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RL2018

Drei Rieser-Verträge (ca. 15.000€) kündigen und Betrag sinnvoll investieren

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RL2018
· bearbeitet von RL2018

Guten Abend zusammen, 

 

insgesamt wurden "einem Freund" zwei Riester-Verträge aufgeschwatzt (einer mit BU-Zusatz) in jungen Jahren. Einen weiteren hat er durch Erbe erhalten als begünstigter. Nun wurde zwischenzeitlich eine reine BU abgeschlossen um das Risiko abzusichern.

 

Meine Frage ist relativ einfach: Kündigen und das Geld in irgend einen sinnvollen ETF stecken? Das wäre "meinem Freund" am liebsten. Gibt es Faktoren, außer den Steuerermäßigungen und Zulagen welche zurückgezahlt werden müssen, die bedacht werden sollten?

 

Wohneigentum wurde vor 3 Jahren gekauft, leider hat er verpasst den Vertrag zu kündigen damals. Sonst wäre es wahrscheinlich ohne Rückzahlung der Steuern und Zulagen gegangen... 

 

Die allgemeine Situation ist so, dass niemand auf die Todesfallsummen angewiesen ist. Ich sehe eigentlich nichts was einen daran festhalten lassen sollte? Was denkt ihr?

 

Die Riester sind wie folgt ausgestattet:

 

Riester 1 inkl BU Zusatz:

DWS Funds Invest WachstumsStrategie

Todesfallkapital: 4700€

bei Beitragsfreistellung (eine weitere Beitragszahlung ist keine Option):

- mtl. Mindestrente ab 2055(mit 67 Jahren): 28€ (garantiert) bzw 36€

- garantierte BU: 200€

 

Zulagen oder Steuerermäßigungen: DRV hat keine bescheiningt

 

Rückkaufwert: 7400€

 

Riester 2:

DWS Vermögensbildungsfonds I LD

Gezahlte Beiträge: unbekannt

Todesfallkapital: 4900€

Beitragsfreistellung seit einigen Jahren

- mtl. Mindestrente ab 2055(mit 67 Jahren): 0€ (garantiert) bzw 20€

 

Rückkaufwert: 5400€

 

Riester 3:

DWS Funds Invest WachstumsStrategie

Gezahlte Beiträge: unbekannt

Todesfallkapital: 3900€

Beitragsfreistellung seit einigen Jahren

- mtl. Mindestrente ab 2055(mit 67 Jahren): 16€ (garantiert) bzw 20€

 

Zulagen oder Steuerermäßigungen: DRV hat 720€ Zulagen und 880€ Steuerermäßigungen bescheinigt.

 

Rückkaufwert: 3900€

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satgar

Das riecht alles sehr nach Aachen Münchener bzw. Generali über die DVAG, hab ich da recht?

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RL2018
· bearbeitet von RL2018

Ganz genau.

 

also ich unterstelle mal das die gesamte 5-Köpfige Familie "meines Freundes" damals mit je 2 Verträgen ausgestattet wurde. Macht rund 15k oder mehr Provision. Das ist auch der einzige Grund für diese Schrottprodukte die meiner Meinung nach auch völlig falsch dimensioniert sind.

 

Ich habe damals empfohlen alles beitragsfrei zu stellen. Nur die BU lief weiter weil die persönliche Situation bis vor kurzem den Abschluss einer reinen BU nicht ermöglicht hat zu vernünftigem Tarif.

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satgar
· bearbeitet von satgar

Ohne alles im Detail aus der Ferne gesehen zu haben, aber: die Beträge in den Verträgen sind alle klein. Ich würde förderschädlich kurzen Prozess machen und alles kündigen.

 

Für den Vertrag mit der höchsten Förderung kann man überlegen, diesen bis nächstes Jahr zu behalten und in Riester 2.0, das Altersvorsorge Depot, umzuschichten.

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RL2018

So war auch mein Gedanke.

 

Das ist ein guter Hinweis mit Riester 2.0. Ich hatte das bisher wirklich noch nie gehört, wäre tatsächlich eine Möglichkeit den geringen Verlust, der auf den Vertrag bezogen aber 50% beträgt fast, nicht tu erleiden. 

 

Hier erste grobe Infos für alle die es interessiert: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/reform-private-altersvorsorge-2400072

 

Gibt es Ansonsten eine Möglichkeit den Vertrag mit Zulagen zur Tilgung des Immobilienkredit zu verwenden ohne die Zulagen zu verlieren? Lohnt bei dem Betrag sicher nicht falls dazu ein Vertragswechsel notwendig ist?

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Bolanger
vor 36 Minuten von satgar:

Für den Vertrag mit der höchsten Förderung kann man überlegen, diesen bis nächstes Jahr zu behalten und in Riester 2.0, das Altersvorsorge Depot, umzuschichten.

Man kann auch überlegen, die verträge weiterlaufen zu lassen und später als Kleinstbetragsabfindung auszahlen zu lassen. Gibt dazu gerade einen Parallelthema. Ist eben alles eine Frage der Konditionen und Förderung.

 

Persänlich würde ich in diesem jahr gar nichts kündigen. Auf die paar Monate bis zum Start von Riester 2.0 kommt es auch nicht mehr an. Im nächsten jahr würde ich schauen, welche Optionen es für einen Übertrag in ein neues System gibt und das mit einer Auszahlung und Weiterführung vergleichen.

 

Ich würde auch gerne jemanden kennen der "mein Freund" ist.  

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 8 Minuten von Bolanger:

Man kann auch überlegen, die verträge weiterlaufen zu lassen und später als Kleinstbetragsabfindung auszahlen zu lassen. Gibt dazu gerade einen Parallelthema. Ist eben alles eine Frage der Konditionen und Förderung.

Da würde ich immer auch schauen, wie alt  jemand ist. Wenn jemand noch 35 Jahre bis zur Rente hat: will man wirklich solche Verträge so lange mitschlören? Die Inflation nagt auch am Betrag. Selbst wenn man dann als Kleinbeitragsabfindung die Garantiesumme aus Beiträgen und Zulagen ausgezahlt bekommt, was bringt das? In vielen Fällen halte ich das für keine gute Lösung.

vor 17 Minuten von RL2018:

Gibt es Ansonsten eine Möglichkeit den Vertrag mit Zulagen zur Tilgung des Immobilienkredit zu verwenden ohne die Zulagen zu verlieren? Lohnt bei dem Betrag sicher nicht falls dazu ein Vertragswechsel notwendig ist?

Lohnt Bei den Beträgen einfach nicht. Weil man sich dann auch den harten Regeln von Wohnriester unterwirft. Das würde ich tunlichst lassen.

vor 17 Minuten von RL2018:

Das wird im Forum schon im Thread über die Lindnerrente besprochen. Weil die Idee von ihm stammt.

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RL2018

Danke euch. 

 

Mitlaufen lassen ist keine Option denke ich. Wenn es keine sinnvolle Verwendung geben kann wird gekündigt.

 

Es sind noch 30 Jahre zur Rente... Das sind 90 Briefe für 15.000 Euro die in einem teuren Produkt stecken das nicht wirklich perfomt. Da wäre dem Freund wohler wenn die 15k einfach in einem All world liegen.

 

Danke für den Hinweis zum anderen thread. Wenn da nix sinnvolles bei rum kommt 2027 kommt es einfach weg.

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chirlu
vor 7 Stunden von satgar:

Weil die Idee von ihm stammt.

 

Die Idee kommt natürlich nicht von ihm, sondern die jetzige Reform ist das Ergebnis einer der vielen Kommissionen. Die hat das natürlich auch nicht im luftleeren Raum erfunden, sondern frühere Ideen aufgegriffen, und es sind schon weitere Änderungen eingeflossen.

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Ich würde die Verträge auch beenden. Der Schaden ist schon entstanden ... das Geld sollte besser arbeiten. ABER ich würde erstmal abwarten ob dieses Jahr günstigere Angebote kommen, in die man die alten Riester Verträge förderungsunschädlich übertragen kann. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, in günstige ETF Varianten zu wechseln.

 

 

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satgar
vor 1 Stunde von Malvolio:

Ich würde die Verträge auch beenden. Der Schaden ist schon entstanden ... das Geld sollte besser arbeiten. ABER ich würde erstmal abwarten ob dieses Jahr günstigere Angebote kommen, in die man die alten Riester Verträge förderungsunschädlich übertragen kann. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, in günstige ETF Varianten zu wechseln.

 

 

Wieso dieses Jahr noch in Riester 1.0 mit beitragsgarantie wechseln? Kein Anbieter wird für das auslaufmodell auch was Neues auf den Markt bringen. Es lohnt sich nur, auf Riester 2.0 zu warten.

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio
vor 2 Stunden von satgar:

Wieso dieses Jahr noch in Riester 1.0 mit beitragsgarantie wechseln? Kein Anbieter wird für das auslaufmodell auch was Neues auf den Markt bringen. Es lohnt sich nur, auf Riester 2.0 zu warten.

Ich schreibe doch, dass er auf neue Angebote warten soll, in die er die alten Riester Verträge ggf. übertragen kann? Ich dachte das wäre klar geworden. Ich hoffe mal, dass bis Ende des Jahres gute Angebote für das neue System entwickelt werden, in die man dann förderungsunschädlich wechseln kann. Vielleicht wird es auch 2027 .... aber wie gesagt, erstmal abwarten bevor man die alten Verträge (förderungsschädlich) kündigt. Einen alten Vertrag würde ich auch nicht mehr abschließen. Aber wir müssen leider erstmal abwarten. Erstmal muss das neue Gesetz verabschiedet werden und dann müssen die Anbieter neue Angebote entwickeln. Vorher ist alles nur graue Theorie.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 18 Minuten von Malvolio:

Ich schreibe doch, dass er auf neue Angebote warten soll, in die er die alten Riester Verträge ggf. übertragen kann? Ich dachte das wäre klar geworden. Ich hoffe mal, dass bis Ende des Jahres gute Angebote für das neue System entwickelt werden, in die man dann förderungsunschädlich wechseln kann. Vielleicht wird es auch 2027 .... aber wie gesagt, erstmal abwarten bevor man die alten Verträge (förderungsschädlich) kündigt. Einen alten Vertrag würde ich auch nicht mehr abschließen. Aber wir müssen leider erstmal abwarten. Erstmal muss das neue Gesetz verabschiedet werden und dann müssen die Anbieter neue Angebote entwickeln. Vorher ist alles nur graue Theorie.

Es klang so, als solle man das dieses Jahr anpeilen. Daher meine replik, dass das vor 2027 ja nix wird. Einen alten Vertrag zu behalten, der eh keine Förderung erhalten hatte, ist ja Wurscht. Den kann man immer sofort kündigen.

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio
vor 47 Minuten von satgar:

Es klang so, als solle man das dieses Jahr anpeilen. Daher meine replik, dass das vor 2027 ja nix wird. Einen alten Vertrag zu behalten, der eh keine Förderung erhalten hatte, ist ja Wurscht. Den kann man immer sofort kündigen.

Gut, dass wir es nochmal klargestellt haben. Klar, einen alten Vertrag ohne Förderung kann man auch direkt kündigen. Wobei ich nicht weiß, warum man überhaupt einen Riestervertrag abschließt ohne Förderung zu beantragen oder Steuerabzüge geltend zu machen?

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RL2018
vor 59 Minuten von Malvolio:

Gut, dass wir es nochmal klargestellt haben. Klar, einen alten Vertrag ohne Förderung kann man auch direkt kündigen. Wobei ich nicht weiß, warum man überhaupt einen Riestervertrag abschließt ohne Förderung zu beantragen oder Steuerabzüge geltend zu machen?

Absolute Fehlberatung des Verkäufers. Wie geschrieben ging es nur um Provisionen...

 

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TWP17
Am 31.1.2026 um 09:06 von satgar:

...Lohnt Bei den Beträgen einfach nicht. Weil man sich dann auch den harten Regeln von Wohnriester unterwirft. Das würde ich tunlichst lassen.....

Was meinst du genau mit harten Regeln. 10 Jahre nicht Verkauf, selber drin wohnen, nur in EU, etc. oder ist da noch was anderes ? 

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satgar
Gerade eben von TWP17:

Was meinst du genau mit harten Regeln. 10 Jahre nicht Verkauf, selber drin wohnen, nur in EU, etc. oder ist da noch was anderes ? 

Wöhnforderkonto, 2% Verzinsung dort, Besteuerung am Ende ohne realen Kapitalzufluss, und und und

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