ltinvestor 23. Februar Schönen Guten Abend, möchte die aktiven Fonds von damals verkaufen und frei gewordenes Geld komplett umschichten in Dividenden ETF, und zwar in den VanEck Moningstar Dividend Leaders (A2JAHJ), im Forum wohl auch bekannt unter Dividenden Gral. Da es sich bei den "Aktiven" noch um Altbestände von vor 2009 handelt, fiele aufgrund der 100k€ Freigrenze keine Kapitalertragssteuer an bzw. müssten über die Steuererklärung (auf Basis des Ausweises in der Steuerbescheinigung der Depotbank) wieder komplett erstattet werden. Wäre es ggf. sinnvoller erst gegen Ende des Kalenderjahres zu verkaufen, um möglichst schnell die Erstattung investieren zu können (so Feb/März nach nach Eingang des Steuerbescheinigung)? Bezüglich Dividenden ETFs, ja das wird mitunter kontrovers diskutiert aber mit den folgenden Überlegungen würde ich doch gern eure Meinung wissen wollen, was ihr davon haltet. Ich möchte mir etwas Cashflow aus Anlagevermögen aufbauen. da ich beruflich in 1-2 Jahren wohl etwas kürzer treten muss. Zudem mehr finanzielle Flexibilität insgesamt. Da ich doch noch ein Stück von der Rente weg bin, soll aber trotzdem potentielle Rendite vom Aktienmarkt genutzt werden. Habe mir die Dividenden ETFs angesehen und insgesamt unter Betrachtung weltweit, inkl. Quality Kriterien, Dividendenhöhe, TER, Fondvolumen, Performance ist nur der VanEck Moningstar Dividend Leaders (A2JAHJ) übrig geblieben. Thematik holländisches Fondsdomizil ist bekannt aber bin über 1.000 € Freibetrag, daher zu vernachlässigen. Einzig die Anzahl der Titel mit 100 könnte für meinen Geschmack etwas höher sein Mit Abstrichen kam noch der Vanguard High Dividend Yield (A1T8FV) in Frage aber Dividenden waren durchgehend um einiges niedriger. Der brandneue L&G Global Quality Dividends (A41L70) ist interessant aber noch zu klein. Aktuell besteht Depot aus folgenden ETFs (Rest zu 100% sind die aktiven Fonds): Welt ETFs: Amundi MSCI World Ausschüttend (20%) -> Altbestand 2008 Vanguard FTSE All World Thes (20%) Amundi MSCI ACWI Thes (10%) Faktor ETFs (Beimischung) Ishares MSCI World Small Cap Thes (10%) Xtrackers MSCI Europe Small Cap Thes (3%) -> Altbestand 2008 Ishares MSCI World Momentum Thes (10%) Ishares World Quality Thes (10%) Emerging Markets: Xtrackers MSCI Emerging Markets Thes (4%) -> Altbestand 2008 Wen es interessiert, das sind die "aktiven" Konstrukte aus der Urzeit, die dem Dividenden Gral weichen sollen: FMM Fonds 847811 Lingohr Systematic Invest 977479 Carmignac Investissement A0DP5W M&G Global Themes Funds 797735 WM Aktien Global UI Fonds 979075 Meine Überlegungen dabei: 1. Jetzt komplett alles aus den "Aktiven" rein in meine Thesaurierenden World Indices und später umschichten Dividendenfonds erscheint mir wenig sinnvoll wegen Steuer bei Verkauf. 2. Möchte später auch nicht den Aufwand laufend Anteile verkaufen müssen. Daher nun schon in Dividenden rein und ausbauen. Wenn dann nur sporadisch mal was von den Thes. verkaufen, Rest bleibt dann mal für ne Reise/Neuanschaffung und Rest für die Erben. 3. Der VanEck Dividend Leaders passt ganz gut rein, da US Anteil nochmal etwas gesenkt wird. Müsste aktuell so um die 50% sein. Habe leider keine kostenlose Seite gefunden, wo man Ländergewichtung, Top10 Positionen usw. für gesamtes Depot auswerten kann. Was sagt ihr zu meinem Ansatz? Irgendwelche groben Schnitzer? Was Wichtiges übersehen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
SlowHand7 23. Februar · bearbeitet 23. Februar von SlowHand7 Du machst dir da zu viele Gedanken. Hau erstmal diese teuren alten aktiven Fonds raus. Dass du dann immer noch zu viele ETFs hast ist ein anderes Thema. Zwei MSCI World und dazu noch der FTSE ist doch Quatsch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mvp 23. Februar vor 8 Stunden von SlowHand7: Dass du dann immer noch zu viele ETFs hast ist ein anderes Thema. Auch wenn es nicht notwendig ist den selben Kuchen in immer wieder andere Stücke zu schneiden, ist die Aufstellung trotzdem kein, wie der TO sagt, "grober Schnitzer". vor 9 Stunden von ltinvestor: Einzig die Anzahl der Titel mit 100 könnte für meinen Geschmack etwas höher sein 100 Titel sind als Diversifikation des Einzeltitelrisikos in einer Aktienstrategie die nur einen Teil deines Depots ausmacht vollkommen ausreichend. vor 9 Stunden von ltinvestor: Was sagt ihr zu meinem Ansatz? Irgendwelche groben Schnitzer? Was Wichtiges übersehen? 67% grob in breiten ETFs nach MCap, 20% potenziell sinnvoller Faktor-Tilt. Das passt. 13% in den VanEck: Kann man machen, wenn man unbedingt die Ausschüttungen will. Du hebst die Ausschüttungsquote deines Portfolios von derzeit ca. 0,3% (wg. der vielen Thes.) auf ca. 0,6% damit. Wenn es für dich im Alltag wirklich einen Unterschied macht, ist das m.E. kein "grober Schnitzer" --> Wie viel das ganze dann in der Gesamtperformance von 100% in einen All-World mit 1,5% Ausschüttungen abweicht, wird sich zeigen. Vermutlich nicht soo viel! Somit kann ich den restlichen Aussagen von @SlowHand7 zustimmen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 23. Februar Ich habe mich bei Altbeständen vor 2009 gegen einen Verkauf entschieden. Solange die Steuerfreiheit bestehen bleibt können die sich durchaus rechnen. Stark vereinfacht gehen wir von einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 4% aus. Bei neuen ETF müsstest Du Wertseigerungen vereinfacht mit 25% versteuern. Von 4% Kursgewinnen gibst Du 1% an den Fiskus ab. Ein Altbestand darf also etwa 1% höhere laufende Kosten haben als ein ETF und wäre immernoch kostenneutral zu diesem. Schau nach, wie hoch die laufenden Kosten sind und entscheide dann. Wenn die Altbestände etwa kostenneutral zu neuen ETFs wären würde ich diese behalten. Wir wissen nicht, wie lange die 25% Besteuerung von Erträgen noch bestehen bleibt. Ebenso wissen wir nicht, wie lange die Altbestandsregelung bestehen bleibt. Flexibel reagieren kannst Du nur, wenn die Altbestände behalten werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster 23. Februar @Bolanger Grundsätzlich kann man sowas natürlich abwägen und ist wahrscheinlich nicht eindeutig, aber zumindstest sollte man in der Abwägung die Teilfreistellung berücksichtigen womit nicht 25% sondern eher 18,5% anfallen. Außerdem finde ich es schon wichtig zu berücksichtigen, dass die TER jedes Jahr abgezogen wird und direkt auf den Zinseszinseffekt wirkt, während Kursgewinne (Außnahme Vorabpauschale) am Ende erst anfallen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin 23. Februar vor 2 Stunden von Bolanger: Ich habe mich bei Altbeständen vor 2009 gegen einen Verkauf entschieden. Solange die Steuerfreiheit bestehen bleibt können die sich durchaus rechnen. Stark vereinfacht gehen wir von einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 4% aus. Bei neuen ETF müsstest Du Wertseigerungen vereinfacht mit 25% versteuern. Von 4% Kursgewinnen gibst Du 1% an den Fiskus ab. Ein Altbestand darf also etwa 1% höhere laufende Kosten haben als ein ETF und wäre immernoch kostenneutral zu diesem. Schau nach, wie hoch die laufenden Kosten sind und entscheide dann. Ich habe es zumindest bei einem Altfonds, der vom Anlageuniversum her passte, genauso gemacht. Einfach mit einer Exceltabelle mit allen Details gegeneinander laufen lassen, dann sieht man doch, wann sich ein Verkauf lohnt. 25% Steuern sind schließlich keine Kleinigkeit und müssen durch geringere Kosten erstmal hereingeholt werden. Das wollte hier aber keiner hören, dann kommen so Sprüche wie Anlageentscheidung nicht von Steuern abhängig machen… Ich will den Fonds auch nicht auf ewig behalten, sondern alle paar Jahre mal nachrechnen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
blueprint 23. Februar vor einer Stunde von Turmalin: Ich habe es zumindest bei einem Altfonds, der vom Anlageuniversum her passte, genauso gemacht. Einfach mit einer Exceltabelle mit allen Details gegeneinander laufen lassen, dann sieht man doch, wann sich ein Verkauf lohnt. 25% Steuern sind schließlich keine Kleinigkeit und müssen durch geringere Kosten erstmal hereingeholt werden. Das wollte hier aber keiner hören, dann kommen so Sprüche wie Anlageentscheidung nicht von Steuern abhängig machen… Ich will den Fonds auch nicht auf ewig behalten, sondern alle paar Jahre mal nachrechnen. +1 genau so ist es Man muss natürlich auch schauen, ob die aktiven überhaupt halbwegs noch abliefern, oder eben nur noch vegetieren vor 14 Stunden von ltinvestor: Der brandneue L&G Global Quality Dividends (A41L70) ist interessant aber noch zu klein. Er wächst sehr schnell, inzwischen schon über 40 mio. Gib ihm mal noch ein paar Wochen, der ist schnell über 100. Du brauchst ja wahrscheinlich eh noch ein wenig, bis Du umschichtest. Ich finde ihn viel besser, als die anderen beiden und bin schon investiert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ltinvestor 24. Februar · bearbeitet 24. Februar von ltinvestor Erstmal herzlichen Dank an Alle für die Antworten Vielleicht hat noch jemand input zu meiner ersten Frage wegen Verkauf besser erst gegen Jahresende? Noch zu ein paar einzelnen Antworten: Am 23.2.2026 um 01:34 von SlowHand7: Du machst dir da zu viele Gedanken. Hau erstmal diese teuren alten aktiven Fonds raus. Dass du dann immer noch zu viele ETFs hast ist ein anderes Thema. Zwei MSCI World und dazu noch der FTSE ist doch Quatsch. Über die ersten 2 Sätze musste ich schmunzeln. Überleg nicht so viel und hau erstmal die Aktiven raus. Würde schon vorab festlegen wollen, wo ich dann reingehe. Deswegen habe ich hier ja mal meine Gedanken dazu geteilt. Bzgl. zu viele ETF: Also die ETFs vor 2008 klammere ich mal aus, die liegen da halt noch und werden es wohl bis an mein Lebensende. Es sei denn sie werden dichtgemacht, fusioniert o.Ä., gerade bei Amundi ist das ja im Bereich des Möglichen. Ob man Faktor machen muss, ist sicher kein Must aber mich hat der Ansatz damals überzeugt als Beimischung und tut es noch. SC wollt ich auch dabei haben. Ich geb dir recht beim Amundi MSCI ACWI, der ist aber kein 2. MSCI, sondern ein 2. All Country. War damals noch ein Lyxor und gefällt mir von allen ETFs auch am Wenigsten, auch weil TER nicht billig aber Tracking Difference war bisher ok. Am 23.2.2026 um 11:05 von Bolanger: Ich habe mich bei Altbeständen vor 2009 gegen einen Verkauf entschieden. Solange die Steuerfreiheit bestehen bleibt können die sich durchaus rechnen. Stark vereinfacht gehen wir von einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 4% aus. Bei neuen ETF müsstest Du Wertseigerungen vereinfacht mit 25% versteuern. Von 4% Kursgewinnen gibst Du 1% an den Fiskus ab. Ein Altbestand darf also etwa 1% höhere laufende Kosten haben als ein ETF und wäre immernoch kostenneutral zu diesem. Schau nach, wie hoch die laufenden Kosten sind und entscheide dann. Wenn die Altbestände etwa kostenneutral zu neuen ETFs wären würde ich diese behalten. Wir wissen nicht, wie lange die 25% Besteuerung von Erträgen noch bestehen bleibt. Ebenso wissen wir nicht, wie lange die Altbestandsregelung bestehen bleibt. Flexibel reagieren kannst Du nur, wenn die Altbestände behalten werden. Also Vorabpauschale ziehen sie mir jetzt schon ab. Die laufenden Kosten (Verwaltungsgebühr) sind natürlich bei allen viel höher als die üblichen ETF TERs. Ist halt von zukünftiger Performance abhängig, die keiner kennt aber wir wissen alle hier wie viele "Aktive" in aufeinander folgenden Perioden den Markt schlagen. Naja das einzig "Positive", dass ich damals nicht schon die Aktiven verkauft habe ist, dass ich jetzt in Dividenden ETF investieren könnte. Sonst wär alles auch in den Vanguard FTSE & die Faktor Thesaurierer geflossen. Am 23.2.2026 um 10:39 von Mvp: Auch wenn es nicht notwendig ist den selben Kuchen in immer wieder andere Stücke zu schneiden, ist die Aufstellung trotzdem kein, wie der TO sagt, "grober Schnitzer". 100 Titel sind als Diversifikation des Einzeltitelrisikos in einer Aktienstrategie die nur einen Teil deines Depots ausmacht vollkommen ausreichend. 67% grob in breiten ETFs nach MCap, 20% potenziell sinnvoller Faktor-Tilt. Das passt. 13% in den VanEck: Kann man machen, wenn man unbedingt die Ausschüttungen will. Du hebst die Ausschüttungsquote deines Portfolios von derzeit ca. 0,3% (wg. der vielen Thes.) auf ca. 0,6% damit. Wenn es für dich im Alltag wirklich einen Unterschied macht, ist das m.E. kein "grober Schnitzer" --> Wie viel das ganze dann in der Gesamtperformance von 100% in einen All-World mit 1,5% Ausschüttungen abweicht, wird sich zeigen. Vermutlich nicht soo viel! Somit kann ich den restlichen Aussagen von @SlowHand7 zustimmen Also ist Ansatz VanEck nicht komplett daneben, aber ein Fan bist du auch nicht. Siehst du unter den geg. Voraussetzungen eine bessere/sinnvollere Alternative? Alles richtig mit Gesamtperformance zu 100% All-World und 1 ETF Lösungen aber der Vergleich bringt mir nichts, das könnte ich sowieso nicht (mehr) umsetzen. Die Steuerlast bei Verkauf nur wegen Umschichten in All World würde kein ETF je wieder aufholen. Wenn ich jetzt anfangen würde klar, würde es wohl etwas anders machen. Zumal All World gab es ja z.B. 2008 auch noch gar nicht. Bzgl. Quote 0,6%: ich will das dann in Zukunft noch weiter ausbauen. Sparpläne auf die Thesaurierer dann in in den Vaneck oder anderen Dividenden Fonds, + frei werdendes Geld rein. Beim Amundi ACWI ETF würd ich ggf. irgendwann in den sauren Steuerapfel beißen und verkaufen (siehe oben). Am 23.2.2026 um 15:19 von blueprint: +1 genau so ist es Man muss natürlich auch schauen, ob die aktiven überhaupt halbwegs noch abliefern, oder eben nur noch vegetieren Er wächst sehr schnell, inzwischen schon über 40 mio. Gib ihm mal noch ein paar Wochen, der ist schnell über 100. Du brauchst ja wahrscheinlich eh noch ein wenig, bis Du umschichtest. Ich finde ihn viel besser, als die anderen beiden und bin schon investiert. Naja dahin vegetieren würde ich auf keinen Fall sagen. Gegenüber FTSE All World hat 1 der 4 aktiven Fonds die letzten 5 Jahre ungefähr gleiche Performance, 1 hat stark outperformed, 3 haben etwas underperformed. Ja, ich beobachte den L&G Global Quality Div. mal. Warum findest du ihn besser als den VanEck? Höhere Anzahl Titel und monatliche Ausschüttung, nehm ich an? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ 24. Februar · bearbeitet 24. Februar von sedativ Am 23.2.2026 um 01:10 von ltinvestor: Was sagt ihr zu meinem Ansatz? Irgendwelche groben Schnitzer? Was Wichtiges übersehen? Die aktiven Fonds zügig zu verkaufen und mit diesem Geld in den VanEck einzusteigen ist auf jeden Fall schon mal eine gute Idee. Die ETFs von vor 2009 zu behalten ebenso. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
blueprint 25. Februar vor 7 Stunden von ltinvestor: Ja, ich beobachte den L&G Global Quality Div. mal. Warum findest du ihn besser als den VanEck? Höhere Anzahl Titel und monatliche Ausschüttung, nehm ich an? Vor allem viel höhere Anzahl Titel, kein Klumpen in der Top 20, weniger Finanzlastig, kein Domizil in Holland (Quellsteueroptimierung), klare Ausrichtung auf Divi Wachstum. Für die, die Ausschüttungen wollen, ist Monatlich gleichbleibend natürlich viel sinnvoller, als quartalsweise schwankend. Insgesamt gefällt mir beim LG die ganze Depotstruktur viel besser, als bei den bisherigen Divi ETFs. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag