anleger978 8. Februar Hallo zusammen, ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob meine aktuell genutzte ETF-Kombination aus MSCI World / Emerging Markets / Small Caps (60/30/10): iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (ISIN: IE00B4L5Y983) iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (ISIN: IE00BKM4GZ66) iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF (ISIN: IE00BF4RFH31) heute noch sinnvoll ist – oder ob man sich damit unbewusst ein sehr starkes USA-Klumpenrisiko ins Depot holt. Konkret stört mich der aktuell extrem hohe USA-Anteil im MSCI World. Während meiner Recherche, bin ich auf andere Strategien gestoßen, bei denen das bestehende Portfolio lediglich um einen ex-USA ETF ergänzt wird (z.B. MSCI World + MSCI ex USA). Das empfinde ich für mich allerdings eher als problematisch, da ich darin ein erhöhtes Klumpenrisiko sehe (die MSCI World Positionen hat man eigentlich doppelt). Meine Überlegung den ersten Punkt in meiner aktuellen Konstellation durch folgende Kombination zu ersetzen (Gewichtung des modifizierten Portfolios z.B. 55/10/30/5): Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1C (ISIN: IE0006WW1TQ4) iShares MSCI USA UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B52SFT06) Meine Fragen an euch: Ist der hohe USA-Anteil im MSCI World wirklich ein Problem – oder nur ein gefühltes? Macht es eurer Meinung nach Sinn, USA und ex USA bewusst zu trennen, oder ist das am Ende nichts anderes als aktives Market Timing? Reicht es aus, sich auf das automatische Rebalancing des MSCI World zu verlassen, da der Index langfristig Gewinner und Verlierer selbstständig austauscht? Mein Depot liegt aktuell im unteren fünfstelligen Bereich, ein Umbau wäre also noch relativ unkompliziert. Ich frage mich allerdings, ob ein Eingriff wirklich einen Mehrwert bringt – oder ob man damit eher seine eigenen Überzeugungen überschätzt. Bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill 8. Februar vor 13 Minuten von anleger978: Ist der hohe USA-Anteil im MSCI World wirklich ein Problem – Nein. vor 13 Minuten von anleger978: oder nur ein gefühltes? Nur gefühlt. Ja richtig. vor 14 Minuten von anleger978: Macht es eurer Meinung nach Sinn, USA und ex USA bewusst zu trennen, oder ist das am Ende nichts anderes als aktives Market Timing? Macht kein Sinn und ist Market Timing. vor 15 Minuten von anleger978: Reicht es aus, sich auf das automatische Rebalancing des MSCI World zu verlassen, da der Index langfristig Gewinner und Verlierer selbstständig austauscht? Ja, reicht aus. Las das rumgefumell. Nicht bei jeder Wetter Änderung am Depot umher optimieren. Grüße No.Skill Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
BWL0815 8. Februar Sowas muss man selbst entscheiden, der Eurostoxx 600 wäre vll. auch eine geeignete Ergänzung zum MSCI World. Dein Emerging Market ETF birgt auch nicht unerhebliche geopolitische Risiken. Über 50% China, Taiwan und Südkorea. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 8. Februar · bearbeitet 8. Februar von Joker_19 vor 1 Stunde von anleger978: Meine Fragen an euch: Ist der hohe USA-Anteil im MSCI World wirklich ein Problem – oder nur ein gefühltes? Das wird man dir zuverlässig erst im Rückblick sagen können. Wissen tut das derzeit niemand. vor 1 Stunde von anleger978: Macht es eurer Meinung nach Sinn, USA und ex USA bewusst zu trennen, oder ist das am Ende nichts anderes als aktives Market Timing? Das Trennen an sich ist erstmal gar nichts. Das damit dann angestrebte Untergewichten der USA ist kein Market Timing, das wäre ein aktives Management deines Portfolios, also das Abweichen der Gewichtung nach Marktkapitalisierung. vor 1 Stunde von anleger978: Reicht es aus, sich auf das automatische Rebalancing des MSCI World zu verlassen, da der Index langfristig Gewinner und Verlierer selbstständig austauscht? Wie gesagt kann dir das keiner sagen. Ich persönlich mag das hohe USA-Gewicht auch nicht. Da ich aber mit einem MSCI World (plus Emerging Markets) angefangen habe, bespare ich den weiter und mische einen Europa-ETF bei (STOXX Europe 600). Damit erzielst du das selbe Ergebnis wie deiner MSCI ex USA-Idee. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leoluchs 8. Februar Lesetipp (mit Lösungsvorschlägen): https://hartmutwalz.de/msci-world-ex-usa/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar vor 2 Minuten von Joker_19: Da ich aber mit einem MSCI World (plus Emerging Markets) angefangen habe, bespare ich den weiter und mische eine Europa-ETF bei (STOXX Europe 600). Damit erzielst du das selbe Ergebnis wie deiner MSCI ex USA-Idee. Du besparst also eine Kombi aus MSCI World, EM und dem Europe 600? Darf ich fragen in welcher Gewichtung? Hast du auch Small Caps dabei? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 8. Februar Gerade eben von anleger978: Du besparst also eine Kombi aus MSCI World, EM und dem Europe 600? Darf ich fragen in welcher Gewichtung? Hast du auch Small Caps dabei? Der ETF-Anteil meines Portfolios hat folgende Ziel-Allokation: 50 % MSCI World, 15 % EM, 10 % STOXX Europe 600, 10 % MSCI World Small Caps, 10 % FTSE All World High Dividend und dann noch 5 % FTSE Japan. Die letzten beiden sind Spielereien, von denen ich mich nicht trennen will. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar vor 3 Minuten von leoluchs: Lesetipp (mit Lösungsvorschlägen): https://hartmutwalz.de/msci-world-ex-usa/ Danke, den Artikel habe ich auch gefunden und dort Idee entdeckt, einen Ex-USA ETF mit dem aktuellen Portfolio zu kombinieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 8. Februar Hast du mal ausgerechnet, wie hoch dein USA Anteil in Prozent deiner allokation wirklich ist? Und was wäre für dich eine „zu hohe konzentration“? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 8. Februar vor einer Stunde von anleger978: heute noch sinnvoll ist – oder ob man sich damit unbewusst ein sehr starkes USA-Klumpenrisiko ins Depot holt. Konkret stört mich der aktuell extrem hohe USA-Anteil im MSCI World. Wirf mal die Suchfunktion im Forum an. Deine Frage ist der vermutlich 357. Faden, der diese "Ängste" angeht...und das seit ca. zehn Jahren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Karolus 8. Februar @anleger978: Deine Frage ist absolut berechtigt auch wenn das hier schon x-mal diskutiert wurde. Wir sind Zeitzeugen einer rasanten politischen Veränderung unserer Gegenwart. Manche wollen das nicht wahrhaben und halten an ihren alten Gedankengängen fest. Ob man deshalb sein Depot umstrukturieren muss ist eine andere Frage. Da hat jeder eine ander Meinung. Flossbach von Storch hält jedenfalls nichts von dem üblichen hohen US-Anteil im Depot. Auch ich habe meinen US-Anteil etwas reduziert und Europa und Japan entsprechend höher gewichtet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill 8. Februar · bearbeitet 8. Februar von No.Skill @anleger978 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar vor 29 Minuten von satgar: Hast du mal ausgerechnet, wie hoch dein USA Anteil in Prozent deiner allokation wirklich ist? Ja, habe ich. Es ginge mir darum eine bessere Kontrolle zu haben, falls die USA-Blase platzt. vor 29 Minuten von satgar: Und was wäre für dich eine „zu hohe konzentration“? Da ich mir nicht sicher bin, habe ich hier im Forum gefragt. vor 21 Minuten von Puppi: Wirf mal die Suchfunktion im Forum an. Deine Frage ist der vermutlich 357. Faden, der diese "Ängste" angeht...und das seit ca. zehn Jahren. Ich habe wahrscheinlich falsch gesucht. Die Suche nach "ex USA" ergab keine Treffer. Was vor 10 Jahren galt, könnte heute anders aussehen, oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 8. Februar vor einer Stunde von anleger978: Ist der hohe USA-Anteil im MSCI World wirklich ein Problem – oder nur ein gefühltes? Der hohe USA-Anteil im MSCI World stellt kein strukturelles Problem dar, impliziert jedoch ein reales Konzentrations- und Bewertungsrisiko, das von vielen Anlegern unterschätzt wird. Dieses Risiko ist insbesondere vor dem Hintergrund des aktuell ausgeprägten Bewertungsspreads zwischen US-Aktien und internationalen Märkten ex-USA relevant. In der Vermögensanlage gilt grundsätzlich, dass Portfolios so konstruiert sein sollten, dass auch unter unerwarteten oder adversen Marktverläufen die Erreichbarkeit der individuellen Anlageziele und finanziellen Notwendigkeiten nicht gefährdet wird. Mit wachsendem Vermögen rückt daher nicht die Maximierung der erwarteten Rendite, sondern die Robustheit der Portfoliostruktur gegenüber Downside-Szenarien in den Vordergrund. Analytisch lässt sich festhalten, dass die aktuelle Bewertungslage darauf hindeutet, dass Aktienmärkte außerhalb der USA derzeit relativ attraktiver bewertet sind, wenngleich der Zeitpunkt und das Ausmaß dieser Anpassung nicht prognostizierbar sind. Vor diesem Hintergrund ist im institutionellen Umfeld zunehmend eine moderate taktische Untergewichtung von US-Aktien zu beobachten, als leichte Tilts und nicht als zyklische Wette. Ein Zielgewicht von etwa 50 % USA-Exposure kann dabei als Ausdruck einer bewussten Risikodiversifikation und Downside-Absicherung interpretiert werden, bei gleichzeitigem Verständnis, dass internationale Märkte ex-USA auch über längere Zeiträume weiterhin unterperformen können. Entscheidend ist, dass diese Allokationsentscheidung nicht primär auf die Jagd nach höherer Rendite abzielt. Sobald ein Portfolio eine kritische Größenordnung erreicht hat, ist der Unterschied zwischen beispielsweise 5 % und 7 % realer Rendite ökonomisch nachrangig gegenüber der Sicherstellung, dass die Portfoliostruktur auch unter ungünstigen Marktbedingungen die langfristigen Ziele nicht gefährdet. Für Anleger in der Vermögensaufbauphase hingegen erscheint m.E. eine Abweichung von einer globalen marktkapitalisierungsgewichteten Allokation (z. B. ACWI) nur begrenzt sinnvoll, da Einfachheit und Disziplin in dieser Phase typischerweise wichtiger sind als bewertungsbasierte taktische Anpassungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar · bearbeitet 8. Februar von anleger978 @No.Skill @LongtermInvestor Danke Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 8. Februar vor 7 Minuten von anleger978: Ja, habe ich. Es ginge mir darum eine bessere Kontrolle zu haben, falls die USA-Blase platzt. Du möchtest also gar nicht passiv mit ETFs investieren sondern aktives Market Timing betreiben? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 8. Februar vor 1 Stunde von anleger978: Mein Depot liegt aktuell im unteren fünfstelligen Bereich, ein Umbau wäre also noch relativ unkompliziert. Da würde ich keine Anpassungen vornehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 8. Februar · bearbeitet 8. Februar von satgar vor 13 Minuten von anleger978: Da ich mir nicht sicher bin, habe ich hier im Forum gefragt. Das kann dir übrigens keiner beantworten, sondern du dir nur selbst. Weil hier fragen würde ja bedeuten, dass es dazu eine wissenschaftliche Meinung geben könnte, wann viel, zu viel ist. Dazu gibt es aber keine. Und nur weil andere 70% zu hoch finden, wieder andere 50% und andere 30% US Anteil, sagt das ja für dich gar nichts aus. Also von daher kannst du nur das Rauschen von Meinungen fremder im Internet studieren. Aber was hilft dir das? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar Vielen Dank euch allen für euere Beiträge. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Walter White 8. Februar Ich kann das mit dem Klumpen in der Suppe auch nicht mehr lesen! "Die heutige Dominanz der USA ist also kein Zufall, sondern das Resultat disruptiver Innovation, aggressiver Krisenpolitik und eines schier unerschütterlichen Kapitalmarktes. Ihr MSCI-World-ETF ist demnach weniger ein Abbild der Welt, als vielmehr eine Wette auf die Fortsetzung dieser amerikanischen Stärke. Das ist weder gut noch schlecht, es ist schlicht die Realität. Die Aufgabe für Sie als mündige Anlegerin und mündigen Anleger ist es nicht, diese Entwicklung zu beklagen oder blind dagegen zu wetten. Ihre Aufgabe ist es, sie zu verstehen. Der MSCI World spiegelt die Welt nicht, wie sie sein sollte, sondern wie sie ist. Ein Spiegel, in den jeder Anleger blicken sollte - mit offenen Augen und kühlem Kopf. Denn nur wer seine Anlagen versteht, kann souveräne Entscheidungen treffen. Ihr Geld, Ihre Verantwortung." Quelle Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 8. Februar vor 32 Minuten von Karolus: Flossbach von Storch hält jedenfalls nichts von dem üblichen hohen US-Anteil im Depot. Wieso halten diese "Experten" dann immer noch 60% USA in ihren Aktienfonds? https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/LU0366178969,IE00B3RBWM25 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar Ohne mich als Experten zu fühlen oder eine unnötige off-topic Diskussion starten zu wollen, sehe ich einen Unterschied zwischen "ausschüttend" (aus deinem Beispiel) und "thesaurierend". Während ich die erste Variante als gut geeignet für eine Dividendenstrategie und aktuellen Cashflow sehe (hier schütten wahrscheinlich größere Firmen mehr aus, hoher USA-Anteil von Vorteil?), halte ich die zweite Kategorie für Langfrist-Anleger möglicherweise für besser geeignet. Nochmals: das ist meine persönliche Meinung und ich kann falsch liegen. vor 48 Minuten von Karolus: @anleger978: Deine Frage ist absolut berechtigt auch wenn das hier schon x-mal diskutiert wurde. Danke für die Unterstützung Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 8. Februar Das Gewichten von Index-Fonds nach Marktkapitalisierung ist zwar ein derzeit dominierender, auch nur einer von mehreren Ansätzen passiven Investierens. Es gibt Indizees, die nach BIP gewichten oder die Gewichtung einzelner Unternehmen begrenzen. Wie die von dir zitierte Passage korrekt aussagt, ist der MSCI World eine Wette darauf, dass sich die amerikanisch Stärke fortsetzt. Gegen eine Wette zu wetten, ist genauso eine Wette, wie die Wette dafür. vor 24 Minuten von Walter White: "Die heutige Dominanz der USA ist also kein Zufall, sondern das Resultat disruptiver Innovation, aggressiver Krisenpolitik und eines schier unerschütterlichen Kapitalmarktes. Ihr MSCI-World-ETF ist demnach weniger ein Abbild der Welt, als vielmehr eine Wette auf die Fortsetzung dieser amerikanischen Stärke. Das ist weder gut noch schlecht, es ist schlicht die Realität. Die Aufgabe für Sie als mündige Anlegerin und mündigen Anleger ist es nicht, diese Entwicklung zu beklagen oder blind dagegen zu wetten. Ihre Aufgabe ist es, sie zu verstehen. Der MSCI World spiegelt die Welt nicht, wie sie sein sollte, sondern wie sie ist. Ein Spiegel, in den jeder Anleger blicken sollte - mit offenen Augen und kühlem Kopf. Denn nur wer seine Anlagen versteht, kann souveräne Entscheidungen treffen. Ihr Geld, Ihre Verantwortung." Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mock 8. Februar vor 3 Minuten von anleger978: Ohne mich als Experten zu fühlen oder eine unnötige off-topic Diskussion starten zu wollen, sehe ich einen Unterschied zwischen "ausschüttend" (aus deinem Beispiel) und "thesaurierend". Während ich die erste Variante als gut geeignet für eine Dividendenstrategie und aktuellen Cashflow sehe (hier schütten wahrscheinlich größere Firmen mehr aus, hoher USA-Anteil von Vorteil?), halte ich die zweite Kategorie für Langfrist-Anleger möglicherweise für besser geeignet. Nochmals: das ist meine persönliche Meinung und ich kann falsch liegen. Danke für die Unterstützung nope, der flossbach in thesaurierend hält doch genauso viel USA: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B3RBWM25,LU0366178969,LU2673417882 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
anleger978 8. Februar · bearbeitet 8. Februar von anleger978 vor 3 Minuten von mock: nope, der flossbach in thesaurierend hält doch genauso viel USA: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B3RBWM25,LU0366178969,LU2673417882 Ach sorry, in dem Beitrag von @Puppi stand nur die ausschüttende Variante. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag