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Physics

Wie finde ich einen geeigneten Makler für Sach und BU?

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Physics
· bearbeitet von Physics

Nachdem ich mit meinem bisherigen Makler nicht mehr zufrieden bin (Deckungsrisiken nicht erkannt und m.E. nicht richtig geschlossen), suche ich einen Makler für meine Sachversicherungen. Es geht um Unfall, Gebäude, Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz (z.B. VEMA Tarif, Interrisk, GEV). Dazu etwas höhere Komplexität aufgrund von Vermietung mit spezieller Konstellation.

 

Zudem geht es um eine neue BU-Versicherung für ein studierendes Kind (mit evtl. Vorerkrankung). 

 

Wie geht ich das am besten an? Im Ort gib es einen weiteren Makler (Familienbetrieb) der auch VEMA-Tarife anbietet. Eigentlich würde ich auch gut mit einem überregionalen Makler zurechtkommen. Aber was macht da Sinn? Soll ich BU-Beratung trennen und z.B. einen Makler wie Matthias Helberg kontaktieren und der Rest der Sachversicherungen dann beim lokalen Makler oder soll ich dem lokalen neuen (noch unbekannten) Makler eine Chance geben?  

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stagflation

Oh je! Warum so viele Versicherungen? Versicherungen sind teuer und ziehen einem das Geld aus der Tasche. Vor allem, weil es jährlich wiederkehrende Kosten sind. Das sollte man vermeiden.

 

Also vielleicht erst einmal überlegen, was und in welcher Höhe Du wirklich brauchst.

 

Wenn Immobilien vorhanden sind... Kann man die evtl. für die BU-Absicherung einsetzen? Dann bräuchte man vielleicht gar keine BU-Versicherung? Oder man könnte ein geringeres Endalter als 67 wählen, wodurch die Beiträge deutlich sinken.

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Physics
· bearbeitet von Physics
vor 1 Stunde von stagflation:

Oh je! Warum so viele Versicherungen? Versicherungen sind teuer und ziehen einem das Geld aus der Tasche. Vor allem, weil es jährlich wiederkehrende Kosten sind. Das sollte man vermeiden.

Ja, da stimme ich Dir zu. Und ich geh auch selbst schon etwas länger schwanger damit.

 

Also gerne Unterstützung beim eindampfen.

 

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Bolanger
· bearbeitet von Bolanger

Ich habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass es nicht DEN Makler für alles gibt. Im guten Fall geben Kleinbetriebe offen zu, dass sie sich gut mit einem Thema auskennen und vom anderen keine Ahnung haben. Im schlechten Fall wird einem vorgemacht, dass man alle Bereiche abdeckt und natürlich der absolute Experte sei. Das ist etwa so wie bei den Anwälten aus der heimischen Kleinstadt. Die bewerben sich auch alle als absolute Experten mit den Themenschwerpunkten Familienrecht, Verkehrsrecht und internationalem Handelsrecht. Ob die jemals in allen drei Bereich das Wissen in einer Tiefe erlangen können wie ein Kollege, der sich im Bereich des kommunalen Verwaltungsrechts (und sonst nichts) betätigt?  

Einen wirklichen Rundumschlag würde ich nur einem großen Maklerbüro zutrauen, das für jeden Bereich eine eigene Abteilung mit mehreren Mitarbeitern hat. Und die Bereiche würde ich ziemlich eng fassen und nicht eine KFZ-Versicherung mit einer Immobilienversicherung als ähnliche Sachversicherungen betrachten. Mit dierser Ansicht würde ich mich dann auf die Suche nach einem passenden Makler machen.

 

Anekdote am Rande: Als ich ins Berufsleben gestartet bin und zum Opfer für Versicherungsverkäufer wurde hatte ich einen Mitarbeiter eines großen Online-Portals, das auch Autoanzeigen veröffentlicht, Finazdienstleistungen anbietet etc im heimischen Wohnzimmer. Dieser Mitarbeiter war Gold wert, auch wenn er keines bekommen hat. Er hat mir als Unerfahrenen schlicht die Frage gestellt, was denn passieren würde, wenn ich die eine oder andere Versicherung nicht hätte. Nach dem ausgiebigen Gespräch hat er mich davon überzeugt, dass ich die Versicherung, zu deren Beratung er gekommen war, nicht brauche. Von den Gedankengängen zur Entscheidungsfindung, ob Versicherungsschutz überhaupt nötig ist, zehre ich noch heute. Leider konnte ich mich bei ihm persönlich nie erkenntlich zeigen, da er kein Hans-Dampf-in-allen-Gassen war, sondern sich stark spezialisiert hatte. Und diese spezielle Versicheurng brauchte ich eben nicht.        

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Feranda
vor 2 Stunden von stagflation:

Oh je! Warum so viele Versicherungen? Versicherungen sind teuer und ziehen einem das Geld aus der Tasche. Vor allem, weil es jährlich wiederkehrende Kosten sind. Das sollte man vermeiden.

 

Also vielleicht erst einmal überlegen, was und in welcher Höhe Du wirklich brauchst.

 

Wenn Immobilien vorhanden sind... Kann man die evtl. für die BU-Absicherung einsetzen? Dann bräuchte man vielleicht gar keine BU-Versicherung? Oder man könnte ein geringeres Endalter als 67 wählen, wodurch die Beiträge deutlich sinken.

Das einzig hilfreiche an dem Kommentar ist der Satz "Überlegen, was und in welcher Höhe Du wirklich brauchst".

 

Zum Glück hilft dir bei der Einschätzung der Makler. Und ja ich würde BU und Sachmakler trennen. Man geht ja auch nicht zum Augenarzt, wenn man Rückenschmerzen hat.

 

Den Rest des Kommentars einfach ignorieren.

 

"Kauf deinem Sohn doch einfach eine Immobilie, welche monatlich 3000€ Mieteinnahmenabwirft, dann braucht er keine BU" :rolleyes:

 

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Physics
· bearbeitet von Physics

Ja, so mach ich es auch. Ich werde mich bzgl. BU bei einem speziellen BU-Makler beraten lassen und abschließen. Eigentlich dann für beide Kinder (17 und 20), macht wohl Sinn beide jetzt anzugehen. Hier werde ich die Unfallversicherungen dann entsprechend kündigen.

 

Bei den übrigen Sachversicherungen werde ich dann erstmal auf den lokalen Makler zugehen (wobei die aktuelle Erfahrung mit meinem jetzigen Makler nicht wirklich gut ist). Die größeren überregionalen Makler kann ich schlecht einschätzen. Letztendlich läuft es wohl darauf hinaus, dass ich selber einen guten Überblick habe und das dann nur vom Makler ausführen lasse.

 

Allerdings wäre es natürlich besser gewesen, das aus einer Hand zu machen. Jetzt ist es wieder etwas komisch dem neuen Makler klar zu machen, dass BU für Kinder keine Option mehr für ihn ist. 

 

  

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 4 Stunden von Physics:

Ja, so mach ich es auch. Ich werde mich bzgl. BU bei einem speziellen BU-Makler beraten lassen und abschließen. 

 

Du kannst Dich aber nicht von einem Makler beraten lassen. Weil der Makler nicht von Dir, sondern vom Versicherer bezahlt wird.

 

Das ganze läuft so: wenn der Makler es schafft, Dir eine BU-Versicherung zu verkaufen, bekommt er ca. 2.000 € Erfolgsprovision und ca. weitere 2.000 Euro Bestandsprovision. Letztendlich zahlen wirst Du das - über Deine Prämien.

 

Was wird der Makler also tun, wenn Du ihn fragst, ob Du eine Versicherung brauchst? Er wird Dir wahrscheinlich eine empfehlen - und möglicherweise eine mit einer möglichst hohen Versicherungssumme. Und möglicherweise auch eine Versicherungsgesellschaft, die gerade besonders hohe Provisionen bezahlt. Und möglicherweise wird er Dir Druck machen, dass Du jetzt abschließt - und nicht erst in ein paar Jahren, wenn die Kinder berufstätig werden. "Denken Sie daran, dass Ihre Kinder krank werden könnten. Dann würden Sie in ein paar Jahren keine BU-Versicherung mehr abschließen können. Also machen Sie es jetzt, solange es noch geht". 

 

Die Frage, ob Du eine Versicherung brauchst und in welcher Höhe, solltest Du also vorher klären.

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Physics

Wenn ich mich zuerst nur auf die beiden BUs beschränke, hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt mit einem Honorarberater? Vielleicht sogar gegen die bekannten auf BU spezialisierten Maklern?

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Bolanger

Ich möchte hier kurz die Hinweise von @stagflation unterstützen. Der TE hat bisher gar nichts über seine finanzielle Situation geschrieben. Eine finanzielles Auskommen für den Fall einer Erwerbs- oder Berusfunfähigkeit kann über eine entsprechende Versicherung erfolgen, kann aber auch aus vorhandenem  oder absehbar zufließendem Vermögen erfolgen.

Ein auf BU spezialisierter Makler sollte sich mit dem Thema BU auskennen. Er hat aber wahrscheinlich keinen Einblick in oder Verständnis für die finanzielle Gesamtsituation, genau so wie wir hier im Forum. Der TE sollte erstmal in groben Zügen einen Gesamtplan aufstellen und damit dann entscheiden, ob das Risiko der BU tatsächlich existenzbedrohend ist.    

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Turmalin
vor 7 Minuten von Bolanger:

Ich möchte hier kurz die Hinweise von @stagflation unterstützen. Der TE hat bisher gar nichts über seine finanzielle Situation geschrieben. Eine finanzielles Auskommen für den Fall einer Erwerbs- oder Berusfunfähigkeit kann über eine entsprechende Versicherung erfolgen, kann aber auch aus vorhandenem  oder absehbar zufließendem Vermögen erfolgen.

 

Wir haben hier den „Sonderfall“, dass es nicht um die eigene BU für den Threadersteller geht, der sich bereits Gedanken um den Exit aus dem Berufsleben macht, (siehe sonstige Threads von ihm und Musterdepot), sondern um die Absicherung seiner Kinder, die noch kein Vermögen aufbauen konnten. 

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Bolanger
vor 17 Minuten von Turmalin:

Wir haben hier den „Sonderfall“, dass es nicht um die eigene BU für den Threadersteller geht, der sich bereits Gedanken um den Exit aus dem Berufsleben macht, (siehe sonstige Threads von ihm und Musterdepot), sondern um die Absicherung seiner Kinder, die noch kein Vermögen aufbauen konnten.

Beides ist aber nicht entkoppelt, denn wenn ich genügend Vermögen angehäuft habe, um über einen Exit nachdenken zu können, dann habe ich ggf. auch genügend Vermögen angehäuft, mit dem ich die Kinder unterstützen könnte. Wir wissen eben nicht, wie die eigene Finanzplanung die Kinder einbezieht.

Eine BU zahlt eine vorher festgelegte Summe. Das dürfte äußerst wichtig für alle sein, die keine Rücklagen oder familiäre Unterstützung haben. In diesem Fall könnte aber die familiäre Unterstützung durchaus möglich sein. Braucht es wirklich eine BU, die im Fall der Fälle monatlich 2 K zahlt, wenn das Vermögen des TE es problemlos zulässt, den Gürtel enger zu schnallen und das Kind mit 2K zu unterstützen? Wir wissen nicht, ob das finanziell möglich und auch gewollt ist. 

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Caveman8
vor einer Stunde von Physics:

Wenn ich mich zuerst nur auf die beiden BUs beschränke, hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt mit einem Honorarberater? Vielleicht sogar gegen die bekannten auf BU spezialisierten Maklern?

 

Ich würde mal auf @MatthiasHelberg zugehen!

 

Ich schätze seine Beiträge im Forum und wenn ich das damals von meiner Recherche korrekt in Erinnerung habe, unterstützt er auch beim eventuell nötigen Leistungsantrag später. Da nehmen viele „BU Experten“ dann gerne 3-5 Monatsrenten dafür. Ich hatte da leider bereits eine BU anderweitig abgeschlossen nachdem ich das erkannt hatte. 

 

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satgar
vor 18 Minuten von Bolanger:

Beides ist aber nicht entkoppelt, denn wenn ich genügend Vermögen angehäuft habe, um über einen Exit nachdenken zu können, dann habe ich ggf. auch genügend Vermögen angehäuft, mit dem ich die Kinder unterstützen könnte. Wir wissen eben nicht, wie die eigene Finanzplanung die Kinder einbezieht.

Würdest du denn dein eigenes Vermögen für deinen persönlichen Exit einsetzen, der dann nicht mehr möglich ist, um deine Kinder fortlaufend mit einem gewissen tausender-Betrag je Monat zu unterstützen? Deine eigenen Pläne kannst du dann knicken.

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Caveman8
vor 2 Minuten von satgar:

Würdest du denn dein eigenes Vermögen für deinen persönlichen Exit einsetzen, der dann nicht mehr möglich ist, um deine Kinder fortlaufend mit einem gewissen tausender-Betrag je Monat zu unterstützen? Deine eigenen Pläne kannst du dann knicken.

Zustimmung!
 

Die Argumentation macht bei der BU Absicherung keinen Sinn. Beim Haus würde man auch mit enormem Vermögen nicht auf die Idee kommen dieses nicht abzusichern. Das Kosten / Nutzen Profil ist hier meist ähnlich. 
 

Vielmehr sollte man sich die Frage stellen ob man in der privilegierten Situation ist, seine BU recht kostengünstig abzusichern (aufgrund von noch ausgebliebenen Vorerkrankungen bzw. aufgrund des eigenen Jobs). Wenn ja: dann absichern! 
 

Ein Fluglotse, Tierpfleger oder auch Handwerker würde grinsend unterschreiben, wenn er 2.000€ BU Summe für 60€ mtl. absichern könnte. 

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Bolanger
vor 6 Minuten von satgar:

Würdest du denn dein eigenes Vermögen für deinen persönlichen Exit einsetzen, der dann nicht mehr möglich ist, um deine Kinder fortlaufend mit einem gewissen tausender-Betrag je Monat zu unterstützen? Deine eigenen Pläne kannst du dann knicken.

Das ist eine äußerst individuelle Entscheidung. Man muss hier erstmal klarstellen, dass dieser Fall die Ausnahme ist. Wahrscheinlich tritt der BU-Fall nicht ein. Jeder muss sich selbst fragen, welches finanzielle Restrisiko er bereit ist zu tragen. Und da wir die finanzielle Situation und Planung des TE nicht kennen wissen wir auch nicht, ob eine Unterstützung der Kinder mit einem klar bestimmbaren Betrag zu einer für ihen nicht vertretbaren Beeinträchtigung seiner Lebensqualität führen würde oder nicht.

Ich bin nicht gegen eine BU. Sie kann sinnvoll sein. Ich bin nur dagegen pauschal die Notwendigkeit zu unterstellen, wenn wichtige weitere Rahmenbedingungen nicht bekannt sind. Bewusst provokante Frage an @Caveman8: Bist oder warst Du maximimal über eine BU abgesichert oder hast Du Dich gegen eine Maximalabsicherung entschieden?  

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satgar
vor 15 Minuten von Bolanger:

Das ist eine äußerst individuelle Entscheidung

Ja total, so wie alles und immer ;) Man möge halt einfach nicht vergessen, das es hier nicht nur um das sponsern eines Autos fürs Kind geht, sondern eine dann langfristige Zahlungsverpflichtung. Und das auch, obwohl man eigene Pläne wie Exit, die eigene Altersvorsorge notwendig ist oder die eigene mögliche Pflegebedürftigkeit. Man braucht selbst also auch genug Kohle für „später“. Man muss schon sehr gut finanziell ausgestattet sein, um das alles gleichzeitig unter einen Hut bekommen zu können.

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MatthiasHelberg
vor einer Stunde von Caveman8:

 

Ich würde mal auf @MatthiasHelberg zugehen!

 

Ich schätze seine Beiträge im Forum und wenn ich das damals von meiner Recherche korrekt in Erinnerung habe, unterstützt er auch beim eventuell nötigen Leistungsantrag später. Da nehmen viele „BU Experten“ dann gerne 3-5 Monatsrenten dafür. Ich hatte da leider bereits eine BU anderweitig abgeschlossen nachdem ich das erkannt hatte. 

 

Moin - und schönen Dank für die Empfehlung!

Zum Thema Makler für Sachversicherung (Gebäude, Hasurat etc.): Ich selbst würde mir immer jemanden vor Ort aussuchen, der im (größeren) Schadensfall auch rauskommt und einen z.B. unterstützt, falls der Versicherer einen Sachverständigen zur Begutachtung schickt. Das kann enorm hilfreich sein, funktioniert aber natürlich nicht, wenn der Makler (oder Vertreter) irgendwo in ein paar hundert km Entfernung sitzt. 

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Bolanger
vor 35 Minuten von satgar:

Man muss schon sehr gut finanziell ausgestattet sein, um das alles gleichzeitig unter einen Hut bekommen zu können.

Nicht ganz. Man muss sich nur über die Bereitschaft zur Tragung eines Restrisikos im Klaren sein. Die Antwort auf diese Frage muss eigentlich jeder geben, der über den freiwilligen Berufsausstieg nachdenkt. Wie wahrscheinlich ist es, dass 2 Kinder zeitnah dauerhaft BU werden und die eigene langjährige Pflegebedürftigkeit eintritt? Wie hoch sind die Prämien, die zum Abtreten dieses Risiskos an eine Versicherunsggesellschaft gefordert werden?    

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Caveman8
vor 2 Stunden von Bolanger:

@Caveman8: Bist oder warst Du maximimal über eine BU abgesichert oder hast Du Dich gegen eine Maximalabsicherung entschieden?  

Ich habe mich, wie die meisten von Arbeitseinkommen abhängigen Personen ohne BU Absicherung, jahrelang selbst belogen und hatte daher keine BU Versicherung. Ich hätte das Risiko als Akademiker im Bürojob sehr günstig absichern können. 
Jetzt bin ich kurz vor knapp noch zu einer Minimum Absicherung gekommen (weniger als 1/3 des Nettoeinkommens) und muss nun auch den Antrag stellen. Aufgrund der zeitlichen Konstellation aber natürlich mit ordentlich Risiko und Streitpotential. Alleine was es mental mit dir macht, wenn man sich jahrelang abgerackert hat (Studium ohne finanzielle Unterstützung der Familie mit teilweise 4 Jobs gleichzeitig und anschließen regelmäßig 60-70 Stunden im Job um schnell zu seinen Zielen zu gelangen) ist jeden Beitrag wert. Die fehlende Absicherung würde ich meinem jüngeren „Ich“ als bisher größten Fehler im Leben mitgeben. 

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Bolanger

An deiner Stelle hätte ich wohl auch eine Bu abgeschlossen, wenn das Geld da gewesen wäre. Zum TE bzw. dessen Kinder: Wir wissen immernoch nicht, ob

vor 2 Stunden von Caveman8:

Studium ohne finanzielle Unterstützung der Familie

dort auch gilt oder ob der TE im Falle einer BU finanzielle Unterstützung geben würde. Das ist hier eben der vermutlich große Unterschied, der bei den unreflektierten Empfehlungen zum Abschluss einer BU ausgeblendet wird. Aber wir wissen es ja nicht.....  

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Caveman8
vor 28 Minuten von Bolanger:

An deiner Stelle hätte ich wohl auch eine Bu abgeschlossen, wenn das Geld da gewesen wäre. Zum TE bzw. dessen Kinder: Wir wissen immernoch nicht, ob

dort auch gilt oder ob der TE im Falle einer BU finanzielle Unterstützung geben würde. Das ist hier eben der vermutlich große Unterschied, der bei den unreflektierten Empfehlungen zum Abschluss einer BU ausgeblendet wird. Aber wir wissen es ja nicht.....  

Ich verstehe deinen Punkt, halte ihn aber trotzdem nicht für relevant. Eine eventuelle Unterstützung macht doch höchstens bei der Frage der Absicherungshöhe oder Dauer einen relevanten Unterschied. In jungen Jahren (hier Student) kann man recht hohe Summen  (über die restliche Lebzeit hinweg wohl 1.000.000€+) für eine sehr geringe Monatssumme absichern. Selbst wenn ich 1-2 Millionen auf dem Konto habe um im Notfall meine Kinder unterstützen zu können, würde ich das zumindest anfangs absichern. Zumindest so lange bis der Lebensstandard der Kinder nicht mehr vom eigenen Arbeitseinkommen abhängt. Dann kann man immer noch kündigen. Das wird in den meisten Fällen allerdings erst recht spät im Leben so sein. 
 

Aber am Ende sind wir hier eher bei einem anderen Thema und ich kann die Zweifler auch verstehen. Habe ja selbst lange so gedacht. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 43 Minuten von Bolanger:

dort auch gilt oder ob der TE im Falle einer BU finanzielle Unterstützung geben würde. Das ist hier eben der vermutlich große Unterschied, der bei den unreflektierten Empfehlungen zum Abschluss einer BU ausgeblendet wird. Aber wir wissen es ja nicht.

Sagen wir mal, er bejaht dies. Wie viel Vermögen sollte man besitzen, um eine übliche BU Rente vom 20 bis zum 67 Lebensjahr inkl. Inflationsausgleich übernehmen zu können? Bedenke: für diese nicht mehr arbeitende Person sind auch Rentenansprüche zu bilden. Immerhin soll diese nach dem 67 ja nicht in der Altersarmut landen. 
 

Es stellen sich daher die Fragen:

 

- will man Kinder in so einer Situation raus paucken?

- wie viel Geld brauchen diese Kinder zum Leben über die Jahrzehnte zzgl. Inflationsanpassungen?

- wie viel muss mtl weg gelegt werden, damit das Kind eine Altersvorsorge zur Verfügung hat?

 

Klar ist: hilft man nicht und hat keine BU, erhält man entweder eine EM Rente der GRV und/oder landet auf Grundsicherung. Diese beträgt im Schnitt mit wohnen, heizen und Geld im bundesschnitt grob 1250€ mtl. Viele junge Menschen werden diesen Wert mit einer halben oder ganzen EM Rente nicht erreichen und daher wahrscheinlich aufstockend Grundsicherung beziehen. Diese 1250€ mtl kann man jetzt als Eltern ausgleichen 1zu1. Das spart dem Staat dann Geld, das Kind hat aber nicht mehr davon. Man müsste als Eltern also mehr liefern als das. Vielleicht 1500-2000€, damit es einen nennenswerten Unterschied zur Grundsicherung macht und eben ein Sparplan zur Altersvorsorge aufgenommen werden kann. Was übrigens nicht geht ist, als Kind Bürgergeld zu beziehen (diese ca all in 1250€) und als Eltern dem Kind noch 500€ aufs Giro überweisen. In aller Regel wird das beim Kind berechtigterweise beim Bürgergeld angerechnet und abgezogen.

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MatthiasHelberg
vor 30 Minuten von Bolanger:

ob der TE im Falle einer BU finanzielle Unterstützung geben würde.

In Anbetracht der Tatsache, dass zunehmend jüngere Menschen mit unter 30 Jahren berufsunfähig werden, die meisten Betroffenen berufsunfähig bleiben und es oft also nicht um ein paar Jahre Unterstützungsbedürftigkeit geht:

Was sagt die Finanzplanung, wieviel Vermögen muss vorhanden sein und erhalten bleiben, wie hoch dürfen die Entnahmen sein, damit man
a) als Rentner aus dem Beruf ausgestiegen sein kann,
b) sein Vermögen nicht zu sehr verbraucht, und
c) dann noch in der Lage ist, sein berufsunfähiges Kind evtl. über Jahrzehnte finanziell zu unterstützen?

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stagflation
vor 2 Minuten von MatthiasHelberg:

In Anbetracht der Tatsache, dass zunehmend jüngere Menschen mit unter 30 Jahren berufsunfähig werden, die meisten Betroffenen berufsunfähig bleiben und es oft also nicht um ein paar Jahre Unterstützungsbedürftigkeit geht:

 

Quellen?

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satgar
vor 1 Minute von stagflation:

 

Quellen?

Er bezieht sich sicherlich auf seine Erfahrungen als Makler und der Begleitung von derlei Fällen. Ist natürlich anekdotische Evidenz. Wie immer, wenn es keine offiziellen Zahlen und Statistiken dazu gibt. 
 

Gibt es dazu gute Zahlen von der GRV wegen der EM Rente? Derlei Zahlen müssten, im Vergleich zu Versicherer Daten, eventuell öffentlich einsehbar sein.

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