vani1986 Juni 5, 2025 Danke für die Einschätzung. Wie gesagt, ich hätte das auch nicht hinterfragt wenn die Frage hier nicht aufgekommen wäre. Die Zinsen in der Anlage liegen beim TG aktuell, wenn man den Aktionszins der ING außer acht lässt erstmal auch bei 1,5 %, allerdings brutto. Von daher werden wir denke ich auf dem Weg der max. Tilgung erstmal bleiben, Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Juni 5, 2025 · bearbeitet Juni 6, 2025 von stagflation Selbst wenn der Aktionszins der ING etwas höher wäre, wäre die Tilgung wahrscheinlich sinnvoll. Bei dem Vergleich zwischen Kreditzins und Anlagezins muss man nicht nur Aufwand, Kosten und Steuern einrechnen, sondern auch das Risiko. Den Kredit muss man auf jeden Fall zurückzahlen. Wenn man Geld anlegt, kann es Probleme, Ausfälle und Verzögerungen geben. Also unterschiedliches Risiko. Ein kurioses Beispiel: bei der Währungsreform 1948 wurden Schulden und Guthaben unterschiedlich umgerechnet. Schulden 10:1, Bargeld und Guthaben 15:1. Schlecht für Privatanleger, die gleichzeitig Schulden und Guthaben hatten. Damit sich Zinsdifferenzgeschäfte für Privatanleger lohnen, braucht man einen Puffer. Bei einer risikoarmen Anlage sollte die Zinsdifferenz nach Kosten und Steuern mindestens 1-2% betragen. Wenn man mit Risiko anlegt (z.B. in Aktien), sollte die Zinsdifferenz noch viel höher sein. Viele Banken und Teile der Finanzbranche leben von Zinsdifferenzgeschäften. Sie können Risiken gut bewerten und mit ihnen rechnen. Außerdem arbeiten sie mit Fremdkapital, so dass sie auch kleine Zinsdifferenzen nutzen können, um ordentliche Gewinne zu erzielen. Für viele Privatanleger sind Zinsdifferenzgeschäfte fast undurchschaubar. Sie verstehen nicht, was Risiko ist, wie man es quantifiziert und wie man damit rechnet. Also sollten sie Zinsdifferenzgeschäfte besser lassen! Deshalb gelten die Faustregeln: nach Möglichkeit schnell sondertilgen. Nicht gleichzeitig sparen und Kredit aufnehmen bzw. abbezahlen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 Juni 6, 2025 · bearbeitet Juni 6, 2025 von Fondsanleger1966 Am 5.6.2025 um 09:30 von vani1986: Bezüglich der aktuellen Finanzzahlen / Haushaltsplanung sind die aktuellen Zahlen (nicht die Schätzung was wir im Alter benötigen) eigentlich sehr verlässlich. Wie gesagt, wird zum einen Buch geführt und zum anderen gibt es tatsächlich auch eine Excel (wenn auch keine schöne :-D ). Das ist natürlich sehr gut. Ich meinte aber die Ausgaben, die nicht jährlich, sondern seltener anfallen: Am 5.6.2025 um 07:28 von Fondsanleger1966: für Anschaffungen/Ersatzbedarf (Autos, Haushaltsgeräte, Computer, TV, Handys, Zweiräder usw., also sozusagen die Afa für mehrjährige Ausgaben/Investitionen). Bei einem Frugalisten ohne Auto in der Großstadt belaufen sich diese vielleicht nur auf 100 Euro/Monat, bei einer Familie mit 2 Autos im Eigenheim auf dem Land reichen möglicherweise 600 Euro/Monat nicht aus. Die Differenz von 500 Euro/Monat summiert sich bis zum regulären Rentenbeginn Deines Mannes in 24 Jahren auf 144.000 Euro auf. Das ist ziemlich viel Geld und kann in den Abwägungsfragen, die Du stellst, den entscheidenden Unterschied machen. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr auch für diesen Bereich Daten ermittelt. Das geht eigentlich auch recht schnell. 10 Minuten lang in ein Excel-Tabellenblatt in die 1. Spalte alle Anschaffungen eintippen, die seltener als jährlich erfolgt sind (jede in eine eigene Zelle). Einige relevante Beispiele hatte ich oben im Zitat schon genannt. Wenn wieder Zeit ist, in die 2. Spalte den Anschaffungswert in Euro eingeben und in die 3. Spalte die geplante Nutzungsdauer in Jahren. Excel über eine Formel in der 4. + 5. Spalte die lineare Afa/Abschreibung pro Monat bzw. pro Jahr automatisch ausrechnen lassen und das am Ende der Tabelle aufsummieren lassen. Hilfreich ist es, wenn man bei Neuanschaffungen in der 6. Spalte das Kaufdatum und in der Spalte daneben den Betrag festhält. Ebenso, wenn man alte Kaufabrechnungen findet. Weitere Käufe einfach zusätzlich hinzufügen. Im Laufe der Zeit erhält man so eine immer bessere Datenqualität auch zur Nutzungsdauer, wovon man bei der Kalkulation des (vorgezogenen) Ruhestandes profitiert. Erfahrungsgemäß vergisst man einige Anschaffungen. Diese kann man aber jederzeit einfach in die Excel-Tabelle nachtragen, wenn man sie z.B. in Haus oder Garage gesehen hat. Punkt 2: Bei der Instandhaltungsrücklage hast Du die niedrigste Faustformel verwendet, die es für sie gibt. Andere Schätzverfahren kommen bei Euch vermutlich auf den doppelte Wert oder noch etwas höher. Dazu bräuchte man ein paar Angaben zu Eurer Immobilie: Einfamilienhaus? Höhe der Baukosten ohne Grundstück und ohne Erwerbsnebenkosten? Stadt oder Land? Günstige oder teure Region? Beide Kostenblöcke erhöhen Euren nachhaltigen Finanzbedarf deutlich über die bisher genannten 3.550 Euro/Monat hinaus. Als drittes kommen noch die Ausbildungs-/Studienkosten des Kindes hinzu. Habt Ihr da schon mal gerechnet oder Vorstellungen dazu? Das vierte sind dann noch die Einzahlungen für die Altersvorsorge bzw. den vorgezogenen Ruhestand. Am 5.6.2025 um 09:30 von vani1986: Die Immobilienfinanzierung könnte man tatsächlich im schlimmsten Fall auch nochmal um ca. 600 € reduzieren was zumindest im Ernstfall etwas Druck raus holt (auch wenn sich natürlich die Schulden dann nach hinten schieben). Das wäre natürlich eine erhebliche Entlastung in einer schwierigen Situation. Aber - wie Du schon schriebst - verschiebt das das Problem nach hinten. Bisher würde bei einer Tilgung in 8-10 Jahren die Immorate fast genau dann wegfallen, wenn das Kind voraussichtlich sein Abitur gemacht, so dass die Ausbildungsfinanzierung leichter fallen würde. Verlängert sich die Immofinanzierung hingegen, müsste man schauen, woraus ansonsten die Ausbildung finanziert werden kann. Dafür wäre jetzt eine Vermögensübersicht wie in #109 vorgeschlagen hilfreich, um zu sehen, ob es aus dem Vermögen finanziert werden kann. Und eine große Excel-Tabelle mit den Einnahmen, dem Finanzbedarf und dem Saldo jedes Jahres bis 2049 würde helfen zu ermitteln, ob die Jahre nach dem Ende von Ausbildung und Immofinanzierung ausreichen, um die Töpfe wieder aufzufüllen. Ohne solche Hilfen wird eine Finanzplanung über lange Zeiträume schwierig. Unser Gehirn ist evolutionsbedingt nicht dafür gemacht. Am 4.6.2025 um 08:57 von vani1986: Die 3000 € waren das Maximum was ohne ärztliche Untersuchung ging. Die Versicherung wurde tatsächlich auch erst dieses Jahr abgeschlossen, ist also ganz frisch. Die LV1871 versichert 60 % des Bruttogrundgehalts. Das liegt bei meinem Mann bei ca. 72K. Der Rest sind diverse Zulagen die es immer gibt, aber eben nicht als Grundgehalt zählen. Das wären also max. 3600 €, allerdings verrechnet die LV1871 weitere Ansprüche. Mit den 500 € bei der Debeka wären also max. 3100 € möglich. Für diese 100 € mehr wäre dann aber eine ärztliche Untersuchung notwendig. Daher nur 3000 €. Das ist das typische Problem, wenn man Verträge wie hier die neue SBU-Police abschließt, ohne zuvor belastbare Daten erhoben zu haben: Man kauft dann ggf. etwas, was nicht zur eigenen, individuellen Situation passt. Dabei lässt sich einfach und schnell errechnen, dass es nicht passen kann: 4.550 Euro Nettoeinkommen Deines Mannes x 60 % = 2.670 Euro + 1.000 Euro von Dir = 3.670 Euro/Monat. Das liegt unter Eurem nachhaltigem Finanzbedarf (vermutlich selbst für den Fall, dass dieser bei BU vielleicht etwas reduziert werden kann) und es fehlen hier noch die Beiträge für den Ausgleich der wegfallenden Altersvorsorge und die Ausbildungskosten des Kindes. Das als Argument dafür, lieber langsamer, aber dafür solide und handwerklich sauber vorzugehen. Schließlich gibt es auch Policenanbieter, die eine BU höher versichern. Diese wären vielleicht passender für Eure Situation gewesen. Am 5.6.2025 um 09:30 von vani1986: Die Höhe der BU wird sich wahrscheinlich allerdings auch nicht wirklich "schnell" ändern lassen. Wie gesagt, die 3000 € waren das max. was ohne ärztlich Prüfung ging (er ist ja auch nicht mehr der Jüngste :-D ). Und selbst mit Prüfung wären zusammen mit dem Debekavertrag "nur" 3100 € möglich gewesen. Hier muss man denke ich ggf. noch die jährliche Erhöhung etwas abwarten. In dem LV1871 Vertrag mit 5 % Dynamik (was wie du sagst ja den Beitrag betrifft) ist laut Hochrechnung allerdings auch eine Steigerung der Leistung von 4,9x % ausgewiesen. Erkundigt Euch doch mal bei dem Makler, wie die LV 1871 für die Höchstgrenze bei der BU-Rente genau rechnet. Vielleicht lässt sich die Debeka-Beitragsfreistellung noch ohne schädliche Folgen zurücknehmen, so dass man 1.) die weiteren 100 Euro (also die 3.500 bis 3.600 Euro) über die Debeka noch nutzen kann und 2.) die bei der Debeka vermutlich inkludierte Beitragsbefreiung bei BU verwenden kann. Diese erhöht die faktische BU-Leistung um den bisher zu zahlenden Beitrag für die Debeka-Police (wie hoch war der zuletzt?) und wird m.W.n. nicht auf die Höchstgrenze bei der BU-Rente angerechnet. Wenn eine Reaktivierung der Debeka-BUZ nicht möglich oder wg. der LV-1871-Anrechnung nicht sinnvoll ist, bleiben z.B. die Lösungen, die @Caveman8 in #21 aufgeführt hat (es gibt noch ein paar weitere Produkte in dieser Art): Besonders die hohe Leistungsdynamik bei der Allianz finde ich sehr interessant. Allerdings solltet Ihr m.M.n. erst einmal Daten sammeln, rechnen und kalkulieren, bevor Ihr etwas Neues abschließt. Zudem habt Ihr aus meiner Sicht eine möglicherweise noch viel größere Baustelle: die geringen Versicherungsleistungen im Falle des Ablebens Deines Mannes. Bezogen auf den aktuellen Wert seines Humankapitals (4.550 Euro/Monat x 12 Monate x 24 Jahre = ca. 1,3 Millionen Euro) sind nur 17% davon über (zusätzliche) Todesfallleistungen (=225.000 Euro) abgesichert - also viel weniger als die knapp 60% bei der BU ohne EMR. Das würde ich als erstes angehen. Wenn Ihr alle Daten zum nachhaltigen Finanzbedarf zusammengestellt habt, müsste sich daraus relativ leicht ein nachhaltiger Finanzbedarf für diese Situation ableiten lassen. Gutes Gelingen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 Juni 6, 2025 Für das meiste von der genannte ist natürlich auch der Notgroschen vorgesehen, bis auf das Auto. Hier "gönnen" wir uns aktuell 2 "neue" Autos, auch wenn sicher 1 altes Auto reichen würde da beide Arbeitsstätten fußläufig erreichbar sind. Bei der Immobilie handelt es sich um ein "kleines" (113m²) Einfamilienhaus auf dem Land. Kosten sind hier relativ moderat. Baukosten lagen damals bei ca. 240.000 €. Was der Nachwuchs später mal machen will wird sich noch zeigen. Hier haben weder wir noch er bisher Vorstellungen. Die von dir angesprochene Vermögensübersicht wollte ich nochmal angehen wenn von der Debeka eine Rückmeldung da ist bzgl. Rechnungszins. Hier ändern sich je nach Reaktion sicher dann auch noch die Zahlen. Bzgl. der BU gibt es zwar auch Anbieter die höher Versichern, aber diese hatten bei meinem Mann entweder kein Votum oder nur eins mit Ausschlüssen gegeben. Die LV1871 war die in dem Moment beste Möglichkeit. Den Rest schauen wir uns dann nochmal an, allerdings kann es denke ich parallel ja nicht schaden die bestehenden Verträge zu prüfen (wenn die Debeka reagiert hat). Denn wenn z.B. der Riester Vertrag "Müll" ist, dann ist der ja auch Müll wenn mein Mann stirbt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ungeheuer Dezember 26, 2025 @vani1986 Würde mich hier über ein Update deinerseits freuen. Wie hat die Debeka bzgl. Anfrage nach Garantiezins reagiert? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 Dezember 27, 2025 Hallo, erstmal sorry das ich mich so lange nicht mehr hier gemeldet habe. Wie so oft kommen immer wieder andere Baustellen auf und schon bleibt wieder etwas liegen. Zum Stand Debeka: Die Debeka hat unsere "Forderung" wie zu erwarten mit Verweis auf diverse Urteile abgelehnt. Wir haben das Ganze danach an einen Anwalt übergeben. Nachdem der Anwalt mit der Debeka in Kontakt getreten ist hat die Debeka diesem auch 5 Seiten an Urteilen geschickt nur um am Ende dann einzulenken. Man wolle "im Sinne der Kunden und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" das Ganze "im Einzelfall" nun doch so aktzeptieren. D.h. die Debeka garantiert uns für alle 3 Verträge den ursprünglichen Zins und die alte Sterbetafel. Das Ganze auch für alle zukünftigen Erhöhungen. Konkret wurden bei meiner LV daher Beiträge zurückerstattet die aufgrund der höheren Zinsen zuviel gezahlt wurden. Bei meiner Riester kam diese Woche ein neuer Versicherungsschein aus dem eine höhere Rente hervor geht. Wir warten nun noch auf die neuen Unterlagen vom stillgelegten Vertrag meines Mannes. Laut Anwalt können die Nachträge bei der Debeka leider immer etwas dauern. Aber ich denke mal das ist schonmal ein sehr guter Erfolg. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fgk Dezember 27, 2025 · bearbeitet Dezember 27, 2025 von fgk Ja, das hat sich gelohnt. Glückwunsch. Hat die Debeka auch das Anwaltshonorar übernommen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 Dezember 27, 2025 Danke. Die Debeka wird einen Großteil der Anwaltskosten tragen. Die Debeka sieht den Streitwert anders. Über die kompletten Kosten gab es aber auch eine Deckungszusage der (Debeka) Rechtsschutzversicherung. Es wird also drauf hinauslaufen das der Großteil von der Debeka (Lebensversicherung) übernommen wird. Der Rest wird von der (Debeka) Rechtsschutzversicherung abzgl. Selbstbeteiligung gezahtl. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Dezember 27, 2025 · bearbeitet Dezember 27, 2025 von stagflation Wer bezahlt das letztendlich? Die Debeka (aus den Verwaltungskosten)? Die anderen Versicherten (für die jetzt weniger im Topf ist)? Ihr selbst (weil es später weniger Überschüsse gibt)? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 Dezember 27, 2025 Das ist eine gute Frage. Natürlich muss jemand die Kosten tragen und das wird sicher nicht die Debeka sein. Ich vermute das die Debeka dort auch ein wenig "zockt" und auf die setzt die nach der Ablehnung sich scheuen einen Anwalt zu nehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 5. Januar Ich wünsche erstmal allen ein frohes neues Jahr. Leider bin ich in der letzten Zeit selten dazu gekommen hier rein zu schauen. Ich möchte nun aber das Ganze nochmal weiter verfolgen. Wie weiter oben schon geschrieben hat uns die Debeka die ursprünglichen Garantiezinsen nun auch für alle Beiträge, und auch alle Erhöhungen, zugesichert. Der damit beauftragte Anwalt würde aktuell auch keinen der Verträge kündigen da die Debeka aktuell ja hohe Stornoabzüge macht und hier der Ausgang noch ungewiss ist. Aktuell liegt das Thema ja beim BGH. Von daher sähe mein Plan aktuell wie folgt aus: -------- Meine Riesterversicherung welche nun mit 2,75 % Garantiezins läuft würde ich auf das Maximum (abzgl. Zulagen) erhöhen, was ja ein Eigenbeitrag von 1625 € / Jahr wären. Wenn die Rechner die ich gefunden haben stimmen würde dies zusätzlich ca. 250 € Steuerersparnis im Jahr bringen. Außerdem würde damit ja auch das Langleberisiko von mir etwas abgefedert. Bei meiner steuerfreien Lebensversicherung (mit BU) würden wir zukünftig aufgrund der zugesicherten 2,75 % auch wieder die Dynamiken mitnehmen. Die beitragsfreie Debeka Versicherung meines Mannes würden wir mindestens mal bis zum BGH Urteil beitragsfrei lassen. Hier hat die Debeka auch die ursprünglichen 2,25 % zugesichert. Somit ergeben sich aktuell folgende Stände bei den Versicherungen: Württembergische (steuerfrei): 7.694,80 € Meine Debeka (steuerfrei): 16.775,00 € Mein Mann Debeka: 18.681,00 € Mein Mann VL: 2656 € Meine VL: 1328 € Würde also aktuell ein Guthaben im "sicheren" Teil von 47134,80 € machen. Dazu käme dann noch die Riesterrente. Sieht jemand hier Punkte die dagegen sprechen würden, abgesehen von den berechtigten Punkten die @Fondsanleger1966 schon genannt hat und die man auch angehen sollte. Von meinem Gefühl her wäre das doch eigentlich erstmal eine solide Basis für den Risikoarmen Teil. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ungeheuer 5. Januar Ich habe diesen Thread jetzt auch mal zum Anlass genommen und die Debeka kontaktiert - konkret mit der Frage, mit welchem Garantiezins meine Kapital-LV (abgeschlossen 1998, also theoretisch 4% Garantiezins) und die Dynamik-Erhöhungen aktuell verzinst werden. Ich habe in sämtlicher Kommunikation keine anderslautende Regelung feststellen können, aber es kann ja nicht schaden, hier nochmal explizit was schwarz auf weiß zu bekommen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 5. Januar · bearbeitet 5. Januar von satgar vor 3 Stunden von vani1986: Von meinem Gefühl her wäre das doch eigentlich erstmal eine solide Basis für den Risikoarmen Teil. Sehe ich auch so! Jetzt müsst ihr für euch eine passende Ausrichtung nach risikoreich und risikoarm entwickeln. Bedenkt: auch die gesetzliche Rente ist risikoarm. Auch euer Notgroschen ist risikoarm. Das kommt alles noch da oben drauf. In der Ausrichtung RK1 (risikoarm) bis RK3 (risikoreich) gibts noch RK2. Das kann z.b. eine selbstgenutzte Immobilie sein. Deren Tilgungsleistung ist RK1, weil es eine sichere Rendite weil Zinsersparnis bringt. Wenn du das Gesamtvermögen auch mit Rentenansprüchen mal so überschlägst: wie viel ist risikoarm, wie viel risikoreich? Meiner Meinung nach, ohne jetzt alle Seiten wieder gelesen zu haben, müsste eigentlich alles an freien Sparbeiträgen in RK3 wie in einen Vanguard FTSE All World, weil die gesamte Asset Allocation sehr risikoarm ist. Aber korrigier mich gerne, wenn ich das falsch verstanden habe. Sondertilgungen alias RK1 Ersparnis kann man natürlich auch machen, je nachdem, welchen Kreditzins man hier hat und welche Zinsbindung noch vorliegt. Es ist aber auch wieder risikoarm Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 5. Januar Genau. Aktuell ist unser RK3 etwas dünn da wir erst begonnen haben. Das wollen wir nun auch ausbauen. Bzgl. der Rentenansprüche. Da tue ich mir aktuell schwer die ins Gesamtvermögen zu rechnen. Wie sollte man die betrachten ? Wie aktuellen Verträge haben ja jetzt einen Stand X Die Rentenansprüche aus der GRV kann ich so ja nicht in "Vermögen" packen, oder gibt es da eine Faustformel z.B. anhand der aktuellen Rentenpunkte ? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fgk 5. Januar Zum Vergleich kann man die gesammelten Rentenpunkte mit dem aktuellen Preis (€9.392) eines Rentenpunktes multiplizieren und erhält damit dann die Kapitalisierung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 5. Januar vor 1 Minute von fgk: Zum Vergleich kann man die gesammelten Rentenpunkte mit dem aktuellen Preis (€9.392) eines Rentenpunktes multiplizieren und erhält damit dann die Kapitalisierung. Genau. Ich mache das auch stark vereinfacht und nehme einfach die renteneinzahlungen von AG und AN, die man auf der Rückseite der jährlichen Mitteilung findet. Man wird auch immer zu anderen Ergebnissen kommen. Den Barwert berechnen und sowas abzinsen wäre am genausten, aber das ganze Umlagesystem ist nicht super „genau“. Von daher, reicht es auch einfach ziemlich grob. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fgk 5. Januar Ich finde das schon recht genau, da der aktuelle Preis ja bereits abgezinst ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 5. Januar vor 2 Minuten von fgk: Ich finde das schon recht genau, da der aktuelle Preis ja bereits abgezinst ist. Sollte auch keine Kritik an deiner Variante sein Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 5. Januar OK. Bei meinem Mann wären das dann bis 31.12.2024 (für 2025 hab ich noch keine Renteninformation) 23,4 Rentenpunkte. Bei mir wären es bis 31.12.2024 dann 12 Rentenpunkte. Wenn man das Kapital dann noch ergänzt: Württembergische (steuerfrei): 7.694,80 € Meine Debeka (steuerfrei): 16.775,00 € Mein Mann Debeka: 18.681,00 € Mein Mann VL: 2656 € Meine VL: 1328 € GRV Mann: 219772,80 € Meine GRV: 112704 € Das würde das RK1 Kapital ja nochmal immens erhöhen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 5. Januar · bearbeitet 5. Januar von satgar vor 9 Minuten von vani1986: Das würde das RK1 Kapital ja nochmal immens erhöhen. Absolut. Da sieht man dann einfach mal, in seiner persönlichen Vermögensbilanz, wie man so aufgestellt ist. Und viele deutsche sind dann auch nur in Bausparverträgen, verzinsten Lebensversicherungen und Tagesgeld investiert, und wundern sich dann, warum sie nicht vermögender werden. All das in RK1 schlägt in vielen Fällen die Inflation nicht, oder nur so gerade eben. Und das ist halt einfach zu wenig. Es ist sicherlich gut und richtig, auch RK1 zu besitzen. Aber dazu muss dann auch eine starke Anlage in RK3 gesetzt werden, um PS auf die Straße zu bringen. Wenn man dann noch Beispiele von Beamten sieht, die noch deutlich höhere Pensionsansprüche haben als GRV Rentner, dann rechnen sich diese Personen oft selbst arm, weil sie das dortige Geld und deren Ansprüche aber nicht mitberücksichtigen. Das hat dann auch Folgen für die persönlichen anlageentscheidungen. Weil wenn man vorher dachte, man sei mit 90% Aktienanteil schon „gut dabei“, stellt man unter Berücksichtigung aller Vermögensanteile und Ansprüche plötzlich fest, dass es all over nur 40% Aktienanlage über das Gesamtvermögen sind. Das heißt: nur bei der Betrachtung aller Vermögensgegenstände und Ansprüche lässt sich passgenau beziffern, wie man gerade nach dem Modell von risikoreich/risikoarm aufgestellt ist. Du hattest auf Seite 1 in Punkt 3.4 übrigens noch 25k in Tagesgeld genannt. Bei dir und euch ist der Groschen ja schon gefallen. Es muss nun darum gehen, viel mehr RK3 aufzubauen. Dazu dürfte man sogar komplett das TG benutzen, wenn man wollte. Wobei das natürlich NICHT den Notgroschen betreffen darf. Oder man setzt weiter stark auf Sicherheit und zahlt die Immo ab. Das ist letztlich ein Zinsdifferenzgeschäft zwischen der positiven Anlagerendite eurer Anlagen und dem negativen Darlehenszins. Es gibt im Forum einige, die bei Kreditzinsen von um die 1% keine Sondertilgungen machen, sondern lieber RK3 besparen. Bei 4% Darlehenszins, würde man sowas nicht machen. Wo aber die magische Grenze ist, wo man das eine oder andere macht, da gibt es keine allgemeingültige Regel zu. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 5. Januar Das ist korrekt (mit dem TG). Da dies ja aber als Notgroschen und aktuell im Aufbau als Investitionsrücklage dient habe ich das bewusst rausgelassen. Ist zwar RK1 aber der Notgroschen ist eben der "Not"groschen der zur Not auch weg ist. :-D Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 5. Januar vor 3 Minuten von vani1986: Das ist korrekt (mit dem TG). Da dies ja aber als Notgroschen und aktuell im Aufbau als Investitionsrücklage dient habe ich das bewusst rausgelassen. Ist zwar RK1 aber der Notgroschen ist eben der "Not"groschen der zur Not auch weg ist. :-D Dann natürlich behalten und zu 2% irgendwo verzinsen lassen. Da also ein gutes TG Konto benutzen. Wenn nach allen Anpassungen bei RK1 (Veränderung von Sparraten z.B.) immer noch 2000€ mtl sparrate übrig bleiben, würde ich die fortan voll in den Vanguard FTSE All World oder Spdr ACWI IMI packen. Es gäbe zwei Möglichkeiten: ein Gemeinschaftsdepot, oder eins auf jeden eurer Namen einzeln. Ehrlicherweise müsste man sagen: Du hast laut der Vermögensaufstellung viel weniger Vermögen als dein Mann. Das habe ich im ersten Kommentar auf Seite 1 schon genannt. Meiner Meinung nach müsstest du ein Einzeldepot bekommen mit weit mehr Sparleistung, als dein Mann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 5. Januar Das TG liegt aktuell bei 2,3 Prozent. Depot ist ja bereits vorhanden. Wir haben ein Gemeinschaftsdepot mit Sparplan auf den Vanguard. Dieser wurde bisher nur leider recht mager bespart. Das wollen wir jetzt aber auch endlich ändern. So wie ich es bisher sehe wird sich unsere Sparrate in RK1 lediglich um ca. 100 € beim Riester erhöhen damit wir dort den max. Beitrag zahlen. Die anderen Verträge sind stillgelegt, bzw. bei meinem Debekavertrag ist die nächste Dynamik 2027 erst wieder. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 5. Januar · bearbeitet 5. Januar von satgar vor 4 Minuten von vani1986: Das TG liegt aktuell bei 2,3 Prozent. Depot ist ja bereits vorhanden. Wir haben ein Gemeinschaftsdepot mit Sparplan auf den Vanguard. Dieser wurde bisher nur leider recht mager bespart. Das wollen wir jetzt aber auch endlich ändern. So wie ich es bisher sehe wird sich unsere Sparrate in RK1 lediglich um ca. 100 € beim Riester erhöhen damit wir dort den max. Beitrag zahlen. Die anderen Verträge sind stillgelegt, bzw. bei meinem Debekavertrag ist die nächste Dynamik 2027 erst wieder. Klingt nach nem Plan. Gutes Gelingen. Tipp: übernehme alle Werte, die du ermittelt hast, in eine Excelliste und führe sie jährlich weiter. Dann siehst du eine tolle Entwicklung eures Vermögens. Auf die aktiv Seite gehört auch der Wert eures Hauses, auf die Passivseite die noch vorhandene Restschuld. Das Endergebnis ist quasi euer Nettovermögen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vani1986 5. Januar Danke. Ja, an so einer Liste arbeite ich bereits. Man tut sich halt schwer diese Werte festzulegen. Restschuld ist ja einfach. Aber der Hauswert z.B. empfinde ich als enorm schwierig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag