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Sapine

ETFs arbeiten nicht immer kostendeckend

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Naja, die Frage ist ob das ein Problem ist. Wenn Vanguard oder iShares jeweils einen fetten EM und Devolped World-ETF mit Milliarden AUM haben und bei 0,1% TER Millionen von Gewinnen machen, dann können sie sich auch viele ETFs leisten, die Verlust machen.

Außerdem ist ja die Aussage, dass ein ETF Verlust macht recht nichtssagend. Wenn man wirklich Kosten um 200.000 bis 500.000 USD je ETF hat, heisst es ja nicht zwangsläufig, dass auch jene 200.000 bis 500.000 USD als Verlust anfallen. Viel interessanter fände ich die Aussage wieviel Prozent der Kosten diese verlustbringenden ETFs überhaupt selber decken können. Ein ETF der zu 90% kostendeckend ist, ist wohl deutlich unproblematischer als einer, der nur 20% seiner KOsten selber decken kann.

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Yerg

"Viele ETFs sind ein Verlustgeschäft für die Anbieter" ist nicht das gleiche wie "viele ETF-Anbieter machen Verluste". Die im Ausgangsbeitrag zitierte Meldung von Ecoreporter ist m.E. schlicht falsch (zumindest die reißerische Headline).

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blueprint

Es gibt bestimmte Anbieter, bei denen ich mich frage, wie die dauerhaft am Markt bestehen können. Spontan fällt mir z.B. Global X ein.

Hin und wieder stolpere ich mal über einen ETF von denen, bisher war aber noch keiner dabei, der mich auch nur ansatzweise überzeugen konnte.

 

Natürlich ist das dann nur einen Momentaufnahme für den deutschen Markt, vll. hat Global X auf anderen Märkten tolle ETFs oder auch bei uns tolle ETFs, die ich aber noch nicht gefunden habe.

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Backpacker

Dass die großen ETF Anbieter bald am Hungertuch nagen und reihenweise kippen dürfte eher nicht zu befürchten sein.

 

Grundsätzlich ist es eben wie quasi in jedem Gewerbe:

Regelmäßig werden neue Produkte auf den Markt gebracht, die anfangs natürlich noch nicht kostendeckend arbeiten sondern von etablierten Produkten querfinanziert werden.

Einige werden erfolgreich und dann die Cash-Cow von morgen, andere bleiben im Regal stehen und werden nach erfolgloser Gnadenfrist wieder aus dem Sortiment genommen.

 

Was bedeutet das für den ETF Investor?

Pack dein Geld nicht in den neuesten Nischen-Hype Fonds mit geringem Volumen. Oder wenn du es trotzdem unbedingt willst, sei dir über die Risiken von Fondsschließung oder -verschmelzung bewusst.

Für Investoren in etablierte, große Brot&Butter Fonds ist das Risiko überschaubarer, wenn auch natürlich nie Null.

 

Alles eigentlich nix Neues unter der Sonne.

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Metasom
vor 6 Stunden von oktavian:

Ich Frage mich eher ob die Anbieter die TER auch einfach erhöhen könnten ohne Zustimmung im Notfall? Ansonsten kann es keine Schieflage geben, da man zur Not die Gebühren erhöhen würde.

Ja, siehe MSCI USA 2x

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cfbdsir
vor 7 Stunden von Sapine:

diversen Bereichen wie beispielsweise Aktienleihe versuchen könnte schadlos zu halten. 

Aktienleihe ist einer der zentralen Vorteile von Etf. Ich kann meine privat gehaltenen Aktien nicht vermieten. 

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DST

Lasst uns alle unser Geld von Blackrock und Co. abziehen und in Vanguard investieren, um den heiligen Gral der ETFs vor der Armut zu schützen!

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Barqu

Die meisten Fonds sind nicht sinnvoll. Wenn die rote Zahlen schreiben, ist das nicht unbedingt etwas negatives. Meinetwegen koennen die gerne wieder eingestampft werden.

Einfache ETF auf Brot-und-Butter-Indizes duerften von diesem Problem nicht betroffen sein.

Bei wenigen Themen waere ich so zuverischtlich wie hier, dass es der Markt regeln wird.

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qwertzui
vor 1 Stunde von Barqu:

Bei wenigen Themen waere ich so zuverischtlich wie hier, dass es der Markt regeln wird.

Sehe ich genauso. Justetf listet 2500 ETFs (und ETCs) auf 1700 Indizes. Und da machen sich hier manche sorgen, dass die Hälfte möglicherweise nicht profitabel ist. Ich frage mich eher wie es zu so einem Wildwuchs kommen konnte. Interessanterweise haben aber über 300 ein Volumen von über 1 Mrd, was schon dafür spricht, dass eine gewisse Vielfalt von Markt gefordert ist. Mehr als die Hälfte (etwa 1300) haben jedoch ein Volumen unter 100 Mio und das sind wohl diejenigen, die von Unprofitabilität bedroht oder schon betroffen sind. 

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masu
vor 10 Stunden von DST:

Lasst uns alle unser Geld von Blackrock und Co. abziehen und in Vanguard investieren, um den heiligen Gral der ETFs vor der Armut zu schützen!

es gibt ja mittlerweile auch den heiligen Gral von Invesco

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ein_johannes

Die Finanzindustrie neigt schlicht dazu, jede einfache Idee zu verkomplizieren bis zum gehtnichtmehr.

ETFs waren mal schlichte Produkte, die einen bekannten Index zu minimalen Kosten abgebildet haben. Zwei dutzend hätten vermutlich gereicht, um die grundlegenden Bedürfnisse der allermeisten Anleger zu befriedigen - solange die uns erhalten bleiben kann ich damit leben, wenn der Rest teilweise Probleme mit der Kostendeckung hat.

 

Wobei ich zugeben muss, das ich einen Sektor-ETF auf private-equity-Firmen habe ( mit einer TER von ich glaube 0,6%...)

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DST
· bearbeitet von DST
vor 1 Stunde von masu:
vor 11 Stunden von DST:

Lasst uns alle unser Geld von Blackrock und Co. abziehen und in Vanguard investieren, um den heiligen Gral der ETFs vor der Armut zu schützen!

es gibt ja mittlerweile auch den heiligen Gral von Invesco

Ich spezifiziere, den heiligen Gral der ETF-Anbieter.

 

vor 31 Minuten von ein_johannes:

Wobei ich zugeben muss, das ich einen Sektor-ETF auf private-equity-Firmen habe ( mit einer TER von ich glaube 0,6%...)

Und so haben die meisten halt noch ein paar ETFs mehr als erforderlich. Prinzipiell schadet mehr Auswahl auch nicht, man muss nur damit umgehen können. Wobei ich es auch etwas schade finde, dass es mehr Schrott-ETFs als brauchbares auf dem Markt gibt. Alleine schon das ganze ESG-Gedöns...

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Schwachzocker
vor 59 Minuten von ein_johannes:

ETFs waren mal schlichte Produkte, die einen bekannten Index zu minimalen Kosten abgebildet haben. Zwei dutzend hätten vermutlich gereicht, um die grundlegenden Bedürfnisse der allermeisten Anleger zu befriedigen...

Oha, hast Du eine Ahnung von den Bedürfnissen der Anleger. Schau Dich doch mal hier im Forum um.

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carlinsensati
vor 4 Stunden von Schwachzocker:

Oha, hast Du eine Ahnung von den Bedürfnissen der Anleger. Schau Dich doch mal hier im Forum um.

Was war denn nun zuerst da? Der bumesische Wasserbüffel ETF oder der Wunsch der Anleger nach selbigen?

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Pirx
vor 5 Minuten von carlinsensati:

Was war denn nun zuerst da? Der bumesische Wasserbüffel ETF oder der Wunsch der Anleger nach selbigen?

Interessante Frage mit dem Potential den Thread ins OT abdriften zu lassen. Geht man von der Grundannahme aus, dass in den meisten Industrieländern eine Bedarfsweckungs-Situation vorliegt, könnte durchaus der Mode-ETF vor dem Existieren eines spezifischen Bedürfnisses nach einem solchen Exoten auf den Markt geworfen und intensiv beworben worden sein, wenn sich der Anbieter dadurch Profit verspricht.

 

Im Übrigen muss nicht jedes Produkt in der Angebotspalette eines Anbieters profitabel sein; manchmal werden Nischenprodukte schlichtweg zu Werbezwecken, als Testballon oder um Kunden im eigenen Produktunviserum zu halten, angeboten.

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Schwachzocker

Arbeiten Aktiengesellschaften eigentlich immer kostendeckend?

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Sapine

Wer die Artikel gelesen hätte, hätte erfahren können, dass gerade nicht die Nischenprodukte diejenigen sind mit schlechter Profitabilität. Vielmehr sind es die mit besonders niedriger TER für marktbreite ETFs und die oft mit hohem Volumen. 

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oktavian
vor 3 Minuten von Schwachzocker:

Arbeiten Aktiengesellschaften eigentlich immer kostendeckend?

Nein.

 

Es ist auch bei ETF Neustarts normal minus zu machen. Den Banken wird manchmal Provision für Sparpläne gezahlt und am Anfang hauen die Fixkosten mehr rein.

 

Wenn man z.B. eine Milliarde AuM in einem ETF hat, wird man auch mal eine unprofitable Phase überleben und man kann auch Anbieter fusionieren. Der Markt regelt schon.

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Schwachzocker
vor 12 Minuten von Sapine:

Wer die Artikel gelesen hätte, hätte erfahren können, dass gerade nicht die Nischenprodukte diejenigen sind mit schlechter Profitabilität. Vielmehr sind es die mit besonders niedriger TER für marktbreite ETFs und die oft mit hohem Volumen. 

Glaubst Du eigentlich jeden Mist, der irgendwo geschrieben steht?

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Pirx
vor 4 Minuten von Sapine:

Wer die Artikel gelesen hätte, hätte erfahren können, dass gerade nicht die Nischenprodukte diejenigen sind mit schlechter Profitabilität. Vielmehr sind es die mit besonders niedriger TER für marktbreite ETFs und die oft mit hohem Volumen. 

Das ist eine Frage des Perspektive und müsste letztlich genauer geprüft werden. Aus Anbietersicht dürfte der beispielhafte "burmesisiche Wasserbüffel-ETF" bezogen auf den Aufwand vielleicht ein Top-Performer sein, wohingegen der marktbreite Brot-und-Butter-ETF lediglich der Akquise von Kunden dienen kann, um diese an das eigene Produktportfolio heranzuführen.

Hierbei sollte auch bedacht werden, dass nicht jeder ETF eine einzelne wirtschaftliche Entität darstellen muss, sondern es sich auch um Anteilsklassen von Umbrella-Fonds handeln kann. Insofern finde ich die Diskussion bezüglich der Profitabilität einzelner ETFs vergleichbar mit der Diskussion um den Erfolg einzelner PKW-Baureihen bei Automobilherstellern. Nur weil ein Modell in einem Markt wie z.B. Europa nicht profitabel ist, heißt dies noch lange nicht, dass das Angebot bezogen auf die Marktpolitik schlecht sein muss. Hier muss letztlich die Entwicklung und der Unternehmenserfolg als Ganzes beurteilt werden und da sehe ich die großen Anbieter nicht verarmen.

 

LG, Pirx

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Schwachzocker
vor 2 Minuten von Pirx:

...da sehe ich die großen Anbieter nicht verarmen.

...und ich wollte schon vorschlagen, Hartz4 für ETF-Anbieter einzuführen.

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Stoiker

Der Großteil des Geschäftes läuft nicht über private, sondern instituionelle und professionelle Investoren und diese zahlen größtenteil keine TER mehr. Blackrock und Amundi verwalten zudem Mandate zu negativer TER. Der Gewinn wird über die Skalierbarkeit und andere Einnahmequellen wie dem Handel und der Aktienleihe gemacht. Und selbstverständlich wird das Geschäft teilweise quersubventioniert über die höhermargigen Geschäftsbereiche wie die aktive Vermögenverwaltung, Alternatives usw.

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Jennerwein
· bearbeitet von Jennerwein

https://finanzrocker.net/interview-markus-weis-spdr-etfs/

„Über Skaleneffekte in der ETF- Branche, Dividenden-ETFs und Wandelanleihen“ – Interview mit Markus Weis (SPDR)

Fand ich interessant. Die Eigenwerbung kann man ja ignorieren.

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Pirx
vor 9 Minuten von Schwachzocker:

...und ich wollte schon vorschlagen, Hartz4 für ETF-Anbieter einzuführen.

Hartz4 wird an natürliche Personen (vulgo Menschen) ausgezahlt, wohingegen ETF-Anbieter als Körperschaften nicht anspruchsberechtigt sind :narr:

 

@Stoiker:

Danke für die treffendere Beschreibung dessen, was ich eigentlich mit meinem vorherigen Post beispielhaft ausdrücken wollte.

 

LG, Pirx

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oktavian
vor 17 Stunden von Sapine:

gerade nicht die Nischenprodukte diejenigen sind mit schlechter Profitabilität. Vielmehr sind es die mit besonders niedriger TER für marktbreite ETFs und die oft mit hohem Volumen. 

Das macht dich Sinn, denn dafür kann man keine x-beliebige TER berechnen, sondern muss konkurrenzfähig sein. Sonst kommen keine Kunden.

 

Bei gleichen Daten würde ich auch ceteris paribus den ETF mit mehr AuM bzw den größeren Anbieter wählen.

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