Besonders beliebt war der Vergleich mit der installieren Nennleistung von Solar und Windkraft (und ignoriert den Power Factor). Die Anzahl der Kraftwerke übertrifft das noch. Mit der Inbetriebnahme der SMRs wird Schneider auch diesen Vergleich nicht mehr veröffentlichen. 2026/01/19 Plans For New Reactors Worldwide .. About 70 reactors are under construction across the world. About 115 further reactors are planned. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Donnerstag um 17:22 vor einer Stunde von reko: Dass der eine politische Zielsetzung hat ist bekannt. Es gibt zuverlässigere Quellen. Insbesondere ignoriert die Schlagzeile den aktuellen Cash Flow. "(4,4 GW) gingen ans Netz .. (2,8 GW) stillgelegt" Ja, z.B. PRIS von der UNO: Die zeigen allerdings nur 2 neue AKWs an. Auch Wikipedia sagt, dass in China nur ein und in Russland kein neues AKW ans Netz ging. Keine Ahnung, welche AKWs die FR noch meint. Und zu China hast Du ja selber die Ergebnisse des letzten 5-Jahr-Planes gepostet: China steht beim AKW-Ausbau nun auch offiziell auf der Bremse. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill Donnerstag um 17:23 vor 57 Minuten von reko: ".. so der Branchenreport WNISR (World Nuclear Industry Status Report)" Dass der eine politische Zielsetzung hat ist bekannt. Öhm, ne wusste ich nicht. Was soll der Sinn sein, falsche Daten zu propagieren? vor 58 Minuten von reko: Es gibt zuverlässigere Quellen Wo? vor 58 Minuten von reko: Google KI: Ja, hab auch mal mit der KI recherchiert, naja, also so eine richtige Boom-Phase kann man da bisher nicht ausmachen. Es wird quasi so viel gebaut, wie stillgelegt wird, aber so eine richtige Renaissance konnte ich auch mit KI nicht nachweisen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Donnerstag um 17:55 · bearbeitet Donnerstag um 18:33 von reko Hier wird wie auch in vielen anderen Bereichen der Zeitbedarf für Energie- und Rohstoffinfrastruktur falsch eingeschätzt. Das macht auch der Markt. Ohne Klimawandel hätte sich niemand mehr für Kernenergie interessiert. Man wollte Kernenergie durch regulatorische Hürden verdrängen und erst (1970) durch Kohle und später durch Gas ersetzen. Entsprechend stiegen die Baukosten und die Bauzeit der Kernreaktoren. Wenn jetzt die Energiekosten zu hoch werden muß die Politik etwas unternehmen. Entweder sie verzichtet auf Klimaschutz oder sie reduziert regulatorische Hürden. Das gilt nicht nur bei der Kernenergie. World Nuclear Industry Status Report: "Es sei denn, massive Laufzeitverlängerungen von Alt-Reaktoren würden die Regel." Natürlich werden Laufzeitverlängerungen die Regel. In USA sind inzwischen 80 Jahre üblich. Damit verschiebt man den Erneuerungsbedarf. Die meisten Reaktoren wurden 1960 bis 1980 gebaut. Ersatz braucht man dann erst 2040 bis 2060. Bei 10 Jahren Bauzeit muß man 2030 beginnen. Zum ebenfalls im FR Artikel erwähnten Atomausstieg Taiwans "Atomkraft: Taiwan steigt komplett aus": 2026/01/27 Taipower taps Westinghouse for nuclear restart safety checks in the face of AI power surge and net-zero pressures Das wird der kürzeste Atomausstieg aller Zeiten. Sowohl die Regierung alsauch die Bevölkerung sind aktuell pro Kernenergie. Der früher mal beschlossene Ausstieg mußte nur aus juristischen Gründen durchgezogen werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Donnerstag um 18:33 vor einer Stunde von No.Skill: Öhm, ne wusste ich nicht. Was soll der Sinn sein, falsche Daten zu propagieren? Tun sie ja gar nicht. Nur korrigiert der WNISR die Stammtischmärchen mit Fakten. Und die widersprechen halt den Atomkraft-Renaissance-Märchen. vor einer Stunde von No.Skill: Wo? https://pris.iaea.org/PRIS/home.aspx vor 33 Minuten von reko: Natürlich werden Laufzeitverlängerungen die Regel. In USA sind inzwischen 80 Jahre üblich. Naja, oder man stellt halt wie in Belgien fest, dass Laufzeitverlängerungen unrealistisch sind, weil die AKWs so marode sind, dass ein GAU immer wahrscheinlicher wird. Dann gehen halt drei AKWs quasi gleichzeitig vom Netz. Und auch Doel 4 und Thiange 3 werden werden weit vor 2035 vom Netz gehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Donnerstag um 18:53 · bearbeitet Donnerstag um 19:33 von reko Belgien hat seinen Atomausstieg revidiert. "In May 2025 Belgium's parliament repealed the 2003 phase-out law" Die Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 werden 10 zusätzliche Jahre betrieben. Die Laufzeit könnte danach nochmal verlängert werden. Dieses schrittweise verlängern ist üblich. Die abgestellten über 50 Jahre alten Westinghouse 2-Loop-Reaktoren (Design 1960) haben bereits eine Laufzeitverlängerung hinter sich, sind nicht mehr auf dem Stand der Technik und unwirtschaftlich klein. Dafür will Belgien neue Kernreaktoren bauen, ist jetzt aber Opfer der langen Bauzeit. 2025/07 Belgium and France double down on nuclear power alliance 2025/11 Canada with Belgium follows US investing in new nuclear reactors in EU Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Donnerstag um 22:12 vor 4 Stunden von reko: Natürlich werden Laufzeitverlängerungen die Regel. In USA sind inzwischen 80 Jahre üblich. Damit verschiebt man den Erneuerungsbedarf... bis eins davon in die Luft fliegt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Freitag um 11:03 vor 12 Stunden von Cepha: bis eins davon in die Luft fliegt. Das wirklich "witzige" finde ich: Jede Laufzeitverlängerung wird gefeiert wie sonst was. Aber ist so eine Laufzeitverlängerung es Reaktors mit 60er-Jahre-Technik wirklich eine "Renaissance"? Es ist doch nun einfach mal so, dass selbst Frankreich nicht mehr in der Lage ist ein neues AKW zu bauen. Eigentlich zeigt jede Laufzeitverlängerung, dass die Atomkraft tot ist. Und auch Doel-4 und Thiange-3 können nur durch massive staatliche Subventionen am Laufen gehalten werden. vor 16 Stunden von reko: Die Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 werden 10 zusätzliche Jahre betrieben. Die Laufzeit könnte danach nochmal verlängert werden. Dieses schrittweise verlängern ist üblich. Das ist Dein Wunschtraum. Der Betreiber der beiden Uralt-AKW sieht das ganz anders: Engie, Betreiber sämtlicher belgischer Reaktoren, hatte sich im Rahmen der Verlängerung von Doel 4 und Tihange 3 mit je 1.090 MW klar zur Umsetzung bis 2035 bekannt. Doch zugleich betont das Unternehmen, dass die Kernenergie nicht mehr Teil der strategischen Unternehmensplanung ist. Also 2x keine Zukunft für Atomkraft: - spätestens 2035 ist Schluss mit Atomkraft in Belgien - Bei Engie ist Atomkraft kein Planungsthema mehr. Fazit: Atomkraft in Belgien gibt es nur noch wegen staatlicher Subventionen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Freitag um 11:31 · bearbeitet Freitag um 11:46 von reko vor 41 Minuten von Holgerli: Eigentlich zeigt jede Laufzeitverlängerung, dass die Atomkraft tot ist. Eine sehr eigenwillige Art sich seine Sicht schön zu reden. Jede Laufzeitverlängerung macht ein AKW für den Betreiber sehr viel rentabler, da es bereits im ursprünglichen Genehmigungszeitraum abgeschrieben wurde und die Betriebskosten relativ niedrig sind. Da es an alternativen grundlastfähigen Kraftwerken fehlt ist eine Verlängerung sehr sicher. Warum sollten die Betreiber auf dieses Geschenk verzichten? Bei neuen AKWs wird man ev sogar mit längeren Laufzeiten planen. Der notwendige Strompreis halbiert sich dann. Es gibt bisher auch keine Hinweise, dass diese alten AKWs unsicher wären. Sie werden regelmäßig überprüft. Wenn ein Teil problematisch ist wird es ausgetauscht oder der Reaktor wird wie bei den belgischen Westinghouse 2-Loop-Reaktoren komplett ausser Betrieb genommen falls eine Reparatur nicht mehr rentabel ist. Bisher waren alle AKWs Einzelanfertigungen für die es keine Erfahrungswerte gab. Es war sinnvoll zuerst eine konservative Laufzeit anzusetzen. Das ändert sich bei serienmäßiger Fertigung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Freitag um 12:26 vor 41 Minuten von reko: Eine sehr eigenwillige Art sich seine Sicht schön zu reden. Ich brauche nichts schönzureden. Du erzählst hier im Thread ja immer, über die Zukunft der Atomkraft. Mit diesem Post in "Energiewirtschaft" hast Du ja selber, ohne es selber zu merken, gezeigt, dass selbst in China Atomkraft stark ausgebremst wird. vor 44 Minuten von reko: Jede Laufzeitverlängerung macht ein AKW für den Betreiber sehr viel rentabler, da es bereits im ursprünglichen Genehmigungszeitraum abgeschrieben wurde und die Betriebskosten relativ niedrig sind. Im Falle von Belgien hat der Betreiber aber selber gesagt, dass die Uralt-AKWs und Neubauten keine Zukunft haben. Eigentlich könnte man an der Stelle aufhören. vor 47 Minuten von reko: Es gibt bisher auch keine Hinweise, dass diese alten AKWs unsicher wären. Sie werden regelmäßig überprüft. Wenn ein Teil problematisch ist wird es ausgetauscht oder der Reaktor wird wie bei den belgischen Westinghouse 2-Loop-Reaktoren komplett ausser Betrieb genommen falls eine Reparatur nicht mehr rentabel ist. Bisher waren alle AKWs Einzelanfertigungen für die es keine Erfahrungswerte gab. Es war sinnvoll zuerst eine konservative Laufzeit anzusetzen. Das ändert sich bei serienmäßiger Fertigung. Doch die gibt es. Und Warnungen werden ignoriert. Der Grund warm die beiden Doels und Thiange vom Netz gehen mussten: Mikrorisse im Kühlsystem, sodass nur warmes "Kühlwasser" genutzt werden kann, weil Leitungen sonst bersten könnten: https://www.tagesschau.de/ausland/belgien-akw-107.html Und dann wären wir wieder bei: vor 14 Stunden von Cepha: bis eins davon in die Luft fliegt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 18:26 Japp. Geld sparen und Sicherheitstoleranzen auf gut Glück "ausreizen" und Risiken weglügen. Ich bin extrem froh, dass die Dinger in Deutschland still stehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag