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Hotzenplotz2

Kauf/Schenkung einer Immobilie über mehrere Jahre in der Familie

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Hallo zusammen,

im näheren Bekanntenfeld kam folgende Situation:
Es geht um eine Frau. Deren Vater hat ein Haus mit Garten geerbt. Das Haus müsste umfassend saniert werden ggf. ist abreißen und Neubauen sogar einfacher. Der Vater steht kurz vor der Rente und möchte sich soetwas eigentlich nicht ans Bein binden. Zudem ist das zweigeschössige Haus mit großem Keller auch viel zu groß für ihn. Er fühlt sich in seiner Mietwohnung auch wohl hat aber natürlich immer Angst, irgendwann mal raus zu müssen. Das Haus wäre quasi die Fallback-Option um mietfrei zu wohnen auch wenn es eigentlich nicht passt.
Für die Frau wäre das Haus interessant, da sie sowieso zeitnah kaufen/bauen möchte und der Vater hätte auch Interesse es an sie weiterzugeben.

Die Frage ist jetzt nicht unbedingt, wie übergibt man die Immobilie als Schenkung etc. und vermeidet Steuern. Vermutlich liegt der Gesamtwert eh unterhalb 400k (200k Grundstück, 50-100k Haus), ist aber auch nicht der springende Punkt.
Da auf beiden Seiten viel Wohlwollen besteht gäbe es die Möglichkeit hier über andere Optionen wie eine direkte Schenkung/Kauf nachzudenken. Da kam jetzt die Frage auf, wie man sowas gut bauen kann. Eigenkapital dürfte so bei 100k liegen.


Die einfachste "Form" wäre ja, wenn man die Schenkung quasi als zinslosen Kredit betrachtet und die Rate an den Vater statt an die Bank bezahlt. Der Vater würde hier aber durch die Inflation etwas verlieren, man könnte also überlegen, ob man die Rate an die Inflation anpasst.

Vielleicht gibt es auch irgendwelche sinnvollen Form von Rentenzahlung o.ä. um den Wohnungskosten im Alter zu begegnen.

Es geht nicht darum, dass auf jeder Seite der letzte Cent rausgepresst wird. Sondern, dass im Einvernehmen eine gute Lösung gefunden wird. Für die Frau ist eine Streckung der Kosten hilfreich, da jetzt noch nicht so super viel Eigenkapital angehäuft wurde. Auf Seiten des Vaters soll das Risiko von zu wenig Rente abgemindert werden.

Und ja mir ist klar, dass Haus einmal kaufen und Geld in einen ETF werfen vermutlich das günstigste für den Vater ist, für die Tochter aber mit den höchsten Kosten bei der Bank verbunden wäre. Da der Vater primär an die Frau abgeben möchte müsste er quasi einen geringeren Kaufpreis aktepzieren.

Ich wurde diesbezüglich nach Ideen gefragt und hoffe ich habe genug Infos bereitgestellt um hier einige Vorschläge zu erhalten.

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gurkentruppe

Hat der Vater V auch eine Ehefrau oder neben der Tochter T noch andere Kinder? Ich frage deshalb, weil diese Personen sich ja sonst in ihren Erwartungen bzgl. Erbe usw. beeinträchtigt sehen könnten, wenn er sein Haus verschenkt.

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Hotzenplotz2

Vater V hat keine Frau aber weitere Kinder wobei die kein Interesse an dem Haus haben.

Also das Haus soll auch eigentlich nicht ohne Gegenwert geschenkt werden sondern regulär verkauft werden nur die Kaufmodalitäten sind eben sehr flexibel und könnten zum Vorteil beider Parteien abgeändert werden z.B. durch eine längere Abzahlung statt einer einmaligen Zahlung.

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hilflos
vor 40 Minuten von Hotzenplotz2:

 aber weitere Kinder wobei die kein Interesse an dem Haus haben.

.....aber vielleicht Interesse am Geld, oder zumindest an einer Gleichbehandlung

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gurkentruppe
· bearbeitet von gurkentruppe

Bei Verkauf zum Marktpreis geht den anderen künftigen Erben ja nichts verloren.

 

Wenn also ein Verkauf etwa zum Marktpreis (wenn dieser bekannt ist) gewünscht ist, dann zB 100.000 Zahlung sofort (weil der Betrag bei T ja vorhanden ist) plus Rest des Kaufpreises gestreckt über z.B. 60 Monatsraten. 

 

Allerdings steht in dem Eingangspost auch, dass V eine "fall back Option" der Selbstnutzung haben möchte, falls er mal seine Mietwohnung verlassen müßte. Diese Option verliert er bei einem Verkauf natürlich komplett. Wenn ihm das wichtig ist, sollte er lieber vermieten und nicht verkaufen.

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hilflos

die Gefahr, dass ein Rentner aus seiner Wohnung geworfen wird ist sehr gering. Eigenbedarf kann nur bei Privaten Vermietern vorkommen und das kann man einschätzen. Alter , Kinder, Größe der Wohnung. 

Wenn die Tochter vermieten will, (und nur dann hat der Vater eine Fallback Option) ist ein hoher Kaufpreis steuerlich günstig. Wenn sie selber einziehen will ist der Kaufpreis egal und kann flexibel vereinbart werden. z.B 100000 sofort, Rest als Darlehen (gegen Zinsen). 

 

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Hotzenplotz2
vor 4 Minuten von hilflos:

....aber vielleicht Interesse am Geld, oder zumindest an einer Gleichbehandlung

Genau wie gurkentruppe schreibt, alle Kinder bekommen das Haus zum Kauf angeboten aber nur Tochter hat Interesse an einem Kauf.

Das mit der Fall-Back Option ist kein "Muss" sondern soll eher so die Motivation des Vaters bei der Sache erklären. Er sagt quasi: Naja Rente ist nicht so super hoch, dann könnte es mit Miete knappwerden da hätte ich Mietfrei schon weniger Sorgen.
Aus meiner Sicht auch ein wenig kurz gedacht, denn so ein Haus hat ja auch entsprechende Unterhaltskosten. Alleine die Ölheizung die drin ist müsste irgendwann getauscht werden oder halt entsprechend teuer geheizt werden. Also es ist für Ihn einfach unatraktiv, dieses Haus selbst zu bewohnen, da es auch viel zu groß ist. Aber mental hängt er natürlich an etwas wo er mietfrei wohnen kann. Daher die Frage, wie man das vielleicht über eine langfristige Lösung macht.

 

Also nehmen wir mal an, der Krams ist 300.000€ Wert, dann wären 200.000€/60 Raten eine Rate von 3300€/Monat, das ist schon happig. Gut dafür hätte man dann nach 5 Jahren nen Grundstück mit nem alten Haus Schuldenfrei.
Wenn man das länger streckt und irgendwann soll abgerissen und neugebaut werden ist ja auch die Frage, was da dann an Kosten entsteht, denn 3300€+Hauskredit wird schwierig, vorallem, wenn dann kein Eigenkapital mehr da ist.


Sicherheitsbedürfnis dürfte entsprechend hoch sein, also ne Anlage des Geldes groß in ETF und eigene Entnahmepläne fallen da eher raus.

Ich habe noch überlegt, ob man das Geld in steigenden Raten abzahlt aber an die Inflation anpasst. Also z.B. 300.000€ in 120 Raten und dafür jedes Jahr 2% mehr.
Da würde das Gehalt der Tochter mitsteigen und man hätte nicht den Effekt, dass man bei den ersten Raten fast nur Zinsen abzahlt.
 

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satgar
· bearbeitet von satgar

Wie wär’s mit Verkauf, gegen Leibrentenzahlung , an die Tochter? https://meinewohnrente.de/ratgeber/leibrente/leibrente-in-der-familie/
 

Dann bessert der Papa bis zum Tode damit seine Rente auf. Man kann sicherlich vieles vereinbaren: mit Wohnrecht und ohne, mit Inflationsanpassung und ohne, da geht vertraglich bestimmt so einiges.

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s1lv3r
vor 4 Minuten von satgar:

Wie wär’s mit Verkauf, gegen Leibrentenzahlung , an die Tochter? https://meinewohnrente.de/ratgeber/leibrente/leibrente-in-der-familie/

 

Leibrente innerhalb der Familie wäre für mich immer raus, da man damit m.E.n. emotionale Verquickungen in eine finanzielle Angelegenheit hineinbekommt, die man i.d.R. doch immer vermeiden will;

  1. Die Tochter steht finanziell umso besser da, je früher der Vater verstirbt.
  2. Wenn der Vater sehr lange lebt, ist der Kauf für die Tochter hingegen ggf. finanziell sogar ein Verlustgeschäft.

Das wäre für mich schon für die eigene Gefühlswelt nicht sehr erstrebenswert. Da es in dieser Situation auch noch andere Kinder gibt, kommt deren Gefühlswelt aber auch noch hinzu, z.B. der Vater verstirbt relativ früh nach dem Abschluss des Leibrentenvertrages - gibt es dann unter den Geschwistern Streit oder zumindest ein implizites Störgefühl der Ungerechtigkeit, weil die Tochter das Haus ja quasi umsonst bzw. sehr weit unter dem Marktpreis bekommen hat, während die Geschwister sich nur das klägliche Resterbe teilen?

 

So einen Konfliktfall kann man zwar über vertragliche Ausgleichszahlungen etwas abschwächen, aber am Ende ändert das ja nichts am Gesamtkonstrukt.

 

Damit ich sowas machen würde, müssten alle Beteiligten m.M.n. nach schon eine ausgesprochen gute finanzielle Selbstreflektion haben (alle müssten das Verständnis haben, dass der Abschluss der Leibrente quasi eine finanzielle "Wette" zwischen Vater und Tochter auf die Langlebigkeit des Vaters ist und dass der Ausgang dieser Spekulation von allen Beteiligten absolut emotionslos hingenommen werden sollte). So etwas kann man m.M.n. von einem Normalbürger kaum erwarten.

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gurkentruppe

Das ist ein guter Punkt, diese Geschäfte innerhalb der Familie haben ein hohes Konfliktpotential. Man könnte die Immo auch einfach an einen externen Käufer verkaufen und aus dem Erlös kann V dann seinen Kindern zB zu gleichen Teilen Geld schenken, dann kann sich wohl keiner benachteiligt fühlen. T kann das dann einsetzen, um ein anderes Haus zu kaufen.

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Turmalin
vor 5 Minuten von s1lv3r:

 

Leibrente innerhalb der Familie wäre für mich immer raus, da man damit m.E.n. emotionale Verquickungen in eine finanzielle Angelegenheit hineinbekommt, die man i.d.R. doch immer vermeiden will;

  1. Die Tochter steht finanziell umso besser da, je früher der Vater verstirbt.
  2. Wenn der Vater sehr lange lebt, ist der Kauf für die Tochter hingegen ggf. finanziell sogar ein Verlustgeschäft.…

An eine Leibrente habe ich zuerst auch gedacht, aber den Einwand finde ich sehr wichtig. Man denke nur an eine Patientenverfügung, bei der die Tochter über lebensverlängernde Maßnahen (mit-) entscheidet. Auch wenn die Entscheidung unabhängig von finanziellen Aspekten erfolgt, möchte sich die Tochter sicher lieber nicht in so eine Lage bringen. 
Diese Verquickung von finanziellen und sozialen Fragen war bis vor ein paar Jahren noch ein Problem, als Kinder für die Kosten des Pflegeheims ihrer Eltern mit hohen Beträgen auch bei Einkünfte unter 100.000€ in Anspruch genommen wurden. Die Frage, ob der Umzug ins Pflegeheim notwendig ist, hatte da nicht nur Auswirkungen auf das Leben des Pflegebedürftigen. 
Dann lieber Kaufpreiszahlung in Raten, das kann sich ja auch über mehr als 5 Jahre erstrecken.

 

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Hotzenplotz2

Ja also eine Absicherung des Langlebigkeitsrisikos im privaten Rahmen scheint mir auch sehr riskant.

Ich hatte noch überlegt, dass man den Kaufpreis quasi zur Rente auszahlt, dass dürfte so in 7-10 Jahren sein wenn der Vater jetzt zusagen kann, dass er das Geld bis dahin nicht braucht. Dann kann er zu Rentenbeginn überlegen, ob er es über eien Versicherung verrentet oder mit eigenem Entsparplan was damit macht. Tochter kann bis dahin mehr Eigenkapital aufbauen und muss keine Zinsen bedienen und kann dem Vater ggf. mehr auszahlen bzw. hat bis dahin ja auch schon eine Gehaltsentwicklung gehabt.

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maktaba
vor 3 Minuten von Hotzenplotz2:

Ich hatte noch überlegt, dass man den Kaufpreis quasi zur Rente auszahlt, dass dürfte so in 7-10 Jahren sein wenn der Vater jetzt zusagen kann, dass er das Geld bis dahin nicht braucht. Dann kann er zu Rentenbeginn überlegen, ob er es über eien Versicherung verrentet oder mit eigenem Entsparplan was damit macht. Tochter kann bis dahin mehr Eigenkapital aufbauen und muss keine Zinsen bedienen und kann dem Vater ggf. mehr auszahlen bzw. hat bis dahin ja auch schon eine Gehaltsentwicklung gehabt.

Und in der Zwischenzeit lebt sie mietfrei im Haus des Vaters?

 

Wenn man es für alle Geschwister fair halten will: Tochter kauft das Haus bankenfinanziert zu marktüblichen Konditionen und der Vater macht mit dem Geld was er will. Oder Vater verkauft das Haus an die Tochter (mit Wohnrecht, wenn Sicherheit gewünscht ist). Finanzielle Kompensation der anderen Geschwister. Alle anderen Varianten führen zwangsläufig zu Streit, aber es soll ja auch Familien geben, wo Streit gewünscht ist.

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Sapine
vor 37 Minuten von Turmalin:

Dann lieber Kaufpreiszahlung in Raten, das kann sich ja auch über mehr als 5 Jahre erstrecken.

Die Dauer der Zahlungen sollte man nicht zuletzt vom Wert des Objekts abhängig machen. Länger als 15 Jahre sollten die Zahlungen nicht laufen, sonst ist das Haus vermutlich zu teuer für die Tochter und es wäre für den Vater auch schwer kalkulierbar, mit welchem Geld er beim Renteneintritt rechnen kann.

 

Ich würde einen ganz normalen Kaufvertrag bevorzugen mit annähernd marktüblichen Konditionen was die Zinsen angeht (die muss der Vater versteuern!). Auch an die Möglichkeit von Sondertilgungen sollte man denken. Der Vater kann die 100k Anzahlung anlegen. Und die Sparraten sollten von ihm bis zur Rente auch angelegt werden. Das kann bis dahin auf 300k anwachsen. Die letzten Raten kann er (teilweise) zur Aufstockung der Rente verwenden und später sich Geld aus dem Sparstrumpf entnehmen. Sollte er beim Renteneintritt doch lieber in etwas eigenes ziehen wollen, hätte er entsprechend Geld für eine altersgerechte ETW mit überschaubaren Nebenkosten. Damit wäre ihm vermutlich mehr geholfen als mit einem alten sanierungsbedürftigen Haus, das auch noch zu groß ist. Das müsste man sich im Detail mit den konkrete Zahlen durchrechnen und diskutieren, ob ihm das reicht und ob es für die Tochter machbar ist.

 

Neben der Offenheit innerhalb der Familie über die Kaufpreisfindung ist es wichtig, eine klare Vereinbarung zu haben, was passiert, wenn der Vater vor Ablauf des Kredits verstirbt (Geschwister auszahlen). Wären die einverstanden, 2/3 der Ratenzahlungen als Auszahlung zu akzeptieren? Man muss zum Kaufzeitpunkt alles tun, um späteren Unfrieden zu vermeiden. Bei einem Freundschaftspreis für das Haus braucht es möglicherweise eine zusätzliche Vereinbarung, welchen Ausgleich die Geschwister beispielsweise beim späteren Erbfall bekommen sollen. Teilweiser Erbverzicht durch die Tochter wäre denkbar, aber dann wird man vermutlich einen Notar und/oder Rechtsanwalt benötigen. Der Vater wird es sich vermutlich nicht leisten können, auf einen großen Teil des Verkaufspreises zu verzichten. Auch darüber muss man reden und einen Konsens finden. 

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Hotzenplotz2
vor 39 Minuten von Sapine:

Teilweiser Erbverzicht durch die Tochter wäre denkbar, aber dann wird man vermutlich einen Notar und/oder Rechtsanwalt benötigen. Der Vater wird es sich vermutlich nicht leisten können, auf einen großen Teil des Verkaufspreises zu verzichten. Auch darüber muss man reden und einen Konsens finden. 

Danke für die vielen Anmerkungen, was noch klären ist. Das werde ich (sowie die viele andere Anregungen) gerne weitergeben. Wie ich es bisher mitbekomme scheinen da aber die Kinder (Tochter nebst Geschwistern) sehr eng zu sein, sodass da alles an pragmatischen Lösungen gemeinsam arbeiten.
Es wäre jetzt für die Tochter auch kein Problem ein Kredit aufzunehmen, nur gibt es ja vielleicht bessere Optionen.
Sprich im Todesfall wäre es kein Problem durch einen Kredit die Kaufsumme an den Vater zu geben und dann gerecht im Erbe zu verteilen bzw. eine vergleichbare Regelung zu schaffen wo dann die Rate z.B. an die Geschwister fließt.

Daher dreht es sich eigentlich weiterhin primär um die Frage wie gestaltet man den Kaufvertrag zwischen Tochter und Vater, sodass sich die Tochter möglichst Kredit und Zinsen zahlt und gleichzeitig der Vater nicht das Gefühl bekommt im Alter könnte er wohnungslos sein.

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sedativ

Die sinnvollste Lösung: Der Vater verkauft das Haus und macht mit dem Geld, was er will - investieren, ETW kaufen, verprassen ... Und nach dem Ableben des Vaters wird das Bärenfell dann verteilt.

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maktaba
Gerade eben von sedativ:

Die sinnvollste Lösung: Der Vater verkauft das Haus und macht mit dem Geld, was er will - investieren, ETW kaufen, verprassen ... Und nach dem Ableben des Vaters wird das Bärenfell dann verteilt.

Das ist mit Abstand das Sinnvollste. Wer etwas anderes behauptet, der hat primär die eigenen Interessen im Sinne, und hofft auf Kosten Anderer ein gutes Geschäft zu machen. Das ist legitim, man sollte sich da nur nicht zu blauäugig geben.

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Hotzenplotz2
vor einer Stunde von maktaba:

Wenn man es für alle Geschwister fair halten will:

Das ist zwar auf dem Papier am fairsten aber in der Realität vielleicht nicht die beste Lösung.
a) Weder Vater noch Geschwister können sinnvoll was mit dem Haus anfangen, es macht Ihnen mehr Kosten als es nutzt. Tochter plant Familie mit Haus kann das also gebrauchen bzw. würde in den nächsten 5-10 Jahren Neubauen.

b) Vater arbeitet aktuell und verdient jetzt auch gutes Geld, war aber in der ersten Lebenshälfte nicht der Fall dadurch geringe Rente und Interesse an Absicherung

c) Tochter ist auch die Älteste aus dem Geschwisterkreis mit entsprechendem Kapitalvorsprung um das Haus überhaupt zu kaufen
d) Bei Schenkung oder Erbe an die drei Kinder würden erstmal keine Instandhaltungskosten anfallen, man könnte das Haus noch ein paar Jahre abwohnen und dann Neubauen, bei externem Verkauf ohne Neubau wäre der Kaufpreis durch die Instandhaltungskosten deutlich niedriger


Also es gibt da diverse Dinge die dafür sorgen, dass ein Verkauf an Extern weniger Geld bringt und man innerhalb der Familie mehr verhandeln könnte, wenn man dadurch z.B. die Zinsen auf einen Kredit spart.

Wie bereits geschrieben, das Binnenverhältnis der Geschwister ist nur relevant, wenn der Todesfall eintritt bevor alle Raten etc. gezahlt sind.

 

Darf man eigentlich Grundstück und Haus getrennt verkaufen oder wird das ne Einheit? Also kann ich das Grundstück an die Tochter verkaufen für 100k€ ohne das Haus? Und das dann z.B. zu einem späteren Zeitpunkt?

 

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gurkentruppe

Grundstück und Haus sind in (West-) Deutschland immer eine Einheit, es kann kein getrenntes Eigentum geben. Ausnahme Erbbaurecht.

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Hotzenplotz2
vor 11 Minuten von maktaba:

Das ist mit Abstand das Sinnvollste. Wer etwas anderes behauptet, der hat primär die eigenen Interessen im Sinne, und hofft auf Kosten Anderer ein gutes Geschäft zu machen. Das ist legitim, man sollte sich da nur nicht zu blauäugig geben.

Also ich wäre da offen sowas zuzugeben, betrifft mich ja nicht direkt. Aber vielleicht habe ich noch einen Denkfehler.
Der Vater ist jemand der sich mit dem Geld eigentlich nicht beschäftigen will ergo fallen komplexere Sparpläne, Entsparen etc. für ihn weg. Ich dneke man kann froh sein, wenn das Geld in Festgeld landet und nicht auf dem Girokonto schimmelt.
Wenn jetzt das Festgeld auf 5 jahre mit 2,0% verzinst ist und die Tochter müsste 3% Zinsen für den Kredit bei der Bank zahlen und bietet dem Vater an, pass auf ich zahle dir in 5 Jahren das Geld mit 2,X% Zinsen aus. Dann ist das doch für beide Seiten ein guter Deal? Und das ohne weitere Geldanlage der Tochter mit risikoreicher Beimischung o.ä. wo auf einen Zeitraum von 10 Jahren oder so ja vermutlich Renditen über 2,X% möglich wären.

Da es eigentlich keinen Free Lunch gibt mag es gut sein, dass ich einen Denkfehler habe, dann weist mich gerne drauf hin.

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maktaba
vor 2 Minuten von Hotzenplotz2:

Da es eigentlich keinen Free Lunch gibt mag es gut sein, dass ich einen Denkfehler habe, dann weist mich gerne drauf hin

Wenn der Zins nicht marktüblich ist, dann ist es eine Schenkung und wird steuerlich entsprechend behandelt. Das weißt Du ja. Ansonsten ist es aus allen oben genannten Gründen kein Free Lunch: solche Konstellationen führen sehr häufig zu Streit innerhalb der Familie.

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Hotzenplotz2
vor 2 Minuten von maktaba:

Wenn der Zins nicht marktüblich ist, dann ist es eine Schenkung und wird steuerlich entsprechend behandelt. Das weißt Du ja. Ansonsten ist es aus allen oben genannten Gründen kein Free Lunch: solche Konstellationen führen sehr häufig zu Streit innerhalb der Familie.

Wenn ich verkaufe zu einem marktüblichen Preis und den mit Leitzins verzinse da ich das Geld später bekomme, dann bin ich da noch nicht sonderlich weit weg von marktüblich unterwegs, ich kann mir nicht vorstellen, dass da das FInanzamt eine Schenkung sieht. Auch beim Kaufpreis habe ich ja entsprechend Spielraum. Ich kann den auch leicht niedriger (aber noch im Spielraum) ansetzen und dafür die Zinsen etwas höher, kommt am Ende aufs gleiche raus.

Und ich wiederhole es gerne nochmal. Streitereien in der Familie sind nicht das Thema. Die sind sich alle einig, dass die das total gut finden, wenn die Tochter das Grundstück vom Vater bekommt. Die Frage ist wie man das macht um möglichst viel Geld in der Familie zu halten und das nicht an die Bank zugeben.

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sedativ
· bearbeitet von sedativ
vor einer Stunde von maktaba:

Ansonsten ist es aus allen oben genannten Gründen kein Free Lunch: solche Konstellationen führen sehr häufig zu Streit innerhalb der Familie.

 

Und dieser Streit kann sich langsam aufbauen und vor dem Ausbruch lange unterschwellig schwelen:

 

Schwester: "Warum hat die Schwester den billigen Kredit bekommen und nicht ich? Immer richtet sich Papa nach seinem Lieblingstöchterchen!"

 

Bruder: "War der Kaufpreis nicht doch viel zu niedrig? Omas Haus wurde ja quasi verschenkt! Da hat uns Schwesterchen mal wieder gut über den Tisch gezogen!"

 

Vater: "Eigentlich hätte ich mir ja gerne noch Kreuzfahrt/Safari/Sportwagen gegönnt, aber ich musste ja mal wieder dem Drängen meiner Tochter nachgeben!"

 

 ...

 

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Nostradamus
vor 2 Stunden von Hotzenplotz2:

d) Bei Schenkung oder Erbe an die drei Kinder würden erstmal keine Instandhaltungskosten anfallen, man könnte das Haus noch ein paar Jahre abwohnen und dann Neubauen, bei externem Verkauf ohne Neubau wäre der Kaufpreis durch die Instandhaltungskosten deutlich niedriger

Ich konnte es weiter oben nicht klar herauslesen: Vermietung an die Tochter ist keine Option?

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Hotzenplotz2
vor 30 Minuten von Nostradamus:

Ich konnte es weiter oben nicht klar herauslesen: Vermietung an die Tochter ist keine Option?

Ist grundsätzlich natürlich eine Möglichkeit aber wer kümmert sich um die Instandhaltung des Hauses? Die Tochter möchte gerne in 5-8 Jahren das Haus abreißen und Neubauen.
Haus Anfang 60er, Ölheizung, ungedämmte Rollädenkästen, Heizkörper nachträglich eingebaut, eine Steckdose pro Zimmer, schlecht geschnitten, etc.
In der Straße haben wohl andere die Häuser aus dieser Zeit renoviert und alle im Nachhinein gesagt, abreißen und neubauen wäre die klügere Idee gewesen.

 

Wenn jetzt in 5 Jahren am Dach was ist dann wird es lästig. Dann müsste der Vater das instandsetzen, die Tochter will es aber eigentlich 2 Jahre später wegreißen etc. aber ihr gehört ja auch das Grundstück noch nicht etc. pp.

Wenn es dann irgendwo anders ein Grundstück gibt wird ggf. da gebaut, dann hat der Vater das Haus, was er eigentlich gar nicht braucht und nicht haben wollte an der Backe. Das Interesse an fremden Mietern mit denen man sich in so einem alten Haus dann rumschlagen müsste ist gering.

Und noch ein letztes Mal zu den Familienstreitigkeiten. Nach dieser Argumentation dürfte niemand an wen anders innerhalb der Familie verkaufen, denn das Argument "das war damals zu günstig" kann immer kommen.

Es geht ganz konkret darum:
Vater und Kinder einigen sich auf einen Kaufpreis, alle sind damit zufrieden. Vater fragt ob jemand von den Kindern das Haus kaufen möchte. Nur die Tochter möchte es kaufen. Natürlich fließen die Bankzinsen in den Kaufpreis ein, spricht die Tochter ist nur bereit für Betrag X zu kaufen da ja noch die Zinsen in Höhe von Y für sie dazukommen. Das wäre am Markt für jeden andern Käufer auch so.
Jetzt könnte der Vater aber X+Z bekommen (Z<Y) wenn es ein Modell gibt, bei dem Tochter Y nicht bezahlen muss. Eine erste Idee war die Streckung der Beiträge, da das Geld derzeit vom Vater überhaupt nicht gebraucht wird (er verdient sehr gut, Gehalt fällt aufgrund erster Lebenshälfte in 10 Jahren zur Rente dann stark ab).
DAs wäre für alle ein Gewinn. Tochter spart Y-Z, Vater erhält Z mehr und Geschwister waren auch alle mit Kaufpreis von X einverstanden.

Am Ende kann immer irgendwer sich über Kram von vor 10 Jahren beschweren "Aber damals zur Hochzeit habt ihr beim Bruder mehr dazugegeben, weil der schicker gefeiert hat", "Aber der anderen Schwester habt ihr damals das Auto bezahlt", "Ich habe keinen Thermomix bekommen obwohl der weniger kostet" blablabla. Aber darum geht es nicht.


 

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