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krett

Lindner-Rente (Reform der priv. Altersvorsorge 2024/25)

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Caveman8
· bearbeitet von Caveman8
vor 54 Minuten von Cando:

Aber muss man bei der nicht in der Auszahlungsphase den Ertragsanteil versteuern?

Bei Verrentung ja. Gibt aber diese Alternative: 


Entnahme statt Verrentung.

Zitat

Die Besteuerung einer fondsgebundenen Rentenversicherung bei Auszahlung hängt vom Auszahlungszeitpunkt und der Vertragsart ab: Bei Kapitalauszahlung nach 12 Jahren Laufzeit und nach dem 62. Lebensjahr (früher 60 bei Altverträgen) wird nur die Hälfte der Erträge versteuert (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG) und durch 

Teilfreistellung reduziert.

Dann die 50% mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. 
 

Kann man ganz gut legen, indem man zwischen 62j und 67j keine Einkünfte erzielt und da die Entnahmen realisiert. 

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Rotenstein

Für mich sind diese ganzen Vorschläge nichts weiter als ein sinnloses Herumdoktern an Problemen. Ein grosser Wurf ist das nicht. 

 

Was sollen denn diese Minibeträge? Warum überhaupt eine Förderung? Man hätte alles viel einfacher haben können, wenn man die Abgeltungssteuer entweder ganz  oder zumindest für das Altersvorsorgedepot abgeschafft und wenn man auch angemessene Einzahlungen in dieses Depot (statt der tatsächlichen Minibeträge) erlaubt hätte. Wenn es im übrigen produkttechnisch wieder zu Zwangsverkäufen von Aktien im Börsenkrach kommt, dann ist das nur noch das Sahnehäubchen auf diesen Unsinn. 

 

Man will offenbar nur Aktivität demonstrieren, aber keine Probleme lösen, oder kann es nicht, weil schlicht und ergreifend die Kompetenz fehlt. 

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satgar
vor 6 Minuten von Rotenstein:

wenn man die Abgeltungssteuer entweder ganz

Diese Besteuerung abzuschaffen im Vergleich zu Einkommensteuer und dortigen Sozialabgaben hielte ich für die völlig falsche Privilegierung von Reichen.

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Caveman8
vor 37 Minuten von satgar:

Diese Besteuerung abzuschaffen im Vergleich zu Einkommensteuer und dortigen Sozialabgaben hielte ich für die völlig falsche Privilegierung von Reichen.

Einen besonderen Freibetrag (z.B 100.000€ ab Renteneintritt) könnte man aber sicher schon diskutieren. Das z.B Finanziert über eine Finanztransaktionssteuer von 0,1%? 

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 6 Stunden von Rotenstein:

Was sollen denn diese Minibeträge? Warum überhaupt eine Förderung? Man hätte alles viel einfacher haben können, wenn man die Abgeltungssteuer entweder ganz  oder zumindest für das Altersvorsorgedepot abgeschafft und wenn man auch angemessene Einzahlungen in dieses Depot (statt der tatsächlichen Minibeträge) erlaubt hätte.

 

Hört sich für mich jetzt aber ein bisschen so an, als wärest du damit unzufrieden, dass die Reform dir persönlich nicht weiter hilft. Wenn man böse wäre, könnte man behaupten, dass es wahrscheinlich auch einfach kein erstrebenswertes gesellschaftliches Ziel ist der Personengruppe - die dich und mich einschließt - zu helfen besser für das Alter vorzusorgen, da diese Gruppe das auch jetzt schon sehr gut schafft.

 

Die Grenzen sind halt ganz offensichtlich dafür gemacht eher Geringverdiener und mittlere Einkommen zum Vorsorgen und schließen ihrer Rentenlücke zu bewegen. Für mich persönlich ist das Vorsorgedepot auch uninteressant (bin als Selbstständiger allerdings wohl eh nicht förderberechtigt ...).

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chirlu
· bearbeitet von chirlu
vor 9 Stunden von Cando:
Am 19.12.2025 um 15:01 von chirlu:

Steuerfreien Gewinn in der Ansparphase kann man auch mit einer „ungeförderten“ fondsgebundenen Rentenversicherung haben.

Aber muss man bei der nicht in der Auszahlungsphase den Ertragsanteil versteuern?

 

Ja, aber der steuerpflichtige Ertragsanteil entspricht (ungefähr – ist eben eine Pauschalierung) der Verzinsung, die während der Auszahlungsphase anfällt. Der Gewinn, der während der Ansparphase entstanden ist, bleibt steuerfrei.

 

Man sieht das auch gut daran, dass der Ertragsanteil unabhängig ist von der Gesamtlaufzeit. Bei einer Sofortrente, bei der logischerweise keine Gewinne während der nicht vorhandenen Ansparphase angefallen sind, ist der Ertragsanteil gleich hoch wie bei einer jahrzehntealten Rentenversicherung, bei der sich das Vermögen während der Ansparphase vervielfacht hat.

 

vor 21 Minuten von s1lv3r:

Hört sich für mich jetzt aber ein bisschen so an, als wärest du damit unzufrieden, dass die Reform dir persönlich nicht weiter hilft.

 

Na ja – jemandem, der in der Schweiz lebt, hilft keinerlei deutsche Reform weiter. ^_^

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BlindesHuhn88

nochmal ne andere Sicht: 

 

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poipoi
Am 19.12.2025 um 11:42 von rotten.demin:

Ja, würde ich auch nicht tun, aber ich hatte @poipoi's Frage so verstanden - war aber vielleicht ein Missverständnis :unsure:

Mit geht es um die Förderung - durch den Steuereffekt und nicht durch die Zulagen. Dies muss den Menschen erklärt und dann verstanden werden. Wenn man diese Grenze substantiell anheben würde (bspw. um den Faktor 4 oder mehr), würde sich die Versicherungswirtschaft freuen und die Versicherer und die Rentner...Die Steuerausfälle sollen nicht ansteigen, aber gleichzeitig pumpt man mehr Steuern in die Rentenkasse.

 

Ähnlich wie bei den vermögenswirksamen Leistungen...6,65€ (die gab es in Form von 13 Deutschen Markt seit den 70er Jahren). Warum führt man sowas ein und passt die Beträge nicht regelmäßig an?

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chirlu
vor 5 Minuten von poipoi:

Ähnlich wie bei den vermögenswirksamen Leistungen...6,65€ (die gab es in Form von 13 Deutschen Markt seit den 70er Jahren). Warum führt man sowas ein und passt die Beträge nicht regelmäßig an?

 

Das musst du die Tarifparteien des öffentlichen Diensts fragen. Andere Branchen haben andere Beträge.

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poipoi
vor 5 Minuten von chirlu:

 

Das musst du die Tarifparteien des öffentlichen Diensts fragen. Andere Branchen haben andere Beträge.

Stimmt, aber auch diese Beträge sind seit 30 Jahren fix.

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Avendo
Am 19.12.2025 um 10:55 von Bolanger:

dass sie schon bei Einzahlung des Minimalbeitrags von 60 EUR pa

Das wird auf 120 € verdoppelt.

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satgar
· bearbeitet von satgar

Ich wär ja auch total dafür, dass das im Gesetzgebungsprozess noch angepasst wird. Es ist mMn an zwei Stellschrauben noch nicht perfekt:

 

- die Förderung von geringverdienern fällt schlechter aus als die Regelung bisher. 
- die Summen müssen stärker angehoben werden. Mein Vorschlag wäre ja, damit es dynamisch jedes Jahr mehr wird, die maximale Fördersumme an der GRV BBG festzumachen. Zb 3 oder 4% davon als Gesamtbeitrag inkl. Zulagen. Es könnten auch bis zu 8% sein, wenn man sich an der „maximalen“ Förderung der Betriebsrenten orientieren würde.

 

Beispiel: erstes Prozent der BBG kriegt 40cent je eur Einzahlung, das zweite Prozent 30 Cent, dann 20 Cent, dann 10 cent

 

Auch wenn es 2026 noch nicht startet, würde es in dem Jahr so aussehen für Singles:

 

1%= 1014€ = 405,60€ Zulage 

2%= 2028€ = 709,80€ Zulage 

3%= 3042€ = 912,60€ Zulage 

4%= 4056€ = 1014€ Zulage 

 

 

Geht aber wahrscheinlich nicht, da es mit mehr Steuerausfällen verbunden wäre. Und das ist ja aufgrund leerer Kassen nicht gewünscht oder möglich.

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Schwachzocker
vor 6 Minuten von satgar:

Geht aber wahrscheinlich nicht, da es mit mehr Steuerausfällen verbunden wäre. Und das ist ja aufgrund leerer Kassen nicht gewünscht oder möglich.

Das geht alles. Es wäre aber schon sinnvoll, wenn man sagt, wo das Geld herkommen soll.

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satgar
vor 2 Minuten von Schwachzocker:

Das geht alles. Es wäre aber schon sinnvoll, wenn man sagt, wo das Geld herkommen soll.

Du kennst ja meine Antwort. 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

"Man nehme es den Reichen und gebe es den Armen!"?

 

Mehr kommt da wirklich nicht? Ist das das ganze Geheimnis?

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Braini

Weiß nicht ob es schon diskutiert wurde und ich hoffe dass es dann auch wirklich so kommt, aber das für mich beste an der ganzen Geschichte ist, dass ich aus meiner tiefroten DWS Riester Premium rauskomme und das restliche Kapital dort noch ein paar Jahre in etwas besseres stecken kann. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 8 Minuten von Schwachzocker:

"Man nehme es den Reichen und gebe es den Armen!"?

 

Mehr kommt da wirklich nicht? Ist das das ganze Geheimnis?

Ja, Umverteilung ist das ganze Geheimnis. Das ist wie bei Geldanlage und dem risikoreich/risikoarm Modell. Man kann sich gar nicht vorstellen, das es so einfach ist. Aber ja, ist es. Wie verteilen wir Wertschöpfung, wie verteilen wir die Billionen Vermögen.

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Ramstein
· bearbeitet von Ramstein

Richtig:

Wir nehmen Aldi und Lidl 10% der Läden weg (ca. 2.000+) und verteilen die an die Armen, damit sie  versorgt sind.

Und Gloria von Thurn und Taxis nehmen wie 2.000 Hektar Waldfläche weg und verteilen die an die Armen fürs Brennholz, damit sie nicht im Kalten sitzen.

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Schwachzocker
vor 3 Minuten von satgar:

Ja, Umverteilung ist das ganze Geheimnis. Das ist wie bei Geldanlage und dem risikoreich/risikoarm Modell. Man kann sich gar nicht vorstellen, das es so einfach ist. Aber ja, ist es. Wie verteilen wir Wertschöpfung, wie verteilen wir die Billionen Vermögen.

Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass es in der Weltgeschichte bisher noch nie gelungen ist, ohne die Wertschöpfung insgesamt zu verringern. So einfach ist es.

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CorMaguire
vor 12 Minuten von Ramstein:

Richtig:

Wir nehmen Aldi und Lidl 10% der Läden weg (ca. 2.000+) und verteilen die an die Armen, damit sie  versorgt sind.

Und Gloria von Thurn und Taxis nehmen wie 2.000 Hektar Waldfläche weg und verteilen die an die Armen fürs Brennholz, damit sie nicht im Kalten sitzen.

Nicht gleich so sozialistisch werden :) Für den Anfang würde es vielleicht reichen die Top 10 % beim Einkommen entsprechend ihrer "starken Schultern" an der (Sozial-)Staatsfinanzierung zu beteiligen.

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satgar
vor 1 Minute von CorMaguire:

Nicht gleich so sozialistisch werden :) Für den Anfang würde es vielleicht reichen die Top 10 % beim Einkommen entsprechend ihrer "starken Schultern" an der (Sozial-)Staatsfinanzierung zu beteiligen.

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Eben, wir müssen hier keinen Sozialismus oder Kommunismus einführen. Das fordert niemand. Aber die reichen mit Vermögen (und früher gab es nicht nur Vermögensteuer sondern auch Vermögensabgabe) stärker heran zu ziehen, oder die Erbschaftssteuer Ausnahmen (größte einzelsubvention laut Subventionsbericht der Bundesregierung) zu streichen, hielte ich für völlig valide Möglichkeiten. Unter Kohl und Regierungen davor, ging das mit Spitzensteuersätzen von 56% ja auch alles. Also einfach nur wieder Finanzpolitik wie 1970, mal als Beispiel. Das ist sicherlich weit entfernt von DDR Geschwafel.

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rotten.demin
· bearbeitet von rotten.demin
vor 22 Minuten von Schwachzocker:

Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass es in der Weltgeschichte bisher noch nie gelungen ist, ohne die Wertschöpfung insgesamt zu verringern. So einfach ist es.

Die Vermögensverteilung in Deutschland war in den 1950er bis 1970er Jahren deutlich egalitärer als heute; und diese Zeit wird gemeinhin als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet.

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Ramstein
vor 4 Minuten von CorMaguire:

Für den Anfang würde es vielleicht reichen die Top 10 % beim Einkommen entsprechend ihrer "starken Schultern" an der (Sozial-)Staatsfinanzierung zu beteiligen.

Das bedeutet beim Single mit 3.700 € Nettomonatseinkommen anzufangen.  Ehrlich?

 

Nehmen wir die Top 1% mit einem Einkommen von geschätzt 350 Mrd. Euro pro Jahr. Davon greifen wir 10% ab und erhöhen so das Steueraufkommen un ca. 3,3%. Toll, dann können wie alle glücklich machen. Oder so.

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satgar

Wir sollten übrigens den Thread mit der Lindner Rente nicht wieder für derlei Grundsatzdiskussionen missbrauchen. Das gehört hier nicht hin, sondern eher in den allgemeinen Altersvorsorge Thread.

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Schwachzocker
vor 7 Minuten von satgar:

Wir sollten übrigens den Thread mit der Lindner Rente nicht wieder für derlei Grundsatzdiskussionen missbrauchen. Das gehört hier nicht hin, sondern eher in den allgemeinen Altersvorsorge Thread.

Dann halte Dich doch daran!

vor 15 Minuten von rotten.demin:

Die Vermögensverteilung in Deutschland war in den 1950er bis 1970er Jahren deutlich egalitärer als heute; und diese Zeit wird gemeinhin als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet.

Genau! Und wer kam dann an die Macht?

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