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KeinPlanDavon83

VL Bausparvertrag bei der LBS

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KeinPlanDavon83

Hallo erstmal, ich habe mich bisher überhaupt nicht mit Bausparvertrag, Fonds,ETFs beschäftigt. 

 

Vor 1.jahr hab ich ein Bausparvertrag abgeschlossen bei der LBS, jetzt habe ich einen Auszug bekommen und sehe das ich höhere Kosten habe als ich Zinsen bekomme. Ich überlege den Vertrag zu kündigen. Mein Arbeitgeber Zahlt 40€ Monatlich und ich 40€ beides wird direkt von Arbeitgeber überwiesen. 

 

Wenn ich dieses nun Kündige, was wird mir da abgezogen? Ich habe da nun ein Guthaben von 794,39€ obwohl ich ja 12x80€ =960€ eingezahlt habe. Alleine der Abschluss war schon 160€ 

 

 

 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Der Verkäufer, von dem Du den Vertrag hast, bekommt eine Provision, wenn er es schafft, einen neuen Kunden zu werben. Bei LBS Bausparverträgen ist das laut Google meistens 1,0% oder 1,6% der Bausparsumme (hängt vom Produkt ab). Schau in Deinen Vertrag, dort sollten Bausparsumme und der Prozentsatz stehen. Wie hoch ist die Provision für Deinen Bausparvertrag in Euro?

 

Es ist schön, dass der Verkäufer etwas verdient. Weniger schön ist, dass nicht LBS diese Provision bezahlt, sondern der neue Kunde (also Du). Bei vielen Lebensversicherungen und Bausparverträgen wird es so gemacht, dass in den ersten Monaten/Jahren nur ein Teil der Prämien ins Vertragsguthaben geht, der andere Teil wird für die Provision verwendet. Das wird so lange gemacht, bis die Provision bezahlt ist. Von daher ist es nicht erstaunlich, dass Dein Vertragsguthaben niedriger ist als Deine Einzahlungen.

 

Du könntest auch gleich mal nach den jährlichen Verwaltungskosten schauen. Wie hoch sind diese?

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zoni
· bearbeitet von zoni

Viel wichtiger ist eigentlich zu

wissen, wie hoch der Guthabenzins ist. Wenn die Zinsen ok sind, würde ich den behalten und weiter einzahlen. Außerdem bekommst du ja noch die Arbeitnehmersparzulage?

 

die Abschlusskosten sind natürlich verloren, wenn du den Vertrag jetzt kündigst. 
 

Wenn du vorhast, eine Immobilie zu erwerben, muss ein Bausparer nicht verkehrtsein

 

grundsätzlich haben sich Bausparverträge als anspar-Vehikel für VL m.E. weitgehend erledigt. Die Guthabenzinsen sind einfach gering und die Kosten hoch.

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vormtor

Bevor Du den Vertrag kündigst oder anderweitig aktiv wirst, solltest Du Dir folgende Fragen stellen: Benötige ich einen Bausparvertrag, z. B. weil ich irgendwann Eigentum erwerben will oder schon habe? Habe ich Ansprach auf staatliche Förderung (Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie)? Durch die Förderung können Bausparverträge attraktiv sein, auch nach Abzug der Abschlussgebühr. Allerdings sind die Tarife der LBS i. d. R. nicht gut. Da gibt es deutliche bessere Tarife von anderen Anbietern.

Wenn ich es richtig verstehe, dann hast Du einen Vertrag mit 10 Td. Euro Bausparsumme abgeschlossen, bei dem 1,6 % Abschlussgebühr anfallen. Dann wurde Dir zumindest keine vollkommen überhöhte Bausparsumme verkauft für einen Vertrag mit VL-Besparung. 

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satgar
vor 11 Minuten von vormtor:

Wenn ich es richtig verstehe, dann hast Du einen Vertrag mit 10 Td. Euro Bausparsumme abgeschlossen, bei dem 1,6 % Abschlussgebühr anfallen.

Es könnte auch einer mit 16.000€ Bausparsumme und 1% Abschlussgebühr sein ;). Manchmal gibts auch Tarife für junge Leute, die die Gebühr von der Kasse zurückerstattet bekommen nach Zeitraum x. Leider sehr unklar hier alles. Kann Sinn machen, muss es aber auch nicht.

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Malwas
Am 3.1.2026 um 19:06 von KeinPlanDavon83:

Ich habe da nun ein Guthaben von 794,39€ obwohl ich ja 12x80€ =960€ eingezahlt habe.

Naja, nicht ganz. Nach deiner Beschreibung hast du nur 12x40€ = 480€ eingezahlt. Der Rest wurde von deinem Arbeitgeber eingezahlt.

 

Am 3.1.2026 um 19:06 von KeinPlanDavon83:

Hallo erstmal, ich habe mich bisher überhaupt nicht mit Bausparvertrag [...] beschäftigt. 

 

Vor 1.jahr hab ich ein Bausparvertrag abgeschlossen bei der LBS

Faszinierende Kombination von Sätzen.

 

Ich fürchte da wirst du dich jetzt damit beschäftigen müssen, was genau du überhaupt unterschrieben hast und warum. Aber besser spät als nie.

Offensichtlich sollen die 40€ pro Monat vom Arbeitgeber mitgenommen werden. Die Idee ist grundsätzlich gut, aber brauchst du dafür einen Bausparvertrag oder ginge auch ein VL-Fondssparplan, zum Beispiel bei Fidelity?

Warum zahlst du von deinem Gehalt auch 40€ pro Monat ein? Ist das eine Bedingung von deinem Arbeitgeber, damit er auch Geld beisteuert, oder wären 40€ im Monat alleine einfach nur zu wenig für einen Bausparvertrag? (Und selbst die 80€ pro Monat sollten vermutlich unter der Regelsparrate liegen, was zwar oft geduldet wird, aber jederzeit nachgefordert werden kann)

Besteht überhaupt eine Absicht/Aussicht den Bausparvertrag wohnwirtschaftlich zu verwenden? Vor allem auch relevant, wenn er wegen staatlicher Förderung abgeschlossen wurde. Die Verzinsung in der Ansparphase ist nur eine Hälfte davon. Ein niedriger Darlehenszins nach der Zuteilung gehört meist auch dazu und ist durch niedrige Ansparzinsen erkauft. 

 

In den Vertragsbedingungen (vor allem ABB) findest du auch die Informationen, was die Kündigung kostet. Meine Vermutung wäre nichts, aber Bonuszinsen verfallen und von den schon gezahlten Kosten bekommst du nichts zurück. Im Zweifel kannst du auch bei der Bausparkasse direkt nachfragen.

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optiontrader
· bearbeitet von optiontrader

In der heutigen Zeit sind 40 EUR doch nichts mehr... Also realistisch gesehen... Jeder (wirklich JEDER ohne körperliche Einschränkung) könnte sich notfalls diese Summe im Monat irgendwie on top erarbeiten. Vier-fünf Döner, ein Restaurantbesuch mit der Partnerin mit geteiltem Getränk... Von daher: Da würd ich gar keine Gedanken daran verschwenden und die paar Kröten in eine risikofreudigere Anlage stecken wie einen VL-ETF. Ich dachte, ich sei schon aggressiv mit einem Nasdaq100-ETF seit 2017 bis ich von einem ehemaligen Kollegen mitbekommen habe, dass mittlerweile sogar gehebelte ETFs VL-fähig sind und er so einen bespart.

Wenn man die Arbeitnehmersparzulage noch bekommt, dann ist das eigentlich erst recht ein No-Brainer. Mittlerweile würde ich statt finvesto auch zu Fidelity gehen, da es bei finvesto/FNZ mittlerweile halbjährlich Schlag auf Schlag geht in Sachen höhere Gebühren oder schlechtere Konditionen: Regelung über freie Anteile (unbedingt Teil-Depotübertrag zu einem "richtigen" Broker machen, wenn der Wert 1.000 EUR übersteigt), Anhebung des VL-Vertragsentgelts um 20%, zuletzt Gebühren auf Transaktionen (noch ein Grund für einen Teildepot-Übertrag bei freien Anteilen).

 

Ich erinnere mich noch an eine Vorlesung (Nebenfach BWL), in der der Prof. meinte, dass so ein Bausparvertrag eigentlich viel zu komplex ist und kaum einer versteht, was er da eigentlich an der Backe hat.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 7 Stunden von optiontrader:

Ich erinnere mich noch an eine Vorlesung (Nebenfach BWL), in der der Prof. meinte, dass so ein Bausparvertrag eigentlich viel zu komplex ist und kaum einer versteht, was er da eigentlich an der Backe hat.

Am Ende ist sowas genau genommen ja eine Versicherung. Sie versichert das Zinsänderungsrisiko. Dafür ist eine „Prämie“ zu bezahlen. Und wenn man diese bezahlt, kann die Wette/der Versicherungsfall für den Kunden positiv ausgehen, oder für die Bausparkasse. Wie das aber genau funktioniert, und wie man überhaupt misst, wann man mit dem Modell „als Kunde gewonnen hat“, ist alles andere als trivial und einfach zu ermitteln. Deswegen ist das für Otto Normalverbraucher auch in der Regel ein Verlustgeschäft. Sie verstehen die Funktionsweise und die Kosten schlicht nicht.

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