Schuhschnabel vor 8 Stunden vor 21 Stunden von StefanBpunkt: Der arme Mann muss in seiner Jurisdiktion den Eigenmietwert versteuern. Vergesst das nicht. Ich würde 75% VT und 25% CHSPI wählen. Aus Steuerlichen sowie Kostengründen bei IBKR und nicht bei einem Schweizer Broker. Zur Übergewichtung von Heimatwährung erklärt Ben Felix in seinem YT-Kanal dazu die aktuelle Stundienlage. War für mich sehr erhellend. Und beachte immer das gesamte Portfolio! Säule 1e, 2 und 3. Weitere Versicherungen und Anlagevehikel. Nur so kommst Du aus dem mental accounting raus zu einer möglichst rationalen Vermögensdarstellung. Danach kannst Du immer noch nachschärfen für gutes Bauchgefühl. Die gute alte Home-Bias Diskussion ist immer wieder spannend. Ben Felix spricht in seinem YT-Video vom Beispiel Kanada, was doch mehr als doppelt so gross ist als die Schweiz und daher fraglich wie gut das 1:1 auf uns anwendbar ist. Und wenn sich Schweizer Aktien ins Portfolio holt, so hat man mit Novartis, Roche und Nestle 3 Titel die schon 35% des Index ausmachen. Man könnte jetzt auch sagen der Index ist eine Sektorwette mit seinen 30% Gesundheit. Also die hohe Konsentration überzeugt mich nicht wirklich und wenn z.B. Novartis und Roche mal sehr schlechte Entwicklungen haben ist das ein grosses Problem aufgrund der geringen Diversifikation im Index. Wenn man den von dir vorgeschlagenen Mix (75% VT, 25% SPI) gegen einen reinen VT vergleicht, zeigt sich das der reine VT eine höhere Performance geliefert hat. Der Mix hat jedoch ein besseres Shape Ratio und eine geringere Volatilität aufgewiesen. In meiner 1. Säule und 2. Säule sind 30% CH Aktien, in meiner 3. Säule sind 19% CH-Aktien. Diese Anteile in Summe decken meinen Home Bias ausreichend ab. 1. und 2. Säule kann ich die Gewichtung nicht ändern, in der 3. Säule muss ich mindestens 19% CH-Anteil haben, kann aber auch mehr hinzufügen. Aktuell setzte ich in der 3. Säule auf einen Mix zwischen 5% SMI und 14% SPI Extra. So breche ich die hohe Konzentration der Top 3 Aktien und habe doch über 200 CH-Aktien im CH-Anteil was eine breite Diversifikation scheint. Würdest du eine andere Gewichtung empfehlen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein vor 8 Stunden vor 7 Minuten von Schuhschnabel: Ja ich bevorzuge eine Schweizer Bank mit deutschem Telefonsupport aus der Schweiz bei Fragen/Problemen. (...) Insgesammt ein sehr attraktives Paket und seit ich vor kurzem von Swissquote zur Saxo gewechselt bin spare ich jährlich sehr viel Geld. Das kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Wenn du die Kosten schon stark optimiert hast und wenig handelst, lohnt es sich wahrscheinlich wirklich nicht, noch die letzte winzige Ersparnis herauspressen zu wollen. Ich fand meine Erfahrung bei Swissquote extrem, weil da alle möglichen offenen und verdeckten Kosten anfielen, von Depotführungskosten über die hohen Handelskosten und Währungsumtauschkosten bis hin zu beträchtlichen Zinszahlungen, wenn ein Währungskonto ins Minus gerutscht war und man dies nicht sofort manuell ausgeglichen hat. Interactive Brokers ist eine seriöse Alternative und wirklich sehr, sehr günstig, wenn man mit einem amerikanischen Anbieter leben kann. Telefonsupport ist mir persönlich nicht wichtig, ich wüsste gar nicht, wie es darum bestellt ist, und da ich nur wenig handle, brauche ich keinen speziellen Steuerbericht sondern mache das selbst. Möglicherweise verbindet aber Saxo für dich akzeptable Kosten mit dem Support und dem Sicherheitsgefühl, das du haben möchtest. vor 15 Minuten von Schuhschnabel: Mein grösster ETF (World ETF) ist bei 0.06% TER, das ist für mich bereits extrem günstig, ich sehe da nicht mehr viel Sparpotential. Bezüglich der ETFs sind diese natürlich auch in Europa deutlich günstiger geworden. Ich vermute, dass man mit US-ETFs aus Steuergründen immer noch einen Tick besser fährt, weil ein amerikanischer ETF (Domizil in den USA) auf Fondsebene keine Quellensteuer auf die Dividenden amerikanischer Unternehmen bezahlt. Ein irischer ETF (Domizil in Irland) muss dagegen 15% Quellensteuer entrichten. vor 7 Minuten von Schuhschnabel: Wenn ein US Präsident plötzlich Grönland beansprucht, wer sagt dass nicht plötzlich auch IB-Konten beansprucht werden? Nur so ein Gedanke, also ich fühle mich da mit meinen in Europa domilizierte ETFs und Schweizer Bank mit Schweizer Einlagensicherung doch wohler. Das muss aber jeder für sich entscheiden, mir ist es aber das bisschen zusätzliche Ersparnis nicht Wert. Wie siehst du das? Ausschliessen kann man gar nichts, aber ich halte diese Wahrscheinlichkeit für extrem gering, wie ich ja auch nicht glaube, dass in der Schweiz der Kommunismus eingeführt wird und wir enteignet werden. Bei der Einlagensicherung muss man unterscheiden zwischen 1) der Einlagensicherung im engeren Sinne, also der Versicherung der Bankeinlagen wie Girokonten, Verrechnungskonten, Sparkonten etc. auf der einen Seite und 2) der Versicherung der Wertpapiere auf der anderen Seite. Ich halte die USA in beiden Punkten für besser aufgestellt als Europa, mit einem Schutz von Einlagen über FDIC bis 250.000 US$ (Schweiz/ FINMA: 100.000 SFr.) und von Wertpapieren über SIPC bis zu 500.000 US$ (Schweiz: Kein besonderer Schutz über das Prinzip der getrennten Verwahrung hinaus). Eigentum ist in den USA also grundsätzlich sehr gut geschützt. Die Schweiz hat leider das Problem, dass sie relativ klein im Vergleich zur Grösse ihres Bankensektors ist - dies umso mehr, da es ja nach dem Untergang der Credit Suisse jetzt nur noch eine Grossbank gibt. Was ist, wenn diese ins Wanken gerät? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
StefanBpunkt vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von StefanBpunkt Typo vor 5 Stunden von Schuhschnabel: Die gute alte Home-Bias Diskussion ist immer wieder spannend. Ben Felix spricht in seinem YT-Video vom Beispiel Kanada, was doch mehr als doppelt so gross ist als die Schweiz und daher fraglich wie gut das 1:1 auf uns anwendbar ist. Und wenn sich Schweizer Aktien ins Portfolio holt, so hat man mit Novartis, Roche und Nestle 3 Titel die schon 35% des Index ausmachen. Man könnte jetzt auch sagen der Index ist eine Sektorwette mit seinen 30% Gesundheit. Also die hohe Konsentration überzeugt mich nicht wirklich und wenn z.B. Novartis und Roche mal sehr schlechte Entwicklungen haben ist das ein grosses Problem aufgrund der geringen Diversifikation im Index. Wenn man den von dir vorgeschlagenen Mix (75% VT, 25% SPI) gegen einen reinen VT vergleicht, zeigt sich das der reine VT eine höhere Performance geliefert hat. Der Mix hat jedoch ein besseres Shape Ratio und eine geringere Volatilität aufgewiesen. In meiner 1. Säule und 2. Säule sind 30% CH Aktien, in meiner 3. Säule sind 19% CH-Aktien. Diese Anteile in Summe decken meinen Home Bias ausreichend ab. 1. und 2. Säule kann ich die Gewichtung nicht ändern, in der 3. Säule muss ich mindestens 19% CH-Anteil haben, kann aber auch mehr hinzufügen. Aktuell setzte ich in der 3. Säule auf einen Mix zwischen 5% SMI und 14% SPI Extra. So breche ich die hohe Konzentration der Top 3 Aktien und habe doch über 200 CH-Aktien im CH-Anteil was eine breite Diversifikation scheint. Würdest du eine andere Gewichtung empfehlen? Das war genau das, was ich mit der „gesamten Vermögensaufstellung“ meinte. Schön, dass Du dabei so rational unterwegs bist - davon gibt‘s nicht so viele Menschen… Die Studie spricht explizit von „Home Bias“ wobei sich die samples der Simulationen auf das *jeweilige* Heimatland des Investors beziehen. Untersucht wurden dabei meiner Erinnerung nach mehrere entwickelte und sich entwickelnde Länder in denen der zu untersuchende Investor saß. Da wurden also richtig große Datenmengen verarbeitet und zum Ergebnis kondensiert: Home Bias ist im Bereich 0-10% quasi nutzlos; 10-30% okay und darüber hinaus schädlich. Das galt für alle untersuchten Regionen! Genau so bist Du aufgestellt: Deine Altersvorsorge & das Notfallgeld / Tagesgeld / Urlaubssparen etc. sind in einer extrem wertstabilen Währung => Dein HomeBias ist in dieser Größenordnung. Zusätzlich wird Dein restliches Humankapital wahrscheinlich in CHF monetarisiert werden. Ob IBKR oder Saxo wird nicht lebensverändernd sein. Haken dran. Finanziell bist Du also in den oberen 5% oder besser, was die lang- mittel- und kurzfristige Aufstellung angeht. Schulterklopfen & Fleißbienchen! Spannend werden jetzt andere Fragen: - Nutze ich mein Geld zu meinem Optimum? - Was möchte ich in meinem Leben noch erleben, wobei Geld mir helfen kann? - Welche nicht-monetären Ziele habe ich noch? Du bist oben angekommen, mach‘ was draus! (Und vergiß‘ nicht den gelegentlichen Genuss des Lebens!) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag