Physics 18. Januar Ich stelle hier ein Thema zur weiteren Diskussion, das Zeitwertkonto. Es ist für mich ein zentraler Baustein in meiner Vorruhestandsplanung und da immer wieder Zweifel an der Rentabilität aufkommen, habe ich die Gesamt-Rendite gegenüber einer privaten Anlage in ETFs grob simuliert. Überschlägiger Wirtschaftlichkeits-Vergleich Zeitwertkonto. Folgende Rahmenbedingungen in Euro: Einzahlung über der BBG: 40.000 Brutto p.a. (zzgl. 8.600 Arbeitgeber-SV-Anteil) Zinssätze: 2,8% p.a. (ZWK nach Kosten) vs. 7,5% p.a. (Aktien-ETF) Zeitplan: 7 Jahre Ansparzeit, 3 Jahre Ruhezeit, anschließend 4 Jahre Auszahlung als Gehalt (Freistellung) 1) Private Anlage (Verzicht auf Zeitwertkonto): Hier fließ der Betrag nach Abzug aus dem regulären Nettogehalt in ein privates Depot. Netto-Aufwand: Die Einzahlung von 40.000 Brutto entspricht einem Netto-Verzicht von ca. 22.200 p.a. Über 7 Jahre ergibt dies eine Investitionssumme von 155.000. Depotwert: Bei einer angenommenen ETF-Rendite von 7,5 % wächst das Kapital über den Zeitraum von 14 Jahren (Ansparen + Halten + Entnahme) auf ca. 257.000 an. Verfügbares Netto: Nach Steuern und Abzug der privaten Mindestbeiträge zur Krankenversicherung (ca. 3.300 p.a.) verbleibt für die 4 Jahre Vorruhestand ein Gesamt-Netto von ca. 215.000. 2) Nutzung des Zeitwertkontos: Hier wird das Bruttogehalt vor Abzug von Steuern und SV-Beiträgen investiert: Kapitalstock: Die jährlichen 48.600 (Brutto + AG-Anteil) wachsen bei 2,8 % Verzinsung in 10 Jahren auf ca. 403.000 an Auszahlungsphase: Während der 4-jährigen Freistellung werden jährlich ca. 107.600 (inkl. Arbeitgeberanteilen) entnommen. Verfügbares Netto: Dies resultiert in einem jährlichen Netto-Einkommen von ca. 60.500. Über 4 Jahre ergibt sich ein Gesamt-Netto von ca. 242.000. Bewertung und Vorteil: Das Zeitwertkonto liefert im Vergleich zur ETF-Anlage ein um 25.000 höheres Netto-Kapital. Rentenanspruch: Ein weitere Zusatznutzen ist der Erwerb von ca. 2 zusätzlichen Rentenpunkten. Trotz geringerer Beiträge in der Ansparphase führen die vollwertigen Pflichtbeiträge während der 4-jährigen Auszahlungsphase (inkl. Dynamisierung) zu einer höheren späteren Altersrente. Trotz der höheren Renditechancen am Aktienmarkt überwiegen beim Zeitwertkonto die massiven Steuervorteile und die Ersparnis bei den Sozialabgaben. Ich werde diesen Weg daher weiterverfolgen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 18. Januar Erstmal vielen Dank für einen Faden zum Zeitwertkonto. ich fidne das sehr interessant, auch wenn wohl nur Angestellte von Großkonzenren in den Genuss kommen. In diesem Vergleich fehlen allerdings ein paar wichtige Betrachtungen, die sehr individuell sind. Ich vermute, dass in den meisten Fällen ein Zeitwertkonto vom AG gefördert wird. Es fehlt die Option, den Wert des Kontos als Störfall auszahlen zu lassen anstatt es für eine bezahlte Freistellung zu nutzen. Wenn man noch andere Einkommen hat, die individuell versteuert werden, dann kann man nicht einfach einen brutto-netto-rechner nehmen und dessen Zahlen als Gesamtbelastung heranziehen. Es macht einen gehörigen Unterschied, ob ich verheiratet bin und noch Kinderfreibeträge habe und weiteres absetzen kann oder ob ich bereits durch Vermietung und Verpachtung als Alleinstehender ein gehalt oben drauf individuell besteuern muss. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 18. Januar · bearbeitet 18. Januar von LongtermInvestor Danke für die Themenstellung. Habe jetzt die Zahlen und Annahmen aus steuerlicher Sicht nicht geprüft. In dem Beispiel ist es meiner Meinung nach schon eine valide "low-Risk" Variante zu sehen. Es kommt sehr auf die Detailregelungen des Zeitwertkontos an. 1. Die 7,5% sind im Kapitalmarkt keinesfalls garantiert. 2. Die 2 RP bedeuten heute rund 42 € × 2 = 84 € monatliche Rente ≈ 1000 €/Jahr. Über 20 weitere Jahre bis zum 85. Lebensjahr entspricht das ≈ 20k €. 3. Ein entscheidender Vorteil ist auch die Vermeidung der Rentenkürzung, der Vorteil kann über die Restlebensdauer erheblich sein. Dies ist aus meiner Sicht das schlagende Argument. Wenn Du 4 Jahre früher in Rente gehst ist der Abschlag 14,4%. Bei hohen Rentenansprüchen kommt hier etwas zusammen. Ich rechne mal bewusst mit einem hohen Betrag: 3500p.m. x 12 = 42k vs. Kürzung 36k. Auf 20 Jahre sind das 120k Euro. 4. Wenn der Cashflow in der aktuellen Lebensphase nicht benötigt wird, sind vor allem Gehaltsteile oberhalb der BBG interessant. Da auf diese Teile ohnehin keine gesetzliche RV-Beiträge anfallen, wird kein "potenzieller Rentenpunkt" verschwendet, sondern Kapital für die Zukunft gesichert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wtflvr 18. Januar Welcher BBG ist gemeint? Und wie kann oberhalb davon noch so viel sv Beitrag vom Arbeitgeber gespart werden? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Marklam 18. Januar Hast du dir hierzu eine Excel erstellt, die du ggf. hier teilen würdest? Dann könnte man mal drauf schauen und ggf. gemeinsam erweitern? Es ist aber schon sehr komplex, hier wurden ja schon einige Punkte angesprochen. Ich selber habe auch sie Möglichkeit für ein Zeitwertkonto, sogar etwas mehr als 2,8% Verzinsung. Nutze es aber bisher kaum, da ich noch vergleichsweise jung bin und es doch viele Unwägbarkeiten gibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Marklam 19. März Schade, dass das Thema hier so eingeschlafen ist. Ist es vielleicht eine Idee das generell in ein offenen Bereich zu verschieben? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Grasi23 25. Mai Ich selber plane das Zeitwertkonto signifikant zu füllen um damit die Zeit zwischen FIRE und gesetzlicher Rente zu überbrücken. Als Übertragung zur DRV. Das ist nicht nur steuerlich hoch effektiv sondern auch der ultimative SORR Killer. kann ich jedem empfehlen, der FIRE plant und die Möglichkeit des LZK bei seinem AG hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 25. Mai Wie sieht denn Dein Vergleich zwischen einer Auszahlung als Störfall und Auszahlung zur Finanzierung einer Freistellung aus? Ich bin nämlich zum gegenteiligen Ergebnis gekommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 4. August Am 25.5.2026 um 19:23 von Bolanger: Wie sieht denn Dein Vergleich zwischen einer Auszahlung als Störfall und Auszahlung zur Finanzierung einer Freistellung aus? Ich bin nämlich zum gegenteiligen Ergebnis gekommen. Es ist wie auch schon beim Nutzungsvorteil extrem individuell. Das Problem hier ist, dass die Fünftelregelung nur bei Störfallabrechnung und einseitiger betriebsbedingter Kündiung, Insolvenz oder Tod des Arbeitnehmers möglich ist, d.h. also extrem eingeschränkt ist. Wird das dann noch mit einer Abfindung kombiniert, bleibt nur die Übertragung an die DRV Bund und Auszahlung als Arbeitslohn. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 4. August · bearbeitet 4. August von Physics Am 25.5.2026 um 18:55 von Grasi23: Ich selber plane das Zeitwertkonto signifikant zu füllen um damit die Zeit zwischen FIRE und gesetzlicher Rente zu überbrücken. Als Übertragung zur DRV. Das ist nicht nur steuerlich hoch effektiv sondern auch der ultimative SORR Killer. Ja, genau so ist es. Dazu gibt es einen massiven psychologischen Effekt. Ich habe aktuell etwa 450k Guthaben angespart und könnte mir 12 Jahre lang 2.100 Euro netto als Gehalt auszahlen lassen (Steuerklasse 4), sollte ich mit 55 Jahren die Option in Anspruch nehmen (müssen). Davor noch ein kleiner SV-Pflichtiger Job, damit die Auszahlungsschwelle von 70%-130% erfüllt wird. Dabei ist dann die Krankenversicherung geregelt, und es werden vermutlich nochmal 7 Rentenpunkte erworben. Das und das Depot würden reichen um meinen Teil zum Familieneinkommen beizusteuern. Denn egal wie groß das Depot ist, wäre es für mich eine extreme Hemmschwelle 12 Jahre vorher auszuscheiden. Aber mit dem ZWK wird es eine echte Option. Aber ich bin mental noch nicht soweit, obwohl es gute Gründe für einen Ausstieg gibt. Am 18.1.2026 um 20:51 von Marklam: Hast du dir hierzu eine Excel erstellt, die du ggf. hier teilen würdest? Dann könnte man mal drauf schauen und ggf. gemeinsam erweitern? Es ist aber schon sehr komplex, hier wurden ja schon einige Punkte angesprochen. Ich selber habe auch sie Möglichkeit für ein Zeitwertkonto, sogar etwas mehr als 2,8% Verzinsung. Nutze es aber bisher kaum, da ich noch vergleichsweise jung bin und es doch viele Unwägbarkeiten gibt. Da das Ganze individuell ist, bringt mein Excel da leider eher wenig. Die Frage ist vor allem, ob Du Beiträge über und innerhalb der Beitragsbemessungsgrenze einbringst, wie die genaue steuerliche Konstellation aussieht, ob Du später Krankenversicherungspflichtig bist (im Vergleich zum selbst finanzierten vorzeitigen Ausstieg) usw. Dazu sollte das Arbeitsverhältnis wirklich langfristig dort geplant sein. Eine Übertragung an die DRV Bund mit einer kleinen Verzinsung ist frühzeitig aus Renditegesichtspunkten schwierig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Marklam 4. August vor 2 Stunden von Physics: Ja, genau so ist es. Dazu gibt es einen massiven psychologischen Effekt. Ich habe aktuell etwa 450k Guthaben angespart und könnte mir 12 Jahre lang 2.100 Euro netto als Gehalt auszahlen lassen (Steuerklasse 4), sollte ich mit 55 Jahren die Option in Anspruch nehmen (müssen). Davor noch ein kleiner SV-Pflichtiger Job, damit die Auszahlungsschwelle von 70%-130% erfüllt wird. Dabei ist dann die Krankenversicherung geregelt, und es werden vermutlich nochmal 7 Rentenpunkte erworben. Das und das Depot würden reichen um meinen Teil zum Familieneinkommen beizusteuern. Denn egal wie groß das Depot ist, wäre es für mich eine extreme Hemmschwelle 12 Jahre vorher auszuscheiden. Aber mit dem ZWK wird es eine echte Option. Aber ich bin mental noch nicht soweit, obwohl es gute Gründe für einen Ausstieg gibt. Da das Ganze individuell ist, bringt mein Excel da leider eher wenig. Die Frage ist vor allem, ob Du Beiträge über und innerhalb der Beitragsbemessungsgrenze einbringst, wie die genaue steuerliche Konstellation aussieht, ob Du später Krankenversicherungspflichtig bist (im Vergleich zum selbst finanzierten vorzeitigen Ausstieg) usw. Dazu sollte das Arbeitsverhältnis wirklich langfristig dort geplant sein. Eine Übertragung an die DRV Bund mit einer kleinen Verzinsung ist frühzeitig aus Renditegesichtspunkten schwierig. Ich verdiene über der BBG. Ich bekomme wie bereits geschrieben sogar mehr als die 2,8% bei dir, nutze es aber nicht so stark, weil es für mich noch alles etwas undurchsichtig ist was alles wie passieren kann. Da ist ein etf sparplan und dann auszahlen irgendwie deutlich einfacher und unkomplizierter. Bisher habe ich vor das ZWK mal für ein sabbatical für ein paar Monate zu nutzen. Ggf wäre es aber auch sinnvoll deutlich mehr einzuzahlen für den Vorruhestand. Ich finde es generell schwer auch im Netzt vernünftige Infos zu finden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 4. August · bearbeitet 4. August von Physics vor 4 Stunden von Marklam: Ich verdiene über der BBG. Ich bekomme wie bereits geschrieben sogar mehr als die 2,8% bei dir, nutze es aber nicht so stark, weil es für mich noch alles etwas undurchsichtig ist was alles wie passieren kann. Da ist ein etf sparplan und dann auszahlen irgendwie deutlich einfacher und unkomplizierter. Ja, einfacher und unkomplizierter auf jeden Fall. Der Vorteil beim Zeitwertkonto vs. eigenem Ansparen hat aber meiner Meinung nach viele Hebel: - Bruttosparen (verdoppelt die Rendite nahezu, voller Zinseszins-Effekt auf den Brutto-Einzahlungsbetrag) - Der AG muss die SV-Anteile über der BBG in das ZWK einbringen (ca. 20% Zusatzeinzahlung, die sonst nicht stattfinden würde) - Evtl. weitere Zuzahlung oder Zuschuss des AG - Steuereffekt, da Du vermutlich aktuell über der BBG höhere Steuern zahlst als dann bei reduzierter Auszahlung in der Entnahmephase - Volle Krankenversicherung in der Ruhestandsphase, ohne dass die Kapitalerträge mit in die KV Basis zählen würden, das müsste alternativ aus dem ETF Guthaben bezahlt werden, insofern eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV notwendig wäre. Die GKV zieht dafür sämtliche Einkünfte heran. - Weiterer Erwerb von Rentenpunkten während der Ruhestandsphase Ein weiterer großer Vorteil ist die psychologische Komponente der Planbarkeit bei Auszahlung vs. ETF-Vermögen. Es macht einen gravierenden Unterschied für mich ob ich über das ZWK finanzieren kann oder es über das Depot mache. Alle Vorteile zusammen können je nach indivdueller Konstellation einen ETF Sparplan mit 8% schlagen, ohne besonderes Schwankungs- und Wertentwicklungsrisiko, was ein immenser Vorteil ist. Allerdings mit neuen Risiken eines langfristigen Vertrages, der dem Risiko von Gesetzesänderungen unterworfen ist. Dazu würde bei einer Übertragung zur Rentenversicherung die Verzinsung stark zurückgehen, da dort sicher und kurzfristig angelegt wird (bis auf 0%, wie vor einigen Jahren). Auch ist die Komplexität hoch bzw. Fehlannahmen daraus wahrscheinlich und zukünftige Änderungen von SV- und Steuergegebenheiten können besonders stark negativ wirken. Weiter hinkt der Vergleich mit einem ETF Depot gewaltig, da man in überschaubarer Zeit auf eine sichere Auszahlung kommen müsste um sicher den vorgezogenen Ruhestand auf ETF Vermögen zu realisieren. Der Diskussion von unter 2 bis 3 Prozent sichere Auszahlungsquote folgend, würdest Du eine extrem hohen Kapitalbedarf benötigen, den Du mit der freien Sparrate niemals erreichen würdest. Oder dann im Umkehrschluss doch nicht vollständig in Aktien anlegen, was wiederum auf die Vergleichsrendite drückt. Trotz aller Vorteile würde ich das Modell allerdings mit hohen Einzahlungen nur in Betracht ziehen, wenn es vorstellbar ist, beim aktuellen Arbeitgeber auch in den Ruhestand zu gehen. Konkret kannst Du zwei Modelle rechnen und vergleichen: 1) Auszahlung von z.B. 20% aus dem Brutto. Also die Differenz Nettolohnrechner von 100% Gehalt zu den unterstellten 80% und Anlage des Unterschiedbetrages (Netto) im ETF mit unterstellter ETF-Rendite über die Jahre. Während des Ruhestandes dann Verbrauch unter Berücksichtigung eines Abzugs für Kapitalertragssteuer auf Gewinn und Krankenversicherungsbeiträge (auf alle Einkünfte) und Ausgaben für den Kauf von Rentenpunkten, die Du im Modell 2) erwerben würdest. 2) Einzahlung der Bruttoberträge in dein ZWK mit individuellen Konditionen, Zuschuss AG, SV-Zusatzbeitrag über BBG AG und Verzinsung lt. Vertrag bis geplanter Ruhestand. Das Vermögen dann um die Auszahlung Bruttogehalt + AG jährlich abziehen bis das Kapital auf 0 ist. Ansparphase und Ruhestandsphase 1) und 2) müssen dabei gleich sein. Das Bruttogehalt und AN-Beträge dann ebenfalls im Nettolohnrechner validieren. Hier siehst Du dann das tatsächliche Netto und die Ausgaben für Rentenversicherung (AG+AN) und die daraus abgeleiteten Rentenpunkte kannst Du rechnen (eigentlich erwirbst Du aber in Zukunft etwas weniger Rentenpunkte, aber für einen ersten Überblick sollte es reichen). Du kannst den Zins in Modell 1 soweit erhöhen bis beide Modell ein ähnliches Nettoergebnis ausgeben. Dann hast Du ungefähr eine Vergleichsrendite. Das ist allerdings nur eine Näherung und ich mache das so für mich. Mein Vorgehen könnte also noch Fehler enthalten. Also Disclaimer! Falls jemandem ein Denkfehler auffällt, gerne her damit.:-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Marklam 4. August vor einer Stunde von Physics: Ja, einfacher und unkomplizierter auf jeden Fall. Der Vorteil beim Zeitwertkonto vs. eigenem Ansparen hat aber meiner Meinung nach viele Hebel: - Bruttosparen (verdoppelt die Rendite nahezu, voller Zinseszins-Effekt auf den Brutto-Einzahlungsbetrag) - Der AG muss die SV-Anteile über der BBG in das ZWK einbringen (ca. 20% Zusatzeinzahlung, die sonst nicht stattfinden würde) - Evtl. weitere Zuzahlung oder Zuschuss des AG - Steuereffekt, da Du vermutlich aktuell über der BBG höhere Steuern zahlst als dann bei reduzierter Auszahlung in der Entnahmephase - Volle Krankenversicherung in der Ruhestandsphase, ohne dass die Kapitalerträge mit in die KV Basis zählen würden, das müsste alternativ aus dem ETF Guthaben bezahlt werden, insofern eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV notwendig wäre. Die GKV zieht dafür sämtliche Einkünfte heran. - Weiterer Erwerb von Rentenpunkten während der Ruhestandsphase Ein weiterer großer Vorteil ist die psychologische Komponente der Planbarkeit bei Auszahlung vs. ETF-Vermögen. Es macht einen gravierenden Unterschied für mich ob ich über das ZWK finanzieren kann oder es über das Depot mache. Alle Vorteile zusammen können je nach indivdueller Konstellation einen ETF Sparplan mit 8% schlagen, ohne besonderes Schwankungs- und Wertentwicklungsrisiko, was ein immenser Vorteil ist. Allerdings mit neuen Risiken eines langfristigen Vertrages, der dem Risiko von Gesetzesänderungen unterworfen ist. Dazu würde bei einer Übertragung zur Rentenversicherung die Verzinsung stark zurückgehen, da dort sicher und kurzfristig angelegt wird (bis auf 0%, wie vor einigen Jahren). Auch ist die Komplexität hoch bzw. Fehlannahmen daraus wahrscheinlich und zukünftige Änderungen von SV- und Steuergegebenheiten können besonders stark negativ wirken. Weiter hinkt der Vergleich mit einem ETF Depot gewaltig, da man in überschaubarer Zeit auf eine sichere Auszahlung kommen müsste um sicher den vorgezogenen Ruhestand auf ETF Vermögen zu realisieren. Der Diskussion von unter 2 bis 3 Prozent sichere Auszahlungsquote folgend, würdest Du eine extrem hohen Kapitalbedarf benötigen, den Du mit der freien Sparrate niemals erreichen würdest. Oder dann im Umkehrschluss doch nicht vollständig in Aktien anlegen, was wiederum auf die Vergleichsrendite drückt. Trotz aller Vorteile würde ich das Modell allerdings mit hohen Einzahlungen nur in Betracht ziehen, wenn es vorstellbar ist, beim aktuellen Arbeitgeber auch in den Ruhestand zu gehen. Konkret kannst Du zwei Modelle rechnen und vergleichen: 1) Auszahlung von z.B. 20% aus dem Brutto. Also die Differenz Nettolohnrechner von 100% Gehalt zu den unterstellten 80% und Anlage des Unterschiedbetrages (Netto) im ETF mit unterstellter ETF-Rendite über die Jahre. Während des Ruhestandes dann Verbrauch unter Berücksichtigung eines Abzugs für Kapitalertragssteuer auf Gewinn und Krankenversicherungsbeiträge (auf alle Einkünfte) und Ausgaben für den Kauf von Rentenpunkten, die Du im Modell 2) erwerben würdest. 2) Einzahlung der Bruttoberträge in dein ZWK mit individuellen Konditionen, Zuschuss AG, SV-Zusatzbeitrag über BBG AG und Verzinsung lt. Vertrag bis geplanter Ruhestand. Das Vermögen dann um die Auszahlung Bruttogehalt + AG jährlich abziehen bis das Kapital auf 0 ist. Ansparphase und Ruhestandsphase 1) und 2) müssen dabei gleich sein. Das Bruttogehalt und AN-Beträge dann ebenfalls im Nettolohnrechner validieren. Hier siehst Du dann das tatsächliche Netto und die Ausgaben für Rentenversicherung (AG+AN) und die daraus abgeleiteten Rentenpunkte kannst Du rechnen (eigentlich erwirbst Du aber in Zukunft etwas weniger Rentenpunkte, aber für einen ersten Überblick sollte es reichen). Du kannst den Zins in Modell 1 soweit erhöhen bis beide Modell ein ähnliches Nettoergebnis ausgeben. Dann hast Du ungefähr eine Vergleichsrendite. Das ist allerdings nur eine Näherung und ich mache das so für mich. Mein Vorgehen könnte also noch Fehler enthalten. Also Disclaimer! Falls jemandem ein Denkfehler auffällt, gerne her damit.:-) Danke für den Input. Für mich ist das von der Beschreibung her noch recht schwer greifbar. Daher war meine Frage zuvor nach der Excel-Datei. Die könnte man hier einstellen und Input von außen holen und das entsprechend weiterentwickeln. Ich kann aber natürlich auch verstehen wenn man dies nicht teilen möchte. Nur ich könnte z.B. anhand deiner Beschreibung nicht beurteilen ob da noch was fehlt, man müsste selber mal bisschen rechnen, aber da fehlt mir irgendwo der Aufsatzpunkt leider. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag