Physics Donnerstag um 21:55 · bearbeitet gestern um 06:41 Uhr von Physics Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema „was tun mit dem Gesparten“ und da Konsum nicht unser primäres Ziel ist, geht es nun darum, den vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben zu verfolgen. Wir werden wohl nicht ohne weiteres vom Sparen zum Entsparen umstellen können. Also was machen? Naheliegend war dann, nicht mehr so viel zu arbeiten und das Geld bzw. die darin enthaltene Sicherheit insoweit sinnvoll zu nutzen, schon Jahre vorher aus dem Erwerbsleben auszusteigen. Ich möchte mich hierbei nicht nur auf das Anlagedepot konzentrieren, sondern wir streben eine ausgewogene Struktur über alle Vermögenswerte hinweg an. Dazu soll der Weg zwischen Berufsleben und Vorruhestand sinnvoll gestaltet werden. Doch wie gelingt der Wechsel vom Ansparen zum Leben vom Ersparten? Dies soll Thema dieses Blogs werden. Ich möchte mich hierbei nicht nur auf das Anlagedepot konzentrieren, sondern wir streben eine ausgewogene Struktur über alle Vermögenswerte hinweg an. Dazu soll der Weg zwischen Berufsleben und Vorruhestand sinnvoll gestaltet werden. Zu uns: Beide um die 50 Jahre alt, 2 Kinder, angestellt (ich Vollzeit, meine Frau Teilzeit) und wohnen im Eigenheim. Ziele: · Evtl. Teilzeit vor dem kompletten Ausstieg (z.B. ab einem Alter von 57) · Ausstieg aus dem Berufsleben mit spätestens 60 · Beide Kinder evtl. schon vorzeitig finanziell unterstützen · Mehr Geld für Reisen schon jetzt, nicht erst im Ruhestand · Investitionen ins Eigenheim im Ruhestand (wenn mehr Zeit ist, auch selbst Hand anzulegen) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich Donnerstag um 21:59 vor 2 Minuten von Physics: Wir werden wohl nicht ohne weiteres vom Sparen zum Entsparen umstellen können. Also was machen? Verständnisfrage: Warum? Nicht können wegen zuwenig Kapital oder nicht können wegen mentaler Blockade oder nicht können wegen Gewohnheit nicht einfach mal zu konsumieren? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly gestern um 05:58 Uhr Keine Sorgen, spätestens wenn der Kühlschrank leer ist werdet ihr eine Gelegenheit haben dieses „Entsparen“ auch in der Praxis zu üben . Ansonsten finde ich die Blog Idee spannend. Habe selbst mit Ende 30 nach nicht einmal 7 Jahren Arbeiten und Anlegen „Coast Fire“ erreicht. Ebenfalls interessiert mich Konsum und Status nicht und ich würde lieber meine Arbeitszeit reduzieren. Ein Privatiersdasein bei jetziger Rentenregelung hätte ich ebenfalls mit ~60 angepeilt. Probleme den „Verkaufsbutton“ zu drücken habe ich jedoch nicht. Viel Erfolg! (Trotzdem Schade, dass ihr euer Depot nicht vorstellt) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics gestern um 06:39 Uhr · bearbeitet gestern um 06:53 Uhr von Physics vor 8 Stunden von Schlumich: Verständnisfrage: Warum? Nicht können wegen zuwenig Kapital oder nicht können wegen mentaler Blockade oder nicht können wegen Gewohnheit nicht einfach mal zu konsumieren? Guten Morgen! Die einfachste Antwort ist, wir haben grundsätzlich alles was wir brauchen. Dazu geprägt durch die Erziehung und Kindheit sind wir jetzt schon 30 Jahren der Kumulierungsphase. Eines unserer Autos ist 20 Jahre alt. Brauchen wir ein Neues? Nein, wir sind froh einen Lastenesel zu haben auf den man nicht besonders aufpassen muss und Reparaturen sind <500 EUR pro Jahr. Also warum das Geld ausgeben, nur weil es da ist (auch wenn wir immer wieder mal nach einem potentiellen Nachfolger Ausschau halten). Aber, wir werden jetzt mehr in Urlaube investieren und vielleicht mach ich auch mal ein Sabbatical. Dazu habe ich mich bisher nie durchringen können. vor 54 Minuten von market anomaly: (Trotzdem Schade, dass ihr euer Depot nicht vorstellt) Kommt noch, dazu schreib ich gleich etwas. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics gestern um 07:19 Uhr · bearbeitet gestern um 07:31 Uhr von Physics Der finanzielle Rahmen ist im groben folgender: Einnahmen / Ausgaben: Wir verfolgen eine gesamtheitliche Vermögensaufstellung und nutzen ein Haushaltsbuch, um unsere Ausgaben nachverfolgen zu können. Beide sind wir wohl geprägt von unseren Elternhäusern, daher haben wir unsere Ausgaben kaum mit den über die Jahre deutlich gestiegen Einnahmen erhöht. Die monatlichen Ausgaben belaufen sich für unseren 3,5 Personen-Haushalt ohne Urlaube und größere Anschaffungen auf ca. 2.500 EUR mtl. Dazu 500 EUR Unterstützung fürs Studium und nochmal ca. 1.000 EUR mtl. für Urlaube und Anschaffungen. Die Einnahmen setzten sich aus unseren Gehältern, Mieteinnahmen und einem Kleingewerbe zusammen. Die Sparquote liegt bei etwas mehr als 60%. Folgende Grobplanung: · ab 57 Beide in Teilzeit (60 bis 70 Prozent) z.B. 4 Tagewoche mit je 6 Stunden (z.B. 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr) · 60-67 7 Jahre Gehalt aus einem Zeitwertkonto · ab 67 Rente und Betriebsrente Ich nutze nun schon seit vielen Jahren die Möglichkeit, Gehaltsbestandteile in ein Zeitwertkonto einzubringen. Ursprünglich war die Idee, mich nicht an das mit der Zeit gewachsene Gehalt zu gewöhnen und mir deshalb einen Teil davon nicht direkt auszahlen zu lassen. Mittlerweilen ist das Konto auf einen Bruttobetrag in Höhe von 400 kEUR angewachsen und ist daher der Hauptbestandteil der Vorruhestandsplanung geworden. In der Rückbetrachtung war die Idee, sich nicht an ein hohes Gehalt gewöhnen zu wollen, Käse. Hat mich deshalb kein bisschen freier oder unabhängiger gemacht. Aber wie auch immer, es hat einen Zweck erfüllt. Ziel ist es nun, mit spätestens 60, insgesamt 7 Jahre Gehalt (bis zur Regelaltersgrenze) aus dem weiter anwachsendem ZWK zu beziehen. Der Auszahlungsbetrag würde dann in etwa auf dem inflationsbereinigten Auszahlungsbetrag meines aktuellen Gehaltes liegen oder etwas darunter. Das Gehalt meiner Frau würde dann in dieser Zeit (ab 60) wegfallen. Die Anstellung und das Gehalt (auch die Sozialversicherungsbeiträge, z.B. GRV, KV) laufen in den 7 Jahren Zeitwertkontobezug weiter. Vermögenssituation: Hier haben wir uns für einen Save-Asset-Floor entschieden der bei etwa 100 kEUR liegt (Reserve). Restliches freies Kapital wandert bei mir ins Depot und bei meiner Frau wird noch ein Darlehen aus der Vermietung zurückgezahlt. Beim ‚freien‘ Anlagevermögen habe ich zukünftig anfallende Steuern und SV-Beiträge abgezogen (Nettowert). Das 'freie Anlagevermögen' ist im Jahr 2025 um ca. 119 kEUR gewachsen. Auf die Zusammensetzung des Depots gehe ich nachher nochmal genauer ein. Offene Fragestellungen: · Ist es sinnvoll eine Vorruhestandsregelung des Arbeitgebers zu nutzen (Wert Brutto ca. 50 bis 60 kEUR)? Allerdings bin ich dann an die Vorruhestandsregelung gebunden, was mir Flexibilität nimmt. Würde wohl auch Einfluss auf potenzielle zukünftige Abfindungsangebote haben. Dazu wäre ein Nebenverdienst genehmigungspflichtig. Über die lange Laufzeit von ca. 10 Jahren schon bedenkenswert. · Was sind die monatlichen Ausgaben, mit denen wir in den jeweiligen Abschnitten bis zur Rente planen wollen? Noch offen. Insbesondere auch, welche Einnahmen wir dann mit Teilzeit erwarten und welche im Vorruhestand und später in der Rente. Das möchte ich mir demnächst im Detail ansehen. · Vor allem auch im „Der Privatier“ Blog diskutierte aktive Nutzung von ALG 1 ist nicht in meiner Planung enthalten und spielt aktuell noch keine Rolle. Nachdem ich das hier etwas strukturiert habe, schwindet die Sorge vor Arbeitsplatzverlust. Vor allem die Aussicht auf ALG1 und einer dann ebenfalls zu erwartenden größeren Abfindung lässt mich dieses Szenario nun entspannter sehen. Es könnte sich sogar zu einer Option entwickeln. Generell stellt sich mir die Frage, ob der Eintritt in die Teilzeit bereits im Alter von 57 Jahren verfrüht ist. Gerade die letzten Jahre der Berufstätigkeit haben ja einen erheblichen Einfluss auf das endgültige Altersvermögen. Zudem wirken sich unvorhergesehene finanzielle oder gesundheitliche Ereignisse in diesem Lebensabschnitt stärker aus, da die verbleibende Lebenserwartung (und damit der Zeitraum der benötigten finanziellen Absicherung) höher ist. Allerdings ist das Leben endlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich vor 23 Stunden vor 1 Stunde von Physics: Guten Morgen! Die einfachste Antwort ist, wir haben grundsätzlich alles was wir brauchen. Dazu geprägt durch die Erziehung und Kindheit sind wir jetzt schon 30 Jahren der Kumulierungsphase. Eines unserer Autos ist 20 Jahre alt. Brauchen wir ein Neues? Nein, wir sind froh einen Lastenesel zu haben auf den man nicht besonders aufpassen muss und Reparaturen sind <500 EUR pro Jahr. Also warum das Geld ausgeben, nur weil es da ist (auch wenn wir immer wieder mal nach einem potentiellen Nachfolger Ausschau halten). Aber, wir werden jetzt mehr in Urlaube investieren und vielleicht mach ich auch mal ein Sabbatical. Dazu habe ich mich bisher nie durchringen können. Kommt noch, dazu schreib ich gleich etwas. Verstehe. Aber glaub mir, das wird schon, wenn ihr euch "auf den Weg macht". Auch wenn der Weg mental manchmal nicht eifach ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und manche Dinge brauchen etwas Zeit, bis man sich damit "gut fühlt". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 23 Stunden vor 1 Stunde von Physics: Mittlerweilen ist das Konto auf einen Bruttobetrag in Höhe von 400 kEUR angewachsen und ist daher der Hauptbestandteil der Vorruhestandsplanung geworden. Ich möchte Dir empfehlen Dir Gedanken zu machen über die Verwendung dieses Betrages. Anstatt den Betrag für eine daraus bezahlte Freistellung zu nutzen kann es finanziell vorteilhaft sein, den Betrag auszahlen zu lassen und von dem Auszahlbetrag die Auszeit zu finanzieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES vor 22 Stunden Ich komme bei der Vermögensaufstellung nicht ganz mit: Wie ist das Zeitwertkonto verzinst? Ist das kumuliert fuer euch beide? Ich wuerde auch keinen gedanklichen Steuerabzug vornehmen und die Zahlen dann mischen. Die Situation kann sich ja steuerlich immer mal ändern, es macht auch nen Unterschied, ob ihr beide arbeitet oder nur einer in Teilzeit geht, etc. pp. Die Rentenpunkte sind ja auch "Brutto". Also fuer mich wäre es einfacher. Die Riester gibst du als Nettowert an, aber das ist doch eine monatliche Auszahlung?!? Je nach Rentenfaktor, oder nicht. Die monatlichen Kosten von rund 4k schliessen die selbstgenutzte Immobilie mit ein (Ruecklagen, etc. pp.)? Die Vermögensstruktur ist sicherlich so gewachsen und über die Jahre sind auch kleinen Betraege eben groessere geworden. Ich finde, du bist insgesamt schon recht konservativ unterwegs, weil du recht viel in "langweiligen" Anlageklassen hast. Geringes Risiko aber leider auch eher weniger Rendite. Allerdings ist es nun auch nicht mehr so weit zum geplanten Ausstieg und wenn es aktuell rechnerisch passt, warum was ändern. Hattest du das schonmal ganz konkret durchgerechnet? Also was sind deine wirklich liquiden Mittel, was brauchst du im Zeitraum 60-67, was sollte danach aus der Rente kommen, etc. pp. -> Wenn du 57-60 in Teilzeit gehst und deine Sparrate bei 0 liegt sind deine Vermögenswerte "auf sich alleine gestellt" -> 60-67 generierst du dein Einkommen aus dem Zeitwerkonto und bis quasi wie "Angestellt aber freigestellt". Je nachdem was da noch in den nächsten 10 Jahren dazu kommt: Langt das komplett um die 7 Jahre zu brücken? -> Ab 67 kommen die Renten und die sehen ja ganz ok aus. Da kommen ja sicherlich nochmal paar RP dazu. Dazu die Riester. Mit was rechnest du? 6000€ pie mal Daumen? vor 2 Stunden von Physics: Generell stellt sich mir die Frage, ob der Eintritt in die Teilzeit bereits im Alter von 57 Jahren verfrüht ist. Gerade die letzten Jahre der Berufstätigkeit haben ja einen erheblichen Einfluss auf das endgültige Altersvermögen. Mach doch mal eine ganz konkrete Rechnung auf, inkl. dem, was du wann aus der vermieteten Immo ziehen kannst, wie der Riester versteuert werden muss, etc. pp. Dem gegenber natürlich die Ausgaben, die Unterstützung für die Uni nicht zu frh "rausrechnen", der Arbeitsmarkt ist ja nicht sooo easy und der erste Job immer schwer zu bekommen. Die letzten Jahre sind "wichtig" weil statistisch der Verdienst am Ende am höchsten ist und die meisten RP liefert. Wenn du in diesen Alterszeitblock gehst und dein Gehalt quasi selbst bezahlst, warum sollte dein AG dann noch eine Abfindung springen lassen? Abfindungen sollen den AG entlasten und stehen immer zukünftig auftretenden Kosten gegenüber. Der AG kauft dich quasi raus. Deswegen bekomme die mitte 40er am meisten: Hohe Gehälter und die haben die noch lange an der Backe. Ältere haben eine geringere Endlaufzeit und Jüngere sind billiger/motivierter. Aber rein gefühlt sieht das nicht so eng aus bei dir. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 22 Stunden · bearbeitet vor 22 Stunden von Cepha Ist das Vermögen und Ansprüche für den gesamten Haushalt? 1,2Mio Nettovermögen, 4k mtl. Nettobedarf und 75RP + 2k Betriebsrente ist doch ganz easy heute schon ausreichend viel Altersvorsorge, wenn das Geld mit halbwegs passabler Rendite angelegt wäre. Warum also gehst Du nicht heute schon in Teilzeit? In den nächsten 7-10 Jahren wirst Du wahrscheinlich nicht gesünder werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics vor 20 Stunden vor 1 Stunde von PEOPLES: Ich komme bei der Vermögensaufstellung nicht ganz mit: Wie ist das Zeitwertkonto verzinst? Ist das kumuliert fuer euch beide? Ich wuerde auch keinen gedanklichen Steuerabzug vornehmen und die Zahlen dann mischen. Die Situation kann sich ja steuerlich immer mal ändern, es macht auch nen Unterschied, ob ihr beide arbeitet oder nur einer in Teilzeit geht, etc. pp. Die Rentenpunkte sind ja auch "Brutto". Also fuer mich wäre es einfacher. Die Riester gibst du als Nettowert an, aber das ist doch eine monatliche Auszahlung?!? Je nach Rentenfaktor, oder nicht. Die monatlichen Kosten von rund 4k schliessen die selbstgenutzte Immobilie mit ein (Ruecklagen, etc. pp.)? Grundsätzlich ist es die Struktur unserer beider Assets zusammen (als Haushalt), auch wenn jeder von uns seine eigenen Anlagen hat. Das Zeitwertkonto läuft z.B. nur auf mich. Die Idee ist, alle Assets der 'freien Anlagen' vergleichbar zu machen und den (hypothetischen) heutigen Nettowert zu ermitteln. Es macht in meiner Betrachtung einen Unterschied, ob die 400 kEUR aus dem Zeitwertkonto netto nur vielleicht 55% ausmachen (z.B. in einem Störfall oder bei Auszahlung dann als Nettogehalt), beim Depot und einem Verkauf nur 80 oder 90% des Wertes übrig bleiben, die LV bei Fälligkeit aber steuerfrei ausbezahlt wird und auf die Direktversicherung 20% SV-Beiträge entfallen. Daher würde ich bei der Nettodarstellung bleiben, überlege aber, auch die Bruttowert in einer Spalte mit anzugeben. Riester z.B. ist der Wert, den ich nach Steuer bei vorzeitiger Auflösung erwarte. Geplant ist hier tatsächlich die Auflösung mit 65 Jahren mit dann nur hälftiger Einkommenssteuer auf den Gewinn und Rückzahlung der Förderung. Die rund 4k sind die durchschnittlichen Ausgaben der letzten Jahre. Rücklagen für erwartbare Modernisierung für das Haus ist darin nicht enthalten. Auch das gilt es im Gesamtkontext zu berücksichtigen. vor 2 Stunden von PEOPLES: Hattest du das schonmal ganz konkret durchgerechnet? Also was sind deine wirklich liquiden Mittel, was brauchst du im Zeitraum 60-67, was sollte danach aus der Rente kommen, etc. pp. Kommt noch. vor 1 Stunde von Cepha: Ist das Vermögen und Ansprüche für den gesamten Haushalt? 1,2Mio Nettovermögen, 4k mtl. Nettobedarf und 75RP + 2k Betriebsrente ist doch ganz easy heute schon ausreichend viel Altersvorsorge, wenn das Geld mit halbwegs passabler Rendite angelegt wäre. So ganz renditeschwach sind die Anlagen nicht: - Die eigengenutzte Immobilie z.B. haben wir mehr oder weniger selbst gebaut, d.h. zum mietfreien Wohnen gibt es eine hohe Wertsteigerung durch die hohe Eigenleistung zu Beginn. Die Immo steht allerdings (noch) nicht zur Disposition, daher habe ich den Wert für meine Betrachtung hier auch weggelassen, da er keinen Einfluss auf die Planungen hat. - ca. 600 kEUR liegen in Aktien (Depot, Riester und Direktversicherung) - Das Zeitwertkonto hat eine Verzinsung von nur ca. 2,8%. Durch das Bruttosparen und SV-Zuschuss des AG verdoppelt sich der Zins auf fast 6%. Dazu reduzierte Steuer + Krankenversicherung bei Auszahlung, liegt die Verzinsung dann wohl eher zwischen 7-8% (bezogen auf meinen Nettoaufwand) vor 1 Stunde von Cepha: Warum also gehst Du nicht heute schon in Teilzeit? Ich berfürchte, dass ich in meinem Job dann mehr Stress in der verblieben Zeit haben werde. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics vor 19 Stunden · bearbeitet vor 19 Stunden von Physics vor 3 Stunden von Bolanger: Ich möchte Dir empfehlen Dir Gedanken zu machen über die Verwendung dieses Betrages. Anstatt den Betrag für eine daraus bezahlte Freistellung zu nutzen kann es finanziell vorteilhaft sein, den Betrag auszahlen zu lassen und von dem Auszahlbetrag die Auszeit zu finanzieren. Vielen Dank für den Hinweis. Hast Du noch weitere Gedanken dazu? Ich bin auch etwas zwiegespalten. Es stellt sich heraus, dass es doch unflexibler ist, als ich es erwartet hatte. Z.B. wird der Zins von ca. 1,5 Jahresgehälter während der Freistellung, am Ende der Laufzeit als Störfall abgerechnet und kann nicht einfach als "Gehalt" ausbezahlt werden. D.h. ein Sabbatjahr im Alter von z.B. 68 würde sinnvoll sein, in dem ich möglichst wenig sonstiges Einkommen haben sollte (also noch keine Rente z.B.), damit das steuerlich einigermaßen verträglich bleibt. Sollte ich das jetzt auflösen, sehe ich das Problem, dass die 400 kEUR dann durch die Steuerprogression und unseren aktuellen Einkünften, trotz Fünftel Regelung, mit fast 50% Steuer belastet würden. Später hätte ich ebenfalls diese Abzüge, allerdings werden dann noch Rentenpunkte abgeführt und ich bin krankenversichert (+ meine Frau über mich mit). Trotzdem sehe ich das noch gut geeignet für unser Vorhaben: - Durch Bruttosparen und SV-Zuschuss des AG über der BBG, hohe Rendite trotz relativ sicherer Anlage - Krankenversicherung für mich + meine Frau während der Freistellungsjahre - Kein Verlust des Krankenversicherungsstatus (KVdRr) trotz langer Überbrückungszeit - Weitere Rentenversicherungspunkte während der Freistellungsphase - Geringere Steuerlast bei Auszahlung vs. Einzahlung von der Spitze Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 16 Stunden Der Knackpunkt beim Langzeitkonto ist folgender: Die Sozialversicherungsbeiträge zahlst Du nach meinem Verständnis komplett aus dem Guthaben. Der AG zahlt nichts mehr dazu. Du zahlst damit quasi für eine Arbeitslosenversicherung, die Du nicht mehr brauchst. Krankenversicherung kann man ggf. auch anders organisieren. Auch bei den Renteneinzahlungen kann man über anderes nachdenken als die GRV. Dazu komtm dann noch das zugegebenermaßen unfaire Ausnutzen von ALG1. Zusätzlich musst Du Dein gehalt ja noch versteuern. Mach Dich ferner schlau zum begriff "SV-Luft". Wenn Du über der BBG verdienst, dann würde sich der Kontostand bei einer Störfallauszahlung noch erhöhen, was je nach Förderung durch den AG signifikant sein kann. Wenn Ihr im Januar kündigt und auszahlen lasst, dann ist Euer Grenzsteuersatz ggf. gar nicht soo hoch, weil ja das regelmäßige gehalt in dem jahr weitgehend wegfällt. Da hilft nur rechnen und rechnen. Aus der Hüfte geschossen denke ich, dass ein Störfall finanziell attraktiver ist als eine Freistellung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 13 Stunden · bearbeitet vor 13 Stunden von Cepha vor 6 Stunden von Physics: - Das Zeitwertkonto hat eine Verzinsung von nur ca. 2,8%. Durch das Bruttosparen und SV-Zuschuss des AG verdoppelt sich der Zins auf fast 6%. Dazu reduzierte Steuer + Krankenversicherung bei Auszahlung, liegt die Verzinsung dann wohl eher zwischen 7-8% (bezogen auf meinen Nettoaufwand) Das bezweifle ich. Zins von 7% heißt grob Verdopplung alle 10 Jahre ohne weitere Einzahlung. Zitat Ich berfürchte, dass ich in meinem Job dann mehr Stress in der verblieben Zeit haben werde. und im Alter von 57 befürchtest Du das dann nicht mehr? Ich sehe hier eine Sparquote von 60%, die bei dem Lebensstandard keinerlei Zweck erfüllt, es sei denn, Du möchtest an die Kinder ein Millionenerbe hinterlassen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly vor 2 Stunden vor 20 Stunden von Cepha: Ist das Vermögen und Ansprüche für den gesamten Haushalt? 1,2Mio Nettovermögen, 4k mtl. Nettobedarf und 75RP + 2k Betriebsrente ist doch ganz easy heute schon ausreichend viel Altersvorsorge, wenn das Geld mit halbwegs passabler Rendite angelegt wäre. Warum also gehst Du nicht heute schon in Teilzeit? In den nächsten 7-10 Jahren wirst Du wahrscheinlich nicht gesünder werden. Ehrlich gesagt habe ich hier auch aufgehört zu Lesen… bei dem Vermögen würde ich selbst in jungen Jahren längst um die Welt reisen. Die Situation des Threaderstellers ist absolut komfortabel, was man liest sind aber etwas Zweifel, Überlegungen im Kreis, „dann vielleicht in Zukunft“, und die Suche nach Bestätigung. Falls es der Fall ist, überlegt einmal was euch im Leben neben dem Job wichtig ist und fangt an zu genießen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich vor 47 Minuten Beim ersten Überfliegen der Vorstellung habe ich mich spontan gefragt, ob Du, @Physicsauch mal über die Option nachgedacht hast, mit 57 in den Sack zu hauen. Du hast doch vermutlich (?) die Möglichkeit die GRV Rente bereits mit 63 zu ziehen, oder? Die Abschläge von dann 14,4% fallen dann zwar an, dafür bekommst du 4 Jahre länger Rente und so, wie ich Dich verstanden habe stünden dann noch andere Incomeströme zur Verfügung. Und für die 6 Jahre bis 63 hast Du doch das Zeitwertkonto, um einerseits Geld während dieseer Zeit zu bekommen (wenn ich mich recht erinnere 65-130% des letzten Brutto) und Du müsstest dich noch nicht mal freiwillig versichern lassen bei der Krankenkasse. Hast Du dir diese Option schon mal überlegt? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpapifo vor 42 Minuten vor 2 Minuten von Schlumich: Du hast doch vermutlich (?) die Möglichkeit die GRV Rente bereits mit 63 zu ziehen, oder? Die Abschläge von dann 14,4% fallen dann zwar an, dafür bekommst du 4 Jahre länger Rente Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, daß dies in 13 Jahren noch so möglich ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich vor 34 Minuten vor 1 Minute von wpapifo: Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, daß dies in 13 Jahren noch so möglich ist. Fairer Punkt, wobei ich glaube, dass, wenn es geändert wird, es eine Übergangsregelung geben wird für "rentennahe" Jahrgänge. Bsp.: wer dann noch 5 Jahre bis 63 Altersjahre hat, darf erst 3 Jahre früher gehen mit entsprechenden Abschlägen, wer noch 3 Jahre bis 63 Altersjahre hat, darf 3,5 Jahre vorher gehen..... Das war ja beim Anheben der Regelaltersgrenze auf 67 ebenso. Hier wurde auch monatlich abstuft, so dass das Eintrittsalter 67 erst den Jahrgang 64 erwischt hat, ältere Jahrgänge durften dann mit e.g. 66 in Rente ohne Abschläge gehen. (Natürlich sollte man nicht davon ausgehen, dass es bei der nächsten Reform auch eine Übergangsregelung geben wird). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 16 Minuten Am 16.1.2026 um 08:19 von Physics: Folgende Grobplanung: · ab 57 Beide in Teilzeit (60 bis 70 Prozent) z.B. 4 Tagewoche mit je 6 Stunden (z.B. 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr) · 60-67 7 Jahre Gehalt aus einem Zeitwertkonto · ab 67 Rente und Betriebsrente Sofern die Zahlungen aus Teilzeit- und Freistellungsphase ausreichen, um eure laufenden Ausgaben zu decken, sehe ich aktuell keine wesentlichen Herausforderungen. Die erwarteten Cashflows für beide Phasen lagen mir jedoch nicht vor. Empfehlenswert ist, das Ausgabenbudget in beiden Phasen konservativ höher anzusetzen als derzeit, da durch die zusätzliche freie Zeit erfahrungsgemäß ein höheres Konsumniveau entsteht. Darüber hinaus sollte frühzeitig eine strukturierte Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Schwerpunkten und der Ausgestaltung dieser Lebensphase erfolgen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 10 Minuten Ich vermute, dass diese Grenze eher bei denen liegt, die schon 50 sind und mit den Ausgleichszahlungen begonnen haben. Denen klarzumachen, dass sie Geld gezahlt haben ohne die Gegenleistung bei frühzeitigem Renteneintritt zu erhalten. Ob der dann allerdings weiterhin bei 63 liegt steht in den Sternen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag