BörsenOpa Sonntag um 08:56 Moin zusammen, ich bin hier neu und möchte mich zum einen vorstellen und zum anderen Vorschläge für einen Depotumbau sammeln. Ich befasse mich schon lange mit der Börse (ich habe damals schon am Neuen Markt agiert), aber habe zwischenzeitlich ein Haus gekauft. In dieses Haus floß alles Geld, so dass ich die Börse nur noch gelegentlich nebenbei beobachtet habe. Nun habe ich das Haus verkauft (Ende November 2021) und nach Zahlung der Restschuld blieb noch etwas übrig, dass ich nun anlegen wollte. Ich wollte aber nicht ganztags die Börse verfolgen, sondern eher eine ruhige buy-and-hold-Strategie ohne viel Zeitaufwand fahren. Wegen der „Null-Zinsen-Zeit“ war es aber schwierig, eine sinnvolle Anlage zu finden. „Damals“ gab es noch über 6% Zinsen auf Tagesgeld, aber zu der Zeit hatte ich kein Geld; nun habe ich etwas Geld, aber es gibt keine (kaum noch) Zinsen. Wie so viele bin ich dann beim Bankberater gelandet und das Konzept hörte sich gut an. Die Hälfte des Geldes habe ich am Zinsmarkt angelegt, die andere Hälfte in Aktien (natürlich Fonds der Bank). Zwei Monate später kam dann Corona und ich war erstmal 30% hinten. Das lag natürlich auch an dem Fehler, das gesamte Aktiengeld sofort anzulegen statt in mehreren Tranchen. Auch die Fonds selbst waren nicht der Hit, aber das habe ich auch erst im Laufe der Zeit festgestellt. Da es nun ETFs gab (die gab es „früher“ noch nicht) habe ich das Depot nach und nach umgestaltet (einige Fonds raus, ETFs rein). Da ich mittlerweile viel gelesen habe, hatte ich auch einen groben Plan über die Aufteilung, der, in groben Zügen, wie folgt aussah: - Altersbedingt (ja, ich bin bereits 60 Jahre alt) kein sehr langer Anlagehorizont - Kein Sparplan - Kein Gold (Gold ist zwar eine Schwankungsbremse, aber langfritig auch eine Renditebremse) - Kein Asien (China ist politisch zu unsicher und ansonsten gibt es nur drei nennenswerte Firmen in Asien (bevor jemand fragt: TSMC, Samsung und Toyota (Toyota auch nur bedingt, weil Autobranche))) Asien sollte in den weltweiten Fonds/ETFs soweit vertreten sein, dass dies für die Gesamtquote reicht Das Depot darf gern dynamisch sein, soll aber kein Kamikaze werden. Langsame Umschichtungen in festverzinsliche vielleicht später beginnen, um mit zunehmendem Alter den Aktienanteil zu verkleinern. Hier darf es aber auch gern ein High-Yield-ETF sein. Theoretische langfristige Erwartung sind 8% Wachstum, davon 25% Steuern, vom Rest 50% in den Wertpapieren belassen (Inflationsausgleich) und die anderen 50% ausgeben (oder auch belassen). Ich habe mein Depot nun mal aufgeschlüsselt nach Regionen (Welt/USA/Europa) und Klassifizierung (normal/Technologie). Natürlich ist mir klar, dass ein Weltfond auch USA und Europa beinhaltet und ein normaler Fond auch Techaktien hält, aber die einzelnen Fonds nun auch noch aufzubröseln erschien mir zu aufwändig. Hier die Zahlen: Welt normal: 53,17% Welt Tech: 19,47% Welt zusammen: 72,65% USA normal: 11,94% USA Tech: 6,81% USA zusammen: 18,75% Europa normal: 8,6% Europa Tech: 0% Europa zusammen: 8,6% Normal zusammen: 73,72% Tech zusammen: 26,28% Hier nun das mittlerweile entstandene „Mischmasch“ in meinem Depot: Fond Akkumula 847402 18,97% Welt / normal Fond Top Dividende 984811 17,83% Welt / normal Fond Smart Industry 515248 10,52% Welt / normal Fond US Growth 849089 11,94% USA / normal ETF Euro Stoxx 50 A0RGCL 4,38% Europa / normal ETF Stoxx Euro 50 A0X9QJ 4,22% Europa / normal ETF World Quality A1103D 5,85% Welt / normal ETF World Technology LYX0GP 6,65% Welt / Tech ETF Nasdaq 100 A2QMHS 6,81% USA / Tech ETF KI Big Data A2N6LC 6,87% Welt / Tech ETF KI Robotics IE00BLCHJB90 5,95% Welt / Tech Ich habe gelesen und auch hier im Forum gesehen, dass es auch ausreicht, zwei bis vier ETFs im Depot zu haben. Ich frage mich allerdings, ob es nicht doch sinnvoller ist, ein paar mehr zu nehmen, um die Schwerpunkte gezielter zu setzen und bei Änderung der Einschätzung einfacher Umschichtungen vorzunehmen. Da der Text nun sowieso viel zu lang geworden ist, verzichte ich darauf, die einzelnen Positionen noch zu kommentieren. Ich hoffe, dass überhaupt jemand bis hierhin gelesen hat Bitte schreibt, wenn ihr grobe Fehler im Depot seht, schlagt andere Gewichtungen / andere ETFs vor, macht Anmerkungen zu meinen Gold- und Asienstandpunkten oder äußert Euch sonst irgendwie sinnvoll. Erst einmal danke an alle Gruß aus dem Hohen Norden Andreas Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PrivateBanker Sonntag um 09:10 · bearbeitet Sonntag um 09:14 von PrivateBanker Anlagehorizont bitte genauer definieren ! Welches Risiko bist du bereit zu tragen (max. Abschwung vom Hoch in %)? Arbeitest du noch, wie lange noch? Ist deine Altersversorgung geklärt (reicht die Rente?) Kapitalverzehr geplant ab wann? Weiteres Vermögen? All dies sind Themen, die du bei der Depotstruktur berücksichtigen solltest. Die Depotstruktur folgt (ergibt sich) der (aus der) Finanzplanung ! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar Sonntag um 09:31 · bearbeitet Sonntag um 09:33 von satgar vor 36 Minuten von BörsenOpa: Tech zusammen: 26,28% Bist du sicher, dass das stimmt? Schau mal in deine Fonds, die du als „normal“ tituliert hast, was diese vornehmlich enthalten. Meiner Meinung nach hast du einen viel höheren Anteil Tech, als du glaubst. Und man muss ohnehin bei der Klassifizierung aufpassen. Der akkumula zb hat 30% Tech. Dort laufen Alphabet und Meta aber zb unter kommunikation, und nicht IT. Von daher Obacht. Ich glaube du bist sehr sehr stark im amerikanischen „Tech Sektor“ drin, ohne es dir bewusst zu sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein Sonntag um 09:34 vor 16 Minuten von BörsenOpa: Ich habe gelesen und auch hier im Forum gesehen, dass es auch ausreicht, zwei bis vier ETFs im Depot zu haben. Ich frage mich allerdings, ob es nicht doch sinnvoller ist, ein paar mehr zu nehmen, um die Schwerpunkte gezielter zu setzen und bei Änderung der Einschätzung einfacher Umschichtungen vorzunehmen. Willkommen im Forum! Ich kann dir die überraschende Nachricht überbringen, dass auch ein einziger ETF vollkommen ausreicht, um das Aktienuniversum abzudecken - so mache ich es und viele andere auch. Solch ein ETF sollte dann natürlich die ganze investierbare Welt und alle Branchen abdecken und günstig sein. Dies ist bei den meisten nach Marktkapitalisierung gewichteten Welt-ETFs gegeben. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob Schwellenländer (wie China, Taiwan, Brasilien etc.) darin enthalten sein sollten; die meisten glauben, dass dies trotz der zusätzlichen Risiken vertretbar und sinnvoll ist. Wieso soll es ein Vorteil sein, Schwerpunkte gezielter zu setzen und bei Änderung der Einschätzung Umschichtungen vorzunehmen? Ich dachte, du wolltest dich nicht mehr intensiv mit der Börse auseinandersetzen? Ausserdem frage ich mich, warum du glaubst, als Laie mehr zu wissen als die Gesamtheit des Marktes, die den Wert eines Unternehmens jeden Tag neu festlegt und alle bekannten Nachrichten einpreist. Wieso solltest du es besser wissen? Statt über einzelne Unternehmen, Branchen oder Länder nachzudenken, solltest du dir eher Gedanken über deine Assetallokation machen. Wieviel deines Vermögens möchtest du denn riskant, also in Aktien, anlegen, und wieviel möchtest du risikoarm anlegen, also auf dem Tagesgeldkonto (oder bei Beträgen über 100.000 Euro, in günstige Geldmarktfonds oder kurzlaufende deutsche Staatsanleihen). Eine Frage, die da reinspielt, ist die Länge deines Anlagehorizontes und die Frage, ob du das Depot zur Finanzierung deines Lebensunterhaltes jetzt oder in Zukunft brauchst. Selbst mit 60 Jahren kann der Anlagehorizont noch sehr lange sein, wenn man seinen Lebensunterhalt aus Rentenzahlungen finanziert und plant das Depot an die Kinder zu vererben. Eine weitere Frage ist die Steuerfrage. Wenn du jetzt umschichtest, welche Steuerzahlungen würde das auslösen? Mir persönlich wäre das egal, denn so wie dein Depot aufgestellt ist, würde ich es nicht lassen, vor allem nicht mit den teuren aktiven Fonds und der Übergewichtung der Unternehmen, die in jedem Welt-ETF ohnehin schon stark gewichtet sind. Letztlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass du Verantwortung für dein Geld übernehmen musst. Du kannst hier diskutieren und lernen, wie es andere machen. Deine Entscheidung ist aber deine Entscheidung, und wenn es nicht so läuft wie gedacht, bist du verantwortlich, und nicht Forenteilnehmer, die dir dies oder das "geraten" haben. Eine Beratung findet hier nämlich nicht statt, nur ein Wissens- und Erfahrungsaustausch. Dieser ist aber trotz mancher unwirscher und unhöflicher Forenkommentare dennoch besser als alle Bankberatergespräche zusammengenommen, die ich je in meinem Leben hatte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Sonntag um 09:57 vor 18 Minuten von Rotenstein: ...Ich kann dir die überraschende Nachricht überbringen, dass auch ein einziger ETF vollkommen ausreicht, um das Aktienuniversum abzudecken - so mache ich es und viele andere auch. Solch ein ETF sollte dann natürlich die ganze investierbare Welt und alle Branchen abdecken und günstig sein. Dies ist bei den meisten nach Marktkapitalisierung gewichteten Welt-ETFs gegeben. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob Schwellenländer (wie China, Taiwan, Brasilien etc.) darin enthalten sein sollten; die meisten glauben, dass dies trotz der zusätzlichen Risiken vertretbar und sinnvoll ist. .... Und natürlich gibt es für diese spannende Hypothese Belege, die zeigen welche Abweichung der jeweilige "nach Marktkapitalisierung gewichtete Welt-ETF" vom "Aktienuniversum" hat? Oder es ist vielleicht doch nur "Glauben" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein Sonntag um 10:14 · bearbeitet Sonntag um 10:15 von Rotenstein vor 17 Minuten von CorMaguire: Und natürlich gibt es für diese spannende Hypothese Belege, die zeigen welche Abweichung der jeweilige "nach Marktkapitalisierung gewichtete Welt-ETF" vom "Aktienuniversum" hat? Oder es ist vielleicht doch nur "Glauben" Definitionsgemäss ist ein nach freier Marktkapitalisierung gewichteter Welt-ETF die beste Annäherung an das Aktienuniversum. Hier vermählen sich Theorie und Praxis, oder Markowitz und Bogle, auf eine für den Kleinanleger äusserst glückliche Art und Weise. Man kauft einfach von jedem börsennotierten Unternehmen einen gleich grossen Anteil und hat damit die ex ante bestmögliche Diversifikation. Gleichzeitig ist dies die simpelste Lösung, die auch Verhaltensfehler am besten vermeidet. Natürlich kann man es auch anders machen und beispielsweise eine BIP-Gewichtung vornehmen. Dies erfordert aber eine zusätzliche Begründung und ist mit zusätzlichen Entscheidungen verbunden, etwa dem jeweiligen Anteil der Weltregion und wann und wie genau rebalanciert wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Theobuy Sonntag um 10:31 · bearbeitet Sonntag um 10:36 von Theobuy Auch von mir ein herzliches willkommen im Forum! Bevor du zu den von @PrivateBanker und @Rotenstein aufgeworfenen Gedanken machst, nur ein paar grundlegende Dinge, die ich gerne abklopfen will. vor 1 Stunde von BörsenOpa: Wegen der „Null-Zinsen-Zeit“ war es aber schwierig, eine sinnvolle Anlage zu finden. „Damals“ gab es noch über 6% Zinsen auf Tagesgeld, aber zu der Zeit hatte ich kein Geld; nun habe ich etwas Geld, aber es gibt keine (kaum noch) Zinsen. Die nominalen Zinsen sind relativ uninteressant - das Verhältnis zur Inflation ist das entscheidende. Ohne jetzt nachzuschauen - hätten die Zinsen einen Vermögenserhalt nach Inflation und Steuern bedeutet oder nicht? Für den Vermögenserhalt kommt es vor allem hierauf an. Heute steuert man das über die Assetallokation, also Aktien zu Festgeld/Tagesgeld/Geldmarktfonds oder auch risikoreich:risikoarm Modell genannt. Risiko ist aber immer dabei. vor 1 Stunde von BörsenOpa: Fond Akkumula 847402 18,97% Welt / normal Das ist ein ESG Fonds. Kennst du den Unterschied zwischen ESG und nicht-ESG? vor 1 Stunde von BörsenOpa: Die Hälfte des Geldes habe ich am Zinsmarkt angelegt, die andere Hälfte in Aktien (natürlich Fonds der Bank). Zwei Monate später kam dann Corona und ich war erstmal 30% hinten. Das lag natürlich auch an dem Fehler, das gesamte Aktiengeld sofort anzulegen statt in mehreren Tranchen. Statistisch gesehen war die Sofortanlage richtig und der Corona-Crash war letztlich nur eine kurze Delle, die schnell wieder ausgebügelt war. Insoweit war die "Beratung" ordentlich. vor 1 Stunde von BörsenOpa: Fond US Growth 849089 11,94% USA / normal ETF Euro Stoxx 50 A0RGCL 4,38% Europa / normal Verstehst du inzwischen den Unterschied zwischen Index-basierten Fonds und aktiv gemanagten? Ist dir klar, welche Auswirkungen die TER von 1,45% beim US Growth im Vergleich zum Euro Stoxx 50 von 0,05 % z. B. auf deinen langfristigen Erfolg haben und wieviele Prozent sie dich kosten? Von deinen angenommenen 8 % bleiben beim ersten schonmal nur 6,55 % übrig, beim zweiten 7,95 %... Und das vor Inflation und vor Steuern. Das aktuelle Portfolio ist ja ein historisch gewachsenes Sammelsurium, welches du aufräumen und vereinfachen könntest oder halt auch nicht. vor 1 Stunde von BörsenOpa: Top Dividende Ist dir der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds klar? Je nachdem, wie gut deine Unterlagen sind, könntest du sie mit Hilfe von Portfolio Performance aufbereiten, um dir genauer anzuschauen, wie sich die einzelnen Teile entwickelt haben. Aufgrund von Überschneidungen - z. B. enthält der Akkumula 9,51 % Alphabet Inc Class A, der US Growth 8,41 %, der World Quality 1,94 % und der KI Big Data 7,1 %. Vermutlich habe ich noch etwas übersehen, wo Alphabet drin steckt (die Zahlen sind von finanzen.net, müssen also nicht 100 % stimmen). Deine Diversifizierung über die verschiedenen Produkte ist also möglicherweise eine nur scheinbar sinnvolle. Besser ist es, wenn man mehrere ETFs (oder teure Fonds) in sein Portfolio aufnimmt, genau zu schauen, ob man sich nicht ein großes Klumpenrisiko ans Bein bindet. Insofern - auch hier die Frage: sind diese Entscheidungen in voller Kenntnis des Sinns von Diversifizierung getroffen worden oder besteht hier noch ein Mißverständnis? In letzterem Fall würde ich mich nochmals genauer mit dem Konzept von Diversifizierung auseinandersetzen und dann prüfen, ob das Portfolio so passt oder nicht. Mein Rat wäre: 1. Ziele bestimmen. Wofür und wann brauchst du das Geld? Rentenlücke, Unterstützung Kinder/Enkel, Absicherung Pflege/Altersheim, Vererben/Spenden usw. 2. Risikoprofil überprüfen: was machst du, wenn es nochmals 30 % oder mehr runter geht? 3. Assetallokation festlegen. Daraus ergibt sich das Verhältnis risikoreichere Aktieninvestments und risikoärmere Investments in Geldmarktfonds/Tagesgeld/Festgeld. 4. Teuere Fonds rausschmeißen und durch kostengünstige ETFs ersetzen. 5. Grundlegende Fragen verstehen und bewußte Entscheidungen treffen: Kosten, Diversifizierung (s. oben). 6. Portfolio für 20+ Jahre erstellen. Wenn du nicht gesundheitlich angeschlagen, sondern fit bist und es z. B. in der Familie viele langlebige Angehörige gibt/gab, hast du noch eine lange Anlegerkarriere vor dir! 7. KISS - weniger ist mehr. Wenn du kein aktiver Aktienanleger werden, sondern deine Lebenszeit für sonstiges aufwenden willst, könnte dein Depot am Ende aus einem kostengünstigen, Index-basierten ETF und wenigen risikoarmen Anlagen bestehen. 2-5 Zeilen Depot sind langweilig, einfach zu handhaben, Partner/Betreuer*in einfach zu erklären. Und auch zu vererben. 8. Zum Umbau kann man als letztes auch noch Steuern berücksichtigen und ggf. etwas über 1-2-3 Jahre optimieren. Ob es im Vergleich mehr bringt, als sofort in kostengünstigeren Anlageprodukten investiert zu sein, könntest du prüfen und ist sicher aber nicht vorherszusagen. An erster Stelle würde ich sie allerdings nicht berücksichtigen. Finanzen sind Chefsache. Insofern bist du auf einem guten Weg! Viel Erfolg! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
geldvermehrer Sonntag um 20:59 vor 10 Stunden von Rotenstein: Definitionsgemäss ist ein nach freier Marktkapitalisierung gewichteter Welt-ETF die beste Annäherung an das Aktienuniversum. Hier vermählen sich Theorie und Praxis, oder Markowitz und Bogle, auf eine für den Kleinanleger äusserst glückliche Art und Weise. Man kauft einfach von jedem börsennotierten Unternehmen einen gleich grossen Anteil und hat damit die ex ante bestmögliche Diversifikation. Gleichzeitig ist dies die simpelste Lösung, die auch Verhaltensfehler am besten vermeidet. So schreibt google/KI: Anlegen nach Marktkapitalisierung bedeutet, dass größere Unternehmen einen höheren Anteil im Portfolio haben; der Wunsch nach gleich großen Anteilen widerspricht dem und wird durch sogenannte "Equal Weight"-ETFs umgesetzt, die jeder Aktie den gleichen prozentualen Anteil geben, was eine Alternative zur marktüblichen Gewichtung darstellt und eine höhere Volatilität bei potenziell höherer Rendite mit sich bringen kann. Ist das jetzt ein Widerspruch oder meint beides das Gleiche Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
SlowHand7 Sonntag um 21:28 vor 19 Minuten von geldvermehrer: Anlegen nach Marktkapitalisierung bedeutet, dass größere Unternehmen einen höheren Anteil im Portfolio haben; der Wunsch nach gleich großen Anteilen widerspricht dem und wird durch sogenannte "Equal Weight"-ETFs umgesetzt, die jeder Aktie den gleichen prozentualen Anteil geben, was eine Alternative zur marktüblichen Gewichtung darstellt und eine höhere Volatilität bei potenziell höherer Rendite mit sich bringen kann. Der Wunsch nach gleich großen Anteilen? Das halte ich doch für ausgemachten Blödsinn. Wieso sollte man z.B. Microsoft und Oracle einen gleichen absoluten Anteil geben? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein Sonntag um 22:16 · bearbeitet Sonntag um 22:22 von Rotenstein vor einer Stunde von geldvermehrer: So schreibt google/KI: Anlegen nach Marktkapitalisierung bedeutet, dass größere Unternehmen einen höheren Anteil im Portfolio haben; der Wunsch nach gleich großen Anteilen widerspricht dem und wird durch sogenannte "Equal Weight"-ETFs umgesetzt, die jeder Aktie den gleichen prozentualen Anteil geben, was eine Alternative zur marktüblichen Gewichtung darstellt und eine höhere Volatilität bei potenziell höherer Rendite mit sich bringen kann. Ist das jetzt ein Widerspruch oder meint beides das Gleichem Einen gleich grossen Anteil bezogen auf das Unternehmen, nicht auf den Fonds oder das eigene Depot. Der ETF kauft beispielsweise 1% der Aktien von NVIDIA und 1% der Aktien von BASF und muss deswegen für NVIDIA (Market cap 4 Billionen Euro) etwa hundertmal so viel Kapital einsetzen wie für BASF (Market cap 40 Mrd. Euro). Entsprechend wird dann NVIDIA beispielsweise 4% und BASF 0,04% im ETF ausmachen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DancingWombat gestern um 05:59 Uhr vor 19 Stunden von Rotenstein: Definitionsgemäss ist ein nach freier Marktkapitalisierung gewichteter Welt-ETF die beste Annäherung an das Aktienuniversum. Hier vermählen sich Theorie und Praxis, oder Markowitz und Bogle, auf eine für den Kleinanleger äusserst glückliche Art und Weise. Man kauft einfach von jedem börsennotierten Unternehmen einen gleich grossen Anteil und hat damit die ex ante bestmögliche Diversifikation. Gleichzeitig ist dies die simpelste Lösung, die auch Verhaltensfehler am besten vermeidet. Genau das macht man bei Mcap nicht. Das wäre Equal Weight. vor 19 Stunden von Rotenstein: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 23 Stunden · bearbeitet vor 23 Stunden von Lazaros vor 28 Minuten von DancingWombat: Zitat Definitionsgemäss ist ein nach freier Marktkapitalisierung gewichteter Welt-ETF die beste Annäherung an das Aktienuniversum. Hier vermählen sich Theorie und Praxis, oder Markowitz und Bogle, auf eine für den Kleinanleger äusserst glückliche Art und Weise. Man kauft einfach von jedem börsennotierten Unternehmen einen gleich grossen Anteil und hat damit die ex ante bestmögliche Diversifikation. Gleichzeitig ist dies die simpelste Lösung, die auch Verhaltensfehler am besten vermeidet. Genau das macht man bei Mcap nicht. Doch - und zwar vor 8 Stunden von Rotenstein: Einen gleich grossen Anteil bezogen auf das Unternehmen, nicht auf den Fonds oder das eigene Depot. Der ETF kauft beispielsweise 1% der Aktien von NVIDIA und 1% der Aktien von BASF und muss deswegen für NVIDIA (Market cap 4 Billionen Euro) etwa hundertmal so viel Kapital einsetzen wie für BASF (Market cap 40 Mrd. Euro). Entsprechend wird dann NVIDIA beispielsweise 4% und BASF 0,04% im ETF ausmachen. => https://www.ch.vanguard/de/professionell/insights/gewichtungsmethodik-worauf-es-bei-der-auswahl-eines-index-ankommt Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Limit vor 23 Stunden · bearbeitet vor 23 Stunden von Limit vor 10 Minuten von Lazaros: Doch - und zwar => https://www.ch.vanguard/de/professionell/insights/gewichtungsmethodik-worauf-es-bei-der-auswahl-eines-index-ankommt Dein verlinkter Artikel bestätigt was DancingWombat geschrieben hat. Zitat Diversifizierung: Im Vergleich zu kapitalgewichteten Indizes gewinnen Unternehmen mit mittlerer und kleiner Marktkapitalisierung an Bedeutung, was zu einem ausgewogeneren Exposure auf die verschiedenen Kapitalsegmente führt Optimale Diversifikation erhält man durch Equal Weight allerdings auch nur unter der Annahme, dass alle Werte unabhängig von einander sind. Ist das nicht der Fall müsste man zusätzlich die Korrelationen beachten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 23 Stunden Na dann. Mich dünkt es hapert an den Grundlagen (das kann auch auf mich bezogen sein), was MCap-, BIP- und EW-Gewichtung überhaupt bedeuten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 23 Stunden · bearbeitet vor 22 Stunden von LongtermInvestor Die Frage ist doch eher wie begrenzen wir Konzentrationsrisiken, ohne die Marktrendite zu verlieren? Hohe Konzentration plus hohe Bewertung bedeutet m.E.: Schlechte Rendite-/Risikorelation Erhöhtes Tail-Risiko Trügerische Diversifikation Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 22 Stunden vor 3 Minuten von LongtermInvestor: Die Frage ist doch eher wie begrenzen wir Konzentrationsrisiken, ohne die Marktrendite zu verlieren? Hohe Konzentration plus hohe Bewertung bedeutet m.E.: Schlechte Rendite-/Risikorelation Erhöhtes Tail-Risiko Trügerische Diversifikation -> vor 20 Stunden von Rotenstein: Man kauft einfach von jedem börsennotierten Unternehmen einen gleich grossen Anteil und hat damit die ex ante bestmögliche Diversifikation. Gleichzeitig ist dies die simpelste Lösung, die auch Verhaltensfehler am besten vermeidet. Der Markt richtet das ohne eigenes Zutun. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire vor 22 Stunden vor 21 Stunden von Rotenstein: Definitionsgemäss ist ein nach freier Marktkapitalisierung gewichteter Welt-ETF die beste Annäherung an das Aktienuniversum. .... Dann ist ja alles klar. Wenn das so definiert ist, ist es per Definition richtig .... da muss man gar nicht gucken ob es stimmt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker vor 22 Stunden vor 8 Minuten von CorMaguire: Dann ist ja alles klar. Wenn das so definiert ist, ist es per Definition richtig .... da muss man gar nicht gucken ob es stimmt. So ist es! vor 2 Stunden von DancingWombat: vor 21 Stunden von Rotenstein: Definitionsgemäss ist ein nach freier Marktkapitalisierung gewichteter Welt-ETF die beste Annäherung an das Aktienuniversum. Hier vermählen sich Theorie und Praxis, oder Markowitz und Bogle, auf eine für den Kleinanleger äusserst glückliche Art und Weise. Man kauft einfach von jedem börsennotierten Unternehmen einen gleich grossen Anteil und hat damit die ex ante bestmögliche Diversifikation. Gleichzeitig ist dies die simpelste Lösung, die auch Verhaltensfehler am besten vermeidet. Genau das macht man bei Mcap nicht. Das wäre Equal Weight. Doch, genau das macht man bei MCap. Bei EW würde man sein persönliches Vermögen gleichmäßig aufteilen. Das wäre aber eine rein willkürliche Gewichtung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 20 Stunden vor 1 Stunde von Lazaros: Der Markt richtet das ohne eigenes Zutun. Das stimme ich Dir voll zu. Für den Investor bedeutet ein Konzentrationsrisiko, dass der Markt einen Aufschlag auf die Risikoprämie fordert. Damit ist die erwartete Rendite höher. Die risikoadjustierte Rendite bleibt unverändert, solange das Risiko komplett durch die Prämie kompensiert ist. Fehlt die Kompensation (z. B. überbewertete Konzentration, ineffiziente Märkte), sinkt die Rendite. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 20 Stunden Vielleicht kommen wir zur Ausgangsfrage zurück? Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Nun habe ich das Haus verkauft (Ende November 2021) und nach Zahlung der Restschuld blieb noch etwas übrig, dass ich nun anlegen wollte. Ich wollte aber nicht ganztags die Börse verfolgen, sondern eher eine ruhige buy-and-hold-Strategie ohne viel Zeitaufwand fahren. Was hat Dich daran gehindert? Fehlende Zinsen taugen nicht als Erklärung dafür. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Wie so viele bin ich dann beim Bankberater gelandet und das Konzept hörte sich gut an. Die Hälfte des Geldes habe ich am Zinsmarkt angelegt, die andere Hälfte in Aktien (natürlich Fonds der Bank). Zwei Monate später kam dann Corona und ich war erstmal 30% hinten. Wie kann man es schaffen mit 50 % in Zinsanlagen einen Absturz von 30 % hinzubekommen. Sorry aber da stimmt was nicht an der Rechnung? Der gesamte Börsenmarkt ist nur um rund 40 % eingebrochen und auch das nur für wenige Tage. Im Sommer hatten sich die Kurse bereits halbwegs erholt Da dürfte Dein Gesamtportfolio vielleicht 5 % im Minus gewesen sein. Sollte es tatsächlich mehr gewesen sein, dann liegt es an irgendwelchen Produkten, die Du nicht aufgelistet hast. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Das lag natürlich auch an dem Fehler, das gesamte Aktiengeld sofort anzulegen statt in mehreren Tranchen. Das war kein Fehler sondern einfach unglücklich. Corona konnte keiner vorhersagen. Ein Fehler war es zur Bank zu gehen und dort jeden Mist zu kaufen, den Dir der freundliche Verkäufer empfohlen hat. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Auch die Fonds selbst waren nicht der Hit, aber das habe ich auch erst im Laufe der Zeit festgestellt. Da es nun ETFs gab (die gab es „früher“ noch nicht) habe ich das Depot nach und nach umgestaltet (einige Fonds raus, ETFs rein). So arg viel sinnvolle ETFs habe ich jetzt nicht gesehen. Wo hast du gelesen, dass man beispielsweise fokussierte ETFs wie den Euro STOXX 50 nehmen soll und dazu noch jede Menge Tech Kram? Investiere mal 15 Euro in ein vernünftiges Buch und arbeite es durch (konkrete Tipps in meiner Signatur). Danach wirst Du Dich hoffentlich von vielem trennen, was Dein Depot bevölkert. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Da ich mittlerweile viel gelesen habe, hatte ich auch einen groben Plan über die Aufteilung, der, in groben Zügen, wie folgt aussah: - Altersbedingt (ja, ich bin bereits 60 Jahre alt) kein sehr langer Anlagehorizont - Kein Sparplan - Kein Gold (Gold ist zwar eine Schwankungsbremse, aber langfritig auch eine Renditebremse) - Kein Asien (China ist politisch zu unsicher und ansonsten gibt es nur drei nennenswerte Firmen in Asien (bevor jemand fragt: TSMC, Samsung und Toyota (Toyota auch nur bedingt, weil Autobranche))) Asien sollte in den weltweiten Fonds/ETFs soweit vertreten sein, dass dies für die Gesamtquote reicht Warum nimmst Du nicht einen weltweiten Fonds wie Du es hier beschreibst? Indices wie der MSCI ACWI, der FTSE All World oder der MSCI ACWI IMI wären gut geeignet. Wenn Du die Emerging Markets komplett vermeiden willst wäre noch der MSCI World oder der FTSE Developed eine Alternative. Nachdem die Rente nicht mehr weit ist, würde ich zu einem ausschüttenden ETF auf einen dieser Indices tendieren und fast alles übrige rauswerfen. Allenfalls die beiden Europa ETFs könnte man als Gegengewicht zu den USA behalten, wäre aber auch nicht schlimm wenn die auch noch rausfliegen und durch einen breiteren Europa ETF ersetzt werden. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Das Depot darf gern dynamisch sein, soll aber kein Kamikaze werden. Langsame Umschichtungen in festverzinsliche vielleicht später beginnen, um mit zunehmendem Alter den Aktienanteil zu verkleinern. Wie hoch ist Dein Aktienanteil aktuell? Wann willst Du aufhören mit der Arbeit und welche Rentenlücke hast Du Dir ausgerechnet? Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Hier darf es aber auch gern ein High-Yield-ETF sein. Der ist vom Risiko her nicht viel niedriger als ein breiter Aktienfonds. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Theoretische langfristige Erwartung sind 8% Wachstum, davon 25% Steuern, vom Rest 50% in den Wertpapieren belassen (Inflationsausgleich) und die anderen 50% ausgeben (oder auch belassen). 8 % Wachstum bei einem 50/50 Depot ist völlig unrealistisch. Selbst für den Aktienteil kannst Du nicht von 8 % ausgehen, denn derzeit sind die Märkte um einiges höher bewertet als vor ein paar Jahren. Die meisten Experten gehen von rund 6 % aus für das nächste Jahrzehnt und da gehen dann noch die Steuern ab Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Ich habe gelesen und auch hier im Forum gesehen, dass es auch ausreicht, zwei bis vier ETFs im Depot zu haben. Ich frage mich allerdings, ob es nicht doch sinnvoller ist, ein paar mehr zu nehmen, um die Schwerpunkte gezielter zu setzen und bei Änderung der Einschätzung einfacher Umschichtungen vorzunehmen. Wenn ich Deine aktuelle Depotzusammensetzung sehe, wird es vermutlich besser sein, wenn Du keine Schwerpunkte setzt. Sorry wenn ich das undiplomatisch als Ansammlung von vielen Anlagefehlern betrachte. Tu Dir selbst einen Gefallen und beschränke Dich auf die Basics. Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Bitte schreibt, wenn ihr grobe Fehler im Depot seht, schlagt andere Gewichtungen / andere ETFs vor, macht Anmerkungen zu meinen Gold- und Asienstandpunkten oder äußert Euch sonst irgendwie sinnvoll. Dein Standpunkt zu Gold ist ok. Kann man haben, aber muss man nicht haben. Bei Asien bin ich kein strikter Gegner aber ich sehe auch die Risiken. Ich habe selbst keine Übergewichtung von Asien im Depot. Dennoch würde ich keine Wette gegen Asien machen wollen und die ganz normale Gewichtung in einem marktbreiten ETF nehmen. Es kann Dir keiner sagen, wo morgen die Post abgehen wird und einfach "alles" zu nehmen ist die beste Versicherung dagegen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
BörsenOpa vor 13 Stunden · bearbeitet vor 13 Stunden von BörsenOpa Moin, erst einmal vielen Dank für die vielen und ausführlichen Kommentare. Die aufgekommenen Fragen beantworte ich hier; ich hoffe, dass dann einiges klarer wird. Ich war mir gar nicht bewußt, wie komplex so ein Neuaufbau eines Depots sein kann. Am 11.1.2026 um 10:10 von PrivateBanker: Anlagehorizont bitte genauer definieren ! Welches Risiko bist du bereit zu tragen (max. Abschwung vom Hoch in %)? Arbeitest du noch, wie lange noch? Ist deine Altersversorgung geklärt (reicht die Rente?) Kapitalverzehr geplant ab wann? Weiteres Vermögen? - 30% (beim reinen Aktienanteil) ist ok, 50 wird schon hart. Am Ende aber würde ich das aussitzen - Nein -Ja -Nein, nur gelegentliche Entnahmen in Sonderfällen (Urlaub etc.) In den letzten 4 Jahren habe ich nichts entnommen. - Nochmal denselben Betrag fest angelegt und Tagesgeldkonto, sonst nix (Haus, Grundstück, Auto etc.) Am 11.1.2026 um 10:31 von satgar: Am 11.1.2026 um 09:56 von BörsenOpa: Tech zusammen: 26,28% Bist du sicher, dass das stimmt? Schau mal in deine Fonds, die du als „normal“ tituliert hast, was diese vornehmlich enthalten. Meiner Meinung nach hast du einen viel höheren Anteil Tech, als du glaubst. Und man muss ohnehin bei der Klassifizierung aufpassen. Der akkumula zb hat 30% Tech. Dort laufen Alphabet und Meta aber zb unter kommunikation, und nicht IT. Von daher Obacht. Ich glaube du bist sehr sehr stark im amerikanischen „Tech Sektor“ drin, ohne es dir bewusst zu sein. Ich schrieb ja, dass es mir klar ist, dass in den "normalen" noch Tech drin ist. Aber Du hast recht, dass der Tech-Anteil höher ist als die 26,28%. Am 11.1.2026 um 10:34 von Rotenstein: Ich kann dir die überraschende Nachricht überbringen, dass auch ein einziger ETF vollkommen ausreicht, um das Aktienuniversum abzudecken DAS ist momentan genau das, was mich gedanklich beschäftigt. Wäre ein einfacher Weg, aber da ist das Denken noch nicht zu Ende. Am 11.1.2026 um 10:34 von Rotenstein: Wieviel deines Vermögens möchtest du denn riskant, also in Aktien, anlegen, und wieviel möchtest du risikoarm anlegen, Momentan sind 50% fest angelegt und Tagesgeld, die anderen 50% in Aktien. Die Zinsen vom festgelegtem Geld gehen auf das Girokonto und werden mit ausgegeben, insofern bleibt der absolute Betrag gleich, während der Wert der zumeist akkumulierenden Fonds/ETFs steigt. Somit verschiebt sich die 50/50 Gewichtung langsam. Am 11.1.2026 um 10:34 von Rotenstein: Eine Frage, die da reinspielt, ist die Länge deines Anlagehorizontes und die Frage, ob du das Depot zur Finanzierung deines Lebensunterhaltes jetzt oder in Zukunft brauchst. Selbst mit 60 Jahren kann der Anlagehorizont noch sehr lange sein, wenn man seinen Lebensunterhalt aus Rentenzahlungen finanziert und plant das Depot an die Kinder zu vererben. Ich brauche das Depot nicht für den Lebensunterhalt. Ein gewisser Teil soll da auch immer wieder angelegt werden, damit die Inflation ausgeglichen wird. Was ich mit dem Rest genau mache weiss ich gar nicht. Am 11.1.2026 um 10:34 von Rotenstein: Letztlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass du Verantwortung für dein Geld übernehmen musst. Du kannst hier diskutieren und lernen, wie es andere machen. Deine Entscheidung ist aber deine Entscheidung, und wenn es nicht so läuft wie gedacht, bist du verantwortlich, und nicht Forenteilnehmer, die dir dies oder das "geraten" haben. Eine Beratung findet hier nämlich nicht statt, nur ein Wissens- und Erfahrungsaustausch. Dieser ist aber trotz mancher unwirscher und unhöflicher Forenkommentare dennoch besser als alle Bankberatergespräche zusammengenommen, die ich je in meinem Leben hatte. Ja, das ist mir natürlich klar, aber Leute wie Du haben doch mehr Erfahrung und viele Gedankenansätze, die mir bei der Entscheidung helfen können. Was ich letztendlich mache ist meine Entscheidung, Fehler demnach auch klar meine Schuld. Am 11.1.2026 um 11:31 von Theobuy: Das ist ein ESG Fonds. Kennst du den Unterschied zwischen ESG und nicht-ESG? Ja. Natürlich habe ich es vorsichtshalber nochmal gegoogelt und festgestellt, dass ich richtig lag; allerdings hätte ich es anders formuliert Am 11.1.2026 um 11:31 von Theobuy: Verstehst du inzwischen den Unterschied zwischen Index-basierten Fonds und aktiv gemanagten? Ist dir klar, welche Auswirkungen die TER von 1,45% beim US Growth im Vergleich zum Euro Stoxx 50 von 0,05 % z. B. auf deinen langfristigen Erfolg haben und wieviele Prozent sie dich kosten? Den Unterschied kenne ich schon lange, nur gab es damals keine ETFs; wir haben noch Indexfonds gehabt. Am 11.1.2026 um 11:31 von Theobuy: Ist dir der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds klar? Ja, auch das ist bekannt. Am 11.1.2026 um 11:31 von Theobuy: Mein Rat wäre: 1. Ziele bestimmen. Wofür und wann brauchst du das Geld? Rentenlücke, Unterstützung Kinder/Enkel, Absicherung Pflege/Altersheim, Vererben/Spenden usw. 2. Risikoprofil überprüfen: was machst du, wenn es nochmals 30 % oder mehr runter geht? 3. Assetallokation festlegen. Daraus ergibt sich das Verhältnis risikoreichere Aktieninvestments und risikoärmere Investments in Geldmarktfonds/Tagesgeld/Festgeld. 4. Teuere Fonds rausschmeißen und durch kostengünstige ETFs ersetzen. 5. Grundlegende Fragen verstehen und bewußte Entscheidungen treffen: Kosten, Diversifizierung (s. oben). 6. Portfolio für 20+ Jahre erstellen. Wenn du nicht gesundheitlich angeschlagen, sondern fit bist und es z. B. in der Familie viele langlebige Angehörige gibt/gab, hast du noch eine lange Anlegerkarriere vor dir! 7. KISS - weniger ist mehr. Wenn du kein aktiver Aktienanleger werden, sondern deine Lebenszeit für sonstiges aufwenden willst, könnte dein Depot am Ende aus einem kostengünstigen, Index-basierten ETF und wenigen risikoarmen Anlagen bestehen. 2-5 Zeilen Depot sind langweilig, einfach zu handhaben, Partner/Betreuer*in einfach zu erklären. Und auch zu vererben. 8. Zum Umbau kann man als letztes auch noch Steuern berücksichtigen und ggf. etwas über 1-2-3 Jahre optimieren. Ob es im Vergleich mehr bringt, als sofort in kostengünstigeren Anlageprodukten investiert zu sein, könntest du prüfen und ist sicher aber nicht vorherszusagen. An erster Stelle würde ich sie allerdings nicht berücksichtigen. Finanzen sind Chefsache. Insofern bist du auf einem guten Weg! Viel Erfolg! 1. Darüber bin ich mir noch nicht ganz klar. Ein Teil des Gewinnes soll als Werterhalt im Depot verbleiben. Den Rest würde ich vielleicht ausgeben (aber nicht sinnlos) oder auch belassen. Ganz hart ausgedrückt (ohne großkotzig zu sein): Das Geld brauche ich nicht. Es gibt keine Rentenlücke, bei Kindern und Enkeln ist alles ok, da erfolgt die Unterstützung aus den laufenden Renten. Pflege/Altersheim ist so eine Sache; auf jeden Fall nicht für mich, aber da weiss ich noch nicht, was ich im Fall der Fälle tun werde. Vererben wird langfristig das sein, worauf es hinausläuft, ggf. mit Auflagen, damit das nicht sinnlos verprasst wird. 2. Aussitzen 3. 50/50 4. Ja, das ist der Gedanke 5. Ich werde Einiges lesen müssen 6. 20 erscheint mir zu lang, aber eine bestimmte Dauer habe ich nicht 7. Ja das ist ein gedanke....ein Welt-ETF und gut ist.....vielleicht werden es aber auch 3-5 ETFs 8. Steuern muss ich eh zahlen und der Sparerfreibetrag ist ausgeschöpft; da kann ich nix auf mehrere Jahre verteilen - Danke für die guten Wünsche! vor 6 Stunden von Sapine: Wie kann man es schaffen mit 50 % in Zinsanlagen einen Absturz von 30 % hinzubekommen. Sorry, da habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Die 30% betreffen nur den Aktienanteil. vor 6 Stunden von Sapine: So arg viel sinnvolle ETFs habe ich jetzt nicht gesehen. Wo hast du gelesen, dass man beispielsweise fokussierte ETFs wie den Euro STOXX 50 nehmen soll und dazu noch jede Menge Tech Kram? Ich wollte den USA-Anteil reduzieren und habe deshalb die Stoxx-ETFs gewählt. Da ich nicht genau wußte, welchen ich nehmen soll, habe ich beide genommen Tech läuft besser als der Rest, daher die Übergewichtung (die vielleicht zu hoch ausgefallen ist). vor 6 Stunden von Sapine: Investiere mal 15 Euro in ein vernünftiges Buch und arbeite es durch (konkrete Tipps in meiner Signatur). Danach wirst Du Dich hoffentlich von vielem trennen, was Dein Depot bevölkert. -Das werde ich auf jeden Fall machen, wollte aber erst die Leitfäden hier im Forum lesen. -Ja, es kann sogar sein, dass alles rausfliegt vor 6 Stunden von Sapine: Warum nimmst Du nicht einen weltweiten Fonds wie Du es hier beschreibst? Indices wie der MSCI ACWI, der FTSE All World oder der MSCI ACWI IMI wären gut geeignet. Wenn Du die Emerging Markets komplett vermeiden willst wäre noch der MSCI World oder der FTSE Developed eine Alternative. Nachdem die Rente nicht mehr weit ist, würde ich zu einem ausschüttenden ETF auf einen dieser Indices tendieren und fast alles übrige rauswerfen. Allenfalls die beiden Europa ETFs könnte man als Gegengewicht zu den USA behalten, wäre aber auch nicht schlimm wenn die auch noch rausfliegen und durch einen breiteren Europa ETF ersetzt werden. Ich schwanke momentan zwischen einem ETF und einer kleinen Auswahl verschiedener ETFs (3-5 Stück). Dafür muss ich mich aber erst genau damit befassen, welcher ETF was abddeckt und welche ETFs sich da nicht überschneiden. vor 6 Stunden von Sapine: Wann willst Du aufhören mit der Arbeit und welche Rentenlücke hast Du Dir ausgerechnet? Ich arbeite schon nicht mehr und habe keine Rentenlücke(bzw. komme mit dem, was ich jetzt erhalte, gut über die Runden). vor 6 Stunden von Sapine: Der ist vom Risiko her nicht viel niedriger als ein breiter Aktienfonds. OK, also kein High Yield. vor 6 Stunden von Sapine: 8 % Wachstum bei einem 50/50 Depot ist völlig unrealistisch. Ja...auch hier meine ich wieder nur den Aktienanteil. vor 6 Stunden von Sapine: Wenn ich Deine aktuelle Depotzusammensetzung sehe, wird es vermutlich besser sein, wenn Du keine Schwerpunkte setzt. Sorry wenn ich das undiplomatisch als Ansammlung von vielen Anlagefehlern betrachte. Tu Dir selbst einen Gefallen und beschränke Dich auf die Basics. Da will ich ja hin; ein überschaubares, pflegeleichtes Depot. Dafür muss ich aber wohl noch viel lesen und denken Ich werde mir mal die weltweiten Indicies ansehen und schauen, ob einer davon sich mit meinen Vorstellungen deckt. Ansonsten müßte ich ein paar ETFs zusammenstellen, die in der Zusammenstellung passen. Ich gehe mal davon aus, dass alle Fonds aus dem Depot fliegen und auch die meisten (oder auch alle) ETFs. Ebenso werde ich den Gedankengang ETF nach Marktkapitalisierung vs ETF nach Equal Weight aufgreifen und mir da auch Gedanken machen. Wer noch Ideen, Vorschläge oder sonstige Anmerkungen hat,darf dies natürlich gern äußern. Grüße aus dem verschneiten Norden Andreas Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 13 Stunden · bearbeitet vor 13 Stunden von satgar ich stelle nur mal so in den Raum: wenn ich Geld gar nicht bräuchte….wieso dann 50% in Zinsanlagen? Schätzungen gehen davon aus, dass der Aktienmarkt zukünftig brutto eher 6% bringen wird, als 8%. Finanztip schätzt das z.b. so ein. Aber es gibt auch andere Publikationen dazu. Dann musst du vom Ertrag noch 25% an Steuer abziehen, sowie die Inflation. Wenn du ganz gut dabei bist, bekommst du auf die Zinsanlagen brutto 2%. Zusammen also 4% aufs Gesamtvermögen. Abzgl. Steuer und Inflation, wirds mit dem realen Werterhalt schon eng. Wieso also so konservativ unterwegs? Zudem noch die Verständnisfrage: vor 15 Minuten von BörsenOpa: sonst nix (Haus, Grundstück, Auto etc.) Hast du diese genannten Sachen nun, oder nicht? Das Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, der im Wert verliert. Der interessiert nicht. Aber vielleicht wohnst du ja in Hamburg und dein Haus mit Grund und Boden ist 1 Mio Wert. Dann ist das natürlich auch Vermögen von dir. Betrachtest du dein Gesamtvermögen mit allem, stellst du vielleicht fest, dass du mit deinen Zinsanlagen vielleicht sogar noch konservativer anlegst, als du dachtest. Weil du eben Immobilien oder auch Barwerte von Rentenansprüchen, die noch kommen, ignorierst. Hinter der Paywall bei der FAZ https://www.faz.net/aktuell/finanzen/warum-rechnen-sich-beamte-bloss-so-arm-verlangen-nach-sicherheit-19278900.html Hier frei: https://archive.ph/2024.10.20-192037/https://www.faz.net/aktuell/finanzen/warum-rechnen-sich-beamte-bloss-so-arm-verlangen-nach-sicherheit-19278900.html Daher das kleine 1x1 der Geldanlage: Du hast nur ein Gesamtvermögen. Betrachte in deiner Asset Allocation alles zusammen, keine mentale Buchführung! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag