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krett

Lindner-Rente (Reform der priv. Altersvorsorge 2024/25)

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Malwas

Aber ist das so falsch? Wie viele Leute beanspruchen zum Beispiel die Arbeitnehmersparzulage, wenn sie ihnen zusteht? Die meisten Leute informieren sich nicht über Finanzen, wenn sie nicht mit der Nase drauf gestoßen werden. Idealerweise täten sie das, und die Strukturvetriebe würden aussterben, weil einfach niemand mehr darauf rein fällt. Aber die Realität sieht leider anders aus.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 27 Minuten von Malwas:

Aber ist das so falsch? Wie viele Leute beanspruchen zum Beispiel die Arbeitnehmersparzulage, wenn sie ihnen zusteht? Die meisten Leute informieren sich nicht über Finanzen, wenn sie nicht mit der Nase drauf gestoßen werden. Idealerweise täten sie das, und die Strukturvetriebe würden aussterben, weil einfach niemand mehr darauf rein fällt. Aber die Realität sieht leider anders aus.

Das kann ein Erklärungsgrund, aber kein Rechtfertigungsgrund sein. Das Leuten nur zu „deren Besten“ etwas angedreht wird, halte ich für verwerflich.

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Kratos

Was sind denn aus eurer Sicht die kritischen Punkte, die verbessert werden müssen zum bisherigen Riester, so dass man mit günstigeren Angeboten rechnen können wird?

 

Dass...

 

- es keine ungeförderte Überzahlung mehr geben kann

- die Zulage (zumindest im Normalfall) proportional sein soll

- der Kunde nicht mehr ständig wie bei der alten 4%-Vorjahresbrutto-Regel seinen Eigenbeitrag neu berechnet bekommen möchte

- günstige Fonds ohne  Garantie-/Umschichtungskonstrukt möglich werden

 

sollte das Ganze in der Verwaltung ja deutlich vereinfachen.

 

D.h. es wird günstige Angebote geben, die aber ähnlich der jetzigen Vertriebswelt von Finanzprodukten nicht jeden erreichen werden.

 

Gibt es aus eurer Sicht Punkte, die hinsichtlich der Komplexität aus Anbietersicht vermutlich nicht verbessert oder sogar verschlechtert werden zum jetzigen Riester?

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Schwachzocker

Die grundlegende konzeptionelle Schwäche von Riester ist die Garantie. Wenn das wegfällt, ist viel gewonnen.

Warum Kosten gedeckelt werden sollen, verstehe ich nicht. Warum soll man in diesem Land keine teuren Produkte mehr kaufen dürfen? Machen wir doch sonst auch.

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Dandy

Weil die Kosten bei Riester extrem instransparent waren.

Mal zu den Kosten: Gilt das auch für die Kosten der Verrentung? Bei Riester gab es da jede Menge negativer "Überraschungen". Und wer hier was von mündig und so ablässt: die Kostenstrukturen waren auch für sehr informierte Leute hier kaum zu durchdringen. Beispielsweise Unterschiede bei den Sterbetafeln, die Verwendung von Überschüssen und die Beteiligung der Versicherung an denselben. Oder wie das Geld während der Rentenphase angelegt wird, mit welcher Rendite und zu welchen Kosten usw.

Wenn man allerdings die Kostenquote zu niedrig ansetzt, dann gibt es schlicht keine Produkte. Wie bei den PEPPs.

Ich fände ein Konstrukt sinnvoll, das ein beliebiges Depot ermöglicht, welches gefördert wird, wenn man es verrentet. Für die Verrentung sollte einfach eine kostengünstige Sofortrente vom Staat angeboten werden, beispielsweise durch die GRV verwaltet. Die Strukturen sind ja dort eh schon vorhanden. Wichtig wäre es, den Topf vor den Langfingern der Politik rechtlich zu schützen, idealerweise auf Grundgesetzrang. 

Was jetzt rauskommt ist ein verlängerter Riester mit den gleichen Problemen wie bisher schon.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 35 Minuten von Dandy:

...Und wer hier was von mündig und so ablässt: die Kostenstrukturen waren auch für sehr informierte Leute hier kaum zu durchdringen.

Und was macht man, wenn man etwas nicht durchdringt?! Richtig, man unterschreibt!:rolleyes:

 

vor 35 Minuten von Dandy:

Ich fände ein Konstrukt sinnvoll, das ein beliebiges Depot ermöglicht, welches gefördert wird, wenn man es verrentet. Für die Verrentung sollte einfach eine kostengünstige Sofortrente vom Staat angeboten werden...

Ich weiß nicht, was daran so kompliziert sein soll. Man kann halt nach vorgegebenen Parametern entnehmen, und das war`s.

Und Menschen, die Probleme haben, Anteile zu verkaufen, die haben eben Pech.:rolleyes:

 

vor 35 Minuten von Dandy:

...Wichtig wäre es, den Topf vor den Langfingern der Politik rechtlich zu schützen, idealerweise auf Grundgesetzrang. 

Schau mal hier:
 

Zitat

 

Art. 14 GG

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet...

 

 

Aber das interessiert schon einige hier im Forum überhaupt nicht.

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Ramstein
vor einer Stunde von Dandy:

Wichtig wäre es, den Topf vor den Langfingern der Politik rechtlich zu schützen,

Deshalb fordern Die Grünen ja auch schon, den Fonds staatlich zu verwalten, überwiegend in deutsche und europäische Aktien zu investieren, und keine „bösen“  Firmen wie fossile Energien zu berücksichtigen. 
Wer Ironie findet, darf sie behalten.

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Malvolio

Einige Kritikpunkte sind ja durchaus berechtigt. Aber irgendwie steigt in mir die Befürchtung auf, dass am Ende wieder ein Ergebnis herauskommt, bei dem Vater Staat den unmündigen Bürger vor den Untiefen des Marktes beschützen will.

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Flapsch
vor 10 Minuten von Malvolio:

Einige Kritikpunkte sind ja durchaus berechtigt. Aber irgendwie steigt in mir die Befürchtung auf, dass am Ende wieder ein Ergebnis herauskommt, bei dem Vater Staat den unmündigen Bürger vor den Untiefen des Marktes beschützen will.

Es war doch vorgesehen, dass nur bis Risikoklasse 5 investiert werden darf, womit die Frage recht unbürokratisch geklärt wäre; mal unabhängig davon, ob man es sinnvoll findet und was passiert, wenn ein Produkt neu bewertet wird.

 

Ich bin bloß gespannt, wie das Umschichten in der Praxis aussehen wird. In den USA haben Kleinanleger mit ihren geförderten Systemen ja keine so guten Renditen und das liegt weniger an den Kosten der Produkte als am Verhalten der Depotinhaber.

 

Ich fänd es gut, wenn man sich da trotzdem raushält, aber warten wir mal ab. 

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Schwachzocker
vor 5 Minuten von Flapsch:

...In den USA haben Kleinanleger mit ihren geförderten Systemen ja keine so guten Renditen und das liegt weniger an den Kosten der Produkte als am Verhalten der Depotinhaber.

Haben die "den Markt" nicht geschlagen, obwohl man es doch könnte?

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Cauchykriterium

Die Diskussionen sind ja tagesaktuell hier sehr umfassend - gibt's denn schon einen konkreten Referentenentwurf??

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

Eventuell sollte der Staat dazu verpflichten, nur in den S&P 500 zu investieren, damit man mehr Rendite erreicht. Besser wäre vielleicht noch, wenn man für die Rente nur in Berkshire investieren darf. Dann hat man die eingebaute Überrendite.:rolleyes:

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Malwas
vor 11 Minuten von Cauchykriterium:

Die Diskussionen sind ja tagesaktuell hier sehr umfassend - gibt's denn schon einen konkreten Referentenentwurf??

Es gab sogar im letzten Jahr schon einen konkreten Regierungsentwurf: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/21_Legislaturperiode/2025-12-01-Altersvorsorgereformgesetz/0-Gesetz.html

 

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Sapine

Muss man im Bedarfsfall, das Geld aus der Altersvorsorge vorzeitig anfassen? (Bürgergeld etc.) Nachdem man mit der Rente keine vollwertige Altersversorgung mehr hinbekommt sollte ein nennenswerter Teil im Altersvermögen oder wie es zukünftig heißen mag sicher sein. 

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chirlu
vor 1 Minute von Sapine:

Muss man im Bedarfsfall, das Geld aus der Altersvorsorge vorzeitig anfassen?

 

Nein. (Suchmaschinen kennst du?)

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Sapine

Nachdem alle Suchmaschinen KI-verseucht sind... 

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Kai_Eric
vor 10 Stunden von Schwachzocker:

Schau mal hier:

Zitat

Art. 14 GG

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet...

Aber das interessiert schon einige hier im Forum überhaupt nicht.

Das ist aber eine äusserst selektive Wiedergabe! Schau mal hier:

Zitat

Art. 14 GG

...

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig....

Das Grundgesetz verpflichtet Eigentümer, ihren Besitz auch zum Wohle der Allgemeinheit verwenden, und schliesst sogar das hässliche Thema Enteignung nicht prinzipiell aus...

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krett
vor 10 Stunden von Malvolio:

Einige Kritikpunkte sind ja durchaus berechtigt. Aber irgendwie steigt in mir die Befürchtung auf, dass am Ende wieder ein Ergebnis herauskommt, bei dem Vater Staat den unmündigen Bürger vor den Untiefen des Marktes beschützen will.

Eine Eingrenzung der Anlagemöglichkeiten (nur ETFs...) halte ich noch für das kleinste Übel, da ich durchaus Argumente sehe, dies so zu tun. In meinem Bekanntenkreis muss man manche Leute Jahrelang bequatschen damit sie endlich einen ETF Sparplan anlegen. Und was machen sie? 30€/Monat in einen MSCI World und gleichzeitig 4000€ in Palantir und 2000€ in einen gehobelten S&P500. Ein Pflicht zu normalen ETFs könnte man also durchaus nachvollziehbar begründen.

 

Andere Sachen finde ich wichtiger: Höhere Einzahlungsbeträge, alle Berufsgruppen, niedrige Kosten (<1%), keine Verrentungspflicht...

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Schwachzocker

 

 

vor 11 Stunden von Schwachzocker:

Schau mal hier:

Zitat

 

Art. 14 GG

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet...

 

Aber das interessiert schon einige hier im Forum überhaupt nicht.

 

vor einer Stunde von Kai_Eric:

Das ist aber eine äusserst selektive Wiedergabe! Schau mal hier:

Zitat

 

Art. 14 GG

...

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig....

 

Das Grundgesetz verpflichtet Eigentümer, ihren Besitz auch zum Wohle der Allgemeinheit verwenden, und schliesst sogar das hässliche Thema Enteignung nicht prinzipiell aus...

 

Das ist aber wieder eine äußerst selektive Wiedergabe! Schau mal hier:

 

Zitat

 

Art. 14 GG

...

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt...

 

 

vor 55 Minuten von krett:

Eine Eingrenzung der Anlagemöglichkeiten (nur ETFs...) halte ich noch für das kleinste Übel, da ich durchaus Argumente sehe, dies so zu tun. In meinem Bekanntenkreis muss man manche Leute Jahrelang bequatschen damit sie endlich einen ETF Sparplan anlegen. Und was machen sie? 30€/Monat in einen MSCI World und gleichzeitig 4000€ in Palantir und 2000€ in einen gehobelten S&P500. Ein Pflicht zu normalen ETFs könnte man also durchaus nachvollziehbar begründen.

...

Tja, und was geschieht dann?! Dann schreiben alle Anbieter die Buchstaben "ETF" auf ihre Produkte. Das geschieht ja jetzt bereits teilweise.

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Kai_Eric
vor 24 Minuten von Schwachzocker:

Das ist aber wieder eine äußerst selektive Wiedergabe! Schau mal hier:

Nö, deswegen schrieb ich ja:  "schliesst sogar das hässliche Thema Enteignung nicht prinzipiell aus"...

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Schwachzocker
vor 1 Minute von Kai_Eric:

Nö, deswegen schrieb ich ja:  "schliesst sogar das hässliche Thema Enteignung nicht prinzipiell aus"...

Was ergibt es denn für einen Sinn, die privaten Ansparungen für die Rente zu enteignen, wenn man zur Entschädigung verpflichtet ist?

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Bolanger
vor 1 Stunde von krett:

keine Verrentungspflicht...

... damit man staatlich gefördert zum Renteneintritt eine Luxus-Weltreise macht um danach von Sozialleistungen zu leben?

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Kai_Eric
vor 8 Minuten von Schwachzocker:

Was ergibt es denn für einen Sinn, die privaten Ansparungen für die Rente zu enteignen, wenn man zur Entschädigung verpflichtet ist?

Sinn ergibt es unter Umständen (völlig theoretische Diskussion) natürlich, wenn die Entschädigung einen geringen Wert hat als das enteignete Asset. 

 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 5 Minuten von Kai_Eric:

Sinn ergibt es unter Umständen (völlig theoretische Diskussion) natürlich, wenn die Entschädigung einen geringen Wert hat als das enteignete Asset. 

 

Dann ist es aber keine Entschädigung. Sinn der Entschädigung ist eine Kompensation bzw. ein Ausgleich für einen erlittenen Nachteil. 

Andernfalls ergibt die Entschädigung keinen Sinn. Man könnte dann jemanden einfach das Grundstück wegnehmen und ihm als Entschädigung einen Euro zahlen.

 

Und die Diskussion ist ziemlich praktisch, weil Enteignungen nun einmal vorkommen (aber nicht von Geld).

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 1 Stunde von krett:

Eine Eingrenzung der Anlagemöglichkeiten (nur ETFs...) halte ich noch für das kleinste Übel, da ich durchaus Argumente sehe, dies so zu tun. In meinem Bekanntenkreis muss man manche Leute Jahrelang bequatschen damit sie endlich einen ETF Sparplan anlegen. Und was machen sie? 30€/Monat in einen MSCI World und gleichzeitig 4000€ in Palantir und 2000€ in einen gehobelten S&P500. Ein Pflicht zu normalen ETFs könnte man also durchaus nachvollziehbar begründen.

Aus genau dem Grund faende ich eine Eingrenzung sogar sehr wichtig fuer eine moegliche "Lindner-Rente". Einzelaktien und Ramschanleihen sollten fuer die staatlich organisierte private Altersvorsorge nicht erlaubt werden, in den Fuss schiessen kann ja immer noch gerne privat. Meine Vorschlaege waeren:

- Anleihen: min. Investment Grade, kein Ramsch

- Aktien: nur Fonds (keine Einzelaktien), nur Laender-uebergreifende Fonds (kein "MSCI Turkey"), keine Einzelbranchen (kein "Blockchain-ETF"), min. 50 Firmen im Index (Diversifikation), nicht gehebelt

- Rohstoffe: sind erlaubt, aber max. 20% Gesamtanteil

Das waere fuer mich ein akzeptabler DAU-Schutz und verhindert das Risiko, das am Ende nix mehr da ist, weil der "Geheimtipp" doch nicht so gut war fuer die Altersvorsorge.

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