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River36

Finanzielle Situation und Zukunft

Empfohlene Beiträge

River36
vor 42 Minuten von Sapine:

Klar sollt ihr Euch was leisten, gerade weil ihr etwas nachzuholen habt. Behaltet dennoch die Ausgaben im Blick. Für die günstige Miete und die Höhe des Einkommens ist Eure Sparleistung zweifellos überschaubar um nicht zu sagen bescheiden. Nimm an, Eure Wohnung wird mit Eigenbedarf gekündigt, was bleibt dann noch übrig? Ich empfehle künftige Gehaltssteigerungen zumindest hälftig in die Sparrate zu stecken, damit da etwas mehr Fleisch an den Knochen kommt. 

Es geht um meine Sparrate. Ich glaube es ging nicht klar aus den Posts hervor.  Also 42% finde ich jetzt nicht so bescheiden. Meine Frau ist jetzt erst ins Arbeitsleben eingetreten. Klar, wird sie sich am Anfang bestimmt was gönnen und dann auch ordentlich sparen können. Aber ich glaube sie macht sich gerade weniger Sorgen um Ruhestand als ich. Sie wird ja auch eine entsprechende Pension erhalten und muss vielleicht auch gar nicht in der Form privat vorsorgen.

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Sapine

42 % von Deinem Netto sind 1500 Euro? Oder von welcher Basis rechnest Du?

 

Vielleicht ist es Dir nicht klar, aber Du bist fast vierzig und vielleicht hast Du nur noch 15 Jahre Arbeitsleben vor Dir. Die Beschäftigung in einem Konzern schützt Dich vor rein gar nichts. Mein Nachbar wurde mit Anfang 50 "freigesetzt" bei einem respektablen DAX Konzern und hat nie wieder Fuß gefasst. 

 

Ansonsten hattest Du geschrieben, dass Deine Frau kurz vor der Verbeamtung steht oder zumindest hatte ich es so verstanden, dass sie schon ein paar Jahre bezahlte Berufserfahrung (Referandariat + Probezeit) hinter sich hat. 

 

Nix für ungut - und viel Erfolg!

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River36

Danke dir.

Ich geh von ca. 5000€/ monatlich aus, die ich monatlich zur Verfügung habe.

Wie gesagt, ich finde nicht, dass aktuell 2100 Sparrate für mich zu wenig sind. Und ja, ich werde dennoch alle zukünftigen Steigerungen in diesen Topf werfen.

 

Und ich gehe auch fest davon aus, dass ich mindestens bis ich 65 bin, arbeiten werde und will. Ich bin also jetzt gute 10 Jahre im Berufsleben und muss noch weitere 25! Jahre arbeiten. Wenn nicht in diesem Konzern, dann wo anders. Vielleicht dann nicht zu diesen super Konditionen, aber diese Sicherheit hat niemand.

Einzelfälle gibt es in jede Richtung. Sonst müsste ja jeder, der aktuell fast 40 ist, bedenken,  dass er nur noch 15 Jahre zu arbeiten hat. Das ist meist nicht so.

Zu meiner Frau habe ich nur gesagt, dass sie bald verbeamtet wird, wenn sie will. Das geht meist schon nach einem Jahr Berufserfahrung.

Davor wurde alles gerne querfinanziert wie der Kollege oben richtig sagt.

 

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bmi
Am 5.9.2025 um 08:16 von River36:

Deswegen würde ich gerne weiteren Invest in Kryptos vermeiden. 

Schlechter Take. Bitcoin zu meiden birgt ein größeres Risiko als Bitcoin zu besitzen. Lass die Finger von "Krypto"-Gezocke und mach dir Gedanken über eine Investition in Bitcoin, das Asset, das in den vergangenen 15 Jahren am häufigsten alle anderen in der Performance geschlagen hat.

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Theobuy
vor 19 Minuten von bmi:

Schlechter Take. Bitcoin zu meiden birgt ein größeres Risiko als Bitcoin zu besitzen. Lass die Finger von "Krypto"-Gezocke und mach dir Gedanken über eine Investition in Bitcoin, das Asset, das in den vergangenen 15 Jahren am häufigsten alle anderen in der Performance geschlagen hat.

Genau. Sonst kann nämlich niemand aus Bitcoin aussteigen, wenn es keiner mehr kauft. Oder auch: engagiert kann ich auch!

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River36
vor einer Stunde von bmi:

Schlechter Take. Bitcoin zu meiden birgt ein größeres Risiko als Bitcoin zu besitzen. Lass die Finger von "Krypto"-Gezocke und mach dir Gedanken über eine Investition in Bitcoin, das Asset, das in den vergangenen 15 Jahren am häufigsten alle anderen in der Performance geschlagen hat.

Nee, ich lasse das mit Krypto. Sollen andere mit Bitcoin reich werden. Ich komme da irgendwie blöd vor jetzt bei 100k in Bitcoin zu investieren, obwohl ich die Möglichkeit hatte bei 1k zu investieren. Aber ja klar, irgendwann wird er bei 1 M€, deswegen go for it. 

 

Ich habe mir jetzt auch mal meine Gedanken gemacht. Ich denke, so schlecht bin ich aufgestellt. Ich werde jetzt ein bisschen die ETF Rate erhöhen und weniger aufs TG wandern lassen. Den Puffer für evtl. ETW Kauf lass ich erst Mal unberührt. Entscheide dann, wenn es so weit ist. 

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River36

Gut, dass ich damals bei 100k nicht all in in Bitcoin bin;) scnr

 

Jetzt mal zurück zum Thema mit einem Update:

 

Ich habe mich Anfang des Jahres intensiver mit dem Thema Eigentumswohnung beschäftigt. Nach genauer Betrachtung der Preise und Nebenkosten hier in der Region bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass sich ein Kauf aktuell für mich nicht rechnet. Allein die nicht unerheblichen Kaufnebenkosten würden so viel Kapital binden, dass ich rein rechnerisch noch viele Jahre entspannt zur Miete wohnen kann.

Daher habe ich mein Geld auf dem Tagesgeldkonto – bis auf ca. 7.000 € Reserve – nahezu vollständig investiert. Der Großteil ging in den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ausschüttend), den ich zusätzlich mit 1.000 € monatlich bespare. Mehr lässt mein Broker im kostenlosen Sparplan aktuell leider nicht zu.

Ergänzend investiere ich weiterhin:

300 € monatlich in den HSBC MSCI World UCITS ETF (ebenfalls ausschüttend),

300 € in einen Defense-ETF,

sowie monatlich 600 € ins Tagesgeld (bei Trade Republic).

In Summe investiere ich derzeit rund 1.600 € von etwa 2.200 € monatlicher Sparleistung in Aktien-ETFs.

Mein Plan ist, die ausschüttenden Varianten so lange zu nutzen, bis der Sparer-Pauschbetrag (2.000 €) ausgeschöpft ist.

 

Meine Fragen an die Community:

Ist diese Verteilung langfristig sinnvoll oder würdet ihr stärker vereinfachen?

Ist es ein Fehler, wegen der 1.000 € Sparplangrenze zusätzlich einen zweiten Welt-ETF aufzubauen, obwohl ich eigentlich nur einen ETF halten möchte?

Wohin würdet ihr künftige Gehaltserhöhungen von 100–200 € monatlich lenken – mehr in ETFs oder eher bewusster konsumieren?

Wie gehen andere mit Sparplangrenzen um?

Mir ist bewusst, dass 1.000 € monatlich in einen ETF objektiv betrachtet keine „kleine“ Summe sind – aber wenn man langfristig denkt, relativiert sich das schnell.

Wenn ich das 25 Jahre konsequent durchhalte, dürfte ein ansehnliches Vermögen entstehen – insbesondere in Kombination mit der gesetzlichen Rente. Kinder werde ich voraussichtlich keine haben.

 

Und hier beginnt mein eigentlicher Gedankengang:

Ich bin aktuell knapp 40, sehr sportlich (ca. 15 Stunden Training pro Woche), achte auf meine Ernährung und trinke keinen Alkohol. Natürlich gibt es keine Garantie für Gesundheit – das Leben kann sich schnell ändern. Aber Stand heute bin ich leistungsfähig und aktiv.

Daher frage ich mich:

Wie fühlt es sich mit 60 oder 65 an?

Macht es dann noch „Spaß“, Vermögen aktiv auszugeben?

Oder sollte man bewusst früher mehr konsumieren, weil man Erfahrungen intensiver wahrnimmt?

Ich lese gerade Die with Zero, finde den Ansatz interessant, aber in der Realität bleibt vieles theoretisch.

Mich würden daher besonders Erfahrungen von Menschen interessieren, die heute 60 oder 70 sind:

Bereut ihr eher, zu wenig gespart oder zu wenig gelebt zu haben?

Würdet ihr rückblickend anders priorisieren?

Mir ist klar, dass jede Lebensbiografie anders verläuft und unvorhergesehene Ereignisse  (Arbeitslosigkeit, Krankheit) alles verändern können. Trotzdem interessiert mich eure Perspektive.

Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion.

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west263
vor 27 Minuten von River36:

den ich zusätzlich mit 1.000 € monatlich bespare. Mehr lässt mein Broker im kostenlosen Sparplan aktuell leider nicht zu.

die ING lässt aber mehrere Sparpläne auf den ETF zu.

Wenn Du also mehr als die 1k€ anlegen möchtest, mach einen zweiten Sparplan auf den gleichen ETF ;)

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leoluchs
· bearbeitet von leoluchs
Sentimentalität
Am 21.2.2026 um 12:30 von River36:

Mich würden daher besonders Erfahrungen von Menschen interessieren, die heute 60 oder 70 sind:

Bereut ihr eher, zu wenig gespart oder zu wenig gelebt zu haben?

Würdet ihr rückblickend anders priorisieren?

71,5 - und zu den Fragen:
Ich bereue weder das eine noch das andere und darf das für meine Frau auch bestätigen. Sparen haben wir nicht als Selbstzweck betrachtet, und wir haben weder "zu wenig gelebt", bevor wir uns mit dem Thema "Depotaufbau" beschäftigt haben, noch haben wir seitdem zu viel geknausert. Wir haben beide gern gearbeitet, viel erlebt, und haben Leben und Sparen nicht als Antagonismus erfahren.
Beim Neustart würde ich mir vornehmen, mich weniger oft zu verzetteln (Themenfonds (Defense!) -> Einzelaktien -> Stocks + ETF -> ETF) und früher Bogle, Kommer und Walz zu lesen. Das KISS-Akronym hätte ich stärker beherzigen sollen. Und um abschließend Edith Piaf zu variieren: On ne regrette rien.

 

Ergänzend und OT: Gerade ist mir wieder mal das Lied 711/2 zu Ohren gekommen, nun sind wir zahlenmäßg endlich kongruent :)).

 

 

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Sapine

67,5 und zu den Fragen:

Ich habe unterschiedliche Lebensphasen unterschiedlich empfunden. Gespart haben wir schon als Studenten aber natürlich in einer anderen Dimension. Gelebt haben wir trotzdem! Es gibt viele Aktivitäten, die nicht viel kosten und wir haben Fahrradurlaube mit Zelt geliebt und das sehr lange. Später kamen gemietete Wohnmobile dazu und gelegentlich auch mal Hotel oder Pension und sonst gerne gemeinsam Essen gehen. Wir hatten den Hauskauf bescheiden dimensioniert, was uns reichlich finanziellen Spielraum gab. Nach dem unerwartet frühen Tod meines Manns habe ich mit Mitte 50 das Arbeiten beendet und meine Zeit für Hobby und Reisen genutzt. Heute habe ich mir ein Budget verordnet, was ich ausgeben will und das was drüber hinaus übrig bleibt, spende ich.

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easyjo

im März 72, Geldvermögen 800.000 €. Die Renten und die Kapitalerträge sind für mich und meine Frau ausreichend. Wir wohnen im sanierten schuldenfreien Bungalow, hoffentlich noch lange. Leider haben wir keine Kinder. Wir betreiben keinen Geldverzehr sondern handhaben es so wie in den letzten 40 Jahren: wir geben das aus was wir einnehmen, damit sind wir zufrieden. Das Geldvermögen soll einfach eine Reserve sein falls es einen von uns doch "erwischt" (Pflegeheim, Gott behüte aber wer weiß). 

 

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Theobuy
vor 2 Stunden von River36:

Macht es dann noch „Spaß“, Vermögen aktiv auszugeben?

Eine Balance zu finden zwischen heutigem und zukünftigem Konsum ist wichtig, bin zwar noch nicht so alt wie @leoluchs, würde ihm aber absolut zustimmen. Meine Frau hilft beim Ausgeben gut mit und wir gleichen uns da aus, da mir Geld investieren mehr Spaß macht. Wenn in der Ansparphase so gar nichts verkonsumiert wird, dann kann man es sogar verlernen, so dass man auch in Zukunft nicht mehr damit anfängt. Hier im WPF gibt es ja immer mal wieder die Frage, wie Geld für ältere Herrschaften angelegt werden soll, die sich nichts mehr gönnen wollen oder können. Es gibt wohl auch Untersuchungen, dass disziplinierte Sparer im Alter ebenso diszipliniert mit wenig bis sehr wenig Geld auskommen und ihre Investments nicht anrühren mögen. Insofern würde ich immer von den Zielen ausgehen (gibt es vielleicht mehr also Immobilie?) und hier auch Hochrechnungen anstellen, ob deine Sparrate aktuell ausreicht oder eher nicht, um deine Ziele zu erreichen. Investition sollte immer Mittel zum Zweck sein!

vor 2 Stunden von River36:

300 € in einen Defense-ETF,

Sektorwette - kann gut gehen oder auch nicht. Regelmäßig sind Privatinvestoren zu spät dran, weil die Profis schon die zukünftigen Cashflows eingepreist haben. Das charmante an einem weltweit investierendem ETF ist, dass was sich innerhalb einzelner Branchen gut oder schlecht entwickelt nicht verglichen wird; man bekommt alles zusammen. Häufig vereinfacht dies das Dabeibleiben. Thematische ETF kann man aber natürlich machen. 

vor 2 Stunden von River36:

Mir ist bewusst, dass 1.000 € monatlich in einen ETF objektiv betrachtet keine „kleine“ Summe sind – aber wenn man langfristig denkt, relativiert sich das schnell.

Exakt. Du bist auf einem guten Weg. Kinder wären in jeder Hinsicht finanziell teuer und werden häufig als Armutsrisiko genannt. Bis die groß und selbständig sind, sind locker mehrere 100k€ aufgewendet.

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