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Manuel77

Portfolio erstellen, bei dem nie ge- und verkauft wird

Empfohlene Beiträge

PikAss
· bearbeitet von PikAss
vor 15 Minuten von Bolanger:

Ui, das Dingen ist super: Für den Patriarch Classic Dividende 4 Plus wird nicht nur Ausschau nach Aktien gehalten, die potenziell steigen, sondern auch nach Titeln, die sich überdurchschnittlich entwickeln werden. (Hervorhebung durch mich). Damit besteht kein zweifel mehr, dass dieser Fonds sich überdurchschnittlich entwickeln wird. Ob ich investeiren sollte und bei bei unterdurchschnittlicher Performance viel Geld wegen falscher versprechen einklagen kann? Ich kann nur gewinnen, denn entweder performt er überdurchschnittlich, oder ich erhalte Geld über den Klageweg. 

Naja, die Zusage ist ja nicht, dass sich die Titel überdurchschnittlich entwickeln werden, sondern die Zusage ist lediglich, dass nach diesen Titeln Ausschau gehalten wird...

 

...das wiederum wird bei einer Klage nichts wert sein. Ich zB halte täglich Ausschau nach jemandem, der mir einen Goldbarren schenken wird: Täglich. Aktiv. Stets sehr bemüht. Bislang ohne Sichtung...

 

Gruß 

PikAss 

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Schwachzocker

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man Leute, die nicht richtig lesen, mit trivialen Nullaussagen fängt.

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geeman

Ich fand @Ramsteins Vorschlag am besten: RoboAdvisor. 

Vergleiche gibt es genug im Netz, z.B. https://www.finanzfluss.de/vergleich/robo-advisor/

Der Anbieter kümmert sich um Rebalancing und Entnahmepläne gibt es bei einigen auch.

 

Ansonsten sage ich nur Permanent-Portfolio zum Selbstbauen:

25% ACWI (IMI) oder All-World (1,8% Ausschüttung)

25% Europäische Staatsanleihen Blend (2,5% Ausschüttung)

25% Gold

25% Cash im GMF (2,0% Ausschüttung)

Bis auf Gold alles in ausschüttenden Varianten, macht in Summe 1,58% Gratisgeld.

 

Oder

ARERO mit Cash/GMF kombinieren 60/40 oder 50/50.

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 47 Minuten von geeman:

Ansonsten sage ich nur Permanent-Portfolio zum Selbstbauen:

25% ACWI (IMI) oder All-World (1,8% Ausschüttung)

25% Europäische Staatsanleihen Blend (2,5% Ausschüttung)

25% Gold

25% Cash im GMF (2,0% Ausschüttung)

Bis auf Gold alles in ausschüttenden Varianten, macht in Summe 1,58% Gratisgeld.

Ähmm - Edler geeman darf ich's wagen, meinen Arm und Geleit Ihm anzutragen?

"Portfolio erstellen, bei dem nie ge- und verkauft wird"

" die Ausschüttungen sollen möglichst hoch sein, ohne dass man unnötige Risiken eingeht"

"Es soll vor allem eine Möglichkeit gefunden werden, die sparsamen Rentner zum Konsum zu "zwingen", oder ihn psychologisch zumindest wahrscheinlicher zu machen."

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geeman

Okay, hatte ich ein bisschen aus den Augen verloren.

Leider gibt es ja keine Lösung, ohne Prognosefreiheit zu verlassen (durch z.B. Dividenden-ETF).

 

Also wenn nie verkauft wird, bleiben ja wirklich nur Portfolio-ETF, wie

Vanguard LifeStrategy 40% Equity UCITS ETF (Dist), IE00BMVB5N38, Ausschüttung 2025: 2,97%

Vanguard LifeStrategy 60% Equity UCITS ETF (Dist), IE00BMVB5Q68, Ausschüttung 2025: 2,53%

Amundi Multi-Asset Portfolio Defensive UCITS ETF Dist, DE000ETF7029, Ausschüttung 2025: 1,48%

Amundi Multi-Asset Portfolio UCITS ETF Dist, DE000ETF7011, Ausschüttung 2025: 1,44%

VanEck Multi-Asset Balanced Allocation ETF, NL0009272772, Ausschüttung 2025: 2,01%

VanEck Multi-Asset Growth Allocation ETF, NL0009272780, Ausschüttung 2025: 1,93%

 

Aber da der TE vermutlich über alle Berge ist, ist's auch egal.

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ScholesUndSühne

Ich bin wirklich kein Freund von Dividendenfonds, würde das Ganze deswegen etwas anders angehen als die meisten hier.

Was möchtest du denn erreichen? Hohe Ausschüttungen und Aktienrisikoprämie verdienen. Aber niemand sagt, dass das unbedingt mit dem gleichen Produkt passieren muss. 

 

1. Nimm eine Depotbank, die Anteile verkauft um die Vorabpauschale zu begleichen 

2a. Wenn die Rentnerin wirklich nichts damit zu tun haben möchte, investiere 2/3 des Vermögens in einen thesaurierenden All World/Country Fonds und lege die Zugangsdaten weit unten in die Schublade 

2b. Sollte die Rentnerin doch ab und zu uns Depot gucken wollen, würde ich wahrscheinlich auch einen Mischfonds wählen, um Panik bei zu großen drawdowns zu vermeiden 

3. Investiere das restliche Geld in einen Auszahlplan bei z.B. der Gefa oder IKB. So kommt regelmäßig Geld auf das Girokonto

4. In zehn Jahren musst du noch einmal aktiv werden:

Hat sich das Geld auf dem Girokonto angesammelt, wie einige hier vermuten? Super, du musst nichts machen und die Erben freuen sich über hohe Aktienrenditen. 

Wurde das zusätzliche Einkommen regelmäßig ausgegeben und die nächste Kreuzfahrt ist schon geplant? 

Verkaufe je nach Einkommensbedarf irgendwas zwischen 30-100% des Depots und lege den Erlös abhängig vom Gesundheitszustand wieder in einen Auszahlplan oder eine Sofortrente an. 

 

So hast du eine Ausschüttungsquote von 3,86%, ein ähnliche Risikoprofil wie viele andere Empfehlungen hier, aber musst im risikoreichen Anteil keine merkwürdige Einschränkung auf ausschließlich Dividendentitel hinnehmen 

 

 

(tatsächliche Ausschüttungshöhe und Risiko des Gesamtportfolios kann man natürlich mittels Verhältnis Auszahlungsplan/Depot und Aktien/Mischfonds/defensiver Mischfonds frei wählen)

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Sucher

Basierend auf den Angaben des TE würde ich folgendes tun (Annahme 500K EUR Kapital):

1. 30% / 140K: Sofortrente (mit Kapitalschutz für Erben) bringen ca. 500€ pro Monat.

2. 20% / 100K: Eine durch die Anzahl der Erben teilbare Zahl Goldmünzen (oder direkt EUWAX-Gold, wenn physisches Gold nicht gewollt ist). 

2. 50% / 250K: Vanguard All-World High Dividend, der zahlt dann bei ca. 2,6% jährlicher Dividende monatlich etwa 500-550€ aus.

 

Vorteile für den Rentner und die Erben:

- Es kommen grob 1.000 EUR im Monat extra herein. 500€ davon sind sicher.

- Der Aktienanteil ist groß genug, um das Vermögen im wahrscheinlichsten Szenario zu mehren. 

- Goldmünzen sind nett anzuschauen.

- Es muss keinerlei Folgeaktion getätigt werden, wenn der Goldpreis oder der ETF fallen/steigen, ist es halt so.

 

Es gibt sehr eingängige und plausible (Schein)argumente, warum das eine gute Idee ist:

- 500€ der Zusatzrente sind garantiert, es sind also "nur 50% der Zusatzrente riskant angelegt".

- Es ist bei einem Aktiencrash sehr gut verargumentierbar, dass genau für solche Zeitpunkte das Gold gekauft wurde und man sich deshalb keine Sorgen machen muss.

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Manuel77

Also ich lese noch mit, danke für die Ideen. Ich will es mal auf einen "meiner" Fälle konkretisieren, weil dieser bald ansteht und am wenigsten Fehlermarge verträgt.

Eine Frau, Anfang 60, erhält ca. 1000 Euro Rente. 200k Gesamtvermögen, alles liquide Finanzen. Die Bank erlaubt einen Entsparplan auf Girokonto, allerdings zu Kosten von 2,5 Prozent pro Auszahlung. Es muss nichts vererbt werden.

120k sind bereits im Vanguard LS80. Der schüttet ca. 2400 im Jahr aus.

Ziel: Möglichst hohe monatliche Rente, Kapitalverzehr ist erlaubt. 

Da zermartere ich mir ganz schön das Hirn, ich bin eher aufs Ansammeln als aufs Entsparen spezialisiert. Ja, ich weiß, es gibt das Buch von Kommer. 

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Manuel77
vor 4 Stunden von Sucher:

1. 30% / 140K: Sofortrente (mit Kapitalschutz für Erben) bringen ca. 500€ pro Monat.

Die Frau hat 120k im LS80, der schüttet 200 Euro im Monat aus.

Ich habe mal bei Check24 eingegeben, wenn sie 80k in eine Sofortrente steckt, wird diese ihr garantiert 300 im Monat ausschütten (Standart Life). Mit "Kapitalschutz für Erben" keine Ahnung, was das heißt. Erben spielen bei ihr keine Rolle. 

Idee: Sie wird ab sofort 500 Euro Zusatzrente haben (wenn es keinen Crash gibt), die Sofortrente wird zwar langfristig von der Inflation gefressen, aber in 10 Jahren werden die Ausschüttungen aus dem LS80 das hoffentlich kompensieren.

Wäre für mich sehr pflegeleicht, aber ich habe ein wenig Bedenken, dass die Sofortrente zwar das Langlebigkeitsrisiko versichert, aber wie viel sind 300 Euro im Monat in 30 Jahren noch wert?

 

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Tenno

Ich schmeiß mal meinen Standardfonds in den Ring https://www.fondsweb.com/de/IE00BYYPFH06

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geeman
Am 22.2.2026 um 17:15 von Manuel77:

Die Bank erlaubt einen Entsparplan auf Girokonto, allerdings zu Kosten von 2,5 Prozent pro Auszahlung. Es muss nichts vererbt werden.

Das geht bei einem Robo-Advisor sicherlich günstiger und Rebalancing gibt es kostenlos obendrauf.

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Sucher
· bearbeitet von Sucher
Am 23.2.2026 um 01:29 von Manuel77:

Die Frau hat 120k im LS80, der schüttet 200 Euro im Monat aus.

Ich habe mal bei Check24 eingegeben, wenn sie 80k in eine Sofortrente steckt, wird diese ihr garantiert 300 im Monat ausschütten (Standart Life). Mit "Kapitalschutz für Erben" keine Ahnung, was das heißt. Erben spielen bei ihr keine Rolle. 

Idee: Sie wird ab sofort 500 Euro Zusatzrente haben (wenn es keinen Crash gibt), die Sofortrente wird zwar langfristig von der Inflation gefressen, aber in 10 Jahren werden die Ausschüttungen aus dem LS80 das hoffentlich kompensieren.

Wäre für mich sehr pflegeleicht, aber ich habe ein wenig Bedenken, dass die Sofortrente zwar das Langlebigkeitsrisiko versichert, aber wie viel sind 300 Euro im Monat in 30 Jahren noch wert?

 

Ja, die Sofortrente verändert sich drastisch, wenn man die Parameter ändert. Ich habe - meine ich - mit dem 67-jährigen und Kapitalschutz aus deinem ersten Post gerechnet. Reich wird man mit einer Sofortrente natürlich nicht, das ist klar, dafür hat sie andere Vorteile.

 

Das Inflationsziel der Bundesbank sind 2%, das wurde über die letzten 34 Jahre (längster Zeitraum auf dieser Seite) mit 2,0% auch gut erreicht - https://www.smart-rechner.de/inflation/ratgeber/inflationsraten_deutschland.php 

Kurzfristig kann die Inflation natürlich schwanken, aber langfristig ist die Annahme von 1,8-2,2% Inflation schon valide aus meiner Sicht.  Mit Vergangenheitsdaten (2%) waren es nach 30 Jahren 300 EUR / 1,02^30 = 166 EUR Kaufkraft.

 

Ich finde deine Kombination aus (vermutlich) gesetzlicher Rente, Sofortrente und LS80-Aktienanlage ist sehr solide und sichert sehr gut gegen eine Vielzahl von Risiken ab - Inflation ist ja nur eines davon. Ich würde noch ein wenig Gold dazumischen, aber das ist Geschmackssache.

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Fetz
· bearbeitet von Fetz
Am 11.2.2026 um 23:29 von Manuel77:

Idee: Heiliger Gral, Gral High Dividend Yield, Euro Government Bond zu je einem Drittel. Danach nicht mehr anfassen.

Gibt es eine Idee mit besserer Sharpe Ratio und höheren Ausschüttungen?

 

Nicht durchgerechnet, aber nach kurzem Überlegungen würde ich in der Situation des TO ernsthaft überlegen 

 

2/3 A2PKXG (Gral dis.) und 1/3 A1T8FS (Europa dis..)

mit 

A0Q4RZ (Staatsanl. dt € 0-1) .

 

(zB als 60/40)

 

Weder Sharpe noch Div. wären mir dann wichtig, sondern "Resilienz"

Eur Gov käme jedenfalls nicht in mein Depot.

Das dürfte über lange Zeiträume mit allen möglichen zukünftigen (Steuer-) Veränderungen für alle Beteiligten ein guter Kompromiss sein.

 

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Fetz
· bearbeitet von Fetz
vor 5 Stunden von Sucher:

Kurzfristig kann die Inflation natürlich schwanken, aber langfristig ist die Annahme von 1,8-2,2% Inflation schon valide aus meiner Sicht. 

Das wäre mir deutlich zu optimistisch. 

AFAIK ist der Durchschnitt seit 1950 ca 2,5%.

Szenarien wie in den 70ern und schon ist es mit 2% vorbei.

Die niedrigen Raten wie seit Einführung des € bis 2022 könnten eine Anomalie bleiben.

 

IMG_1788.thumb.jpeg.48f7f30fe1e091eb1071b70cff98869c.jpeg

 

Quelle: Statista

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Sucher

Inhaltlich kann man sich lange über Inflation streiten. Im Euroraum sehe ich mittelfristig eher deflationäre Tendenzen.

 

Wer sich vor Inflation fürchtet, kann auch eine Sofortrente mit Inflationsausgleich wählen (mit entsprechenden Abschlägen). Ich würde aber dafür plädieren, die langfristigen Effekte der Inflation über den restlichen Teil des Vermögens (v.a. Aktienanteil) zu bekämpfen.

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finisher
vor 3 Minuten von Sucher:

Im Euroraum sehe ich mittelfristig eher deflationäre Tendenzen.

 

Hast du mit deiner Lupe in die Zukunft gesehen oder wie geht das? Ich dachte dafür braucht man eine Glaskugel.

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Sucher
vor 1 Minute von finisher:

Hast du mit deiner Lupe in die Zukunft gesehen oder wie geht das? Ich dachte dafür braucht man eine Glaskugel.

Warum so schnippisch? Womit habe ich das verdient?

 

Ich beziehe mich bei meiner Empfehlung im Beitrag oben ganz neutral auf den vertraglich festgelegten Zielkorridor der EZB und Bundesbank. Meine persönliche Meinung zur Inflation habe ich erst auf eine Entgegnung geäußert und gleich eine Alternative vorgeschlagen für Leute, die das anders beurteilen.

 

Zur Meinungsbildung benötigt man übrigens keine Glaskugel - falls du dir ebenfalls eine Meinung bilden möchtest, habe ich hier einen lesenswerten Beitrag zum Thema für dich: https://www.bundesbank.de/de/presse/reden/unter-welchen-umstaenden-ist-die-inflationsrate-zu-niedrig--989198

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ScholesUndSühne
vor 2 Stunden von Sucher:

Wer sich vor Inflation fürchtet, kann auch eine Sofortrente mit Inflationsausgleich wählen (mit entsprechenden Abschlägen).

OT, aber hast du da einen Anbieter im Kopf? 

Ich hab vor ein paar Wochen mal nach genau sowas gesucht, bin aber nicht fündig geworden 

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Sucher
Am 1.3.2026 um 01:26 von ScholesUndSühne:

OT, aber hast du da einen Anbieter im Kopf? 

Ich hab vor ein paar Wochen mal nach genau sowas gesucht, bin aber nicht fündig geworden 

Ich hatte das Thema auch vor einiger Zeit mal angeschaut und kam zum gleichen Ergebnis. 

 

Ich vermute aus Risikogründen gibt es es "echten" Inflationsschutz meines Wissens nach nicht - nur (1) dynamische Steigerungen (mit 2-3% sollte man die Inflation - zumindest in den wahrscheinlichsten Szenarien - effektiv bekämpfen und natürlich wird man zu Beginn durch die niedrigere Anfangsrate zum Sparen gezwungen, was auch immer hilft Vermögen zu erhalten) und (2) Überschussbeteiligungen (meiner Meinung nach ist das eher Kernschrott).

 

Mein Fazit damals war, dass die dynamischen Steigerungen vor allem dann empfehlenswert sind, wenn man erwartet sehr alt zu werden (90+), ansonsten lohnt sich das nicht.

 

Aus meiner Sicht gibt es nur drei "gute" Lösungen gegen 20%+ Inflation und das Langlebigkeitsrisiko und einen Königsweg:

 

Gute Lösungen:

- Minimales Risiko (und negative Rendite): GRV + Sofortrente + inflationsindexierte Anleihen

- Besseres Risiko- / Renditeverhältnis: GRV + Sofortrente + Aktien (+ Gold + Anleihen)

- Hohes Risiko (bei 3-5% Entnahmerate): GRV + Aktien (+ Gold + Anleihen) 

 

Königsweg:

- Wenn das Kapital groß genug ist, um die Entnahmerate unter 3% oder gar 2% zu drücken, wird Option 3 sehr risikoarm. https://thepoorswiss.com/failsafe-withdrawal-rate/?utm_source=chatgpt.com

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Moneycruncher
Am 12.2.2026 um 20:26 von sedativ:

Ein bisschen wie die Quadratur des Kreises.

 

Vorschlag:

- ½ Staatsanleihen 

- ½ VanEck Dividend Leaders 

oder

- ⅓ Staatsanleihen 

- ⅓ VanEck Dividend Leaders

- ⅓ Gold (physisch)

 

Aktien und Bonds eventuell als Schenkung an die Kinder (Nießbrauch Eltern).

Mir wäre sympathisch:

30-50% FTSE All-World dis
50-70% ETF Euro Aggregate Bond dis (Europ. Staats- und Unternehmensanleihen mit hoher Bonität) => konkreten ETF auswählen

Die Gewichtung würde ich dem persönlichen Geschmack überlassen. Damit sind wohl ganz entspannt 2 - 2,5% möglich ohne Kapitalverzehr. und alle Stakeholder sollten damit zufrieden sein.

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Megatron
· bearbeitet von Megatron

Ich finde den Anleihen Anteil bei den letzten Vorschlägen viel zu hoch. Mit Anfang 60 hat die Dame noch 20, wenn es gut geht auch 30 Jahre vor sich, das sind 1-2 komplette Börsenzyklen.

Insbesondere sind Anleihen keine Sachwerte, die Inflation schlägt also voll rein, während bei Aktien die Kursentwicklung und die Dividende zumindest teilweise mit der Inflationsentwicklung korreliert.

 

Insofern finde ich den schon vorhandenen LS 80 durchaus eine passende Wahl.

Bei den Anleihen würde ich, wenn ich einen ETF auswählen müsste, auch keinen Euro Aggregate wählen, sondern einen Global Aggregate.

Auf den ersten Bick erscheint die Wahl von Anleihen, die in der eigenen Funktionalwährung emittiert werden, natürlich logisch, schliesslich gibt es kein Währungsrisiko. Wer heute 1000 Euro in eine Euro Anleihe steckt, bekommt in 20 Jahren auch 1000 Euro wieder (Ausfallrisiko ignorieren wir mal). Das ist zwar richtig, die Aussage dahinter ist aber vollkommnen wertlos, da mir heute niemand sagen kann, was ich in 20 Jahren für diese 1000 Euro bekomme. Ein Anlage ausschließlich in der eigenen Währung ist nichts anderes als eine einseitige Wette darauf, dass die eigene Währung in den nächsten Jahren nicht abwertet.

 

Insbesondere in der Konstellation Rentner hat man damit ein dreifaches Risiko: Die eigene Kaufkraft hängt im wesentlichen von der Entwicklung in der Euro Zone ab, die eigene Rente hängt im wesentlichen an der Entwicklung  in Deutschland (wobei Deutschland zusammen mit Frankreich das wichtigste Land in de Eurozone ist), die Sicherheit / Bonität der Anleihen hängt von der Entwicklung in der Eurozone ab. Das schreit förmlich nach einem schwarzen Schwan.

 

Wer dies abwegig findet, kann sich mal überlegen warum der norwegische Staatsfond überall in der Welt in Anleihen, Aktien und Immobilien investiert, nur in Norwegen bzw in norwegischen Kronen nicht.

 

 

 

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 30 Minuten von Megatron:

Wer dies abwegig findet, kann sich mal überlegen warum der norwegische Staatsfond überall in der Welt in Anleihen, Aktien und Immobilien investiert, nur in Norwegen bzw in norwegischen Kronen nicht.

Dafür gibt es einige gute Gründe, welche mit dem von Dir angemerkten "schwarzen Schwan" nichts zu tun haben, beispielsweise

- Vermeidung der „Holländischen Krankheit“ https://de.wikipedia.org/wiki/Holländische_Krankheit : Würde das Geld in Norwegen investiert, würde dies die heimische Währung stark aufwerten und die Nicht-Öl-Industrie international wettbewerbsunfähig machen.

- Volkswirtschaftliche Stabilität: Die Einnahmen werden außerhalb der norwegischen Wirtschaft geparkt, um die heimische Wirtschaft nicht künstlich aufzublähen.

- Verhinderung politischer Einmischung: Indem die Investitionen außerhalb Norwegens getätigt werden, vermeidet der Fonds das Risiko, dass die Regierung ihr Vermögen nutzt, um sich in inländische Unternehmen einzumischen

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Manuel77
Am 15.3.2026 um 15:32 von Megatron:

Insbesondere sind Anleihen keine Sachwerte, die Inflation schlägt also voll rein, während bei Aktien die Kursentwicklung und die Dividende zumindest teilweise mit der Inflationsentwicklung korreliert.

 

Insofern finde ich den schon vorhandenen LS 80 durchaus eine passende Wahl.

Bei den Anleihen würde ich, wenn ich einen ETF auswählen müsste, auch keinen Euro Aggregate wählen, sondern einen Global Aggregate.

Ich glaube nicht, dass die Rentnerin so einen heißen Reifen fahren will. Währungsschwankungen im Anleihenteil würden von ihr bestimmt als schwerwiegend empfunden.

Ich habe nochmal mit ihr geredet.

Ihr Portfolio wurde im August 23 aufgesetzt:

60 Prozent Vanguard LS80 (damit 48 Prozent Aktien, 12 Prozent aggregierte Anleihen)

10 Prozent Gold

30 Prozent TG

 

Seitdem ist Vanguard 40 Prozent gestiegen, Gold 140 Prozent, TG 7 Prozent. 

Das Problem ist bei ihr, dass sie der Anstieg nicht so glücklich macht, sie schaut ständig Nachrichten, denkt ans Verkaufen... leider hat sie das Prinzip nicht verinnerlicht. Rebalancing wäre sowieso fällig. 

Das ursprünglich von mir genannte Problem, dass unbedingt alles aus Ausschüttungen kommen muss, ist etwas abgemildert, da ein Entsparplan angelegt werden kann, wenn auch mit ärgerlichen Kosten. Ich fürchte aber, in ihrer Psychologie wäre das ein "Substanzverlust", im Gegensatz zu Ausschüttungen. 

 

 

 

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Lazaros
vor 19 Minuten von Manuel77:

Ihr Portfolio wurde im August 23 aufgesetzt:

60 Prozent Vanguard LS80 (damit 48 Prozent Aktien, 12 Prozent aggregierte Anleihen)

10 Prozent Gold

30 Prozent TG

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was man da noch verbessern sollte.

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Barqu
5 hours ago, Lazaros said:

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was man da noch verbessern sollte.

+1

Über Gold kann man streiten, aber an sich ein sehr gutes Portfolio. 

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