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Amnesty

Frage zur Zinskurve

Empfohlene Beiträge

Puppi
· bearbeitet von Puppi

Kommer´s (nicht meine!) aktuelle Meinung zur Zinssituation/Durationsrisiko/Laufzeiten von Anleihen:

 

 

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PKW
vor 9 Minuten von stagflation:

Die Frage ist, was die aktuelle Zinskurve sagt?

Wäre eine schöne Frage an die allwissende KI. Nur rede ich nicht mit der.
Also Wikipedia

Zitat

Die Zinsstrukturkurve ist die grafische Darstellung als Regressionskurve von Zinsstrukturen in Form einer Zeitreihe.

Im obigen Beispiel sind das die Zinsen der Bundesanleihen.
Was steht da noch? 

Zitat

Nach der Liquiditätspräferenztheorie von John Maynard Keynes besitzen die Anleger eine Präferenz für kurzfristige Geldanlagen und sind zu langfristigen Anlagen nur bereit, wenn ihnen dafür ein höherer Zinssatz geboten wird.

Klingt plausibel und erklärt, warum die Zinsstruktur normalerweise normal ist wie aktuell (und nicht invers wie vor einem Jahr). 
 
Zur Vorhersage: 

Zitat

Die Zinsstruktur ist eine Momentaufnahme bezüglich unterschiedlicher Restlaufzeiten und lässt keine Aussage über die Zukunft zu.

Aha, aber

Zitat

Bei der flachen Zinskurve sind die Zinsen von der Kapitalbindungsdauer unabhängig. Unter der Annahme, dass der Markt eine Liquiditätsprämie und eine Risikoprämie zahlt, bedeutet dies, dass fallende Zinsen erwartet werden.

Jetzt können wir über flach diskutieren ... 
Ich empfinde die Kurve nicht als flach => sie sagt mir also keine fallenden Zinsen voraus. 
 

Zum Kommer: Der warnt den Privatanleger vor Anleihen >10 Jahren. Deren Zinsänderungsrisiko findet er unzureichend bezahlt. Also auch keine Neuigkeit. Und wie sein Buddy Beck sieht er hohe Staatsverschuldung. Der eine sieht deshalb niedrigere Zinsen (Italien kann sich das nicht leisten), der andere höhere Zinsen (wer soll die ganzen Anleihen kaufen). 

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rotten.demin
vor 14 Minuten von PKW:

 Zur Vorhersage: 

Zitat

Die Zinsstruktur ist eine Momentaufnahme bezüglich unterschiedlicher Restlaufzeiten und lässt keine Aussage über die Zukunft zu.

 

Du hast nur sehr selektiv zitiert, z.B. steht dort auch:

Zitat

Eine steigende Zinsstrukturkurve ist der Indikator für den erwarteten Anstieg kurzfristiger Zinsen [...].

 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
Zitat

Die Zinsstruktur ist eine Momentaufnahme bezüglich unterschiedlicher Restlaufzeiten und lässt keine Aussage über die Zukunft zu.

 

Dieser Satz stimmt. Und er ist auch gleichzeitig falsch.

 

Was stimmt, ist, dass man aus der aktuellen Zinskurve nicht ableiten kann, ob der Zins für eine bestimmte Restlaufzeit steigen oder fallen wird.

 

Allerdings kann man aus der Form der Zinskurve ableiten, wie sie sich weiterentwickeln wird. Sofern es keine massiven Einflüsse von außen gibt (Zentralbanken, Gesetzgebung), wird die Zinskurve danach streben, leicht ansteigend zu werden. 

 

Es ist allerdings nicht vorhersehbar, wie sich Abweichungen von der leicht ansteigenden Form auflösen werden: 

  • Bei einer flachen Zinskurve kann es fallende Zinsen am kurzen Ende oder steigende Zinsen am langen Ende geben. Mölicherweise sogar beides.
     
  • Bei einer stark ansteigenden Zinskurve kann es steigende Zinsen am kurzen Ende oder fallende Zinsen am langen Ende geben. Mölicherweise sogar beides.
     
  • Bei einer gekrümmten Zinskurve wie vor zwei Jahren (blaue Kurve) ...

    image.png.62582526b87828238c1ae091a8555141.png

    ... war schon ziemlich viel Spannung drin. Es war klar, dass das nicht so bleiben konnte! Wer würde denn Geld für 5 Jahre für 2,3% anlegen, wenn er am kurzen Ende dauerhaft 4% bekommen würde? Aber auch hier hätte es zwei Möglichkeiten zur Entspannung gegeben: 1) fallende Zinsen am kurzen Ende  2) steigende Zinsen im Bereich 5-10 Jahre. Die Märkte haben ersteres erwartet - und so ist es auch gekommen. Es hätte aber auch sein können, dass die EZB ankündigt, die hohen Leitzinsen noch für 5 Jahre zu behalten. Dann wären die Zinsen im Bereich 3-10 Jahre sehr schnell gestiegen.

Also ja, das passt schon zusammen. Einerseits die Aussage, dass man bei Zinsen für einzelne Restlaufzeiten nicht wissen kann, ob sie steigen oder fallen - und andererseits die Aussage, dass man aus bestimmten Formen der Zinskurve auf ihre weitere Entwicklung schließen kann. 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

@Amnesty

Ein Tipp noch von mir:

Beim Vergleich der Renditen der Laufzeiten bzw der Abwägung, ob das Mehr an Rendite das Laufzeitrisiko wert ist, am besten auf die Netto-Renditen (nach Steuern) schauen/sie berechnen und nicht auf die Brutto-Renditen.

Dann ändert sich manchmal die Meinung...manchmal hin zu: "Da bleibt nach Steuern kaum was hängen für die längere Laufzeit."

 

Hat mir persönlich schon oft gut geholfen, mich zu entscheiden.

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