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Anfängerthread zu Zertifikaten und Optionsscheinen

870 posts in this topic

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Ich habe mich ein bisschen in Optionsscheine und Derivate eingelesen und dabei sind zwei Fragen offen geblieben: 

 

- Wenn ich ein Optionsschein bis zum Ende der Laufzeit behalten und dann ausüben möchte, ist der der Kurs des Optionsscheins für mich irrelevant, oder? 

- Wie kann ich ein Optionsschein ausüben? Soweit ich das verstehe, ist das ja nicht der normale Verkauf, weil ich da den Optionsschein einfach wieder abtreten würde. 

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vor 27 Minuten von uang:

Gibt es denn eine frei zugänglich Seite auf welcher ich mir die implizite Volatilität (am besten noch im Verhältnis zur historischen V.) für verschiedene Basiswerte anzeigen lassen kann?

Klar, die Webseite der jeweiligen Terminbörse. Ansonsten geht es auch auf der Plattform TWS von Interactive Brokers. Hier gibt es auch Demokonten.

Ich persönlich nutze das BOOST Tool für die Volatilitäten: https://boost.finance.coach/

 

vor 28 Minuten von uang:

Handelst du denn selbst Discount Zertifikate? Auf welche Parameter achtest du?

Nein, ich handle keine Emittentenprodukte. Ich baue mir diese selbst mit Optionen. Ich bin Optionshändler.

vor 13 Minuten von digitalreisen:

- Wenn ich ein Optionsschein bis zum Ende der Laufzeit behalten und dann ausüben möchte, ist der der Kurs des Optionsscheins für mich irrelevant, oder? 

Ja, die Option verfällt immer wertlos. Die bezahlte Prämie geht vollständig verloren. Du kannst lediglich den Basiswert zum Basispreis (Strike) beziehen (Call) oder veräußern (Put). Aber Achtung, viele Emittenten lassen keine Ausübung zu oder haben lediglich cash settlement in ihren Bedingungen stehen.

vor 15 Minuten von digitalreisen:

- Wie kann ich ein Optionsschein ausüben? Soweit ich das verstehe, ist das ja nicht der normale Verkauf, weil ich da den Optionsschein einfach wieder abtreten würde. 

Dazu muss eine Meldung an das Emittentenhaus gehen. Die Details dazu findet man in den Bedingungen des jeweiligen Derivats.

Bei börslichen Optionen (keine Optionsscheine) ist das deutlich einfacher, da muss man nur einen Mausklick in der Handelsplattform machen.

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vor 11 Stunden von passiv_Investor:

Klar, die Webseite der jeweiligen Terminbörse. Ansonsten geht es auch auf der Plattform TWS von Interactive Brokers. Hier gibt es auch Demokonten.

Ich persönlich nutze das BOOST Tool für die Volatilitäten: https://boost.finance.coach/

Das IB Demokonto müsste ich mir bei Gelegenheit noch anschauen. Auf der Website der eurex konnte ich aber nichts zur impliziten Volatilität der einzelnen Basiswerte finden - geschweige denn mir z.B. mal alle DAX Werte nach Impliziter V. sortieren. 

Bei der CME gibt's die Daten evtl. nachdem man sich dort einen Account angelegt hat? http://go.cmegroup.com/EQ-quikStrike-vol-tool Das müsste ich heute Abend von zu Hause genauer anschauen...

vor 11 Stunden von passiv_Investor:

Nein, ich handle keine Emittentenprodukte. Ich baue mir diese selbst mit Optionen. Ich bin Optionshändler.

Das dachte ich mir eigentlich ;). Mal aus reiner Neugierde und falls nicht zu privat... Optionshändler so nebenher, oder verdienst du deinen Lebensunterhalt damit? Als Angestellter, oder selbstständig?

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Posted · Edited by reckoner

Hallo,

 

Zitat

Haben Discount Zertifikate in der Regel kein Aufgeld?

Natürlich haben die kein Aufgeld, wer würde denn ein Discountzertifikat ohne Discount kaufen (Discount=Abgeld)? Das ist doch der Sinn der ganzen Sache, ohne Discount kannst du dir ja gleich den Basiswert kaufen.

 

Bei Aktienanleihen ist es auch nicht anders (sollte nicht anders sein - wie gesagt lässt sich da etwas mehr verstecken). Discountzertifikate und Aktienanleihen sind nämlich identische Produkte, ich kann dir das eine in das andere umrechnen; die einzigen beiden Unterschiede sind die Stücknotiz und der 0%-Kupon (ich schreibe ausdrücklich nicht "fehlender Kupon"), und beides ändert nichts an den Ergebnissen.


Stefan

 

PS: Wenn man die beiden Produkte direkt miteinander vergleicht sieht man übrigens, dass Aktienanleihen fast immer schlechter rentieren.;)

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Ariva führt bei den Produktbeschreibungen immer ein negatives Aufgeld auf, ich konnte aber bisher nicht nachvollziehen was damit genau gemeint ist. Es entspricht nicht dem Discount... .

 

Was ich mit meiner Frage aber (in unpräziser Weise) auch meinte waren sonstige Kosten die die Emittentin an mich weitergibt, bzw. zusätzlich erhebt. Aber so wie ich das Produkt jetzt verstehe, bezahle ich nur den Spread. (?)

 

Beispielhaft habe ich mir für ein Discount Zertifikat auf Wirecard mal dargestellt wie sich unterschiedliche Entwicklungen des Basiswerts am Bewertungstag auf das Zertifikat auswirken. Ist das so richtig dargestellt?

 

@reckoner (und andere)

handelst du (ihr) denn Disocunt Zertifikate? Welche Caps und Laufzeiten wählst du (ihr)? Einzelwerte oder Indizes?

 

Wirecard_Discount.PNG

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vor einer Stunde von uang:

Ariva führt bei den Produktbeschreibungen immer ein negatives Aufgeld auf, ich konnte aber bisher nicht nachvollziehen was damit genau gemeint ist. Es entspricht nicht dem Discount... .

 

Was ich mit meiner Frage aber (in unpräziser Weise) auch meinte waren sonstige Kosten die die Emittentin an mich weitergibt, bzw. zusätzlich erhebt. Aber so wie ich das Produkt jetzt verstehe, bezahle ich nur den Spread. (?)

 

Beispielhaft habe ich mir für ein Discount Zertifikat auf Wirecard mal dargestellt wie sich unterschiedliche Entwicklungen des Basiswerts am Bewertungstag auf das Zertifikat auswirken. Ist das so richtig dargestellt?

 

@reckoner (und andere)

handelst du (ihr) denn Disocunt Zertifikate? Welche Caps und Laufzeiten wählst du (ihr)? Einzelwerte oder Indizes?

 

Wirecard_Discount.PNG  0   26 kB

Der Basiswert der ISIN DE000TR7PQN9 ist Alphabet und nicht Wirecard.

Im Prospekt der Emittentin findest Du alles über die Kosten: https://www.hsbc-zertifikate.de/home/details#!/isin:DE000TR7PQN9

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Am 18.7.2019 um 09:22 von uang:

Das IB Demokonto müsste ich mir bei Gelegenheit noch anschauen. Auf der Website der eurex konnte ich aber nichts zur impliziten Volatilität der einzelnen Basiswerte finden - geschweige denn mir z.B. mal alle DAX Werte nach Impliziter V. sortieren. 

Bei der CME gibt's die Daten evtl. nachdem man sich dort einen Account angelegt hat? http://go.cmegroup.com/EQ-quikStrike-vol-tool Das müsste ich heute Abend von zu Hause genauer anschauen...

Das dachte ich mir eigentlich ;). Mal aus reiner Neugierde und falls nicht zu privat... Optionshändler so nebenher, oder verdienst du deinen Lebensunterhalt damit? Als Angestellter, oder selbstständig?

An der EUREX handle ich fast nie, daher schaue ich auch selten auf deren Webseite aber die CBOE hat sowas auf jeden Fall: http://www.cboe.com/trading-tools/strategy-planning-tools/volatility-finder

Da ich aber die TWS habe und dort nach der Vola schauen kann, bzw. im BOOST Tool, brauche ich keine weitere Webseite, um das anzuzeigen.

Ich bin Vollzeit Optionshändler aber rein privat.

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uups, hatte mir für verschiedene Scheine mal so Tabellen erstellt und scheinbar die ISIN nicht korrigiert. Gemeint war dieses https://www.hsbc-zertifikate.de/home/details#!/isin:DE000TR6TX94 Laut HSBC Prospekt gibt es sonst keine Kosten, aber bei solchen Zertifikaten frag ich als Anfänger lieber doppelt nach ;)

 

Danke für den Link. Der "Volatility Ranker" kostet zwar Geld (gibt ne kostenlose 14 Tage Probezeit), aber für einzelne Werte kann man sich immerhin die implied volatility über verschiedene Zeiträume anzeigen.

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Hallo,

 

Zitat

handelst du (ihr) denn Disocunt Zertifikate? Welche Caps und Laufzeiten wählst du (ihr)? Einzelwerte oder Indizes?

Dazu mal etwas ausführlicher: Vorweg, Discountzertifikate (und Aktienanleihen, wie gesagt ist das das Selbe) sind defensive Investments, man hat damit in der Regel einen Hebel unter 1, dafür aber etwas Sicherheit bzw. Rabatt.

Daher eignen sich diese Derivate meiner Ansicht nach eher nicht zum kurzfristigen Traden, da sollte man schon gehebelte Produkte nehmen (=Hebel >1).

 

Man kann Discountzertifikate so sehen, dass man immer einen Vorteil hat, entweder eine ordentliche Rendite, oder - im Vergleich zum Direktkauf - einen Rabatt (der Discount).

Aber (Grundsatz): An der Börse gibt es nichts geschenkt.

Die Gegenargumentation ist nämlich, dass man entweder Kursgewinne die man mit dem Direktinvestment gehabt hätte verschenkt hat, oder aber einen Basiswert geliefert bekommt den man - nach dem Kurseinbruch - vielleicht gar nicht mehr haben möchte (oder zumindest noch günstiger hätte kaufen können).

 

Ich persönlich kaufe nur Zertifikate auf Basiswerte die ich auch direkt kaufen würde (oder sogar schon im Depot habe), und wähle auch gezielt die Emittenten die im Fall der Fälle auch liefern (kein Barausgleich), halte dann fast immer bis zum Ende der Laufzeit; wenn ich vorher aussteige dann meist, weil der Cap fast erreicht und die Rendite nicht mehr angemessen ist (Risiko für einen Kursrückgang des Basiswertes ist niemals Null, muss also entsprechend vergütet werden).

 

Cap: Die besten Renditen bekommt man bei einem Cap ungefähr gleich dem Kurs des Basiswert (bei Optionen sagt man "am Geld"). Und davon weiche ich vielleicht etwas ab, je nach dem ob ich den Basiswert eher haben möchte oder eher nicht.

Man muss sich dann nämlich entscheiden was einem wichtiger ist, Rendite oder Discount. Will ich eine Aktie haben, dann wähle ich einen höheren Cap; und wenn es dann trotzdem nicht klappt (mit der Lieferung) ist wenigstens die Rendite richtig toll. Wenn ich hingegen auf die Rendite abziele, dann nehme ich einen niedrigeren Cap und verzichte auf etwas Rendite; wenn das schief geht waren wenigstens die eingebuchten Aktien deutlich günstiger als beim potentiellen Direktkauf.

Weit vom Cap abweichen darf man imho aber nicht. Denn sonst hat man entweder Renditen im unteren einstelligen Prozentbereich (das rechtfertigt das Risiko nicht), oder man kauft den Basiswert fast ohne Discount.

 

Laufzeit: Etwa ein paar Monate, meist bis zum übernächsten großen Verfallstag.

Bei zu kurzen Laufzeiten lohnt imho der Aufwand nicht (Auswahl, Spesen), und bei längeren sinkt die p.a.-Rendite zu weit ab.

 

Auswahl: Jahrelang war meine Datenbasis OnVista, aber seit dem die ihre Seite arg verschlimmbessert haben bin ich zu Ariva gewechselt. Dort gehe ich mit einem konkreten Basiswert in die Suche, und kopiere das Ergebnis in eine spezielle "Datenübernahme"-Exceltabelle. Dort werden die wichtigen Daten herausgefiltert und an mein Format angepasst, das Ergebnis kopiere ich dann wieder und füge es in meine richtige Tabelle ein (dazu sollte man wissen, wie man bei Excel nur die Daten einfügen kann, also nicht die Formeln). Dann noch ein paar Ergänzungen (ggf. Dividenden, bei Aktienanleihen im Idealfall der Zinsstart*), fertig. Dauert nur ein paar Minuten.

In meiner Tabelle werden dann vor allem 3 Renditen ausgerechnet (Discount, Seitwärts und Maximal), jeweils absolut und p.a. Danach kann ich dann beliebig sortieren.

 

*muss aber nicht unbedingt sein, man kann die Stückzinsen auch einfach komplett weglassen und sich selber auch nur die Zinsen von Kauf bis Fälligkeit anrechnen - ändert fast nichts an den Ergebnissen

 

Bedenken muss man, dass der ganze Aufwand den ich Treibe am Ende vielleicht einen Mehrgewinn von 1 oder 2% bringt (lohnt sich also nicht bei 1000 Euro Kapital). Die wichtigste Entscheidung ist und bleibt aber der Basiswert, der bringt nämlich den Rest.

 

Insgesamt hab' ich bisher etwa 100 solche Derivate in meinem Besitz gehabt. Und mein Depot besteht mittlerweile zu einem größeren Teil aus Aktien die ich von Emittenten geliefert bekommen habe.

 

Noch eine Anmerkung: Mit Rendite meinte ich immer die Seitwärtsrendite. Bitte nicht auf Discount oder Maximalrendite schauen, das sagt alleine gar nichts.

 

Stefan

 

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vor 8 Stunden von reckoner:

Bedenken muss man, dass der ganze Aufwand den ich Treibe am Ende vielleicht einen Mehrgewinn von 1 oder 2% bringt (lohnt sich also nicht bei 1000 Euro Kapital).

Dann bist du aber schnell in einem Bereich, in dem ein Short Put das gleiche Auszahlungsprofil hat, ohne Emittentenrisiko und im Normalfall etwas besserer Rendite. 

 

Das Andienen des Basiswerts ist bei echten Optionstradern zwar verpönt, ich arbeite mit dem Instrument aber auch ganz gern. 

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Hi Stefan,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort, das weiß ich zu schätzen.

Am 20.7.2019 um 00:21 von reckoner:

Cap: Die besten Renditen bekommt man bei einem Cap ungefähr gleich dem Kurs des Basiswert (bei Optionen sagt man "am Geld"). Und davon weiche ich vielleicht etwas ab, je nach dem ob ich den Basiswert eher haben möchte oder eher nicht.

Man muss sich dann nämlich entscheiden was einem wichtiger ist, Rendite oder Discount. Will ich eine Aktie haben, dann wähle ich einen höheren Cap; und wenn es dann trotzdem nicht klappt (mit der Lieferung) ist wenigstens die Rendite richtig toll. Wenn ich hingegen auf die Rendite abziele, dann nehme ich einen niedrigeren Cap und verzichte auf etwas Rendite; wenn das schief geht waren wenigstens die eingebuchten Aktien deutlich günstiger als beim potentiellen Direktkauf.

Weit vom Cap abweichen darf man imho aber nicht. Denn sonst hat man entweder Renditen im unteren einstelligen Prozentbereich (das rechtfertigt das Risiko nicht), oder man kauft den Basiswert fast ohne Discount.

 

Laufzeit: Etwa ein paar Monate, meist bis zum übernächsten großen Verfallstag.

Bei zu kurzen Laufzeiten lohnt imho der Aufwand nicht (Auswahl, Spesen), und bei längeren sinkt die p.a.-Rendite zu weit ab.

Ich habe mich bisher hauptsächlich nach Zertifikaten umgeschaut welche weit im Geld liegen. Was wohl auch daran liegt, dass mein eigentlicher Investmentfokus auf einem einfachen weltweiten Aktienfonds Depot liegt. Da aber mein Interesse an der Wertpapierwelt geweckt ist finde ich immer mehr Gefallen daran meine Fonds um einige Einzelaktien zu ergänzen. Allerdings musste ich feststellen, dass bei ausländischen Aktien häufig keine Lieferung angeboten wird. Das reduziert die Auswahl an für mich interessanten Basiswerten doch deutlich und die Stillhalterprämie kann schnell durch Wechselkursänderungen bzw. die Absicherung (Quanto) aufgezehrt werden.

Bin auch noch unschlüssig wieviel % Einzelaktien überhaupt ins Depot sollen - daher ist mir vorerst daran gelegen die Wahrscheinlichkeit eher gering zu halten (also Cap Abstand um die -20%). Im Idealfall streich ich also schön meine Stillhalterprämie ein und bekomme alle Jubeljahre mal günstig eine Aktie geliefert hehe :)

 

Völlig zurecht stellst du aber in Frage ob Renditen im unteren einstelligen Bereich das Risiko rechtfertigen. Mehr als 5% absolut bzw. um die 11% p.a. scheint es bei solchen Caps und Laufzeiten verständlicherweise nur in volatilen Ausnahmefällen zu geben. Die wie ich finde attraktive Prämie bei Wirecard hab ich mal für einen "Testballon" genutzt und werde sonst erstmal weiter den Markt beobachten.

 

Wie kommt es eigentlich zu diesen "großen Verfallstagen"? Warum ist der Bewertungstag so vieler Optionen (unabhängig vom Basiswert)  z.B. am 20.12.2019? Ist man da als Optionsverkäufer nicht relativ frei welche Laufzeit man wählt?

 

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Posted · Edited by otto03

vor 14 Minuten von uang:

 

Wie kommt es eigentlich zu diesen "großen Verfallstagen"? Warum ist der Bewertungstag so vieler Optionen (unabhängig vom Basiswert)  z.B. am 20.12.2019? Ist man da als Optionsverkäufer nicht relativ frei welche Laufzeit man wählt?

 

 

Verfallstag ist immer der dritte Freitag des Kalendermonats.

Große Verfallstage sind diese Freitage in den Monaten 3/6/9/12

 

https://www.boersennews.de/verfallstage/

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vor 26 Minuten von uang:

Wie kommt es eigentlich zu diesen "großen Verfallstagen"? Warum ist der Bewertungstag so vieler Optionen (unabhängig vom Basiswert)  z.B. am 20.12.2019? Ist man da als Optionsverkäufer nicht relativ frei welche Laufzeit man wählt?

 

Die Börse gibt die Verfallstage vor. Bei den liquiden Optionen gibt es auch wöchentliche Verfälle, die dann immer freitags auslaufen.

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Danke euch beiden. Wieder was gelernt ;)

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Hallo,

 

ich habe eine Verständnisfrage zur Zeichnung einer Zertifikats-Aktienanleihe.

Beispiel Wirecard DE000VF8C057:

Bei WO steht direkt in der Headline ein Basispreis von 100, Festlegungstag ist aber der 26.08.. Basispreis ist aber laut Vontobel 95% des anfänglichen Referenzpreises.

Der Referenzpreis sollte meiner Auffasssung nach also der Schlusskurs vom 26.08. sein und WO gibt da Murks an?

Im Basisinformationsblatt steht etwas von 3,238% Einstiegskosten. Die wurden mir noch bei keinem Broker angezeigt. Fallen diese bei einer Zeichnung in der Höhe zusätzlich an, oder sind damit anderweitige Anschaffungskosten pauschalisiert?

 

Danke im voraus.

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Die Einstiegskosten sind die Kaufkosten und können variieren je nachdem ob du direkt zeichnest bzw. über welchen Broker und Börse du kaufst. Die Banken sind afaik seit Mifid 2 verpflichtet diese Kosten anzugeben, obwohl dadurch oft eher Verwirrung enststeht.

Bei den Kennzahlen würde ich mich nur auf die Angaben der Emittentin verlassen. Es gilt also die Angabe im BIB.

 

Hast du dir schonmal überlegt anstatt einer Aktienanleihe ein Discount Zertifikat zu kaufen? Funktioniert ähnlich, ist aber transparenter strukturiert. ...

Zitat

Bei Aktienanleihen ist es auch nicht anders (sollte nicht anders sein - wie gesagt lässt sich da etwas mehr verstecken). Discountzertifikate und Aktienanleihen sind nämlich identische Produkte, ich kann dir das eine in das andere umrechnen; die einzigen beiden Unterschiede sind die Stücknotiz und der 0%-Kupon (ich schreibe ausdrücklich nicht "fehlender Kupon"), und beides ändert nichts an den Ergebnissen.


Stefan

 

PS: Wenn man die beiden Produkte direkt miteinander vergleicht sieht man übrigens, dass Aktienanleihen fast immer schlechter rentieren.

https://www.wertpapier-forum.de/topic/65-anfängerthread-zu-zertifikaten-und-optionsscheinen/?page=34#comment-1216028

 

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Welcher Tag ist eigentlich steuerlich relevant?

Bewertungstag: 20.12.2019

Zahltag: 03.01.2020

 

Nehme an, die Kapitalerträge/Verluste müssten dann 2020 versteuert werden oder?

 

Lässt sich aus Restlaufzeit, Seitwärtsrendite und Abstand zum Cap (oder Discount) eine Metrik entwickeln anhand derer man zwei Zertifikate vergleichen kann? Irgendeine Art ratio?

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Posted · Edited by Belgien

Am 16.8.2019 um 20:26 von uang:

Welcher Tag ist eigentlich steuerlich relevant?

Bewertungstag: 20.12.2019

Zahltag: 03.01.2020

 

Nehme an, die Kapitalerträge/Verluste müssten dann 2020 versteuert werden oder?

 

Lässt sich aus Restlaufzeit, Seitwärtsrendite und Abstand zum Cap (oder Discount) eine Metrik entwickeln anhand derer man zwei Zertifikate vergleichen kann? Irgendeine Art ratio?

 

Versteuerung erfolgt nach dem Zuflussprinzip, d.h. da der Zahltag erst in 2020 liegt, wird das Geschäft auch dem Steuerjahr 2020 zugeordnet.

 

Ja, die Certox AG als Entwickler des (kostenpflichtigen) Tools auf zertifikatesuche.de hat eine solche Metrik unter dem sDV entwickelt.

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Posted · Edited by reckoner

Hallo,

 

EDIT: Zur Klarstellung, dieser Beitrag bezog sich auf die Frage von AlteMetallmühle in #840 (wurde zusammengeführt).

 

warum müssen sich die Anfänger (davon ist bei der Fragestellung auszugehen) eigentlich immer das Komplizierte raussuchen?

 

Natürlich ist die Rendite bei Wirecard höher als beispielsweise bei Allianz oder Fresenius*; das Risiko Geld zu verlieren ist aber auch bedeutend größer. Außerdem ist man mit Aktienanleihen (und Discountzertifikaten) oft auf der falschen Seite: Wenn Wirecard wieder in die Höhe schießt bist du nicht dabei, nur nach unten partizipierst du fast voll. Einzig bei einer Seitwärtsbewegung erzielst du eine Überrendite, aber wie wahrscheinlich ist die bei einem Zockerpapier wie Wirecard?

 

*bewusst mal diese beiden Werte, weil sie imho ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis bieten

 

Außerdem zeichnet man Derivate nicht, die kauft man an der Börse (oder besser: im Direkthandel), es gibt doch genug Auswahl (ja sogar zu viel).

Bei einer Neuemmision gibt es imho niemals einen Vorteil, und sicher keine Zeichnungsgewinne wie manchmal bei Aktien.

 

Die Angabe der Kosten ist übrigens totaler Murks, sowohl bei den Emittenten und noch viel mehr bei den Banken (da sind die selben Kosten noch mal drin, und dann mit den Transaktionskosten vermischt - sogar die Kosten vom Verkauf, obwohl man vielleicht überhaupt nicht verkauf wird).

Grundsätzlich: Die in einem Produkt integrierten Kosten interessieren den Anleger nicht, die hat er ja bereits in seiner Renditeerwartung mit drin.

Diesen Murks hat der Gesetzgeber verzapft, und die Banken freuen sich (weil es Tante Erna und Opa Heinz jetzt gar nicht mehr durchblicken - ist natürlich toll wenn das Produkt selber schon 4% Kosten hat, da fallen die 1% Spesen der Bank ja nicht mehr ins Gewicht).

Ich rate: Rechnet euch die Renditen selber aus und berücksichtigt dabei die Spesen, das ist der einzig realistische Wert.

 

@uang: Danke für die Blumen.B-)

 

Stefan

 

PS: Vielleicht kann ein Admin den Thread an den Anfängerthread anhängen?

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Hallo,

 

Zitat

Lässt sich aus Restlaufzeit, Seitwärtsrendite und Abstand zum Cap (oder Discount) eine Metrik entwickeln anhand derer man zwei Zertifikate vergleichen kann?

Vorweg, der Vergleich von ganz unterschiedlichen Zertifikaten wird immer hinken.

 

Berechnen tue ich grundsätzlich den Discount, die Seitwärtsrendite und die Maximalrendite, alles absolut und p.a.

Dazu dann eine Kennzahl die ich mir selbst ausgedacht habe, und zwar Seitwärtsrendite mal Seitwärtsrendite p.a. Wer selber schon mal solche Datenreihen berechnet hat weiß, dass die absolute Rendite proportional und die p.a.-Rendite antiproportional zur Laufzeit ist, daher kann man sie jeweils alleine für einen Vergleich nicht gebrauchen. Mit meinem Produkt bekomme ich aber eine art Mittelwert der beiden Kennzahlen und das bringt imho ganz gute Ergebnisse (die Laufzeiten dürfen aber nicht zu stark voneinander abweichen).

 

Dann sortiere ich schon mal ein bisschen und schmeiße immer die schlechtesten raus (wenn es p.a.-Renditen von über 20% gibt, dann brauche ich die mit unter 10% gar nicht mehr etc.).

 

Anschließend lege ich mir bestimmte Zielgrößen fest, meist die ungefähre Laufzeit und ob ich lieber im oder aus dem Geld sein möchte. Und dann sortiere ich halt nach einzelnen Kennzahlen und such im Ergebnis das Beste heraus.

Beispielsweise nach Laufzeit sortiert, mich für ca. 6 Monate entschieden (aktuell wäre das Dez19 bis Mär20) und dann dort die höchsten Seitwärtsrenditen genommen. Meist bleiben dann 2 oder 3 Zertifikate übrig (etwa eins leicht im Geld und eins etwas aus dem Geld), und dann stelle ich diese gegenüber und entscheide final welches mir besser gefällt.

 

Eine andere Herangehensweise wäre, dass man sich schon wirklich auf Cap und Laufzeit festlegt und dann einfach das günstigste Zertifikat nimmt. Eine solche Auswahl klappt bereits mit den Onlinelisten (ich nutze aktuell die von Ariva), da braucht man gar kein Excel mehr.


Stefan

 

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Hallo,

eiine kurze frage um sicherzustellen das ich alles richtig verstehe (einige Youtube Videos gesehen und diverse Blogs gelesen):

 

bei dem Optionsschein DE000TD2CWP7

Der Basispreis/Strike liegt bei 70,- EUR

Der Kurs von SAP liegt aktuell bei 105,- EUR

Der Optionsschein liegt bei 3,36 EUR

 

gehen wir davon aus heute ist der Stichtag, würde das bedeuten es wurden 35 € Gewinn gemacht? (abzüglich den 3,36 EUR, abzüglich den Gebühren und den Steuern)

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Posted · Edited by Cai Shen

Nein, es gibt nichts geschenkt. 

 

Der Wert des Optionsscheins im Geld berechnet sich vereinfacht nach Kurs (Basiswert) - Strike (Option) + Zeitwert. 

 

Die Differenz sind grob 35 €, dein Schein hat aber nur ein Bezugsverhältnis von 1/10. 

Deshalb steht der Optionsschein bei rund 1/10 und ist mit knapp über 3,50 € korrekt bepreist. 

https://m.finanztreff.de/kurse_einzelkurs_uebersicht.htn?i=41016490

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Hallo habe eine Frage zu KO Zertifikaten.

Bei einigen Aktien ist der Spread selbst während der Handelszeiten des Basiswerts astronomische 20-30 % teilweise , ansonsten auch gerne mal 2-3 %.

 

Sehe ich das falsch oder ist das einfach nur "unfair" mir als Käufer gegenüber ? Das reduziert doch meinen Gewinn unermesslich

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vor einer Stunde von Maxximal:

Hallo habe eine Frage zu KO Zertifikaten.

Bei einigen Aktien ist der Spread selbst während der Handelszeiten des Basiswerts astronomische 20-30 % teilweise , ansonsten auch gerne mal 2-3 %.

 

Sehe ich das falsch oder ist das einfach nur "unfair" mir als Käufer gegenüber ? Das reduziert doch meinen Gewinn unermesslich

 

Beispiel? WKN? ISIN?

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MC494H Varta Hebel 7

Spread aktuell 19 Prozent z.B.

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