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ImperatoM

Intellego Technologies (Schweden)

Empfohlene Beiträge

Alles Aktien

Und der CEO kauft davor noch dick eigene Aktien nach, das hat er sich wohl vom Kollegen Markus Braun abgeschaut... sehr viele Parallelen hier.

Schade für alle, die hier investiert sind/waren.

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Doomer
· bearbeitet von Doomer
Am 12.11.2025 um 09:40 von Doomer:

Als kleine Hochrisikoposition (0,4 % vom Depot) hab ich gestern mal bei 4,82 Euro eingekauft. 20 Minuten später gings auch direkt auf 3,51 Euro, war kein guter Start :dumb:

... und auch kein gutes Ende :dumb: Erstaunlich, dass der Laden dann doch so schnell implodierte. Die Position wird wohl nur noch zur Steueroptimierung gut sein

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ImperatoM

OMG, der Hammer ist wahrgeworden:

"Intellego Technologies’ CEO has been arrested on suspicion of gross fraud. Prosecutor at the Swedish Economic Crime Authority has ordered the seizure of SEK 100 million from the Company's cash reserves."

 

Damit ist es dann wohl wirklich ein zweites Wirecard geworden. Das ist schon hart.

Warum nur versaut der Lindahl nicht nur unsere Erträge und die Aktienkultur, warrum versaut er sich so dermaßen sein eigenes Leben? Der Mann ist Anfang 40. Ich kriegs nicht in den Kopf.

 

Es tut mir jeden Fall echt leid, dass ich selbst dran geglaubt habe und die Aktie hier vorgestellt habe :boxed:

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Kaffe
vor 17 Stunden von ImperatoM:

"Es tut mir jeden Fall echt leid, dass ich selbst dran geglaubt habe und die Aktie hier vorgestellt habe :boxed:"

Bitte keine Selbstzweifel. Ich finde es stark, dass du regelmäßig spannende, sonst weniger beachtete Aktien vorstellst und dein Vorgehen offenlegst. Genau davon lebt der Austausch hier.

Auch ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Unternehmen ehrlich berichten. Wenn das nicht mehr gilt, wird es schwierig – aber was kann man selbst tun?

  • Positionsgrößen begrenzen (Meine Position lag beim Einstieg bei nur ca. 0,5 % des Gesamtdepots, also alles im Rahmen.)
  • Teilgewinne früh sichern (ich habe die Aktie am 09.12.24 zu 3,66 EUR gekauft; am 11.11.25 für 4,81 EUR verkauft - Die Höchstkurse von 18–20 EUR im September habe ich zwar bestaunt, aber ohne Gewinne mitzunehmen – da wäre deutlich mehr drin gewesen.)
  • Zahlen eng monitoren und bei Warnzeichen raus (hier habe ich zu spät reagiert, Die Krisenkommunikation des Unternehmens war rückblickend schon unprofessionell.)

Ich fände es spannend, wenn wir versuchen würden, Red Flags bei der Berichterstattung zu definieren und aus diesem Fall zu lernen. Möchte aber deinen Thread nicht kapern – nur ein Vorschlag.

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Doomer

Wäre schön, wenn das Teil zumindest nochmal bei L&S handelbar wird, um den steuerlichen Verlust geltend zu machen - wird aber wohl nicht so kommen? kA. Da meine bei TR liegen, hab ich gar nicht so viel Lust die Sache mit dem Support regeln zu müssen (und keine Ausweichhandelsplätze)

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Stift
Zitat

Claes Lindahl has been relieved of his duties as CEO, and Board member Jacob Laurin has been appointed Acting CEO. The Board sees no basis for Lindahl’s return, regardless of the outcome of the ongoing legal proceedings. The process to recruit a permanent CEO has been initiated.

KPMG has been engaged to conduct a forensic investigation of the company’s accounting and capital market communications. Nasdaq has requested responses to a number of questions as by 5 December. The plan is for KPMG’s work to form the basis of Intellego’s response. The conclusions will be made public.

The Board is now working to meet the requirements of the Swedish Financial Supervisory Authority (Finansinspektionen) and Nasdaq to allow trading in Intellego shares to resume and we welcome the investigations into possible shortcomings.

Intellego Technologies intends to fulfill all of its obligations.

Earlier this autumn, the Board initiated a number of measures to strengthen key processes:

Within the scope of its audit assignment, the auditor appointed by the Annual General Meeting, Deloitte, has provided recommendations regarding accounting practices, which are now being implemented.

Henrik Resmark, with experience as CFO at several fast-growing smaller companies, will assume the role of COO and new CFO no later than 2 January 2026.

At the same time, an evaluation of Intellego’s strategy is ongoing. The company will provide regular updates to the capital market.

 

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Stift
Zitat

EBM vermutet nun auch schweren Betrug im Intellego-Skandal - SEK und EKN erstatten Anzeige

Die schwedische Wirtschaftsstrafermittlungsbehörde (Ekobrottsmyndigheten, EBM) verdächtigt nun auch schweren Betrug im Zusammenhang mit dem Intellego-Skandal, berichtet die Tageszeitung Dagens industri.

Der Zeitraum der mutmaßlichen Betrugsdelikte erstreckt sich vom 1. bis 25. November dieses Jahres und hat dazu geführt, dass zusätzlich mehr als 130 Millionen Kronen beschlagnahmt wurden. Insgesamt wurden damit nun mehr als 260 Millionen Kronen sichergestellt, wobei Staatsanwalt Thomas Hertz beim Amtsgericht beantragt hat, die Beschlagnahme des gesamten Betrags zu bestätigen.

Bereits zuvor bestanden Verdachtsmomente gegen den Intellego-Gründer und ehemaligen CEO Claes Lindahl wegen schweren Marktmissbrauchs, der den Zeitraum von Juli bis November dieses Jahres umfasst. Lindahl bestreitet die Vorwürfe.

Hertz erklärt gegenüber Di, dass es sich bei den beiden verschiedenen Verdachtsmomenten um unterschiedliche Vorgänge handele.

„Der Marktmissbrauch betrifft ausschließlich irreführende Aussagen, die Intellego gemacht hat und die den Aktienkurs beeinflusst haben. Die Betrugsdelikte beziehen sich auf Kontakte mit zwei externen Geschädigten, die dazu geführt haben, dass Intellego einen Vorteil erlangt hat“, so Hertz, ohne darauf einzugehen, wer konkret des schweren Betrugs verdächtigt wird.

In einer separaten Pressemitteilung von Svensk Exportkredit wird mitgeteilt, dass man gemeinsam mit der Exportkreditnämnden eine Strafanzeige gegen Intellego wegen des Verdachts auf Betrug eingereicht habe.

Aufgrund der Geheimhaltung im Ermittlungsverfahren kann Svensk Exportkredit keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall bekannt geben.

 

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Doomer
· bearbeitet von Doomer
Am 5.10.2025 um 17:34 von Doomer:

Sie haben gestern auch direkt noch eine Pressemitteilung über einen 22m Deal herausgehauen, der wohl zufällig kurz nach dem Short-Report zustande kam. Bei Intellego kommen gute Nachrichten ja meistens kurz nach Short-Reports oder kritischen Berichten zustande. Das Unternehmen soll aus Radebeul (nahe Dresden) sein. Kritikpunkte daran gibt es auch direkt wieder. 

War wohl doch nicht zufällig :dumb:

 

Von Freitag:

Zitat

Intellego Technologies [Intellego] announced in October 2025 that its subsidiary Yuvio Technologies [Yuvio] had received an order from MoveoMed GmbH [MoveoMed] valued at EUR 22 million for UV-C disinfection devices to be delivered during 2025. Today MoveoMed informed Intellego, that the order is cancelled.

As a result of the independent forensic investigation that KPMG is conducting in connection with the criminal suspicions directed against the company's former CEO, Intellego has received information that the terms of the order to Yuvio, including payment and delivery terms, were falsified.

https://intellego-technologies.com/mfn_news/intellego-announces-cancellation-of-moveomed-transaction/

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ChuckysEnkel

Mittlerweile gar nicht mehr handelbar? 

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Stift

Nasdaq Stockholm (“Nasdaq”) has today notified Intellego Technologies AB (“Intellego”) that it has decided to request that the Disciplinary Committee of Nasdaq Stockholm delist Intellego’s shares from the Nasdaq First North Growth Market. The Disciplinary Committee will now consider the matter.

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Doomer
· bearbeitet von Doomer

oh no, ich will den Müll doch nur zur Steuerreduzierung benutzen :-(

 

Aus den schon paar Tage älteren Press Releases noch:

Zitat

Intellego files a police report on former CEO

[...]

And, based on what we have seen so far, we believe it is fair to say that most and perhaps all our revenue transactions and cash flow in 2025 are suspect. This does not include our subsidiary Daro in the UK. We have similar concerns about 2024 and some transactions prior to 2024. 

[...]

With all that in mind, we know that our financial accounts must be restated for 2025 and very probably 2024 and perhaps further back. We have that work underway and our aim is to present our restated accounts with our Q4 report which is now moved up to February 20, so that shareholders will have this information prior to the extraordinary general meeting on February 23.

Zitat

Intellego Technologies invites members of the media to a press briefing regarding KPMG’s independent forensic investigation into the company’s accounting practices and capital markets communication.

Time: Friday, 30 January, 13:30

 

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Stift
· bearbeitet von Stift

Aus der heutigen Pressemitteilung:

Zitat

KPMG’s report from the independent investigation concludes that the reported revenues and the stated value of the orders under review do not reflect the actual underlying business. It also states that SEK 640 million of the cumulated net sales of approx. SEK 644 million reported in the first three quarters of 2025 should not have been recognized as revenue.

Zitat

It is evident that a collaboration exists between Intellego and the customers in question.
However, the overall conclusion is that these potential partnerships are forward-looking
and represent potential future revenue opportunities. Despite this, they have been
presented and reported as existing business rather than prospective business.

KPMGs-report-from-the-independent-investigation_2026-01-30.pdf

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Doomer
· bearbeitet von Doomer

Na immerhin, 380k Euro Umsatz waren tatsächlich da :lol:

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ImperatoM
· bearbeitet von ImperatoM

Es ist wirklich erschreckend, als wie unfähig sich hier sämtliche Kontrollorgane erwiesen haben. Dass sich aus diesem Kreis jetzt der neue Vorstand konstituiert, find ich höchst fragwürdig. Dabei dürfte es ihm nicht zuletzt ein Anliegen sein, weiterhin zu behaupten, dass diesen "Expertenbetrug" niemand der Bevollmächtigten erkennen konnte, um sich selbst zu entlasten. Als Aktionär ist es essentiell, sich auf den gesamten Vorstand, den Aufsichtsrat und den Wirtschaftsprüfer verlassen zu können - denn sie haben EInblick in Rechnungen und Verträge, sie können sehen, was wir als Aktionäre nicht sehen können.

 

Was bleibt ist neben verlorenem Geld auch ein Misstrauen in den Kapitalmarkt insgesamt. Eine Vorsicht, wenn sich Stories "zu gut" anhören. Was dann mit den wirklich guten Stories ist? Schwer zu sagen. Das Vertrauen in den Kapitalmarkt zu erschüttern, wird am Ende niemandem guttun. Und was den Lindahl geritten hat, um jetzt mitten im Leben jahrelang im Knast zu veschwinden... ich werd's nie verstehen.

 

Meines Erachtens sollte man jetzt die Reste zusammenkehren und seriöse Angaben entwickeln, welchen Wert Daro hat (zumindest die 80 Mio Kronen Umsatz waren ja anscheinend echt, auch wenn es im Vergleich nur Reste sind) - und welche der betrügerisch erfälschten Verträge man in welcher reduzierten Form man evtl. doch noch zu Umsatz machen kann. Der - dann deutlich kleinere - Restwert sollte wieder an der Börse gehandelt werden. Die gute Nachricht ist: Zumindest an diesen Puntken arbeitet der neue Vorstand laut Pressekonferenz tatsächlich auch. Die schlechte Nachricht ist: Echte Aufklärung kann nur unabhängig erfolgen - und hier sitzen jetzt Menschen am Steuer, denen mindestens Fahrlässigkeit vorzuwerfen sein könnte...

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oktavian
vor 3 Stunden von ImperatoM:

Als Aktionär ist es essentiell, sich auf den gesamten Vorstand, den Aufsichtsrat und den Wirtschaftsprüfer verlassen zu können - denn sie haben EInblick in Rechnungen und Verträge, sie können sehen, was wir als Aktionäre nicht sehen können.

Meines Wissens hat nur der Vorstand direkten Zugriff und der Rest bekommt es geliefert, was genau fehleranfällig ist. Als Aufsichtsrat kannst du da nicht eingehen und weltweit vor Ort Rechnungen einsehen.

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hattifnatt
vor 3 Stunden von ImperatoM:

Was bleibt ist neben verlorenem Geld auch ein Misstrauen in den Kapitalmarkt insgesamt. Eine Vorsicht, wenn sich Stories "zu gut" anhören.

Klingt nach einem zweiten "Wirecard" ... sowas kann offenbar immer und überall passieren.

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ImperatoM
Am 31.1.2026 um 19:46 von oktavian:

Meines Wissens hat nur der Vorstand direkten Zugriff und der Rest bekommt es geliefert, was genau fehleranfällig ist. Als Aufsichtsrat kannst du da nicht eingehen und weltweit vor Ort Rechnungen einsehen.

Na komm, was soll denn heißen, "weltweit vor Ort Rechnungen einsehen"? Wir leben ja nicht im Jahr 1800... da ist zur Kontrolle keine Reisetätigkeit notwendig. Es geht um nur 8 Rechnungen, von denen offenbar jede einzelne gefälscht wurde - und wo es offenbar in keinem einzigen Fall eine Auslieferung gab. Da reicht schon ein Telefonat oder eine Email mit nur einem der acht Kunden, um festzstellen, dass es keinen Umsatz gab. Auch die Produktionsstätte vor Ort in Schweden lässt sich befragen, was denn ausgeliefert wurde. 

 

Das ist nun wirklich kein Hexenwerk und muss von einem Aufsichtsrat m.E. spätestens dann erwartet werden dürfen, wenn ersnsthafte Anschuldigungen entstehen, dass die Bestellungen gar nicht existieren. Sonst könnte man sich den Aufsichtsrat auch gleich sparen, wenn er seiner Überwachungsfunktion nicht mal mit einem Telefonat nachkommen kann. 

 

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LongtermInvestor
vor 2 Stunden von ImperatoM:

Na komm, was soll denn heißen, "weltweit vor Ort Rechnungen einsehen"? Wir leben ja nicht im Jahr 1800... da ist zur Kontrolle keine Reisetätigkeit notwendig. Es geht um nur 8 Rechnungen, von denen offenbar jede einzelne gefälscht wurde - und wo es offenbar in keinem einzigen Fall eine Auslieferung gab. Da reicht schon ein Telefonat oder eine Email mit nur einem der acht Kunden, um festzstellen, dass es keinen Umsatz gab.

Dies sind keine operativen Tätigkeiten, die einem Mitglied des Aufsichtsrats zuzuordnen wären. Die aufgezeigten Sachverhalte deuten vielmehr darauf hin, dass die unternehmensweite Governance-Struktur – insbesondere die etablierten internen Kontroll- und Überwachungssysteme – entweder signifikant versagt haben oder nie adäquat implementiert wurden. In diesem Kontext kann sich eine haftungsrechtliche Relevanz für den Aufsichtsrat ergeben.

 

Gleichzeitig stellt dies auch aus Sicht der Abschlussprüfung ein erhebliches Defizit dar. Es erscheint kaum plausibel, dass derartige Vorgänge ohne interne Mitwisser geblieben sind. In der Praxis ist es unüblich, dass ein CEO oder CFO operative Buchungen eigenständig vornimmt; vielmehr weist dies auf systemische Schwächen in Prozessen, Kompetenztrennung und Kontrollmechanismen hin.

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ImperatoM
vor 1 Stunde von LongtermInvestor:

Dies sind keine operativen Tätigkeiten, die einem Mitglied des Aufsichtsrats zuzuordnen wären. Die aufgezeigten Sachverhalte deuten vielmehr darauf hin, dass die unternehmensweite Governance-Struktur – insbesondere die etablierten internen Kontroll- und Überwachungssysteme – entweder signifikant versagt haben oder nie adäquat implementiert wurden. In diesem Kontext kann sich eine haftungsrechtliche Relevanz für den Aufsichtsrat ergeben.

 

Ohne besonderen Verdacht wäre das in der Tat eine operative Tätigkeit, die keine typische Aufsichtsratstätigkeit ist, sondern in der Tat von firmeninternen und externen (Prüfer) Kontrollmechanismen aufzufinden sind. Die Mitverantwortung des AR ergäbe sich m.E. aber, sobald ernstzunehmende Vorwürfe ich diese Richtung im Raum stehen mindestens nach deutschem Recht (im schwedischen mag ich es nicht beurteilen) - und erst recht, wenn sich Erkundigungen so leicht einholen lassen. 

 

Dazu §111 AktG:

"(1) Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung zu überwachen.

(2) Der Aufsichtsrat kann die Bücher und Schriften der Gesellschaft sowie die Vermögensgegenstände, namentlich die Gesellschaftskasse und die Bestände an Wertpapieren und Waren, einsehen und prüfen. Er kann damit auch einzelne Mitglieder oder für bestimmte Aufgaben besondere Sachverständige beauftragen [...]"

 

Die Auslegung dessen war früher vielleicht etwas lockerer (zu locker m.E.), heute aber in der Rechtsprechung zu recht zunehmend klarer. Im Aufsichtsrat-Handbuch von Korthäuer heißt es dazu:

 

"Das gesamte Handeln der Geschäftsführung ist Gegenstand der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats. Die Geschäftsführungsüberwachung ist demnach eine „Totalüberwachung“ des gesamten Unternehmens in formaler (Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung) und materieller (Zweckmäßigkeit des Geschäftsführungshandelns) Hinsicht."

 

Und bei Rose&Partner:

"Die Bedeutung der Aufsichtsratshaftung dürfte in Zukunft weiter zunehmen. Dabei wird insbesondere der Sorgfaltsmaßstab des "ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters" und hier insbesondere die notwendige Intensität der Überwachung im Fokus stehen."

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oktavian
vor 10 Stunden von ImperatoM:

Der Aufsichtsrat kann die Bücher und Schriften der Gesellschaft sowie die Vermögensgegenstände, namentlich die Gesellschaftskasse und die Bestände an Wertpapieren und Waren, einsehen und prüfen

Der Aufsichtsrat hat keine Zutrittsrechte. Nur was der Vorstand genehmigt bekommen die. Das theoretische Recht bringt wenig. Zahnloser Papiertiger. In DE haftet nicht einmal der Wirtschaftsprüfer wenn signifikanter Cashbestand nicht stimmt. Der Aufsichtsrat wiederum ist gar nicht spezialisiert das zu prüfen. Die würden jemanden damit beauftragen.

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ImperatoM
· bearbeitet von ImperatoM
vor 5 Stunden von oktavian:

Der Aufsichtsrat hat keine Zutrittsrechte. Nur was der Vorstand genehmigt bekommen die. 

Wie kommst Du denn auf die Idee? Natürlich kann der AR das Unternehmen inspizieren.

 

Der Aufsichtsrat hat nach deutscher Rechtsprechung nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht zu eigenen Nachforschungen:

https://www.heuking.de/de/news-events/newsletter-fachbeitraege/artikel/bgh-unterstreicht-pflicht-des-aufsichtsrats-zur-aktiven-informationsbeschaffung.html

 

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oktavian
vor 3 Stunden von ImperatoM:

Wie kommst Du denn auf die Idee?

Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten Bilanzskandalen. Ja sicher hat der Aufsichtsrat Rechte. Wie haben die denn bei Wirecard gearbeitet als Beispiel? Shortseller gab es da schon lange. Verurteilungen sind nur unbekannt. Da siehst du in der Realität was Organhaftung in DE wert ist und wie wenig der Staat gegen Wirtschaftsverbrecher macht. Sei nicht naiv.

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ImperatoM
· bearbeitet von ImperatoM
vor 6 Stunden von oktavian:

Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten Bilanzskandalen.

Wir sprachen nicht darüber, was einem AR in einem Bilanzskandal gemacht hat. Es ging gerade ganz explizit um die Frage, was ein AR darf. Ich zitiere Dich nchmal: 

"Der Aufsichtsrat hat keine Zutrittsrechte. Nur was der Vorstand genehmigt bekommen die."

 

Können wir uns drauf einigen, dass das Quatsch war? 

 

Dass AR ihre Rechte zu häufig nicht nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Aber sie haben sie.

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oktavian
vor 17 Stunden von ImperatoM:

Können wir uns drauf einigen, dass das Quatsch war? 

 

Dass AR ihre Rechte zu häufig nicht nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Aber sie haben sie.

Du hast leider keine Ahnung. Der AR muss die Unterlagen anfragen. Die haben keine Vollnacht/keinen Zugang. Rechtlich schon / praktisch nicht ohne Gericht gegen den Vorstand.

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