Sapine Sonntag um 20:36 Vor 50 Jahren habe ich Abitur gemacht. Zu dem Zeitpunkt bin ich bereits 4 Jahre lang alle 14 Tage zu meinem Großvater gefahren, um dort sauber zu machen und für ein paar Tage vorzukochen. Er kam nie ins Pflegeheim, weil er seinen Schlaganfall nicht überlebt hat. Meine Großmutter war schon ein paar Jahre früher dement geworden und meine Tante hat sich um ihre Pflege gekümmert. Wie viele Enkel wohnen heutzutage noch in der Nähe ihrer Großeltern und können das übernehmen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gabriele Sonntag um 21:30 Wieviel Elternunterhalt müsste ein Einzelkind im ungünstigstem Fall zahlen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ohnePeil Sonntag um 21:34 vor 2 Minuten von Gabriele: Wieviel Elternunterhalt müsste ein Einzelkind im ungünstigstem Fall zahlen? Die kompletten Pflegeheimkosten minus Rente samt sonstiges Einkommen des Pflegebedürftigen minus Pflegeversicherung plus Taschengeld für den Pflegebedürftigen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Montag um 03:20 · bearbeitet Montag um 03:21 von CorMaguire vor 7 Stunden von Fondsanleger1966: ....Deshalb wird es dann halt einfach deutlich früher ins Heim gehen - und dadurch wird es richtig teuer. Da sind wir dann schnell beim Kostenfaktor 30x, wenn der Staat einspringen muss..... Für das Sozialamt gilt Pflege zu Hause vor Pflege im Heim. Ein Arzt muss bestätigen, dass die Pflege zu Hause nicht mehr angemessen machbar ist. Und Heime nehmen hier in der Regel ab Pflegegrad 3 auf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 Montag um 03:43 vor 6 Minuten von CorMaguire: Für das Sozialamt gilt Pflege zu Hause vor Pflege im Heim. Ein Arzt muss bestätigen, dass die Pflege zu Hause nicht mehr angemessen machbar ist. Und Heime nehmen hier in der Regel ab Pflegegrad 3 auf. Meine Frau und ich hatten bisher zwei Fälle von stark fortschreitender Demenz in unseren Familien. Beide Male haben die Ehepartner sehr viel länger betreut (und damit gepflegt), als es aus medizinischer Sicht angemessen machbar war und sich dabei stark belastet/übernommen, weil sie es nicht übers Herz gebracht haben, den geliebten Menschen ins Pflegeheim zu geben. Da in beiden Fällen nicht der Staat einspringen musste, lag der eingesparte Kostenfaktor für die Pflegeversicherung beim Entlastungsbetrag "nur" bei 10-15x. Was für jeden Anleger eine traumhafte Rendite wäre ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Montag um 04:37 vor 16 Minuten von Fondsanleger1966: .... Beide Male haben die Ehepartner sehr viel länger betreut (und damit gepflegt), als es aus medizinischer Sicht angemessen machbar war und sich dabei stark belastet/übernommen, weil sie es nicht übers Herz gebracht haben, den geliebten Menschen ins Pflegeheim zu geben. ... Das ist menschlich verständlich, insbesondere wenn Partner mal geäußert hat, dass er nicht ins Heim will. Schadet aber Gepflegten und Pflegenden. Hoffentlich war es keine fahrlässige Körperverletzung. vor 16 Minuten von Fondsanleger1966: Da in beiden Fällen nicht der Staat einspringen musste, lag der eingesparte Kostenfaktor für die Pflegeversicherung beim Entlastungsbetrag "nur" bei 10-15x. Was für jeden Anleger eine traumhafte Rendite wäre ... Unter "Staat einspringen" würde ich die Kostenübernahme durch das Sozialamt sehen und nicht durch die Pflegeversicherung. Aber natürlich hat die Pflegeversicherung hier auch gespart. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Solara Montag um 06:53 vor 12 Stunden von Lazaros: Was spricht dagegen deine Eltern bei dir aufnehmen und dich um sie zu kümmern? Die eigenen? Und die Eltern des Partner dann noch zusätzlich? Das wird spannend. Ok, das wäre nun wirklich der worst case, aber bei vier Elternteile im annähernd gleichen Alter sind Überschneidungen nun wirklich keine Ausnahme, sondern bei längerer Pflegebedürftigkeit eher die Regel. Im besseren Fall setzt die Pflegebedürftigkeit nacheinander ein. Dem geschwisterlichen Frieden wird das auch nicht helfen. "Ich kann Mama nicht nehmen, ich habe schon den Schwiegervater da, aber du hast doch Homeoffice!" vor 3 Stunden von CorMaguire: Für das Sozialamt gilt Pflege zu Hause vor Pflege im Heim. Ein Arzt muss bestätigen, dass die Pflege zu Hause nicht mehr angemessen machbar ist. Und Heime nehmen hier in der Regel ab Pflegegrad 3 auf. Hat sich hier was geändert? Meine Eltern sind mit Pflegegrad 2 ins Seniorenheim gekommen. Der Tod kam aber schneller als die beantragte Hochstufung auf 3. Generell zur 2-Klassen-Gesellschaft. Schwieriges Thema, allerdings wird das an Fahrt gewinnen. Wenn die Pflegeversicherung keine Vollversicherung ist wie oben dargestellt, dann ist eben nur der Standard (=Mehrbettzimmer) drin, analog zur GKV im Krankenhaus. Für Einbettzimmer muss eine Zuzahlung geleistet werden. Und ja, wenn ein Haus mit 97 Einzelzimmer, wovon 50 Prozent mittlerweile die Allgemeinheit trägt, auf Mehrbettzimmer umstellt, werden auch die Kosten für die Steuerzahler sinken. Die Masse machts. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Montag um 07:15 vor 20 Minuten von Solara: ...Hat sich hier was geändert? Meine Eltern sind mit Pflegegrad 2 ins Seniorenheim gekommen. Der Tod kam aber schneller als die beantragte Hochstufung auf 3..... Ist keine generelle Regelung, sondern die vorherrschende Lage hier. Und das ist jetzt auch mehr als 1,5 Jahre her. Aber ich glaube nicht das es besser geworden ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
derVuk Montag um 07:24 · bearbeitet Montag um 07:25 von derVuk Ist halt auch ein super schwieriges Thema. Man kann da auch nicht pauschalisieren, denn jeder Mensch ist anders. Menschen sind unterschiedlich "pflegeleicht" und auch die Belastung die durch das Pflegen von Angehörigen entsteht sind bei jedem anders. Auch was das Vermögen und die Haftung der Kinder angeht. Es gibt halt auch sehr unterschiedliche Konstellationen mit vielen Graubereichen etc... Menschen gehen halt unterschiedlich verantwortungsbewusst mit ihrem Geld um, der eine verschenkt es, der andere verprasst es und wieder andere sparen sich alles ab. Ich denke am fairsten wäre eine verpflichtende Basisversicherung ähnlich der Krankenversicherung, welche aber nur die absolut notwendigen Grundbedürfnisse abdeckt, um die Kosten nicht ausufern zu lassen. Für alles andere können dann Zusatzversicherungen abgeschlossen werden, gerne auch standardisierte Produkte mit geringen Produktkosten. Eine Haftung der Allgemeinheit über Steuern/Sozialamt oder Angehöriger sollte es nicht geben. (Gibt es ja bei der Krankenversicherung auch nicht) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Montag um 07:35 vor 7 Minuten von derVuk: ... Ich denke am fairsten wäre eine verpflichtende Basisversicherung ähnlich der Krankenversicherung, welche aber nur die absolut notwendigen Grundbedürfnisse abdeckt,..... Die da wären? vor 7 Minuten von derVuk: ....Eine Haftung der Allgemeinheit über Steuern/Sozialamt oder Angehöriger sollte es nicht geben. (Gibt es ja bei der Krankenversicherung auch nicht) Selbstverständlich gibt es die. Bei Bürgergeld/Grundsicherung/Sozialhilfe ist die KV mit drin. Sogar die PKV muss ihren (Basis-)Beitrag halbieren. Hier gibt es allerdings keinen Anspruch an Angehörige. Aber das wäre vielleicht eine Idee. Warum soll die Familie nur im Pflegefall helfen und nicht auch bei Krankheit und Arbeitslosigkeit? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev Montag um 07:43 vor 13 Stunden von ohnePeil: Und es scheint ein Bombengeschäft zu sein: irgendwie muss jemand, der genauso heißt wie mein Mann, pflegebedürftig geworden sein. Ständig wird bei uns angerufen, um uns irgendwelche Sets und ähnliches anzudrehen. Manchmal reicht ein Vorname aus, um einer Generation zugeordnet zu werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chirlu Montag um 08:14 · bearbeitet Montag um 08:15 von chirlu vor 39 Minuten von CorMaguire: Aber das wäre vielleicht eine Idee. Warum soll die Familie nur im Pflegefall helfen und nicht auch bei Krankheit und Arbeitslosigkeit? Das ist schon geltende Rechtslage. Für den Sozialhilfeträger gelten Einschränkungen gegenüber dem, was die Eltern selbst von ihren Kindern einklagen könnten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
slowandsteady Montag um 08:32 · bearbeitet Montag um 08:40 von slowandsteady vor 14 Stunden von ohnePeil: Die Pflegestufe 1 dient oft dazu, um jemanden aus dem weiteren Umfeld fürs Putzen zu bezahlen. Ich würde eher hier den Rotstift ansetzen als bei den höheren Stufen. Und ein bisschen Bewegung in den eigenen vier Wänden hat noch kaum jemandem geschadet.... [...] Und es scheint ein Bombengeschäft zu sein: irgendwie muss jemand, der genauso heißt wie mein Mann, pflegebedürftig geworden sein. Ständig wird bei uns angerufen, um uns irgendwelche Sets und ähnliches anzudrehen. Du hast ein bisschen recht, aber mit der falschen Begruendung. Pflegegrad 1 kriegt man aber auch nciht einfach hinterhergeworfen, wenn man zu faul zum Putzen ist, im Gegenteil, selbst den musst du dir hart erstreiten. Man will definitiv "Pflegegrad 1" nicht im Heim pflegen lassen, sonst zahlt die Gesellschaft massiv drauf. Allerdings gibt es auch genug unserioese Player, die dann auf Kosten der Gesellschaft ein Profit draus schlagen: Achtung: Unseriöse Angebote und Kostenfallen bei der Pflege | Verbraucherzentrale.de Genauso, wie quasi staendig unserioese Pflegedienste aus dem Boden spriessen, die dann einfach immer "Maximalprogramm" (=Pflegedienst war 3h dort) abrechnen, den Pflegebeduerftigen selbst aber 5min sehen: Abrechnungsbetrug in der Pflege: Sieht doch keiner, was man abrechnet | DIE ZEIT Wenn es fuer den Angehoerigen einfacher ist, sich eine unnoetige und ueberteuerte Pflegebox aufschwaetzen zu lassen als die 20 Euro fuer die neuen Verbaende einzureichen, dann ist da halt was verkehrt. Einfacher waere zB, dass der Pflegebeduerftige ein Floating Budget von 20 Euro/Monat hat und man das dann in einer Apotheke frei ausgeben kann, einen Monat 40, einen 0... Geld sparen koennte man auch, wenn man mal die Auflagen an den Bau von Pflegeheimem etwas senkt. Die sind naemlich noch viel aufwendiger zu bauen als normale Wohngebaeude und dann ist es auch kein Wunder, wenn die Pflegeplaetze entsprechend kosten. Die meisten Pflegebeduerftigen duerften eine bessere Pflege anstatt 2 Pflegern weniger und der Einhaltung aller DIN-Normen fuer Pflegeheime bevorzugen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Solara Montag um 09:12 · bearbeitet Montag um 16:12 von Solara vor 7 Stunden von slowandsteady: Pflegegrad 1 kriegt man aber auch nciht einfach hinterhergeworfen, wenn man zu faul zum Putzen ist, im Gegenteil, selbst den musst du dir hart erstreiten. Das ist klar, wobei eine gewisse schauspielerische Leistung schon einen Unterschied machen kann. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, geht der Entlastungsbeitrag bei Stufe 1 aber tatsächlich fürs Putzen drauf. Und da frage ich mich schon, warum die Gemeinschaft dafür aufkommen soll. Scheinbar ist nicht jedem Bürger klar, dass mit fortschreitendem Alter mit größter Wahrscheinlichkeit körperliche Einschränkungen kommen werden, die einen Wohnungsputz, Einkauf, Kochen unmöglich machen. Da reicht schon ein Nicht-mehr-bücken können (der Rücken, die Bandscheibe) oder ein künstliches Gelenk oder der Partner stibt, der das bisher immer übernommen hat. Bei der Überprüfung des Leistungskatalogs sehe ich für Wohnungspflege, ec., keinen Spielraum. Für mich gehört das zum Lebensrisiko des Älterwerdens. Zudem gehöre ich nicht zu den Bevölkerungsschichten, die in jüngeren Jahren ihr Geld mit vollen Händen ausgegeben haben, weil man ja nie weiß, ob man überhaupt alt wird. Da fälllt es zugegeben etwas schwer solidarisch zu sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tradeoff Montag um 14:03 Mal aus dem Nähkästchen geplaudert: zur Situation: schw. behinderter Sohn (gendefekt), Pflegegrad 5, 13 Jahre alt, daheim gepflegt. Entlastungsbetrag: 131 EUR monatlich, auch über Monate hinweg kommulierbar. Wir hatten eine Weile die Putzhilfe davon bezahlt; grundsätzlich eine gute Sache - es entlastet einfach um eine weitere Aufgabe (idR. bei nichtregelmässigen Aufgaben, wie Fensterputzen, Backofen reinigen, etc.) die man sich bei einer 24h Betreuung aus den Rippen schneiden muss. Wochenende gibts in der Pflege halt nicht. Problem: Muss via Pflegedienst bezogen werden. Nachdem unsere Putzkraft gewechselt ist, kein Angebot mehr bekommen (nur zur Abrechnung von Pflegesätzen). Pflegegrad 1: Hat schon grundsätzlich seine Berechtigung; eine leicht demente Person braucht nicht viel, dafür aber fast jederzeit. Allerdings: mittlerweile ist es - entgegen Beitrag oben - schon viel leichter geworden diesen zu bekommen. Kenne Kreise, wo es geradezu Trend ist, den Kindern zunächst ADHS zu attestieren um anschließend PG1 zu fordern und idR auch zu bekommen. Das soll nicht heißen, dass es solche Fälle nicht auch gibt, aber der MDK ist mittlerweile deutlich „softer“ unterwegs als früher, sodass Missbrauch einfacher geworden ist. Pflegehilfsmittel: Das ist ein Loch ohne Boden. Was eine Hilfsmittelnummer bekommt wird auf einen Schlag um den x fachen Faktor teurer. Die mit großem Abstand wertvollsten Dinge in unserem Haushalt sind das Pflegebett, der Rollstuhl und ein Sprachcomputer. Pflegebett und Computer wären locker für ein 10tel des gezahlten Preises von mir privat neu kaufbar gewesen (keine speziellen Feature). Zudem konfigurieren die Hilfsmitteldienste gerne alles rein, was sie verrechnet bekommen können für einen höheren Umsatz. Einer hat mal die Zusammenarbeit mit uns gekündigt, weil wir einige davon aufgrund Erfahrung abgelehnt haben. Rentenpunkte: Meine Frau pflegt hauptsächlich - arbeitet nebenher noch 12h die Woche (Schulzeit) deutlichst unterhalb ihrer Qualifikation. Damit ist unser Haushaltseinkommen viel niedriger. Den Rentenpunkt je Jahr find ich fair um zumindest in Rente etwas Absicherung zu haben. (Mir ist bekannt, dass das in der aktuellen Diskussion beibehalten werden soll). Mein Fazit: Bei uns könnte man an allem sparen - nichts davon hätte Einfluss auf das grundsätzliche Setup, wir wären nur finanziell schlechter dran. Ich halte unsere Situation auch durchaus vergleichbar mit der Pflege alter Menschen - auch wir könnten meinen Sohn jederzeit ins Pflegeheim geben, das Prinzip der Cofinanzierung ist ähnlich. Eine Riesenentlastung war bei uns die Schule - 5 Tage am Vormittag pflegefrei und meine Frau konnte mal „raus“, bzw. Daheim sein, ohne Aufsichtspflicht. Für Ältere gibt es Tagespflege Angebote - ich kann mir gut vorstellen, dass man hier stark entlasten kann, bei gleichzeitiger Verlängerung des Leben daheims. Alles in allem erachte ich die aktuelle Pflegeleistungen als großzügig, bin aber auch sehr dankbar dafür. Die Schlupflöcher dem Staat Geld vorzuenthalten (in unserem Fall dem Sohn möglichst nie was zu vererben) sind da und können genutzt werden. Unterm Strich kostet uns mein Sohn nach meiner Rechnung dennoch mehrere 10k im Jahr. Am Ende eine Abwägungssache wie man wo sparen/mehr Gelder will. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Montag um 20:44 vor 6 Stunden von Tradeoff: Entlastungsbetrag: 131 EUR monatlich, auch über Monate hinweg kommulierbar. Wir hatten eine Weile die Putzhilfe davon bezahlt; grundsätzlich eine gute Sache - es entlastet einfach um eine weitere Aufgabe (idR. bei nichtregelmässigen Aufgaben, wie Fensterputzen, Backofen reinigen, etc.) die man sich bei einer 24h Betreuung aus den Rippen schneiden muss. Wochenende gibts in der Pflege halt nicht. Problem: Muss via Pflegedienst bezogen werden. Nachdem unsere Putzkraft gewechselt ist, kein Angebot mehr bekommen (nur zur Abrechnung von Pflegesätzen). Das scheint je nach Bundesland unterschiedlich geregelt zu sein. In Bayern hätte die Putzkraft eine zusätzliche Miniausbildung benötigt. Angeblich keine echte Hürde. Natürlich bieten die Pflegedienste das auch an, aber ich hätte auf meine Perle nicht verzichten mögen. Ansonsten Respekt - private Pflegeleistung durch die Familie und das mit Langfristperspektive ist echt eine Hausnummer. Freizeit und Entlastung für Deine Frau ist kein Luxus sondern die Voraussetzung dafür, dass man das über eine längere Zeit durchhalten kann. vor 6 Stunden von Tradeoff: Pflegehilfsmittel: Das ist ein Loch ohne Boden. Was eine Hilfsmittelnummer bekommt wird auf einen Schlag um den x fachen Faktor teurer. Die mit großem Abstand wertvollsten Dinge in unserem Haushalt sind das Pflegebett, der Rollstuhl und ein Sprachcomputer. Pflegebett und Computer wären locker für ein 10tel des gezahlten Preises von mir privat neu kaufbar gewesen (keine speziellen Feature). Zudem konfigurieren die Hilfsmitteldienste gerne alles rein, was sie verrechnet bekommen können für einen höheren Umsatz. Einer hat mal die Zusammenarbeit mit uns gekündigt, weil wir einige davon aufgrund Erfahrung abgelehnt haben. Ja da muss man sich nicht wundern, wo das Geld hinläuft. Wenn ich mir meine Kompressen selbst organisiere (Internet sei Dank!), dann wird es billiger als die Zuzahlung über die Kranken- bzw. Pflegekasse. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HalloAktie Montag um 22:07 Von mir auch Respekt an @Tradeoff und Familie. Aber bezüglich des Talkers/Sprachcomputers kenn ich das so, dass da nicht einfach was geliefert wird, sondern jemand vorbeikommt, eine Einweisung gibt, Anpassungen vornimmt, geschaut wird auf Anforderungen der Schule/Tagespflege/Werkstatt. Wenn man das einpreist, relativiert sich der Preis wieder etwas. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Caveman8 gestern um 05:05 Uhr vor 21 Stunden von derVuk: Ich denke am fairsten wäre eine verpflichtende Basisversicherung ähnlich der Krankenversicherung, welche aber nur die absolut notwendigen Grundbedürfnisse abdeckt, um die Kosten nicht ausufern zu lassen. Für alles andere können dann Zusatzversicherungen abgeschlossen werden, gerne auch standardisierte Produkte mit geringen Produktkosten. Eine Haftung der Allgemeinheit über Steuern/Sozialamt oder Angehöriger sollte es nicht geben. (Gibt es ja bei der Krankenversicherung auch nicht) Sehe ich auch so Grundsätzlich ist es auch volkswirtschaftlich nicht sinnvoll, die Pflege über die eigene Familie abzuwickeln. Es entfällt zu viel Arbeitskraft. Der Standardfall bei hohen Pflegegraden sollt ein Aufenthalt im Pflegeheim und Mehrbettzimmer sein. Alles zusätzlich gegen Gebühr. Dort kann „effizient“ gepflegt werden. Alles zuhause ist dann freiwilliger Luxus. Das was es dann finanziell dafür braucht, stellt die neue Pflegebeiträge dar. Ob was dann 0,7% oder 2% sind, ist dann auch egal. Pflegegrad 1 gehört meiner Meinung nach auch abgeschafft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger gestern um 05:38 Uhr Und welchen Luxus bieten heutige Pflegeheime über die Zimmerbelegung hinaus? Bekommt man in der Premium-Kategorie dann öfter Besuch vom Pfleger als in der Holzklasse? Und ist das Bett dann nicht nur TÜV/GS-geprüft, sondern wurde vom Stardesigner entworfen und handgeklöppelt? Man könnte als Reform auch ein einfaches Pflegebudget einführen. Je nach Pflegestufe stehen unterschiedlich hohe Beträge zum Abruf bereit. Ob man die dann zur Finanzierung eines Heimplatzes nutzt oder z.B. als Lohnersatz für die Pflege zu Hause ist egal. das würde dann auch dazu führen, dass die Angehörigen sich Gedanken machen, wie sie die Pflege preiswert gestalten können um noch möglichst viel davon zur freien Verfügung zu haben. Auch volkswirtschaftlich könnte ein solches Konstrukt sinnvoll sein. Wenn eine pflegende person sich dadruch ein Monatseinkommen erarbeitet, dass sie ansonsten nicht erreichen würde, wäre das durchaus ein Mehrwert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine gestern um 07:31 Uhr Wenn jeder das gleiche Budget abrufen könnte, würde es für die Allgemeinheit teurer werden. Aktuell ist die Pflege zu Hause mit Abstand am billigsten wenn auch für die Angehörigen eher strapaziös und selbstausbeutend. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini gestern um 10:35 Uhr Am 8.6.2026 um 05:43 von Fondsanleger1966: Meine Frau und ich hatten bisher zwei Fälle von stark fortschreitender Demenz in unseren Familien. Beide Male haben die Ehepartner sehr viel länger betreut (und damit gepflegt), als es aus medizinischer Sicht angemessen machbar war und sich dabei stark belastet/übernommen, weil sie es nicht übers Herz gebracht haben, den geliebten Menschen ins Pflegeheim zu geben. Mutter stark Parkinson, Vater komplette Demenz, beide gleichzeitig für einige Jahre zu Hause gepflegt mit eigener Familie, da sie sich geweigert haben ins Heim zu gehen. Leider war deren Rente so niedrig, daß man auch hätte viel bezahlen müssen (vor der aktuellen Regelung). Möchte ich keinem zumuten, belastet die Familie in hohem Maße. Als eigenes Kind ist man immer an allem Schuld, auch an deren eigenen Krankheiten. Geschwister waren alle weg und nicht mehr zu sehen. Lediglich der Lerneffekt für das eigene Alter ist hoch und man erwartet fürs eigene Alter weniger. Heute würde ich das mit den Freibeträgen anders regeln. vor 2 Stunden von Sapine: Aktuell ist die Pflege zu Hause mit Abstand am billigsten wenn auch für die Angehörigen eher strapaziös und selbstausbeutend. War auch früher so und wird sich nicht ändern. Würden alle Pflegebedürftigen ins Heim gehen, wäre die Pflegeversicherung nicht mehr zu bezahlen. Ist ein schwieriges Thema. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar gestern um 11:47 Uhr vor einer Stunde von Der Heini: War auch früher so und wird sich nicht ändern. Würden alle Pflegebedürftigen ins Heim gehen, wäre die Pflegeversicherung nicht mehr zu bezahlen. Realistischerweise gäbe es die Vielzahl an Plätzen auch gar nicht. Selbst wenn das für zu pflegende so attraktiv wäre, das jeder geradezu in ein Heim wollte, wäre es weder praktisch örtlich noch finanziell möglich. Von daher eine akademische Diskussion. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire vor 10 Stunden · bearbeitet vor 7 Stunden von CorMaguire vor 21 Stunden von Der Heini: .... Am 9.6.2026 um 09:31 von Sapine: Aktuell ist die Pflege zu Hause mit Abstand am billigsten wenn auch für die Angehörigen eher strapaziös und selbstausbeutend. War auch früher so und wird sich nicht ändern. Würden alle Pflegebedürftigen ins Heim gehen, wäre die Pflegeversicherung nicht mehr zu bezahlen. Da die Pflegeversicherung ja nur den kleineren Teil der Heimkosten übernimmt würde ich an die These mal ein ? machen. Afaik dürfte das anfänglich nicht viel mehr sein, als sie für eine ambulante Pflege zu Hause zahlt. Erst nach 36? Monaten wird ja der volle Leistungszuschlag geleistet. Die AOK hat durchschnittlich 2430 € ermittelt und 2600€ Eigenanteil --> https://www.aok.de/pp/bv/wido-pm/eigenanteile-pflege-januar-2026/ 5030 € dürfte in Großstädten/Ballungsgebieten unrealistisch sein. Nachtrag: Der Median des Nettoäquivalenzeinkommens lag 2025 für 65+ bzw. Renter bei ca. 24900€/Jahr also 2075€/Monat. --> https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Lebensbedingungen-Armutsgefaehrdung/Tabellen/einkommen-sozdem.html Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag