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uranos

Portfolioanalyse. Ist MSCI World heutzutage noch ausreichend?

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uranos

Hallo zusammen,
ich würde mich über eine fachliche Einschätzung zu meiner aktuellen sowie geplanten Portfolio-Strategie freuen.


Derzeit besitze ich bei einem Neo-Broker ein breit gestreutes und kostengünstiges ETF-Depot mit folgender Zusammensetzung und Gewichtung:


Amundi Core MSCI Japan (LU1781541252) – 10 %
Amundi Core STOXX Europe 600 (LU0908500753) – 25 %
iShares Core MSCI Emerging Markets IMI (IE00BKM4GZ66) – 30 %
Vanguard FTSE North America (IE00BK5SBQW10) – 35 %


Die Aufteilung habe ich bewusst so gewählt, um einzelne Regionen gezielt steuern zu können und bei Bedarf kleinere Anpassungen und ein Rebalancing relativ einfach vorzunehmen. Gleichzeitig wollte ich mir eine bessere Kontrolle und Übersicht über die einzelnen Märkte erhalten.


Nun plane ich, bei einem anderen Anbieter ein zweites Portfolio aufzubauen, das bewusst einfacher strukturiert sein soll. Dabei habe ich zunächst an ein klassisches MSCI-World-Portfolio gedacht, z. B. über den iShares Core MSCI World UCITS ETF (IE00B4L5Y983).
Um jedoch die starke US-Dominanz im MSCI World etwas abzumildern und gleichzeitig mögliche Risiken im Zusammenhang mit einer chinesischen Wirtschaftsblase zu reduzieren, habe ich überlegt, den MSCI World mit einem Emerging-Markets-ETF ohne China zu kombinieren, konkret dem iShares MSCI EM ex-China UCITS ETF (IE00BMG6Z4448).


Meine Fragen an euch wären:
Wie bewerten ihr diese Strategie insgesamt?
Ist ein überwiegend oder ausschließlich auf den MSCI World ausgerichtetes Depot aus heutiger Sicht noch sinnvoll und ausreichend diversifiziert?
Könnt ihr Schwächen oder Klumpenrisiken in dem beschriebenen Ansatz erkennen?
Welche Anpassungen oder Alternativen würdet ihr gegebenenfalls vorschlagen?


Vielen Dank im Voraus für eure Zeit und eure Einschätzung.

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Theobuy
· bearbeitet von Theobuy
vor 34 Minuten von uranos:

Wie bewerten ihr diese Strategie insgesamt?
Ist ein überwiegend oder ausschließlich auf den MSCI World ausgerichtetes Depot aus heutiger Sicht noch sinnvoll und ausreichend diversifiziert?
Könnt ihr Schwächen oder Klumpenrisiken in dem beschriebenen Ansatz erkennen?
Welche Anpassungen oder Alternativen würdet ihr gegebenenfalls vorschlagen?

Zum Punkt 1. Die erste Frage - warum ein zweites Depot mit anderem Ansatz? Niemand kann sagen, ob das besser oder schlechter ist, so dass die Herausforderung bleibt, seinen Plan umzusetzen ohne ständig optimieren zu wollen.

 

Zum Punkt 2. Ja und nein. Geschmacksfrage.

 

Zum Punkt 3. Schwäche ist, dass EM und SC fehlen. Das kann aber auch die Stärke sein. Aber leider wissen wir es vorher nicht.

 

Zum Punkt 4. Siehe erste Frage. Warum? Was versprichst du dir von einem völlig anders aufgebauten Zweitdepot?

 

Hilfreich wäre grundsätzlich die Ziele zu definieren (warum überhaupt Aktien? Was ist mit anderen Zielen und wie werden die finanziert?), die Risikotragfähigkeit zu bestimmen und dann kann man sich über die Depotzusammenstellung Gedanken machen. 

 

Oder, um Dan Bartolotti zu zitieren: "Wenn du alle deine Positionen im Depot magst, bist du nicht ausreichend diversifiziert."

 

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Du könntest auch einen MSCI ACWI mit einem MSCI WORLD EX USA kombinieren. Oder halt eine Mischung aus MSCI WORLD EX USA + ein USA ETF  .... so lässt sich der gewünschte USA Anteil genau steuern .... wenn gewünscht ergänzt um einen EM ETF. Aber ehrlichgesagt, ob man nun drei oder vier ETF nimmt, das macht den Kohl auch nicht fett, oder?

 

Ich persönlich würde den MSCI WORLD als alleinigen Fonds nicht nehmen. Das ist hier im Forum schon 1000mal diskutiert worden. USA Klumpen, Tech Klumpen, keine EM, nur Großunternehmen .... wenn es wirklich nur ein einzelner Fonds sein soll, dann kommt als erstes wohl ein MSCI ACWI oder FTSE ALL WORLD in Frage. Oder du schaust Dir mal den FTSE RAFI All-World 3000 an. Es gibt aber natürlich auch noch viele andere Möglichkeiten.

 

 

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BWL0815
· bearbeitet von BWL0815

Der MSCI World wäre mir zu US-lastig, dann lieber den S&P500 und andere Länder/Regionen ETFs nach persönlicher Vorliebe. z.B. Eurostoxx 600, Kanada, Pacific ex. Japan (großteils Australien), Japan, Emerging Markets ex China. Ich investiere auch in Branchen ETFs.

 

Afrika und Lateinamerika sind Märkte die ich nicht im Portfolio haben wollte. Bei Japan, Taiwan und Südkorea sehe ich große Risiken im Falle eines Krieges mit China/Nordkorea, dazu Demographie und geographische Exposition (z.B. Tsunamis).

 

Aber warum ein zweites Depot und nicht gezielt nach- oder neu investieren, ggf. Gewinne realisieren.

 

PS: Dein Portfolio wäre mir viel zu Asien-lastig, grade China, Japan, Taiwan, Südkorea; da würde ich mir um den US Anteil weniger Gedanken machen, ich würde EU aufstocken und Kanada und Ozeanien, dafür Asien reduzieren. Nur meine Meinung, keinesfalls eine Empfehlung oder Beratung.

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Megatron
vor 6 Stunden von uranos:

Hallo zusammen,
ich würde mich über eine fachliche Einschätzung zu meiner aktuellen sowie geplanten Portfolio-Strategie freuen.


Derzeit besitze ich bei einem Neo-Broker ein breit gestreutes und kostengünstiges ETF-Depot mit folgender Zusammensetzung und Gewichtung:


Amundi Core MSCI Japan (LU1781541252) – 10 %
Amundi Core STOXX Europe 600 (LU0908500753) – 25 %
iShares Core MSCI Emerging Markets IMI (IE00BKM4GZ66) – 30 %
Vanguard FTSE North America (IE00BK5SBQW10) – 35 %


Die Aufteilung habe ich bewusst so gewählt, um einzelne Regionen gezielt steuern zu können und bei Bedarf kleinere Anpassungen und ein Rebalancing relativ einfach vorzunehmen. Gleichzeitig wollte ich mir eine bessere Kontrolle und Übersicht über die einzelnen Märkte erhalten.


Nun plane ich, bei einem anderen Anbieter ein zweites Portfolio aufzubauen, das bewusst einfacher strukturiert sein soll.

Da schaut doch sehr stark nach BIP Wichtung aus, finde ich persönlich gut. Pazifik würde fehlen, aber die Wichtung ist sowohl nach BIP wie nach Market Cap eher gering

 

Wenn Du zusätzlich eine "einfache ETF" Lösung haben möchte, würd ich einfach einen bestehenden All World ETF nehmen, z.B. den FTSE All World von Vanguard oder Invesco, oder den MSCI ACWI IMI von SPDR. Es macht meiner Meinung nach wenig Sinn, es erst einfacher haben zu wollen, und dann doch wieder mit dem Argument "ja, aber" auf verschiedene ETF aufzuteilen. 

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Flapsch
vor 6 Stunden von uranos:

Ist ein überwiegend oder ausschließlich auf den MSCI World ausgerichtetes Depot aus heutiger Sicht noch sinnvoll und ausreichend diversifiziert?
Könnt ihr Schwächen oder Klumpenrisiken in dem beschriebenen Ansatz erkennen?
Welche Anpassungen oder Alternativen würdet ihr gegebenenfalls vorschlagen?

Wenn Du mit der Konstellation gut leben kannst und es für Dich passt, ist doch alles wunderbar. Für andere, auch in Europa, reicht manchmal auch einfach nur ein S&P 500 an Diversifikation. Wahrscheinlich hat jeder hier seine eigene Aufteilung, die nicht genau deckungsgleich mit Deiner ist. Außer Du hoffst, dass Leute sagen "Super, toll aufgestellt, genau so". Aber damit kann ich jedenfalls nicht dienen, was Dir aber unbedingt egal sein sollte. Ich setz nur auf All Country (früher Vanguard, mittlerweile Amundi) und hatte mal überlegt, mit Small Cap Value ein wenig mehr zu diversifizieren, aber hab mich dann doch für die Schlichtheit entschieden. Wo Firmen nun sitzen, wo sie ihre Umsätze machen, wie viele Geschäftsmodelle sie unternehmensintern haben, wie irgendwelche Fundamentaldaten in irgendeinem gewählten Zeitraum ein Indikator sein sollten zwecks Kauf/Verkauf/Rendite/Risiko, welchen Branchen sie zugeordnet werden, wie ihr Anfangsbuchstabe lautet, welche speziellen Fähigkeiten und geheime Wissensstände von mir einen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern bringen sollen, oder oder oder... mir wird halt nicht ersichtlich, warum eine "Kontrolle" mir einen Benefit bringt statt einfach (fast) alles zu kaufen. Außer es macht einem Spaß, die ETFs zu beobachten und dann regelmäßig zu rebalancen. Oder man geht davon aus, dass ein US-Präsident uns alle enteignet und sich dann jene freuen, die den Anteil gedrückt haben. Aber dann hat die gesamte Börsenwelt wahrscheinlich eh andere Sorgen. :ermm:

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uranos

Vielen Dank für eure bisherigen Rückmeldungen.

Um ein klareres Bild zu geben, hier ein paar genauere Infos zu meiner Situation:

Ich bin 47 Jahre alt und habe vor ca. einem Jahr mein Eigenheim vollständig abbezahlt. Danach habe ich beschlossen, mich intensiver um Altersvorsorge bzw. Rücklagen für schlechtere Zeiten zu kümmern.

Ich habe zunächst ein Depot bei SC eröffnet und investiere dort in die vier bereits erwähnten ETFs. Die monatliche Sparrate beträgt ca. 1.000 Euro.

Da sich meine finanzielle Situation inzwischen verbessert hat, habe ich zusätzlich ein zweites Depot bei TR eröffnet, um nicht alles bei einem Anbieter zu bündeln und mir mehr Flexibilität für die Zukunft zu erhalten. In diesem Depot verfolge ich einen einfacheren Ansatz mit einer Kombination aus zwei ETFs.

Aktuell sind in beiden Depots jeweils ca. 15.000 Euro investiert (im zweiten Depot bisher nur MSCI World; der zweite ETF wurde erst kürzlich ergänzt). Weitere größere Ausgaben sind nicht geplant. Monatlich stehen mir insgesamt ca. 2.000–2.500 Euro zum Investieren zur Verfügung.

Gerne eure Einschätzung zu folgenden Punkten:

Ist es grundsätzlich sinnvoller, nur ein Depot zu führen, z. B. wegen geringerer Kosten oder weniger Transaktionen?

Habt ihr alternative Vorschläge oder Verbesserungsideen zu meiner aktuellen Aufstellung?

Ergänzend: Zusätzlich bespare ich noch zwei aktive DEKA-Fonds bei der Sparkasse mit insgesamt 500 Euro monatlich.

Vielen Dank im Voraus für euer Feedback.

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Mojo-cutter
· bearbeitet von Mojo-cutter
vor 27 Minuten von uranos:

Zusätzlich bespare ich noch zwei aktive DEKA-Fonds bei der Sparkasse mit insgesamt 500 Euro monatlich.

Schau mal wie da die Kosten sind und die Rendite in den letzten 10-20 Jahren. Wahrscheinlich bist da da besser aufgestellt diese Investition in einen ACWI umzubauen.

 

Ansonsten wenn du es wirklich einfach willst, alles neue Geld in einen ACWI und in 10 Jahren neu adjustieren.

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Schwachzocker
vor 24 Minuten von uranos:

...

Gerne eure Einschätzung zu folgenden Punkten:

Ist es grundsätzlich sinnvoller, nur ein Depot zu führen, z. B. wegen geringerer Kosten oder weniger Transaktionen?

Habt ihr alternative Vorschläge oder Verbesserungsideen zu meiner aktuellen Aufstellung?

Ergänzend: Zusätzlich bespare ich noch zwei aktive DEKA-Fonds bei der Sparkasse mit insgesamt 500 Euro monatlich.

Vielen Dank im Voraus für euer Feedback.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, weshalb Du das so machst und was das bringen soll?

 

Zitat

Ist es grundsätzlich sinnvoller, nur ein Depot zu führen, z. B. wegen geringerer Kosten oder weniger Transaktionen?

Was hat die Anzahl der Depots damit zu tun, wie hoch die Kosten sind und wieviel Transaktion man durchführt?

Wieviel Transaktionen man durchführt, bestimmt allein der Anleger. Man kann 10 Depots haben und führt keine Transaktionen durch. Man kann auch lediglich ein Depot haben und führt 100 Transaktionen in der Woche durch. 

Ähnlich verhält es sich mit den Kosten.

 

Ich würde die Frage mal umdrehen: "Welchen Sinn macht es, mehrere Depots zu haben?"

 

vor 28 Minuten von uranos:

Habt ihr alternative Vorschläge oder Verbesserungsideen zu meiner aktuellen Aufstellung?

Dazu müsste man wissen, welches Ziel Du verfolgst. So sehe ich keinen Sinn in Deiner Aufstellung. 

Es ist halt willkürlich gestreut, oder?

 

vor 30 Minuten von uranos:

Ergänzend: Zusätzlich bespare ich noch zwei aktive DEKA-Fonds bei der Sparkasse mit insgesamt 500 Euro monatlich.

Und wozu soll da nun wieder dienen? Damit man auch auf sauteure Produkte diversifiziert ist? 

 

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uranos

Bezieht sich deine Frage auf meine Ansage dass 

vor 4 Stunden von Schwachzocker:

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, weshalb Du das so machst und was das bringen soll?

Das Problem ist, warum ich 2 Depots bei 2 verschiedenen Anbietern habe oder dir gefällt die Auswahl der ETF nichts?

 

vor 4 Stunden von Schwachzocker:

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, Ich würde die Frage mal umdrehen: "Welchen Sinn macht es, mehrere Depots zu haben?"

Ich habe mir gedacht, es wäre vvlt. vorteilhaft 2 Depots zu haben um mehr Spielraum zu erzielen. Wer weiß was die Zukunft uns bringt, man kann später sein Depot bei Bedarf auf den anderen Anbieter übertragen. 

 

Die DEKA-Fonds wollte ich schon vor 2 Wochen auflösen, bin ich aber noch nicht dazu gekommen. 

 

Solche Aussagen "Ich verstehe nicht warum du das so machst" oder eine Frage mit einer anderen Frage zu beantworten bringt mich leider nicht weiter. Ich brauche Eure Hilfe und dabei klare Empfehlungen (wenn es möglich ist). Meine Auswahl ist sicher nicht optimal aber genau deshalb bin ich hier.

 

VIelen Dank nochmals für Eure Hilfe.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 37 Minuten von uranos:

Solche Aussagen "Ich verstehe nicht warum du das so machst" oder eine Frage mit einer anderen Frage zu beantworten bringt mich leider nicht weiter. Ich brauche Eure Hilfe und dabei klare Empfehlungen (wenn es möglich ist)...

Tja, man müsste aber schon wissen, warum der Anleger es so macht wie er es macht und was eigentlich seine Ziele sind.

 

Im ersten Depot machst Du eine relativ filigrane Aufteilung zwischen den Regionen dieser Welt, dann begründest Du auch, warum Du das so machst, und dann sagst Du: "Heißa, im zweiten Depot mache ich es ganz anders!"

Da wird man doch mal nachfragen dürfen?

Wozu benötigt man ein einfaches und ein kompliziertes Depot? ...nur interessehalber. Ich frage für einen Freund!

Wenn Du meinst, dass es irgendeine Blase oder eine unliebsame Dominanz gibt, dann handelt man halt entsprechend. Aber warum kauft man überhaupt erst einen MSCI World, wenn man die US-Dominanz nicht mag? Und warum hat man 30% Schwellenländer, wenn man glaubt, in China sei eine Blase?

Für mich ist das ziemlich widersprüchlich.

 

Darin kann man sich jetzt wunderbar verbeißen und dabei abermals vergessen, worauf es wirklich ankommt, nämlich auf das Verhältnis zwischen riskanten und sicheren Anteil und einem feststehenden Konzept, nach dem man handelt.

Aber das scheint Dich ja nicht zu interessieren.

Daher die Frage, wozu es von Bedeutung ist, wieviel Prozent man da und dort und wieviel Depots man hat?

 

Und die Fragen bringen Dich eventuell schon weiter, aber nur dann, wenn Du erkennst, dass Du Dich mit Nichtigkeiten beschäftigst und die wichtigen Dinge außer acht lässt.

 

Du bist auch nicht gezwungen, Dich zu rechtfertigen. Du kannst es einfach weiterhin machen wie Du möchtest. Blase hier, Krieg da, dort Dominanz...usw.

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Theobuy
vor 6 Stunden von uranos:

Ergänzend: Zusätzlich bespare ich noch zwei aktive DEKA-Fonds bei der Sparkasse mit insgesamt 500 Euro monatlich.

und 

vor einer Stunde von uranos:

Die DEKA-Fonds wollte ich schon vor 2 Wochen auflösen, bin ich aber noch nicht dazu gekommen. 

widerspricht sich etwas. Den Sparplan zu stoppen sollte eigentlich nicht so schwierig sein - könnte sogar im Internetbanking gehen... ? 

vor 6 Stunden von uranos:

Ist es grundsätzlich sinnvoller, nur ein Depot zu führen, z. B. wegen geringerer Kosten oder weniger Transaktionen?

Es ist nicht auszuschließen, dass bestimmte ETFs als Aktions-ETFs oder aufgrund sonstiger Marketingaktivitäten eines Brokers bei dem einen günstiger als bei dem anderen zu kaufen sind. Wenn man hier optimieren will, hätte man ggf. mehrere Depots. Zudem gibt es für Depotumzüge ab und zu eine Prämie, die man mitnehmen kann. Depotübertragungen sind zwar kostenlos, aber sie können dauern und man sollte prüfen, ob auch alle Daten korrekt umgezogen wurden. Das ist Aufwand. Parallel empfiehlt sich eine penible Dokumentation, um später aufgrund fehlender Daten keine Probleme mit den Steuerzahlungen zu bekommen. Aufgrund des FIFO-Prinzips können mehrere Depots (Unterdepots) Sinn machen. Sollte im Krisenfall ein Broker nicht funktionieren, könnte es sein, dass ein weiterer Broker einem ermöglicht, kurzfristig zu kaufen/zu verkaufen. Bevor man auswandert, würde ich persönlich auch einen Zweitbroker empfehlen, weil mit nicht-EU-Wohnsitz nicht alle Broker einen als Kunden haben wollen (mein Fall).

 

vor einer Stunde von uranos:

Meine Auswahl ist sicher nicht optimal aber genau deshalb bin ich hier.

Es gibt kein optimales Portfolio für alle und jeden. Es kann nur eines geben, was dich überzeugt und welches du die nächsten 20 Jahren durchziehen kannst.

 

Falls du keine Lust auf Arbeit mit dem Depot hast, solltest du es so einfach wie nur irgendmöglich gestalten. Je weniger ETFs desto besser.

 

Gründe für mehrere ETFs können sein: BIP-Ansatz anstelle von reiner MCap. USA verringern im Vergleich zu MCap (ob das überhaupt etwas bringt - völlig unklar und ich würde es daher lassen). Eigenbau aus mehreren ETFs - TER günstiger als bei einem Produkt; hier aber die TD nicht vergessen! (Mein Ansatz; würde ich aber auch niemandem empfehlen). Warum reicht ein ETF aus? Weil Index-basierte ETFs die ganze Welt abbilden können mit/ohne EM, mit/ohne SC, mit/ohne weiteren Faktoren und niemand weiß, ob die aktuellen Preise zu hoch oder zu niedrig sind. Sie sind aber die beste Annäherung, die wir haben, weil viele tausende von hochbezahlten und extrem schlauen Profis mit ausgeklügelten Modellen, extrem vielen Daten und Rechenpower ständig nach Gründen suchen, warum die Bewertung für dieses oder jenes Unternehmen, Sektor, Region usw. falsch ist und darauf spekulieren, dass das bald korrigiert wird - dann verdienen sie nämlich etwas. Wenn du also von MCap abweichen willst, wäre meine Empfehlung - notiere dir die Gründe dafür und bevor du in einem Jahr oder später etwas im Depot verändern willst, setze dich mit diesen Gründen als erstes auseinander. All deine Depots kann man umsetzen und sind völlig ok. Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit ein gutes Ergebnis bringen. Aber nur, wenn du investiert bist und diszipliniert bleibst.

 

Und wenn du in drei Jahren feststellst, dass du doch etwas ändern musst - 70-80k Depots kann man auch umschichten. Nur bitte nicht raus - spekulieren, dass die Preise runtergehen, was sie möglicherweise nicht tun - und erst dann wieder rein. Daran scheitern sehr viele Investoren und bei noch mehr führt es zu Minderrenditen im Vergleich zu den Produkten, in die sie investiert sind!

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uranos

Vielen Dank für Deine Antwort und Deine Unterstützung. Ich bin gerne bereit, mich zu gerechtfertigen, auch wenn es möglich ist, dass meine Überlegungen nicht ganz richtig sind. Mein vorheriger Beitrag war keineswegs böse gemeint, auch wenn er vielleicht so klang. Ich bin sehr dankbar für jede Hilfe oder jeden Hinweis. Ich erwarte keine detaillierten Strategien oder Anweisungen, da mir bewusst ist, dass es hier nicht nur eine gute Lösung gibt, sondern verschiedene Möglichkeiten.

 

Das erste Depot ist das ursprüngliche, daher habe ich versucht, dort eine relativ breite Diversifizierung zu erreichen. Da ich kleine Verluste gut ertragen kann, habe ich Aktien-ETFs gewählt. Sollte jemand andere Ideen dazu haben zwecks Diversifikation, würde ich mich freuen, diese zu erfahren.

 

Das zweite Depot war ursprünglich eher als "Buy and Hold"-Strategie gedacht, bei der ich zunächst einem sorglosen All-World-Modell folgen wollte. Da ich im ersten Depot bereits relativ viele chinesische Werte habe, dachte ich, ich könnte dies mit einer EM Ex China Variante kombinieren. Ich dachte mir, ich würde dann später es peu à peu bei Bedarf ändern.

 

Die Idee mit dem 2. Anbieter ist, dass ich versucht habe das Risiko zu minimierem im Fall dass mit einem Broker etwas passiert. Sind meine Sorgen unbefugt? 

 

Es ist durchaus möglich, dass meine Überlegung nicht ganz korrekt ist. Wenn ich mir sicher wäre, dass meine Strategie perfekt ist und nicht wesentlich optimiert werden kann, würde ich hier nicht um Deine/Eure Meinung bitten.

 

Vielen Dank nochmals für Eure Hilfe.

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uranos
vor 2 Stunden von Theobuy:

Warum reicht ein ETF aus?

Vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. 

 

Ich möchte meine beide Depots weiterführen. So fühle ich mich einfach flexibler und sicherer.

 

Du sagtest ein ETF ist ausreichend oder mit anderen Worten man sollte sein Portfolio so einfach wie möglich gestalten. Dafür eignet sich wahrscheinlich ein z.B. MSCI ACWI. Wenn ich aber beide Depots erhalten will, wie sähe die beste Möglichkeit für eine optimale Diversifizierung aus? Die aktuellen ETF-Fonds in meinen beiden Depots überschneiden sich etwas, was kontraproduktiv ist. Wäre es sinnvoller die Depots auf beiden Anbietern zu verteilen? Z.B. North Amerika und Europa bei, sage ich mal SC und EM und Japan bei TR? Mach das Sinn oder klingt das doof? Wie würdet ihr es machen? 

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Theobuy
vor 40 Minuten von uranos:

Wenn ich aber beide Depots erhalten will, wie sähe die beste Möglichkeit für eine optimale Diversifizierung aus? Die aktuellen ETF-Fonds in meinen beiden Depots überschneiden sich etwas, was kontraproduktiv ist.

Ja, mit zwei Depots und unterschiedlichen ETFs wird es kompliziert und denkbar ist vieles. Ich würde hier aber weiter versuchen, so einfach wie möglich zu agieren.

 

Meine erste Idee wäre - du lässt und behandelst die Depots separat und machst einmal im Jahr ein Rebalancing in jedem unabhängig vom anderen. Falls du im zweiten einen MSCI ACWI nimmst - was das Leben sehr vereinfacht - ist da dann nichts zu tun. Ich würde, weil du sonst die Gelder hin und her schieben müsstest, die Depots dann auch bei zwei Brokern getrennt führen. Altes Depot bei einem Broker, neues beim anderen, so dass du nur innerhalb eines Brokers umschichten müsstest. Falls dir ein Broker zu teuer fürs Rebalancing ist, kannst du das Depot ja auch komplett zu einem anderen Broker umziehen, aber Scalable Capital und Trade Republic wären zwei Neobroker, kein klassischer Broker. Einige bevorzugen nicht nur Neobroker zu haben, sondern auch einen klassischen mit Filiale und so.

 

Das ergäbe dann folgende Schritte, da die gerne zwei Depots hättest:

1. DEKA Fondssparplan stoppen, ggf. Fonds verkaufen und Geld neu investieren.

2. Depot alt bei Broker 1 belassen (oder zu einem anderen umziehen) und regelmäßig (einmal im Jahr) rebalancen. Weiter besparen oder nicht wäre zu entscheiden.

3. Depot neu bei Broker 2 einrichten und planmäßig investieren, gerne automatisiert per Sparplan. (Wenn sich die Depots nicht auf Produktebene überschneiden, geht alles auch bei einem Broker)

4. Überlegungen und Entscheidungen schriftlich dokumentieren und abspeichern. 

 

Vermutlich haben andere noch weitere Ideen.

 

 

 

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