Tunnelbauer Posted September 11, 2024 · Edited September 11, 2024 by Tunnelbauer Hallo, ich habe gerade noch Schwierigkeiten diese Konstruktion zu verstehen. Ich glaube man baut damit einen Tunnel (Kurs-Bandbreite), aus dem das Underlying nicht herauskommen sollte, wenn alles nach Plan geht, richtig? Wozu aber legt man die Stichtage auseinander? Wäre da nicht auch ein Long Call und Short Call, beide mit selbem Strike und selbem Stichtag genauso gut? Als Beispiel habe ich mal das hier auf dem Reißbrett, siehe Bild. Je näher ich die beiden Stichtage zueinander setze, desto besser ist das Verhältnis aus max profit / max loss, wie hier sichtbar. Share this post Link to post
Chabaty Posted September 12, 2024 · Edited September 13, 2024 by Chabaty Durch das auseinander ziehen der Fälligkeiten erhälst du ein positives Vega, was bei einer Steigung der implizierten Vola das Delta neben dem Theta für dich abschmilzt. Gut für Trades kurz vor Earnings und niedriger IVR. Im übrigen ist dein "Reißbrett" bei gleichem Stichtag nicht handelbar, weil der Broker keine gleichen Positionen auf beiden Seiten annimmt. Das ist den Marktmakern vorbehalten. Share this post Link to post
Tunnelbauer Posted September 12, 2024 6 hours ago, Chabaty said: Durch das auseinander ziehen der Fälligkeiten erhälst du ein positives Vega, was bei einer Steigung der implizierten Vola das Delta neben dem Theta für dich abschmilzt. Gut für Trades kurz vor Earnings und niedriger IVR. Verstanden habe ich daß durch auseinanderziehen der Fälligkeiten die profitable Kursbandbreite breiter wird (=> geringere Verlustwahrscheinlichkeit), aber der max profit wird gleichzeitig auch geringer. 6 hours ago, Chabaty said: Im übrigen ist dein "Reißbrett" nicht handelbar, weil der Broker keine gleichen Positionen auf beiden Seiten annimmt. Das ist den Marktmakern vorbehalten. Ah, das wußte ich nicht. Share this post Link to post
Chabaty Posted September 13, 2024 · Edited September 13, 2024 by Chabaty Hhm, anders erklärt - immer aus der Sicht des Käufers: der Wert des täglichen Zeitverfalls ist bei einer Option mit gleicher Laufzeit immer gegensätzlich zur Volatlitätsauswirkung z.B. Theta+ dann Vega-. Heißt bei diesem Short-Beispiel: der Optionswert verliert täglich an Wert (weil Theta +) und bei steigenden Kursen nimmt der Optionswert -Delta- weil Vega- ab. Fällt der Kurs steigt das Delta. Erhöht sich noch die Unsicherheit im Markt, was zu einer steigenden Volatalität führt, steigt oder fällt der Vegawert je nach dem Beschleunigungswert (Gamma). Wird auf der Oberseite ein Put mit einem anderen Ausübungsdatum zum gleichen Strike weiter in die Zukunft gekauft, wirken seine Griechen gegen den Put. In der Addition erhält dann Vega -weil der Put teurer ist- ein positives Vorzeichen und profitiert vom Anstieg der Volatilität. Die kann vor wichtigen Ereignissen genutzt werden. Spreads haben immer eine Hatchwirkung die Rendite kostet. Share this post Link to post