Pfennigfuchser Sonntag um 11:40 Ein gutes Neues Jahr, die Vorsätze wollen umgesetzt werden. Ich habe eine kleine 5-stellige Summe geschenkt bekommen, die ich bewusst nicht meinem Depot hinzufügen möchte, sondern in einem Zweitdepot für die kommenden Generationen aufbewahren möchte (also reinstes mental accouting ;-)). Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Schenkungen folgen werden, die ebenfalls dorthin wandern sollen. Am Ende vermutlich knapp 6-stellig. Ich selbst werde mein Vermögen vermutlich ebenfalls nicht verkonsumieren, den Kindern daraus schon Ausbildung und Zuschuss zum Eigentumserwerb oder Firmengründung schenken können, so dass da später noch mehr dazukommen wird. Dieses Depot soll also nicht angefasst oder für mein Alter genutzt werden, sondern irgendwann Erbmasse sein. => 100% Aktien, für 40+ Jahre. Nun frage ich mich, ob es dabei aufgrund der Langfristigkeit und der Vererbung (bin knapp 50, ein paar Jährchen sollte das also noch dauern) irgendwelche Besonderheiten zu beachten gibt oder ich wie im normalen Depot einfach alles in einen thesaurierenden Vanguard schiebe. Insbesondere, ob es steuerliche Implikationen zu beachten gibt, weiß ich nicht. Die aktuelle Steuerfreiheit der Kinder würde ich nicht nutzen wollen, Einzelaktien sind aus beruflichen Gründen nicht drin. Habt Ihr solche Positionen/Depots und wie handhabt Ihr das? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Sonntag um 11:57 Ich würde für jedes Kind ein separates Depot eröffnen bzw. noch besser die Positionen in einem Einmalkauf erwerben und zeitnah diese Tranche aufteilen und in ein separates Depot pro Kind verschieben. So erhält jedes Kind später exakt den gleichen Depotwert mit dem gleichen Einstandswert. Wenn man dieses Konstrukt noch weiter denkt und den Kindern ggf. die Aufteilung ihres Teildepot für ihre Kinder ermöglichen möchte, dann würde man wohl nur ein Vielfaches von X als Positionen erwerben, damit in den Teildepots durch die Kinder dann wieder geteilt werden kann. Bei 3 eigenen Kindern und von denen ggf. 3x2=6 Enkeln würde man nur ein Vielfaches von 6 als Anzahl kaufen. Und über ein Nießbrauchdepot nachdenken, wenn ohnehin klar ist, dass die Kinder die Positionen erhalten sollen.... oder direkt komplett schenken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Sonntag um 11:59 vor 18 Minuten von Pfennigfuchser: Ich habe eine kleine 5-stellige Summe geschenkt bekommen, die ich bewusst nicht meinem Depot hinzufügen möchte, sondern in einem Zweitdepot für die kommenden Generationen aufbewahren möchte (also reinstes mental accouting ;-)). Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Schenkungen folgen werden, die ebenfalls dorthin wandern sollen... Warum nicht ein Drittdepot einrichten für die übernächste Generation? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pfennigfuchser Sonntag um 12:07 · bearbeitet Sonntag um 12:09 von Pfennigfuchser Die Kinder haben bereits eigene Depots, in die ich regelmäßig Werte übertrage, aber dieses Depot soll (auch um der Vorstellung des Schenkers gerecht zu werden) erst einmal in meinem Besitz bleiben und deutlich später an Kinder oder Enkel gehen. Also Ziel ist wirklich ein Depot, lange halten, später vererben, unkompliziert. Nießbrauchdepot ist überdenkenswert, das könnte längerfristig ein Thema werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin Sonntag um 12:14 vor 6 Minuten von Bolanger: Ich würde für jedes Kind ein separates Depot eröffnen bzw. noch besser die Positionen in einem Einmalkauf erwerben und zeitnah diese Tranche aufteilen und in ein separates Depot pro Kind verschieben. So erhält jedes Kind später exakt den gleichen Depotwert mit dem gleichen Einstandswert. Kinder werden Geld nicht zum selben Zeitpunkt und in der selben Höhe benötigen. Wenn du dann Geld aus einem einheitlichen Topf nimmst, wird es immer Schwierigkeiten geben festzustellen, was im Punkto Zeitwert des Geldes als gerechter Ausgleich anzusehen ist. Dazu gab es neulich mal einen Thread bzgl. einer Grundstückshälfte, bei dem deutlich wurde, dass unter den Foristen die Meinungen auseinander gingen, was ein gerechter Ausgleich für den später Beschenkten wäre. Diese Probleme, die nicht selten für Zwietracht unter Geschwistern sorgen, würdest du vermeiden, wenn du von vornherein getrennte Töpfe hast, aus denen du für bestimmte Zwecke (z.B. Zuschuss Hauskauf) entnimmst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pfennigfuchser Sonntag um 12:54 Das stimmt, ich selbst kenne das Problem unter Geschwistern auch. Das Geld, das der eine mit Anfang 20 bekommen hat ist deutlich wertvoller als das, was der andere mit Anfang 40 bekommt. Das hätte ja schon 20 Jahre arbeiten können. Aber darum soll es bei diesem Depot nicht gehen. Ich plane keine vorzeitigen Entnahmen zugunsten der Kinder, wenn nicht aus steuerlichen Erwägungen, um Erbschaftsfreibeträge zu nutzen. Aber auch das erst weit hinten raus. Der Gedanke ist eher, dass dieses Depot auch locker eine Genration überspringen könnte und unangetastet mitgeschleppt wird. Ob die Kinder überhaupt Kinder bekommen, das nach meine Tod verprassen oder dem Tierheim spenden, weiß ich natürlich nicht, interessiert mich dann aber auch nicht mehr. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Sonntag um 13:07 vor einer Stunde von Pfennigfuchser: Dieses Depot soll also nicht angefasst oder für mein Alter genutzt werden, sondern irgendwann Erbmasse sein. => 100% Aktien, für 40+ Jahre. Wie groß schätzt Du die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Depot nach 40 Jahren überhaupt noch einen Wert hat? Ich würde die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts auf ungefähr 20% schätzen (*). Vielleicht gibt es bessere Verwendungsmöglichkeiten für das Geschenk? (*) Vor ein paar Tagen lief im Fernsehen der Film "Titanic". Caledon „Cal“ Hockley (der Rose heiraten möchte) war zwar sehr reich - aber im Abspann wird erzählt, dass er alles beim nächsten Börsencrash verloren hat... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pfennigfuchser Sonntag um 13:14 Das schätze ich anders ein. Ich schließe einen Totalverlust nicht aus, aber bei 20% in 40 Jahren sähe ich ihn nicht. Verwendungsmöglichkeiten: Das Depot ist nur ein Teil der Masse, für meinen Geschmack sogar noch ein zu kleiner, ich habe versucht, im Rahmen der Möglichkeiten zu diversifizieren. Ich gehe davon aus, dass sinnvolle Dinge wie eine gute Ausbildung oder eben der Zuschuss zum Eigentumserwerb oder einer Gründung von uns Eltern erwirtschaftet werden kann und nicht aus diesem Depot kommen muss. Horizont ist also eher Altersvorsorge der Kinder, Ausbildung potentieller Enkel. Eben eine Generation weiter. Und über die lange Zeit soll das Geld noch etwas arbeiten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Sonntag um 13:42 vor 1 Stunde von Pfennigfuchser: auch um der Vorstellung des Schenkers gerecht zu werden Was sind denn die Vorstellungen des Schenkers? Zum Nießbrauchdepot würde ich derzeit nahelegen, den Geldbetrag unter Nießbrauch zu verschenken und erst nach vollzogener Schenkung in Wertpapiere umzuschichten. Wenn das ganze Nießbrauch-Gedönse nicht notwendig oder zu kompliziert wird, dann kann man auch einfach den geldbetrag oder das Depot unter Auflagen ohne Nießbrauch verschenken. Sinngemäß: Schenkung mit dem Zweck des Vermögenserhalts, Rückabwicklung, wenn Positionen aufgelöst werden. Dann wäre das ganze verwaltungstechnisch aus einem Erbe heraus, der Schenkungsfreibetrag genutzt. Ich sehe da nur Vorteile und kann mir avorstellen, dass so in etwa auch die Vorsstellung des Schenkers ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DNA Sonntag um 13:51 vor 41 Minuten von stagflation: Wie groß schätzt Du die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Depot nach 40 Jahren überhaupt noch einen Wert hat? Ich würde die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts auf ungefähr 20% schätzen (*). Vielleicht gibt es bessere Verwendungsmöglichkeiten für das Geschenk? (*) Vor ein paar Tagen lief im Fernsehen der Film "Titanic". Caledon „Cal“ Hockley (der Rose heiraten möchte) war zwar sehr reich - aber im Abspann wird erzählt, dass er alles beim nächsten Börsencrash verloren hat... Verstehe ich dich richtig, dass du mit 20% Wahrscheinlichkeit gewichtest, dass in den kommenden 40 Jahren alle Aktien wertlos werden? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fibonacci Sonntag um 14:04 vor 56 Minuten von stagflation: Wie groß schätzt Du die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Depot nach 40 Jahren überhaupt noch einen Wert hat? Ich würde die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts auf ungefähr 20% schätzen (*). Vielleicht gibt es bessere Verwendungsmöglichkeiten für das Geschenk? (*) Vor ein paar Tagen lief im Fernsehen der Film "Titanic". Caledon „Cal“ Hockley (der Rose heiraten möchte) war zwar sehr reich - aber im Abspann wird erzählt, dass er alles beim nächsten Börsencrash verloren hat... Eine steile These, kannst du etwas mehr Kontext geben, für diese Aussage? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
poipoi Sonntag um 14:22 vor einer Stunde von stagflation: Wie groß schätzt Du die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Depot nach 40 Jahren überhaupt noch einen Wert hat? Ich würde die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts auf ungefähr 20% schätzen (*). Vielleicht gibt es bessere Verwendungsmöglichkeiten für das Geschenk? (*) Vor ein paar Tagen lief im Fernsehen der Film "Titanic". Caledon „Cal“ Hockley (der Rose heiraten möchte) war zwar sehr reich - aber im Abspann wird erzählt, dass er alles beim nächsten Börsencrash verloren hat... Hier steht das der Charakter erfunden ist: https://heart-of-the-ocean.com/blogs/titanic-heart-of-the-ocean/caledon-hockley-titanic Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Sonntag um 14:51 Selbst wenn die Geschichte nicht erfunden wäre ist es doch ziemlich einfach, sein vermögen an der Börse zu verlieren. Wenn man nur in wenige Unternehmen investiert ist und diese Pleite gehen, dann ist das Vermögen weg. Hier geht es aber um eine breite Diversifikation. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PKW Sonntag um 14:51 vor 10 Minuten von fibonacci: Eine steile These, kannst du etwas mehr Kontext geben, für diese Aussage? 1945 bis 2066 (heute + 40 Jahre) sind mehr als 120 Jahre. Gab es schon mal eine so lange Zeit ohne gravierende Umbrüche? Wir blicken auf 80 Jahre Frieden (= stabile Lebensverhältnisse) zurück. Das führt aber auch dazu, dass wir gefahrenblind geworden sind. Nur weil Nick Hanauer bisher vergeblich vor den Mistgabeln gewarnt hat, heißt das nicht, dass alles in bester Ordnung ist. Und das ist ja nur ein mögliches Problem. Zur Einordnung: Mein Großvater hat das Kaiser- und das Dritte Reich, mehrere Republiken und 2 Weltkriege erleben müssen. Ich will es nicht beschreien, aber die Zeiten können auch mal wieder interessant werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Theobuy Sonntag um 15:08 vor 3 Stunden von Pfennigfuchser: Ich habe eine kleine 5-stellige Summe geschenkt bekommen, die ich bewusst nicht meinem Depot hinzufügen möchte, sondern in einem Zweitdepot für die kommenden Generationen aufbewahren möchte (also reinstes mental accouting ;-)). Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Schenkungen folgen werden, die ebenfalls dorthin wandern sollen. Am Ende vermutlich knapp 6-stellig. Mir scheint, dass dieses positive Ereignis bisher etwas den Blick für das Wesentlich getrübt hat. Du verweist zwar auf mental accounting, aber warum du es machen willst und warum es Sinn machen sollte, erschließt sich mir (noch) nicht. Du hast nur ein Vermögen, es sei denn, du überträgst es auf die Kinder. Dann ist es ihres. Lege es einfach langfristig an - erhöhe also deinen risikobehafteten Teil (falls der Schenker dir vertraut und die Freiheit dazu lässt) und gut ist es. Gebe lieber mit warmen Händen und nutze es, wann es dir richtig erscheint. Ich würde mir das Leben nicht komplizierter machen als es ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Jennerwein Sonntag um 15:32 vor 3 Stunden von Pfennigfuchser: Ich habe eine kleine 5-stellige Summe geschenkt bekommen, die ich bewusst nicht meinem Depot hinzufügen möchte, sondern in einem Zweitdepot für die kommenden Generationen aufbewahren möchte (also reinstes mental accouting ;-)). Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Schenkungen folgen werden, die ebenfalls dorthin wandern sollen. Am Ende vermutlich knapp 6-stellig. Ich selbst werde mein Vermögen vermutlich ebenfalls nicht verkonsumieren, den Kindern daraus schon Ausbildung und Zuschuss zum Eigentumserwerb oder Firmengründung schenken können, so dass da später noch mehr dazukommen wird. KISS, ich habe ein Depot, ein Vermögen. Davon gebe ich meinen Kindern was ab, wenn ich es für richtig halte, soviel ich für richtig halte. Ich erkenne längst keinen Sinn mehr darin, einen Betrag davon getrennt zu betrachten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Sonntag um 17:44 Die Sache mit Kindern und Kindeskinder ist schon alleine deswegen nicht ganz trivial, weil nicht jedes Kind die gleiche Zahl von Kindern "produziert" und das auch noch zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Ob ein kluger Fachanwalt für Erbrecht da eine gute Idee haben wird? Wenn Du wild entschlossen bist, dann mach Unterdepots für jedes Kind. Von da aus könntest Du jeweils an Kind/Enkel innerhalb einer Linie weiterverteilen. Das würde zumindest helfen, es strukturiert zu halten. Es hält Dir auch die Option von Kettenschenkungen offen. Ich denke die Chancen stehen eher hoch, dass sich in den nächsten Jahren etwas an der steuerlichen Situation ändert. Steuerlich günstig wird das vermutlich nur, wenn Du früh genug mit dem Übertragen anfängst. Dann läufst Du aber Gefahr, dass der Nachwuchs irgendeinen Käse damit anstellt und Du zuschauen musst. Nießbrauchdepots bei doch recht übersichtlichen Beträgen erscheint mir zu teuer. Was Du für die Depots einsammeln willst, ist denke ich ziemlich zweitrangig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt Sonntag um 17:58 · bearbeitet Sonntag um 18:00 von hattifnatt vor 6 Stunden von Pfennigfuchser: Die aktuelle Steuerfreiheit der Kinder würde ich nicht nutzen wollen Edit: OK, im Folgebeitrag steht die Begründung Warum nicht? Mit Nichtveranlagungsbescheinigung kann man z.B. bei Einhaltung der Verdienstgrenze der Familienversicherung aktuell 565*12+1000 p.a. an Gewinnen realisieren, privat fast das Doppelte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pfennigfuchser Sonntag um 20:17 OK. Nochmal von vorne. Ich möchte nicht diskutieren, warum ich dieses Depot getrennt halten will, auch nicht, wie viele Enkel meine noch minderjährigen Kinder produzieren werden oder was der Schenker bezweckt. Freibeträge der Kinder werden in sinnvollem Rahmen bereits genutzt, mehr soll aktuell nicht verschoben werden. Ich möchte ein möglichst simples Depot führen, das in den kommenden Jahren weiter befüllt wird und das ich im Idealfall erst in 30-40 Jahren an die nächste oder übernächste Generation weitergebe, je nach dann geltenden Steuer- und Erbregeln auch früher. Mir geht es nur darum, zu erfahren, ob meine Standardfondslösung dafür geeignet ist oder ob es weitere Dinge gibt, die bei einer solch langfristigen und tendenziell fixen Anlage zu beachten sind, die ich aber aktuell nicht überblicke. Z.B. fand ich den Hinweis auf eine spätere mögliche Übertragung als Nießbrauchdepot interessant und frage mich nun, ob es für den Fall klüger wäre, Ausschütter zu wählen als den eigentlich angedachten Thesaurierer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Sonntag um 20:55 Ausschütter empfehlen sich schon alleine deswegen, weil Du sonst permanent die zu zahlenden Steuern auffüllen musst oder alternativ Anteile verkaufen. Für die Option Niesbrauch würdest Du vermutlich Fonds mit höherer Ausschüttung brauchen, oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pfennigfuchser Sonntag um 21:47 Ja, das widerspricht sich etwas. Ich muss mich da noch mal reinlesen, ob das sinnvoll wäre. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beijing84 Sonntag um 22:53 Für einen Zeitraum von 40+ Jahren sind die steuerlichen Implikationen nicht absehbar, die Gesetze können sich in der Zeit zig-mal ändern. Eine Sache bei einem Thesaurier ist die Steuer auf die Vorabpauschale, du müsstest das alles gut dokumentieren, damit die Erben das bei einem zukünftigen Verkauf haben, da ist ein Ausschütter womöglich unproblematischer. Und ja ich weiß, dass auch bei einem Ausschütter Vorabpauschale anfallen kann, aber mit einem High Dividend wohl eher nicht. Und was jetzt auch wieder in der Diskussion ist, Krankenkassenbeiträge auf Kapitalerträge zu erheben, das wären dann gegebenfalls zusätzliche Kosten für dich, solange das Depot auf dich läuft. Ich weiß nicht, ob das von Relevanz für dich ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Montag um 07:01 vor 10 Stunden von Pfennigfuchser: Ich möchte ein möglichst simples Depot führen Du solltest lang und aktiv genug hier im Forum sein um die Standard-Empfehlung für solchen einen Fall zu kennen. Nimm einen All-Word oder ACWI o.ä. und gut ist. Wir brauchen auch nicht zu diskutieren, wie viele Kinder Deine Kinder mal haben werden oder nicht. Du solltest Dir erstmal klar darüber werden, ob vor 10 Stunden von Pfennigfuchser: Ich möchte ein möglichst simples Depot führen das Ziel ist oder vor 10 Stunden von Pfennigfuchser: das ich im Idealfall erst in 30-40 Jahren an die nächste oder übernächste Generation weitergebe, auch Abweichungen von vor 10 Stunden von Pfennigfuchser: möglichst simple zulässt. Und nun ohne viel zu kommentieren. Wenn es das Ziel ist, das Depot weiterzureichen, dann bereite es direkt darauf vor. Die einfachste Vorbereitung, die nahezu keine Komplexität mit sich bringt, habe ich in meiner ersten Antwort gegeben. Kaufe von jeder Trache so viele Anteile, dass Du sie zumindest unter Deinen Kindern, deren Anzahl Du kennen solltest, gleich aufteilen kannst. Diesen Gedanken noch weiter gedacht könntest Du einen Fonds mit geringem Kaufpreis wählen, von dem Du dann entsprechend mehr Anteile erwirbst. Wenn Du in 60er-Staffeln kaufst, dann behältst Du Dir de Option offen, das Depot mal fair unter 2, 3, 4, 5 oder 6 Begünstigten aufzuteilen, da 60 das kleinste gemeinsame Vielfache von bis zu 6 Personen ist. Wenn es ausschließlich darum geht ein Depot für folgende Generationen zu erstellen. dann würde ich Thesaurierer nehmen, damit wirklich die gesamte Performance für die Folgegeneration erhalten bleibt. Ggf. 1x jährlich zum Ausgleich der Steuerbelastung entsprechend daraus verkaufen. Dann solltest Du auch nicht über Nießbrauch nachdenken. Nießbrauch ist nämlich eine Leistung für Dich, die nicht gewollt ist. Aaaber Du solltest dann auch über die Gestaltung der Weitergabe des Depots nachdenken und dies im Kontext des Gesamterbes betrachten. Wenn es ohnehin keine Erbschaftsteuer gibt, dann ist das ein no brainer. Wenn jedoch so viel vererbt wird, dass Erbschaftsteuer anfällt, dann sollte man darüber auch nachdenken das depot schon heute unter Nutzung der Freibeträge abzugeben. Hast Du schonmal über eine Versicherungslösung nachgedacht, bei der die Kinder die Begünstigten im Todesfall sind? Ich glaube dann ist die Auszahlung steuerfrei, da sie nicht als Erbe gewertet wird, sondern als Versicherungsleistung. Du zahlst einmal ein, wählst einen passenden Fonds und stirbst vor Ende der Versicherungszeit... gibt auch welche mit Aufschub bis 100. Mit der Verwaltung und Versteuerung hast Du dann nichts zu tun. Du bekommst 1x jährlich eine Standmitteilung und schichtest ggf. steuerneutral innerhalb der Versicherung um und fertig ist bist Du. Das schaffst Du auch noch tüddelig im Altenheim. Die Verwaltungsgebühren der Versicherung können das Weniger an Aufwand durchaus wert sein. Auch wenn es keine akute Eile gibt solltest Du über Nießbrauch in nicht allzu ferner Zukunft eine Meinung bilden. In hohem Alter wird der Nießbrauch geringer bewertet als in jungen Jahren. Du bist jetzt knapp 50. In 40+ Jahren bist Du über 90... da macht Nießbrauch dann kaum noch Sinn. Wenn Du Dich heute für ein Nießbrauchdepot entscheidest, dann könntest Du gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Du könntest nämlich einen Geldbetrag schenken, der den höchsten Nießbrauchwert aller Anlageformen hat. Besser kann man den Nießbrauch nicht rechnen. Nach Vollzug der Schenkung schichtest Du von Geld in Wertpapiere um und hast dabei die freie Wahl. Du müsstest also keine Dividendenstrategie fahren oder Umschichtungen versteuern, die bei einem sinnvollen Nießbrauch an einem Wertpapierdepot fällig wären. Du könntest sogar Thesaurierer nehmen und hättest dann letztlich keine Ausschüttungen mehr. Weiteres können wir per PN austauschen. Persönlich kann ich allerdings nicht nachvollziehen, warum Du das Depot ganz bewusst für Folgegenerationen erstellen willst, was wohl auch im Sinne des Geldgebers zu sein scheint, Du jedoch das Thema des Übertrags nicht jetzt schon angehen willst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pfennigfuchser Montag um 09:29 Vielen Dank für die sachliche Diskussion, die mir weiterhilft! Die Meinungen gehen ja durchaus auseinander: vor 11 Stunden von Sapine: Ausschütter empfehlen sich schon alleine deswegen, weil Du sonst permanent die zu zahlenden Steuern auffüllen musst oder alternativ Anteile verkaufen. vor 1 Stunde von Bolanger: dann würde ich Thesaurierer nehmen Das erste Argument erscheint mir schlüssig, auch wenn ich ursprünglich auch an einen Thesaurierer dachte, weil weniger Arbeit. vor 1 Stunde von Bolanger: so viele Anteile Da macht ich mir keinen Kopf drum, so lange die Anteile klein genug sind, werden die Erben sich schon nicht um Bruchstücke zanken. vor 1 Stunde von Bolanger: Versicherungslösung Die Idee hat prinzipiell auch was. Löst natürlich das aktuelle Problem nicht, da ich das erst machen könnte, wenn das Portfolio den Sollfüllstand erreicht hat, was noch ein paar Jahre dauern wird, aber da denke ich mal drüber nach. vor 1 Stunde von Bolanger: dann sollte man darüber auch nachdenken das depot schon heute unter Nutzung der Freibeträge abzugeben. vor 1 Stunde von Bolanger: Persönlich kann ich allerdings nicht nachvollziehen, warum Du das Depot ganz bewusst für Folgegenerationen erstellen willst, was wohl auch im Sinne des Geldgebers zu sein scheint, Du jedoch das Thema des Übertrags nicht jetzt schon angehen willst. Auch wenn ich das eigentlich nicht diskutieren wollte: bei jeder Depoteröffnung auf den Namen des Kindes mit nem Sparplan über 25€ im Monat schlagen hier Bedenkenträger auf, die davor warnen, dass das Geld ja dann dem Kind gehöre, man keinen Zugriff mehr habe, mit 18 der Sportwagen statt des Studiums finanziert werde. Und hier läuft es mal gerade andersherum. Meine Kinder sind noch jung, ich habe keinen Schimmer, wie sie sich entwickeln, daher lasse ich mir mit der Übertragung noch mind 20 Jahre Zeit. Unser Vermögen ist abgesehen von dieser Schenkung selbstaufgebaut, d.h. so überschaubar, dass man Freibeträge zwar im Blick behalten muss, aber auch keine 4 Zyklen a 10 Jahren an Schenkungen benötigt, um es zu übertragen. Wir übertragen aktuell in kleinerem Umfang gut gelaufene Fondsanteile ins Kinderdepot (mehr wäre unsererseits noch nicht sinvoll, unsere Altersvorsorge hat erst einmal Vorrang), die können die dann steuerfrei versilbern oder umschichten, in 10-20 Jahren wird wieder so viel da sein, dass ein Schwung für Hauskauf etc. übertragen werden kann und das Vererbungsdepot folgt eben danach. So die grobe Vorstellung. Dafür sollten die Freibeträge reichen. Die Nießbrauchsgeschichte sollte man natürlich etwas früher angehen, wegen der prognostizierten Restlebensdauer. Mir geht es dabei nicht um die Nutzung der Erträge, sondern rein um die steuerliche Gestaltung. Ich vermute, dass ich nach Prüfung Abstand davon nehme, weil komplexer als in unserem Falle nötig, aber durchrechnen werde ich es mal. vor 10 Stunden von beijing84: Krankenkassenbeiträge auf Kapitalerträge Guter Hinweis! Ist in meinem Fall zwar unerheblich, da PKV, aber für andere durchaus relevant. Gälte bei früherem Übertrag allerdings für die Kinder, da GKV. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Montag um 11:40 Ich drück Dir die Daumen, dass sich die Erben nach Deinem Ableben nicht zanken. Gehört habe ich schon einige Schauermärchen. Aber mal ehrlich... Du brichst Dir jetzt keinen Zacken aus der Krone, wenn Du einmalig auf die Teilbarkeit des Depots achtest. Bei der Versicherung findet sich bestimmt auch eine Lösung, bei der Du durch zukünftige Einmalzahlungen nachlegen könntest. Keiner kennt die Zukunft. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es bei Rentenversicherungen viel bestandsschutz gab. z.B. mit der Versteuerung ab 2005. Ich sehe mehr Chancen auf Bestandsschutz bei versicherungen als bei einem freien depot, das vererbt werden soll. Nicht, dass in 40+ Jahren die Erbschaftssteuer hoch ist, während eine Versicherung mit Bestandsschutz weiterhin steuerfrei ausgezahlt werden könnte. Zu den Kindern und deren Zukunft: Wenn es eine einmalige Schenkung ist, dann schenke unter der Auflage, dass das Depot nicht verjuxt wird. Die genaue Formulierung müsste man mit einem Juristen absprechen. Bis zum 18. Lebensjahr habt Ihr ohnehin einen Daumen drauf. Es gibt nebenbei eine ganze Reihe von Auflagen für Schenkungen, die eine Rückabwicklung ermöglichen (Drogensucht, Undank, Betreuer etc.) Und zum 18. Geburtstag sollten die Kinder soweit sein, dass sie die Bedeutung eines Vater-Kind-Gespräches, in dem klargemacht wird, dass die Schenkung rückabgewickelt wird falls das Depot angerührt wird, kennen. Und wenn Sie das nicht erkennen, dann habt Ihr andere Probleme. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag