Zum Inhalt springen
Amnesia

2 Mio. genug fuer den Vorruhestand? (45 J., ledig, keine Kinder, keine Schulden)

Empfohlene Beiträge

Amnesia
· bearbeitet von Amnesia

Kurzfassung: Sind 2 Mio. EUR genug fuer einen Deutschen (45 Jahre, keine Kinder, ledig, keine Schulden), um in den Ruhestand zu gehen?

 

Hintergrund: Ein guter Freund geht gerade durch eine Lebenskrise mit grossen Zukunftsaengsten. Aber als ich mir seine Geschichte angehoert habe, ging mir durch den Kopf: Worueber sorgst Du Dich? Nimm das Geld und leb von den Dividenden.

 

Das habe ich ihm so natuerlich nicht gesagt und wollte statt dessen nochmal drueber nachdenken und auch hier fragen.

 

Seine persoenliche und finanzielle Situation:

Er ist 45 Jahre alt, ledig, hat keine Kinder, keine Schulden. Seine Partnerin arbeitet als HR'lerin und duerfte vermutlich 4000 Brutto verdienen, nehme ich an. Kinder wollen die beiden nicht. Heirat steht vielleicht mal an, ist aber aktuell kein Thema. Die beiden leben in einer zu grossen und zu teuren Wohnung, ansonsten aber nicht unbedingt verschwenderisch.

 

Von Geldanlage hat er keine Ahnung und keine Erfahrung. Er ist Erbe von "old money":

 

Vor ein paar Jahren sind die Eltern verstorben und er hat ein Haus mit Ladenlokal in bester Innenstadtlage einer mittelgrossen deutschen Stadt (halbe Mio. Einwohner) geerbt. Er selbst hat in dem Laden seine Ausbildung gemacht und schmeisst den Laden seit der Vater in Ruhestand gegangen ist.

 

Seine Zukunftsangst ruehrt vom Geschaeft und Berufsfeld. Die Innenstaedte sterben aus, Online und Ketten laufen ihm den Rang ab, und Mitarbeiter findet er zunehmend auch keine mehr. In zwei Jahren wird der Geschaeftsfuehrer in Rente gehen; momentan traegt sich der Laden gerade so und er lebt weitestgehend von der Vermietung des restlichen Haus (ein weiteres Ladenlokal und ein paar Mietwohnungen). Das Haus wurde beim Tod der Eltern von einem Gutachter mit 2 Mio. bewertet. Laut seiner Aussage muesste es irgendwann aber mal saniert werden. Er selbst brennt im jetzigen Beruf und der wirtschaftlichen Lage des Ladens aus; auf eine grosse Sanierung und das Vermieten der Wohnungen hat er auch nur bedingt Lust.

 

Er wuerde nochmal gerne was anderes machen, wobei er grosse Angst hat, dass es beruflich und finanziell nicht klappen wird.

 

Mein erstes Bauchgefuehl war wie gesagt: Laden ueber die naechsten zwei Jahre runterfahren und das Haus verkaufen. Anschliessend von Dividenden (vielleicht noch ein einfacher zu vermietendes Mietobjekt, also kleine Wohnung(en)) leben und das machen, worauf er Lust hat. Wenn es mit der Zweitkarriere klappt: super; wenn nicht: er ist auf Rosen gebettet. Statt zur (teuren) Miete wohnen vielleicht selbst eine Wohnung kaufen.

 

Betriebswirtschaftlich sehe ich das aktuelle geschaeft auch als aussterbend an und durch den Abgang des GF wird die Lage noch schwerer werden. Er kann es sich schon jetzt nicht erlauben, mal ein paar Kurse oder ein Studium neben dem Job zu machen. Er koennte irgendwas anderes mit dem Haus machen, aber das waere wesentlich riskanter (keine Ideen; schwere Umsetzung).

 

Sehe ich das zu rosig?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
monstermania

Ich sage es mal so: Es kommt darauf an.
Zunächst mal hat er jetzt keine 2 Mio.€, sondern nur ein Gutachter der das Haus vor einigen Jahren mal mit 2 Mio. € bewertet hat. Die Immobilie ist genau das Wert, was ein Käufer dafür zahlt! Und wenn man das Geld auf dem Konto hat, weiß man wie viel Geld man hat.
Hat Dein Freund denn Erfahrung mit Geldanlagen (Aktien)? 
Es ist nämlich eine Sache 2 Mio. € anzulegen und dann auch mit den möglichen Schwankungen klar zu kommen. Schafft dann auch nicht jeder, wenn nach wenigen Monaten einige 100K€ weniger Wert im Depot vorhanden ist.

Und dann spielt natürlich auch der Lebensstil eine Rolle. Bei 2 Mio. € und 2% p.a. Dividenden macht das 40K€ p.a. vor Steuern. Macht dann nach Steuern ca. 30K€ p.a. Davon kann man sicherlich brauchbar leben. Dazu noch einen Midijob damit das Leben nicht langweilig wird und gut ist. Möglicherweise kommt dann ich 20 Jahren ja auch noch ein paar Euro aus einer Altersvorsorge dazu.
Gibt auf jeden Fall schlechtere Voraussetzungen. Aber ein NoBrainer ist so eine Entscheidung auch nicht.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Euronensammler

Vielleicht hilft eine fünfteilige Serie von Hartmut Walz zum Thema Rente etwas, wenn man beginnt mit Zahlen zu spielen:

1. Teil – Was heißt Rente?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker

Wichtig ist, dass von Dividenden gelebt wird.:rolleyes:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
krett
· bearbeitet von krett

2 Millionen Vermögen auf dem Konto zu haben oder (möglicherweise) 2 Millionen in einer Immobilie zu haben sind schonmal zwei unterschiedliche Sachen, wie hier bereits geschrieben wurde.

 

Aber das Hauptproblem ist nicht das Vermögen oder nicht-Vermögen. Das Könnte doppelt so groß oder nur halb so groß sein und würde nichts ändern.

 

Das Hauptproblem ist eindeutig: Der geerbte Geschäft welches schlecht läuft. Das kann einem sehr zu schaffen machen, ganz unabhängig von der objektiven persönlichen finanziellen Lage. Wenn man jeden Tag mit Problemen konfrontiert wird (was das Geschäft angeht), keine Besserung in Sicht ist (sondern eher weitere Verschlechterung) und man gar nicht weiß wie lange das noch gutgehen kann/soll.... das kann einen schon fertig machen. Vermutlich würde es ihm schlagartig besser gehen, wenn das Geschäft morgen Insolvenz anmeldet. Weil ihm die größte Entscheidung dann abgenommen werden würde.
 

Zitat

Mein erstes Bauchgefuehl war wie gesagt: Laden ueber die naechsten zwei Jahre runterfahren und das Haus verkaufen.

Sagt sich einfach. Aber das wäre hat ein großer Schritt wenn man selbst betroffen ist. Solche Entscheidungen trifft man nur einmal im Leben.

 

Zitat

Betriebswirtschaftlich sehe ich das aktuelle geschaeft auch als aussterbend an und durch den Abgang des GF wird die Lage noch schwerer werden. 

Wenn du das so siehst, sag ihm das. Vielleicht braucht er jemanden, der ihm bei der Entscheidung hilft und ihn darin bestätigt, das es das richtige ist. Aber vielleicht braucht er auch einfach noch 1 oder 2 Jahre um selbst einzusehen, dass es alternativlos ist.

Wenn du dich gut mit Geldanlage auskennst, zeig ihm mal wie er einen Verkaufserlöse langfristig vernünftig anlegen könnte und was für Renditen man (konservativ!) erwarten könnten. Viele Menschen denken bei Geldanlage nur an die 0,5% Zinsen, die man bei der Sparkasse bekommt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
monstermania
vor 6 Minuten von Schwachzocker:

Wichtig ist, dass von Dividenden gelebt wird.:rolleyes:

Nein, das ist nicht wichtig. Man kann natürlich auch einen bewussten Vermögensverbrauch anstreben.
Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass es u.U. noch einen Zeitraum von 60 Jahren zu überbrücken gilt.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holgerli

Die Frage ist auch ob er ab 65/67 Anspruch auf irgendwelche sicheren Rentenzahlungen (GRV, private RV, Versorgungswerk) hat. Das bringt, wenn die Summe halbwegs ist, ggfs. zusätzliche Sicherheit.

Eine weitere Frage ist ob er selber schon Geld zur Seite gelegt hat. Die 2 Mio. um die es hier geht sind ja nur das Geäude. Hat er ggfs. selber noch Aktien, ETFs, Tagesgeld (zusätzlich zu privaten Rentenansprüchen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
B Gates
vor 10 Minuten von monstermania:

Nein, das ist nicht wichtig. Man kann natürlich auch einen bewussten Vermögensverbrauch anstreben.
Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass es u.U. noch einen Zeitraum von 60 Jahren zu überbrücken gilt.
 

du rechnest damit, dass der gute Mann 105 Jahre alt wird?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Amnesia
29 minutes ago, monstermania said:

 Bei 2 Mio. € und 2% p.a. Dividenden macht das 40K€ p.a. vor Steuern. Macht dann nach Steuern ca. 30K€ p.a. Davon kann man sicherlich brauchbar leben. Dazu noch einen Midijob damit das Leben nicht langweilig wird und gut ist. Möglicherweise kommt dann ich 20 Jahren ja auch noch ein paar Euro aus einer Altersvorsorge dazu.

Vor allem kommen doch die 2 Mio. selbst noch dazu. Die kann er als kinderloser Mann ja bis ins Alter aufbrauchen.

 

Im Prinzip koennte man ja sogar ueberlegen, statt Dividenden das Geld in einem Investment-Portfolio anzulegen (Welt-ETF usw.) und dann regelmaessig Geld zu entnehmen. Habe ich alles nicht durchgerechnet.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Theobuy
· bearbeitet von Theobuy
vor 55 Minuten von Amnesia:

Zukunftsangst

Hier, so scheint es mir aufgrund der geschilderten Situation, liegt der Hund begraben. Wer von der Ausbildung bis heute – vermutlich über 20 Jahre – im selben Geschäft ist, vielleicht sogar das Familienunternehmen weiterführen möchte und aus Verantwortung gegenüber den Eltern, die es aufgebaut haben, nicht scheitern darf, für den ist die Entscheidung, was er mit einem nicht funktionierenden Geschäft macht, ein riesiger Schritt. Hier würde ich ansetzen: Was bedeutet das Restaurant für ihn? Job? Berufung? Verantwortung gegenüber dem Vater (den Eltern)?

 

Finanziell ließe sich die Immobilie weiter und das Restaurant anderweitig vermieten, und auf den ersten Blick sehe ich nicht, dass hier eine finanzielle Katastrophe droht. Verkaufen und Anlegen ist auch eine Option. Rentenansprüche wären zu klären, aber noch 20 Jahre gegebenenfalls in der Branche woanders zu arbeiten, daneben die Einnahmen anzulegen und davon zu leben – das würde schon alles passen. Aber die erste Frage scheint mir wichtiger - es scheint mir keine finanzielle, sondern eine Lebensfrage zu sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
blueprint
vor einer Stunde von Amnesia:

Kurzfassung: Sind 2 Mio. EUR genug fuer einen Deutschen (45 Jahre, keine Kinder, ledig, keine Schulden), um in den Ruhestand zu gehen?

 

Im Moment ja.

 

Inflation kann es in einigen Jahren anders aussehen lassen, wenn das Geld ungünstig angelegt ist.

 

Ansonsten schließe ich mich den Vorschreibern an, das Problem scheint eher das Geschäft und dessen mangelnder Erfolg zu sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Amnesia
· bearbeitet von Amnesia
9 minutes ago, blueprint said:

das Problem scheint eher das Geschäft und dessen mangelnder Erfolg zu sein.

 

21 minutes ago, Theobuy said:

Hier, so scheint es mir aufgrund der geschilderten Situation, liegt der Hund begraben.

 

39 minutes ago, krett said:

Das Hauptproblem ist eindeutig: Der geerbte Geschäft welches schlecht läuft. Das kann einem sehr zu schaffen machen, ganz unabhängig von der objektiven persönlichen finanziellen Lage.

 

Meine Gedanken waren: Wenn ihm bewusst wuerde, dass er sich relativ problemlos in den Vorruhestand begeben und bis ins hohe Alter gut ueber die Runden kommen koennte, gibt ihm das vielleicht die notwendige gewissheit, sich mit seiner Situation sachlich und konstruktiv zu beschaeftigen, statt getrieben von Zukunftsangst. Wenn er weiss, dass er den Laden problemlos aufgeben koennte, faellt es vielleicht leichter zu sehen, dass der Laden nicht zu retten ist. Wenn er weiss, dass er vermutlich sein Leben lang nicht mehr arbeiten muss, faellt es vielleicht leichter, nochmal was zu studieren oder was anderes auszuprobieren. Momentan scheint die Zukunftsangst ihn in dem Laden gefangen zu halten. Sicher auch die emotionale Bindung und das Schuldgefuehl dem Vater gegenueber.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Anja Terchova

Denke die Immobilie behalten aber nicht nutzen wäre das Dümmste was man tun könnte, sondern es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

Sanieren und danach weiter in einer der Wohnungen wohnen, die restlichen Wohnungen vermieten. Ob man die Gewerbeflächen selbst beruflich weiternutzt oder ob man sie vermietet, und was was angeangen von Anwaltskanzlei über Handyladen bis Tattoostudio oder Friseursalon ist eher ebensächlich.
 

Oder eben verkaufen, ob die 2 Mio. unsaniert erzielbar sind weis natürlich niemand, aber so 1,4 Mio werden es schon sein.

Wenn er sich dann für ca. 400K eine schöne Wohnung incl. Möbelierung kauft, 600K + deren künftige Zinsen und Kursgewinne für den eigentlich Ruhestand ab 67 behält, kann er ja ruhig 400K über die kommenden 12 Jahre abschmelzen, das wären dann vereinfacht (ohne küntige Zinsen und Kursgewinne, von denen wir mal unterstellen das sie in etwa Inlationsausgleich sind) gerechnet ca. 2.750€ im Monat. Auch wenn dann vielleicht noch 500€ Krankenversicherung abgehen immer noch 2.250€ im Monat.

Da müsste er überhaupt nicht mehr arbeiten gehen.

Aber trotzdem denke ich würde sich rein finanziell sich die Sanierung und Vermietung höchstwahrscheinich mehr lohnen, selbst wenn man dafür eine Hypothek aufnehmen muss. Wenn er keine Kraft mehr hat die Sanierung selbst zu planen und überwachsen und keine Lust auf mehrere Monate Baulärm, kann er sich ja für diese Zeit irgendwo eine Ausweichwohnung mieten, und den Grossteil der Sanierung von einem Architekturbüro und Bauträgerbüro organisieren lassen. Kostet zwar natürlich Rendite, aber darauf kommt es nicht an.

Aber egal welchen Weg er geht, ist die Frage was er sonst noch machen möchte. Mit 45 könnte er ja durchaus noch eine Frau mit so 27-35 die vielleicht schon ein Kind aus einer früheren Beziehung hat und auch selbst noch ein oder zwei Kinder bekommen. Und für die Kinderbetreuung hätte er dann auch genug Zeit.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor

Was gibt der gute den aktuell p.a. aus? Vorher kann absolut gar nichts gesagt werden…

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
BWL0815

Kann man den Laden vll. in Wohnraum umbauen? Dann in dem Gebäude wohnen und den Rest vermieten? Reverse Mortgage wäre vll. auch eine Idee, wenn Banken in Deutschland sowas anbieten, finde ich eine gute Sache, grade wenn man keine Erben hat.


Was müsste denn saniert werden? Heizungsmäßig würde ich Klima-Anlagen (Luft-Luft Wärmepumpen) in ein Mietobjekt einbauen, bei dem derzeitigen Wohnungsmarkt können Mieter nicht wählerisch sein und es gibt Schlimmeres als mit Klimaanlagen zu heizen.

 

An Geflüchtete auf Kosten der Kommunen zu vermieten kann auch sehr lukrativ sein, ist nur die Frage in welchem Zustand das Gebäude hinterher ist und ob man das mit sich vereinbaren kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 12 Minuten von BWL0815:

es gibt Schlimmeres als mit Klimaanlagen zu heizen

Es ist sogar eine ganz vorzügliche Idee ;):)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
odensee
vor 1 Stunde von Anja Terchova:

Mit 45 könnte er ja durchaus noch eine Frau mit so 27-35 die vielleicht schon ein Kind aus einer früheren Beziehung hat und auch selbst noch ein oder zwei Kinder bekommen.

Ach "Anja"...

vor 4 Stunden von Amnesia:

Seine Partnerin arbeitet als HR'lerin und duerfte vermutlich 4000 Brutto verdienen, nehme ich an. Kinder wollen die beiden nicht. Heirat steht vielleicht mal an, ist aber aktuell kein Thema.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
goccih
vor 4 Stunden von Amnesia:

Kurzfassung: Sind 2 Mio. EUR genug fuer einen Deutschen (45 Jahre, keine Kinder, ledig, keine Schulden), um in den Ruhestand zu gehen?

Finde es ja krass, dass hier niemand mit 'Ja, das klappt' antwortet. Wieviel Millionen sollten es denn sein? Drei? Fünf? Ich mein, es gibt auch Lottogewinner, die 10 Millionen in zwei Jahren verballert haben. Also muss die Antwort bei jedem Betrag sein: nein, wenn er sich dumm anstellt, wird es nicht reichen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Guttmann123

Also wenn ich in einen Rechner mit 7% Durchschnittsrendite 40 Jahre mit Kapitalverzehr rechne, ginge es sich für mich aus und es bleiben mehrere tausend Euro pro Monat über :) Renditereihenfolge hin oder her..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio
vor einer Stunde von goccih:

Finde es ja krass, dass hier niemand mit 'Ja, das klappt' antwortet. Wieviel Millionen sollten es denn sein? Drei? Fünf? Ich mein, es gibt auch Lottogewinner, die 10 Millionen in zwei Jahren verballert haben. Also muss die Antwort bei jedem Betrag sein: nein, wenn er sich dumm anstellt, wird es nicht reichen.

Es sind halt zu wenig Informationen über die sonstige Vermögenslage, Verbindlichkeiten, sonstige Einkünfte, usw. usw. vorhanden. Wenn er nur eine renovierungsbedürftige Immobilie hat, die irgendwann mal mit 2 Mio. bewertet worden ist, heißt das ja auch erstmal noch gar nichts. Ob er einen Käufer findet, der ihm diesen Betrag auch bezahlt, muss sich ja erst noch herausstellen. Und wenn er nicht verkauft, wird er womöglich nicht unerhebliche Summen in die Sanierung investieren müssen. Da muss man sich die Lage schon mal genauer anschauen, bevor man "passt schon" sagt. ;) 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PapaPecunia
vor 5 Stunden von Amnesia:

Von Geldanlage hat er keine Ahnung und keine Erfahrung. Er ist Erbe von "old money"

Wurde in den bisherigen Antworten glaub ich noch nicht als Problem herausgestrichen.

Dass er die 2 Mio erst einmal kriegen muss wurde zurecht mehrmals erwähnt.

Aber ggf. gehen die Probleme für ihn erst los, wenn er sie hat. 

Da nichts erwähnt wurde und aufgrund der Rahmenbedingungen (Familienbetrieb) besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass keine/kaum sonstige Vorsorge vorliegt. 

2 Mio. reichen mit 45 Jahren locker, wenn man eine passende Strategie hat und nicht durchdreht. Und zwar weder in die eine Richtung ( Schampus & AMG) noch in die andere (Panik vor dem Crash, alles ins Tagesgeld).

Ich bin jetzt viele Jahre an der Börse und hab selber kein ganz kleines Depot mehr. Aber komplett neu 2 Mio. anzulegen, die dann für den Rest meines Lebens reichen müssen, davor hätte ich Respekt.

Klar, die lebendigen Rechenmaschinen würden es in ihren Musterdepots knallhart durchziehen. 

 

Auf weitere psychologische Komponenten (Familienerbe) wurde schon hingewiesen. Ggf. kommt noch hinzu, dass sich viele aus dem Bereich Gastro extrem mit dem eigenen Haus identifizieren und mitunter fast der ganze Selbswert und auch das gesamte soziale Umfeld am entsprechenden Projekt hängt. 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
ramirez_asdf

Eine andere weniger populäre Idee, da der Staat sehr wenig abgreift bei vererbten Vermögen. Pro-aktiv sein und Kapital für andere einsetzen ;) :

- Immobilie verkaufen, liquide werden. Das ist deutlich flexibler

- 50% Privat-Vermögen behalten, je nach Gusto konservativ oder mit mehr Rendite anlegen

- Gemeinnützig tätig werden, Kapital einsetzen, ggf. Stiftung gründen und auch selbst verwirklichen. Evtl. hat seine Frau aus HR Bereich auch Lust darauf?

- Mit Summen um 1 Mio und Engagement kann man viel erreichen

- Persönliches darüber wachsen, die Erfahrung wird auch helfen um ggf. in Teilzeit in anderen Job zu arbeiten

 

Finanzielle Unabhängigkeit ist super, aber wie Dagobert Duck in Geld zu schwimmen und nur noch zu konsumieren, wäre für mich kein Lebensinhalt mit 45 Jahren.

 

Um klar zu sein: Es ist keine Neiddebatte, nur ein Gedanke wie man das "Problem" old-money Erbe zum Guten einsetzt und auch glücklich werden kann. Über den Job wird er viele nette Bekanntschaften machen. Natürlich kenne ich deinen Freund nicht, ob er Energie daraus ziehen könnte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holgerli
vor 2 Stunden von PapaPecunia:

dass sich viele aus dem Bereich Gastro

Woher kommt eigentlich die Annahme, dass es Gastro ist? Habe ich was überlesen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 1 Minute von Holgerli:

Woher kommt eigentlich die Annahme, dass es Gastro ist?

 

Freie Einbildung von @Theobuy. Es war nur von „Laden“ die Rede; klang für mich eher nach Einzelhandel als nach Gastronomie.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 8 Stunden von Amnesia:

Von Geldanlage hat er keine Ahnung und keine Erfahrung. Er ist Erbe von "old money":

Für mich würden 2 Mio. Euro in einem Depot locker reichen, aber was nutzt die Info?

 

Ich wohn aber auch nicht mit meiner Partnerin zusammen. Ich seh da schon Konfliktpotenzial, wenn da einer plötzlich auf Rentner macht.

 

Das Kernproblem ist aber das oben. Die 2 Mio. Euro reichen nur, wenn diese auch Erträge erwirtschaften und das erscheint hier ja offenbar ungewiss. Außerdem steht die Frage im Raum, ob an das Geld eine Erwartungshaltung der Erblasser verknüpft ist. Darf das Erbe denn überhaupt verkauft werden?

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...