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cp03525

7 Blue Chips Steuer-Alpha

Empfohlene Beiträge

cp03525
· bearbeitet von cp03525

Ich würde mich über eure Profilbewertung / Meinungen / Anregungen freuen:
 

Einzelwerte        /     Branche

Nestle                       Nahrung / Grundbedarf

Chevron                    Energie / Rohstoff & Inflation
Siemens                    Produktivität / Infrastruktur
Visa                           Zahlungsinfrastruktur

Johnson & Johnson  Pharma, Medizintechnik

Roche                        Gesundheit, Diagnostik

Berkshire Hathaway  Meta-Diversifikation & Kapitalalokation
 

- Jede wichtige Branche wird also durch ein Unternehmen abgebildet. Nur Gesundheit / Pharma durch zwei denn dieser Teil ist demographisch getrieben, politisch geschützt und weniger zyklisch.

- Berksire Hathaway dient als Meta-Baustein um alles zu glätten (aktives Management allokiert Kapital intern steuerfrei in verschiedene Branchen).

- Alle 7 sind gleich gewichtet und werden nicht rebalanced. 

 

Branchen die fehlen und Begründung:
Technologie: Bereits im Welt-ETF stark vorhanden, außerdem unpassend als letzter Vermögensbaustein.
Banken hochreguliert, zyklisch, politisch anfällig, teilweise durch Visa abgedeckt.
Versicherungen: kapitalintensiv, zinsabhängig, ausreichend durch Berkshire Hathaway abgedeckt.

Telekommunikation und Energie-Betreiber bewusst ausgelassen wegen: geringe Renditen, hohe Regulierung, Investitionszwang.

Materialien / Grundstoffe weggelassen weil: sehr zyklisch, keine Preissetzungsmacht, außerdem ist im Gesamtportfolio Gold enthalten. 

 

Was ich mir davon erhoffe:

Diese Blue Chips sind meine Versicherung, sie werden in 25 Jahren als letzter Vermögensbaustein verkauft.

Der Rest meins Aktienportfolios der zum früheren Verzehr gedacht ist, wird durch Welt-ETF abgebildet.

Der Steueraufschub durch den Wegfall der Vorabpauschale und die langfristige Nichtbesteuerung der Kursgewinne sollte über 25 Jahre das Fehlen der Teilfreistellung und die laufende Besteuerung der Dividenden kompensieren und damit ein strukturelles Apha gegenüber Welt-ETF einfahren.

 




 

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hattifnatt

Die Beschränkung auf je ein Unternehmen erscheint mir viel zu riskant.

Außerdem widerspricht es dem klugen und bewährten 1. Anlageprinzip meiner Frau: B-)

Niemals Anlageentscheidungen nur aus steuerlichen Gründen treffen!

vor einer Stunde von cp03525:

Der Steueraufschub durch den Wegfall der Vorabpauschale und die langfristige Nichtbesteuerung der Kursgewinne sollte über 25 Jahre das Fehlen der Teilfreistellung und die laufende Besteuerung der Dividenden kompensieren

Hast du das mal mit Zahlen durchgespielt? In 25 Jahren können sich Steuergesetze auch grundlegend ändern.

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LongtermInvestor
vor 1 Stunde von cp03525:

Was ich mir davon erhoffe:

Diese Blue Chips sind meine Versicherung, sie werden in 25 Jahren als letzter Vermögensbaustein verkauft.

Der Rest meins Aktienportfolios der zum früheren Verzehr gedacht ist, wird durch Welt-ETF abgebildet.

Die Angaben sind viel zu dünn, um überhaut etwas diskutieren zu können. Gesamtdarstellung des Vermögens.

 

vor 1 Stunde von cp03525:

Jede wichtige Branche wird also durch ein Unternehmen abgebildet.

 

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migieger
· bearbeitet von migieger
vor 48 Minuten von hattifnatt:

Hast du das mal mit Zahlen durchgespielt? In 25 Jahren können sich Steuergesetze auch grundlegend ändern.

Schwierig, weil das von den beiden Variablen Kursgewinn/Jahr und dem Basiszins abhängt.
Aber die Werte für angenommene K(urs)G(ewinne) und B(asis)Z(ins) sind easy:grafik.thumb.png.e01a841df31f17bc23ff008f62792289.png

Kursgewinn1,00 %2,00 %3,00 %4,00 %5,00 %6,00 %7,00 %8,00 %9,00 %10,00 %

Basiszins0,54 %1,08 %1,61 %2,15 %2,69 %3,23 %3,77 %4,31 %4,84 %5,38 %

Die Tabelle sagt, bei einen Kursgewinn von z.B. 6% und einem Basiszins ab 3,23% ist die Steuer auf die Vorabpauschale eines Aktien-ETFs (0,7*BZ*0,7) höher als die KESt. auf den Kursgewinn (KG*26,375%).
(Und warum das so blöd hochgeladen wird, ist mir schleierhaft).

 

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cp03525

Danke für die berechtigte Kritik. Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht, sehe das im Moment aber so:

Ich habe mir diese Blue Chips nach Marktstellung und Überlebenswahrscheinlichkeit ausgesucht, der Steuerlicher Effekt ist Sekundär. 

Außerdem gibt es Besitzstandswahrung, das sich rückwirkend etwas ändert für jemanden der schon Aktine hält ist weniger wahrscheinlich.

Weiter ist Unternehmensbeteiligung rechtlich besonders geschützt, nach meinem Verständnis ist es für den Gesetzgeber leichter die Vorabpauschale zu erhöhen als sie auf Einzelwerte anzuwenden.


Ein Unternehmen pro Branche ist wenig aber es sind nicht alle Branchen sondern nur die Breiten Systemrelevanten.
7 Unternehm wäre zu konzentriert für ein Aktienportfolio das nur aus Einzelwerten besteht. Bei mir macht es aber nur 30% meiner Aktien aus, eben diejenigen, die ich am längsten halten will. Die anderen 70% sind in Welt-Aktien-ETF.

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cp03525
· bearbeitet von cp03525
vor 2 Stunden von LongtermInvestor:

Die Angaben sind viel zu dünn, um überhaut etwas diskutieren zu können. Gesamtdarstellung des Vermögens.

...

 

Gesamtportfolio:

5% Cash
10% EUWAX II Gold
30% Vanguard LifeStrategy 80 (quasi 80% FTSE All-World, 20% Global Aggregate Bond)
30% ACWI IMI
25% o.g. Einzelwerte.

Oder feiner Aufgeschlüsselt:
5% Cash
6% Bonds, Welt, Euro Währungsgesichert, alle Laufzeiten
10% Gold
54% Aktien Welt nach Marktkapitalisierung
3,5% Nestle
3,5% Chevron

3,5% Siemens

3,5% Visa

3,5% Johnson & Johnson

3,5% Roche

3,5% Berkshire Hathaway


Rebalancing erfolgt nur zwischen Aktien-ETF, Gold und Cash (Streng genommen Geldmarkt-ETF). Einzelwerte würden weiter laufen (sie sind der Teil des Portfolios den ich noch nicht gekauft habe). Gold und Cash im Geldmarkt-ETF werden nur zum Nachkaufen von ACWI IMI verwendet, sollte er in einem Crash stark einbechen. Dann wird in zwei Tranchen je hälftig bei -30% und -40% gekauft. 

 

 

Im Kern erhoffe ich mir zwei Vorteile:

 

1. Strukturdiversifikation statt Renditeversprechen

Ein marktkapitalisierter Welt-ETF bildet den globalen Aktienmarkt statistisch optimal ab und ist als Benchmark unangreifbar.
Die Ergänzung durch sieben ausgewählte Blue Chips – sechs davon aus fünf unterschiedlichen Branchen sowie ein flexibel und aktiv gesteuerter Titel – stellt keine Alpha-Wette dar. Diese Auswahl bildet den Markt nur sehr grob nach, weicht aber strukturell deutlich stärker vom Welt-ETF ab.

Die langfristige Rendite dieser Einzeltitel kann über oder unter der des Marktes liegen; am wahrscheinlichsten ist eine ähnliche Entwicklung. Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht „besser“, sondern „anders“: Durch diese Abweichung reduziere ich die Abhängigkeit davon, dass der Welt-ETF in einzelnen Phasen stark von bestimmten Regionen, Branchen oder Bewertungsübertreibungen geprägt ist.

Indem ich den Aktienanteil meines Portfolios zu etwa zwei Dritteln bis drei Vierteln über den Welt-ETF und den Rest über eine grobe, bewusste Nachbildung des Marktes mit Blue Chips strukturiere, kombiniere ich unterschiedliche Risikoarten. Ziel ist nicht eine höhere erwartete Rendite, sondern eine breitere Streuung struktureller Risiken.

 

2. Steueraufschub als struktureller Nebeneffekt, nicht als Primärargument

Unter der Annahme der aktuellen Steuergesetzgebung und der Überlegung, dass steuerliche Verschärfungen tendenziell sowohl Einzeltitel als auch ETFs betreffen würden – mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bei ETFs, da bestehende Instrumente wie die Vorabpauschale leichter angepasst oder erhöht werden können – erwarte ich über einen sehr langen Anlagehorizont von etwa 25 Jahren einen gewissen Steueraufschub-Effekt bei Einzeltiteln.

Dieser Effekt ist kein zentrales Entscheidungskriterium, sondern ein sekundärer struktureller Vorteil: Durch das Ausbleiben laufender Besteuerung nicht realisierter Kursgewinne kann sich über lange Zeiträume ein ähnlicher Zinseszinseffekt ergeben, wie er früher bei thesaurierenden Fonds ohne Vorabpauschale möglich war. Selbst wenn sich die steuerlichen Rahmenbedingungen ändern, ist diese Annahme nicht auf einen Sondervorteil angewiesen, sondern auf die Gleichbehandlung produktiven Kapitals.

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 48 Minuten von cp03525:

Ich habe mir diese Blue Chips nach Marktstellung und Überlebenswahrscheinlichkeit ausgesucht, der Steuerlicher Effekt ist Sekundär. 

Außerdem gibt es Besitzstandswahrung, das sich rückwirkend etwas ändert für jemanden der schon Aktine hält ist weniger wahrscheinlich.

Weiter ist Unternehmensbeteiligung rechtlich besonders geschützt, nach meinem Verständnis ist es für den Gesetzgeber leichter die Vorabpauschale zu erhöhen als sie auf Einzelwerte anzuwenden.

Es könnte aber auch sein, dass deine sorgfältig ausgewählten Aktien den Markt underperformen in den nächsten 25 Jahren (was ziemlich wahrscheinlich ist). Und dann wärst du selbst mit einem ETF inkl. erhöhter Vorabpauschale besser gefahren.

Meiner Meinung macht Deine Idee nur Sinn, wenn du nicht Stockpicking betreibst, sondern den Index so gut wie möglich mit Einzelaktien replizierst. Wie das geht ist hier beschrieben: https://www.bogleheads.org/wiki/Passively_managing_individual_stocks


Bzw. siehe auch meinen Beitrag hier: https://www.wertpapier-forum.de/topic/68299-ziel-finanzielle-freiheit-mit-45-–-wie-sinnvoll-dividenden-strukturieren/?do=findComment&comment=1788748

 

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Caveman8
· bearbeitet von Caveman8
vor 2 Stunden von migieger:

Die Tabelle sagt, bei einen Kursgewinn von z.B. 6% und einem Basiszins ab 3,23% ist die Steuer auf die Vorabpauschale eines Aktien-ETFs (0,7*BZ*0,7) höher als die KESt. auf den Kursgewinn (KG*26,375%).
(Und warum das so blöd hochgeladen wird, ist mir schleierhaft).

Da liegt doch bereits der Fehler:

 

Die Basis für die Vorabpauschale ist nicht der Abzug selbst. Nur auf diese Basis fällt Kapitalertragsteuer an. Also 0,7xBZx0,26375.
 

Ein Steuer „Alpha“ ist aus meiner Sicht kaum bis nicht möglich. 
 

Dazu müssten ja die Dividenden der Unternehmen regelmäßig maximal 70% des Basiszins betragen. Selbst dann sind die Einzelaktien in schwachen Jahren (ohne Vorabpauschale) im Nachteil.  Da ist noch nicht mal der Nachteil aus ggf. vorhandener Quellensteuer berücksichtigt.
 

https://www.consorsbank.de/web/Wissen/FAQ/steuer/Berechnung-Vorabpauschale

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W.Heisenberg
vor 2 Stunden von cp03525:

Im Kern erhoffe ich mir zwei Vorteile

- Risikominimierung durch Schließung, Zusammenlegung oder sonstiges der ETFs und somit Zahlung der Steuern auf ganze Gewinne

- Vermeidung der ETF Kosten und Besteuerung der Quellensteuer auf Fondsebene (welche bei manchen Ländern in Gegensatz zu Einzelaktien nicht rückholbar ist - wie bei dir mit Nestle)

- Bessere Steueroptimierung und somit bessere Steuerstundung (Verlierer zuest verkaufen, evtl zurück kaufen und Verlustrechnungstopf auffüllen) 

 

Ich würde aber min. 20-30 Werte aufnehmen.

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cp03525
· bearbeitet von cp03525
vor 2 Stunden von finisher:

...

Meiner Meinung macht Deine Idee nur Sinn, wenn du nicht Stockpicking betreibst, sondern den Index so gut wie möglich mit Einzelaktien replizierst. Wie das geht ist hier beschrieben: https://www.bogleheads.org/wiki/Passively_managing_individual_stocks

...

 

Vorab, ich bin mir nicht sicher, dass ich richtig liege. Deshalb möchte ich ja meine Idee Einzeltitel dem Welt-ETF hinzuzüfügen hier kritisieren lassen.

Zu deinem Argument:
Der Artikel nennt die Grundannahme von bogleheads die ich ja auch teile: Da Stock Picking für Privatanleger nicht funktioniert und eine Wette ist die über oder unter dem Markt liegen kann. Die Schlussfolgerung: Man kauft besser gleich den ganzen Markt (wie ich mit meinem Welt-ETF mache) oder wenn man schon Einzeltitel halten will, dann soll man so viele und so verteilt wählen, dass man möglichst nah den Markt nachbildet. Bei dem letzen Teil weiche ich aber ab, weil ich eine andere Absicht habe:

Ich streite nicht ab, dass meine Einzelwerte stark vom Markt abweichen. Aber ich halte es für Plausible, dass die Wahrscheinlichkeit dass sie nach oben oder unten abweichen in etwas gleich groß ist. Somit hätte ich im Durchschnitt einen gleichen Erwartugnswert aber mit einer Abweichung. diese Abweichung ist kein Fehler sondern mein Ziel, weil ich damit Struktuelle Risiken mische. Bei dem Einzeltitel-Satelitten quasi höheres Risiko der einzelnen Unternehmen, beim Welt-ETF höhers Risiko in eine Blase zu laufen. Die Abweichung ist also das gewünschte Ziel. 

 

Vielleicht kann ich das sogar noch besser mit nur 4 statt allen 7 Aktien erreichen, dann würde ich wählen:

Bershire Hathaway
Nestle
Johnson & Johnson
Visa

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor

Dein Ansatz ist eine bewusste Stil- und Risikowette, die eine deutliche Übergewichtung auf den Einzelaktien weiter forciert. Ich hallte das für nicht für sinnvoll.

vor 3 Stunden von cp03525:

Im Kern erhoffe ich mir zwei Vorteile:

 

1. Strukturdiversifikation statt Renditeversprechen

Anstatt die Einzelaktien weiter aufzubauen würde ich eher einen World ex USA zur Stärkung von Europa und Japan und S&P 600 als Gegengewicht zu den Large-Cap-Klumpen USA überlegen.

vor 5 Stunden von cp03525:

Diese Blue Chips sind meine Versicherung, sie werden in 25 Jahren als letzter Vermögensbaustein verkauft.

Die Aussage "sie werden als letztes verkauft" ist eine Wette auf die Beständigkeit von den Unternehmen. Als "Versicherung" würde ich eher Gold, Cash-Anteil und die Staatsanleihen ansehen.

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Euronensammler
· bearbeitet von Euronensammler
vor 6 Stunden von cp03525:

Einzelwerte        /     Branche

Nestle                       Nahrung / Grundbedarf

Chevron                    Energie / Rohstoff & Inflation
Siemens                    Produktivität / Infrastruktur
Visa                           Zahlungsinfrastruktur

Johnson & Johnson  Pharma, Medizintechnik

Roche                        Gesundheit, Diagnostik

Berkshire Hathaway  Meta-Diversifikation & Kapitalalokation

Als langfristige "direkte Sachwertversicherung" 1 x Deutschland, 2 x Schweiz, 4 x USA. Spiegelt das das Vertrauen in den Bestand der jeweiligen Märkte und Rechtssysteme wieder und damit das Vertrauen, auf diese Aktien Zugriff zu behalten, neben der offensichtlichen Annahme, dass diese die nächsten 30+ Jahre überleben?

Ich finde die Idee reizvoll und habe auch schon daran gedacht, würde aber entweder breiter gehen (z.B. + Rio Tino (GB,AUS) und Samsung (Asien)) oder ganz lokal in Europa bleiben (50% D, 50% Europa) - für die letzte Lebensdekade.

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