Nicky 2. Januar · bearbeitet 3. Januar von Nicky Gutes neues 2026! Wie wohl inzwischen allgemein bekannt, sollen EU-weit krypto-relevante Daten ab 2026 von Dienstleistern an die Steuerbehörden gemeldet werden, und zwar das 1.Mal 2027 für 2026. Generelles dazu ist mir mehr oder weniger klar, ist überall leicht zu finden. Was ich aber nicht finde, sind einige wichtige Fragen zu Einzelheiten: DAC8 im Verhältnis zu MICA: Sind nur Dienstleister mit ner MICA-Zulassung verpflichtet zu melden? Was ist mit den anderen Exchanges, die (noch) keine Mica-Zulassung haben wie zB. Binance/Mexc/BitFinex? Ohne eine MICA-Zulassung wird man wohl andere Kriterien anwenden müssen, um die zu zwingen, wie zB. ob die EU-Kunden aktiv bedienen bzw. zumindest ihre Produkte in der EU aktiv vermarkten / bewerben. Oder werden die irgendwann doch gezwungen, sich um ne MiCA-Zulassung zu bemühen. Steuer-ID Die Meldung nach DAC8 erfolgt wohl unter Angabe der Steuer-ID, oder? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich sie bei der Anmeldung zB. bei Binance/Kraken angeben musste, ich denke nicht. Wie sollen die melden ohne die Steuer-ID? Oder wollen sie diese erst im nachhinein anfordern im Laufe von 2026? Und wenn man ablehnt? Was ist dann mit den Transaktionen davor, z.B. Januar 2026? Wer kennt sich mit den Einzelheiten zu dem geplanten VerfahrensAblauf aus? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bmi 3. Januar MiCA = Wer darf handeln DAC8 = Wer muss melden Ohne MiCA-Lizenz darf der Betreiber nicht mehr legal in der EU operieren und es kommt wahrscheinlich irgendwann zum Marktausschluss. DAC8 ist unabhängig von MiCA und auch unabhängig davon, wo der Betreiber seinen Sitz hat. Es reicht bereits das Anbieten von EU-Sprachen oder -Währungen. Wahrscheinlich werden Anbieter irgendwann geblacklisted, wenn sie nicht melden und man macht sich bei der Nutzung strafbar. vor 13 Stunden von Nicky: Wie sollen die melden ohne die Steuer-ID? Oder wollen sie diese erst im nachhinein anfordern im Laufe von 2026? Ja, die werden sie sicherlich bald einfordern. Ebenso wird KYC Prozess erweitert, also bereits bei der Neuanmeldung angefordert. vor 13 Stunden von Nicky: Und wenn man ablehnt? Dann wird vermutlich dein Account eingeschränkt und Name Adresse etc an Finanzbehörde gemeldet. vor 13 Stunden von Nicky: Was ist dann mit den Transaktionen davor, z.B. Januar 2026? Gilt rückwirkend zum 01.01., DAC8 ist jahresbezogen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nicky 3. Januar · bearbeitet 3. Januar von Nicky Ok, ich befürchte, es klingt erstmal plausibel, dass diejenigen mit MiCA-Lizenz jedenfalls im nachhinein noch alles Nötige unternehmen, also sich evtl. vor allem die Steuer-ID von ihren Nutzern holen und alles ab 2026 mit Beginn 2027 melden. Deutlich interessanter sind aber diejenigen ohne MiCA, hier muss man wohl noch 2 Fälle unterscheiden: - Anmeldung nur mt E-Mail, ohne KYC / FIAT-Handel, möglich zb. bei MEXC, BingX und noch einigen anderen: werden die tatsächlich herausgedrängt durch Verbote von Dienstleistungen für EU-Bürger? Gibt's dazu evtl. konkrete Infos? - Anmeldung mit KYC, aber ohne Steuer-ID: werden die im vorauseilenden Gehorsam ihre Nutzer wg. der Steuer-ID anhauen, um zu melden, und sonst die Verweigerer auch rückwirkend verpetzen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bmi 3. Januar Naja, du kannst auch nach Polen fahren und illegale Feuerwerkskörper importieren. Keiner hält dich ab dich strafbar zu machen. Unwissenheit schützt dich auch in diesem Fall nicht vor Strafe. Wenn du derartige Dienste nutzt, dann lass dich nicht erwischen Gibt übrigens auch dezentrale Exchanges, also ganz ohne Broker. Ergo auch kein MiCA oder DAC8. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nicky 3. Januar · bearbeitet 3. Januar von Nicky Hmm...das verstehe ich nicht, ich denke nicht, dass das Benutzen von beliebigen Exchanges strafbar ist. Wodurch könnte ich mich da strafbar machen? Das Thema hier betrifft nicht meine Pflichten, sondern evtl. die von Exchanges. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bmi 3. Januar Nicht das Benutzen von Exchanges ist strafbar, sondern die eventuelle Steuerhinterziehung. Verwendest du lizenzierte Broker, musst du dich nicht selbst darum kümmern. Was ich mit dem Beispiel sagen wollte ist, dass die Anbieter sicherlich weiterhin existieren werden und du selbst verantwortlich bist, ob du ein Straftat begehst oder nicht. Du kannst sicherlich auch nicht-lizensierte Dienste auf legalem Weg verwenden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nicky 3. Januar Auch wenn ich nicht lizenzierte Dienste verwende, brauche ich mich um nichts zu kümmern. Meine coins sind steuer-irrelevant und da brauche ich nichts zu melden. Was mir nicht gefältt, ist: wieso sollen zB. dann trotzdem all meine Daten inklusive blockchain-Adressen an eine zentrale Stelle gemeldet werden, wo sie schön verbunden mit meinen privaten Kontaktdaten frei zur Verfügung stehen für alle Hacker der Welt. Abgesehen davon, was die ohne mein Wissen vllt. für nen fehlerhaften Quatsch melden, den ich dann evtl. nur mit nem enormen, auch finanziellen Aufwand richtigstellen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bmi 3. Januar Der Staat hat immer ein Auge auf die Geldtasche des Bürgers. Was gesammelt werden kann, wird gesammelt - nicht weil es notwendig ist, sondern weil es möglich ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag