stagflation vor 21 Stunden In der FAZ ist ein interessanter Artikel, in dem beschrieben wird, wie unsere französischen Nachbarn sparen. Zitat In den vergangenen Jahren ist die Beliebtheit des Livret A weiter gewachsen. Die Gründe: Es lassen sich nicht nur unkompliziert bis zu 22.950 Euro darauf deponieren und jederzeit wieder abheben, sondern die Kapitalerträge sind auch vollständig von Steuern befreit. Das gilt ebenfalls für die in Frankreich auf Kapitalerträge sonst anfallenden Sozialabgaben. Auch gibt es dank staatlicher Garantie kein Kapitalverlustrisiko – außer der französische Staat geht insolvent. ... Ein weiterer großer Vorteil: Die Zinssätze des Livret A, LDDS und LEP werden zweimal im Jahr staatlich festgelegt und sind universell gültig, nachdem die französische Notenbank auf Grundlage der Inflationsrate eine Empfehlung ausspricht. Auch Deutsche können dort anlegen: Zitat Die Eröffnung der Sparkonten ist nicht an die französische Staatsbürgerschaft geknüpft und steht grundsätzlich auch Ausländern offen. In der Praxis kann sich die Kontoeröffnung ohne Wohnsitz in Frankreich jedoch als schwierig erweisen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Shylock vor 21 Stunden Quote Am Donnerstag teilte der französische Finanz- und Wirtschaftsminister Roland Lescure mit, dass der Zinssatz für das Livret A zum 1. Februar von aktuell 1,7 auf 1,5 Prozent sinken wird. Da muss ich mir die Mühe zum Glück nicht machen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chirlu vor 20 Stunden Ich denke auch, dass die Zinsen für Steuerdeutsche in Deutschland zu versteuern wären. Oder gibt es da eine spezifische Ausnahme im Doppelbesteuerungsabkommen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation vor 16 Stunden · bearbeitet vor 16 Stunden von stagflation Ich finde es recht interessant, aus verschiedenen Gründen. Wenn es in Frankreich 57 Millionen Livret A gibt, hat fast jeder Franzose dieses Produkt. Es ist vielleicht so ähnlich wie früher das deutsche Sparbuch, als es noch hohe Zinsen gab und wohl jeder eins hatte (EDIT: 1980 hatten über 90% der Deutschen ein Sparbuch. Quelle). Heute fehlt ein solches Produkt in Deutschland. Viele Banken bieten keine attraktiven Sparprodukte. Für WPF-Leser kein Problem: die suchen sich ein passenden Tages- oder Festgeldkonto bei einer anderen Bank. Aber nicht jeder kann oder will das... Wir sprechen von der Europäischen Union und der Kapitalmarktunion. Teilweise ist die Kapitalmarktunion Wirklichkeit geworden. Beispielsweise für große Banken und Firmen oder im Bereich der UCITS Fonds. Bei Sparprodukten aber offenbar nicht. Hier kocht nach wie vor jedes Land sein eigenes Süppchen. Was man schön daran sieht, dass wir Deutschen ein Produkt wie "Livret A", das in Frankreich offenbar allgegenwärtig ist, nicht kennen. Wäre es nicht interessant, ein Produkt wie Livret A auch in Deutschland einzuführen? Stichworte: "unkompliziert", "bis zu 22.950 Euro darauf deponieren und jederzeit wieder abheben", "Kapitalerträge vollständig von Steuern befreit", "staatliche Garantie"? Teile davon gibt es ja. Es gibt einen Sparer-Pauschbetrag, die gesetzliche Einlagensicherung und teilweise Steuererleichterungen bei Versicherungen. Aber "unkompliziert " trifft auf Versicherungen ebensowenig zu wie "jederzeit (steuerfrei) wieder abheben". Also, wenn die Politik etwas für die "kleinen Leute" tun will: warum nicht so etwas in Deutschland einführen? Und die Idee, das angelegte Geld für den sozialen Wohnungsbau zu verwenden, ist vielleicht auch recht clever? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag