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Soprano

Elterngeldgrenze 175.000 - Thesaurierer vs. Ausschütter + Allgemeine Fragen

Empfohlene Beiträge

Soprano

Hallo zusammen, 

wir planen in naher Zukunft ein Kind zu bekommen und werden wohl ziemlich knapp über der Bemessungsgrenze von 175.000€ zvE liegen. Entsprechend würden wir versuchen 2026/2027 das zu versteuernde Einkommen zu reduzieren, um möglichst noch Elterngeld zu erhalten. 

Partner 1:  
ca 100.000€ Bruttogehalt aus Angestelltenverhältnis 

ca 5000€ Gewinn aus nebenberuflicher Tätigkeit 

Partner 2: 
Ca 90.000-110.000€ Bruttogehalt aus Angestelltenverhältnis (stark abhängig von geleisteten Diensten/Überstunden) 

 

 

 

Frage 1: 
Wie verhält es sich mit dem Unterschied von thesaurierenden und ausschüttenden ETFs? Der Freibetrag ist bereits aufgebraucht entsprechend geht es vor allem um die Neuanlage von Kapital in den ~2 Jahren. Die zusätzliche Investition in diesem Zeitraum beträgt etwa 25.000€
Ist es hier nahezu egal ob diese thesaurierend oder ausschüttend angelegt werden, oder hat der thesaurierer hier einen nennenswerten Vorteil? Das bisherige Kapital wurde größtenteils thesaurierend angelegt, seit 2 Jahren investiere ich jedoch nur noch in Ausschütter. 
In "schlechten" Jahren, dürfte die Vorabpauschala je deutluch niedriger sein als die Ausschüttung, in "guten" Jahren reicht die Ausschüttung teilweise nichtmal und man müsste zusätzlich noch Vorabpauschale zahlen.

Frage 2: 
Welche Möglichkeiten seht ihr das Einkommen weiter zu drücken? 
Bereits geplant: 
- Einmalzahlung vom Brutto über Arbeigeber bis 4% der SV-Beitragsbemessungsgrenze in eine arbeitgeber gestützte Rente 

- Erhöhung der Einzahlung in die Direktversicherung 
- Investitionen im Nebengewerbe 


Gibt es weitere nennenswerte Hebel? Beide sind freiwillig GKV versichert, eine Rentenvorauszahlung entfällt also. 

 

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satgar
· bearbeitet von satgar

Einzahlung in einen Rüruprentenversicherung. Als nettotarif ohne Provision und rein auf ETF Basis zu Jahreskosten (Effektivkostenquote genannt) inkl. üblicher ETF TER, zu rund 0,50% je Jahr zu haben.

 

Betriebsrente müsste doch sogar bis 8% der BBG gehen.

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stagflation

GRV Nachzahlung für Ausbildungszeiten?

 

Unbezahlter Urlaub / Sabbatical?

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chirlu
· bearbeitet von chirlu
vor 3 Stunden von Soprano:

Welche Möglichkeiten seht ihr das Einkommen weiter zu drücken?

 

Spenden wurden noch nicht erwähnt. Geht bis ca. 40000 Euro, bei Zustiftungen bis 2 Mio. Euro.

 

vor 3 Stunden von Soprano:

stark abhängig von geleisteten Diensten/Überstunden

 

Gibt es bei dem Arbeitgeber eine Möglichkeit, Überstunden in ein Lebensarbeitszeitkonto einzustellen, statt sie auszuzahlen?

 

vor 3 Stunden von Soprano:

Wie verhält es sich mit dem Unterschied von thesaurierenden und ausschüttenden ETFs?

 

Dazu:

 

Weitere Threads zum gleichen Thema, die du mit der Suchfunktion hättest finden können:

 

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missionE

Müsste nicht auch die Vorauszahlung von GKV Beiträgen möglich sein? Partner 1 Müsste doch freiwillig versichert bleiben. Da ließen sich locker 35 kEUR vorauszahlen und das schöne ist, es gibt im Jahr darauf gleich rund 17 kEUR zurückerstattet und monatlich gibt es eine vorübergehende Entlastung dadurch, dass man keine gesetzliche Krankenversicherung zahlen muss oder klappt das nicht mit der Vorauszahlung von GKV Beiträgen für diesen Fall?

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Rotenstein

Man sieht wieder einmal, wie der deutsche Sozialstaat dazu anregt, die produktive Leistung herunterzufahren und sich stattdessen um bürokratische Schlupflöcher zu kümmern - Stichwort falsche Anreize und Mitnahmeeffekte.  

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missionE
vor 43 Minuten von Rotenstein:

Man sieht wieder einmal, wie der deutsche Sozialstaat dazu anregt, die produktive Leistung herunterzufahren und sich stattdessen um bürokratische Schlupflöcher zu kümmern - Stichwort falsche Anreize und Mitnahmeeffekte.  

Bei den Vorschlägen ging es doch nicht darum, die produktive Leistung herunterzufahren und auch nicht um bürokratische Schlupflöcher, sondern um gestalterische Maßnahmen das zVE für ein Jahr zu senken. Das ist doch ein normaler Sachverhalt (z.B. bei Arbeitszeitkonten, Abfindungen, Planung des Rentenübergangs, Einheimischen Modelle, Verkauf der fremdgenutzten Wohnung nach 10 Jahren und nicht 9 Jahren, um Steuerfreiheit zu erzielen usw. ), den es in jedem Staat bei zig Steuersachverhalten gibt. Ich würde behaupten, dass es selbst in Argentinien unter Milei noch zahlreiche Steuerregelungen gibt, die sich durch zeitliche Verlagerung von Einkommen auswirken.

 

Die 175 kEUR zVE Grenze ist zwar ungerecht, aber relativ leistungsneutral ausgestaltet, weil sich das "Leistung herunterfahren" doch gerade eher nicht lohnt, da z.B. Teilzeit eben auch weniger Geld bedeuten würde. Man könnte das Einkommen durch Teilzeit zwar locker um z.B. 20.000 EUR senken, würde dafür aber eben auch 12.000 EUR Netto verlieren. Es würde sich ggf. noch lohnen, aber den Vorteil müsste man schon "erkaufen" und den Anreiz dazu sehe ich als nicht so hoch an, wenngleich er in gewissem Maße gegeben ist, aber auch nur für kurze Zeit. Langfristig wirken sich gerade Kinder in dem Einkommensbereich leistungsfördernd aus.

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PrivateBanker

Es geht um Mitnahmeeffekte !!

 

Wem nützt das Elterngeld mehr oder macht die erste Zeit mit einem Kind (der Liebe) für die Familie "finanziell erträglicher"?

Dem Ehepaar mit 200 T€ brutto, das 18 Monate auf Brutto 100 T€ verzichtet, oder dem Ehepaar mit 100 T€, das auf 50 T€ verzichtet?

 

 

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stagflation
vor 9 Stunden von missionE:

Die 175 kEUR zVE Grenze ist zwar ungerecht, aber relativ leistungsneutral ausgestaltet, weil sich das "Leistung herunterfahren" doch gerade eher nicht lohnt, da z.B. Teilzeit eben auch weniger Geld bedeuten würde. 

 

Vergiss nicht den psychologischen Effekt. Viele Menschen rechnen eben gerade nicht. Sondern sie sind ganz wild auf Zulagen, Förderungen und Steuerersparnisse. Die wollen das haben, auch wenn sie finanziell kräftig dabei drauflegen.

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Fetz
· bearbeitet von Fetz

Super Thread.

 

Hier wird nach Möglichkeiten gefragt trotz einem Einkommen von >200T€ brutto

mit einem Trick an Steuerzahlergeld zu kommen.

"Gestalterische Maßnahmen".

 

Und Einige helfen gerne mit.

:wallbash:

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 42 Minuten von Fetz:

Super Thread.

 

Hier wird nach Möglichkeiten gefragt trotz einem Einkommen von >200T€ brutto

mit einem Trick an Steuerzahlergeld zu kommen.

"Gestalterische Maßnahmen".

 

Und Einige helfen gerne mit.

:wallbash:

Da hat doch bei der gestalterischen Erbschaftsteuer auch „keiner“ Probleme mit (Nießbrauch, „vorgezogene“ Schenkungen, ehegattenschaukel, Familien KG, Stiftungen, whatever). Oder wenn Personen das Haus von der Oma wegen Pflege überschrieben bekommen, oder Firmen innerdeutsche Steueroasen mit besonders niedrigem Hebesatz nutzen…oder oder oder oder 

 

Der brave brave Bürger soll sich aber immer absolut moralisch/ethisch perfekt verhalten? Hier geht es um keine illegalen Tricks. Und von daher gibt’s damit auch keine Probleme. Die Leute haben einen Rechtsanspruch auf dieses Elterngeld. Und überlegen, wie sie die Einkommensgrenze durch legale Maßnahmen unterschreiten können. Da es dafür Möglichkeiten gibt, ist das alles total in Ordnung. 

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missionE
· bearbeitet von missionE

Ich finde die Bezeichnung "Trick" befremdlich und darüber hinaus finde ich es in einem Forum wie diesem schon geboten, legales Wissen zu teilen. Wenn jemand höflich eine Frage zu einer persönlichen Situation stellt, darf er sachdienliche Hinweise erwartet: Die Frage war folgende:

vor 21 Stunden von Soprano:

Gibt es weitere nennenswerte Hebel?

Unanständige An- und Vorwürfe a la @Fetz oder @PrivateBanker sind hingegen fehl am Platz. Es geht hier um keine "Tricks", sondern ganz normale Vorbereitungen, um finanziell möglichst gut durch die schwierige erste Elternphase zu kommen. Da haben alle Eltern jegliche Unterstützung verdient unabhängig vom Einkommen. Jeder darf auf seinem Level sich Bemühen, finanziell gut durch die Phase zu kommen und hier handelt es sich nicht um große Summen im Vergleich zu den von Satgar genannten Fällen oder auch zahlreichen Fällen, z.B., wenn es um sog. "einheimischen Modelle" hier im bayrischen Oberland geht, bei dem natürlich trotz der geringen Einkommensgrenzen, keine wirklich bedürftigen Menschen Bauland erhalten (die können sich das Bauen nicht leisten), sondern Söhne und Töchter wohlhabender Familien, die gerade im Referendariat, erster Stelle usw. stecken und bei denen dann die Eltern bürgen, deren Kinder aber gerade noch unter den Einkommensgrenzen liegen.  Da geht es schnell mal um ein paar 100 kEUR, wenn die Grundstücke dann bebaut werden und ein vielfaches wert sind.

 

Ein gute Zusammenfassung zahlreicher unterschiedlicher Möglichkeiten mit Blick auf den Elterngelderhalt findet sich hier:

https://www.tax-talents.de/karriere-guide/aktuelles/detail/elterngeld-aenderungen-2025-antworten-auf-die-haeufigsten-fragen

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Soprano
vor 21 Stunden von satgar:

Einzahlung in einen Rüruprentenversicherung. Als nettotarif ohne Provision und rein auf ETF Basis zu Jahreskosten (Effektivkostenquote genannt) inkl. üblicher ETF TER, zu rund 0,50% je Jahr zu haben.

 

Betriebsrente müsste doch sogar bis 8% der BBG gehen.

Weißt du woher ich so einen Nettotarif bekomme? Googlen hat mich noch nicht wirklich weitergebracht, auch auf Finanzfluss finde ich nur Tarife mit horrenden kosten. 

Die betriebliche "Rente" ist ein Kapitalstock und kann Arbeitgeberseitig nur bis 4% der BBG bespart werden (aktuell ca 3500€ so) -> Das werde ich definitiv tun

 

vor 21 Stunden von stagflation:

GRV Nachzahlung für Ausbildungszeiten?

 

Unbezahlter Urlaub / Sabbatical?

Person 1: Seit dem 17 Lebensjahr GRV Beitragszahler (damals als Azubi) studiert wurde berufsbegleitend, aktuell an der Grenze zur BBG. Lohnt es sich hier überhaupt nachzuschießen?
Person 2: Zahlt nicht in die GRV, sondern in die ärztliche Versorgung. Es bestehen minimale GRV Ansprüche aus einer Ausbildung und Anstellung vor dem Studium. 


Unbezahlter Urlaub ist eher schwierig durchzusetzen / Sabbatical wird nicht angeboten 
 

vor 3 Stunden von Fetz:

Super Thread.

 

Hier wird nach Möglichkeiten gefragt trotz einem Einkommen von >200T€ brutto

mit einem Trick an Steuerzahlergeld zu kommen.

"Gestalterische Maßnahmen".

 

Und Einige helfen gerne mit.

:wallbash:


Was ein unnötiger Kommentar. 
Ich Frage nicht nach "Tricks", sondern nur noch ganz normalen (legalen!) Gestaltungsmöglichkeiten. 
Sowohl ich, als auch meine Frau, haben direkt nach der Schule angefangen zu arbeiten, beide haben später neben dem Studium gearbeitet und wir waren beide noch nie einen einzgigen Tag arbeitslos gemeldet. Wir zahlen beide freiwillig den Höchstbeitrag in die GKV, sowie eine recht hohe Einkommenssteuer. 
Vermutlich kannst du es dir nicht vorstellen, aber in manchen Regionen wird es finanziell auch schnell mal enger, wenn man plötzlich "nur" noch 100k Einkommen als Familie zur Verfügung hat ... 

 

vor 2 Stunden von satgar:

Da hat doch bei der gestalterischen Erbschaftsteuer auch „keiner“ Probleme mit (Nießbrauch, „vorgezogene“ Schenkungen, ehegattenschaukel, Familien KG, Stiftungen, whatever). Oder wenn Personen das Haus von der Oma wegen Pflege überschrieben bekommen, oder Firmen innerdeutsche Steueroasen mit besonders niedrigem Hebesatz nutzen…oder oder oder oder 

 

Der brave brave Bürger soll sich aber immer absolut moralisch/ethisch perfekt verhalten? Hier geht es um keine illegalen Tricks. Und von daher gibt’s damit auch keine Probleme. Die Leute haben einen Rechtsanspruch auf dieses Elterngeld. Und überlegen, wie sie die Einkommensgrenze durch legale Maßnahmen unterschreiten können. Da es dafür Möglichkeiten gibt, ist das alles total in Ordnung. 

Danke! 
Ich hätte nicht erwartet, dass ich extra erwähnen muss das ich hier keine "Tricks" suche, sondern einfach nur die legalen Gestaltungsmöglichkeiten abklopfe. Bei der Geldanlage wird ja auch wegen Centbeträgen diskutiert ob man Steuern sparen kann mit Thesaurieren vs. Ausschüttern... Hier geht es immerhin um ~20.000€ die man im Zweifel wegen einem Euro zu viel Einkommen nicht erhält. 

 

 

 

vor 2 Stunden von missionE:

Ich finde die Bezeichnung "Trick" befremdlich und darüber hinaus finde ich es in einem Forum wie diesem schon geboten, legales Wissen zu teilen. Wenn jemand höflich eine Frage zu einer persönlichen Situation stellt, darf er sachdienliche Hinweise erwartet: Die Frage war folgende:

Unanständige An- und Vorwürfe a la @Fetz oder @PrivateBanker sind hingegen fehl am Platz. Es geht hier um keine "Tricks", sondern ganz normale Vorbereitungen, um finanziell möglichst gut durch die schwierige erste Elternphase zu kommen. Da haben alle Eltern jegliche Unterstützung verdient unabhängig vom Einkommen. Jeder darf auf seinem Level sich Bemühen, finanziell gut durch die Phase zu kommen und hier handelt es sich nicht um große Summen im Vergleich zu den von Satgar genannten Fällen oder auch zahlreichen Fällen, z.B., wenn es um sog. "einheimischen Modelle" hier im bayrischen Oberland geht, bei dem natürlich trotz der geringen Einkommensgrenzen, keine wirklich bedürftigen Menschen Bauland erhalten (die können sich das Bauen nicht leisten), sondern Söhne und Töchter wohlhabender Familien, die gerade im Referendariat, erster Stelle usw. stecken und bei denen dann die Eltern bürgen, deren Kinder aber gerade noch unter den Einkommensgrenzen liegen.  Da geht es schnell mal um ein paar 100 kEUR, wenn die Grundstücke dann bebaut werden und ein vielfaches wert sind.

 

Ein gute Zusammenfassung zahlreicher unterschiedlicher Möglichkeiten mit Blick auf den Elterngelderhalt findet sich hier:

https://www.tax-talents.de/karriere-guide/aktuelles/detail/elterngeld-aenderungen-2025-antworten-auf-die-haeufigsten-fragen

Danke! 
Ich suche hier wie vermutet nicht nach Graubereichen oder gar illegalen Tricks, sondern will einfach nur ausloten wie sich im ganz normalen Rahmen das Einkommen in Bezug auf das Elterngeld gestalten lässt. 




Was mir weiterhin unklar ist - und auch die Suche und verlinkte Threads nicht ganz klar machen -, lohnt sich ein Wechsel auf thesaurierer bei etwa 25.000€ zukünftig investierten Euros, oder sind das nur Nuancen? 


Danke an alle die sich beteiligt haben! 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
Am 27.12.2025 um 23:20 von Soprano:

Wie verhält es sich mit dem Unterschied von thesaurierenden und ausschüttenden ETFs? Der Freibetrag ist bereits aufgebraucht entsprechend geht es vor allem um die Neuanlage von Kapital in den ~2 Jahren. Die zusätzliche Investition in diesem Zeitraum beträgt etwa 25.000€
Ist es hier nahezu egal ob diese thesaurierend oder ausschüttend angelegt werden, oder hat der thesaurierer hier einen nennenswerten Vorteil? Das bisherige Kapital wurde größtenteils thesaurierend angelegt, seit 2 Jahren investiere ich jedoch nur noch in Ausschütter. 
In "schlechten" Jahren, dürfte die Vorabpauschala je deutluch niedriger sein als die Ausschüttung, in "guten" Jahren reicht die Ausschüttung teilweise nichtmal und man müsste zusätzlich noch Vorabpauschale zahlen.

 

Das hängt von den Fonds ab, in die man investiert. Bei ausschüttenden Aktien-ETFs (World oder All-World) beträgt die Ausschüttung knapp 2% im Jahr. Bei thesaurierenden Aktien-ETFs gibt es in der Regel keine Ausschüttung. Dafür aber die Vorabpauschale in ähnlicher Höhe. Für Deinen Anwendungsfall "möglichst niedriges Einkommen incl. Kapitalerträge" kommt bei beidem ungefähr das Gleiche heraus. Zwar fällt die Vorabpauschale nicht jedes Jahr an - aber man kann im Voraus nicht wissen, ob sie 2026/2027 anfallen wird. Deshalb solltest Du davon ausgehen, dass sie anfallen wird.

 

Eine Alternative könnte sein, das Geld nicht bei einem Broker, sondern in Form einer Fondsgebundenen RentenVersicherung (FRV) anzulegen. Wenn man einen flexiblen Nettotarif wählt und gut rechnet und plant, kann das günstiger sein, als eine Geldanlage beim Broker. Euch könnte es helfen, weil Ihr vorerst keine Kapitalerträge mehr habt. Die Betonung liegt aber auf "Nettotarif" und "gut rechnet und plant". Beispiele wären Alte Leipziger HFR30 oder LV1871 Mein Plan als Nettotarif.

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Sapine

Falls Du thesaurierende Fondspositionen mit wenig Gewinnen drauf hast, kannst Du die Ende diesen Jahres verkaufen und anschließend neu kaufen (Thesaurierer). Damit ziehst Du die Versteuerung ins Jahr 2025 vor. Allerdings musst Du Steuern auf alle enthaltenen Gewinne abführen. Das sollte Deine Kapitalerträge 2026 um ca. 1,2 % des Positionswerts absenken. Mächtig viel wird dabei vermutlich nicht rumkommen und Du zahlst vorzeitig Steuern auf die Kursgewinne. Die Zeit wird knapp für diese Akrobatik. Aber Frage: Zählen Kapitalerträge mit? Kenne mich diesbezüglich nicht aus.

 

Wegen Nachzahlung GRV. Wer von Euch soll später die Mütterrente bekommen? Derjenige muss denke ich 60 (?) Mindestbeiträge haben incl. der Zeiten für Kinder. Ansonsten gab es in letzter Zeit bei den Versorgungswerken einiges an schlechten Nachrichten. Vielleicht wäre ein Fuß in der Tür bei der gesetzlichen nicht die schlechteste Idee. 

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chirlu
· bearbeitet von chirlu
Am 27.12.2025 um 23:20 von Soprano:

Entsprechend würden wir versuchen 2026/2027 das zu versteuernde Einkommen zu reduzieren, um möglichst noch Elterngeld zu erhalten. 

 

Mal eine allgemeine Nachfrage: Es ist euch klar, dass für den Elterngeldanspruch das Jahr vor der Geburt maßgeblich ist, ja? Ein reduziertes zvE 2027 wäre also relevant für ein Kind, das 2028 geboren wird. Nur, weil das nicht mein Verständnis von „naher Zukunft“ ist.

 

vor 4 Stunden von Soprano:

Person 1: Seit dem 17 Lebensjahr GRV Beitragszahler (damals als Azubi) studiert wurde berufsbegleitend, aktuell an der Grenze zur BBG. Lohnt es sich hier überhaupt nachzuschießen?

 

Es ist jedenfalls möglich, wenn ins 17. Lebensjahr zeitweise noch Schulbesuch gefallen ist. (Hinweis, da es oft falsch verstanden wird: Das 17. Lebensjahr ist das, in dem man 16 Jahre alt ist.)

 

vor 4 Stunden von Soprano:

Person 2: Zahlt nicht in die GRV, sondern in die ärztliche Versorgung. Es bestehen minimale GRV Ansprüche aus einer Ausbildung und Anstellung vor dem Studium.

 

Dann sind laufende freiwillige Beiträge möglich, zusätzlich zu eventuellen Nachzahlungen. Für die steuerliche Wirkung ist die Höchstgrenze für Altersvorsorge zu beachten (auf die auch Versorgungswerke, Rürup, Beamtenversorgung angerechnet werden).

 

vor 4 Stunden von Soprano:

Was mir weiterhin unklar ist - und auch die Suche und verlinkte Threads nicht ganz klar machen -, lohnt sich ein Wechsel auf thesaurierer bei etwa 25.000€ zukünftig investierten Euros, oder sind das nur Nuancen? 

 

Der verlinkte Beitrag sollte klar machen, dass es keinerlei Unterschied macht, solange die Verwaltungsvorschriften nicht geändert werden.

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Caveman8
vor 6 Stunden von Soprano:

Weißt du woher ich so einen Nettotarif bekomme? Googlen hat mich noch nicht wirklich weitergebracht, auch auf Finanzfluss finde ich nur Tarife mit horrenden kosten. 

Kannst du pauschal für 150€ bei Fiseba abschließen. 
 

Wird hier im Forum häufiger empfohlen und auch ich habe dort schon zwei Netto-Tarife abgeschlossen. Klappt schnell und einwandfrei. 
 

https://www.fiseba.de/de/

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missionE

@Soprano: Mit den genannten Bruttogehältern verdient ihr noch relativ nah an der Grenze, da sowieso Beiträge bis zum zvE GKV und GRV / Versorgungswerk abgezogen werden und vermutlich ein paar Werbungskosten. Der einfachste Weg wäre m.E. dann die Vorauszahlung von GKV oder PKV Beiträgen als freiwillig Versicherter, da man dann gar nicht groß neue Versicherungen abschließen muss und ihr hättet im Jahr darauf eine willkommene Steuerrückzahlung sowie niedrigere Beiträge (eben 1.236 EUR "mehr" Netto). Das könnt Ihr bis jeweils bis 10 Tage vor Jahresende (rechnet mal sicherheitshalber immer mit dem 19. Dezember) machen und theoretisch für bis zu 36 Monate im Voraus  (aktuell wären das im Jahr 2026 bei einem Beitrag von z.B. 1.236 EUR  * 36 = 44.496 EUR (Wahnsinn wie die Beiträge steigen)  machen und Ihr könnt die Monate flexibel wählen (also z.B. auch nur zwei, drei oder vier Monate, wie Ihr es braucht) und ggf. beim nächsten Kind  z.B. in 2028 das nochmal machen.  Ihr müsstet dann keine zusätzlichen Versicherungen anlegen, die ihr gar nicht benötigt und ihr hättet ggf. nochmal jeweils 1.900 EUR als abzugsfähige  weitere Sonderausgaben frei. Da solltet Ihr mal mit Eurem Steuerberater besprechen.

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No.Skill
· bearbeitet von No.Skill
Am 28.12.2025 um 08:49 von Rotenstein:

Man sieht wieder einmal,

Und @FetzDanke, ich hab mich nicht getraut was zu schreiben. Wenigstens einer/einige denkt so wie ich.

 

Viel Glück und Gesundheit für die zukünftigen Eltern und den Nachwuchs.

 

Grüße No.Skill 

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ohnePeil
vor 10 Stunden von Soprano:

Weißt du woher ich so einen Nettotarif bekomme?

Raisin hat einen.

 

LG

ohnePeil

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satgar
vor 46 Minuten von ohnePeil:

Raisin hat einen.

 

LG

ohnePeil

Mit welchem Anbieter bzw. Anbietern lösen die das denn? Früher hat das fairr u.a. mit den Mini Anbietern Sutor Bank und Mylife Lebensversicherung gemacht. Zu beiden hab ich für derlei lang laufende Verträge, bis zum Tode und unkündbar, kein Vertrauen. Da ziehe ich nahezu jeden anderen Anbieter mit nettotarif vor.

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chirlu
vor 4 Minuten von satgar:

Früher … Sutor Bank und Mylife Lebensversicherung

 

Das ist immer noch so.

 

vor 4 Minuten von satgar:

Zu beiden hab ich für derlei lang laufende Verträge, bis zum Tode und unkündbar, kein Vertrauen. Da ziehe ich nahezu jeden anderen Anbieter mit nettotarif vor.

 

Ein klarer Vorteil ist, dass man ein Wegzugsrecht hat (zu einem anderen Rürup-Anbieter); das bieten nicht viele. Eine andere Frage ist, ob man einen alternativen Anbieter findet, der so einen Übertrag auch entgegenzunehmen bereit ist.

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satgar
Gerade eben von chirlu:

 

Das ist immer noch so.

 

 

Ein klarer Vorteil ist, dass man ein Wegzugsrecht hat (zu einem anderen Rürup-Anbieter); das bieten nicht viele. Eine andere Frage ist, ob man einen alternativen Anbieter findet, der so einen Übertrag auch entgegenzunehmen bereit ist.

Exakt! Diese Art von Open Market Option, sowohl die Abgabe als auch die Annahme von Vertragsguthaben ist bei Rürup extrem selten. Darauf sollte man sich nicht verlassen.

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Mc100
Am 27.12.2025 um 23:20 von Soprano:

wir planen in naher Zukunft ein Kind zu bekommen

Sowas lässt sich leider nicht immer so planen. Ich würde das Timing nicht strikt von der Gestaltung des zu versteurnden Einkommens abhängig machen.

Kann man versuchen aber Kinder bekommen kann auch mal dauern, mitunter Jahre. 

 

Von daher würde ich bei Kinderwunsch nich weiter warten, stattdessen: "Feuer frei!" ;)

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ohnePeil
vor 1 Stunde von Mc100:

Von daher würde ich bei Kinderwunsch nich weiter warten, stattdessen: "Feuer frei!" ;)

Mal ganz pragmatisch:

Alle diese Planungen setzen voraus, dass man von der Geburt schon im Kalenderjahr vorher weiß und auch nicht auf den letzten Drücker (also vor Anfang Dezember).

Eine Schwangerschaft dauert gut 9 Monate, manchmal etwas kürzer. Und man weiß davon ab knapp einen Monat nach erfolgreicher Zeugung, und ich würde sagen erst ab dem dritten Monat ist es einigermaßen fix.

Dann kann man sich ausrechnen, in welchen Monaten man scharf "feuern" sollte :rolleyes:

Ich würde mal Mai bis Juli empfehlen, mit etwas Risikotoleranz April bis August...

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