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Tammie

R +V, Festgeld, anderes? Wie Erspartes verwalten?

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Tammie

Hallo 

 

Ich bin neu hier im Forum und auch nicht ganz sicher, ob ich hier richtig bin :) 

 

Wir haben im Laufe der letzten Jahre ein klein wenig ansparen können und überlegen, wie wir das Geld möglichst sicher anlegen und noch ein paar Zinsen bekommen können. 

Für Tagesgeld bietet unsere Bank nur 0,5%, Das Sparbuch liegt noch weit darunter. Für Festgeld habe ich ein Angebot über 10 Jahre für 3% oder 5 Jahre für 2,5% bei einer anderen regionalen Bank gefunden.

Allerdings wurde mir heute bei der Beratung davon abgeraten. Ich käme weder an die Einlage noch an die Zinsen im Laufe der 5 oder 10 Jahre heran. Laut Berater würde ich mich ärgern, weil Inflation und Zinsen im Laufe der nächsten Jahre steigen werden. 

 

Stattdessen hat er mir R+V Safe and Smart empfohlen, zwischen 2,5 und 3% Zinsen bei kompletter Sicherheit, sofern man 100 safe setzt, bei gleichzeitigem Zugriff auf das Geld, falls man es doch brauchen sollte. Wer risikofreudiger ist, kann das Verhältnis Sicherheit/Chance bis zu 50% nach Belieben anpassen. Soweit so gut. Kosten hat er keine erwähnt, allerdings habe ich hier im Forum und auch anderweitig Hinweise auf Abschlussgebühren von 3% gefunden + laufende Kosten pro Jahr. In dem Fall wäre das Ganze ja schon witzlos, wenn die ganze Sache mehr kostet, als es einbringt und wäre in dem Fall für uns nicht relevant. 

 

Da für uns keine größeren Ausgaben anstehen, könnte das Geld tatsächlich auch eine zeitlang "fest parken". Schön wäre es aber, wenn wir an die Zinsen herankämen. 

 

Hat hier jemand einen Rat für uns? Risikofreudig sind wir beide nicht. 

 

Danke! 

 

 

 

 

 

 

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Schwachzocker
Zitat

 

R+V-AnlageKombi Safe+Smart ist eine Rentenversicherung. Wie beim Tagesgeld legen Sie Ihr Vermögen so an, dass Sie jederzeit darüber verfügen können. Damit erhalten Sie den finanziellen Spielraum, sich auch spontan Wünsche erfüllen zu können. Durch die moderne Gestaltung können Sie aber gleichzeitig von Renditechancen am Kapitalmarkt profitieren. So legen Sie Ihr Vermögen flexibel an, haben aber trotzdem eine Geldanlage, die Rendite erwirtschaftet.

Das Verhältnis zwischen sicherem Kapital und Chancen-Kapital legen Sie selbst fest, wobei mindestens die Hälfte Ihrer Einzahlung in das sichere Kapital fließt. Diese Entscheidung können Sie jederzeit kostenfrei ändern und so auf Veränderungen in Ihrem Leben reagieren.

 

Das ist praktisch die Vorgehensweise, die generell auch hier empfohlen wird, nur das es als Bankprodukt natürlich Unmengen an Kosten verursacht.

 

Mache es selbst: Wähle ein günstiges Aktienprodukt und eine sichere Geldanlage (eventuell Tagesgeld). Das Gewichtungsverhältnis legst Du unter Berücksichtigung Eurer persönlichen Risikobereitschaft selbst fest.

Mehr macht die Bank auch nicht und verlangt enorme Gebühren dafür.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Eigentlich wollen alle das Gleiche für die Geldanlage: hohe Sicherheit, jederzeitige Verfügbarkeit, hohe Rendite. Leider gibt es nicht alles gleichzeitig. Das ist das magische Dreieck der Geldanlage.

 

Man muss also an einer der drei Forderungen Abstriche machen.

 

Das Argument mit der Inflationsrate stimmt: wenn man sein Geld sicher anlegt, bekommt man zwar Zinsen. Nach Steuern und Kosten sind diese aber häufig niedriger als die Inflationsrate. Man verliert also an Wert.

 

Wenn man seinen Geldwert erhalten möchte, muss man etwas mehr ins Risiko gehen. Erst dann schafft man es, die Inflation zu schlagen und den Geldwert vielleicht noch etwas zu steigern. Hier im Forum empfehlen wir häufig das risikoreich:risikoarm Modell. Um zu wissen, ob das etwas für Euch sein könnte, brauchen wir aber mehr Informationen: Euer Alter, um welchen Geldbetrag es sich handelt (ungefähr), ob Ihr bereits ein Wertpapierdepot habt, wofür Ihr das Geld verwenden wollt.

 

Wichtig ist die Vermeidung von Kosten. Produkte mit Abschlussprovision sollte man meiden. Laufende Kosten sollten wenige Zehntel Prozentpunkte nicht überschreiten.

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Bast
vor 10 Minuten von Tammie:

Hat hier jemand einen Rat für uns?

Für sinnvolle Ratschläge am besten die erforderlichen Angaben aus dem oben verlinkten Beitrag ergänzen. 

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satgar

Es soll dir eine übliche Rentenversicherung mit Provision verkauft werden. Finger weg!

 

Schau dir sehr genau die Kosten dazu an. Da wird dir bei Vertragsabschluss und einem Einmal-Sparbeitrag direkt mal 4% Abschlussprovision abgezogen. Hinzu kommen laufende Vertrags- und Verwaltungskosten. Das lohnt sich nicht für euch. Für niemanden. Daher klar: Finger weg!

 

Legt das Geld auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto an, wenn ihr es sicher haben wollt. 1,5% p.a. sind ohne Probleme möglich. Es sind bis zu 2% auch drin. Alternativ nur einen Geldmarktfonds. Es gibt dazu auch einen Thread im Forum.

 

Aber solch eine Rentenversicherung? Nein, auf gar keinen Fall!!

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WOVA1
· bearbeitet von WOVA1
vor 1 Stunde von Tammie:

Schön wäre es aber, wenn wir an die Zinsen herankämen. 

Es gibt ja durchaus Festgeldangebote, bei denen Zinsen jährlich oder gar vierteljährlich ausgeschüttet werden - etwa die ABC-Bank ( 4 Jahre mit 2,8% ). 

Man könnte auch einfach mal nach dem Begriff 'Festgeldleiter' hier im Forum suchen.

 

Eine Rentenversicherung mit Abschlusskosten zu kaufen lohnt sich eher dann, wen man sich langfristig eine Zusatz-Rente aufbauen will. 

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Tammie

Hallo vielen Dank für die Antworten.

 

Danke auch für den Hinweis weiter oben, deshalb hier ein paar genauere Angaben von uns:

 

  • Erfahrungen mit Geldanlagen liegen bei Null (Sparkassensparbuch ausgenommen), Von Marktgeschehen und wirtschaftlichen Prozessen haben wir beide keinen Plan. 
  • Sicherheit geht vor Risiko, lieber weniger Ertrag, als das Risiko für einen Verlust, 
  • das Geld kann 5 - 10 Jahre fest geparkt werden. 
  • Alter: 50+
  • Freiberulerin mit eher geringem Einkommen /Angestellter mit Durchschnittsgehalt

 

  • verfügbar wären 50k (teil fest, teil verfügbar oder alles fest) 
  • Zweck: Puffer für die Rente 
  • Einmal- oder Sparplan wäre beides möglich, zweites bräuchte eine gewisse Flexibilität, da eins der Einkommen unstet ist (Freiberuflerin) 

Für Engpässe wäre es gut, wenn die Zinsen bei Bedarf verfügbar wären, um das Einkommen bei einer Durststrecke etwas aufstocken zu können. Im  BestCase bei uns (konstante Auftragslage, keine Arbeitslosigkeit)  sollte sich das Geld im Verlauf der nächsten 5 - 15 Jahre stabil halten (Inflationsausgleich) oder weiter aufgestockt werden (zweite Anlage mit neuem Ersparten oder flexible Einzahlungen auf eine laufende Sparanlage) 

 

Im optimal Fall hätte ich gern eine Festanlage über 5 Jahre, zu mindestens 3% Zinsen/bzw Inflationsausgleich, mit der Option Geld zur Anlage zufügen zu können, wenn ewas über ist, oder bei Bedarf die Zinsen abschöpfen  zu können, wenn es mal knapp wird. Wenn der Ertrag über der Inflation läge, wäre das ein Nice to have. Verluste, die über die Inflation hinaus gehen, wären schwerer zu verschmerzen. 

 

PS: Der Begriff "Festgeldleiter" ist mir neu, musste erstmal schauen, was damit gemeint ist :) Werde aber die Suchfunktion nun zusätzlich auch bemühen. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 53 Minuten von Tammie:

Inflationsausgleich

Das ist nach Kosten (Tagesgeld kostenlos), aber nach Abzug von Ertragssteuern in aller Regel nicht möglich. Es klappt mit sehr sicheren Anlagen so gut wie nie, die Inflation zu schlagen. Den Zahn muss man euch einfach ziehen. Realer Gelderhalt ist mit sehr sicheren Anlagen nicht möglich. Und das heißt übrigens zweierlei:

 

- man betreibt gar keine Geldanlage, weil es real gar keinen Zuwachs gibt

- man verschiebt im allerbesten falle nur den „nominellen“ Geldbetrag (mit Kaufkrafterhalt) von heute auf morgen. Das ist aber für Geldanlage einfach zu wenig.

 

Man kann euch daher nur raten, euch stärker mit eurem Geld zu beschäftigen, und nicht auf dem Stand stehen zu bleiben, wo ihr jetzt seid. Wenn ihr das nicht macht, werdet ihr a) immer wieder Gefahr laufen, halbseidene Angebote vorgesetzt zu bekommen und B) zu wenig aus eurem Geld zu machen, was nötig wäre. Denn 50k sind als Puffer für die Rente einfach extrem wenig, das hilft euch fast nix. Auch wenn es für viele Menschen ein kleines Vermögen ist. Aber als dauerhafter Nutzen und Taschengeld fürs Alter, reicht das vorne und hinten nicht. Dieses Problem der mangelnden Finanzbildung ist ein großes Problem in Deutschland. Es verhindert stark, dass viele Menschen ausreichend Vermögen erlangen, um damit etwas anfangen zu können. Das hat die Bundesbank auch ausgewertet mit Zahlen, siehe 2025-04-25-vox0096-data.png

 

Die Personen in Deutschland, denen 0-50% aller Vermögen gehören, legen das hauptsächlich in Einlagen an. Quasi so wie Ihr das macht. Die realen Renditen nach Inflationsabzug sind dabei sehr schlecht zuletzt gewesen, aber sie haben auch wenig geschwankt. Aber nach Inflation hat man stark an Vermögen verloren. Also real. Die Personen, die Top 1% aller Vermögenden in Deutschland, legen deutlich weniger in Einlagen an. Dadurch schwankt die Rendite erheblich stärker. Es kommt aber real auch viel mehr bei rum. Genau deswegen sind „die Reichen“ auch so reich, und die 0-50% aller Deutschen (42 Millionen Menschen) u.a. auch so arm. Sie sind viel schlechtere Kapitalanleger. Das ist ein hausgemachtes Problem, weil das nötige Wissen fehlt. Und dabei ist das total einfach und gar keine Raketenwissenschaft. Dafür reichen ein paar Ausgaben von Finanztest und dem dort propagierten Pantoffel Portfolio.

 

Das erkennt ihr aber erst dann, wenn ihr euch selber mit eurem Geld und euren Finanzen beschäftigt. Finanzen sind Chefsache, erst recht für Selbständige. Aber ohnehin für jeden Bürger. Das kann einem keiner abnehmen.

 

Ihr solltet euch mit viel wichtigerem Beschäftigen: persönliche Rentenansprüche, Kontenklärungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung, Altersvorsorgeberatung dort, Haushaltsbuch führen, Vermögensbilanz erstellen, Wissen aufbauen.

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Malwas
vor 3 Stunden von Tammie:
  • Sicherheit geht vor Risiko, lieber weniger Ertrag, als das Risiko für einen Verlust, 

Was genau heißt das? Angenommen ihr investiert die 50k in ein Portfolio-ETF. In ersten Jahr steigt der auch auf 55k, aber im zweiten Jahr fällt er wieder auf 49k. Wäre das jetzt ein katastrophaler Verlust und würdest jetzt schnell verkaufen, um den Verlust wenigstens auf 2% zu begrenzen und das Geld wieder auf das Tagesgeldkonto schieben, und dementsprechend nicht mehr dabei sein, wenn der ETF im dritten Jahr auf 60k steigen würde?

 

Natürlich weiß man in dem Moment nicht, dass es wieder steigen wird. Wenn ihr für 5+ Jahre nicht hin schaut (außer ggf. Anpassung des Sparplans), ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ihr damit besser fahrt als mit Festgeld. Aber eine Garantie gibt es nicht. Wenn ihr einen nominalen Betrag garantiert haben wollt, kommen eigentlich nur Einlagen in Frage (und theoretisch Versicherungsprodukte). Die Frage ist, ob ihr diese Garantie braucht.

 

Wie @satgar schon geschrieben hat, sollte man sich schon etwas mehr damit beschäftigen. Nicht weil die Implementation schwierig wäre, aber der beste Plan nützt nichts, wenn man beim ersten Rückschlag panisch reagiert.

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Cai Shen
vor 7 Stunden von Tammie:

Für Tagesgeld bietet unsere Bank nur 0,5%

Es gibt mehr als genug seriöse Banken / Anbieter, mit deutscher Einlagensicherung, die selbst ohne Werbezinsen für Bestandskunden derzeit 1,5% bis knapp 2% bieten.
https://www.kritische-anleger.de/tagesgeld/vergleich/

 

Und wie bereits geschrieben: Tagesgeld ist keine langfristige und profitable Geldanlage, weil die Zinssätze üblicherweise der Inflation hinterherlaufen.

 

Zum Basisinformationsblatt der R+V geht es hier, damit braucht man weniger über die Konditionen schwurbeln.

https://www.ruv.de/rv/bib/ruv-bib

 

3% Gebühr auf alle Einzahlungen, anders ausgedrückt sichere -3% im ersten Jahr

0,35% p.a. auf das "sichere Kapital" (Sicherungsstock der RUV Lebensversicherungs AG, KEIN Tagesgeld)

0,95% p.a. auf einen ETF Mix im "Chancen Kapital"

 

Unbenannt.PNG

 

 

übliche Fragen:

- Notgroschen vorhanden?

- größere Ausgaben geplant?

- alle Schulden abbezahlt?

 

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Tammie

@Satgar/@ Cai Chen vielen Dank für die Übersichten und Links. Das ist sehr hilfreich. Auch für den Hinweis mit der "Finanztest" ein Dankeschön. 

 

@Malwas: so in etwa. Wie Satgar schon schrieb, die 50K sind nicht die Welt. Wir würden nicht sofort verkaufen, Aber für uns ist das ein "Heidengeld" und  angesichts unserer grenzwertigen Ruhegelder (wir sind beide rentenversicherungspflichtig), nichts, was wir in irgendeiner Form riskieren wollen. Auch ein kleiner Verlust auf lange Sicht, würde weh tun. Das ist für uns so eine Art Minimum an Vorsorge, unter die wir nicht rutschen möchten. Diese 50K hießen selbst im Worst Case, (keinen oder nur teilweise Inflationsausgleich) über 20 Jahre ca 200 Euro zusätzlich zur Rente. Das ist unsere Schmerzgrenze. Im Falle einer grundlegenden Umstrukturierung des Rentensystems wäre das aber auch alles hinfällig. 

 

Anders sieht es aus, wenn die Möglichkeiten, die wir derzeit haben erhalten bleiben, sprich die Einnahmen weiterhin zuverlässig fließen und wir auch weiterhin etwas zurücklegen können. 

 

Die ganz grobe Planung, dir mir derzeit vorschwebt, nachdem ich mich gestern und heute durch diverse Möglichkeiten und Tagesgeld/Festgeldangebote (Danke an Wowa1 und Cai Chen für die Hinweise) gewühlt habe:

die 50K als sichere Basis so anlegen, dass der Verlust durch die Inflation möglichst gering ist. Evtl auch gesplittet in Tagesgeld (Tagesgeldhopping?) und Festgeld mit kürzerer Laufzeit und möglicher Zinsauszahlung, um etwas flexibler zu sein. 

Zusätzliche Spargelder, die die nächsten Jahre reinkommen könnten über ETFs oder Fonds anzulegen. Das könnten je nach Auftragslage (und leider Gesundheitszustand von mir) zwischen 1000 und 5000Euro pro Jahr sein. 

 

 

-Abgesehen von den 50K haben wir einen Notgroschen von ca 15K für Verdienstausfall, mögliche Nachzahlungen, kaputte Haushaltsgeräte und Co

-Größere Ausgaben sind keine geplant. 

-Schulden haben wir keine. 

-die Freibeträge für Finanzerträge sind bislang noch komplett unausgeschöpft

 

 

 

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satgar

ich halte den Plan nicht für geeignet. Wieso und weshalb, hatte ich schon erläutert. Vielleicht mag sich noch jemand anderes äußern. 
 

Letztlich kann man euch aber auch nicht dazu zwingen, offensiver das Kapital anzulegen. So nötig ich das auch finde. Aber ihr müsst damit schlafen können. Den meisten deutschen geht es so, dass sie lieber 2% Zinsen und nominell steigende Vermögenswerte sehen wollen (fernab von Kaufkraftverlust), als bereit zu sein, Risiken einzugehen. Dass das ein Problem ist, hatte ich beschrieben. 

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Noch_Neu_Hier

@Tammie     Beschäftige dich mal mit dem Stichwort "Pantoffel Portfolio"

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Bast
vor 20 Minuten von Tammie:

die 50K als sichere Basis so anlegen, dass der Verlust durch die Inflation möglichst gering ist. Evtl auch gesplittet in Tagesgeld (Tagesgeldhopping?) und Festgeld mit kürzerer Laufzeit und möglicher Zinsauszahlung, um etwas flexibler zu sein. 

Zusätzliche Spargelder, die die nächsten Jahre reinkommen könnten über ETFs oder Fonds anzulegen. Das könnten je nach Auftragslage (und leider Gesundheitszustand von mir) zwischen 1000 und 5000Euro pro Jahr sein.

Ich würde Folgendes empfehlen: Zunächst die 50k als Tagesgeld anlegen. Dann in die Materie einlesen, mit dem bereits erwähnten https://www.test.de/Anlagestrategie-Pantoffelportfolio-Einzahlphase-5179990-0/ oder https://gerd-kommer.de/buecher/

 

Dann könnt Ihr weitere Entscheidungen treffen. R+V würde ich definitiv nicht empfehlen. 

vor 6 Minuten von satgar:

ich halte den Plan nicht für geeignet. Wieso und weshalb, hatte ich schon erläutert. Vielleicht mag sich noch jemand anderes äußern. 

Das sehe ich ähnlich. @Tammie muss sich vergegenwärtigen, dass ein nominaler Wertzuwachs trotzdem einen beträchtlichen realen Wertverlust bedeuten kann. 

Ebenfalls lesenswert und kostenfrei auf dem Blog von Gerd Kommer: Warum man mit verzinslichen Bankguthaben kein Vermögen aufbauen kann

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rotten.demin
· bearbeitet von rotten.demin
vor 36 Minuten von Tammie:

Auch ein kleiner Verlust auf lange Sicht, würde weh tun. 

Die Annahme ist ja, dass es langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Verluste geben wird, sondern nur kurzfristig. Aber um das einzusehen müsst ihr euch dringend mit dem Thema beschäftigen. Auch finanztip.de ist dafür eine gute Anlaufstelle, z.B.:

https://www.finanztip.de/geldanlage/

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 19 Stunden von Tammie:

Alter: 50+

Ich würde generell zustimmen und sagen auch mit 50+ sollte man zumindest die Fühler ausstrecken was das angeht. Also zumindest ein bisschen sich einlesen/einarbeiten is das Thema für ein Grundverständnis. Z.b. mit dem Buch Souverän investieren für Einsteiger von Gerd Kommer.

Um ein bisschen die Scheu zu verlieren und zu sehen, dass das Ganze kein Hexenwerk ist, solltet ihr parallel ein Depot bei Scalable Capital eröffnen. Das geht ganz einfach: Ladet die App herunter und folgt den Anweisungen. Das sollte in unter 30 Minuten machbar sein. Überweist dann 100 € dorthin und kauft den ersten ETF. Für euch würde ich für den riskanten Teil auch einen Mischfonds empfehlen, der etwas weniger Risiko hat als 100 % Aktien und der später nach Risikoneigung zum Tagesgeld/Festgeld beigemischt werden kann.

Gebt in der Scalable-Capital-App „A2P7TK” in die Suche ein und klickt auf „Kaufen”. Dann sieht man, wie einfach es sein kann, die Geldanlage in die eigenen Hände zu nehmen und mit einem Produkt und einem Klick weltweit gestreut über alle Branchen hinweg in Tausende Unternehmen zu investieren. Es handelt sich um einen sogenannten Lifestrategy ETF, Broschüre dazu hier.

Wenn eine App zu abschreckend ist kann man auch zur Hausbank und ein Depot dort eröffnen, aber aufpassen, dann muss man resistent sein wenn teure Fonds usw. angeboten werden, hier muss man dann wenn man in den ETF investieren will auch willensstark sein ;).

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Tammie
· bearbeitet von Tammie

Vielen Dank für eure ganzen Tips und Anregungen! 

 

Ich habe mich mal durch die Links gelesen, um einen ersten Einblick zu erhalten. Ein paar Bücher für mehr Hintergrundwissen sind bestellt. 

 

Lässt sich mit einem Mischportfolio aus Anleihen und Aktien wirklich langfristig ein durchschnittlicher Zinsabwurf von 5% erwirtschaften? Oder gilt das nur für die "guten" Jahre? 

 

Im Gegensatz zu Festgeld und Co, fallen bei Etfs noch laufende Kosten an. Beispielrechnungen reichen hier von 0,2 - 1,2% (wobei mir 1,2% irre hoch erscheinen) Was ist denn da realistisch? 

 

Ich trau meiner eigenen Meinung im Moment nicht :unsure:. Es strömen gerade so viele Infos und Eindrücke durch meinen Kopf, dass es mir schwerfällt objektiv zu urteilen. In einem habt ihr aber einstimmig Recht: Ich brauche mehr Infos. 

 

Der Tip mit dem Tagesgeld und weiteren Einlesen vor einer entgültigen Entscheidung, macht in meinen Augen gerade am meisten Sinn.

 

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satgar
· bearbeitet von satgar

Langfristig geht man bei einem 100% Aktienportfolio von brutto 6% Rendite je Jahr aus. Von dieser Rendite musst du, wie bei jeder Anlage auch, noch 25% Steuer abziehen. Was übrig bleibt, da nagt dann die Inflation dran (sagen wir mal 2% EZB Wunschinflation). Was übrig bleibt, ist deine Realrendite.

 

Bei Zinserträgen ist es dasselbe. Nur bekommt man da brutto 2% abzgl. Steuer abzgl. Inflation. 

 

Ein ausgewogenes Pantoffelportfolio aus 50% Zinsen (Z.B. Tagesgeld) und 50% Aktien (ein weltweit streuender Aktien ETF) wird also ca. 4% brutto erreichen. Der User @stagflation hat hier richtiges im Parallelthread gesagt: 

 

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Bast
vor 15 Minuten von Tammie:

Im Gegensatz zu Festgeld und Co, fallen bei Etfs noch laufende Kosten an. Beispielrechnungen reichen hier von 0,2 - 1,2% (wobei mir 1,2% irre hoch erscheinen) Was ist denn da realistisch? 

0,2 % sind sehr realistisch für einen breit diversifizieren ETF wie z.B. den A1JX52. Dieser wird hier häufig empfohlen. 

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Bigwigster

Bei der vorgeschlagenen Lifestrategy Lösung, also bereits gemischt mit Anleihen, fallen 0,25% Kosten p.a. an.

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Walter White
vor 21 Stunden von Bigwigster:

Ich würde generell zustimmen und sagen auch mit 50+ sollte man zumindest die Fühler ausstrecken was das angeht. Also zumindest ein bisschen sich einlesen/einarbeiten is das Thema für ein Grundverständnis. Z.b. mit dem Buch Souverän investieren für Einsteiger von Gerd Kommer.

Um ein bisschen die Scheu zu verlieren und zu sehen, dass das Ganze kein Hexenwerk ist, solltet ihr parallel ein Depot bei Scalable Capital eröffnen. Das geht ganz einfach: Ladet die App herunter und folgt den Anweisungen. Das sollte in unter 30 Minuten machbar sein. Überweist dann 100 € dorthin und kauft den ersten ETF. Für euch würde ich für den riskanten Teil auch einen Mischfonds empfehlen, der etwas weniger Risiko hat als 100 % Aktien und der später nach Risikoneigung zum Tagesgeld/Festgeld beigemischt werden kann.

Gebt in der Scalable-Capital-App „A2P7TK” in die Suche ein und klickt auf „Kaufen”. Dann sieht man, wie einfach es sein kann, die Geldanlage in die eigenen Hände zu nehmen und mit einem Produkt und einem Klick weltweit gestreut über alle Branchen hinweg in Tausende Unternehmen zu investieren. Es handelt sich um einen sogenannten Lifestrategy ETF, Broschüre dazu hier.

Wenn eine App zu abschreckend ist kann man auch zur Hausbank und ein Depot dort eröffnen, aber aufpassen, dann muss man resistent sein wenn teure Fonds usw. angeboten werden, hier muss man dann wenn man in den ETF investieren will auch willensstark sein ;).

1+ 

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Turmalin

Auch wenn ein langfristiges Aktieninvestment noch so sinnvoll ist, nützt es nichts, wenn der Anleger im nächsten Crash die Nerven verliert und zu niedrigen Kursen verkauft. Die mentale Einstellung muss einfach passen und für mich klingt das bei @Tammynicht so. Deshalb bin ich auch dafür, mal wie vorgeschlagen mit niedrigem Einsatz einen ersten Versuch zu starten, wie man mit den Schwankungen klar kommt. Ein Sparplan wäre auch eine Möglichkeit. 

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satgar
· bearbeitet von satgar

Mein Vorschlag wäre, das defensive Pantoffel Portfolio von Finanztest zu nutzen. Dabei werden 25% in einem breut gestreuten Aktien ETF investiert wie dem Vanguard FTSE All World und 75% in einem möglichst gut verzinsten Tagesgeld. Ich würde das ganze bei Scalable Capital machen, weil man dort beides abbilden kann. Alles nicht investierte Geld bekommt dort 2% Zins (Scalable gibt den EZB Einlagenzins an den Kunden weiter), und alles was investiert ist, ist dann der All World. So hat man nur einen Zugang zu seinem Geld, es liegt bei einem Anbieter. Es ist auch praktisch wegen Steuern (Vorabpauschale oder auch Zinsen) und zur "Verteilung" des Sparerpauschbetrages.

 

Die 12.500 EUR (25% Anteil) zahlt man nicht in einer Summe ein, sondern gestückelt über 12 Monate (das nimmt das Risiko noch weiter raus). Je Monat auch einfach 1.000 EUR. Es müssen ja nicht genau 25% und damit 12.500 EUR sein.

Gleichzeitig richtet man einen Sparplan auf den All World ETF ein, so das regelmäßig und nicht nur nach Lust und Laune und Auftragslage, auch wirklich Geld weggespart wird. Je Monat sollen 250 EUR mtl. weggespart werden. Sparen erfordert Disziplin und muss immer am Anfang des Monats gemacht werden. Macht man es immer nur mal lala, wenn es gerade so passt, dann kommt doch immer wieder was dazwischen. Das ist für Vermögensaufbau tödlich.

 

So würde ich es meinen Eltern empfehlen.

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Turmalin

Ein großer psychologischer Vorteil bei der Anlage des risikobehafteten und des risikoarmen Teils einheitlich bei einer Bank, z.B. Scalable, wie von @satgar vorgeschlagen, liegt darin, dass die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, das der Anleger den Gesamtbetrag betrachtet und nicht nur den Aktienteil. Viele sehen nämlich nur isoliert auf den Aktienteil und nehmen die stabilisierende Wirkung des risikoarmen Teils nicht wahr. Das sorgt dann ggf. für Zweifel an der Anlagestrategie, wenn es mal nicht nach oben geht.

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Tammie

Nachdem ich das erste Buch und die letzte Finanztest durch habe und einen weiteren winzigen Einblick bekommen habe, finde ich den Vorschlag von Satgar sehr schlüssig und sinnvoll. Nochmal ein extra Dankeschön dafür! 

 

Die Konditionen bei Scalable sehen sehr gut aus. Allerdings machen wir die Bewertungen des Onlinebrookers bei Finanztip und Trustpilot ein wenig Bauchschmerzen, (Login Probleme, monatelang kein Zugriff aufs Konto, kein Zugriff auf Guthaben usw usf und der Support hilft wenig bis gar nicht) 

 

Ich muss gestehen, ein zuverlässigerer Support wäre mir da tatsächlich lieber, auch wenn es dann etwas mehr kostet. Das wäre auch deutlich weniger nervenaufreibend. Hat hier noch einen guten Tip? 

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