Norden 15. Januar vor 8 Stunden von Moneycruncher: Mein Eindruck ist, dass Du Langeweile hast und deshalb etwas unternehmen willst, z.B. den angeblich zu hohen USA-Anteil "etwas" senken. Dieser ist aber bereits im FTSE All-World deutlich niedriger als im MSCI World und wird durch deinen EM-Fonds noch weiter reduziert auf deutlich < 60%. Die 2% Uniglobal würde ich als Reminiszenz an alte Zeiten drin lassen. Es scheinen ja sogar noch abgeltungssteuerbefreite Alt-Anteile zu sein. Dann kannst Du eine Exceltabelle nehmen und den Uniglobal (ohne Abgeltungssteuer) gegen den Vanguard (mit AbgSt) laufen lassen - das ist doch spannend genug. Mein Eindruck war bisher immer, dass das hier ein WP-Forum ist und kein Psychologie-Forum. Langeweile und sich Gedanken über sein Portfolio zu machen sind 2 völlig unterschiedliche paar Schuhe. Warum habe ich wohl den FTSE All-World gegen den MSCI World schon vor Jahren getauscht ? Warum habe ich EURO und EM dazugenommen ? bestimmt nicht aus Langeweile. Mir war der US Anteil schon immer zu hoch. Richtig / Falsch ? Völlig egal oder ?- weil meine Entscheidung. Wenn ich dadurch Rendite liegen lasse, dann ist es besser als etwas zu machen, was gegen mein Baugefühl geht. Genauso kann man mir sagen, dass 65% zu wenig sind und man doch 100% oder 90% nehmen soll. Das Hauptthema meiner Frage ist doch, dass mir der TechAnteil und die hohe Konzentration auf 10 Aktien zu hoch ist. Das ist ein konkretes Thema und das kann man unter Langeweile abtun oder man hat nen konkreten Hinweis. Den Uniglobal habe ich gar nicht thematisiert und es hat ja seine Gründe warum ich den halte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Moneycruncher 15. Januar vor 1 Stunde von Norden: Mein Eindruck war bisher immer, dass das hier ein WP-Forum ist und kein Psychologie-Forum. Es gibt eine Schnittmenge => Behavioral Finance Du schreibst selbst, dass dein Depot "sehr einfach" strukturiert ist - im besten Sinne. Das ist sehr lobenswert und man muss sehr lange im WPF aktiv sein, um darauf zu kommen. Bei mir war es auch so. Zu dieser klaren, kostengünstigen und wohl überlegten Depotstruktur hast Du nun den Wunsch nach einer Beimischung geäußert. Diesem Begriff begegnet man häufig in sog. Fachzeitschriften, bei Fachjournalisten und auch hier im WPF. "Beimischung" ist für mich ein Signalwort, das eben häufig/meistens für Pseudooptimierungen und Aktivismus benutzt wird. Das muss natürlich nicht immer der Fall sein. Ich wollte nur darauf hinweisen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 15. Januar · bearbeitet 15. Januar von satgar vor 25 Minuten von Moneycruncher: Es gibt eine Schnittmenge => Behavioral Finance Du schreibst selbst, dass dein Depot "sehr einfach" strukturiert ist - im besten Sinne. Das ist sehr lobenswert und man muss sehr lange im WPF aktiv sein, um darauf zu kommen. Bei mir war es auch so. Zu dieser klaren, kostengünstigen und wohl überlegten Depotstruktur hast Du nun den Wunsch nach einer Beimischung geäußert. Diesem Begriff begegnet man häufig in sog. Fachzeitschriften, bei Fachjournalisten und auch hier im WPF. "Beimischung" ist für mich ein Signalwort, das eben häufig/meistens für Pseudooptimierungen und Aktivismus benutzt wird. Das muss natürlich nicht immer der Fall sein. Ich wollte nur darauf hinweisen. Auf der aktuellen Homepage von Finanztest wurde dieses Thema mit 10 verschiedenen Beimischungen auch mal wieder betrachtet. Es wird auch monatlich aktualisiert. Tenor letztlich „Was Anlegerinnen und Anlegern aber klar sein muss: Nicht jede Beimischung erweist sich als Renditebooster oder verringert das Risiko. Betrachtet man ein ausgewogenes Pantoffel-Portfolio über die vergangenen zehn Jahre, zeigen unsere Berechnungen: Die einfache Mischung aus Welt-Aktien-ETF und Anleihe-ETF hätte die meisten anderen Varianten geschlagen. Unsere Auswertungen in der Tabelle zeigen: Große Renditesprünge sind durch Beimischungen nicht zu erwarten. Desaströse Abstürze aber auch nicht. Wer sein Portfolio also nur mit einem Welt-Aktien-ETF bestückt, vergibt keine großen Chancen. Wer im Rahmen unserer Regeln eigene Anlageideen ausprobieren will, geht aber auch kein besonders hohes Risiko ein. Nur die Pflege des Portfolios wird durch weitere Wertpapiere aufwendiger.„ Ich les da also raus. Man kann das alles machen, macht aber letztlich eigentlich nur mehr Arbeit und bringt wenig. KISS ist im Vorteil, sicherlich wie auch andere schon hervorgehoben haben, aus Anleger-psychologischer Sicht (Stichwort Behavioral Finance wurde schon genannt). Dem Wunsch, die reine Lehre der Marktkapitalisierung zu verlassen liegt vielleicht auch das immer wieder aufkommenden Missverständnis zugrunde, dass ein Welt ETF wie ein FTSE All World in seiner Branchen oder Länderverteilung statisch immer gleich bliebe. Aber wenn die Tech Konzerne irgendwann weniger gut laufen, werden diese im Index (und auch dem Fonds) auch an Gewicht verlieren, und damit auch der US Anteil abnehmen. Die gesammelte Marktmeinung aller Anleger führt mal zu der einen, und später wieder zu einer anderen Gewichtung. Aber die World ETFs folgen dem. Gewichtet man andere Regionen oder Branchen selbst unter oder über, greift man dieser Entwicklung vor, ohne selbst zu wissen, ob das überhaupt stimmt oder je eintreten wird. Das mitlaufen mit der Herde ist, so langweilig das eben klingt und scheint, bringt in der Regel die besten Ergebnisse. Aber wie Finanztest schon sagt: Man macht jetzt auch keine krassen Fehler damit, es anders zu handhaben. Man wird aber auch keinen großen Benefit erwarten können. Und dann mehr Arbeit damit haben? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 15. Januar vor 2 Stunden von Norden: Mein Eindruck war bisher immer, dass das hier ein WP-Forum ist und kein Psychologie-Forum.... Dein Eindruck war bisher falsch! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
i++ 15. Januar Am 14.1.2026 um 14:51 von Norden: IE00BK5BQT80 Vanguard FTSE All-World 77% IE00BKM4GZ66 iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF USD 14% LU0908500753 LY.I.-L.CO.ST.EO 600(DR) 7% Hast du dir schonmal den Avantis Global Small Cap Value ETF (AVWS) und den iShares MSCI World Enhanced Value ETF (IE00BP3QZB59) angeschaut? Vielleicht je 20% oder so wären denkbar? Den normalen MSCI World SC würde ich nicht nehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Martie 16. Januar · bearbeitet 16. Januar von Martie vor 8 Stunden von i++: Hast du dir schonmal den Avantis Global Small Cap Value ETF (AVWS) und den iShares MSCI World Enhanced Value ETF (IE00BP3QZB59) angeschaut? Vielleicht je 20% oder so wären denkbar? Den normalen MSCI World SC würde ich nicht nehmen. Der Avantis Global Small Cap Value wird ja immer wieder erwähnt, wenn es um die Beimischung von Small Caps geht. Mir ist allerdings nicht ganz klar, weshalb. Bzw. weshalb man ihm den Vorzug gegenüber einem normalen Small Cap ETF geben sollte. Wenn man die beiden auf Fondsweb vergleicht ist die Rendite seit Auflage quasi identisch. Wobei der Avantis Global Small Cap Value konzentrierter ist und eine etwas höhere Volatilität hat, bei schlechterer TD und höheren Kosten (seit es den Xtrackers mit TER 0,25% gibt). Was wäre also das Argument gegen einen normalen Small Cap ETF? Auch dass der AVWS nochmal mehr USA Anteil hat (grob 67% vs 59% beim Xtrackers) mag nicht für jeden ein positiver Aspekt sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
i++ 16. Januar · bearbeitet 16. Januar von i++ vor 26 Minuten von Martie: Der Avantis Global Small Cap Value wird ja immer wieder erwähnt, wenn es um die Beimischung von Small Caps geht. Mir ist allerdings nicht ganz klar, weshalb. Fehlender Qualitätsfilter (auf profitable Unternehmen, kleine Turbo-Gurken aussortieren). Siehe Literatur. vor 26 Minuten von Martie: Auch dass der AVWS nochmal mehr USA Anteil hat (grob 67% vs 59% beim Xtrackers) mag nicht für jeden ein positiver Aspekt sein. Ich mische den Avantis auch mit dem SPDR MSCI Europe Small Cap Value Weighted ETF, um die USA auf ca. 50% zu drücken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Martie 16. Januar · bearbeitet 16. Januar von Martie vor 8 Minuten von i++: Fehlender Qualitätsfilter (auf profitable Unternehmen, kleine Gurken aussortieren). Siehe Literatur. Macht auf den ersten Blick zwar Sinn, aber lässt sich das auch anhand der Produktdaten belegen? Viele kleine Unternehmen werden ja erst noch profitabel, und genau darin liegt ja der eigentliche Hebel wenn man sie frühzeitig eingekauft hat, oder nicht? edit: Laut Fondsweb läuft der normale Europe Small Cap ETF tendenziell besser als sein Value Weighted Pendant, zumindest über die letzten 10 Jahre. Auch hier kann man also sagen es macht zwar Sinn, was in der Literatur steht, aber in der Praxis scheint das nicht so zu funktionieren wie gedacht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GuyInborito 16. Januar Die allererste Frage die es doch zu stellen gilt wäre: Hältst du dich für besser als 95% aller Anleger, inklusive der Profis, hast so tiefe Börsenkenntnis oder gar Insiderwissen dass das dauerhaft möglich wäre? Wenn du nicht total entkoppelt bist müßte die ehrliche Antwort "nein" lauten. Was nun daraus folgen würde ist uns allen hier doch klar. Je mehr von Laien gebastelt wird, umso roter wird das Grün. Man sollte die WPF Portfolios mal risikoadjustiert vergleichen. Ich würde einen Gralsteil wetten dass praktisch niemand einen all world schlägt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Martie 16. Januar vor 21 Minuten von GuyInborito: Die allererste Frage die es doch zu stellen gilt wäre: Hältst du dich für besser als 95% aller Anleger, inklusive der Profis, hast so tiefe Börsenkenntnis oder gar Insiderwissen dass das dauerhaft möglich wäre? Wenn du nicht total entkoppelt bist müßte die ehrliche Antwort "nein" lauten. Was nun daraus folgen würde ist uns allen hier doch klar. Je mehr von Laien gebastelt wird, umso roter wird das Grün. Man sollte die WPF Portfolios mal risikoadjustiert vergleichen. Ich würde einen Gralsteil wetten dass praktisch niemand einen all world schlägt. Müsste die Wahrscheinlichkeit rein statistisch nicht bei 50/50 liegen, da ein All-World den gewichteten Durchschnitt aller Anleger widerspiegelt? Ich für meinen Teil kann schon nachvollziehen, wenn einem der USA Klumpen Sorgen bereitet. Das mag bei kleinen Summen vernachlässigbar sein, aber wenn man irgendwann mehrere 100k in den USA liegen hat kann einem schon mulmig werden. Und auch wenn viele der Meinung sind, dass wenn die USA Abstürzen die ganze Welt mit den Bach runter geht, so glaube ich wird das nicht 1 zu 1 stattfinden. Falls Trump sein Land in Grund und Boden wirtschaftet muss Europa nicht zwangsläufig im selben Maßstab leiden. Ansonsten wäre das ganze Konzept der globalen Diversifizierung per se ziemlich nutzlos. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GuyInborito 16. Januar vor 16 Minuten von Martie: Müsste die Wahrscheinlichkeit rein statistisch nicht bei 50/50 liegen, da ein All-World den gewichteten Durchschnitt aller Anleger widerspiegelt? Kurzfristig ja. Aber wenn man vom mcap abweicht muß man ja über die gesamte Anlagedauer oberhalb des Durchschnitts liegen. Nicht nur 6 Monate oder 1 Jahr oder 5 Jahre. Für die gesamte Zeit. Zugegeben ich kenne die real berechneten Chancen dafür nicht aber ich glaube 95% war noch recht großzügig angenommen. Und wer hält eine Strategie durch die man mal willkürlich festgelegt hat und dann 10 Jahre underperformt, bleibt man dann 20 weitere Jahre dabei? Nö, man baut um und das kann die nächsten 5 Jahre wieder underperformen und dann wird wieder umgebaut. Menschen sind Idioten (mich eindeutig eingeschlossen), dieser Faktor muß so weit wie möglich rausgehalten werden aus der Strategie. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Limit 16. Januar vor 1 Stunde von Martie: edit: Laut Fondsweb läuft der normale Europe Small Cap ETF tendenziell besser als sein Value Weighted Pendant, zumindest über die letzten 10 Jahre. Auch hier kann man also sagen es macht zwar Sinn, was in der Literatur steht, aber in der Praxis scheint das nicht so zu funktionieren wie gedacht. Normalerweise gibt ein 10-Jahres-Zeitraum schon ein ganz guten ersten Eindruck. Das gilt mMn allerdings nicht so sehr für die letzten 10 Jahre. Der Grund dafür sind die Interventionen durch die Staaten immer wenn normalerweise eine Marktbereinigung angestanden hätte. Das hat natürlich (Small) Growth-Aktien begünstigt. Das hat aber u.a. auch zu sehr hohen Staatsschulden geführt und daher ist es fraglich, ob das in den nächsten 10 Jahren so wiederholbar ist. Wenn die Staaten bei dem nächsten Abschwung nicht mehr im gleichen Maße unterstützend intervenieren können, dürften Value Werte wieder gegenüber Growth deutlich im Vorteil sein, vor allem im Small Cap Bereich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 16. Januar vor 7 Minuten von Limit: Normalerweise gibt ein 10-Jahres-Zeitraum schon ein ganz guten ersten Eindruck. Man sagt das immer gerne so. Auf der anderen Seite stimmt auch immer: selbst die vergangenen 10 Jahre sagen nichts über das nächste Jahr aus, oder die nächsten 5, oder die nächsten 10.. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norden 16. Januar vor 6 Stunden von GuyInborito: Die allererste Frage die es doch zu stellen gilt wäre: Hältst du dich für besser als 95% aller Anleger, inklusive der Profis, hast so tiefe Börsenkenntnis oder gar Insiderwissen dass das dauerhaft möglich wäre? Wenn du nicht total entkoppelt bist müßte die ehrliche Antwort "nein" lauten. Was nun daraus folgen würde ist uns allen hier doch klar. Je mehr von Laien gebastelt wird, umso roter wird das Grün. Man sollte die WPF Portfolios mal risikoadjustiert vergleichen. Ich würde einen Gralsteil wetten dass praktisch niemand einen all world schlägt. sorry, aber das ist mir ein Stück weit zu polemisch. Wenn man das Ziel hat zu den Besten 5% der Anleger zu gehören, dann investiert man doch nicht in ETFs, Der FTSE All World ist meine Basis, aber es klingt bei dir fast so, als wäre es Blasphemie, wenn man an dieser Zusammensetzung etwas ändert. Ob man diese Zusammensetzung anpasst ist mE eine absolut individuelle Entscheidung. Man kann ein Auto mit der Grundausstattung kaufen und kommt genauso von A nach B, wie mit der Superausstattung mit ganz tollen Sitzen. Der Unterschied ist vll. dass der eine Kunde Rückenprobleme hat und daher bereit ist mehr Geld in teurere Sitze zu investieren. vor 17 Stunden von i++: Hast du dir schonmal den Avantis Global Small Cap Value ETF (AVWS) und den iShares MSCI World Enhanced Value ETF (IE00BP3QZB59) angeschaut? Vielleicht je 20% oder so wären denkbar? Den normalen MSCI World SC würde ich nicht nehmen. Danke - kannte ich nicht und solche Denkanstöße habe ich mir hier erhofft. Ob das zu mir passt kann dann am Ende nur ich allein entscheiden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 16. Januar vor 1 Stunde von Norden: vor 10 Stunden von GuyInborito: Die allererste Frage die es doch zu stellen gilt wäre: Hältst du dich für besser als 95% aller Anleger, inklusive der Profis, hast so tiefe Börsenkenntnis oder gar Insiderwissen dass das dauerhaft möglich wäre? Wenn du nicht total entkoppelt bist müßte die ehrliche Antwort "nein" lauten. Was nun daraus folgen würde ist uns allen hier doch klar. Je mehr von Laien gebastelt wird, umso roter wird das Grün. Man sollte die WPF Portfolios mal risikoadjustiert vergleichen. Ich würde einen Gralsteil wetten dass praktisch niemand einen all world schlägt. sorry, aber das ist mir ein Stück weit zu polemisch. Wenn man das Ziel hat zu den Besten 5% der Anleger zu gehören, dann investiert man doch nicht in ETFs, Der FTSE All World ist meine Basis, aber es klingt bei dir fast so, als wäre es Blasphemie, wenn man an dieser Zusammensetzung etwas ändert. ... Er kann auch nichts dafür, wie es klingt. Welche Kenntnisse, welches Wissen hast Du nun, dass es als wahrscheinlich erscheinen lässt, dass Du es besser weißt als der kapitalgewichtete Durchschnitt aller Anleger? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 16. Januar · bearbeitet 16. Januar von satgar vor 1 Stunde von Norden: Ob man diese Zusammensetzung anpasst ist mE eine absolut individuelle Entscheidung. Man kann ein Auto mit der Grundausstattung kaufen und kommt genauso von A nach B, wie mit der Superausstattung mit ganz tollen Sitzen. Der Unterschied ist vll. dass der eine Kunde Rückenprobleme hat und daher bereit ist mehr Geld in teurere Sitze zu investieren. Tut mir leid, aber der Vergleich ist super schlecht. Genauso schlecht wäre der Vergleich, wenn ich bei der Kreuzfahrt die Innenkabine oder balkonkabine buche. Wir reden doch hier von Anlageentscheidungen. Rein rationale Themen wie Sharpe Ratio, Volatilität, Risiko, Rendite Chancen, MCAP, BIP, und was weiß ich noch. Kennzahlen, anhand deren man zu bewerten versucht, ob eine Anlage Sinn ergibt. Das hat mit der Entscheidung für ein Auto doch null zu tun. Quasi nach Markowitz: Kernprinzipien der Markowitz-Theorie Diversifikation: Streuung über verschiedene Anlageklassen (z.B. Aktien, Anleihen, Immobilien), um das Gesamtrisiko zu reduzieren, da sich die Wertentwicklungen nicht immer gleich bewegen. Risikomaß: Risiko wird als Volatilität (Standardabweichung der Renditen) gemessen. Korrelation: Entscheidend ist, wie sich die Renditen zweier Anlagen zueinander verhalten (Korrelation < 1 ist ideal, < 0 optimal). Effizienzgrenze: Stellt alle Portfolios dar, die bei einem bestimmten Risiko die maximale Rendite erzielen; der "perfekte" Punkt ist der individuelle Schnittpunkt mit der persönlichen Risikobereitschaft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norden 16. Januar vor 12 Minuten von Schwachzocker: Welche Kenntnisse, welches Wissen hast Du nun, dass es als wahrscheinlich erscheinen lässt, dass Du es besser weißt als der kapitalgewichtete Durchschnitt aller Anleger? ok, also jetzt wird es aber wild. Wenn ich dich jetzt richtig verstehe meinst du tatsächlich, dass der FTSE All World den kapitalgewichteten Durchschnitt aller Anleger darstellt? Der Index misst doch gar nicht was Anleger besitzen. Der Index basiert auf der Marktkapitalisierung der Unternehmen, nicht auf der Verteilung der Aktien über die Anleger oder habe ich das falsch verstanden? Der FTSE All World ist nur ein Index, den ich bewusst in seiner Marktgewichtung verändere. Das ist keine automatische Wette auf Outperformance. Marktkapitalisierung ist eine Gewichtungsmethode, aber das muss ja nicht die Richtige sein. Ich schauen immer auch auf das BIP, aber auch das muss nicht richtig sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norden 16. Januar vor 27 Minuten von satgar: Tut mir leid, aber der Vergleich ist super schlecht. Genauso schlecht wäre der Vergleich, wenn ich bei der Kreuzfahrt die Innenkabine oder balkonkabine buche. Finde ich gar nicht und deinen Vergleich finde ich ebenfalls richtig. Innen- und Balkonkabine fahren dieselbe Route zum selben Ziel. Die Entscheidung ist Komfort und Präferenz – nicht Geschwindigkeit. Aber du willst damit ja nicht irgendetwas outperformen. FTSE All-World = Grundausstattung zuverlässig, funktioniert für viele, günstig, wartungsarm, bringt dich sicher von A nach B (Vermögensaufbau) Angepasste ETF-Zusammensetzung = Sonderausstattung nicht „schneller“, nicht automatisch „besser“, aber besser passend für individuelle Bedürfnisse Und genau wie beim Auto: Beide kommen ans Ziel, Keiner „schlägt den Verkehr“ Der Unterschied ist Komfort, Risikoempfinden, persönliche Situation. Beide Autos fahren gleich schnell. Ich kaufe die besseren Sitze nicht, um früher anzukommen, sondern um die Fahrt besser auszuhalten. Ich schärfe aber nach: Die marktkapitalgewichtete Lösung ist eine sehr gute Grundausstattung. Anpassungen sind individuelle Entscheidungen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 16. Januar · bearbeitet 16. Januar von satgar vor 12 Minuten von Norden: Innen- und Balkonkabine fahren dieselbe Route zum selben Ziel Die Portfolios haben aber nicht das gleiche Ziel. Am Ende der Kreuzfahrt wird man am Ende genau das gleiche Ergebnis erreicht haben, das genau gleiche Ziel. Wie bei einem Flug auch, unerheblich, welche Klasse man fliegt. Das ist bei einem Portfolio ja gerade nicht so. Das Ergebnis aus FTSE All World 100% und 80% All World und 20% Small Caps wird nicht dasselbe Ziel erreichen. Es wird ein anderes Ziel sein. Wo das liegen wird, ob es an einem besseren Ziel liegt, oder an einem schlechteren, weiß man vorher nicht. Auch mit welchen Risiken die Fahrt behaftet ist, weiß man nicht. Es ist ein anderes Risiko als bei der ersten Fahrt. Und das ist besonders wichtig: es ist nicht schwer, höhere Rendite mit höheren Risiken einzugehen und zu erreichen. Beides muss man zusammen betrachten. Finanztest macht das z.b. immer in der Bewertung und nennt das „Chance-Risiko-Zahl“ Von daher ist das Beispiel auch so schräg. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 16. Januar vor 55 Minuten von Norden: ok, also jetzt wird es aber wild. Wenn ich dich jetzt richtig verstehe meinst du tatsächlich, dass der FTSE All World den kapitalgewichteten Durchschnitt aller Anleger darstellt?... Annähernd! vor 56 Minuten von Norden: Der Index misst doch gar nicht was Anleger besitzen. Der Index basiert auf der Marktkapitalisierung der Unternehmen, nicht auf der Verteilung der Aktien über die Anleger oder habe ich das falsch verstanden? Ja! vor 57 Minuten von Norden: Der FTSE All World ist nur ein Index, den ich bewusst in seiner Marktgewichtung verändere. Ja, entweder - weil Du glaubst es besser zu wissen als der Rest der Welt oder - weil Du vom Aktienmarkt soviel verstanden hast wie eine Kuh vom Radfahren vor 59 Minuten von Norden: ...Das ist keine automatische Wette auf Outperformance. Warum machst Du es denn? Weil es Spaß macht, ein Depot so herzustellen wie einen Kuchen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein 16. Januar vor 1 Stunde von Norden: FTSE All-World = Grundausstattung zuverlässig, funktioniert für viele, günstig, wartungsarm, bringt dich sicher von A nach B (Vermögensaufbau) Angepasste ETF-Zusammensetzung = Sonderausstattung nicht „schneller“, nicht automatisch „besser“, aber besser passend für individuelle Bedürfnisse Und genau wie beim Auto: Beide kommen ans Ziel, Keiner „schlägt den Verkehr“ Der Unterschied ist Komfort, Risikoempfinden, persönliche Situation. Beide Autos fahren gleich schnell. Ich kaufe die besseren Sitze nicht, um früher anzukommen, sondern um die Fahrt besser auszuhalten. Der FTSE All-World ist der Schnitt aller Verkehrsteilnehmer insgesamt. Alles andere ist eine Wette darauf, dass dein teures Taxi schneller ans Ziel kommt als die U-Bahn. Dabei ist bekannt, dass die weitaus meisten Taxis langsamer sind als die U-Bahn, und dass man die wenigen, die schneller sind, vorher nicht identifizieren kann. Deswegen wäre es rational wäre, die U-Bahn zu nehmen. Eines der grössten Missverständnisse ist, dass derjenige, der einen Welt-ETF nimmt, schlechter als die Hälfte der Anleger (und besser als die andere Hälfte) abschneiden wird. In der Tat wird ein solcher Anleger langfristig besser abschneiden als die grosse Mehrheit der sonstigen Anleger. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 17. Januar · bearbeitet 17. Januar von Lazaros vor 12 Stunden von Rotenstein: Der FTSE All-World ist der Schnitt aller Verkehrsteilnehmer insgesamt. Alles andere ist eine Wette darauf, dass dein teures Taxi schneller ans Ziel kommt als die U-Bahn. Dabei ist bekannt, dass die weitaus meisten Taxis langsamer sind als die U-Bahn, und dass man die wenigen, die schneller sind, vorher nicht identifizieren kann. Deswegen wäre es rational wäre, die U-Bahn zu nehmen. Eines der grössten Missverständnisse ist, dass derjenige, der einen Welt-ETF nimmt, schlechter als die Hälfte der Anleger (und besser als die andere Hälfte) abschneiden wird. In der Tat wird ein solcher Anleger langfristig besser abschneiden als die grosse Mehrheit der sonstigen Anleger. Autsch . Mit deinem Vergleich bestätigst du aber genau die "Grillen", die im Kopf des TO herumschwirren. vor 14 Stunden von Norden: Innen- und Balkonkabine fahren dieselbe Route zum selben Ziel. Die Entscheidung ist Komfort und Präferenz – nicht Geschwindigkeit. Aber du willst damit ja nicht irgendetwas outperformen. FTSE All-World = Grundausstattung zuverlässig, funktioniert für viele, günstig, wartungsarm, bringt dich sicher von A nach B (Vermögensaufbau) Angepasste ETF-Zusammensetzung = Sonderausstattung nicht „schneller“, nicht automatisch „besser“, aber besser passend für individuelle Bedürfnisse Und genau wie beim Auto: Beide kommen ans Ziel, Keiner „schlägt den Verkehr“ Der Unterschied ist Komfort, Risikoempfinden, persönliche Situation. Beide Autos fahren gleich schnell. Ich kaufe die besseren Sitze nicht, um früher anzukommen, sondern um die Fahrt besser auszuhalten Also: Warum sollte er die versiffte U-Bahn nehmen, wenn er ein sehr komfortables Taxi haben kann? Der bessere Weg (= weniger schmerzhafte Weg) zum gleichen Ziel (in annähernd gleicher Geschwindigkeit) wird vom TO gesucht. PS Nur für von Norden: Du bist nicht allein mit deinen Gedanken https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Einsame_(Schubert) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
rotten.demin 17. Januar · bearbeitet 17. Januar von rotten.demin vor 15 Stunden von Norden: ok, also jetzt wird es aber wild. Wenn ich dich jetzt richtig verstehe meinst du tatsächlich, dass der FTSE All World den kapitalgewichteten Durchschnitt aller Anleger darstellt? [...] Marktkapitalisierung ist eine Gewichtungsmethode... So wild wird es gar nicht. Zwar ist die Marktkapitalisierung eine Gewichtungsmethode, aber du musst noch einen Schritt weiter denken. Was ist denn die Marktkapitalisierung, bzw. wie entsteht sie oder was beeinflusst sie? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 17. Januar Am 14.1.2026 um 14:51 von Norden: Der Anteil der magnificent 7 ist mir derzeit zu hoch und auch der US Anteil insbesondere im Bereich Technology soll etwas gesenkt werden. Ich habe mir daher überlegt, dass ich durch die Beimischung von small caps und oder value ETFs diesen Effekt erzielen kann. IE00BF4RFH31 iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF ist meine erste Wahl diesbezüglich, weil dadurch US Anteil / Technology gesenkt werden und small Caps im FTSE nicht enthalten sind. Mir schweben 5% vor. Weiterhin werde ich die Gewichtung Europa und IM etwas erhöhen Eine Erhöhung des Portfolioanteils um 5 % führt zu keinem statistisch signifikanten Unterschied. Im Rahmen einer strategischen Allokation würde ich neben Small and Midcaps eine zusätzliche Ex‑USA‑Komponente einbauen, um die gewünschte Zielgewichtung zu erreichen, es aber auch nicht übertreiben. USA auf 30% zu bringen würde ich als suboptimal sehen. Dieses Vorgehen sollte der Risikoreduktion und Erhöhung der Diversifikation im Portfolio dienen und nicht der Maximierung der erwarteten Rendite. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein 17. Januar Man liest doch immer, dass viele schlechter als der Durchschnitt (Welt-ETFs) abschneiden. Dann muss es zwingend auch Anleger geben, die besser als der Durchschnitt sind. Und wer an seine überlegene Intelligenz und Fähigkeiten glaubt, der versucht es halt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag