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spamag

BAV check Nürnberger Betriesbrente

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spamag
· bearbeitet von spamag

Hallo zusammen,

 

ich versuche gerade einmal meine klassischen Versicherungen durchzuscannen und habe kürzlich nach einem AG-Wechsel meine BAV (Nürnberger Invest Garant) zum neuen AG übertragen/weiterlaufen lassen.

 

in den Vertrag wird monatlich 282€ eingezahlt, davon AG-Mindestanteil iHv 15% (42,30€).

wenn ich meine Entgeltabrechnungen mit und ohne BAV-Zahlungen vergleiche, zahle ich entsprechend monatlich 121,70€ netto ein.

 

1. ich hatte mal gelesen, dass BAV erst um die 25% AG-Zuschuss Sinn ergibt. als ich das abgeschlossen habe, passte das. aber aus meiner Sicht macht dieser Hebel auch bei 15% immer noch Sinn, als wenn man alternativ nur die 121,70 in einem klassischen ETF anlegt... oder hab ich hier einen Denkfehler?

 

2. kann man irgendwo einsehen, wieviele Rentenpunkte man deswegen einbüßt?

 

 

Danke!

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chirlu
vor 2 Stunden von spamag:

aber aus meiner Sicht macht dieser Hebel auch bei 15% immer noch Sinn, als wenn man alternativ nur die 121,70 in einem klassischen ETF anlegt... oder hab ich hier einen Denkfehler?

 

Nicht direkt vergleichbar, denn die Betriebsrente musst du später voll versteuern, wohingegen du bei Anlage von schon versteuertem Geld nur noch auf den Gewinn und nur Abgeltungssteuer bezahlen musst. Falls die Betriebsrente hoch ausfällt, musst du auf einen Teil auch noch Kranken-/Pflegeversicherungsbeitrag abführen, sofern du gesetzlich versichert bist. Insgesamt kommt es sehr auf deine Situation an (Steuersatz im Alter u.a.).

 

vor 2 Stunden von spamag:

kann man irgendwo einsehen, wieviele Rentenpunkte man deswegen einbüßt?

 

Bei um 240×12 = 2880 Euro geringerem Brutto sind das heuer etwa 0,066 Entgeltpunkte (entspricht einer Rente von derzeit ca. 2,50 Euro im Monat). Dafür sparst du 267,84 Euro an Beiträgen, was bereits in deinem errechneten Netto-Vorteil steckt, und dein Arbeitgeber denselben Betrag noch einmal. Alles unter der Annahme, dass dein Bruttoverdienst vor Entgeltumwandlung unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

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satgar
vor 10 Stunden von spamag:

Hallo zusammen,

 

ich versuche gerade einmal meine klassischen Versicherungen durchzuscannen und habe kürzlich nach einem AG-Wechsel meine BAV (Nürnberger Invest Garant) zum neuen AG übertragen/weiterlaufen lassen.

 

in den Vertrag wird monatlich 282€ eingezahlt, davon AG-Mindestanteil iHv 15% (42,30€).

wenn ich meine Entgeltabrechnungen mit und ohne BAV-Zahlungen vergleiche, zahle ich entsprechend monatlich 121,70€ netto ein.

 

1. ich hatte mal gelesen, dass BAV erst um die 25% AG-Zuschuss Sinn ergibt. als ich das abgeschlossen habe, passte das. aber aus meiner Sicht macht dieser Hebel auch bei 15% immer noch Sinn, als wenn man alternativ nur die 121,70 in einem klassischen ETF anlegt... oder hab ich hier einen Denkfehler?

 

2. kann man irgendwo einsehen, wieviele Rentenpunkte man deswegen einbüßt?

 

 

Danke!

15% is an sich erstmal zu wenig, da schrillen bei mir die Alarmglocken. Das kann nur dann Sinn machen, wenn du wirklich einen sehr günstigen Betriebsrentenvertrag abschließen konntest. In der Regel gehört die Nürnberger aber nicht dazu.

 

Wann begann der Vertrag ursprünglich? Hast du ein Produktinformationsblatt vom damaligen Angebot, welches die Kosten des Produkts pro Jahr ausweist (z.B. in Form einer Effektivkostenquote je Jahr oder noch besser, in Form genauer Gebührenwerte je Jahr)?

 

Wie sehen deine Wertmitteilungen aus (fernab der FondsPerformance)? Wie viel Kosten gingen da zuletzt ab? Wie viel Geld liegt überhaupt in Fonds, wie viel in einer klassischen Zinsanlage, also dem Deckungsstock der Versicherung? Du kannst anonymisiert gern mal die letzte Wertmitteilung hochladen.

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spamag
Am 28.11.2023 um 09:56 von satgar:

15% is an sich erstmal zu wenig, da schrillen bei mir die Alarmglocken. Das kann nur dann Sinn machen, wenn du wirklich einen sehr günstigen Betriebsrentenvertrag abschließen konntest. In der Regel gehört die Nürnberger aber nicht dazu.

 

Wann begann der Vertrag ursprünglich? Hast du ein Produktinformationsblatt vom damaligen Angebot, welches die Kosten des Produkts pro Jahr ausweist (z.B. in Form einer Effektivkostenquote je Jahr oder noch besser, in Form genauer Gebührenwerte je Jahr)?

 

Wie sehen deine Wertmitteilungen aus (fernab der FondsPerformance)? Wie viel Kosten gingen da zuletzt ab? Wie viel Geld liegt überhaupt in Fonds, wie viel in einer klassischen Zinsanlage, also dem Deckungsstock der Versicherung? Du kannst anonymisiert gern mal die letzte Wertmitteilung hochladen.

ich habe leider keine Effektivkosten gefunden nur im nachfolgenden Versicherungsvergleich die Zahl 1,95% gefunden

 

Vertrag begann 2019.

 

Das Geld liegt komplett in Fonds, wobei ich hier gerade auf normale Etfs umschichte...

 

nur warum sind 15% zu wenig?

ganz generell klang das damals ganz sinnvoll, wenn ich durch einen größeren Hebel (280€ monatliche Anlage bei nur 121€ Netto von mir) die Entwicklung am Kapitalmarkt mitnehmen kann, selbst wenn jetzt höhere Verwaltungsgebühren und irgendwann in der Zukunft noch einmal Steuern und SV-Abgaben abgehen werden.

 

Depotauszug kann ich später nochmal anhängen!

 

Am 28.11.2023 um 02:34 von chirlu:

 

Nicht direkt vergleichbar, denn die Betriebsrente musst du später voll versteuern, wohingegen du bei Anlage von schon versteuertem Geld nur noch auf den Gewinn und nur Abgeltungssteuer bezahlen musst. Falls die Betriebsrente hoch ausfällt, musst du auf einen Teil auch noch Kranken-/Pflegeversicherungsbeitrag abführen, sofern du gesetzlich versichert bist. Insgesamt kommt es sehr auf deine Situation an (Steuersatz im Alter u.a.).

 

 

Bei um 240×12 = 2880 Euro geringerem Brutto sind das heuer etwa 0,066 Entgeltpunkte (entspricht einer Rente von derzeit ca. 2,50 Euro im Monat). Dafür sparst du 267,84 Euro an Beiträgen, was bereits in deinem errechneten Netto-Vorteil steckt, und dein Arbeitgeber denselben Betrag noch einmal. Alles unter der Annahme, dass dein Bruttoverdienst vor Entgeltumwandlung unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

ja aber der Punkt voll versteuern als Rentner ist nicht nur weniger als mein Steuersatz jetzt, vorher erwähnter größerer Hebel lässt mein Depot doch auch viel stärker wachsen als wenn ich mir die 121€ netto auszaheln lassen und selbst anlege.

 

Am 28.11.2023 um 14:52 von monstermania:

@spamag

Ich empfehle Dir mal einen Blick auf den Blog von Prof. Hartmut Walz: https://hartmutwalz.de/betruebliche-altersversorgung-leider-oft-eine-herbe-enttaeuschung/

 

top danke dir für den Link, werde ich mir mal durchlesen!

 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 45 Minuten von spamag:

ich habe leider keine Effektivkosten gefunden nur im nachfolgenden Versicherungsvergleich die Zahl 1,95% gefunden

Leider kannst du Wert aus dem Internet nur sehr bedingt benutzen. Es wäre wichtig, den Kostensatz deines Angebots/Vertrages zu kennen.

Für einen Vertrag aus 2019 MUSS das vorliegen, es ist schon jahrelang Pflicht.

vor 45 Minuten von spamag:

Das Geld liegt komplett in Fonds, wobei ich hier gerade auf normale Etfs umschichte...

Das kann ich mir eigentlich aufgrund der endfälligen Beitragsgarantie nicht vorstellen. Vielleicht liegt aber auch Geld in einem Wertsicherungsfonds.

 

In der aktuellen Nürnberger Tarifwelt werden als Wertsicherungskonzepte der Fondspolice folgende Garantiefonds benutzt:


Nürnberger Garantiefonds (LU0282180107)

Garant Dynamic IT (LU0253954332)

DWS Garant 80 FPI

DWS Garant 80 ESG


Mit 100% MSCI World zzgl. dem Garantiefonds der Nürnberger liegt die Effektivkostenquote bei 1,89% Renditeverlust je Jahr (soeben mal beispielhaft gerechnet). Das ist langfristig an Kosten viel zu viel.

 

Vorher schrieb ich :„Aber selbst wenn 2% Kostenquote stimmen: das muss erstmal erwirtschaftet werden. Das ist sehr schwer. Eine bAV kann so langfristig nicht gewinnen, immerhin gehen später bei der Auszahlung nicht nur auf den Ertrag sondern auf das ganze Vermögen Steuern und Sozialabgaben ab. Das mindert die Rendite enorm. Nicht ohne Grund findest du überall (Finanztest, Finanztip und andere) den Hinweis, dass man das mit 15% nicht machen soll. Glaube bitte nicht, schlauer zu sein als alle anderen …“

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chirlu
vor 8 Stunden von spamag:

ja aber der Punkt voll versteuern als Rentner ist nicht nur weniger als mein Steuersatz jetzt, …

 

Das ist schon einmal gut.

 

vor 8 Stunden von spamag:

… vorher erwähnter größerer Hebel lässt mein Depot doch auch viel stärker wachsen als wenn ich mir die 121€ netto auszaheln lassen und selbst anlege.

 

Von welchem „größeren Hebel“ sprichst du?

 

Wenn du 1000 Euro anlegst, die sich verdreifachen (auf 3000 Euro) und du darauf 30% Steuern zahlst, hast du am Ende 2100 Euro. Wenn du dagegen auf 1000 Euro sofort 30% Steuern zahlst, so dass du nur 700 Euro anlegen kannst, und die sich ebenfalls verdreifachen, hast du am Ende genauso 2100 Euro.

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spamag
· bearbeitet von spamag

Hmm danke für euer feedback, habe mir das wohl im Kopf schön gerechnet, klang für mich aber damals (und auch noch bei thread-Eröffnung hier) eigentlich total logisch...

und

Am 4.12.2023 um 20:20 von satgar:

 Glaube bitte nicht, schlauer zu sein als alle anderen …“

hat leider gekickt. :dumb:

 

Wenn man dem link von monstermania folgt, hat sich das Ganze ja schon nicht gelohnt, als ich das damals beim ersten Arbeitgeber abgeschlossen habe...

gerade da es damals über keinen klassischen Strukturvertrieb lief sondern einen Berater, der für alle Mitarbeiter des Arbeitgebers BAVs organisierte, hat mich da wohl auch ins Messer laufen lassen...

hier ist wohl Punkt 2 am Ende aus obigem link relevant "[...] dass Ihr Arbeitgeber, die versteckten Nachteile und Kosten von bAV-Verträgen ebenso wenig verstanden hat wie Sie selbst."

das weiter führende Video vom November mit Detlef Lülsdorf ist dann auch nochmal erhellend... :wacko:

 

tja mal schauen, was ich damit machen kann, hoffentlich einfach stilllegen.

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spamag
vor 25 Minuten von spamag:

Hmm danke für euer feedback, habe mir das wohl im Kopf schön gerechnet, klang für mich aber damals (und auch noch bei thread-Eröffnung hier) eigentlich total logisch...

und

hat leider gekickt. :dumb:

 

Wenn man dem link von monstermania folgt, hat sich das Ganze ja schon nicht gelohnt, als ich das damals beim ersten Arbeitgeber abgeschlossen habe...

gerade da es damals über keinen klassischen Strukturvertrieb lief sondern einen Berater, der für alle Mitarbeiter des Arbeitgebers BAVs organisierte, hat mich da wohl auch ins Messer laufen lassen...

hier ist wohl Punkt 2 am Ende aus obigem link relevant "[...] dass Ihr Arbeitgeber, die versteckten Nachteile und Kosten von bAV-Verträgen ebenso wenig verstanden hat wie Sie selbst."

das weiter führende Video vom November mit Detlef Lülsdorf ist dann auch nochmal erhellend... :wacko:

 

tja mal schauen, was ich damit machen kann, hoffentlich einfach beitragsfrei setzen.

 

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